Hallo,

Irgendwie habe ich vergessen, hier auch die geschichte hochzuladen, Sorry.

Beta war Chu-chan.

Was machst du denn hier, hast du mich vermisst Potter?"

Halt einfach deine Klappe Malfoy."

Wenn Harry gerade etwas nicht ertragen konnte, dann war es der amüsierte Gesichtsausdruck Dracos.

„Ich wurde von deinem Vater gepackt, in den Kamin gestoßen und gegen meinen Willen hierher geschleppt. Und ich habe dich nicht vermisst, ich hätte gut und gerne auf deine Visage für den Rest der Ferien verzichten können." Harry war immer lauter geworden, bis er den letzten Teil förmlich schrie während er seine Tasche auf den Boden schleuderte und sich wie ein aufmüpfiger Fünfjähriger auf den Boden fallen ließ.

„Sehr erwachsen."

„Draco, hör auf und du Potter, stehst von meinem Boden auf. Ich zeige dir dein Zimmer, komm." Lucius sah Harry noch nicht mal an, sondern schritt einfach an ihm vorbei. Harry rappelte sich auf und schlurfte beladen mit seinem Koffer hinterher.

Draco blieb grinsend im Flur stehen und machte sich auf zu frühstücken. Diese Ferien schienen doch ganz interessant zu werden.

„Die Gästezimmer haben eigentlich alles was man braucht. Dort ist dein Bad. Du kannst jederzeit in die Bibliothek, Draco wird dir sicher gerne nachher noch alles zeigen." Harry lugte kurz in alle Ecken. Das Zimmer war groß und hell, ein dunkler schwerer Schreibtisch stand in einer Ecke, mit einem kleinen Buchregal. Eine kleine Sitzecke, gab es auch, und natürlich ein großes Bett, es war zwar nicht so groß wie das von Lucius, aber für ihn allein reichte es.

„Es ist wirklich schön und größer als mein eigenes."

„Ruf nach Tibby, wenn du fertig bist. Der Hauself wird dich zu Draco bringen. Ich muss gleich wieder weg." Im nächsten Moment war er schon verschwunden. Harry seufzte.

Draco fand er in dessen Zimmer, der Slytherin war gerade dabei in seinem Kleiderschrank rumzuwühlen. Vermutlich war er auf der Suche nach einem Hemd, das fehlte ihm nämlich gerade.

„Danke Tibby." Der Hauself verbeugte sich vor Harry und verschwand mit einem Krachen. Draco hatte aus den Augenwinkeln zugesehen und wunderte sich, bei ihm hatte sich noch nie ein Hauself verbeugt. Er hatte sich aber auch noch nie bei einem bedankt, erst recht nicht weil ihm der Weg gezeigt wurde, er hatte diese Art von Hilfe schon lange nicht mehr gebraucht. Wer aber das erste Mal in einem so großen Haus war, der brauchte wohl Hilfe.

„Ich bin gleich fertig, dann können wir los. Ich zeige dir erstmal das wichtigste."

„Ich werde mich eh ständig verlaufen." Harry sah Draco hinterher, der in seinem Bad verschwand. Man sah sehr deutlich das in diesem Zimmer jemand wohnte. Überall lagen Sachen herum, die die Hauselfen aufräumen würden. An den Wänden hingen keine nichtssagenden Bilder, sondern Quidditchmannschaften und Andenken. Schulbücher und Romane lagen herum. Draco schien nicht so ordentlich zu sein wie sein Vater, in Lucius Zimmer war immer alles an seinem Platz. Es war auch nüchterner, genau wie der Mann. Zwar nicht kühl, das definitiv nicht, aber es gab eine gewisse Distanz. Harry war sich nicht sicher, ob er es überhaupt geschafft hatte, auch wenn das Verhalten von Lucius anders gewesen war, als sein „normales" in der Öffentlichkeit.

„Los komm, erstmal zeige ich dir die Bibliothek." Die war Merlin sei Dank direkt neben der Eingangshalle, genau wie das Esszimmer. Das war etwas, was er nicht suchen musste.

