Kapitel 12: Guten Appetit!
John wartete schon ganz ungeduldig im Eingang.
Trotz der Tatsache, dass sie ein Cyborg war, brauchte sie bestimmt so lange wie ein normales Mädchen, um sich zu richten.
'Bestimmt ist der Perfektionstick durch sie gegangen', mutmaßte John leicht genervt, da er schon über eine halbe Stunde warten musste.
Sarah betrachtete ihren Sohn amüsiert, wie er ungeduldig auf und ab lief und zur Abwechslung mal etwas Schickes trug. Als sie darüber nachdachte, stellte sie fest, dass es das erste Mal war, dass er eine normale schwarze Stoffhose und ein schwarzes lässiges Jackett über einem weißem Hemd trug.
Sie begann zu schmunzeln, als sie darüber nachdachte, wie sie John eine Krawatte besorgt hatte, ihm sagte er solle sie tragen und er fürchterlich gescheitert war, sie anzulegen, bis er sie verbittert weggelegt hatte und ihr erklärte, dass eine Krawatte eh zu konservativ aussah und zudem noch gefährlich sei.
"Was passiert, wenn mich ein Tripple Eight an der Krawatte packt?!", versuchte er sie davon zu überzeugen, dass sie nicht notwendig war, "Dann sterbe ich wie ein Gehängter!"
Sie hatte dann letztendlich mit Augenrollen nachgegeben.
Nun schaute sie dabei zu, wie er nachdenklich auf seine neuen, noch nicht eingelaufenen Lederschuhe starrte und plötzlich aufschreckte als jemand die Treppe hinunter lief.
Sein Kiefer klappte vor Erstaunen hinunter und seine kleine Wut auf das lange Warten war vergessen, denn es hatte sich gelohnt und Cameron hatte sich selbst an Perfektion übertroffen.
Sie trug ein Kleid, welches dem Roten Teppich mehr würdig wäre und war darin des Sinnbild von Schönheit und Eleganz, wie John dachte.
Selbst Sarahs Mund war vor Erstaunen und Bewunderung über Camerons Aura, die sie darin ausstrahlte, leicht geöffnet.
Das Kleid war lang, Dunkel-Lila mit einem tiefen Ausschnitt, der ihren wohl geformten Busen und ihre schlanke Taille betonte und ihn vor Scham rot anlaufen ließ. Er konnte seinen Blick nicht von ihrem Ausschnitt lassen, bis Sarah sich verdächtig räusperte, John seine Sinne wieder fassen konnte und langsam, etwas verlegen in Camerons Gesicht schaute, welches ihn breit und herzhaft anlächelte.
Ihr Haar hatte sie teilweise hoch gesteckt und mit dem Make-Up hatte sie sich sehr fiel Mühe gegeben. Es wirkte keinesfalls zu dick aufgetragen und betonte dennoch dezent ihre schönen haselnussbraunen Augen und ihre sinnlichen Lippen.
John stockte bei so viel Schönheit der Atem und seine Nase nahm ihr Parfüm wahr welches ungeheuerlich anziehend auf ihn wirkte und ihn vor Verlangen verrückt werden ließ.
Sarah richtete unterdessen ihren Blick auf ihr Schuhwerk.
Cameron trug zur Abwechslung keine Lederstiefel, sondern schwarze Stöckelschuhe.
"Bist du sicher, dass du damit auch im Notfall schnell laufen kannst?", fragte sie Cameron und deutete auf ihre Schuhe.
"Mit maximaler Geschwindigkeit", antwortete Cameron stolz während Sarah gleichzeitig fragend ihre Augenbrauen hob.
"Ich kann es dir beweisen", schlug Cameron ihr hastig vor und Sarah schlug mit einer Handbewegung glucksend ab.
"Nein, nicht nötig", sagte sie, "Ich glaube dir schon. Außerdem wollt ihr ja gehen...", sie wandte sich John zu und sprach eindringlicher weiter, "Nicht wahr John?"
John schreckte daraufhin auf und kam wieder aus seinen abdriftenden Gedanken zurück in die Realität.
"Ähm ja, natürlich, klar", stammelte er verlegen.
"Gut, dann habt Spaß ihr beiden und bereitet mir keine Sorgen", entgegnete Sarah, während Cameron an John vorbei zur Türe lief und davor stehen blieb.
John erhaschte so unterdessen einen Blick auf den blanken Rücken, den das Kleid nicht ganz bedeckte ebenso wie ihren süßen Po, der sich unter dem Kleid schemenhaft abzeichnete.
Auf der Stelle driftete er so wieder in die Gedankenwelt ab, bis ihn Sarah mit einem wissenden Schmunzeln wieder zurück in die Realität holte.
"John", rief sie ihm zu und er blickte sie verdattert an und sah, wie sie kurz zu der Türe nickte.
"Oh", rief er aus und hastete zur Türe um sie Cameron aufzuhalten während Sarah versuchte ihr Grinsen zu verbergen und John ihr deshalb böse Blicke zuwarf.
"Mach dir keine Sorgen Mom", sagte er ihr zum Abschied, "Wir passen schon aufeinander auf", erklärte er ihr aufmunternd und schloss hinter sich die Türe.
