Autor: ambar/teitha
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Disclaimer: Nix mir, alles JKR! Geb alles wieder zurück! Verdien kein Geld damit, Kommis sind meine Bezahlung. Wink mit Zaunpfahl
Ansonsten: Alles ist wie immer - nur schlimmer...äh, oder wie war das?

Inhalt: Ein Killer sucht die englische Zaubererwelt heim. Das extra gebildete Sonderkommando der Aurorenabteilung steht ihm hilflos gegenüber, denn er scheint nach keinem Plan vorzugehen. Seine Opfer sind Weiß - wie auch Schwarzmagier, seine Methoden grausam.
Harry, Profiler des SoKo 'Panther', sieht sich einem weiterem Problem gegenüber, als der 'Panther' einen - scheinbar - folgenschweren Fehler macht...

Kapitel 12: Erste Anhaltspunkte

Seamus gesellte sich zehn Minuten später zu ihm ins Wohnzimmer und ließ sich müde in einen der anderen Sessel fallen.

,,Seam, erzähl mir bitte genau, was du vorgefunden hast, als du gekommen bist und was du seit dem gemacht hast. Ist dir irgendjemand ungewöhnliches aufgefallen, bevor du das Haus betreten hast?"

Der Rotblonde hob seinen Blick. ,,Wird das hier ein Verhör?"

Harry erwiderte ungerührt,,Dazu bin ich doch hier. Deswegen hast du mir doch eine SMS geschickt, oder? Weil wir den Panther kriegen wollen und weil das hier unsere heißeste Spur bisher ist."

Seamus Blick wurde traurig. ,,Ich habe dich gerufen, weil ich mir Hilfe von einem Freund erhofft habe, dem ich vertrauen kann", gab er offen zu.

Harry öffnete den Mund um etwas zu erwidern, klappte ihn dann wieder zu, als Seamus Worte endgültig zu ihm durchsickerten. Damit hatte Seamus ihm doch glatt den Wind aus den Segeln genommen. Er schwieg einige Sekunden um das Gehörte zu verarbeiten, dann meinte er in versöhnlichem Tonfall,,Ich möchte dir wirklich helfen, Seamus, ehrlich. Aber...ich würde doch schon gerne wissen, wieso du geschwiegen hast. Warum hast du niemandem gesagt, dass du und Blaise euch getrennt habt?"

,,Weil wir uns getrennt haben", erwiderte Seamus und hob gleichzeitig die Hand, als Harry etwas sagen wollte,,Lass mich bitte zu Ende erklären. Uns war von Anfang an klar gewesen, dass unsere Beziehung nach der Schule keine Chance hätte. Als ihr auf den Zug gewartet habt, haben wir uns davon gestohlen um Lebewohl sagen zu können. Blaise ist dann von Hogsmead aus disappariert."

,,Deswegen warst du verschwunden und hättest beinah den Zug verpasst", murmelte Harry abwesend.

Der Ire nickte. ,,Ich hab versucht ihn danach zu vergessen. Aber so wirklich ist mir das wohl nie gelungen", er lächelte traurig,,Ich hab mich in die Arbeit gestürzt um ihn zu vergessen. Vor knapp zwei Jahren hab ich Blaise im DragonIn wieder gesehen. Der Club hatte damals gerade aufgemacht. Es...war irgendwie seltsam, ihn nach der langen Zeit wiederzusehen, weißt du, aber es war wie am ersten Tag. Ich hatte wieder diese Schmetterlinge im Bauch und da erst ist mir klar geworden, dass ich nie aufgehört habe, ihn zu lieben."

,,Und du hast geschwiegen, weil er immer noch als Todesser gesucht wird", vermutete Harry.
Seamus nickte. ,,Aber es stimmt nicht, Blaise ist unschuldig. Er war niemals ein Anhänger des dunklen Lords."

,,Was? Aber..."

,,Blaise war nie ein Todesser und hat auch nie das Dunkle Mal getragen. Das war auch der Grund, weswegen wir uns getrennt haben. Nach der Schule musste Blaise untertauchen. Er musst sich vor seinen Eltern und Voldemort verstecken, weil er nicht mit den Zielen des Lords übereinstimmte. Er wollte mich nicht in Gefahr bringen, was unweigerlich passiert wäre."

,,Das...das habe ich nicht gewusst", murmelte Harry, erschütterte fuhr er sich durch die Haare,,Aber warum ist er dann nie zum Ministerium gegangen und hat sich gestellt? Wenn er nie das Mal getragen hat, dann hätte er nichts zu befürchten gehabt. Er wäre von der Liste runtergekommen und hätte keine Angst mehr haben müssen."

Seamus zuckte mit den Achseln und nuschelte,,Das musst du ihn selbst fragen."