„Wenn du die Treppe hochgehst und den linken Gang nimmst kommst du zu den Zimmern meines Vaters."

„Ich werde mich davon fernhalten." Ein Vorsatz, war besser als keiner, ob Harry den durchhalten würde, war aber eine andere Sache.

„Was ist eigentlich mit euch beiden, ihr konntet euch nie Leiden, das weiß ich. Seit kurzem ist sein Verhalten dir gegenüber jedoch giftig. So war er bislang keinem gegenüber."

Harry sah geradeaus an Draco vorbei, er war sich nicht sicher, wie er am besten die Situation beschrieb ohne Details zu erzählen.

„Wir sind nur mal wieder aneinander geraten, das bügelt sich schon wieder aus, so in zehn Jahren." Draco schüttelte den Kopf, das einzige was die beiden seiner Meinung nach gemein hatten, war der Dickschädel. Genügend Gründe zum Streiten würden die beiden schon finden, das war nicht das Problem.

„Ich misch mich nicht ein, keine Sorge. Du wirst aber keine großen Probleme haben ihm aus dem Weg zu gehen, er ist sowieso ständig weg. Nur abends ist er meist da, dann reden und besprechen wir häufig was am Tag passiert ist. Für dich finden wir für diese Zeit sicherlich noch etwas. Der Garten wurde ja gerade neu gemacht, aber für dich werden wir schon noch eine Kleinigkeit finden. Komm, wir gehen raus." Harry folgte stumm. Es interessierte ihn schon, wie der Garten nach der Fertigstellung aussah. Die Pflanzen waren alle noch etwas klein, aber schon nächstes Jahr würde alles perfekt sein. Das sagte er auch Draco.

„Für mich ist das jetzt schon eine deutliche Steigerung zu dem was davor war. Mutter hatte sich immer mal wieder ausgetobt, das Ergebnis sah aus wie ein modernes Kunstwerk, nicht gerade schön. Die einzelnen Abschnitte passten nicht gerade zusammen."

„Jetzt passt es. Märchenwald, Allee und Blumenfeld." Harry drehte sich um sich selbst, die Blumen fingen langsam an zu blühen, dann war die Arbeit des Gärtners zu Ende und man konnte den Anblick genießen. Ein Anblick der wirklich schön war, die einzelnen Themen im Garten ergänzten sich und kämpften nicht gegeneinander. Es war sehr angenehm für das Auge.

„Da weiß ich ja wo ich dich finden kann. Ich denke du weiß was in einem Garten zu tun ist, Vater wird nichts dagegen haben, denke ich. Mach einfach was du willst, die Hauselfen kümmern sich zwar um den Garten, für dich bleibt aber noch genug übrig."

„In einem Garten ist immer was zu tun."

„Dann tu", Draco ginste Harry an. „Ich weiß aber nicht wo die Geräte stehen."

Harry grinste zurück. „Das bezweifle ich gar nicht, Bonzenkind."

„Straßenköter."

„Blondie."

„Gossenkind."

„Kennst du eigentlich Blondinenwitze?"

„Natürlich, ich kenne wohl fast alle, auch die Muggelwitze. Ich muss die mir schließlich ständig in der Schule anhören." Draco sah Harry in die Augen.

„Dann brauche ich sie gar nicht zu erzählen, wenn eine Blondine schon alle kennt ist es nur halb so lustig. Komm wir gehen wieder rein, ich möchte dich noch einiges fragen."

„Das kann ich mir denken." Draco wurde wieder ernst, er hatte schon so eine Ahnung, worum es gehen würde. „Ich werde so gut wie möglich antworten, aber ich weiß auch nicht alles und kann nur für mich sprechen. Es hat sich auch bei uns jüngeren Slytherins einiges getan."

„Das denke ich mir, ich hoffe es ist ein Neuanfang für uns." Draco konnte nur zustimmen, war aber zynisch genug um zu erkennen, das sich nicht alle ändern würden, viele waren zu tief drin und hatten eigene Ansichten. Er wusste selber noch nicht, wer tatsächlich nach den Ferien nach Hogwarts zurückkehren würde und auf wessen Seite er dann noch stand.