'Das hoffe ich', dachte sich Sarah im Stillen, alleine, 'Das hoffe ich wirklich.'
John lief neben Cameron bis zum letzten Treppenabsatz, wo er verwundert feststellte, dass Cameron stehen blieb.
Verwundert drehte er sich um und schaute sie fragend an.
Als sie seiner Aufmerksamkeit bewusst wurde, hob sich ihr Kinn leicht arrogant gen Himmel und ihr Gesichtsausdruck war gleich, dem einer verwöhnten und verzogenen jungen Göre, welche zum Geburtstag anstatt des eigenen Sportwagens 'nur' ein Rennpferd bekommen hatte.
'Oh Gott', dachte sich John, 'Wo hat sie sich bloß diesen Blick abgekupfert?! Ich sollte ihr das Fernsehen verbieten, definitiv!'
"Du geleitest mich nicht angemessen zum Wagen", erklärte sie ihm fordernd.
Als er parierte begann sie breit zu grinsen.
"Und besser?", fragte John rhetorisch als er sie bei der Hand nahm.
"Verbesserungswürdig", entgegnete sie unzufrieden, "Es wäre schöner, wenn du eine Hand auf meine Hüfte legst", empfahl sie ihm unverblümt, sodass John rot anlief und an ihr hinab schaute und ihre schmale Taille betrachtete.
Langsam, unsicher streckte er schluckend seine Hand aus, bis er sie fast starr vor abdriftenden Gedanken doch noch sacht auf ihre Taille legte und so den Arm um ihren Rücken geschlungen hatten, um sie so zum Auto zu geleiten.
Cameron lächelte ihn daraufhin warm an und ihr Lächeln verbreiterte sich noch, als John ihr die Beifahrertüre öffnete, damit sie einsteigen konnte.
"Du bist wirklich komplizierter als ich dachte", stellte John nüchtern fest.
"Nein, ich bin nur zu geduldig mit dir", korrigierte sie mit einem frechen Grinsen, "Du bist manchmal ziemlich... langsam"
John öffnete den Mund um etwas dagegen zu erwidern, schloss ihn jedoch unter Camerons Grinsen schnell wieder.
'Es wäre eh umsonst', dachte John, 'Frauen haben eh immer das letzte Wort.'
Schnell sprintete er zur Fahrerseite, stieg ein und brauste mit Cameron, die ihn durchgängig anlächelte davon.
Als John fertig beschleunigt und den richtigen Gang eingelegt hatte, griff Cameron seine Hand und legte sie vom Gangknüppel auf ihren blanken Oberschenkel.
Kaum berührte seine Handfläche ihre Haut, musste er stark schlucken und sein Blut geriet in Wallung, während er spürte, dass es ihm deutlich zu heiß wurde.
Fast schon erschrocken schielte er zu Cameron hinüber, die ihn liebevoll anblickte.
Sie erreichten ihr Ziel, und nach heftigen Kurbeln war der wuchtige Wagen in Reihe eingeparkt.
Er beeilte sich, lief um den Wagen herum, um ihr die Türe aufzuheben.
Als er ihr die Hand ausstreckte, um ihr aus dem Fahrzeug zu helfen strahlte sie ihn überglücklich und verliebt an.
"Komm mit mir, wenn du mit mir Essen möchtest", witzelte John, als Cameron die Hand nahm, sodass beide losprusten mussten.
Nachdem sich Beide gefasst hatten, legte John, überraschend für Cameron und ihn selbst, wieder seine Hand auf ihre Taille um sie sicher auf die andere Straßenseite zum Restaurant zu führen.
Als er ihr die Türe aufhielt und sie eintraten, wurden sie auch schon gleich von einer Bedienung begrüßt.
"Herzlich willkommen", sprach die nette Bedienung sie an, "Was kann ich für euch tun?"
John richtete seinen Blick von seiner Liebsten auf die hübsche Italienerin vor ihm:
"Danke", entgegnete er, "Ich habe reserviert, Name: Baum"
"Ah", erwiderte die Bedienung, "Der spezielle Tisch?", fragte sie und zwinkerte ihm zu.
'Blöde Kuh!', dachte sich John etwas wütend, 'Das soll doch eine Überraschung sein!'
Er nickte und lief etwas rot vor Scham an.
"Okay, dann folgt mir", erklärte die Bedienung.
Und John lief ihr mit dem Arm um Cameron hinterher.
"Du sollst doch nur für mich Augen haben", flüsterte Cameron leise und warf der Bedienung böse Blicke zu.
"Kein Grund dich aufzuregen", erklärte John flüsternd, "Für mich bist du die Allerschönste"
Und nicht nur für John schien sie die Allerschönste zu sein.
Während sie der Bedienung durch das Lokal zu einem Tisch folgten, der etwas abseits stand, wandten sich die Köpfe der Gäste mit Erstaunen nach Cameron um.
Dies ging sogar soweit, dass einem älteren Herren das Essen aus dem Mund auf den Boden fiel, während ihn seine Frau dabei böse anstarrte.
