Der Regen draußen war so stark, das Kazui sich entschloss die Tür zu öffnen un die Leute hineinzulassen. Er war auch neugierig wer das sein könnte. Um diese Zeit und das obwohl die Klinik zu war...
„Tut mir Leid, die Praxis ist geschlossen!" rief Kazui durch die geschlossene Tür. „Wenn Sie medizinische Hilfe benötigen sollten, gehen Sie bitte zu..."
„Kurosaki, öffnen Sie sofort die Tür!" rief eine Männerstimme in sehr strengem Ton.
„Ja! Wir wollen unseren Enkel sehen!" folgte eine Frauenstimme.
„Ihren Enkel?" fragte Kazui. Er kannte die Stimmen nicht." Ah... Sie müssen Mayuris Großeltern sein. Kommen Sie rein!"
Kazui dachte das Ogawas Eltern da vor der Tür standen um Mayuri abzuholen. Also öffnete er die Tür, die von außen so kräftig aufgestoßen wurde das sie Kazui ins Gesicht knallte...
Zwei Personen... ein Paar in den siebzigern, betraten das Haus und eilten sofort zum Wohnzimmer.
„AUTSCH..." rief Kazui als die Tür seine Nase traf. „MAYURI-CHAN,... DEINE GROßELTERN SIND HIER!"
Als er das hörte, stand Mayuri auf um seinen Großeltern in die Arme zu laufen. Aber als sich die Tür öffnete blieb er stehen, denn da standen zwei Fremde in der Tür. Und er fühlte sich nicht wohl in ihrer nähe.
„Hey, Sie sind nicht meine Oma und mein Opa!" sagte Mayuri beleidigt.
„Keigo?" fragte die Frau besorgt und mit Tränen in den Augen. „Keigo Fukuota?"
Mayuri schüttelte den Kopf und wies auf die Couch wo Keigo junior sich erhob und sich seinen Großeltern, die er hier zum ersten mal überhaupt traf.
„Okay, was ist hier los?" fragte Kazui wütend während er sich die schmerzende Nase hielt und wieder ins Wohnzimmer kam. Genau in diesem Moment fing sein Smartphone wieder an zu klingeln. Es war wieder sein Vater...
Ichigo rief auf Keigos Wunsch hin wieder an um sicherzugehen das alles okay war. Akira begrif unterdessen das es keine gute Idee war...
„Ich schwöre... ich wollte doch nur wissen..." heulte sie aber Keigo schnitt ihr das Wort ab.
„Du bist jetzt still. Darüber unterhalten wir uns später... Ichigo!?..." schimpfte Keigo aber Ichigo hob die Hand um ihm zu zeigen das er ruhig sein sollte, weil Kazui gerade abhob.
„Ich rufe gleich zurück..." sagte Kazui hastig bevor er wieder auflegen wollte um herauszufinden wer diese Fremden waren.
„KAZUI, NICHT AUFLEGEN! Bitte... es ist wichtig. Sollte irgendjemand auftauchen, der Keigo sehen will, las sie bloß nicht ins Haus! Verstanden?"
„Oh,... zu spät!" war alles was Kazui sagen konnte und begriff das es ein fehler war die Tür zu öffnen.
Keigo, der Kazuis Worte deutlich hören konnte, war jetzt nicht mehr zu stoppen. In einem Wimpernschlag verschwand er um zum Haus der Kurosakis zu eilen um seinen Sohn zu 'retten'.
„Wow... das war beeindruckend!" sagte Akira als sie sah wie ihr Exfreund blitzschnell verschwand.
„Da stimme ich zu!" sagte Makoto, die ebenfalls sehr beeindruckt war. „Wie lange braucht er in dem Tempo nach Karakura? 10 Sekunden?"
Renji und Rukia wussten über Keigos Shunpo-Fähigkeiten besser Bescheid und sahen die beiden Frauen gelangweilt an.
„Fünf!" sagte Renji unbeeindruckt und hob die Hand. „Höchstens!"
Tatsächlich, benötigte Keigo sechs Sekunden... Aber in diesen Sekunden hatten seine Eltern seinen Sohn schon begrüßt und sich ihm genähert.
„Hallo,... Keigo..." sagte seine Mutter heulend. „Du... siehst wirklich genauso aus wie dein Vater!"
„Du... kennst uns nicht... aber wir sind deine..."
