Nach einer langen Pause geht es nun endlich weiter und ich entschuldige mich das es so lange gedauert hat und hoffe inständig nachdem ich meine Probleme in Thema beta gelöst habe das es nun wieder flüssiger vorangeht… hab schlicßlich noch Kapitel in Reserve.. war schließlich nicht faul
Und jetzt muss ich mich noch mal bei allen diesen hilfreichen Wesen bedanken die mir angeboten haben für mich Beta zu lesen ich war ziemlich überrascht wie viele es waren. Ihr habt mich fast zu tränen gerührt schluchz übertreib Vielen vielen dank an alle die mir ihre Hilfe angeboten haben!!
11. Das Leben geht immer weiter
Als Tom gegen Mittag ging, weil er meinte, er hätte heute noch etwas Wichtiges zu erledigen, sank Harry sofort wieder ins Bett, um alles zu überschlafen. Dabei achtete er darauf, dass Slytherins Medaillon in einem anderen Raum lag.
Am nächsten Tag verkroch er sich in seine Aufgaben. Hermine trat er nicht unter die Augen. Nach sieben weiteren Tagen, die so wie dieser vergingen, hielt er die Einsamkeit nicht länger aus. Er vermisste Tom. Es kostete ihn einiges an Überwindung, doch als er einschlief, hatte er das goldene Schmuckstück fest umklammert.
„Da bist du ja endlich", flüsterte Tom und zog Harry schlaftrunken an sich.
„Ich dachte schon, du kommst nie mehr."
Harry spürte, wie er noch näher an den anderen Körper gedrückt wurde und kuschelte sich an ihn.
Ist er halt der Dunkle Lord… Auch egal, dachte er, als sich ein seliges Lächeln auf seine Lippen schlich.
„Was ich mich schon die ganze Zeit frage", begann Harry nachdenklich und wartete auf eine Reaktion, die er in Form eines leisen Brummens bekam. „Warum siehst du eigentlich so anders aus? Ich meine, du siehst nicht mal dem Tom Riddle ähnlich, der bei Borgin & Burkes gearbeitet hat."
Tom rückte ein Stück von ihm weg und sah ihn mit wachen Augen nachdenklich an.
„Das ist eine Nebenwirkung des Zaubertranks, der mir einen Körper gegeben hat. Ich habe keine wirkliche Gestalt mehr und auch keine Stimme. Bis auf meine Augen, die immer die gleichen bleiben, wenn ich sie nicht mit einer Illusion belege, kann ich mein Aussehen und meine Stimme beliebig verändern. Mit nur einem Gedanken."
„Das heißt, du könntest, wenn du wolltest, wieder so aussehen wie in der Nacht, in der du zurückgekehrt bist, oder als du noch jung warst und gerade die Schule abgeschlossen hast?"
„Natürlich. Ich könnte sogar so aussehen wie du, wenn ich mir dein Aussehen gut genug in Erinnerung rufen könnte. Gefalle ich dir denn nicht, wie ich jetzt aussehe?", wurde Harry die Frage mit einem verschmitzten Grinsen gestellt.
„Doch, schon." Harry errötete leicht.
„Aber ich fand, als du zwanzig warst, sahst du auch sehr gut aus."
„Ach ja!", meinte Tom und einen Moment später sah Harry sich dem zwanzigjährigen Voldemort gegenüber, wie er ihn aus dem Denkarium kannte.
Nur die Augen hatten noch immer diesen stechend roten Ton und die Pupillen waren noch immer dünne Schlitze.
„Das ist unheimlich", flüsterte Harry ehrfürchtig und fuhr mit seinen Fingerspitzen über die hohlen Wangen.
Vorsichtig berührte er die Lippen mit den seinen.
„Das ist unheimlich", wiederholte er.
Voldemort lächelte.
(A/A: Die Hälfte der magischen Bevölkerung würde bei dem Satz wahrscheinlich einen Herzkasper bekommen.)