Sie setzten sich in einen der vielen Salonräume und tranken Butterbier. Draußen wurde es immer heißer, da kam das leicht gekühlte Getränk gerade recht. Draco saß recht aufrecht, Harry hing jedoch eher wie ein Schluck Wasser in der Kurve in seinem Sessel.

„Ich kann nur bei wenigen sagen, wie es steht. Die meisten werden natürlich durch ihre Eltern auf die eine oder die andere Seite gezogen, das bedeutet aber nicht, ob es auch die ist auf der sie wirklich stehen. Viele denke, das der dunkle Lord vom Weg abgekommen ist und sind in ihren Ansichten radikal, vor allem die älteren, die sich an die Zeit erinnern, in der er groß war und alle vor ihm zitterten. Manche sind aber aus dem gleichen Grund Pazifisten geworden. Auch viele von uns haben ihre Eltern, Geschwister Onkel und Tanten verloren. Viele wollen Rache, viele wollen aber auch deswegen Frieden. Bei euch auf der Seite des „Lichts" ist es aber wohl nicht viel anders."

„Da hast du recht. Der ganze Friedensvertrag ist ziemlich brüchig, und wenn die Gefühle zu stark sind, helfen keine Argumente mehr."

„Was ist mit dir? Du hast schließlich auch deine Eltern verloren?"

„Ja, aber ich bin nicht unter Zauberern aufgewachsen, ich wusste nicht, dass es einen Zauberer namens Voldemort gab, einen Krieg, Dumbledore, das Ministerium. Ich war älter als alles auf mich einstürzte und gleichzeitig musste ich um mein Überleben kämpfen, da blieb mir keine Zeit nachzudenken. Ich habe mir selber zwar die berühmte Frage „Was wäre wenn..." gestellt, aber ich wusste, das es nie passieren würde, die Welt um mich herum, voller Magie, war aber erschreckend real."

„Viele andere stellen sich aber die Frage und wollen die die ihnen das angetan haben in Azkaben sehen. Die Kinder der Todesser, die erwischt wurden sind aber auf das gleiche aus. Das gleiche Motiv, aber andere Opfer." Sie sahen sich an, „die können wir nicht kontrollieren."

„Ich weiß noch nicht mal, wer alles betroffen ist, oder eher wer nicht betroffen ist. Fast jeder hat jemanden verloren, oder?" Harry sah sofort die Ausweglosigkeit in dieser Situation.

„Da hast du recht, bei manchen hatte es aber größere Auswirkungen auf ihr Leben. Die meisten wurden in der Verwandtschaft untergebracht und waren dort ziemlich glücklich, ich weiß aber auch von einigen, die herumgereicht wurden und um die sich niemand gekümmert hat, die sind aber schon mit Hogwarts fertig, teils sind sie dem dunklen Lord treu, teilweise aber übergelaufen. Die die so alt sind wie wir, waren ja noch Babys zu der Zeit und erinnern sich ebenso nicht an ihre Eltern wie du. Sie wurden natürlich adoptiert. In ihren Familien wurden sie liebevoll großgezogen, jeder adoptiert lieber ein Baby als ein Kind oder einen Teenager."

„Das stimmt in den meisten Fällen, wir sollten aber trotzdem erstmal bei ihnen abwarten. Bei den unteren Jahrgängen dürften wir das Problem nicht haben, aber sie sind von ihren Eltern noch sehr viel abhängiger als wir, wenn da sich jemand der dritten Seite angeschlossen hat, hat seine Kinder mit reingezogen. Sie sind aber vielleicht noch etwas jung um sich an irgendwelchen Kämpfen zu beteiligen." Hier musste Draco unterbrechen, er hatte zwar selber diese Zeit nicht miterlebt, ihm wurde aber darüber einiges berichtet.

