Meine Lieben, tut mit leid, dass es so lange gedauert hat, dafür habe ich mich aber jetzt auch sehr angestrengt. Also: ganz viele Reviews für mich, ja?

Noch ein kleiner Hinweis: Da meine überalles geliebte Beta Nemea sich leider dazu entschieden hat, ein Jahr auszuwandern und nicht regelmäßig an einen Computer kommt, habe ich eine neue Beta: Chrissi, die mich schon aus mancher Krise rausgeholt hat, obwohl wir erst ein Kapitel zusammen gemacht haben. Danke!

Disclaimer: Wie immer, kaum was is meins...

12. Erkenntnisse

OH, OH!

Ginny drehte sich langsam um, ließ Blaise dabei aber nicht los, sodass es aussah, als würden sie ein kleines Tänzchen aufführen, denn natürlich drehte sich der schwarzhaarige Junge mit, um den Kontakt zwischen sich und Ginny nicht abbrechen zu lassen.

Ginnys Blick fiel auf die Treppe, die von der Eingangshalle nach oben führte, glitt langsam hinauf und traf auf das Unvermeindliche. Ein vor Wut knallroter Ron, dessen Gesichtsfarbe sich mit dem Rot seiner Haare ganz furchtbar biss, wurde von Hermine und Harry, die beide ein wenig ungläubig, aber nicht böse guckten, an seinem Teddy-Schlafanzug (B/N: er hat einen Teddy-Schlafanzug? ggg Very hot!) zurückgehalten. Ron hingegen sah so aus, als würde er am Liebsten die Treppe hinunterfliegen und Blaise ordentlich verprügeln.

Wer wohl die bessere Chance hatte, siegreich aus so einem Duell herauszukommen? Ginny musste bei dem Gedanken unwillkürlich grinsen.

FEHLER!

„JETZT BESITZT SIE AUCH NOCH DIE FRECHHEIT ZU GRINSEN!"

„Ron, beruhig dich doch mal. Gut, sie ist ein bisschen spät, aber das geht dich eigentlich nichts an.", zischte Hermine.

„ICH BIN VERTRAUENSSCHÜLER! ICH KANN SOWAS NICHT DULDEN!" (B/N: und das ist natürlich der einzige Grund! grins)

„Was kannst du nicht dulden? Dass ich zu spät komme oder dass ich meinem Freund auf Wiedersehen sage?", fragte Ginny, die von Blaise immer noch im Arm gehalten wurde.

Ron starrte sie an, anscheinend fiel ihm keine passende Antwort ein.

„Ron, lass es doch für heute gut sein. Wir können doch morgen weiter darüber reden. Ich bin müde. Was hältst du davon zurück ins Bett zu gehen?"

Harrys Bemerkung blieb scheinbar ungehört.

„WAS FÄLLT DIR EIGENTLICH EIN, DU SLYTHERIN-BASTARD! LASS MEINE SCHWESTER GEFÄLLIGST IN RUHE, SIE HAT DIR SCHLIEßLICH NICHTS GETAN!" Rons Blick, eine Mischung aus Wahnsinn, Wut und Gewaltbereitschaft traf den Slytherin hart, ließ ihn aber nicht zurückschrecken. Er blieb wie ein Fels in der Brandung hinter Ginny stehen und legte seinen Arm besitzergreifend um ihre Taille, was Ron beinahe zur Explosion brachte.

„Äh, Ron, ich bin freiwillig mit Blaise zusammen."

„Du... du bist... WAS?"

„Blaise und ich sind zusammen. Stört dich das etwa?"

„OH JA, DAS STÖRT MICH! Ginny, du weißt nicht worauf du dich da einlässt. Er ist ein SLYTHERIN! Verdammt noch mal, wach auf, denen kann man nicht trauen. Und außerdem bist du viel zu jung für sowas."

„WIE BITTE? DICH GEHT GAR NICHT AN, MIT WEM ICH AUSGEHE! UND VON WEGEN ZU JUNG! NUR WEIL DU NOCH NIE IN DEINEM LEBEN EIN MÄDCHEN GEKÜSST HAST!" (B/n: bg)

Rons Gesichtsfarbe wechselte von rot zu weiß und Harry griff fester zu, um seinen besten Freund nicht entkommen zu lassen.

