Kapitel 11 ~ Rettung für Sasuke?
Erst langsam kam Sakura wieder zu sich, sie lag neben Sasuke im Regen soviel bekam sie in ihrem Dämmerzustand mit. Er stöhnte vor Schmerzen auf. Nun war sie wieder voll da, das Gift musste wirken. „Nein, bitte nicht!", sagte sie leise und kniete schon neben ihm. Eine Hand auf seiner Brust liegen, die andere als Stütze für sich selbst auf dem Boden direkt neben seiner Schulter. „Mach … dir keine … Sorgen! Ahr … das hört wieder auf!", hörte sie ihn mit einer Schmerz erfüllten Stimme sagen.
In ihren Augen war die Kälte gewichen und wurde nun von Sorge und wärme ersetzt. Nur kurz öffnete Sasuke die Augen und blickte in ihre wunderschönen Türkisen Augen. Er war froh den warmen und sorgsamen Augen von ihr noch einmal zu sehen, nicht die Kälte die er selbst in seinen Augen trug. „Das wolltest du doch!", sprach er leise, als ihm klar wurde das sie erschrocken über seinen Zustand war, wobei sie es war die ihm das Gift gab.
Sie schlurzte und legte ihren Kopf auf seine Brust, er spürte ihre warmen Tränen. „Nein, niemals!", flüsterte sie. „Was für ein Gift?", fragte er, zu mindestens wollt er wissen an welchem Gift er starb. „Eigenzusammenstellung. Es dauert in der Regel 24 Stunden bis es tötet, doch dieses habe ich verdünnt, es hätte Tage oder Wochen dauern können bis es wirkt. Allerdings tötet es in nur ein paar Stunden, wenn das Chakra auf den Null wert sinkt.", erklärte sie leise. „Wie lang hab ich… ich noch?" „Wenige Stunden, vielleicht zwei, wenn du dagegen ankämpfst. Deine Verletzungen beschleunigen den Vorgang.", konnte man unter Tränen vernehmen. Sie war verzweifelt, das konnte man ihr ansehen. Sie könnte seinen Zustand wieder verbessern, wenn sie noch ein wenig Chakra hätte.
„Wieso hast du mir geholfen, wieso?", fragte sie. Er legte eine Hand auf ihren Rücken. „Ich konnte nicht anders.", war seine schlichte Antwort. „Bleib am leben!", bettelte sie. „Hast du ein Gegenmittel?", fragte er schwach, den darin sah er seine letzte Chance am leben zu bleiben. Er war schwach von dem Kampf und den Tagen davor in denen er stark Schmerzen hatte, auch wenn die jetzigen viel schlimmer sind. Ihm fehlte die Kraft lange gegen das Gift an zu kämpfen. „Nein, ich hab keines da. Nur in Konoha.", sagte sie leise. War jetzt ach seine letzte Chance zu überleben zerstört?
„Kannst du es… herstellen?" Sie nickte: „Aber ich kann dich nicht alleine lassen." „Dann helfe mir auf, ich komme mit.", meinte er. Es war die letzte Chance für ihn, sonst würde er definitiv sterben.
Sasuke schleppte sich den Weg entlang bis an den Fluss, dort fand Sakura alles was sie brauchte. Sie stellte gleich zwei kleine Fläschchen her. „Hier, nimm.", sagte sie. Sie wusste, dass es wahrscheinlich schon zu spät für ihn war. Das Gegengift konnte nicht schnell genug wirken. „Sasuke, das Gegengift wird nicht mehr schnell genug wirken." „Es war ein letzter Versuch.", sagte er daraufhin. Vielleicht bleibt mir so noch etwas länger Zeit mit dir, dachte er sich.
Sakura lag in seinen Armen und betete. Es war ein ungewohntes doch sehr angenehmes Gefühl für beide. Sie lagen ein paar Minuten so dar bis sie plötzlich sie warmes Blut auf ihrem Arm spürte. Erst war sie geschockt, ihre Augen weiteten sich und ihr kam eine Idee. „Sasuke ich hab noch eine Idee. Ich werde dir einen Teil meines Blutes geben und nehme mir dafür welches von dir, dann ist das Gift aufgeteilt. Wenn wir uns dann das Gegengift teilen müsste es klappen.", stellte Sakura ihren Vorschlag vor. „Und wenn das schief geht? Wenn es bei dir nicht wirkt, ich kann … Ahr … doch kein Gegenmittel herstellen.", gab Sasuke mit großen Schmerzen zu bedenken. „Ich habe dann noch genug Zeit ein paar Flaschen her zu stellen. Bitte, das ist deine letzte Chance!", bettelte sie und er sah dabei in ihre mittlerweile wieder warmen Augen. Er nickte leicht und schloss seine Augen wieder. Sakura legte ihm einen Zugang und dann sich selbst, mit dem wenigen Chakra das sie nun wieder besaß teilte sie jeweils das Blut, es dauerte über eine Stunde. Doch so stand schon Mal fest, dass sie etwas Zeit gewonnen hatten.
Sasuke fühlte sich nun langsam besser. Bei ihr wirkte das Gift noch nicht, daher stellte sie schnell noch etwas Gegengift her. „Das müsste reichen.", sagte sie zu sich selbst und beendete ihre Arbeit zufrieden. „Danke, Sakura.", sagte Sasuke leise, noch immer spiegelten sich seine Schmerzen in seiner Stimme wider, die nicht so gefühllos wie sonst klingt. „Bitte erzähl den anderen nichts, ich will nicht wieder das kleine Mädchen werden.", bat Sakura mit leiser Stimme, aber so laut, dass Sasuke es gut hören konnte. „Das werde ich nicht.", antwortet er geschwächt. Sakura füllte die Flasche mit Wasser und kuschelte sich dann an Sasuke. Langsam merkte auch Sakura das Gift, sie war müde und ihr ganzer Körper schmerzte. Sie hatten heute noch nichts gegessen, stellte Sasuke fest. „Sakura, wir sollten was essen, dann geht es uns bestimmt besser." „Da könntest du Recht haben." Beide halfen sich gegenseitig zum Lager zurück zu kommen. Sasuke zündete das Feuer an und Sakura kochte den Reis. Nachdem beide etwas zu sich genommen hatten, überkam beide die Müdigkeit. Sasuke lehnte an dem großen Baum und Sakura schlief an ihn gelehnt. Schon bald schlief auch er ein.
Die Schmerzen hatte beide geschwächt, dass sie gar nicht daran dachten, dass jemand Wache halten sollte. Die Beiden musste sich endlich erholen. Sasuke noch mehr als Sakura.