"Alles wie Sie es sich gewünscht haben", sagte die Bedienung die an ihrem Tisch gestoppt hatte zu John und sprach dann weiter, "Nehmen Sie bitte Platz, ich komme gleich und bringe die Speise- und Getränkekarte."
John blickte auf Cameron, deren Augen die den Tisch anschauten durch Überraschung weit geöffnet waren.
"Alles nur für dich", gestand er Cameron, während er sie zum Tisch führte, der anders wie die anderen mit vielen Blütenblätter von Rosen bedeckt war und auf dem in der Mitte eine Kerze stand, sowie vor Camerons Platz einen Strauß roter Rosen. Er zwang sich ihre Taille loszulassen und rückte ihr den Stuhl an, damit sie sich bequem setzten konnte.
Danach setzte er sich ihr schräg gegenüber und betrachtete ihr strahlendes Gesicht.
Die Ausstrahlung von Cameron und die Tatsache, dass es ihr gefiel stimmten ihn glücklich, sodass auch er Lächeln musste.
"Rote Rosen... ich kenne die Bedeutung", sprach sie schließlich und blickte ihn verträumt an.
"Ich bin froh, dass du es verstehst", entgegnete er ihr und näherte sich ihren Fingerkuppen langsam mit seinen.
Als sie sich berührten huschte ein Lächeln über ihr Gesicht und sie ließ es zu, dass er ihre Hand nahm.
Mit einem Schmunzeln näherte sich die Bedienung und legte ihnen jeweils eine Speisekarte auf den Tisch.
"Ich komm später wieder, um ihre Bestellung aufzunehmen, wenn irgendetwas ist, einfach nach mir fragen. Ich bin eure Kellnerin für heute Abend."
"Ich habe alles was ich brauch...", erwiderte Cameron träumerisch und schaute dabei gedankenverloren John an.
Mit einem Lächeln machte die Bedienung auf dem Absatz kehrt, während John seine Liebste lächelnd anschaute.
"Du siehst fantastisch aus", schmeichelte er ihr als sie die Speisekarten studierten.
Cameron lächelte ihn über den Rand der Karte an:
"Es ist schön, dass es dir gefällt", erklärte sie.
"Das tut es... Du siehst aus wie eine Leinwandschönheit auf dem Roten Teppich, nur noch hübscher", schmeichelte er ihr weiter, woraufhin Camerons Lächeln noch breiter wurde.
"Das Kleid war sehr teuer...", gab sie zu.
"... und du hast es extra gekauft, damit ich dich darin deine Schönheit betrachten kann", vollendete John den Satz.
"Ja, aber ich hatte nicht genügend Bargeld um es zu kaufen", gab sie zu.
John blickte sie besorgt an:
"Du hast doch hoffentlich nichts schlimmes angestellt, um an das Kleid zu kommen?", fragte er sie und stellte sich vor, wie in einer teuren kleinen Boutique ein toter Angestellter lag.
"Ich habe einen Diamant aus dem Safe geklaut", antwortete sie ängstlich.
John hob eine Augenbraue:
"Wie bitte?", gluckste er, "Und Mom hat nichts davon bemerkt?"
Als sie merkte, dass John nicht sauer auf sie war, lächelte sie wieder glücklich und schüttelte den Kopf:
"Es war aber Schwieriger, als erwartet", erzählte sie, "Mein HUD hat mir geraten solange mit roher Gewalt auf den Safe einzuschlagen, bis das Material nachgibt. Doch dann hätte es Sarah bemerkt. Also ließ ich es sein und suchte nach einer anderen Möglichkeit, da mir bewusst war, dass es Sarah nicht auffallen würde, falls der Safe noch intakt wäre und nur ein Diamant gefehlt hätte. Ich habe somit recherchiert wie man dieses Gefäß auf andere Weise öffnen kann und habe so, letztendlich, das Schloss geknackt."
John der erstaunt zugehört hatte, schaute sie bewundernd an:
"Du lernst schnell... Das ist schön..."
"Danke", erwiderte sie, "Aber du lernst auch schnell."
"Was muss ich denn lernen?", fragte er zurück.
"Das was du wissen musst", entgegnete sie und fügte noch, "Aber das beste ist, dass wir voneinander lernen können", hinzu und John lief vor Scham etwas rot an, schaffte es aber noch, zustimmend zu nicken.
"Weißt du schon, was du nehmen möchtest?", fragte er höflich.
"Ich brauche eigentlich nicht", gestand sie fast traurig.
"Das wird komisch aussehen...", erklärte John mit einem Stirnrunzeln.
"Ja, aber es wird auch komisch aussehen, wenn ich mir etwas bestelle und nur einige Bissen davon esse", entgegnete sie.
"Gut, wie wäre es dann...", John blätterte kurz wild in der Speisekarte herum, "Wenn wir uns eine Platte zusammen teilen", und schaute hoffnungsvoll in Camerons Gesicht, welches sich zu einem breiten Lächeln formte.
"Ich will Pasta", sagte sie plötzlich.
"Mit mir teilen?", fragte er stockend und sie nickte grinsend.
Also bestellte John eine Platte Pasta in Pesto, mit dicker Tomatensoße und verschiedenen Käsesorten.