"STOOOOOOOOOOOOOOP!" schrie Keigo als er plötzlich wie aus dem nichts im Wohnzimmer auftauchte. "STOOOOP! STOP!... STOP, STOP, STOP!"
Keigo, der die Fähigkeit besaß sich für Lebende Menschen sichtbar zu machen die über keine Spirituellen Kräfte verfügten (eine besondere Fähigkeit, die nicht jeder Shinigami hatte und die er eher unfreiwillig erhielt als er 'irgendwie' mit Holeigo Hollowfiziert war), stand nun im Wohnzimmer der Kurosakis direkt zwischen seinen Eltern und seinem Sohn.
„Papa?" sagte Junior überrascht.
Seine Eltern fingen einfach nur an vor lauter Angst zu schreien...
Weil Kazui nicht aufgelegt hatte, konnten alle die Asanos schreien hören...
„Der Urlaub ist vorbei!" sagte Ichigo gelangweilt. „Los, gehen wir nach Hause, bevor die sich gegenseitig umbringen..."
Zusammen fingen sie an zu packen. Ohne Strom würden sie sich den Film eh nicht ansehen können...
Im Haus der Kurosakis, brauchte Keigo nur zwei Sekunden um seine Eltern zu überwältigen und sie mit einem Kidou an den Boden zu fesseln.
„OH, mein Junge... Sein Sohn... haben die dir weh getan? Was auch immer sie zu dir gesagt haben, hör ihnen nicht zu!" sagte Keigo besorgt und umarmte seinen Sohn. „Keine Angst! Ich passe auf das sie dir nichts antun..."
Keigo sah daraufhin zu seinen Eltern die natürlich entsetzt waren ihren 'toten' Sohn vor sich zu sehen. Mit einem schwarzen 'Samurai-Kostüm' als ob er gerade vom Set eines Action-Films kam. Und er war sehr schlecht drauf.
„Was? Überrascht mich zu sehen?" fragte Keigo seine erstaunten Eltern. „Ich weiß ich habe damals zu euch gesagt das ihr mich nie wieder sehen werdet aber ich werde eure Erinnerungen an das hier eh auslöschen. Junior, was für furchtbare Dinge sie auch immer zu dir gesagt haben, glaub ihnen kein Wort und nimm das bloß nicht für voll... Die haben doch keine Ahnung. Die hatten sie nie... genau wie damals als die Kurosakis wegen Mizuhos boshafter Aktion fliehen mussten..."
10 Jahre zuvor...
Mizuho Asano sah durch ihr Fenster nach draußen und war geschockt über das Chaos auf den Straßen. Die Evakuierngszone, über der Höhle unter dem Urahra-Shop, begann direkt auf der anderen Straßenseite. Absperrungen hielten die Menschen davon ab das Gebiet zu betreten. Ihr Arbeitsplatz war ebenfalls dort. Alle hatten Angst das das ganze Areal einstürzen könnte oder vielleicht sogar noch schlimmeres... was wenn das ganze ein riesiges Portal in die Shinigami-Welt war und jeder der sich dort befand nun verflucht war. Tausende hatten schon die Stadt verlassen. Inklusive ihres Exmanns, seiner neuen Ehefrau und ihres Sohnes. Mizuho musste zugeben das es ganz gut war das ihr Sohn jetzt nicht in der Stadt war und das ganze nicht mitbekam. Aber sie fragte sich natürlich schon warum ihr Bruder bis jetzt nicht in der Presse erwähnt wurde.
Dieser war inzwischen schon längst in einem Krankenhaus in Okinawa eingeliefert worden, wo die Ärzte alles in ihrer Macht stehende taten um sicherzugehen das er auch wirklich alle Tabletten wieder herausgekotzt hatte...
In der Zwischenzeit, klopfte jemand an Mizuhos Tür. Neugierig öffnete sie und war überrascht ihre Eltern zu sehen. Mit einem Picknickkorb und einer Flasche Sake kamen sie lächelnd hinein.
„Mutter? Vater?" sagte sie überrascht. „Was macht ihr den hier?"
„Wir haben im Fernsehen gesehen das sie die halbe Stadt wegen dieser Shinigami-Höhle evakuieren und haben uns Sorgen um dich gemacht, weil du ja direkt am Rande der Zone lebst." sagte ihr Vater während beide hereinkamen. „Sieht so aus als ob du Glück hast und nicht auch dein Zuhause verlierst."