„Sie sammeln aber Informationen. Vieles lief damals und heute über Hogwarts, die Schüler belauschten sich gegenseitig und erzählten es ihren Eltern, die es dann an den dunklen Lord oder Dumbledore weitergaben. Zwischenzeitlich war es zwar ruhiger geworden, aber wir haben unseren Eltern natürlich immer noch alles erzählt. Alles neue über dich haben wir natürlich weitergegeben. Deine Freunde haben wir aber auch beobachtet, wenn du eine Freundin hättest, wäre sie auch beobachtet worden. Da du aber Dauer-Single bist gab es da nicht viel zu erzählen." Draco beobachtet Harry, der hatte gestöhnt, als er von der Bespitzelung erfahren hatte und als er Harrys Single-Dasein erwähnte gegrinst.

„Schon gestern habe ich mich gewundert, du scheinst doch einige Erfahrung zu haben, warum wussten wir davon nichts?"

„Ich hatte einfach Glück und war vorsichtig."

„Du hattest also schon was mit welchen aus der Schule?" Das erstaunte Draco doch sehr, wenn Harrys Freund aus der Nachbarschaft kam, dann war es kein Wunder, dass sie es nicht wussten, aber in Hogwarts blieb nie ein Geheimnis lange geheim.

„Ja, aber nur einer, nicht mehr. Es kann also schon gut sein, dass euch das durch die Lappen gegangen ist."

„Wirklich sehr viel Glück du wurdest fast Nonstop beobachtet. Außerdem habt ihr ein paar ganz schöne Tratschtanten in Gryffindor, wenn du einen festen Freund gehabt hättest, hätten die das durch ganz Hogwarts geschrieen." Der Slytherin fand das schon immer merkwürdig, manche Geheimnisse sollten Hausintern bleiben, aber wenn bei den Gryffindors was los war, dann bekam es die ganze Schule mit. Es fehlte den Löwen einfach das Feingefühl.

„Das brauchst du mir nun wirklich nicht zu erzählen, wie oft die mir was angedichtet haben ist einfach unglaublich. Was aber wirklich vorging wussten die aber nicht. Hermine hat mich außerdem gedeckt, jeder aber auch wirklich jeder hat Angst vor ihr."

Draco rieb sich vielsagend das Kinn.

„Sagst du mir mit wem du was hattest?"

„Nein, ich habe es ihm versprochen." Harry verschränkte die Arme vor der Brust.

„Komm schon, sag mir wie alt er ist."

„Nein."

„In welchem Haus war er? Bitte, bitte."

„Bettelst du gerade?"

„Jaha, komm schon, sag es." Dracos Neugierde war größer als seine Würde.

„Wie war das noch gerade mit Tratschtanten? Du bist selber eine, die schlimmste in ganz Hogwarts."

„Na und, ich bin halt neugierig und gebe mein Wissen weiter. Los, du hast dich genug gedrückt."

„Na gut, Slytherin."

„Was!?" Draco sah geschockt drein. Was irgendwie süß aussah, fand Harry.

„Was hast du denn gedacht?" Harry hielt persönlich einen Slytherin am wahrscheinlichsten für einen geheimen Liebhaber. Die wussten, dass man manchmal die Klappe halten sollte und das solche Informationen auch gegen einen verwendet werden konnten. Markus hätte Riesenärger bekommen, wenn ihr Verhältnis herausgekommen wäre, schließlich war er damals schon Volljährig gewesen..

„Ich dachte eher an einen Hufflepuff, aber einen von uns." Draco fing tatsächlich an zu jammern.

„Geschockt?"

„Ja, wieso wusste ich das nicht?"

„Müssen alle bei dir einen Bericht abliefern?", fragte Harry interessiert nach, ihn amüsierte der geschockte Slytherin ungemein.

„Nein, aber sowas... Wieso weiß ich nichts?"

„Weil er auf meiner Seite steht?"

„Bist du so gut im Bett?" Draco war sehr direkt.

„WA.. WAS? Was meinst du damit?" Nun war es an Harry geschockt zu sein.

„Das wäre das einzige, was mir in den Sinn kommt. Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass er dich bei niemandem verpfiffen hat." Draco konnte sich in diesem Zusammenhang nichts anderes vorstellen.

„Ich habe auch andere Qualitäten."

„Jetzt sei nicht eingeschnappt."

„Ich bin nicht eingeschnappt." Draco sah Harry bedeutungsvoll an, Harry war eingeschnappt.