„Es gibt ein einfaches Ritual, natürlich schwarzmagisch, mit diesem könntest du das auch."
Harry seufzte darauf nur gequält.
„Du verführst mich zur schwarzen Magie, Tom."
„Wozu ist denn sonst ein dunkler Lord da? Und bis jetzt hast du dich noch nicht sonderlich gewehrt." Mit diesen Worten fiel er über ihn her.
„Wie soll es mit uns weitergehen, Harry?"
Angesprochener saß auf dem bequemen Sofasessel und schmökerte in einem Buch.
„Ich weiß es nicht. Aber bevor ich jetzt gehe, solltest du noch etwas wissen."
Harry schlenderte zu Tom hin, der auf dem großen Sofa saß und ihn betrachtete.
„Du findest mich im Grimmauldplatz Nummer 12. Denke dran. Fidelius und Hermine sollten nicht gleich wissen, dass du der Dunkle Lord bist, Seth."
Damit setzte er sich auf den Schoß Voldemorts und zog ihn in einen begehrlichen Kuss. Nur um Momente später in seinem eigenen Zimmer aufzuwachen.
Heute verließ er nach sieben Tagen das erste mal wieder den zweiten Stock und traf Hermine in ihrem Zimmer an, wo sie sich mit Winky unterhielt.
„Wiegle mir nur nicht meine Hauselfe auf", meine er enthusiastisch und ließ sich Hermine gegenüber auf einen Stuhl fallen.
„Da bist du ja endlich! Ich hab mir schreckliche Sorgen gemacht, weil du dich so verkrochen hast! Ist irgendwas passiert?", fragte sie sofort besorgt.
„Nein, alles in bester Ordnung. Ich war nur so versunken in meine Arbeiten, das ich nichts um mich herum wahrgenommen habe. Ich habe schon meine ganzen Aufgaben für die nächste Woche fertig", log Harry ohne rot zu werden.
Na ja, ganz gelogen war es ja nicht. Die Aufgaben hatte er wirklich.
„Hättest du solchen Ehrgeiz schon in der Schule gezeigt, wäre mir eine Menge Arbeit erspart geblieben", meckerte Hermine lachend.
„Aber jetzt erzähl doch mal, wann wollt ihr das mit der Bindung machen? Oder macht ihr es überhaupt? Ich habe nachgeschlagen, was das für Auswirkungen hat, war ziemlich schwer etwas darüber zu finden."
„Wir haben das Band bereits geschlossen. Vor sieben Tagen."
„WAS!"
Hermine sah ihn einen Moment perplex an.
„War das nicht etwas überstürzt?"
„Doch war es sicher", seufzte Harry. „Aber dagegen kann man nichts mehr machen."
„Und…", fragte sie neugierig.
„Hat er dir gesagt, wie er heißt?"
„Ja, hat er. Ich kann jetzt gut verstehen, warum er es keinem erzählen wollte. Würde viel zu viel Aufregung erzielen. Und bevor du fragst, wir haben uns darauf geeinigt, es unter uns zu lassen, da wir Trubel nicht gebrauchen können. Und ich werde es auch dir nicht sagen."
„Schade", schmollte Hermine.
„Wenn es so einen Trubel geben würde, wie du erzählst, muss er sehr berühmt sein."
„Ja, das kann man wohl sagen", lachte Harry.
„Jedenfalls, eins muss ich dir lassen. Geschmack hast du", sagte Hermine mit einem anzüglichen Grinsen.
„Aber, er ist viel älter als du oder? Er ist mindestens dreiundzwanzig, wenn nicht älter."
Harry lachte nur weiter als er dies hörte. Tom war wirklich älter als er. Mehr als fünfzig Jahre älter.
„Mach dir darüber keine Sorgen. Das wird unsere Beziehung sicher als letztes belasten."
„Wenn du meinst", bedachte Hermine ihn mit einem kritischen Blick.
„Ach, komm schon. Was hältst du davon, wenn wir heute was in einem Restaurant in der Muggelwelt essen gehen? Ich lade dich ein."
