AN: Warnung

AN: Warnung! Bitte lest nicht weiter, wenn ihr zu einer der folgenden Personengruppen gehört: 1. Ihr seid Deutsche oder andere Westeuropäer unter 12 Jahren. 2. Ihr seid Amerikaner unter 39 Jahren. 3. Ihr seid Leute, die Sexappeal für eine seltene Krankheit halten.

Das heutige chap ist Mrs. Skinner á la Eve gewidmet – auch wenn sie immer noch zu 50 Prozent einen fürchterlichen Männergeschmack hat :D!

Gaia: hey! Ich habe doch Sev nicht in die Falle gelockt, oder? Wer ist denn Mr.-mir-tut-schon-keiner-was? Eben, Severus Snape, nicht attack! Schön Wetter? Wo denn? Bei uns regnet es schon seit Tagen… äh… Pudding, nee, nee, den behalt mal lieber, so was esse ich nicht…

EmilyLeeds: lol… Sorgenballon aufpusten? Das ist ja mal ein geiler Spruch… ich soll mir mehr trauen als Händchen halten? Nee, ich mag Hermione sehr gern, aber ich steh nicht auf Frauen…:D… vielleicht bist du ja heute zufrieden…

AryaLynx: oh! Schokomuffin! Ich liebe alles, was mit Schoko zu tun hat… deine Frage zu keltischen und normannischen Runen wird in Kapitel 18 geklärt… warum Sev ihr vertraut? Würdest du nicht jemandem vertrauen, den du liebst? Jedenfalls wünsche ich dir und Emily viel Spaß bei der Klassenfahrt!

JackyFCR: warum soll es euch denn besser gehen als mir? Seit ich aus dem Urlaub zurück bin, regnet es ununterbrochen – na ja, fast, jedenfalls. Na ja, wer hier wen eifersüchtig gemacht hat, bedarf vielleicht noch genauerer Klärung… aber du hast Recht, es war schon richtig, nicht auf Befehl bei ihm zu sein, der alte Tyrann der… schiebt Jacky lecker Popcorn rüber

Illing: Merlin noch mal, Hope, jetzt möchte ich aber wirklich nicht wissen, was du dir unter „gewissen Gefälligkeiten" vorstellst… nee, das war keine Freudsche Fehlleistung, das war ganz und gar beabsichtigt… gröööööhl… Papua-Neuguinea? Ist das auch wie Tibet in der Nähe von Glonn? Oh, ich glaub´s ja nicht – Illing, sag mal, kann es sein, dass du nur so strotzt vor sexuellen Anspielungen… Und seit wann macht man Eis in Cognac? Ich dachte immer, ich sei ein Kulturbanause, weil ich Wein mit Honig süße… oder süse? Ich ignorier hier mal einfach diese ganzen Anspielungen auf diverse Cliffs und so…

Kia Ora: …seufzt neidisch… du hast bald Urlaub? Wo geht's denn hin? Draco und nützlich? Wann wäre er das denn schon je gewesen? Nee, jetzt hilft nur noch die Kavallerie…

Sepsis: ja, Sepsis, nur nette Leute lieben Nougat, und da ich dich halt als nett eingeschätzt habe… logische Schlussfolgerung, oder? :D Heute geht's mal richtig skrupellos zur Sache… Sev und Eifersucht – du musst dich täuschen… Wetten unter Lehrern – sollte man vielleicht mal einen OS draus machen…

Seraphina66: Draco? Der arme Kerl, der muss aber auch für alles herhalten, oder? Lol… Einer sagt, er soll Sev retten, der andere wieder glaubt, er ist der böse Schläger… na, lasst euch überraschen…

mija-ela: wer soll sich denn den Malfoy holen? Man kommt doch nicht einfach so in Malfoy Manor rein… ja, im Moment ist er so richtig hilflos, noch viel hilfloser, als du es jetzt vermutest… aber Rettung naht, halt durch!

Alwine: ui, du bist auch wieder dabei! Schön, dich zu sehen/lesen… ach, trau dich ruhig, schick mir eine Mail, wenn du einen Verdacht hast, wer der Mörder sein könnte… und Lucius? Der hat eigentlich gar nichts mit Sev vor…

Cura: Severus ist arrogant genug zu glauben, ihm könne auch ohne Zauberstab nicht viel passieren… und er will einen, der ganz oder gar nicht funktioniert, der Slytherinsche Perfektionist… rotwerd… danke für dein Lob!

Nikola: echt? Was nehmen denn Studenten so zu sich? …schaut interessiert… Mione als Action-Figur – heute übertriffst du dich selbst, Nik… lol… und ja, deine Theorien werden immer ausgeklügelter… ich bin am Überlegen, ob ich mir davon nicht was klaue, für irgendwas demnächst…:D

bengisu: na ja, das mit dem Tarnumhang hatten wir ja schon beim Hexer, diesmal soll sie sich ruhig mal was anderes einfallen lassen, findest du nicht? :D Ja, die Eifersüchteleien zwischen den beiden bewegen sich definitiv in die richtige Richtung…

Eve: lol… wie du dir denken kannst, habe ich beim Schreiben des letzten chaps öfter mal an dich denken müssen… Schade, dass es nicht geklappt hat? Soll er vielleicht Hermione ins Bett kriegen? …kopfschüttel… Eve, Eve, damit quälst du dich nur selbst… :D …attack hüpft in der Gegend rum… ich krieg dich noch, ich krieg dich noch… steht dann plötzlich stocksteif da… nee, lieber nicht, sonst machst du mir Sev streitig… bleib du mal bei deinem blonden Arrogantling…

SoyTryphena: so ein Trampelpfad im Teppich sieht doch ganz nett aus, oder? Magisches Eis oder nicht – her damit! …stürzt sich drauf wie Krümelmonster und verschlingt das Eis ohne Sinn und Verstand… da war doch noch was? Ach so, ja, das neue chap, bitte sehr…

SSHGSSHGSSHGSSHG

12. Kapitel

Mittwoch, 05. Oktober 2005

Fürchterliche Kopf- und Nackenschmerzen quälten mich, als ich wieder zu mir kam. Das mochte daran liegen, dass ich auf dem Boden kniete, während meine Arme weit hinter meinen Kopf gezogen waren und meine Handgelenke in Ketten steckten, die tief ins Fleisch einschnitten.