Bei der Weinfrage wandte er sich kapitulierend, Hilfe suchend an Cameron, die natürlich den am geeignetsten aussuchte und so Lob von der Bedienung bekam.
"Man schmeckt das gut", stellte John fest, nachdem sie miteinander angestoßen hatten und ihr essen probierten.
"Denkst du es schmeckt für mich gleich, wie für dich?", fragte sie ihn.
"Keine Ahnung?", fragte John etwas überfordert, "Schmeckt es dir?"
"Es ist gut...", antwortete sie langsam, "... wobei ich es bestimmt hätte besser machen können."
"Warum lässt du mich dann das Essen meiner Mutter essen?", gluckste er.
"Ich will sie nicht als Mutter ersetzten", entgegnete sie spitz, "Sie fände das nicht gut."
"Nein, das fände sie nicht", stimmte John ihr zu, "Trotzdem wäre es sicherlich schön, dein Essen zu verspeisen."
"Du weißt ja: Liebe geht bekanntlich durch den Magen.", erklärte er und sie grinsten.
Als sie beide ihre Pasta mit den Gabeln aufrollten und zu ihren Mündern führten, merkten sie beide zuerst nicht, wie eine Nudel zwischen ihnen hing.
Beide zogen die Nudel in ihre Münder und blickten sich kurz grinsend an, während sich ihre Lippen immer näher kamen und sich dann in einem zarten Kuss berührten.
"So schmeckt es gleich viel besser", hauchte Cameron ihm keine drei Millimeter von seinen Lippen entfernt zu.
"Sag, du wolltest nicht rein deswegen 'zufällig' Pasta?", fragte John und sah, wie Cameron grinsen musste und sich beide wieder küssten.
Beide fütterten sich gegenseitig, lachten, küssten sich und hatten Spaß.
Als sie fertig waren und sich die Rechnung bringen ließen, beugte sich John etwas vor:
"Bist du bewaffnet?", fragte er neugierig.
"Du hast kein Geld dabei?", fragte Cameron verwirrt mit geneigtem Blick und John musste fast losprusten.
"Nein nein", antwortete er ihr, "nur Neugierde."
Blitzschnell packte sie seine Hand und fuhr mit ihr langsam zu ihrem rechten Oberschenkel.
John schaute sich schämend hastig um:
"Cameron!", stammelte er und sein Atem stockte, als seine Hand ihren Schenkel berührte.
Er blickte mit rotem Kopf in ihr Gesicht, welches ihn neugierig, aber auch wissend betrachtete.
Sie fuhr mit seiner Hand langsam abwärts und John spürte den Holster.
Als er wieder aufblickte sah er einen roten Punkt auf ihrer Stirn.
Er blinzelte kurz um sich zu vergewissern, doch der Punkt war noch immer da.
Die Erkenntnis traf ihn wie ein Schlag und er hechtete sich vorwärts, warf dabei den Tisch um, als die große Glasscheibe des Restaurants zerbrach...
Alle Gäste sprangen erschrocken auf, einige warfen sich unter die Tische um dem nun anhaltenden Sperrfeuer zu entgehen – doch es half wenig.
Der alte Mann, der Cameron angestarrt hatte lag regungslos mit einer klaffenden Wunde im Rücken auf dem Tisch, mit dem schlaffen Gesicht zur Seite gedreht, während seine Frau unter dem Tisch kniete, und hysterisch schrie, während sich um sie herum eine Blutlache bildete.
Die Bedienung, die John und Cameron zugeteilt war und gerade die Rechnung bringen wollte, wurde mittig im Bauch getroffen, fasste die Wunde an und starrte entgeistert auf ihre blutigen Hände, bevor sie reglos zusammen sank.
Kaum war der Kugelhagel vorbei, rannten die Gäste, welche nicht verletzt oder tot am Boden lagen panisch aus dem Restaurant.
Von der dunklen Straße kamen schnellen Schrittes zwei Personen näher.
Hastig traten sie ein.
Die eine hatte ein schweres Maschinengewehr in der Hand, während die andere eine wuchtige Pistole trug, die definitiv zu schwer und unkontrollierbar für sie war.
"Wo ist es!", schrie die erste Person hysterisch in einem australischem Akzent und schaute hastig in alle Ecken, bevor sie das Gewehr auf John richtete, der auf einer regungslosen Cameron lag.
"Steh auf, oder ich schieße!", drohte sie und der Ziellaser markierte seine Brust.
John richtete seinen Blick eiskalt mit brodelnder Wut auf sie und dann auf Riley.
"Was suchst du hier!", schrie er sie an.
"Ich habe dich gewarnt, dass es dir Leid tun wird! Ich wollte dir eine Chance lassen aber du wolltest ja nicht hören!", schrie sie zurück, "Das alles hier ist deine Schuld!"
Er blickte die vielen Toten um sich herum an und schüttelte den Kopf.
"Ist es tot?", fragte Jesse voller Freude und trat näher an ihn heran.
"Los hau da ab", zischte sie ihn an und schob ihn beiseite.
Genau in diesem Moment ertönte ein Schuss und Jesse ließ das Gewehr, die Hand vor Schmerz an sich gedrückt, fallen.