,,Was aber nicht gehen wird, da Blaise Schmerzen schlimmer werden, wenn ich ihn berühre", seufzte Harry.

,,Oder wenn du nur in seine Nähe kommst", fügte Seamus hinzu,,Zumindest behauptet Blaise das."

,,Dann haben wir ein Problem. Wenn ich ihn nicht zu nahe kommen kann, kann ich ihn auch nicht untersuchen. Und ohne das..."

,,Was schlägst du als vor?", wollte Seamus resigniert wissen. Er wusste, sie mussten bald eine Lösung finden. Wenn schon nicht für Blaise, der offensichtlich nicht in akuter Lebensbedrohung schwebte, so doch zumindest für Draco, der sich noch immer vor Schmerzen windend in seinem Zimmer in seinem Bett liegend befand.

,,Uns bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit: Wir müssen jemanden einweihen, der die entsprechenden Sprüche kann, und bereit ist, mir zu helfen."

,,Und was ist mit mir? Warum kann ich dir dabei nicht helfen?", Seamus schien leicht verschnupft.

,,Sei mir nicht böse, aber...die Zauber, die wir brauchen, sind recht kompliziert, Die lernt man nicht so einfach von jetzt auf gleich, da steckt jahrelange Übung dahinter."

,,Aber du kannst sie natürlich", erwiderte der Ire bissig.

Harry nickte. ,,Eine modifizierte Variante. Aber das Original ist auch kein Problem. Hermine hat den nämlich umgetüfftelt, damit ich sie für den Kampf gegen Voldemort nutzen kann."

,,Und du hast sicherlich schon jemanden im Hinterkopf, der uns helfen soll."

,,Mehrere", antwortete Harry,,Aber lieber wäre es mir wirklich, wenn es unter uns bleiben würde. Zu viele Mitwisser erhöhen das Risiko. Es reicht schon, dass Neville Bescheid weiß."

,,Neville weiß es?", wiederholte Seamus fassungslos.

,,Er hält uns im Ministerium den Rücken frei", bestätigte der Schwarzhaarige,,Außerdem hat er ein Recht es zu erfahren, schließlich hast du ihn genauso an der Nase rumgeführt wie mich und die anderen."

,,Das krieg ich wohl noch ne Weile aufs Brot geschmiert, oder?", erkundigte sich der Ire resigniert.

Harry nickte mit ernstem Gesichtsausdruck. ,,Sei lieber froh, dass es nur wir zwei sind. Ron und Hermine würden an der Decke hängen, wenn sie's wüssten. Was Remus und Tonks dazu sagen würden, kannst du dir sicher denken. Und von Arthur wollen wir erst gar nicht anfangen."

Der Ire schwieg betreten.

Nach einer Weile seufzte er ergeben. ,,An wen hast du gedacht, der uns helfen kann?", fragte er resigniert. Er musste sich den Vorschlag zumindest einmal anhören. Ablehnen konnte er schließlich immer noch.

,,Auch wenn du nicht begeistert sein wirst: Remus und Hermine sind die einzige, denen ich die Zauber zutraue."

,,Nein!", schmetterte Seamus der Vorschlag ohne zu überlegen ab,,Auf gar keinen Fall!"

,,Aber..."

,,Nein!", wiederholte Seamus ruhig,,Ich werde niemanden einweihen, der auch nur im Entferntesten mit dem 'Panther' zu tun hat! Dieses Arschloch ist Schuld daran, dass Blaise überhaupt angegriffen wurde! Ich werde nicht zulassen, dass der 'Panther' noch eine Chance bekommt, seinen missglückten Versuch gerade zu biegen."

Unwillig verdrehte Harry die Augen, doch plötzlich trat ein Glitzern in selbige.

,,Gut das du's ansprichst. Ihr könnt auf gar keinen Fall hier bleiben. Jetzt, wo der 'Panther' weiß, wo Blaise wohnt, ist er hier nicht mehr sicher. Er muss umziehen."

,,Und wohin bitte?", fauchte Seamus, ihn brachte Harrys stoische Ruhe langsam aber sicher auf die Palme. Und das breite Grinsen, dass sich nun auf Harrys Gesicht ausbreitete, trug nicht unbedingt dazu bei, dass sich seine Laune besserte.

,,Er zieht zu dir", verkündete der Schwarzhaarige.

,,Was? Nein!", wehrte Seamus ab,,Das geht nicht! Das ist unmöglich!"

Harry setzte seinen Dackelblick auf. ,,Aber warum denn? Das ist doch perfekt! Ihr beide seid zusammen und es fällt nicht auf, wenn ich dich besuchen komme um Blaise zu untersuchen. Außerdem ist jemand da, falls der 'Panther' wider Erwarten es noch einmal versuchen sollte. Ihr müsst einfach nur zugeben, dass ihr beide zusammen seid und schon ist alles in Butter. Und um Arthur kümmere ich mich. Also, was soll schon schief gehen? Der Plan ist genial und unfehlbar!"