So tief in der Tat, dass meine Hände schon kalt und klamm und gefühllos waren, weil das Blut nicht mehr zirkulieren konnte. Ich verbiss mir ein Stöhnen. Ich hatte geglaubt, dieses ganze Ding mit Folter und Bestrafung hinter mir gelassen zu haben, damals, vor sieben Jahren, als Potter dem Dunklen Lord eine Fahrkarte ohne Rückschein zur Hölle verschaffte.

Ich hatte mich offensichtlich geirrt. „Hallo, Snape", sagte eine raue Stimme, und ein dunkler Schädel schob sich vor mein Gesicht. Ich kannte den Kerl hinter dem Schädel nicht, aber die Familienähnlichkeit ließ sich nicht verleugnen. Ein Greyback, zweifellos.

Ich nahm an, dass es sich um Hati handelte, den jüngsten Bruder, da ja Skalli und Fenrir mittlerweile in den ewigen Jagdgründen ihren Blutdurst auslebten. „Ich nehme an, du weißt, warum du hier bist?", grollte Hati. Ich hatte es so satt, dass diese Wölfe immer glaubten, sie müssten einen auf Gangsta machen und ihre Opfer mit selten dümmlichen Fragen belästigten, bevor sie sie quälten und zerrissen.

Ich war mehr als einmal Zeuge gewesen, wie sie das bei Versammlungen, die Voldemort einberufen hatte, taten. Fenrir hatte mir einmal einen zehnminütigen Monolog darüber gehalten, warum es so wichtig war, den Opfern vorher schon verbal Angst einzuflößen und sie dann auch noch physisch zu foltern.

Der Körper schüttete in dieser extremen Situation eine vermehrte Menge Adrenalin aus, und das Fleisch wurde dadurch zarter und wohlschmeckender.

Ich bedankte mich höflich bei ihm für diese Information und konnte von diesem Tag an kein Fleisch mehr essen. Vegetarier aus Überzeugung.

Etwas klirrte, und mein Kopf wurde brutal zurückgerissen. „Zu stolz, um zu antworten?" Stahlharte Finger gruben sich in meine Schulter und drohten, sämtliche sich dort befindlichen Knochen zu zermalmen.

Ich ächzte vor Schmerz. „Wie war noch einmal die Frage?", presste ich hervor. Heiseres Lachen ringsumher. Wunderbar. Die gesamte Werwolfgemeinde schien sich hier versammelt zu haben, um das Ableben des Severus Snape gebührend zu würdigen. Mit einem Festschmaus, wie ich annehmen durfte, und ich war als Hauptgericht vorgesehen.

Wer hatte noch einmal gesagt, Rache sei ein Gericht, das am besten kalt serviert wurde? Das war ganz klar ein Werwolfsprichwort. „Ich habe dich gefragt, ob du weißt, warum du hier bist?"

„Ein Treffen zur Verbesserung der Werwolf-Zaubererbeziehung?" Ich stöhnte auf. Offensichtlich war das die falsche Antwort, denn er hatte an der Kette gerissen und mir fast die Arme ausgekugelt. „Dir wird das Lachen noch vergehen, Giftmischer!", zischte er. Oha! Jetzt imitierte er Voldemort.

„Du hast meine Brüder auf dem Gewissen! Und dafür wirst du büßen. Was meinst du, wie laut du schreien kannst, Snape?" Er benutzte sogar dieselben Worte, wie sie Voldemort gebraucht hatte unter solchen Umständen. Völlig unkreativ.

Andererseits wollte ich gar nicht wissen, wie laut ich schreien konnte. Ich versuchte, in mich selbst einzutauchen, auf der Suche nach meiner Magie. Nicht viele Zauberer oder Hexen beherrschen zauberstablose Magie, weil es so viel einfacher ist, seine Kraft über den Stab zu leiten und zu kanalisieren, aber Albus hatte mich wieder und wieder unterrichtet und darauf getrimmt, mich nicht nur auf den Zauberstab zu verlassen.

Das Problem ist jedoch, dass die Magie tief in uns steckt, und um sie zu rufen, ist eine gewisse Ruhe und Konzentration oder aber Wut und Ärger notwendig, und ich war zugegebenermaßen alles andere als ruhig, und auch Zorn wollte sich nicht so richtig einstellen. Ich schloss die Augen, um meinen Magiequell zu finden.

Jeder von uns empfindet seine Magie – so er sie überhaupt jemals spürt – ein wenig anders. Für mich war sie immer wie Chili im Blut, ein leichtes Brennen, wenn es denn einmal gefunden war. Ein Brennen, das ich aufsteigen und über meine Haut tanzen lassen konnte. Fast konnte ich es schon spüren, ich schmeckte bereits den ersten scharfen Anflug von Magie auf der Zunge…

„Crucio!", knurrte Hati, am Ende seiner Geduld. Wäre er dem Beispiel seines älteren Bruders gefolgt und hätte sich die Zeit genommen, sein Opfer allein nur mit der Beschreibung aller Gräueltaten, die er vorhatte, zu quälen und die Angst in ungeahnte Höhen zu treiben, ich hätte es geschafft.

Aber Hati war nicht Fenrir, und er hatte weder seine perverse Phantasie noch die schier unerschöpfliche Geduld, seine Beute schon allein mit verbaler Folter auf ein angstschlotterndes Nichts zu reduzieren.

Mein Pech. Angst konnte ich kontrollieren. Schmerzen jedoch, zumindest die Qualen eines Cruciatus, nicht. Das einzige, was bei einem Cruciatus half, war, so paradox das klingen mag, sich zu entspannen und den Schmerz zuzulassen. Hier konnte ich das nicht.