Hermine sah den vergnügten Zauberer nur entgeistert an.
„Aber Vol…"
„Keine Widerrede! Los komm."
Ein paar Tage später, Harry hatte Hermine gerade verabschiedet, die zur Arbeit ging, und war dabei wieder hinauf zu gehen, als er aus der Eingangshalle ein lautes Rumpeln vernahm.
Mit einem Satz war Harry wieder auf dem Weg nach unten. Diesmal mit gezücktem Zauberstab.
Doch was er sah, ließ ihn an der Wirklichkeit zweifeln. Dort saß Tom mitten in einem großen Wirrwarr von Büchern, Pergamentrollen, Tintenfässern, Kleidungsstücken und noch vielen anderen Dingen, die wohl aus dem riesigen Koffer gefallen waren, der offen daneben lag.
Mit ein paar unfeinen Schimpfwörtern auf den Lippen erhob sich der Schrecken der Zaubererwelt und ließ sein gesamtes Gepäck wieder in dem großen Koffer verschwinden. Erst dann drehte er sich zu Harry um, der am Treppenansatz stand und nicht wusste, ob er erstaunt sein sollte, oder sich schief lachen.
„Hallo, schön dich zu sehen, ich hoffe, ich störe nicht", meinte der dunkle Lord verschmitzt.
Daraufhin fand Harry seine Sprache wieder.
„Was… Was machst du hier? Und vor allem mit den ganzen Klamotten?"
„Ach, weißt du…", meinte Tom mit einem strahlenden Lächeln. „Das riesige Haus ist doch viel zu groß für zwei Personen, da dachte ich mir, ich leiste euch ein wenig Gesellschaft."
„Ach so, und der Einfall kommt so ganz von alleine?", kam die misstrauische Erwiderung seitens Harry.
„Na ja…", meinte Tom schuldbewusst, als er auf ihn zuging. „Vielleicht hat es etwas damit zu tun, das mein Versteck gerade vor Todessern überquillt, die sich ebenfalls verbergen müssen und es deshalb etwas laut ist. Besonders mit den Langstrange Brüdern Rodolphus und Rabastan, die sich ständig streiten."
„Das heißt, eigentlich fliehst du vor deinen eigenen Leuten, und das ausgerechnet zu mir, deinem eigentlich größten Widersacher. Richtig?"
„Schuldig im Sinne der Anklage", schnurrte der Dunkle Lord als er Harry in einen Kuss zog.
„Es kann ja nicht schaden, dich hier zu haben", meine Harry lasziv als sie sich wieder lösten.
„Aber das mir keines von deinen Schoßhündchen ins Haus kommt."
„Natürlich nicht. Und du wirst gar nicht bemerken, dass ich da bin."
„Das wäre aber zu schade", meinte Harry, bevor er dem Koffer mit einem Schwung seines Zauberstabs anwies, hinter ihm die Treppe hoch zu schweben.
„Du schläfst bei mir im Zimmer, ansonsten musst du dir aussuchen, wo du deine Sachen stapelst", beschloss Harry.
„Wenn es dich interessiert, ich habe auch meine Büchersammlung mitgebracht. Und die ist nicht so mickrig, wie die in meinem Schlafzimmer", sagte Voldemort Interesse heischend. Harry blieb stehen.
„Die in deinem Zimmer war schon riesig. Wo willst du das denn alles unterbringen! Meine Bibliothek ist schon voll gestopft bis obenhin."
„Ich dachte daran, dass man deiner Bibliothek einfach noch ein paar Zimmer hinzufügen könnte."
„Dann können wir auch gleich im ganzen dritten Stock die Wände ausreißen und sie dorthin verlagern", meine Harry gequält und setzte seinen Weg fort.
„Gute Idee! Mit einem schönen großen Kamin. Würde richtig gemütlich werden. Wenn du willst, helfe ich dir dabei, ich bin gut im Räume gestalten", meinte Tom enthusiastisch.
„Tom, das war ein Scherz."
