Einen ewigscheinenden Moment lang durfte Sirius die wirklich weichen Lippen spüren, bevor Draco mit weitaufgerissenen Augen versuchte den Kopf wegzudrehen, Sirius' Lippen so auf seine gerötete Wange bekam.

„Black, nich'! Das macht man doch nich'…"

Sirius knurrte auf, als er die schmalen Hände auf die Brust gelegt bekam, missachtete dabei vollkommen, dass Draco ihn auf Abstand halten wollte und küsste den Jüngeren erneut. Er umfasste Dracos Kopf, damit der die fast verzweifelten Versuche sich zu befreien unterließ. Solange… Fühlte sich wie Ewigkeiten an, dass er genau auf diese Lippen gewartet hatte.

Aufkeuchend erstarrte Draco einfach, als Sirius' Zunge sich den Weg zwischen die schmalen Lippen bahnte. Schmeckte nach Alkohol, war Sirius aber egal. Er nutzte Dracos Starre und legte die Hand auf die kürzlich noch verletzte Hüfte, fühlte die warme Haut selbst durch den Stoff. Kurzerhand schob er seine Finger unter Dracos Hemd, umklammerte ihn an der Hüfte und drückte ihn an sich. Ein dumpfes Stöhnen vibrierte gegen seine Zunge, spornte Sirius zu Höchstleistungen an, die Dracos Widerstand allmählich brachen.

Schwer durch die Nase ausatmend krallte Draco sich an Sirius' Brust fest und erwiderte den Kuss fast schüchtern. Die Gänsehaut, die sich dadurch auf Sirius' Armen ausbreitete, veranlasste den Schwarzhaarigen dazu Draco so dicht wie möglich an sich zu drücken. Draco schlang die Arme um seinen Nacken, krallte sich von hinten an Sirius' Schultern fest und ließ sich gegen die Wand drücken.

„Ach, du Scheiße!" Sirius sprang von Draco weg und schaute die Treppe runter, direkt in ein Paar grüne Augen. „Was treibt ihr da?!" Harry klammerte sich am Türrahmen fest, zuckte zusammen, als seine laute Stimme Mrs. Black geweckt hatte, die deren übliche Schimpftriade auslöste, und starrte fassungslos zwischen Sirius und Draco umher.

„'s geht dich nich's an, Harry…", nuschelte Sirius, spürte, wie er rot anlief und wagte einen Seitenblick zu Draco, der schon längst den tiefsten Rotton angenommen hatte, den seine Haut zuließ. Zeige- und Mittelfinger presste er sich auf die knallroten Lippen, warf einen gehetzten Blick zu Sirius und drehte sich schwankend um, bevor er die Treppe hochstolperte. Zweimal musste er sich wieder aufrichten und knallte dann seine Zimmertür zu.

„Geht mich nichts an?!", polterte Harry geschockt. „Was soll das, Sirius?!"

Mit beiden Händen rieb Sirius sich übers Gesicht und atmete schwer aus. „Der Junge war depri. Ich hab ihn getröstet…", murmelte er, klammerte sich am Treppengeländer fest und leckte sich über die Lippen, wo er den Kuss noch spüren konnte.

„Malfoy braucht man nicht trösten. Erst recht nicht so!", schnauzte Harry.

„Lass das mal ruhig meine Sorge sein!", gab Sirius lautstark zurück. „Ich wollt nur nett sein. Vertrauen is' immer gut…"

Harry ballte die Hände zu Fäusten. „Sowas wie Malfoy kannst du nicht vertrauen. Kapier das doch endlich mal! Warum sitzt er denn sonst hier?"

„Sitz ich auch hier, weil ihr mir nich' trauen könnt?", schnaubte Sirius. „Jaah… Hätt ich mir ja denken könn'n… Draco is' der einzige, der mich versteht. Mhm."

„Und deswegen knutschst du gleich mit Malfoy?!", quietschte Harry entsetzt.