Aufgrund der angespannten Haltung, in die mich die Ketten zwangen, verstärkte sich der Schmerz, potenzierte sich in ungeahnte Höhen, bis jeder einzelne Nerv in meinem Körper in Flammen zu stehen schien. Ich brannte. Ich verbrannte in einem Flammenmeer von Schmerzen, und ich schrie nur deshalb nicht, weil ich überhaupt nicht die Kraft hatte, Luft in meine Lungen zu pumpen.

Ich würde entweder an den Schmerzen des Fluches sterben oder ersticken, weil kein Sauerstoff mehr in mir übrig war.

Plötzlich war es vorbei, und wieder war Hatis Gesicht über mir. „Na, wie hat dir das gefallen?", knurrte er. Mein Atem kam stoßweise und fast schluchzend. Ich dachte, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um in Panik auszubrechen. Ich würde nie mehr die Kraft und Konzentration aufbringen können, um zauberstablose Magie abzurufen.

Und schon mit einem Zauberstab war es mehr als fraglich, ob man gegen ein Dutzend Werwölfe ankam, ohne jedoch war ich erledigt. Endgültig diesmal. Wieder riss Hati an den Ketten. Seine Hand krallte sich in meine Haare und zog meinen Kopf zurück, bis mein Hals freigelegt war.

„Du hast mir meine ganze Familie geraubt", sagte er, und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass jetzt der echte Hati sprach, nicht irgendein Imitator irgendeines Welteroberers. Mir gefiel trotzdem nicht, was er sagte. „Was hältst du davon, wenn ich dich zu meiner Familie mache?"

Ich keuchte auf. Das Blut rauschte in meinen Ohren, und ich konnte das heftige Pochen in meiner Halsschlagader spüren. Wie angezogen wanderte Hatis Blick dorthin, und er leckte sich die Lippen. „Ich werde dich jetzt beißen, Snape, nur ein bisschen. Und dann lassen wir dich bis zum nächsten Vollmond hungern.

Was glaubst du, mit welcher Gier du dich auf Miss Granger stürzen wirst? Du wirst sie zerreißen, zerfetzen, verschlingen – und dabei wird dein Blut summen und jauchzen, und du wirst glücklich sein."

Oh, Merlin! Vielleicht hatte er ja doch etwas von Fenrir gelernt. Die Angst griff mit gierigen Fingern nach mir. Ich wollte keine Bestie werden, und auf gar keinen Fall wollte ich Hermione Granger abschlachten. Ich wollte…

Ich verlor jeglichen Gedanken, als Hati den Mund aufriss und sich vor meinen Augen verwandelte. Ich hatte das schon einmal gesehen, vor dreizehn Jahren, als Lupin zum Wolf wurde, und der galt allgemein als mir freundlich gesinnt, und es war da schon erschreckend gewesen.

Diesmal war es nicht erschreckend. Es war, als würde Furcht mein ganzes Denken und Sein überspülen, für nichts anderes mehr Platz lassen, und ich wäre zu Boden gesunken, weil meine Beine mich keinesfalls mehr länger getragen hätten, wäre ich nicht sowieso auf den Knien angekettet.

Hatis Mund verformte sich, und die Schnauze brach sich Bahn, eine enorme Hitze strahlte von seinem Körper aus, und ich hörte Knochen brechen und sich neu verschieben, als die Bestie die Oberhand übernahm. Die Kleidung verschwand, und Fell breitete sich rasend schnell auf seiner Haut auf.

Er war ein zottiger Geselle, dieser Hati und hatte mehr Fell als jeder andere Werwolf, den ich je gesehen hatte.

Eine existenzielle Furcht hatte mich gepackt, und ich konnte mich nicht mehr rühren und starrte ihn einfach nur an. Sein Maul öffnete sich und entblößte schmutziggelbe, ellenlange Zähne. Seine Lefzen zogen sich zurück und ließen ein Totenkopfgrinsen übrig.

So sah also für mich der Tod aus. Ich wünschte nur, Lupin hätte mich vor knapp 30 Jahren erwischt. Lieber Lupin als dieses geifernde Biest, dessen stinkender Atem mir ins Gesicht schlug. Hati öffnete sein Maul jetzt bis zum Anschlag und senkte den Kopf, um meinen Hals zu erreichen.

Ich wollte zurückweichen und konnte es nicht. Ich wollte die Augen schließen und konnte es nicht. Ich war wie paralysiert und starrte einfach nur…

…und zuckte zusammen, als der scharfe Knall einer Apparation ertönte und eine schmale Hand eine silberne Stange tief in Hatis Maul rammte.

„Stupor!", schrie niemand anders als die berühmte Gryffindorsche Know-it-all. Ein Stupor kann einen Werwolf nicht wirksam schocken, aber Silber in der Schnauze, welches das Fleisch verätzte in Verbindung mit dem Schreck über ihr plötzliches Auftauchen ließ Hati zurücktaumeln.

Die anderen Werwölfe sprangen auf uns zu, doch eine starke Schutzhülle um uns herum bewahrte uns vor ihnen. Die Ketten klirrten, als ein Zauber sie löste, und ich stürzte zu Grangers Füßen und wünschte nur, dort für den zweifellos kurzen Rest meines Lebens liegen bleiben zu können.

Sie fiel neben mir auf die Knie und umfasste meine Hüfte. „Wo ist die Kavallerie?", ächzte ich und beäugte den wabernden Schutzwall, der den vereinten Versuchen der Werwölfe, ihn zu brechen, nicht mehr lange standhalten würde.

„Ich bin die Kavallerie!", antwortete diese erstaunliche junge Frau und apparierte mit mir davon.

SSHGSSHGSSHGSSHG

Es war ein Wunder, dass wir nicht gesplintet wurden, denn ich hatte, weiß Merlin, keine Kraft mehr und auch keine Ahnung, wo unser Ziel liegen würde. Wir stürzten recht unelegant in einem unordentlichen Haufen übereinander, und ich brauchte einige Sekunden, bis sich mein Geist wieder soweit geklärt hatte, dass ich mich umsehen konnte.

