S02XE12: Der Schatten im Nebel (Teil 1)

Die Ark Royal trat aus dem Hyperraum in der nähe des Mars aus und schwenkte sofort auf einen neuen Kurs, der sie direkt zur Erde bringen würde ein.
Man konnte noch an der Hülle des Schiffes dutzende weit aufklaffende Risse sehen, wo die Plasmasalven der Wraith den Kreuzer getroffen hatten nach dem die Schilde versagt hatten.
Lieutanant Colonel Nelson, der frühere XO und jetzige amtierende Kapitän des Schiffes stand zusammen mit einer Delegation der Spectre auf der Brücke seines Schiffes und Blickte auf die Erde.
Um die Gruppe herum auf der Brücke konnte man kaum noch erkennen, das das Schiff vor weniger als einen Monat in schwere Kämpfe verwickelt war.
Das hatten sie den Techniker auf Seefra zu verdanken, die ihre Arbeit schnell durch geführt hatten.
Doch nicht auf dem ganzen Schiff waren die Schäden schnell behoben wurden mehrere Gänge waren noch immer von Trümmern versperrt oder waren von anderen Sachen blockiert.

Auch wenn die Schlacht fast einen Monat her war hatte es die Ark Royal erst jetzt wieder ins Sol-System, ihre Heimat geschafft.
Colonel Nelson setzte sich in seinen Stuhl und betrachtete seine Passagiere von der Seite.
Es waren Teilnehmer an Operation Overlord, die jetzt vor einem Ausschuss Aussagen über den verlauf der Operation machen sollten.
Unter ihnen waren auch Oberstleutnant Laura Spinoza, Feldwebel Manuel Pole und die zum Feldwebel beförderte Cindy Philips.

Nelson wusste nicht viel für den Grund warum er die Passagiere dabei hatte.
Er hatte mit seinem Schiff gerade die Randausläufer der Pegasusgalaxie erreicht, als er eine Funknachricht von Seefra erhalten hatte in der er gebeten wurde einen Planeten mit Stargate anzufliegen und dort wenn möglich seine Passagiere aufzunehmen.
Über die gesamte Flugzeit hatte er versucht heraus zu finden warum er sie befördern musste, bis sie ihm von dem Ausschuss erzählten.
Mit gemischten Gefühlen stand er dieser aussage gegenüber, da er an der Schlacht beteiligt war hieß es für ihn mit großer Wahrscheinlichkeit, das er auch Aussagen musste.
Seine Aussage würde mit großer Wahrscheinlichkeit nicht viel bringen, da er schon nach der Explosion seiner Atombomben flüchten musste.

Sie erreichten die Rückseite des Mondes und umrundeten diese und erhielten einen Blick auf die Erde, wo zu aller Verwunderung aller, die gesamte Flotte der Erde vorzufinden war.
In den Letzten Jahren war dies noch nie gewesen, da die verschiedenen Schiffe immer irgend einen Auftrag hatten.
Dieses Bild konnte nichts gutes bedeuten.
„Sir wir werden gerufen. Es ist die HMS Nelson. Sie sagen, wir sollen umgehend in die Umlaufbahn einschwenken und zu ihnen aufschließen, sie bringen dann Material zur Reparatur herüber." meldete der Funker.
„Danke. Funken sie noch die Spectre an damit sie unsere Gäste abholen könnten."
„Aye, Sir."

Kurz nach diesem Funkspruch kam die Nachricht, das ein Pelikan schon unterwegs sei um die Passagiere der Ark Royal zu überführen.
Manuel und Cindy gingen einige Meter hinter ihrer Vorgesetzten und unterhielten sich.
„Was glaubst du was mit uns passiert nach dieser Anhörung?" wollte er von ihr wissen.
„Wenn alles gut geht können wir unseren Dienst wieder aufnehmen, wenn nicht schmeißen sie uns im hohen Bogen aus der Bundeswehr und halten uns unter ständiger Beobachtung. Wir könnten ja Geheimnisse verraten." antwortete er und machte Sarkastisch Gänsefüßchen in die Luft.
Es dauerte auch nicht lange bis sie im Hanger ankamen und den Pelikan besteigen, der sie ins Hauptquartier bringen sollte.