Hermine sprang ein, da Harry dank seiner Kraftanstrengung keinen Ton herausbrachte. „Ron, Ginny, lasst es doch jetzt gut sein. So kommen wir nicht weiter."

Sie wandte sich an Ginny: „ Du hast Recht, es geht ihn nichts an, mit wem du ausgehst, aber es ist nicht in Ordnung so spät nach Hause zu kommen. 10 Punkte von Gryffindor und 10 Punkte von Slytherin. Das Gleiche gilt nämlich für dich Blaise. Ihr solltet jetzt zusehen, dass ihr in eure Betten kommt."

Hermine drehte sich zu Ron um. „Und wann wirst du es endlich lernen, dass deine Schwester ein eigenes Leben hat und dich nicht als Beschützer braucht? Werd erwachsen!"

Ron blickte sie äußerst konsterniert an: „Sie geht mit einem Slytherin."

„So what? Harry geht mit einer Ravenclaw. Wo ist das Problem?"

Ron starrte auf den Boden, blickte auf die Wand, wechselte zu einem Portrait und nickte schließlich.

„Wie wär's Harry, wenn ihr beiden jetzt nach oben gehen würdet?", fragte Hermine.

Harry nickte und zog Ron die Treppe hoch.

„Ich habe wohl schon mal ein Mädchen geküsst."

„Ist gut, Ron, ich glaube dir."

„Nein, wirklich. Frag doch Lavender. Ich schwör, wir haben geknutscht..."

Die Stimmen der beiden wurden leiser, als sie hinter dem nächsten Treppenabsatz verschwanden.

„Ihr beide habt euch ja immer noch nicht getrennt." Hermine blickte streng auf ihre beste Freundin hinab. „Komm schon Ginny. Ihr könnt euch doch morgen wieder treffen."

„Ja, ja, ist ja gut. Gute Nacht Blaise." Sie gab ihm noch einen kleinen Kuss auf die Wange, um erst gar keinen neuen Grund zu haben, länger bei ihm zu bleiben.

„Gute Nacht, meine Kleine. Wir sehen uns morgen." Er verschwand im Dunkeln der Gänge, die in die Kerker führten.

Ginny seufzte, stieg die Treppe hinauf und ließ sich von ihrer Freundin in den Arm nehmen.

„Und jetzt, Ginny, will ich alles wissen. Wie? Wo? Wann? Warum er? Wir haben noch die ganze Nacht zum Quatschen. Und wehe, du lässt auch nur ein Detail aus."

Die beiden Mädchen gingen Arm in Arm die Treppe hinauf und auch sie verschwanden hinter dem nächsten Treppenabsatz. Keine der beiden bemerkte die Gestalt, die aus dem Alkoven trat.

So, so, Ginny war also jetzt mit dem Slytherinjungen zusammen. Schien ein netter Junge zu sein. Immerhin hatte er sich nicht auf Ron gestürzt, als der ihn beleidigt hatte. Konnte man aber auch anders auslegen. Wenn er ein Weichei war? Aber dann wäre er nicht in Slytherin. Nur,... seine kleine Schwester? Okay, sie war alt genug, aber es war schon ein komisches Gefühl, zu sehen, wie sie mit einem Jungen rumknutschte... Vielleicht sollte er mit diesem Blaise mal ein ernstes Wörtchen reden. Wenn der Junge Ginny auch nur ein Haar krümmte... Ja, das würde er machen. Morgen abend würde er den Jungen nach dem Essen abfangen.

Ron hatte sich einfach nur peinlich benommen. Er klang fast wie seine Mutter. Mann, fehlte bloß noch der Heuler, der sonst das Geschrei übernahm. Auch wenn er ihr großer Bruder war, das ging ihn nun gar nichts an. Blaise morgen zur Rede zu stellen, war etwas ganz anderes.