Wir befanden uns in einer Wohnung, soviel war klar. Sehr aufmerksam, Snape, verhöhnte ich mich selbst, doch es war ein schwaches Höhnen. Es war offensichtlich die Löwenhöhle der kleinen Gryffindor, denn ein typisches Knacken verkündete von Schutzzaubern, die nach unserem Eindringen wieder aktiv wurden.

Hermione packte mich fester um die Hüfte und versuchte, mich hochzuziehen, und ich half ihr, indem ich mich hochstemmte. Alles drehte sich um mich. Die üblichen Nachwirkungen eines Cruciatus. Die kleine Löwin schob mich vorwärts, und als meine Beine irgendwo gegen stießen, drückte sie mich hinab.

Dankbar ließ ich mich in den Sessel fallen und schloss die Augen, während ich den Kopf auf die Lehne zurücksinken ließ. Ich hörte, wie sich ihre Schritte entfernten, und es erschütterte mich zutiefst, als ein heftiges Brennen in meiner Brust einsetzte, dass ich als Wunsch, sie möge bei mir bleiben, erkannte.

Ich musste deutlich angeschlagener sein, als ich dachte, wenn es mir soviel bedeutete, Hermione Granger in meiner Nähe zu haben. Ich konzentrierte mich darauf zu atmen, meinen Atem und meine Nerven zu beruhigen.

Als ich die Augen wieder öffnete, stand die Welt wieder still und Hermione Granger direkt vor mir. Sie hockte sich hin und hielt mir eine Phiole entgegen. „Ich denke, das könnte gegen die Übelkeit helfen. Ich nehme an, du wirst mindestens einen Cruciatus erlitten haben?", sagte sie leise. Ich schnüffelte kurz an dem Trank, dann kippte ich ihn mit einem Mal hinunter.

„Möchte ich wissen, woher du so genau über die Auswirkungen eines Cruciatus´ Bescheid weißt?", fragte ich.

Sie schüttelte erschöpft den Kopf. „Nein, möchtest du nicht", murmelte sie. Ich hob die linke Augenbraue. Sie holte tief Luft. „Es ist ein Teil der Ausbildung zum Unsäglichen. Damit wir auch praktische Erfahrungen haben mit den Unverzeihlichen Flüchen", erklärte sie.

Ich war fassungslos, und etwas in mir drängte mich danach, diese junge Frau beschützen zu wollen. Ich beschimpfte mich selbst als lächerlich. Ich war nicht einmal in der Lage, mich selbst zu beschützen, geschweige denn Hermione Granger. „Sie quälen euch in der Ausbildung mit dem Cruciatus?" Wut stieg in mir auf.

„Und dem Imperius!" Sie nickte. Ich ballte meine Fäuste.

Sie umschloss mit ihrer Hand meine rechte Faust. „Es ist ja nicht so, dass ich dort das erste Mal mit einem Unverzeihlichen zu tun hatte." Ich starrte in ihre Augen. Habe ich schon erwähnt, dass sie ruhige, sanfte, braune Augen hatte, die immer Wärme und Zuneigung auszudrücken schienen?

Selbst wenn sie mich anblickten. Selbst bei mir…

„Lass es mich sehen!", sagte ich. Es sollte fordernd klingen, doch selbst in meinen Ohren klang es eher nach einer Bitte.

Sie schüttelte den Kopf. „Es ist lange vorbei", antwortete sie und wollte sich wegdrehen.

Ich hielt sie fest. Ich wollte nicht, dass sie von mir fort ging, ich wollte weiter ihre kleine Hand auf meiner spüren, wollte wissen, dass ich lebte, dass ich keine Bestie geworden war. „Ich muss es sehen. Zeig es mir! Bitte!"

Sie zögerte, kämpfte mit sich, doch dann gab sie nach und senkte ihre Okklumentikschilde.

Und ich sah, wie sie sich schreiend auf dem Boden wälzte, und ich erkannte den Salon in Malfoy Manor, und ich sah das fanatische Gesicht von Bellatrix Lestrange und die Qual in Hermiones Zügen und die absolute Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, die man verspürt, wenn man so gefoltert wird.

Ich riss mich aus ihren Gedanken und schottete mich selbst gegen aufsteigende Erinnerungen ab. Ohne bewusst darüber nachzudenken, streckte ich meine Hand aus und berührte ihre Wange. Sie zuckte vor mir zurück.

Hätte sie mir eine Ohrfeige verpasst, es wäre nicht annähernd so schlimm gewesen. Als hätte ich mich verbrannt, zog ich meine Hand zurück. „Es tut mir Leid!", sagte ich rau. „Ich wollte dir nicht zu nahe treten." Ich bin bestimmt nicht dafür bekannt, Emotionen auf meinem Gesicht spiegeln zu lassen, doch irgendetwas musste Hermione Granger in meinen Augen gesehen haben.

Sie legte ihre Hand auf meinen Arm und wartete solange, bis ich sie direkt ansah. „Es war nicht deinetwegen", erklärte sie. „Schließlich habe ich dich sogar schon geküsst, und ich stand dabei nicht unter dem Imperius."

„Ach, nein?" Meine Augenbraue wanderte bis zum Haaransatz.

„Nein!", bekräftigte sie. „Ich war nur… über mich selbst erschrocken. Über gewisse… Gefühle."

„Gefühle", wiederholte ich langsam.

Eigentlich war es sehr Slytherin von ihr, so kryptische Bemerkungen zu machen, die alles und nichts bedeuten konnten. „Gefühle, das Küssen betreffend?" Seit wann benutzte ich den Gryffindorschen Weg, ein Ziel direkt anzusteuern?

Anscheinend, seit mir die Geduld abhanden gekommen war. Ich wollte, nein, ich musste es sofort wissen.