Sirius hob wissend einen Finger. „Wenn du nich' gekommen wärst, hätt ich heut Nacht verdammt guten Sechs gehabt… Sex, mein ich…"

„Hast du getrunken, Sirius?", wollte Harry angewidert wissen und Sirius schnaubte.

„Geh und petz's Molly. Vielleicht adoptiert sie dich ja dann endlich…", brummte er, drehte sich um und stapfte schwerfällig die Treppe hoch.

„Was willst du damit sagen?! Sirius! Lass… Komm wieder her!"

„Nah, lass mich…", brummte Sirius, winkte ab und verschwand in sein Zimmer, wo er sich in voller Montur aufs Bett warf um das Gesicht in seinem Kissen zu vergraben. Doofer Harry… Musste ausgerechnet jetzt stören. Dafür durfte der sich jetzt mit Mrs. Black rumschlagen.

„Sonst will er immer nich' bleiben…", brummte Sirius, drehte den Kopf leicht und starrte seine geliebten Fotos an. „Warum 'n jetzt? Voll unpassend…" Sich an sein Kissen klammernd schloss Sirius die Augen und versuchte sich an das warme Gefühl zu erinnern. Jaah, er sollte runtergehen und weitermachen. Immerhin wollte Draco ja auch und sie hatten sich so gut verstanden! Das Mal würden sie schon noch wegkriegen und zur Not würde er es eben weg…küssen müssen. Mhm… Sirius grinste vor sich hin. Draco schmeckte viel besser als der blöde Alkohol. Es hätte so ein schöner Abend werden können…


Kreacher wunderte sich ziemlich, als sein Meister summend in der Küche stand und ein schönes Sandwich zubereitete. Er tat das nicht für den Hauselfen und auch nicht für sich. Sirius schmunzelte. Da Schnäbelchen Hühnerbeine bevorzugte konnte es also nur noch eine Person geben, der er hier gerade Frühstück machte, obwohl es schon weit nach Mittag war. Was schon seltsam genug war, aber irgendwie verspürte er das Bedürfnis sich an den Herd zu stellen, zumindest nah dran. Normalerweise trudelte die Ordensmannschaft erst gegen Abend hier ein, dann auch eher Grüppchenweise.

„Kreacher, Messer", verlangte Sirius, streckte die Hand aus und würgte, als er betrachtete, was Kreacher ihm da gegeben hatte. „Igitt… Damit soll ich Draco doch nicht ernsthaft was zu essen machen, oder?" Missbilligend warf er Kreacher das dreckige Metall vor die Füße und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wollen wir, dass er krank wird?"

„ Kreacher will das sicher nicht. Beim Meister ist sich Kreacher da aber nicht so sicher…", murmelte der Hauself, während er feinstes Silber aus seinem Nest fischte und Sirius reichte, sich dann tief verbeugte.

„Jetzt bring Draco einen Trank gegen Kopfschmerzen. Allmählich sollte er mal aufstehen…", murmelte Sirius und deutete auf die Tür. „Aber leise!"

Vor sich hinmurmelnd verschwand Kreacher aus der Küche und ließ Sirius, wieder summend, zurück. Armer, kleiner Malfoy war es sicher gewöhnt, Frühstück serviert zu bekommen. Vielleicht ein besseres, aber das kümmerte Sirius wiederum nicht sehr. Er wollte… Ja, was eigentlich? Draco musste ihm nicht Leid tun. Eigentlich. Ein starker, junger Mann, wenn er es ertrug, das Mal eingebrannt zu kriegen. Natürlich hatte Snape mal erwähnt, dass das kein Spaß sei, aber so schlimm, wie Draco es geschildert hatte, stellte man sich das eben nicht vor.

Aber die Malfoy'sche Erziehung hatte da auch Spuren hinterlassen. Konnte Sirius auch egal sein, aber er hätte zu gerne, das Draco ihn einmal ehrlich anlächeln würde. Vielleicht auch einfach mal…

War ja auch egal. Sobald der Junge etwas Vertrauen gefasst hatte, bekam Sirius seine Informationen und würde dementsprechend auch sein möglichstes tun, damit Draco nicht in Askaban landete.