Mizuho führte sie zum Esstisch. Ihre Mutter hatte Fisch dabei, mit Reisbällchen und ein paar kleinen Mini-Muffins als Dessert...
In den letzten paar Jahren, bemühten sich ihre Eltern sehr das Verhältnis zu ihr zu verbessern. Aber genau wie ihr Bruder, kümmerte sich Mizuho nicht darum was ihre Eltern von ihnen hielten. In diesem Punkt stimmte sie Keigo zu (was schon ein Wunder an sich war, da sie ja grundsätzlich nie einer Meinung waren). Sie war alles andere als Glücklich darüber das ihre Eltern immer fort waren, nie zu Hause waren, ihre Geburtstage vergaßen und nur auftauchten wenn es wirklich sein musste. Klar hatten beide wirklich hart gearbeitet und ihnen so ein (zumindest finanziell) Sorgenfreies Leben ermöglicht. Nun über die letzten Jahre, hatten sie sich geändert und suchten nach Mizuhos Aufmerksamkeit. Im Gegensatz zu Keigo, war Mizuho verheiratet, hatte einen 'vernünftigen' Job, und ein gut geordnetes Leben... zumindest nach außen hin. Nach ihrer Scheidung waren ihre Eltern natürlich auf ihrer Seite. Nicht wissend wie sie ihren Ehemann behandelt hatte. Aber warum sie heute hier aufkreuzten wusste sie nicht. Die wollten wohl so tun als ob sie gute Eltern wären die sich um ihre Tochter sorgten, dachte sie. Mizuho scherte sich nicht mehr darum was ihre Eltern von ihr hielten aber sie verbarg ihre Abneigung und entschloss sich ihre Anwesenheit zu tolerieren.
Sie aßen zusammen und unterhielten sich über die jüngsten Ereignisse. Beide wussten nicht das das Jugendamt sie dazu 'gezwungen' hatte ihren Sohn zu ihrem Exmann zu geben. Sie erzählte ihnen das sie ihren Exmann gebeten habe mit dem Jungen die Stadt zu verlassen bis sich die Wogen geglättet haben...
„Ich wusste es!" sagte ihr Vater kopfschüttelnd. „Ich habe schon immer gewusst das dieser Kurosaki nicht normal ist! Aber das ist noch viel schlimmer als ich mir jemals vorgestellt habe. Ich kann immer noch nicht glauben das dein Bruder dieses Monster immer in Schutz genommen hat!"
„Was ist wenn die Gerüchte stimmen?" fragte ihre Mutter. „Was wenn... sie ihn wirklich verhext haben?"
„Verhext?" nun war Mizuho hellhörig geworden. Die Anwesenheit ihrer Eltern wurde aufeinmal vielleicht ganz nützlich. „Sag mir bitte... Wer sagt das Kurosaki Keigo verhext hat?"
„Ich habe mich heute mit dem Vater von einem ehemaligen Mitschüler deines Bruders unterhalten. Sein Sohn habe ihm nachdem die Sache publik wurde erzählt, das dein Bruder von diesem Monster und seiner Gang besessen war. Keigo wurde von ihnen wie ein Stück Dreck behandelt. Die haben ihn sogar Misshandelt. Und er rannte ihnen hinterher wie ein reuiger Hund." erzählte ihre Mutter und fing an zu weinen. „Hast du zu ihm Kontakt?"
„Zu wem?"
„Zu deinem Bruder?" fügte ihr Vater hinzu. „Das letzte mal als wir ihn trafen weigerte er sich mit uns zu sprechen. Er hat sogar seine Adresse geändert nachdem wir herausgefunden haben wo er wohnt. Damals lebte er in einem Kapselhotel in Higashi-Kanda, einer Nachbarschaft in Chiyoda-ku, Tokio. Er hatte keinen Job und war sehr unfreundlich und unhöflich zu uns. Dann hat er sogar behauptet, du hättest ihn damals aus der Wohnung geworfen. Wie lächerlich ist das den?"
Die hatten ja keine Ahnung was wirklich in ihrer Wohnung abging wenn sie nicht zuhause waren. Mizuho war sich dessen bewusst und zuckte einfach nur mit den Schultern um zu signalisieren das sie keine Ahnung davon hatte, wovon er da sprach.
„Was ist wenn er mit ihnen gegangen ist?" fragte ihre Mutter besorgt.