Hermione sah mich so lange an, dass ich schon glaubte, sie würde die Frage ignorieren. Doch dann nickte sie. „Ja, das Küssen betreffend."

„Was könnte am Küssen wohl ein so starkes Gefühl auslösen, dass du dich darüber erschreckst, Löwin?", fragte ich. Ich zählte meine Herzschläge, bis ihre Antwort kam. …22, 23, 24…

Nein, sie brauchte nicht so lange. Es war mein Puls, der zu rasen anfing. „Wie gern ich es wieder tun würde", antwortete sie.

Für einen Moment war ich still, bis das Rauschen in meinen Ohren und das Dröhnen meines Herzens so weit abgeklungen war, dass ich meine eigene Stimme wieder hören konnte. Dann beugte ich mich zu ihr hinüber, so dass ich die Hitze, die ihr die Röte auf die Wangen getrieben hatte, auf meiner Haut spüren konnte.

„Und warum tust du es dann nicht endlich, verdammt noch mal?", murmelte ich heiser.

SSHGSSHGSSHGSSHG

Alles, was ein Gryffindor braucht, ist eine Herausforderung. Sie hätte mich niemals einfach so von sich aus geküsst, aber die Tatsache, dass ich vor ihr verharrte und ihr die Möglichkeit zu wählen gab – Flucht oder Angriff – ließ ihre Löweninstinkte aufleben.

Ihre Hand zitterte ein wenig, als sie mein Gesicht berührte. Hauchzart strich sie über die Stoppeln, die sich jetzt, am Ende des Tages, über meinem Kinn und meine Wangen ausbreiteten. Ihre Augen ließen die meinen nicht los, als wollte sie fragen, ob es okay war.

Fast hätte ich gelacht. Ob es okay war? Merlin, es war Folter, wahrhaftig, die reinste Folter! Sie tat nichts weiter, fasste mich kaum an, doch ich hätte sie am liebsten in ein Bett gezerrt. Der Homo sapiens erectus ließ den denkenden Menschen mit einem Schlag verschwinden. Wortwörtlich.

Über viele Jahre hatte ich mir eiserne Selbstdisziplin antrainiert, und nur dieser Tatsache war es zu verdanken, dass ich mich kaum rührte. Das einzige Zugeständnis, das ich mir erlaubte, war, dass ich mein Gesicht in ihre Hand schmiegte. Mehr war nicht nötig.

Die Röte auf ihren Wangen vertiefte sich noch einmal, und sie fuhr mit den Fingern in meine Haare, zerwühlte sie und krallte sich in ihnen fest. Dann schloss sie ihre Augen und zog mein Gesicht zu sich herab. Ich zuckte zusammen, als sie die Wunde auf meinem Kopf streifte, und sie wollte mich loslassen, doch ich drängte vorwärts.

Unsere Lippen berührten sich, und für einen Moment blieb es genau das, ein bloßes Berühren der Lippen.

Und doch ging mein Herz schon wieder mit mir durch, und als sie dann zart mit ihren Zähnen über meine Unterlippe kratzte und ihre Zunge spielerisch folgte, war es um mich geschehen. Ich rutschte aus dem Sessel, bis ich genau wie sie am Boden kniete, umschlang ihre schmale Taille und zerrte sie zu mir heran.

Der Urmensch in mir brach jetzt aus, und ich ließ ihn gewähren, schob sämtliche Bedenken wie den Altersunterschied, mein Aussehen und unsere gemeinsame Vergangenheit fort. Es zählte nur diese junge Frau in meinen Armen, ihre Hitze, ihre Leidenschaft und Merlin weiß, sie wehrte sich nicht gegen meinen Angriff.

Ihre Zunge war ein neckischer, kleiner Irrwicht, der über meine Zähne und Gaumen tanzte und mit mir um die Vorherrschaft kämpfte. Ich wagte selbst einen Vorstoß, ließ meine Zunge in ihren warmen, süßen Mund hinein- und heraus gleiten – ein Versprechen auf mehr.

Und wie sehr ich dieses „mehr" wollte. Ich fühlte mich wie unter dem Cruciatus, so sehr verlangte es mich nach mehr, nach ihr, schmerzte mich meine eigene Zurückhaltung. Es war Hermiones Entscheidung, und sie traf sie schnell und konsequent, wie es ihre Art war.

Sie ließ sich zurückfallen und riss mich mit sich. Bei Merlin! Es war gut, dass der Teppich unter uns weich und flauschig war, aber ich glaube, es wäre uns auch gleich gewesen, hätte es sich um kalten Betonfußboden gehandelt.

Wir verströmten eine Hitze, die noch jeden Gletscher geschmolzen hätte und die Hölle selbst als einen kalten, eisigen Ort dastehen ließ.

Ich landete auf ihr und versuchte, die sich windende Löwin soweit unter Kontrolle zu bringen, dass ich unter ihr T-Shirt kam, aber es war ein heftiger Kampf, denn sie versuchte gleichzeitig, mir das Hemd herunter zu streifen und meinen Mund zu plündern.

Schließlich löste ich das Problem, in dem ich mein ganzes Gewicht auf ihren Oberkörper verlagerte, ihre Hände unter meine Knie einklemmte und dann ihr T-Shirt einfach zerriss. Ein atemloses Lachen, ein wenig heiser, sodass sich meine Nackenhaare und noch etwas ganz anderes aufstellten, entrang sich ihr, aber offensichtlich fand sie keine Worte.

Ich verfluchte die Angewohnheit der Frauen, einen BH zu tragen, aber ein gütiges Schicksal hatte ein Einsehen mit mir, denn er ließ sich vorne öffnen. Und dann – endlich – konnte ich über ihre weichen, so samtigen Brüste streichen, die perfekt in meine Hände passten. Ich senkte den Kopf und kostete, sog das nachgiebige Fleisch in meinen Mund und ließ meine Zunge über den Nippel tanzen.