Aber Hermine! Ach ja, sie war schon wunderbar. Sie hatte Temperament. Und sie wusste, wie sie mit Ron umgehen musste. Und sie war so schön. Und wie ihre Augen funkelten. Er hatte gesehen, wie sie sich ihr Lachen ob Rons Auftritt verkniffen hatte. Sie war was Besonderes. Und so klug. Er musste unbedingt mit Cat darüber reden. Vielleicht konnte sie ihm ja einen Tip geben. Aber das musste bis morgen warten. Charlie drehte sich um und machte sich auf den Weg zu seinem Zimmer.


Sirius wachte am nächsten Morgen sehr spät auf. Zum Glück war Sonntag, also streckte er sich und rollte sich auf die andere Seite. Er hatte abends einfach nicht schlafen können. Immer, wenn er die Augen schloss, glitten seine Gedanken zurück zu Cat, erschufen Bilder in seinem Kopf, Cat, wie sie durch den Regen flog, Cat, wie sie klitschnass vor ihm landete, Cat, wie sie in der Dusche verschwand. Er konnte einfach nicht aufhören, an sie zu denken.

Himmel, wenn er nur daran dachte, wie der nasse Umhang sich an ihren zarten Körper geschmiegt, jede ihrer Kurven betont hatte...

Selbst, wenn er nicht im Körper eines Teenagers stecken würde, hätten bei diesem Anblick seine Hormone die Kontrolle übernommen.

Und der Blick, mit dem sie ihn bedacht hatte, kurz bevor sie in der Dusche verschwunden war. So voll Feuer und Leidenschaft. Aber auch Einsamkeit und ... Ja, wenn er drüber nachdachte, eine Aufforderung. Eine Aufforderung an ihn gerichtet. Oder bildete er sich das nur ein? Eigentlich war sein Auftreten Frauen gegenüber bisher immer sehr selbstbewusst gewesen. Cat war die erste, die ihn total verwirrte. Diese Frau machte ihn einfach total verrückt!

Allein der Gedanke, wie sie langsam, nach und nach ihre nassen Klamotten von ihrem feuchten Körper gleiten ließ, wie sie unter dem heißen Wasser stand, es langsam an ihr hinab floss, über ihren wohlgeformten Busen lief, wie sie vielleicht wohlig aufseufzte, wenn die Wärme sie umfing, sie einhüllte, sie sich sicher und geborgen fühlte, ließ sein Blut in tiefere Körperregionen schießen…(B/N: Tja Süßer, das passiert mir auch immer, wenn ich an dich denke … g).

Sirius stöhnte auf, als er anfing sich zu streicheln.

Himmel, er brauchte dringend eine kalte Dusche. Sirius schlug widerwillig die Decke zurück, kroch aus dem Bett und schlurfte ins Badezimmer. Vielleicht sollte er doch lieber heiss duschen? Er drehte den Duschhahn auf und wartete, bis das Wasser warm genug war, ehe er unter den dampfenden Strahl stieg. Der stetige Strom ließ ihn wieder an Cat unter der Dusche denken, während er mit seinen langen, schlanken Fingern seinen harten Schwanz entlangfuhr. Gott, was tat ihm diese Frau nur an?

Sirius Gedanken schweiften in eine ganz andere Welt, als das Wasser über seinen Körper floss, ihn der Dampf umhüllte, einzelne Tropfen von seiner muskulösen Brust abperlten.

Als er schließlich kam, gaben seine Knie nach und er rutschte erschöpft in die Wanne hinab. Wie gut, dass er im Körper eines Teeanagers steckte. So fand er für sein hormongesteuertes Benehmen wenigstens eine Ausrede. Diese Frau bescherte ihm jetzt schon wundervolle Orgasmen. Wie würde es wohl erst sein, wenn er wirklich mit ihr schliefe. Wenn er tief in ihr vergraben wäre und sie seinen Namen stöhnte.


Severus hingegen war sehr früh am Morgen aufgestanden. Das tat er seit er denken konnte, denn er fand es eine Schande, wenn man den Sonnenaufgang nicht in vollen Zügen geniessen konnte. Außerdem war es zu dieser Zeit, besonders an einem Sonntagmorgen, noch herrlich ruhig im Schloss, ehe die ersten Störenfriede ihren Weg hinunter in die Große Halle fanden.