„Besser nicht! Ich will unseren Namen nicht in die Sache hineingezogen haben. Dein Bruder wusste schon immer wie er unsere Familie blamiert." sagte ihr Vater. In seinen Augen war Keigo ein Versager und Mizuho der immer zuverlässige Engel. „Ich meine... seht ihn euch doch mal an. Denkt er wirklich das 'Schauspieler' ein Beruf mit Zukunft ist? Ich meine habt ihr diese lächerliche Waschmittel-Werbung gesehen? Manchmal frage ich mich was wir falsch gemacht haben?"
Gegenwart...
„Ich gebe offen zu, das ich die Waschmittel-Werbung bereue! Aber selbst in dieser Situation, als ich wirklich Hilfe gebraucht habe, haben meine eigenen Eltern nichts besseres getan als mir weiter Vorwürfe zu machen! Es gab nichts was ihr Falsch gemacht habt, ihr wart ja nie da für uns." erzählte Keigo wütend. „Ich meine, ich weiß das ihr keine Ahnung hattet was zu Hause vor sich ging. Euer unschuldiger, lieber Engel Mizuho würde euch doch niemals anlügen, oder? Aber das ihr ihr sogar bei ihrer Rache geholfen habt... das war einfach nur verlogen von euch..."
„Wovon redest du da?" fragte seine Mutter entsetzt. Ihre Erinnerungen waren ausgelöscht. Beide erinnerten sich an gar nichts über Kurosaki-Gate.
„Er ist aus dem Reich der Toten gekommen um uns für unsere Fehler zu bestrafen..." fuhr sein Vater fort.
Keigo verschränkte die Arme und drehte sich von ihnen weg um zu verbergen das ihm die Tränen in die Augen schossen. „Ich wünschte ich könnte... aber leider darf ich das nicht..."
10 Jahre zuvor...
Mizuho hörrte ihren Elten aufmerksam zu. Mizuho erzählte diesen das sie keinen Kontakt zu Keigo hätte und ihn seit 11 Jahren nicht mehr gesehen hätte. Seit er damals 'weggelaufen' ist um 'irgendetwas dummes' zu treiben. Sie war natürlich nicht begeistert das Keigos Stimme heute überall im Fernsehen, in Filmen, im Radio, in Kinder-Hörspielen und in Werbespots war. Aber sie wusste nicht das Keigo und die Kurosakis auch schon seit Jahren nicht mehr miteinander geredet haben. Aber sie war sich bewusst, wie jeder über die 'kranke' Freundschaft zwischen ihnen dachte.
„Ich weiß nicht wo er wohnt!" erzählte Mizuho. Aber sie wusste wie sie ihre Eltern auf ihre Seite ziehen konnte. „Aber ich weiß wo er arbeitet?"
„Wirklich?" fragte ihr Vater.
„Ja! Er arbeitet meistens im gleichen Gebäude in dem der Fernsehsender Tokyo-One seinen Sitz hat. Er könnte diesen Skandal dazu benutzen um seine Bekanntheit zu steigern. Ich glaube, er sitzt genau in diesem Moment mit seiner Freundin zusammen um eine Stellungnahme auszuarbeiten, die ihn als das Arme Opfer darstellt, oder als Shinigami-Experte um Aufmerksamkeit zu erhalten. Ich bin mir ziemlich sicher das die Medien ein Haufen Geld für Informationen zahlen würden..."
Geld war schon immer der Wunde-Punkt ihres Vaters. Mit diesen Worten hatte sie ihn an der Leine...
In der Soul Society saßen währenddessen Ichigo, seine Familie und Freunde mit den Kommandanten, den Vizekommandanten und ein paar anderen Shinigami in einem großen Konferenzraum. Von jedem wurde eine Zeugenaussage aufgenommen. Jeder musste sagen was er erlebt hatte und in den Wochen vorher getan hatte bevor sie Bloßgestellt wurden. Während Mizuiro über seine Zeit in Moldawien und seine Rückkehr nach Japan vor ein paar Tagen erzählte, betrat ein weiterer Shinigami den Raum, verbeugte sich und entschuldigte sich für Störung.
„Es tut mir leid sie zu unterbrechen. Aber ich habe ein paar wichtige Information über die beiden verbleibenden Personen auf Kurosakis Liste. Fräulein Kurosaki Yuzu und Herr Asano Keigo!"