Ich wechselte zur der anderen Brust hinüber, und Hermione keuchte unter mir, doch ich konnte es ihr nicht verdenken, denn auch mein Atem ging eher unregelmäßig. Ich presste meine Hüfte an ihren Unterleib und rieb mich an ihr, und sie versuchte, sich unter mir aufzubäumen. Sie war eine wilde Raubkatze, die kleine Gryffindor.

Sie schaffte es, eine Hand aus meiner Beinklammer zu befreien und zerrte an meinem Hemd. Ich packte ihre Arme und drehte mich herum, so dass sie auf mir zu sitzen kam. „Ich gehöre ganz dir, Löwin!", sagte ich, und selbst in meinen Ohren klang es wie ein samtig verpacktes Knurren.

Hermiones Augen leuchteten auf wie Katzenaugen im Dunkeln. Sie stützte ihre Hände auf meine Brust und lächelte. „Wirklich?", fragte sie, während ihre flinken, talentierten Finger einen Knopf nach dem anderen öffneten.

„Tu, was du willst", grollte ich, „aber tue es jetzt."

Sie zog ihren Zauberstab aus der Hose und murmelte etwas, und zum zweiten Mal an diesem Tag fand ich mich gefesselt, nur dass es diesmal Seidentücher waren, die meine Hände über den Kopf zogen und ich sie durchaus zerreißen konnte, wenn ich wollte. Ich wollte nicht.

Ich war gern dominant, aber in diesem Moment würde ich ihr freie Hand lassen. Sie zerrte mir das Hemd auf – eher ungeduldig als zärtlich – und sah mich dann mit einem Blick an, der mir die Luft wegriss. Sie betrachtete mich, wie ein hungriger Holzfäller ein blutiges Steak anschauen mochte.

Ich weiß nicht, was sie zu sehen glaubte, aber ich weiß ganz sicher, was es zu sehen gab. Ich bin kein Frauentyp mit gewölbter Brust und Beinen wie Baumstämmen. Alles an mir ist lang und schlank und blass, da ich es in der Regel vermeide, mich der Sonne auszusetzen.

Das einzig kräftige an mir sind meine Schultern und Oberarme – jahrzehntelanges Kesselschleppen ließ sich nicht verleugnen. Merlin, ich war noch nie eitel, doch jetzt wünschte ich mir zum ersten Mal in meinem Leben, ich wäre breiter, muskulöser und vor allem attraktiver.

Dann vergaß ich diesen albernen Gedanken, als Hermione mit ihren Fingern durch die wenigen Haare auf meiner Brust glitt, sich dann vorbeugte und ihre Zunge folgen ließ. Ich schloss die Augen, als sie spielerisch an meiner Brustwarze leckte. Die Hände der kleinen Löwin strichen über meine Schultern, Oberkörper und Hüfte, als wollte sie meine Gestalt verinnerlichen.

Plötzlich schlang sie ihre Arme um meinen Hals, schmiegte ihre Wange an mein Gesicht und flüsterte in mein Ohr: „Sag, dass es verrückt ist und wir aufhören müssen, Severus!" Als Antwort biss ich ihr leicht in den Hals und umschlang sie mit den Beinen, so dass sie der Länge nach auf mir lag.

Ihren warmen, schlanken Körper auf mir zu spüren ließ mich nach Luft ringen, so sehr wollte ich sie.

Vorher hatte ich sie begehrt. Jetzt wäre ich mit Freuden durch ein Dutzend Werwölfe marschiert, hätte man mir Hermione Granger dafür als Lohn versprochen. Ich hauchte meinen warmen Atem gegen ihre Schulter. „Zieh mich aus", schnurrte ich so seidig ich konnte.

Befriedigt bemerkte ich den Schauer, der sie durchlief und die sich aufstellenden feinen, hellen Härchen auf ihren Armen.

Sie ließ meinen Hals los, richtete sich auf und betrachtete mein Gesicht. Dann senkte sie langsam ihren Kopf und biss ganz sacht in meine Unterlippe. Fast hätte ich aufgestöhnt. Mein Atem beschleunigte sich massiv.

Ich verfluchte lautlos meine Hose, die plötzlich viel zu eng saß, zumal die kleine Löwin auf mir spitzbübisch grinste und mit den Hüften wackelte. „Zieh! Mich! Aus!", kommandierte ich heiser. Mit einem Wink ihres Zauberstabes verschwanden meine Schuhe und Strümpfe.

Dann rutschte sie von mir herunter und begann langsam, viel zu langsam, meinen Gürtel aufzuschnallen und die Knöpfe zu öffnen. Eine schmale Hand stahl sich in meinen Slip und streichelte – Merlin! – über meinen Schwanz.

„Nenn mir die Zutaten des Memoriotrankes!", sagte Hermione und hörte auf.

„WAS?!" Mein Knurren ging in ein Keuchen über, als sie die Hose über meine Hüften und Beine zog und einfach zur Seite warf.

„Contenance, Severus!", antwortete sie neckend, klang aber zu atemlos, um wirklich locker zu wirken. Ich beschloss, ihr ihren Sadismus heimzuzahlen, als sie begann, mit den Zähnen meinen Slip herunter zu ziehen.

Bewusst kratzte sie mit ihren Zähnen über meine Leiste, züngelte ein wenig nach rechts und links, vermied aber jeglichen Kontakt mit meiner mittlerweile pochenden Männlichkeit. Erst als ich nackt war, leckte sie ganz kurz über die Schwanzspitze. Ich knirschte mit den Zähnen und zerrte an meinen Fesseln. „Hexe!", grollte ich.

Sie liebkoste meine Eier und lächelte zu mir hoch. „Ich warte noch immer", erklärte sie und ihre Augen funkelten vor Lust und Übermut. „Oder soll das heißen, der große Tränkemeister hat alles vergessen, nur weil er ein bisschen stimuliert wird?"