„Ach, komm. So schlecht war die Idee wirklich nicht."
„Okay, unter einer Bedingung", in Harrys Augen funkelte es.
„Du räumst alles um und richtest ein, während ich mir mal deine Büchersammlung ansehe. Und wenn mir etwas nicht gefällt, wird es sofort verändert."
„Faulpelz."
„Hey, sag so was nicht. Ich habe mir erst soviel Mühe gegeben, alles einzurichten, und jetzt kommst du und machst alles zunichte."
„Soll ich wieder gehen? Ich will mich nicht aufdrängen. Aber da wir eh irgendwann zusammenleben werden… ich vermisse dich tagsüber."
„Nein, schon in Ordnung. Du hast mich einfach überrumpelt."
Harry strich seinem Partner eine Strähne aus dem Gesicht und berührte flüchtig dessen Lippen. „Komm, lass uns unsere Umräumaktion in Angriff nehmen."
Harry ließ den Koffer in sein Zimmer schweben und führte Tom ins oberste Stockwerk.
„Alle Wände können raus. Außer denen, die an dieses Zimmer grenzen."
Harry klopfte an die Tür von Sirius Zimmer. „Das gehörte meinem Paten und ich möchte es so behalten wie es war. Ich hänge noch zu sehr an ihm."
„Sirius Black, oder?"
„Ja. Er ist durch den Umhang in der Todeskammer gefallen. Es gibt keine Möglichkeit ihn zurückzuholen. Oder doch?"
Hoffnung stahl sich in Harrys Blick als er Tom ansah.
„Nein, es gibt keine Möglichkeit. Nicht mal mit den dunklen Künsten. Es gibt Wege in diese Welt, die allen verschlossen bleiben."
Eine Zeit lang herrschte Schweigen.
„Na gut, dann werde ich mich mal daran machen, die Wände zu beseitigen", meine Tom geschäftig.
„Ach ja und denk dran, erst mal Decke stabilisieren, sonst fällt uns das Haus auf den Kopf. Bei der letzten Wand, die ich ausgerissen habe, hätte ich es fast vergessen", meinte Harry mit einem leichten Lächeln.
Fünf Stunden später bestand der dritte Stock aus einem großen dunkelbraun vertäfelten Raum, in dem Bücherregale, aus dem ganzen Haus zusammengeklaubt, standen. Harry hatte es sich nicht nehmen lassen, drei große Sitzecken mit einzubauen und altmodische, magisch veränderte Gaslampen reinzustellen.
Der junge Magier wollte gerade damit anfangen, die ganzen Bücher, die Tom aus einer seiner Taschen mit einem Engorgio-Zauber wieder in ihre normale Größe gebracht hatte, einzusortieren, als dieser mit einem süffisanten Grinsen, und einer ausladenden Bewegung, jedes Buch an einen Platz hexte.
Doch erst nachdem Harry darauf bestanden hatte, hatte sich der dunkle Lord dazu überreden lassen, sie auch in weiße und schwarze Magie zu unterteilen. Schließlich hatte Harry nicht vor, bei seinen Recherchen über Verwandlungstheorie, plötzlich in die verbotene Zone abzurutschen.
Und eins musste man Tom lassen. Er hatte zwar viele schwarzmagische Bücher, aber es gab auch interessante Abhandlungen über weiße Magie.
„Ich bin fix und fertig", stöhnte Harry, als er sich in einen der großen Sofasessel sinken ließ.
„So schlimm? Dann solltest du mal einen Tag mit den Lestranges verbringen. Danach bist du fix und fertig."
„Nein danke, ich verzichte. Ich ziehe doch lieber die Gesellschaft ihres Lords vor. Ach ja, Hermine kommt in einer Stunde. Bis dahin solltest du dir überlegt haben, was du ihr erzählst, warum du bei mir einziehst. Und denk dran. Nicht dein Aussehen verändern. Sie ist eine ziemlich schlaue Hexe."
„Na dann werde ich wohl vorsichtig sein müssen."