Ichigo erhob sich von seinem Stuhl und fing an zu schreien. „WIE GEHT ES IHNEN?"
Der Shinigami sah auf um Ichigo anzusehen. „Ihrer Schwester geht es gut. Sie erhlolt sich gerade. Sie ist unter falschem Name im Krankenhaus um nicht von den Leuten bedrängt zu werden."
„Und was ist mit Keigo?" fragte Ichigo. Der Shinigami senkte den Kopf.
„Ich befürchte, ich kann ihnen nichts über ihn mitteilen. Er ist verschwunden!"
„Verschwunden?" fragte Ichigo. „Was soll das heißen?"
„Wir haben seine aktuelle Adresse herausgefunden und zwei Leute hingeschickt. Aber die haben den Ort verlassen vorgefunden. Er ist wohl überstürzt abgehauen... im Moment können wir ihn nicht finden!"
„So lange er in Sicherheit ist!" murmelte Ichigo und setzte sich wieder. „Also... was nun..."
„Nun, wir müssen 'Patient-Null' finden! Und sobald wir ihn oder sie gefunden haben, können wir die Erinnerungen der Menschen an das ganze Chaos auslöschen." erklärte ihnen Rukia.
„Patient-Null?!" fragte Tatsuki.
„Nun... den Ursprung!" erklärte Renji weiter.
„Ihr müsst wissen... wir dachten diese Nachrichtensprecherin wäre der Ursprung der Enthüllung. Da unser Versuch die Erinnerung der Leute auszutauschen fehlgeschlagen ist, muss jemand anderes ihr die Informationen zugespielt haben. Und sobald wir diese Person finden,... oder ihr Motiv verblasst... wird alles so sein wie vorher..." fuhr Rukia fort.
„Nein!" sagte Orihime traurig. Sie erinnerte sich an die Meute vor ihrem Haus und sie fing an zu weinen. „Es wird niemals wieder so sein wie vorher..."
Ihr Sohn dachte das selbe. Während er Ichika alles erzählte hatte er mühe die Fassung zu wahren. Aber er musste es jemandem erzählen und Ichika konnte er trauen, das wusste er.
„Also... hat Yupa es jemandem erzählt?"
„Nein!" sagte Kazui entsetzt und schüttelte den Kopf. „Nein, Yupa würde das niemals tun! Aber, was wäre wenn jemand die Fotos gefunden hat die wir gemacht haben?"
„Hmmm... das klingt einleuchtend. Hast du irgendwelche Feinde? Ist irgendjemand so wütend auf dich das er dein Leben zerstören will?" fragte Ichika.
„Nein! Ich glaube nicht! Aber... nachdem ich die Gesichter meiner Mitschüler gesehen habe... Und Yupa? Was ist wenn sie ihn schon verhaftet haben?"
In dem Meeting wurde auch über Yupa gesprochen...
„Da war ein Menschenjunge bei ihrem Sohn." fragte ein Shinigami. „Wir haben ihn auch im Krankenhaus gefunden. Er ist sehr schwer verletzt. Und seine Eltern sind ziemlich wütend auf ihren Sohn!"
„Oh mein Gott... der arme Yupa!" murmelte Ichigo und stellte sich vor wie wie Yupa da liegt. „Kazui hat gesagt das Yupa ihm helfen wollte!"
„Hat der Junge spirituelle Kräfte? Oder weiß er über die Soul Society Bescheid?"
„Nein, das glaube ich nicht! Ich habe Kazui strengstens verboten es irgendjemandem zu erzählen..." erzählte Ichigo.
Einige Shinigami notierten sich Yupas Namen. Der Junge war es wert das man ihn auch verhört.
In der Welt der Lebenden währenddessen... wurde Michiru Ogawa aus dem Krankenhaus entlassen und eilte zum Auto ihrer Mutter bevor die Reporter sie erreichten. Ihr Gesicht war in allen Medien. Und natürlich wurde sie sofort von einigen als die 'schüchterne Frau von der Supermarktkasse' erkannt. Also war ihr Name bereits raus. Michiru bat ihre Mutter sie so schnell wie möglich nach Hause zu bringen und nie wieder darüber zu sprechen. Besonders nicht über ihre verbrannte und nun wieder verheilte Hand. Die würden sie sofort in ein Labor sperren und an ihr herumexperimentieren wenn das herauskommt.