„Können wir jetzt zu einem anderen Thema übergehen?" Harry war dieses Thema doch peinlich, vor allem hier in diesem Haus, mit Lucius direkt nebenan. Lucius war im Übrigen wirklich nebenan und belauschte die beiden, dieses Gespräch wollte er sich nicht entgehen lassen. Er musste sich aber nach dem gerade Gehörten fragen, ob er der einzige Slytherin gewesen war, oder ob es noch andere gegeben hatte. Möglich war es, bei der Erfahrung die Potter hatte. Wie die beiden es aber geheim gehalten hatten, war ein Wunder. Potter muss einen echten Glücksgriff getan haben, und er wollte liebend gern wissen um wen es sich dabei handelte. Er war definitiv nicht eifersüchtig, er war nur neugierig.

Lucius erging sich in Selbstverleugnung und Harry versuchte Draco auf ein anderes Thema zu bringen. Seine Post war einen Versuch wert, es interessierte jeden, besonders eine Tratschtante wie Draco, was man so in der Post zugeschickt bekommt. Natürlich nicht die Werbung, die bekam ja jeder, ob er wollte oder nicht, sondern die persönlichen Briefe und die Kataloge. Man konnte sich ja was mit bestellen. Wenn es um persönliches ging und vor allem wenn es um so etwas aufregendes wie Drohungen, auch wenn sie versteckt waren, ging, dann war jeder Feuer und Flamme.

Draco fand das ganze sehr aufregend, es ging ja schließlich nicht um ihn selbst. Nachdem Harry ihm eine kurze Inhaltsangabe von Alice im Wunderland gegeben hatte, sah auch er diesen Zusammenhang. Einen rechten Reim konnte er sich darauf aber auch nicht machen.

„In der Geschichte gibt es keine Zauberer, nicht?"

„Nein."

„Dafür aber jede Menge verrückte Gestalten. Auch eine tyrannische Königin."

„Ja."

„Also entweder möchte er sagen ich bin komplett verrückt und will dich umbringen, oder..."

„..Oder?!"

..oder, ich habe auch keine Ahnung." Draco warf die Arme nach oben und gab sich geschlagen.

„Toll, ich dachte du würdest mir helfen."

„Mach ich doch, aber das ganze macht einfach keinen Sinn. Vielleicht soll es das auch gar nicht. Er möchte seinen Standpunkt festlegen, eine Warnung abgeben und uns verunsichern."

„Vor allem mit dem letzten hast du recht, das alles verunsichert einen, zumindest mich."

„Damit auch Dumbledore, und wenn der unsicher ist, färbt das auch auf den dunklen Lord ab. Damit auch auf alle Untergebenen." Draco beugte sich vor, der Gryffindor war in manchen Sachen zu unerfahren und verstand von Politik und Psychologie nicht das geringste. „Wenn der dunkle Lord wütend ist, merkt man das und strengt sich sehr an; wenn er mit einem zufrieden ist merkt man das auch und strengt sich an, um weiter gute Arbeit zu leisten; wenn er unsicher werden würde, werden das auch alle sofort merken und darauf reagieren. Vor allem mit Angst vor dem Unbekannten, das ihn unsicher machen würde. Da man nicht weiß vor was man da Angst hat, da wir ja nicht den Schuldigen kennen, hat man angst vor allem und jeden und man macht Fehler. Nimm nur mal Longbottom, der hat solche Angst vor Professor Snape, das er jeden Zaubertrank verdirbt."

„Was hat das mit mir zu tun?"

„Du bist wirklich dämlich."

„Danke, Arsch. Ich verstehe das einfach nicht. Voldemort ist hinter mir her, das ist nichts neues, damit kann ich umgehen, aber das jetzt auch noch jemand anderes es auf mich abgesehen hat, verstehe ich nicht. Warum gerade ich?"

„Liest du überhaupt mal die Zeitung?" Draco war geschockt über das Unwissen von Harry, Lucius auch, der spielte immer noch Mäuschen.

„Nö, aus Prinzip nicht. Die haben schon so oft geschrieben, dass ich verrückt bin und eine Gefahr für meine Umwelt, dass ich darauf verzichte und mein Frühstück lieber genieße."