Tom lächelte ihn verschmitzt an.
„Aber jetzt, wo deine ehemalige Bibliothek leer steht, dachte ich, dass ich mich dort einquartieren könnte. Wir ziehen einfach die Wand, die du weggehext hast, von neuem und ich richte mir deine eine Hälfte als Zimmer ein. Und keine Panik, diesmal mache ich es alleine", meinte Tom mit einem breiten Grinsen.
„Das ist eine gute Idee", schnurrte Harry und kuschelte sich an seinen Liebsten.
„Dann hat jeder von uns auch ab und zu seine Privatsphäre. Aber du wirst ja sowieso oft weg sein um deinen Kindergarten zu behüten. Sonst sprengen dir die Lestrange Brüder ja vielleicht noch dein Versteck in die Luft."
Tom schmunzelte über diesen Kommentar, bevor er hinzufügte:
„Das würde Lucius niemals zulassen. Ich habe ihm die Aufsicht über die Räumlichkeiten gegeben und er ist sehr penibel."
Tom hatte gerade die alte Wand wieder in die ehemalige Bibliothek gehext, als sie jemanden die Treppe hochkommen hörten.
„Das ist wohl Hermine. Ich hoffe, du hast dir ausgedacht, was du ihr erzählst. Wie gesagt, sie glaubt, du seiest jemand Berühmtes, der kein Aufsehen erregen will. Als sie das gesagt hat, musste ich mir wahrlich das Lachen verkneifen. Schließlich wusste sie nicht, wie recht sie hatte, und dabei total andere Vorstellungen."
„Ach, ich bin also auch eine Berühmtheit für sie?", lachte Tom.
„Ja, bist du, und wie ich sie kenne, ist sie schon dabei Zeitungsberichte zu wälzen, um herauszufinden, wer. Lass uns gleich runter gehen. Nach der Arbeit essen wir oft zusammen zu Abend."
„Na, haben sie dich nicht gefordert, so dass du der armen Winky auch noch die Hausarbeit abnehmen musst?", fragte Harry, als er und Tom die Küche betraten.
Hermine war gerade dabei Winky zu helfen den Tisch zu decken, was die kleine Hauselfe fast zur Verzweiflung trieb.
„Was soll ein Job als Kellnerin auch schon groß fordern. Aber ich bekomm demnächst eine bessere Stelle, und dann kann ich mir eine Wohnung mieten."
„Du brauchst dir keine Wohnung zu mieten, du bist hier immer herzlich willkommen. Außerdem haben wir jetzt noch einen dritten Mitbewohner."
(A/A: Mist, das wird ja ne richtige WG!!! Wozu das ehemalige Hauptquartier des Phönixordens nur herabgesunken ist)
Hermine, die bis jetzt gar nicht auf Harry geachtet hatte, drehte sich nun um, und erblickte ihn, mit Tom in der Tür stehend.
„Oh… Hallo Seth", brachte die junge Hexe überrascht heraus.
„Seid gegrüßt, Mademoiselle Hermine."
Seth deutete eine spöttische Verbeugung an.
„Warum schuftest du denn, als seiest du eine Hauselfe? Lass das doch Winky machen."
„Jetzt bist du bei ihr unten durch, Seth", meine Harry lachend.
„Du gehörst also auch zu denen, die, die armen Hauselfen versklaven! Das ist unmenschlich und entwürdigend", regte sich Hermine auf, bevor sie resignierend seufzte und an den Küchentisch sank.
„Aber es interessiert sich sowieso keiner dafür. Nicht mal die Hauselfen selber wollen für ihre Freiheit eintreten."
„Vielleicht weil sie nichts anderes kennen? Neues ist immer unbekannt und gefährlich. Nur die wenigsten wagen sich dorthin", merkte Tom an, bevor er sich neben sie an den Tisch setzte.
„Aber da mische ich mich nicht ein. Ich bin froh, dass sie so fleißig sind. Ersparen einem eine Menge Arbeit."