Bevor Riley die Waffe auf sie richten konnte drückte sie ein weiteres Mal ab.
Riley erschrak so sehr, dass ihr die Pistole aus den Händen glitt und sie verzweifelt John anstarrte:
"Bitte...", flehte sie, als Cameron mit Todesblick näher kam.
John wich ihrem Blick aus und starrte stattdessen Jesse erbost an, während Cameron Riley zu Jesse schob, um beide in Schach zu halten.
"Warum?", fragte John kopfschüttelnd nur.
"Sie ist eine Maschine", zischte Jesse nur, "Ich habe dich versucht vor ihr zu retten!"
Sie steigerte sich immer weiter hinein:
"Sie manipuliert dich! Denk doch mal an die Leute die du damit in Gefahr bringst! Sie ist nichts als eine Tötungsmaschine! Sie kennt kein Mitleid!"
"Ich weiß was ich bin! Doch ich bin menschlicher als du!", erwiderte Cameron gereizt, während John vehement den Kopf schüttelte.
"Und was ist mit diesen Leuten hier?", fragte er sie gereizt und blickte sich um.
Jesse blickte gen Boden, mit stiller Wut und schaute dann ihren blutenden Durchschuss durch ihre rechte Hand an.
"Siehst du, du bist nicht besser, als die Maschine, für die du Cameron hältst", fauchte er wütend.
"John, bitte... bring sie nicht um...", flehte Riley weinerlich, "Ich liebe sie!"
"Bitte, um alter Freundschaft willen, lass uns laufen..."
Mit verächtlichen Blick schaute er nun Riley an:
"Du kennst sie?! Du liebst sie?! Du bist ebenfalls aus der Zukunft?!", fragte er empört, "Ich hätte es vielleicht verstehen können, wenn du dich um Sorge um mich zwischen Cameron und mich gedrängt hättest, aber du hast es alles nur für sie getan!"
Er blickte kurz mit finsteren Blick hinüber zu Jesse,
"Das ist verächtlich! Du hast mir eine Liebe vorgegaukelt, in dem Glauben, dass Cameron es ebenfalls machen würde. Du bist ebenfalls nicht besser als eine Maschine!"
"Ihr wisst, dass wir euch nicht gehen lassen können!", zischte er jetzt.
"Das könnte Probleme verursachen", unterbrach Cameron, "Sie ist Derek Freundin.", erklärte sie und deutete auf Jesse.
"Ist er ebenfalls darin verwickelt?!", fragte er entsetzt und Jesse schüttelte schluckend den Kopf.
John packte sein Handy aus und wählte Dereks Nummer:
"Ja?", meldete sich Dereks Stimme.
"Ich bin's John", sprach John mit wütender Stimme.
"John, ich... es...", stammelte Dereks Stimme aus dem Hörer.
"Hier ist jemand, der dich kennt und auf uns geschossen hat.", unterbrach John ihn, "Ich gib sie dir mal."
Er warf Jesse das Telefon hin, welches sie gerade noch fing.
sie setzte den Hörer ans Ohr und hörte Dereks Stimme:
"Jesse?!"
Nach kurzer Zeit, rang sie sich ab, mit einem kurzen "Ja" zu antworten.
"Was hast du dir dabei gedacht?!", hörte sie seine erboste Stimme weiter.
"Derek... ich...", stammelte sie und wurde von ihm zugleich von ihm unterbrochen,
"Halt den Mund!", raunte er sie an und sie brach in Tränen aus.
"Ich habe dich gewarnt!"
"Derek, du weißt nicht...", versuchte sie sich weinend zu erklären.
"Du verstehst nicht", erklärte er ihr sauer, "Ich hab dir gesagt, dass du John nicht drängen sollst. Du hättest ihn treffen können!", zischte er weiter, "Du bist tot für mich!"
"Derek?! Bitte Derek?!", schrie Jesse schluchzend in die tote Leitung zurück - Derek hatte aufgelegt.
"Aufgelegt?", fragte John in spöttischer Stimme zufrieden und riss ihr sein Handy aus der Hand.
"John!", sprach Cameron hastig, "Wir müssen gehen!"
Keine Sekunde später ertönten aus der ferne Polizeisirenen...
John nickte und lief aus dem Restaurant, um Cameron 'den Rest erledigen' zu lassen.
"John!", flehte Riley weinerlich und sackte auf den Boden zusammen, "Bitte, ich will nicht sterben."
John schluckte jedoch nur und setzte seinen Gang fort, während Cameron ein siegreiches Lächeln im Gesicht hatte und Jesse, die wissend den Tod erwartete, anschaute.
"Ich bin besser als du!", sprach Cameron stolz und senkte die Waffe um mit John zu verschwinden.
Jesse und Riley starrten sich daraufhin verwundert an.
"Wir leben! Wir leben!", brach Riley plötzlich aus und umarmte Jesse um ihr sie mit Tränen des Glücks auf die Wange zu küssen.
"Lass mich los!", versuchte Jesse sich vergeblich zu wehren.
Cameron lief währenddessen auf John zu, der sich nachdenklich am Wagen anlehnte.