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht schnappte Sirius sich den Teller, drehte sich herum und traf genau Dracos Blick, als der gerade in die Küche kam. Abrupt blieb der Blonde stehen, errötete kaum merklich und wandte den Blick ab. Sirius leckte sich über die Lippen und trat einen Schritt auf Draco zu, der sofort zurückwich.

„Keine Panik", gluckste Sirius, schüttelte den Kopf und stellte den Teller auf den Tisch. „Setz dich. Iss etwas." Selber setzte Sirius sich gegenüber hin und musste eine ganze Weile warten, bis Draco sich wieder rührte.

„Das… gestern…" Noch ziemlich verschlafen aus der Wäsche guckend fuhr Draco sich durch die Haare. „Du…"

„Du warst betrunken." Sirius zwinkerte dem Jungen, der ihm nicht in die Augen sehen konnte, zu. „Ich nehm dir nicht übel, dass du mich geküsst hast. Ich bin nun mal unwiderstehlich."

Dracos Augen weiteten sich und er öffnete empört den Mund.

„Hätte mir denken können, dass du nichts verträgst", versuchte Sirius seine Enttäuschung zu verbergen. Er hatte auf eine andere Reaktion gehofft… „Jetzt iss etwas. Dann geht's dir besser."

„Ich hab keinen Hunger…", meinte Draco, ließ sich Sirius gegenüber nieder und starrte das Sandwich an. „Potter hat… Ich mein…" Sich auf die Lippe beißend deutete Draco zwischen sich und Sirius umher.

„Ja, und?" Sirius hob die Augenbrauen, schob Draco das Sandwich näher vor die Nase und tippte gegen den Tellerrand.

„Merlin…" Draco kniff die Augen zusammen. „Das…"

„Ist dir wichtig, was er von dir denkt?", gluckste Sirius, worauf Draco sofort die Mundwinkel verzog.

„Ich scheiß auf Potters Meinung!", verteidigte er sich.

„Na, dann kann's dir ja egal sein, ob er denkt, du würdest…"

Draco machte eine abwürgende Handbewegung. „Das will ich gar nicht hören. Vergessen wir das einfach", schlug er vor und widmete sich jetzt seinem Frühstück. „Gibt es hier Kaffee?"

Ein Zauberstabschlenker von Sirius und Draco hatte, was er wollte. „Vergessen wir alles?"

Draco zog verwirrt die Augenbrauen zusammen und schüttelte verständnislos den Kopf.

„Was wir geredet haben…", erläuterte Sirius.

Prustend winkte Draco ab. „Soweit ich mich erinnere, und das recht schmerzlich, haben wir nicht viel Sinnvolles von uns gegeben." Er deutete auf seinen Arm, schob den Ärmel aber nicht hoch.

„Ich kann dir das heilen", schlug Sirius vor und wollte nach Dracos Arm fassen, aber der nahm den schnell vom Tisch. „Jetzt stell dich nicht so an. Sorry, ich wollt das nicht. Lass es mich wieder gutmachen."

„Willst du wieder dran rumlutschen?" Draco verzog die Mundwinkel und Sirius schnaubte.

„Als hätte ich nichts Besseres zu tun, als ausgerechnet deinen linken Arm abzuschlecken", raunte er. „Hör mal, Draco. Wir müssen uns das nicht unnötig schwer machen. Lass uns versuchen ganz normal miteinander umzugehen."

„Küsst du immer neue Freunde?", wollte Draco wissen.

Perplex blinzelte Sirius. „Freunde?"

„Äh…" Draco senkte den Blick und atmete tief durch. „Ist doch auch egal. Ich weiß, wir werden keine Freunde und das will ich auch gar nicht."

„Hast genug andere Freunde, was? Soll ich dir mal was über Freunde sagen, Draco?" Sirius lehnte sich leicht vor. „Freunde wären schon längst gekommen, um dich zu retten."