„Nein! Jetzt nicht über Hauselfen diskutieren! Vertragt euch, schließlich lebt ihr nun unter einem Dach", rief Harry lachend, bevor auch er sich auf einen Stuhl fallen ließ und eine Schüssel mit Essen zu sich zog, die Winky auf den Tisch gestellt hatte.
„Du ziehst hier ein?"
„Ja, ich bin sozusagen vor meiner Familie geflohen und Harry hat mich großzügigerweise aufgenommen."
„Nicht das du nicht plötzlich einfach in der Eingangshalle aufgetaucht bist, um zu sagen, dass du nun hier wohnen wirst."
„Ist er?"
„Ist er."
„Willst du mich etwa wieder rauswerfen?"
„Nein, aber du darfst aber die Muggelwasserrechnung bezahlen. Das Haus ist an das Muggelkanalisationsnetz gekoppelt."
Tom zog eine Grimasse.
„Apropos, Hermine, wir haben Harrys Bibliothek abgerissen, da sie mit meiner eigenen Büchersammlung zusammen zu klein geworden wäre. Wir haben heute den ganzen Tag geschuftet, um sie in den dritten Stock zu verlegen. Ich wollte es dir nur sagen, damit du nicht plötzlich bei Harry vor der Tür stehst und fragst, wo die Bücher hin sind", meinte Tom, als er sah, wie Hermine ein Buch über die Möglichkeiten der Anwendungen von Alraunen hervorzog.
„Harry hatte eine Bibliothek?!", rief Hermine erstaunt aus.
„Davon wusste ich ja gar nichts."
„Hab ich das nie erwähnt?", frage Harry irritiert.
„Nein, hast du nie! Sonst hätte ich sie mir bestimmt schon lange mal angesehen."
„Entschuldigung." Harry duckte sich gespielt unter Hermines aufgebrachtem Blick.
„Aber wenn man fast zwei Monate alleine lebt, vergisst man solche Kleinigkeiten schon mal zu erwähnen."
Hermine spielte noch eine Zeit lang beleidigt, konnte es dann aber doch nicht länger aushalten und überredete Harry und Tom, mit ihr nach dem Essen unbedingt hochzugehen und ihr alles zu zeigen.
Hermine war begeistert. Auch wenn, wie sie selbst sagte, sie die Bibliothek in Hogwarts noch immer tausendmal lieber hatte, könnte ihr diese sicher bei ihren Studien helfen. „Harry, was sind das da hinten für Bücher?"
Sie deutete in die hinterste Ecke des Raumes, in der sie Toms schwarzmagische Bücher untergebracht hatten.
„Sieh diese Ecke als eine Art verbotene Abteilung an, wenn du willst."
„Verbotene Abteilung?"
Bevor sie jemand aufhalten konnte, war sie schon hinüber gegangen und hatte einen der Wälzer aus dem Regal gezogen.
„Harry! Woher hast du solche Bücher?!"
Das Buch, das sie herausgezogen hatte, sah alles andere als vertrauenserweckend aus, besonders wenn man den Titel betrachtete. „Blasphemische Künste" prangte in abgegriffenen Lettern auf dem Ledereinband.
„Die Bücher gehören nicht mir."
Harry bekräftigte seine Aussage noch dadurch, dass er Tom einen Arm um die Schulter legte, so das dieser ganz rein zufällig mitten in Hermines Blickfeld geriet.
'Ein Glück, das wir die wirklich mächtigen, dunklen Bücher mit einem Celares-Spruch versehen haben, so dass sie harmlos wirken. Wenn sie schon wegen dem bisschen einen Aufstand macht', dachte Harry bei sich.
„Wo hast du so was her, Seth! Du weißt doch hoffentlich, dass das illegal ist oder? Das ist schwarze Magie! Schwarze Magie ist verboten und gefährlich", meinte die junge Hexe entsetzt. (A/A: Bedenke wem sie es sagt)
„Keine Panik, ich weiß sehr wohl, wie das Ministerium zu Schwarzmagiern steht. Und das ist auch der Grund, warum du das hier niemandem erzählen wirst."