"Wir müssen gehen!", erklärte sie hastig, "Sofort!", und stieg ein, während das Heulen der Sirenen immer lauter wurde.
Schnell tat es John ihr gleich und sie brausten davon. Durch den Rückspiegel konnte er die Polizeistreifen erkennen, welche vor dem Restaurant stoppten.
Als sie zu Hause ankamen und John den Wagen geparkt hatte floss eine Träne seine Backe hinunter.
"Es tut mir Leid Cameron", erklärte er ihr.
"Du wolltest ein normales Date... aber...", stammelte er weiter, wurde jedoch von Cameron unterbrochen, die ihren Zeigefinger auf seine Lippen legte.
"Ich bin nicht normal... und du bist auch nicht normal. Wir sind besonders", erklärte sie.
"Du hast heute etwas sehr gefährliches gemacht", sprach sie weiter und John schaute sie beängstigt an:
"Ich weiß...", gab er zu.
"Du hättest dabei verletzt werden können. Du bist zu wichtig John!", erklärte sie ihm vorwurfsvoll, "Aber ich bin trotzdem glücklich, dass du es gemacht hast."
Er blickte in ihr schönes Gesicht und ein Lächeln huschte kurz über sein Gesicht.
"Du hast mein Leben gerettet. Es zeigt mir, dass du mich wirklich liebst, mehr als jede Worte ausdrücken könnten."
Sie beugte sich vor und küsste ihn auf die Wange:
"Danke."
John schloss sie in seine Arme und drückte sie an sich, überglücklich, dass es sie gab und über das, was sie für einander empfanden.
"Aber was ist mit den anderen?", fragte er und brach in Tränen aus, "Jeder stirbt wegen mir! Alle sterben meinetwegen!"
"Es war nicht dein Fehler John", versuchte Cameron ihn zu beruhigen, "Jesse hat schuld. Sie hat die Leute erschossen, nicht du und Riley hat Schuld, da sie alles zugelassen hat."
Sie tätschelte seinen Rücken und es half.
"Du hast ja recht...", stammelte er und es ging ihm wieder etwas besser, "Aber warum?!"
"Wegen mir", stellte Cameron bedrückt fest, "Da ich eine Maschine bin und es die Leute nie verstehen werden..."
"Aber weißt du was? Es ist mir egal. Denn du verstehst mich und das ist alles, was ich will - und mit dir zusammen zu sein."
"Du bist nicht der Grund!", widersprach John vehement und streichelte ihr Haar, "Oder das was du bist. Es sind allein die Leute die nicht sehen wollen, wer du bist..."
"Ja", stimmte Cameron zu, nicht wissend, wo der Unterschied zwischen den beiden Sätzen lag - wahrscheinlich wollte John nur deutlich festhalten, dass sie nicht der Grund war, dachte sie.
"Seien wir einfach Glücklich darüber, dass wir überlebt haben..."
Nachdenklich geleitete er Cameron ins Haus, blickte kurz durch die geöffnete Küchentüre, wo er sah, wie Derek und Sarah, die gemeinsam am Küchentisch saßen sie anblickten.
"Alles ist in Ordnung", sagte er kurz traurig, und die Beiden senkten ihre Blicke.
John geleitete Cameron unterdessen die Treppe hinauf, zu ihrer Zimmertüre.
"Gute Nacht", sagte er niedergeschlagen und wollte sich abwenden, doch Cameron hielt seine Hände fest.
"Ich lass dich nicht so einfach laufen", erklärte sie ihm aufmunternd zulächelnd und er verstand, zog sie nah an sich heran und küsste ihre sinnlichen Lippen.
Sie verharrten nah aneinander und Cameron flüsterte in einem kaum merkbaren Hauch in sein Ohr:
"Ich muss dir etwas zeigen...", und flüsterte noch leiser weiter, während sich Johns Augen weiteten.
Unsicher, etwas nervös aber voller Erwartungen ließ er sich von ihr an der Hand in ihr Zimmer geleiten und schloss die Türe hinter sich und wurde sogleich von Cameron in eine innige Umarmung gezogen.
"Komm her mein Retter", sagte sie und schaute ihn mit einem erotischen Blick an.
Sie küssten sich weiter und Johns Sorgen verschwanden allmählich und er fühlte sich wieder wohl.
Die Küsse wurden Leidenschaftlicher und beide ließen ihre Zungen aneinander tänzeln, sodass es sie stark erregte.
Er spürte wie ihre zärtlichen Hände über seine Brust fuhren und es erregte ihn noch weiter und ließ seinen Puls in die Höhe schnellen.
Langsam erforschte er ihre Kurven die sich deutlich unter ihrem langen Kleid abzeichneten.
Er fuhr ihre Taillen hoch und streifte ihre Brüste und sah, dass es ihr sehr gefiel und ihre Küsse noch Leidenschaftlicher wurden und beide ihre 'Erforschungen' ausweiteten.
Bis Cameron ihm mit einem kaum merkbaren Hauch ins Ohr flüsterte:
"Kannst du mir aus meinem Kleid helfen?",
John der Atmen dabei stockte und er von ihr aufs Bett gezogen wurde.