„Schlaue Bemerkung, Black. Aber wie wären sie hier rein gekommen?"

„Na ja, versucht hat es auch keiner, du verstehst", grinste Sirius. „Ich hätte das so gemacht. Wenn wir Freunde wären…"

Draco schüttelte langsam den Kopf. „Glaubst du, ich wüsste nicht, was das wird? Ich sage es noch einmal: Ich habe keine Ahnung, wo mein Vater sich aufhält, wie die Pläne des Dunklen Lords aussehen oder wie spät es ist. Noch Fragen?"

„Wenn ich sagen würde, ich glaube dir, dann würdest du trotzdem davon ausgehen, ich wolle mir dein Vertrauen erschleichen, nicht?", seufzte Sirius und lehnte sich zurück. Den Blick ließ er langsam über Dracos Oberkörper gleiten, blieb schließlich an dem blassen Hals hängen und befeuchtete sich automatisch die Lippen.

„Was solltest du sonst wollen?", fragte Draco und zog misstrauisch die Augenbrauen zusammen.

Sirius zuckte mit den Schultern. „Dachte… nur. Irgendwie… Ist ja auch egal."

„Geht's dir auf die Nerven mit einem dämlichen Hauselfen sprechen zu müssen und ich soll den ersetzen?", wollte Draco mit heruntergezogenen Mundwinkeln wissen.

„Nah, ich hab ja auch noch nen Hippogreif", gluckste Sirius und augenblicklich weiteten Dracos Augen sich. „Was? Angst vor den Dingern? Seidenschnabel ist ganz lieb. Er…"

„Seidenschnabel?!" Draco fuhr hoch und starrte Sirius entsetzt an.

„Äh…" Sirius nickte. „Kennst… Hey!" Draco drehte sich schwungvoll um und wollte aus der Küche marschieren, aber Sirius heftete sich an seine Fersen. „Wo willst du hin?"

„Mit dem gefährlichen Biest leb ich nicht unter einem Dach!", echauffierte Draco sich und wollte in den Flur, aber Sirius versperrte ihm den Weg, indem er den Arm ausstreckte und eine Hand auf den Türrahmen presste.

„Dir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als das Beste aus deiner Situation zu machen", sagte Sirius und setzte ein übertrieben freundliches Grinsen auf, das sich langsam verabschiedete als er in die weit aufgerissenen grauen Augen schaute. Draco schluckte leicht, warum verstand Sirius erst, als er an sich runter schaute und einen Abstand von nicht mal zwei Zentimetern zwischen ihnen ausmachte.

„Macht dich das nervös?", gluckste Sirius, ließ Draco dadurch einen tiefen Rotton annehmen und lehnte sich etwas vor. „Wir waren uns schon näher, also…"

„Ich bin nicht schwul." Dracos Stimme war nicht mehr als ein Hauchen, dennoch hatte Sirius das Gefühl, er würde zusammengeschrien werden.

„Das hast du jetzt gesagt. Mann…" Sirius streckte sich ausgiebig, glaubte Dracos Augen deutlich auf sich spüren zu können. „Die Jugend heutzutage. Denkt an nichts anderes mehr…"

„Das sagt der Richtige. Wer hätte mich vorgestern fast auf der Treppe vergewaltigt, hä?" Draco trat trotzdem keinen Schritt zurück.

„Ver… Jetzt hör mal, Malfoy!" Sirius kriegte keinen Ton mehr raus und schüttelte fassungslos den Kopf.

„Ich höre, ja", murmelte Draco. „Gibt es in Askaban Gruppenduschen? Lernt man das da?"

Sirius prustete. „Sehr witzig, wirklich. Snapes Einfluss, was?", schnaubte er. „Eigentlich bist du ja nicht in der Position, solche Späßchen mit mir zu treiben, aber wir wollen mal nicht so sein. Immerhin kenne ich jetzt deine Schwachstelle…" Er grinste bösartig und Draco wich jetzt doch einen Schritt zurück. „Eine halbe Stunde bei Schnäbelchen sollte dich lehren deine Zunge im Zaum zu halten."