Der Flug erlief sehr ruhig, was auch daran lag, das keiner der Passagieren im hinterem Bereich des Pelikans etwas sagte.
„Sierra 19 erbittet Landeerlaubniss auf Landebahn 2. ETA 4 Minuten." funkte der Pilot zum Tower.
Nach dem er die Bestätigung erhalten hatte drosselte der Pilot das Tempo weiter und durchbrach die Wolkendecke die ihn bis her vor den Augen der Menschen unter ihm geschützt hatte.
Da sich die Kaserne wo sich das Hauptquartier der Spectre lag in einem weiträumigen Sperrgebiet lag war es für Pelikans nicht gefährlich hier unter den Wolken zu fliegen.
Mit einer Schleife brachte der Pilot die C-200 B auf die exakte Anflugrichtung und schon wenige Sekunden später setzte die Maschine auf.

Als der Pelikan still stand betrat der Co-Pilot des Fracht- und Passagierbereich und ging zur Heckluke.
„Danke das sie heute mit uns geflogen sind. Wir entschuldigen uns dafür, das wir ihnen leider keinen Kaffee servieren konnten. Die Kantine ist leider wegen leichten Beschädigungen geschlossen." sagte er und öffnete die Heckluke.

Die zehn Menschen an Bord nahmen ihre Seesäcke in die Hand und verließen den Pelikan und sahen sich nach einem LKW oder nach Wölfen um die sie abholen würden.
Diese kamen auch zusammen mit der Bodenmannschaft die den Pelikan weg brachte.
Nach dem alle Gepäckstücke verladen waren wurde sie zum Gebäude 16 gebracht.
Gebäude 16 war dafür zuständig den Papierkram zu erledigen, wenn Soldaten vom extraterrestrisch Einsatz wieder kamen.
Es dauert nicht lang bis jeder der zehn eine Legende plausible Erklärung für die lange Abwesenheit hatte falls er von jemanden der nichts vom Stargate wusste.

„Oberstleutnant Spinofa. Ich bin hier um sie und ihre beiden Teammitglieder zu General Heine und den anderen Ausschussmitgliedern zu bringen." sprach ein Mann in Zivil Laura von der Seite an.
„Ihnen auch einen schönen Tag. Wer sind sie? Was wollen sie? WAS FÄLLT IHNEN EIN MICH EINFACH SO VON DER SEITE AN ZU SPRECHEN?!" entgegnete sie mit Lauter Stimme und Hochrotem Kopf.
Der Mann zuckte zusammen und versuchte etwas zu sagen doch entschied sich im letzten Moment dagegen.
„Frau Oberstleutnant. Soll ich ihnen einen Kaffee holen, bevor wir zu General Heine gehen?" fragte Manuel seine Vorgesetzte ohne auch nur einen Blick zu dem noch immer unbekannten Mann zu werfen.
Manuel wusste, das der Oberstleutnant in letzter Zeit extrem gereizt war, was er auch verstand, denn er ertappte sich manchmal selber dabei das er gereizt war.
Doch was dieser Idiot von Mann gerade gebracht hatte lies auch bei ihm das Fass überlaufen, doch er zeigte es in dem Er ihm die kalte Schulter zeigte.
Auch wenn der Mann eigentlich nur der Bote gewesen war, gab es doch besser und vor allem nettere Methoden seine Arbeit zu verrichten wie Manuel fand.
„Gerne Feldwebel Pole. Die UHG oder die OHG müssten schon offen haben." antwortete Laura als sie auf ihre Uhr sah.
Zusammen ließen die drei Mitglieder von ST-1 den Mann stehen und gingen gemütlich ihres Weges.

TBC