Ich zerriss die Fesseln und war schneller über ihr, als sie „Severus!" hauchen konnte. Ich hielt mit beiden Händen ihre Handgelenke fest und wühlte mich mit der Zunge durch ihren Mund. Diesmal akzeptierte ich keinen Widerstand, und erst, als sie weich und nachgiebig wurde, ließ ich von ihr ab und küsste mir einen Weg zu ihrem Ohr.

„Ich werde dich lehren, mich zu provozieren, Löwin", knurrte ich leise. Tief sog ich ihren Geruch ein, diesen exotischen Mix aus Kakaobutter und Schweiß und ihrem ureigenen Duft.

Haut an Haut, ganz nah. Ich spürte, wie heftig ihr Herz trommelte. „Ich werde ganz deine willige Schülerin sein", flüsterte sie und bewegte sich unter mir.

Oh, Merlin! Ich schloss kurz die Augen, um nicht dem übermächtigen Bedürfnis nachzugeben, ihr einfach die Hose zu zerreißen und wie von Sinnen in sie zu stoßen. Ich bin mir sicher, dass es mich den kümmerlichen Rest meiner Beherrschung gekostet hätte, wenn sie irgendetwas getan hätte, aber sie gab mir diesen Moment und rührte sich plötzlich nicht mehr.

Ich sah sie wieder an, als sie meinen Namen flüsterte. „Severus!" Ihre Stimme umschmeichelte dieses harsche Wort, als sie die einzelnen Silben liebkoste. Ich hatte gar nicht gewusst, dass es möglich war, meinen Namen mit so viel Zärtlichkeit auszusprechen, und dieselbe Zärtlichkeit lag auch in ihrem Blick und sorgte dafür, dass in mir etwas zersplitterte.

Etwas kaltes, hartes, von dem ich nicht einmal gewusst hatte, dass es da war. Doch in diesem Moment bohrte es sich einen Weg durch meine Haut und verschwand mit einem scharfen Schmerz. Ich atmete plötzlich mit einer Leichtigkeit, die ich nie zuvor verspürt hatte, und meine Lippen verzogen sich ohne mein Zutun zu einem Lächeln.

Ich lockerte meinen schraubstockharten Griff um ihre Hände, und sie streckte ihre Rechte aus und strich durch meine Haare und mein Gesicht. Ihre Augen waren geweitet. „Du bist schön, wenn du lächelst!", sagte sie leise.

„Und du plapperst wieder einmal, Gryffindor", antwortete ich, doch meine Stimme war dunkel und samtig und vibrierte von all diesen unvertrauten Emotionen, die mich so plötzlich durchströmten.

Ich glitt ein wenig ihren Körper hinunter und bedeckte ihren Bauch mit Küssen. Merlin sei Dank hatte sie aus ihm keinen Sixpack geformt, wie es die heutigen Hexen für ideal hielten. Er war flach und weich und einfach perfekt. Ich züngelte in ihren Bauchnabel und biss ganz leicht in das nachgiebige Fleisch.

Ich öffnete ihre Hose und zog sie ihr ohne Raffinesse, aber auch ohne Eile aus. Meine Hände streichelten sich ihren Weg zu den Fesseln und entfernten die schwarzen, seidenen Strümpfe.

„Ich hatte ja keine Ahnung, dass du so snobistisch bist", hauchte ich gegen die Innenseite ihres Schenkels und beobachtete zufrieden, dass sie erschauerte. „Seidene Strümpfe und ein sündiger Hauch von einem schwarzen Tanga, kleine Löwin?", murmelte ich und entfernte eben diesen „sündigen Hauch". Mit meiner Wange kratzte ich über die sensible Haut ihres Oberschenkels, dann konnte ich mich nicht mehr länger beherrschen.

Ich wühlte mein Gesicht in ihr Zentrum und atmete tief ihren Duft ein. Wenn ich noch Zweifel an ihrer Lust gehabt hätte, spätestens jetzt wären sie fortgewischt. Sie wand sich bereits unter mir, noch bevor ich überhaupt gekostet hatte, und als ich dann mit der Zunge die erste Geschmacksprobe nahm, zog sie scharf die Luft ein.

Ich blickte hoch. Röte breitete sich über ihr Gesicht und ihre Brüste aus. Ihr Atem ging heftig, und ihre Hände hatten sich in den Teppich gekrallt. „Wag es…", stieß sie zwischen den Zähnen hervor.

„Was?", fragte ich irritiert.

„Wag es nicht aufzuhören!"

Ich senkte meinen Kopf und lachte leise.

Wieder erschauerte sie. „Severus!"

„Ich höre und gehorche, Mylady", schnurrte ich, schob mir ihr Bein über die Schulter und tauchte tief mit der Zunge in sie ein.

Zuerst kreiste ich nur ein wenig, einfach, um sie zu schmecken, dann leckte ich über die gesamte Länge ihrer feuchten Öffnung. Hermione stöhnte leise, als ich ihren Kitzler neckte, dann jedoch wieder zu den langen, langsamen Strichen zurückkehrte.

Sie keuchte auf und wand sich hin und her, und ohne meine Tätigkeit zu unterbrechen, legte ich eine Hand auf ihren Bauch, mit der anderen hielt ich ihr Bein fest an meine Schulter gepresst. Ihre Reaktion blieb auch auf mich nicht ohne Wirkung; ihr Geruch, ihr leises, fast schluchzendes „Severus", die Weichheit ihrer Haut und die Bewegungen ihres Körpers ließen mich fast den Verstand verlieren.

Und als sie sich aufbäumte und ihre Beine sich um meinen Kopf krampften, hätte ich beinahe selbst die Beherrschung verloren und mich gehen lassen wie ein pubertierender Jüngling. Es gibt bestimmt nichts Sinnlicheres oder Erregenderes, als die zuckenden inneren Muskeln einer Frau, und ich schwelgte darin, leckte ihre Feuchtigkeit, die gegen meine Zungenspitze anbrandete wie kleine Wellen auf einen Strand.