Yuzu währenddessen war pausenlos am heulen. Sie betete dafür das es aufhört und sie von diesem Albtraum aufwacht.
In einem anderen Raum hatte Yupa einen schlimmen Streit mit seinen Eltern um diese davon abzuhalten zur Presse zu gehen und Kazui für seine Verletzungen verantwortlich zu machen die er während des Polizeieinsatzes erlitten hatte. Aber je mehr er versuchte seine Eltern zu überzeugen das er nicht verhext war, waren seine Eltern immer mehr überzeugt davon das er es war.
Jeder war sich nicht im klaren, das Keigo gerade um sein Leben kämpfte. Während Holeigo alles versuchte um die Kontrolle über seine Seele zu erlangen, versuchte der Geist der sich entschloss sein Zanpakutou zu werden sein bestes um das zu verhindern. Keigos Körper krampfte und schüttelte sich dabei, wobei er Ärzte und Schwestern in Angst versetzte. Keigo selbst war im Moment zu schwach und zu benebelt um zu begreifen was vor sich ging. Nicht zu vergessen das seine Körpertemperatur von Minute zu Minute anstieg, sein Puls und sein Blutdruck viel zu hoch waren und das er so schnell atmete das alle Angst hatten ihn zu berühren. Aber das schlimmste von allem war dieser sehr kurze Moment, als Holeigo die Kontrolle über Keigos Körper hatte...
Keigo, oder eigentlich Holeigo, öffnete seine Augen. Als er das blendend helle Licht der Lampe an der Decke sah dachte er, oder sein Innerer-Hollow, das das der Weg in den Tod war. Holeigo wusste... die Soul Society wird ihn sofort vernichten. Also benutzte er Keigos Körper um einen höllischen Schrei auszustoßen. Der Arzt und die zwei Krankenschwestern die sich mit ihm in Raum befanden, wichen entsetzt von ihm ab als ihr Patient plötzlich anfing zu schweben und einen lauten, hallenden Schrei ausstieß der die Fenster zum bersten brachte...
Ängstlich versteckten sich die Schwestern und der Arzt in einer Ecke des Raumes und wurden ohnmächtig von der Macht während um sie herum Glasscherben und anderes Zeug durch die Luft flog. Und im Epizentrum des ganzen gelang es Keigos Seele die Kontrolle über sich selbst zurück zu erlangen und Holeigo wieder zurückzudrängen. Keigos schwacher, abgemagerter, drogengeschädigter Körper war nicht in der Lage dem Stress auszuhalten... das war der Moment, als Keigos Herz aufhörte zu schlagen...
Ein anderer Arzt rettete ihn, indem er Keigo eine hohe Dosis puren Adrenalin verabreichte um sein Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Aber Keigo fiel ins Koma. Die Explosion in dem Raum, die drei verletzten Kollegen, die zerbrochenen Fenster und Keigo selbst machten alle sehr nervös. Also entschlossen sie sich die Person anzurufen die für die Behandlung bezahlte...
„Bitte was..." fragte Keigos Agent Shino erschrocken als der Arzt ihn anrief um ihn über Keigos Performance vom 'fliegenden Mann' zu erzählen. „...Nein! Nein, da müssen Sie sich irren!... Nein!... Ich bin in ein paar Stunden da! Und... bitte... dieser Vorfall hat niemals stattgefunden... Okay!... JA... Natürlich werden wir die kaputten Fenster bezahlen... Okay, bis morgen!"
Akira hörte Shino aufmerksam zu und war besorgt. „Midori-san, was ist passiert?"
Shino sah sie an. Er war ganz blass und sah so aus als hätte er einen Geist gesehen. „Kennst du, diese Szene aus 'Der Exorzist' wo das besessene Mädchen anfängt über dem Bett zu schweben? Keigo hat gerade dem Klinikpersonal da unten seine eigene Version davon gezeigt!"
Akira wurde nun selbst ganz blass. Und zusammen sahen sie nun auf die Fotos die sie vor sich auf dem Boden ausgebreitet hatten. Nachdem Keigo im Krankenhaus angekommen war hatte Shino den nächsten verfügbaren Flug nach Tokio genommen wo er und Akira in Keigos Wohnung 'einbrachen' um nach einem Anhaltspunkt zu suchen warum er plötzlich so ausflippte. Und neben einem Anrufbeantworter voller wütender aufgebrachter Nachrichten von Makoto, seinem Produzenten und ein paar Leuten die behaupteten sie währen ehemalige Mitschüler von ihm und verbrannten Dokumenten und Fotos in einer Schale auf der Terasse, fanden sie einen gut versteckten Umschlag mit alten Fotos von Keigo und der 'Shinigami-Gang'.