„Ach ja, und was sollte mich davon abhalten, dich beim Ministerium anzuzeigen? Wegen Besitzes illegaler Bücher und wahrscheinlich auch noch wegen Anwendung schwarzer Magie?"
Hermine funkelte Harrys Liebsten mit wutentbranntem Blick an.
„Schwarze Magie ist kein Spielzeug!", donnerte sie.
„Diese Tatsache, Miss Granger, ist mir durchaus bekannt." Bei diesen ruhigen Worten ging Voldemort ein paar Schritte in Richtung des jungen Mädchens und nahm ihr mit einer graziösen Bewegung das alte Buch aus der Hand.
„Ich glaube, diese Tatsache ist mir weitaus besser bewusst als Ihnen. Und was Sie davon abhalten sollte mich anzuzeigen, nun ja, dieser Grund steht zufällig hinter mir. Sollten Sie mich anzeigen, würde Harry da durchaus mit rein gezogen werden. Oder glauben Sie, er hätte niemals einen Blick in diese Werke geworfen?"
Hermine fuhr zu ihrem Freund herum.
„Harry, sag, dass das nicht wahr ist! Du hast doch nicht… Du wirst doch nicht… Du hast niemals schwarze Magie benutzt oder?! Er lügt doch!"
„Hermine", sprach Harry traurig, als er vor ging und Voldemort ihm einen Arm umlegte.
„Glaubst du wirklich das, was ich erzählt habe? Das ich meine Augen hab Lasern lassen? Natürlich war es verbotene Magie. Und hast du geglaubt, dass ich, wo es doch kein anderer geschafft hat, das Porträt hätte beseitigen können, wenn ich nur die gleichen Mittel benutzt hätte wie sie? Hermine… bitte…"
Harrys Stimme wurde immer verzweifelter, als er bemerkte, wie Hermine Tränen in die Augen stiegen.
„Nein, Harry… das stimmt nicht, das hast du nicht getan… Du sollst uns doch alle vor der schwarzen Magie beschützen, du bist doch…", sie begann zu schluchzen, und Harry beendete den Satz.
„…auch nur ein Mensch."
Hermines Hand zitterte, als sie ihren Zauberstab hob. Neben sich bemerkte Harry, wie Tom sich versteifte.
„Das ist alles seine Schuld. Dieser verdammte Todesser. Er hat dich zur schwarzen Magie verführt."
„Nein, Hermine."
Harry stellte sich direkt vor ihren Zauberstab.
„Ja, er hat mir gesagt, wie ich es machen kann, aber er hat mir immer die Wahl gelassen. Es war meine Entscheidung, mein Wissen einzusetzen."
„Harry, sei nicht blind. Er ist ein Todesser, ein Spion Voldemorts. Und er wird dich an ihn verkaufen! Alles was er dir sagt, ist nur eine Lüge."
„Nein, er ist kein Todesser, so sicher wie die Tatsache, dass du meine beste Freundin bist. Und er wird mich auch ganz sicher nicht an Voldemort verraten." Denn er ist Voldemort, fügte Harry in Gedanken hinzu.
„Vieles hat mir gesagt, er lügt. Auch mein Verstand. Zu oft sogar, hat er mir gesagt, er würde mich verraten und töten. Aber mein Herz sagt etwas anderes. Und hat nicht Dumbledore immer gesagt, ich soll meinem Herzen vertrauen? War das nicht immer meine größte Stärke?"
Hermine versuchte noch einen Moment ihre Tränen zurückzuhalten, doch dann begann sie hemmungslos zu schluchzen und warf sich ihrem besten Freund in die Arme.
„Ich vertraue dir, Harry. Egal was du tust, ich werde dir immer vertrauen", schluchzte sie, während Harry beobachtete, wie Lord Voldemort das Buch wieder ins Regal stellte.
Er kam sich wie ein Verräter vor.