Er schlederte über das Schlossgelände und hing seinen Gedanken nach, die sich in den letzten Tagen immer nur um das eine drehten.

Er hatte schon lange nicht mehr mit einer Frau geschlafen. War das der Gurnd, warum er andauernd an Cat denken musste? Wahrscheinlich. Aber er hatte schon andere Frauen getroffen und sich nicht so gefühlt.

Severus ging tief in Gedanken versunken am Seeufer entlang, trat durch ein Schilfgehölz und traf auf – eine Gruppe Schüler, die ganz offensichtlich die Nacht durchgemacht hatten. Drei Jungs, drei Mädchen schliefen eingehüllt in dicke Pferdedecken um ein ausgebranntes Lagerfeuer herum und leere Flaschen, offensichtlich enthielten sie vorher Odgens Feuerwhiskey, lagen verstreut um sie herum.

„Guten Morgen, meine sehr geehrten Damen und Herren.", nölte Snape und die Schüler schraken hoch.

„Pro...Prof...Professor.", japste einer der Jungen.

„Ich glaube nicht, dass ihre kleine – Party- von Professor Filch gestattet wurde, nicht wahr, O'Neal?", zischte Severus. Obwohl er beinahe flüsterte, schien es, als käme ein Donnerwetter auf die Schüler herab, die tatsächlich aussahen, wie begossene Pudel.

Einer der Jungen zuckte bei der Nennung seines Namens zusammen. „Nein, Professor!", flüsterte er.

„Und ich nehme auch nicht an, Miss Pennyfeather, dass sie hier eine Hausaufgabengruppe ins Leben gerufen haben?" Es war eigentlich mehr eine Feststellung als eine Frage und eins der Mädchen schob sich hinter ihren Freund.

Alle sechs erwarteten, was sie von Snape gewohnt waren. Punktabzug, grausame Strafarbeiten und ewige Verdammnis.

Doch Snape lächelte plötzlich. Und es war nicht das Lächeln, das sie sonst von ihm kannten, das Lächeln, das Schlimmeres als ewige Verdammnis androhte. Es war ein beinahe warmherziges Lächeln, das sogar man sogar in seinen Augen sehen konnte, wenn einer von ihnen den Mut gehabt hätte, ihm ins Gesicht zu sehen.

„Ach, was solls.", murmelte Severus. Jeder von ihnen schreibt mir eine Rolle Pergament darüber, warum er oder sie keine Lust hatte, die letzte Nacht im eigenen Bett zu verbringen. Bis morgen früh, vor ihrer Zaubertränkestunde." Und mit diesen Worten drehte er sich um und ging aufs Schloss zu, eine Gruppe völlig verdatterter Schüler zurücklassend, die ihr Glück kaum fassen konnten. Sie waren lebend dem Teufel entkommen.

Severus lächelte immer noch vor sich hin, als er die Große Halle betrat, die immer noch leer war. Kein Wunder, um 7 Uhr morgens an einem Sonntag. Gut, ganz leer war die Halle nicht. Am Lehrertisch saß Liz Matthews, nein Lupin, und verschlang gerade ein Brötchen, das mit Leberwurst und Marmelade bestrichen war.

„Gute Morgen, Liz. Wie geht es dir?"

Liz blickte auf und spuckte die Hälfte ihres Brötchens wieder aus. Das war nun nicht die Reaktion, die Severus erwartet hatte, aber er grinste sie weiter fröhlich an. „Ein Brot mit dem Belag hätte ich auch ausgespuckt, Lizzie." Er schenkte sich munter eine Tasse Kaffee ein. „Und wie geht es dem Kleinen?"

„D...Danke, gut. Äh, ähm, Severus?"

„Ja?"

„Zwei klitzekleine Fragen. Erstens, wie kommt es, dass du so guter Laune bist? Und zweitens, wieso siehst du aus wie 25?"


Wie gesagt, ich will Reviews! (Nein, ich bin nicht süchtig...)