„So kann man es auch machen. Du wirst aber gewissermaßen als eine Art Held angesehen, vor allem da alle jetzt wissen, dass du die Wahrheit gesagt hast, obwohl alle gegen dich waren. Du hast mehr Rückgrat bewiesen, als man sich es je vorstellen könnte. Du siehst auch immer besser aus, bist Single, kannst kochen und hast einige seltenen Zaubersprüche drauf, die viele Erwachsene ausgebildete Zauberer nicht können. Außerdem weiß jeder, dass du ein Klasse Quidditch-Spieler bist."

„Willst du mich verkuppeln?" Harry wollte lieber nicht wissen, woher Draco wusste, dass er kochen konnte. Aus seinen Zaubertrank Noten konnte man das jedenfalls nicht ablesen.

„Ich nicht, aber viele andere würden das liebend gerne machen. Harry Potter als Schwiegersohn zu haben, ein Traum für viele ältere Damen." Ein Albtraum für Harry. „Das ist aber jetzt egal, wenn man dich aus der Ruhe bringt, bringt man fast die gesamte Zauberwelt aus der Ruhe. „Der Held in der Krise", „Potter nach Nervenzusammenbruch", „Held mit Problemen"..."

„Du spinnst."

„Nein, genau das würde passieren. Alle wären verunsichert, und Dumbledore kann dir anscheinend auch nicht helfen, sonst wärst du nicht hier. Da brauchst du erst gar keine Ausflüchte zu finden." Harry war schon dabei gewesen den Mund zu öffnen und irgendetwas zu brabbeln, schloss ihn dann aber wieder.

Nach einiger Zeit öffnete er ihn aber wieder: „Ich stecke ganz schön in der..."

„Sir, ich habe alles abgeschickt und die Dokumente in den Safe zurückgelegt."

„Danke. Ich werde ihn schließen, sobald ich gehe."

„Dann wünsche ich eine geruhsame Nacht."

„Dir auch." Dieser Wortwechsel fand jeden Abend auf dieselbe Art und Weise immer wieder statt. Der Herr in der Tür verbeugte sich schloss die Tür hinter sich, ging den Flur entlang, und die Treppen hinunter. Die Wände waren kahl, wenn man sich nicht genau auskannte verlief man sich und ohne eine genaue Wegbeschreibung würde man nie die richtige Tür finden. Er schloss den Haupteingang des einfachen Bürogebäudes ab und ging die nichtssagende Nebenstraße in London entlang, zu der nächsten Tube Station. In deren Menschenmasse er zum Feierabend verschwand.

In dem nun leeren Gebäude ging der Zurückgebliebene zum Safe und schloss ihn ab, nachdem er einen letzten Blick hineingeworfen hatte, verschiedene rundliche Pakete die mit braunem Klebeband umwickelt waren lagen darin, sehr viel Geld und nicht weniger wertvolle Papiere. Ein kleiner Zauberspruch wurde aktiviert. Dann ging auch er nach Hause.

Auch er nahm die U-Bahn, fuhr aber in eine andere Richtung und stieg zweimal um. Er kam in einer tristen Wohngegend an. Auch die Wohnung schien sehr einfach zu sein, das vermittelte zumindest der Flur, das versteckte Zimmer in der magisch vergrößerten Wohnung nahm man nicht sofort war. Man musste vielmehr eine Panele in der Wandvertäfelung hinein drücken um den Durchgang zu öffnen.

Dahinter lag eine schon eher Zauberertypische Wohnung, in einem kleinen Nebenraum hörte man Tränke blubbern. Das Geschirr spülte sich selber, auch das kochen schien wie von Geisterhand zu funktionieren. Das Schlafzimmer war sehr groß und das Doppelbett schien zum schlafen einzuladen, auch Bilder hingen an der Wand, jedoch nicht von ihm, auch wenn er und die Person die er so offensichtlich bewunderte die gleiche Haarfarbe hatten.

„Guten Abend Harry."

Tolles Ende nicht?

Alles Liebe mogeta