Cameron lag unter ihm und blickte ihn mit Verlangen an während er zuerst unsicher ihren Körper entlang fuhr.
Sie schloss mit Wohlwollen ihre Augen, als Johns Hände unter das Kleid griffen und ihre langen Schenkel berührten, welche er so mochte und an ihnen hinab glitt.
Als John den Holster endlich gefunden hatte, entfernte er ihn und legte ihn beiseite.
'Sicherheit zuerst', dachte er sich und wurde zugleich von Cameron wieder an ihn heran gedrückt, kaum als ihr ihre Stöckelschuhe ausgezogen hatte.
Langsam streifte er ihr Kleid ab und fuhr dabei ihren Körper entlang.
Er starrte starr auf die schwarze Reizwäsche, die darunter zum Vorschein kam und stellte erneut fest, wie wunderschön Cameron doch war, als sie langsam sein T-Shirt hochzog und danach seinen Gürtel öffnete.
Schnell waren auch seine restlichen Klamotten ausgezogen. Und obwohl er im Gegensatz zu Cameron vollständig entblößt war, war es ihm nun nicht mehr peinlich.
Lächelnd zog sie ihn auf sich, damit er sie vollständig 'auspacken' konnte.
Küssend umschloss er ihre Brüste und küsste diese während Cameron zu seinem Erstaunen leicht anfing zu stöhnen.
Langsam streifte er ihren Slip ab...
Ein Stockwerk tiefer starrte Derek unterdessen nachdenklich auf seinen Tee vor ihm, den ihm Sarah gemacht hatte.
"Wie viel weiß sie?", fragte Sarah wütend über ihn.
"Alles", antwortete er verzweifelt.
"Sie ist anders, als ich sie in Erinnerung hatte...", stellte er verbittert fest, "Sie ist nicht meine Jesse", erklärte er und sah Sarah dabei traurig an.
"Wie, sie ist nicht deine Jesse?", fragte diese wiederum verwirrt.
"Wir haben die Zukunft verändert. Sie und ich... wir teilen gemeinsame Erinnerungen... aber...", erklärte er verbittert, "... Wir haben die Zukunft verändert."
"Müssen wir uns um sie kümmern?", fragte Sarah weiter nach.
"Möglich", entgegnete er. Er wusste nicht mehr, was er glauben oder denken sollte... Die Ereignisse dieses Tages hatten ihn in seinen Ansichten zu sehr erschüttert.
"Und was ist mit Cameron... und John?", fragte sie weiter.
Derek starrte hinab auf seinen Tee,
"Ich weiß es nicht...", erklärte er ihr aufrichtig, "Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll..."
"Ich werde sie immer dafür hassen - für das, was unter ihrem Äußeren lauert... Ich wurde schon das ganze leben lang von ihnen gejagt... ich habe sie bekämpft, nur um dann mitzuerleben, wie sie gnadenlos meine Kameraden getötet haben..."
Er stoppte kurz:
"Aber ich habe gesehen, weshalb ihr sie akzeptiert... und ich kann es nicht leugnen, nicht mehr...", erklärte er und Sarah wahr erstaunt, als sie die wässrigen Augen des ansonsten so abgehärteten Widerstandskämpfer sah, "... und heute haben wir alle gesehen, wozu bloßer Hass führt."
"Vielleicht ist sie wirklich so besonders, anders wie John behauptet...", fuhr er fort, "Ich mag sie trotzdem nicht und werde sie nie mögen. Dafür habe ich bereits einen zu großen Hass auf die Maschinen entwickelt und somit in Bezug auf sie Vorurteile."
Er seufzte laut:
"Aber ich erkenne auch, dass sie in Bezug auf Cameron nicht zutreffen. Ich werde sie niemals so akzeptieren können wie ihr...", erklärte er ihr niedergeschlagen, "Aber ich verspreche, dass ich sie von nun an wenigstens tolerieren werde und nichts gegen ihre 'spezielle' Bindung zu John sagen werde - auch wenn ich es noch immer abartig finde."
"Mehr könnt ihr leider nicht von mir erwarten - im Moment zumindest nicht... vielleicht wird sich mit der Zeit etwas daran ändern.", erklärte er ihr.
"Aus deinem Mund, ist das eine Menge", stellte Sarah zufrieden fest, als plötzlich unverwechselbare Geräusche von dem oberen Stockwerk drangen.
Stirnrunzelnd vergrub Derek sein Gesicht in seinen Händen als die dumpfen Schläge des Kopfendes des Bettes an die Wand durch immer lauteres Stöhnen der Beiden übertüncht wurde.
"Warum um Himmels Willen kein normales Mädchen?", murmelte er resignierend.
"Wenigstens er hat Spaß"
"Er ist auch nicht normal", widersprach sie ihm, "Und ich glaube sie haben beide Spaß!"
Sie zog an seinem Arm,
"Komm wir gehen", schlug sie befehlend vor, "Nicht, das wir sie eventuell stören."
"Ich denke sie sind ziemlich miteinander beschäftigt!", widersprach er ihr, rollte mit den Augen, aber ließ sich dennoch von ihr zur Türe geleiten.