Ich umschlang ihre Taille und wartete, bis sie langsam wieder runterkam. Es wäre zuviel zu behaupten, ich täte dies geduldig, aber ich wollte das erste Mal mit ihr bis zur Neige auskosten. Und ich wollte, dass sie ganz genau wusste, wer ich war.

Als sich ihr Atem langsam wieder beruhigte, begann ich wieder, sie zu lecken, doch diesmal langsam, sehr langsam. Ihre Augen flogen auf, und sie sah mich mit diesen wunderbaren, warmen, hellbraunen Augen an, in denen noch immer die Nachwirkungen des Orgasmus schimmerten.

Ich spreizte ihre Beine noch ein wenig mehr und hauchte meinen warmen Atem auf ihre Knospe. Ich wurde mit einem erneuten Anstieg ihrer Atemfrequenz belohnt, ließ ihr Bein los und glitt der Länge nach auf sie. „Sieh…mich…an!", forderte ich und küsste sie wie von Sinnen.

„Sieh mich an!", wiederholte ich und schob mich dann endlich in ihre feuchte Wärme. Ich biss die Zähne zusammen. Schweiß brach mir am ganzen Körper aus.

„Sieh mich an, Severus!", flüsterte diesmal Hermione, umfasste mein Gesicht und schlang ihre Beine um meine Hüfte. Wir sahen uns in die Augen, als ich anfing, mich zu bewegen. Ich quälte uns beide für eine kurze Zeit mit ein paar in Zeitlupe ausgeführten Stößen, weil ich einfach das Gefühl genoss, ganz langsam in sie einzutauchen und fast zur Gänze wieder hinaus zu gleiten.

Doch die kleine Löwin zerstörte mit einem Schlag meine hauchdünne Beherrschung, als sie einen stöhnenden Laut von sich gab, mich zu sich herunterzerrte und küsste. Ihre Zunge, warm und nass, eroberte meinen Mund, und als sie ihre Fingernägel in meine Schulter bohrte, ließ ich los und stieß tief in sie hinein.

Sie kam mir entgegen und mit mir mit. Sie war feucht und eng, und sie wand sich unter mir und krallte ihre Finger in meinen Hintern und forderte und trieb mich noch mehr an. Es war die Erfüllung meiner Träume, und doch konnte ich nicht genug von ihr bekommen.

Ich spielte und reizte mit meiner Zunge die ihre, und so waren wir oben wie unten vereint. Ich schmeckte sie, ich fühlte sie, genoss diese Frau mit all meinen Sinnen.

Und als sie sich zum zweiten Mal verkrampfte, als es um mich herum zuckte und pulsierte, hielt ich inne und ließ es sie auskosten. Erst als die letzten Ausläufer ihres Ausbruchs sie erzittern ließen, bewegte ich mich wieder und ließ mich fallen. Ich stieß noch vier-, fünfmal in sie, dann spürte ich, wie sich etwas in mir zusammenzog und ich starr wurde, und mit einem dumpfen Knurren pumpte ich meine heiße Flüssigkeit in sie hinein.

Ich keuchte wie ein Marathonläufer und ließ meinen Kopf auf ihre Schulter sinken. Wir waren schweißüberströmt. Der Puls in ihrem Hals hämmerte gegen meine Wange. In diesem Moment konnten wir uns nicht rühren, und wenn sich die Hölle selbst unter uns geöffnet hätte.

Ich weiß nicht, wie lange wir einfach nur so dalagen. Irgendwann versuchte ich halbherzig, mich von ihr herunter zu rollen, um sie nicht gänzlich ihres Atems zu berauben, aber Hermione umschlang mich nur noch mehr und hielt mich fest.

„Ich werde dich erdrücken", murmelte ich träge in ihr Ohr.

„Du plapperst, Severus!", erwiderte sie und unterdrücktes Lachen schwang in ihrer Stimme mit.

Für diese Frechheit bestrafte ich sie, indem ich ihr Ohrläppchen sanft zwischen meine Zähne nahm. „Impertinenz!", grollte ich. „Du entschuldigst dich besser!"

„Oder was?", fragte sie und streichelte die weiche Haut zwischen meinem Hals und den Schulterblättern.

„Oder ich werde mir etwas ausdenken müssen, um dich zu bestrafen", antwortete ich und bedachte sie mit einem hinterhältigen Grinsen.

Sie sah mich nachdenklich an, hörte jedoch keinen Augenblick auf, mich zu streicheln. Nicht mechanisch, müde, abwesend, sondern mit dieser lebendigen, interessierten Vitalität, die so ganz die ihre war. Ich war kurz davor zu schnurren. „Ich glaube, darauf lasse ich es ankommen", sagte sie.

Hatte ich eigentlich je zuvor bemerkt, welch wunderbares Lächeln diese kleine Hexe hatte? Ich runzelte über mich selbst die Stirn. Fing ich jetzt an, von ihr wie ein verliebter Jüngling zu schwärmen? Und doch – ihr Lächeln hätte mir den Boden unter den Füßen weggezogen, wenn ich nicht sowieso gelegen hätte.

Mit einem gewaltigen Kraftakt rollte ich mich von ihr herunter und stand auf, sie dabei mitziehend, und bevor sie wusste, was ich vorhatte, warf ich sie mir über die Schulter. „Gehört das schon zu meiner Bestrafung?" Sie lachte.

„Später!", knurrte ich und stapfte auf die Tür zu, die meiner Einschätzung nach zum Schlafzimmer führte.

„Netter Hintern", kommentierte sie und streichelte entsprechenden Körperteil. „Ich habe ihn schon bei Andie bewundert und mir gewünscht, ihn einmal anfassen zu dürfen."

„Lüsterne kleine Hexe", bemerkte ich, während ich die Tür aufstieß. Tatsächlich war es das Bad, nicht das Schlafzimmer, aber das war auch nicht schlecht. Ich war ja flexibel, und ein Bad konnte uns beiden nicht schaden.

Ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht. Gut, dass die Löwin es nicht sehen konnte. Diese große Badewanne barg aber auch ungeahnte Möglichkeiten…