„Er... er... wollte ihnen folgen? In das Reich der Toten, wollte er...?" fragte Akira erschrocken.
„Er hat nie über seine Vergangenheit gesprochen! Es war so als ob er... davonläuft... vor seiner Vergangenheit!" antwortete Shino. „Und die Nachrichten auf dem Anrufbeantworter...?"
„Hat er... ich meine... Wenn er wirklich davongerannt ist... warum ist er..." stotterte Akira während ihr eine Träne das Gesicht runterlief.
„Fukuota-san, bitte behalten Sie das für sich. Keigo hatte einen Grund weshalb er das so lange Geheimgehalten hat. Ich weiß es nicht! Aber was auch immer passiert ist... nur Keigo kann uns das beantworten. Falls er jemals wieder aufwacht?"
„Was soll das heißen?"
„Er hatte gerade einen Herzstillstand! Er liegt im Koma..."
Gegenwart...
„Wenn ich gewusst hätte was mit Keigo passiert ist, hätte ich ihn sofort in die Soul Society nachgeholt. Egal ob er ein Seelen-Ticket hatte oder nicht!" erzählte Ichigo beschämt während er sich bereit machte loszufahren und die beiden Frauen ansah die immer noch gefesselt auf der Rückbank von Michirus Auto saßen. „Ogawa... Pass auf unsere 'Gäste' auf! Wir löschen ihre Erinnerungen später aus. Bis nachher!"
„Okay!" war alles was Michiru sagte während Ichigo durch den Regen zurück zu seinem eigenen Auto lief in dem Orihime, Mizuiro und Tatsuki auf ihn warteten. Sein Vater, seine Schwestern und die Abarais waren schon los um selbst nach Karakura zurück zu reisen.
„Sie wissen das das hier Freiheitsberaubung ist und das sie sich strafbar machen?" fragte Makoto während Michiru in ihrer Handtasche nach den Schlüsseln suchte. Das Auto der Kurosakis fuhr währenddessen an und verschwand um die nächste Ecke.
„Ja, ich weiß. Und ich wünschte ich müsste jetzt nicht mit ihnen beiden hier..."
„HALLOOOOO!" rief eine Männerstimme.
Michiru erstarrte bei dem Klang dieser Stimme. Diese Stimme würde sie unter tausenden wiedererkennen.
„Hallo! Ist da jemand?" rief die Stimme wieder.
„Nein... das kann nicht sein..." sagte Michiru erschrocken. „Nein, er ist nicht hier..."
„Was? Wer ist da?" fragte Makoto aber Michiru hörte ihr nicht zu.
Sie stieg aus dem Auto um durch den Regen zurück zum Haus zu gehen. Um die Person zu sehen die gerade an einem Fenster stand um ins innere zu blicken. Ein junger Mann, der ein Shihakushou trug und ein Zapakutou bei sich hatte und der gerade die Erlaubnis für Reisen in diese Welt zurückbekommen hatte. Während er in das Haus sah, musste er feststellen das das Strandhaus leer war. Zuerst dachte er das er sich am Haus geirrt hat, aber dann spürte er wie sich ihm jemand näherte.
"Ka... Kaneda?"
Kaneda drehte sich zu der Frau um die direkt neben ihm stand und war überrascht. Es war Michiru, die Frau die er vor zehn Jahren versehentlich geschwängert hatte...
„Michiru?" sagte er überrascht. Er hätte nicht gedacht sie heute Abend auch hier zu treffen.
Mit großen Augen kam sie näher... auch um unter das Vordach zu kommen und damit sie nicht weiter im Regen stand... dann gab sie ihm plötzlich eine Ohrfeige...
„Sorry!" sagte sie sofort danach. „Ich musste einfach nur sichergehen das du wirklich vor mir stehst."
Kaneda war überrascht aber lächelte. „Schon okay. Ich weiß das es ziemlich überraschend für dich sein muss mich jetzt zu sehen."
Ogawa erzwang sich ein lächeln, bevor sie ihn wieder eine Ohrfeige verpasste. „Und das... war dafür das du mich ungefragt geschwängert hast..."
Bitte um Review.