Als sie aus der Türe waren überlegte er, was er mit Sarah denn so unternehmen könnte.
'Schwierig', stellte er resignierend fest - er hatte Sarah nie als Ausgeh-Person erlebt, wenn es nicht gerade einen Zweck für ihre Mission erfüllte.
"Was schlägst du vor? Wohin sollen wir gehen?", frage er somit höflicher als gewöhnlich nach, - normalerweise war er nie so zuvorkommend - als er auf den Beifahrersitz des Wagens einstieg.
"Ich denke wir sollten uns ein billiges Stunden-Motel nehmen, für eine Nacht", sprach sie unverblümt, für Derek, aus.
"Was?!", fragte dieser mit weit aufgerissenen Augen.
"Ja, ich bin hundemüde", gestand Sarah und fuhr davon...
Langsam, nach Stundenlangem Techtelmechtel sank ihr Körper auf seinen zurück und überglücklich presste er sie an sich, hielt sie fest, als er langsam wieder zu Luft und Kräften kam während sie ihn bewundernd anschaute:
"Es war... effektiv", stellte sie mit zufriedenem Lächeln fest, "besser als erwartet."
"Dir hat es also gefallen...", entgegnete er, noch noch immer etwas außer Atem.
Sie nickte und legte ihre Stirn an seine Wange:
"Du weißt definitiv, wie du meine Knöpfe drücken musst", witzelte sie und beide kicherten.
"Du wirst wirklich gut darin... Humor mein ich.", erklärte er ihr bewundernd, "Das mag ich an dir."
"Du bist einfach unglaublich... Es war wunderschön. Ich bin froh darüber, dass wir es miteinander geteilt haben... und möchte so etwas nur mit dir teilen.", erklärte er ihr aufrichtig.
"Ich auch", entgegnete sie ebenfalls aufrichtig.
"Ich liebe dich", erklärte er ihr weiter und sah ihr dabei direkt in ihre wunderschönen haselnussbraunen Augen.
"Und ich liebe dich auch" sagte sie und schaute in seine anziehend wirkenden Grünen.
Beide küssten sich darauf um diesen Schwur zu besiegeln und zogen sich in eine innige Umarmung, die die immer leidenschaftlicheren Küsse schon bald in ein weiteres Techtelmechtel ausartete.
Derek wachte am nächsten Morgen neben Sarah, die leicht bekleidet im Schlaf ihren Arm um ihn geschlungen hatte, auf.
Tief atmete er ein und aus und griff nach der Fernsehbedienung auf dem Nachtisch, um den Fernseher vor ihm einzuschalten.
Grunzend erwachte Sarah, zog ruckartig ihren Arm weg und blickte leicht erbost auf die Science-Fiction Serie mit irgendwelchen Raumschiffen, die ausgestrahlt wurde.
"Guten Morgen!", begrüßte sie Derek knapp ohne seinen Blick von dem Fernseher zu lassen.
"Schon so früh am morgen?", fragte sie ungläubig und schaute ihn betroffen an.
"Weißt du was komisch ist?", entgegnete er ihr statt einer Antwort, "Jede dieser Folgen... Ich könnte sie allen schon im voraus Spoilern und wahrscheinlich Geld dabei verdienen.", witzelte er und brach in Lachen aus.
"Wenn du es schon gesehen hast, warum schaust du es dir noch mal an?", fragte sie, "Und außerdem, denkst du nicht, dass du bereits genügend Science-Fiction in deinem Leben hast?"
"Ich meine Zeitreisen, Maschinen, welche dich töten wollen; gegen die du kämpfst...", erklärte sie doch Derek, der ihr eh nur halb zugehört hatte unterbrach sie:
"Hey!", schrie er auf, "Warum unterbrechen die meine Sendung! Was kann denn schon so wichtig sein?!"
Sarah blickte zum Fernseher und sah nun auch, die Eilmeldung:
"Guten Abend, wir bitten um Verständnis für die Unterbrechung des laufenden Programms. Gegen 10 Uhr Abends ereignete sich eine Schießerei auf ein kleines, aber bekanntes Restaurant in LA. Am Tatort wurden Zwei Verdächtige aufgegriffen, deren Fingerabdrücke mit den Tatwaffen die gefunden wurden übereinstimmen.
Dabei wurden mehrere Gäste und Angestellte getötet und verletzt. Einige wurden mit schweren Verletzungen auf die Intensivstation gebracht, mit ungewissen Ausgang, ob sie es schaffen werden. Bei den Tätern handelte sich hierbei um zwei Frauen.", sprach die Sprecherin und zwei Fotos, eins von Riley, das andere von Jesse erschienen auf der Bildfläche,
"Erste Zeugenaussage schüren Gerüchte, dass der 'Anschlag', so die eine Zeugin, einer Maschine aus der Zukunft galt. Die Polizei lässt verlauten, dass die Täter wahrscheinlich wahnsinnig seinen. Mehrere unterschiedliche Psychologen die die Täter vernommen haben bestätigten dies und ließen sie umgehend in Pescadero, einer örtlichen Nervenheilanstalt einweisen. Wir halten sie über den weiteren Verlauf auf den neuesten Stand..."
Ende