Draco schluckte tatsächlich. „Ha…" Sirius packte ihn alles andere als grob am Oberarm und zog ihn neben sich aus der Küche. Ob der wohl merkte, dass er nur Spaß machte? „Das…"

„Das kommt davon, genau", raunte Sirius, schob Draco auf die Treppe zu und konnte sich das Grinsen nicht mehr verkneifen.

„Bitte, das nicht…" Draco schaute leicht ängstlich über die Schulter und schnaubte, als er Sirius kurz vor einem Lachkrampf ansah. „Du verarschst mich, Black? Du verarschst mich ernsthaft?"

Sirius hob den Blick und grinste Draco unschuldig an. „Ein bisschen vielleicht…"

„Du hast sie doch nicht mehr alle!", schnaubte Draco, drehte sich schwungvoll herum und verschränkte die Arme vor der Brust um Sirius von oben zu mustern, was nur ging, weil er eine Stufe höher stand. „Ist das jetzt psychische Folter?"

„Mit einem Hippogreif drohen? Ich glaub, das ist eher… physisch", meinte Sirius und legte die Hände auf Dracos Hüfte ab. Der Jüngere wehrte sich kein Stück, war zu beschäftigt damit Sirius böse anzufunkeln und bemerkte die großen Hände deswegen wohl kaum.

„Merlin, Black…" Draco schüttelte resignierend den Kopf. „Wie man jemanden unter Druck setzt musst du aber noch lernen."

„Was du schon wieder damit ankommen muss… Ich dachte, du weißt nichts", seufzte Sirius, stellte sich auf die Zehenspitzen und war so wieder auf einer Höhe mit Draco. „Wer nichts weiß, der…" Draco schien das wohl zu nah zu sein. Er wollte nach hinten ausweichen, vergaß dabei, dass er auf einer Treppe stand und stolperte nach hinten. „Ups." Es wäre gelogen, wenn Sirius sagen würde, er hätte sich besonders angestrengt Draco auf den Beinen zu halten. So landete er genau auf dem Jüngeren und wischte mit den schwarzen Haaren über das tiefrote Gesicht, als er Draco ansah. „Na, jetzt hab ich grad nen Flashback."

„Ich… auch…", war Dracos sehr intelligente Antwort, die Sirius zum Schmunzeln brachte.

„Mögen wir Flashbacks?"

„Äh… Was?"

„Ob wir Flashbacks mögen", hauchte Sirius, schloss die Augen halb und öffnete die Lippen leicht, während er sich langsam vorlehnte.

„Ich…" Dracos Antwort wurde von dem lauten Knall der zuschlagenden Tür im Keim erstickt. Blitzschnell schreckte Sirius hoch und fuhr sich durch die Haare, bevor der Besucher um die Ecke schauen konnte.

„Harry, wie geht's?" Sirius klopfte seinem Patensohn auf die Schulter, der ihn skeptisch musterte und dann auf die Treppe schaute.

„Geht so…", murmelte er. „Hat man dir noch nichts von dem Angriff erzählt?" Sofort schüttelte Sirius den Kopf. „Na ja, wir konnten grad noch das Schlimmste verhindern. Zum Glück plappert Malfoy wohl lieber, wenn er etwas getrunken hat."

„Ja, das stimmt auch wie…" Reflexartig schaute Sirius über die Schulter, aber Draco hatte sich davon gestohlen. „Moment. Er…"

„Ich hab ihn gestern nochmal ausgefragt, als du dich verzogen hast", erklärte Harry und verstrubbelte sich die schwarzen Haare. „Alles hat er mir nicht verraten, aber ein paar wichtige Sachen. Ich hab's dir ja gesagt, Sirius. Slytherins lügen ohne rot zu werden. Das können die."

Harry hätte Sirius schlagen können, er hätte ihm nicht noch mehr wehtun können. Er hatte gedacht… Na ja, er hatte wohl falsch gedacht. Aber das würde er Draco nicht durchgehen lassen…