,,Weil dein ach-so-genialer Plan einen kleinen Schönheitsfehler hat", antwortete Seamus,,Deiner werten Aufmerksamkeit ist wohl entgangen, dass ich bei einem älteren Ehepaar zur Miete wohne und nicht einfach irgendwelche Männer bei mir einziehen lassen kann, selbst wenn sie meine Freunde sind."

Harry öffnete den Mund um etwas zu erwidern, dann schloss er ihn wieder und senkte den Kopf.

,,Hatte ich vergessen. Dann müssen wir uns etwas anderes überlegen."

,,Sollten wir nicht erst einmal zusehen, dass Blaise wieder auf die Beine kommt?", lenkte Seamus vom Thema ab.

Harry unterdrückte ein Grinsen, nickte aber nachdenklich. ,,Schon, aber wir sollten trotzdem nicht außer Acht lassen, dass der 'Panther' immer noch glaubt, dass Blaise und ich ein Verhältnis haben. Er wird nicht ruhen, bis er deinen Blaise umgebracht hat...", er kratzte sich am Kinn,,Hat Blaise dir eigentlich gesagt, welcher Fluch ihn getroffen hat?"

Seamus zuckte mit den Schultern. ,,Er hat leider nicht ganz verstanden, was die Stimme gerufen hat. Er meinte, dass dein Name gefallen sei und irgendetwas mit Liebe."

,,Soso", murmelte Harry. In seinem Kopf arbeitete es auf Hochtouren. Im nächsten Moment stand er schon auf den Beinen und tigerte durch das Zimmer. Seamus beobachtete den Schwarzhaarigen eine Weile, wie dieser vor sich hinmurmelnd mit dem Zeigefinger gegen seine Nase tippte.

So plötzlich, dass Seamus erschrocken zusammenzuckte, wirbelte Harry herum. Seine Augen funkelten.

,,Ich muss noch mal zu Blaise. Ich glaube, ich kenn die Lösung von zumindest einem unserer Probleme."

,,Lässt du mich an deinen Gedanken teilnehmen?", wollte Seamus wissen, er hatte sich schon halb aus dem Sessel erhoben.

Harry wedelte ungeduldig mit der Hand. ,,Ich erklär's dir oben."

Nicht wirklich überzeugt ging er an Harry vorbei zur Treppe. Er wusste, dass - egal, welche Idee Harry gekommen war - der Schwarzhaarige würde nichts versuchen, dass Blaise noch weiter schaden würde. Denn wenn man sich auf eins verlassen konnte, dann war es Harrys Heldenkomplex.

Ohne eine Antwort auf sein Klopfen abzuwarten betrat Seamus, dicht gefolgt von Harry, das Schlafzimmer seines Geliebten.

,,Was wollt ihr schon wieder?", presste Blaise zwischen zusammengepressten Zähnen hervor, als die beiden neben seinem Bett zum Stehen kamen. Sofort ließ sich Seamus neben ihm auf der Bettkante nieder und ergriff seine Hand.

Statt eine Antwort zu geben, schloss Harry seine Augen und konzentrierte sich. Er war lange her, dass er die Mauer, die er sich in mühevoller Arbeit angeeignet hatte, so stark und fest aufgebaut hatte. Er kostete ihn einige Mühe, doch als er die Augen wieder öffnete, begegnete er einen fragenden Blick aus Seamus' und einen verblüfften aus Blaises Augen.

,,Was hast du gemacht?", fragte dieser verblüfft.

,,Okklumentik", antwortete Harry erleichtert lächelnd,,Seamus hat mich auf die Idee gebracht. Er sagte, der Fluch hätte etwas mit und Liebe zu tun. Liebe ist ein starkes Gefühl. Doch da wir uns nicht lieben, du aber trotzdem Schmerzen hattest, müssen wohl auch andere positive Gefühle den Fluch auslösen können. Anscheinend werden die Schmerzen durch Körperkontakt nur noch verschlimmert. Also hab ich meine Okklumentikmauer wieder aufgebaut. Deine Gefühle existieren zwar immer noch, scheinen aber nicht so stark zu sein, dass sie den Fluch allzu sehr provozieren. Und solange ich meine Finger bei mir behalte, sollte nicht passieren. Und um zu verhindern, dass der Fluch irgendwann wieder zuschlagen kann, sollten wir so schnell wie möglich den Fluch von dir nehmen."

,,Und wie willst du das machen?", Blaise hatte sich aufgesetzt und mit dem Rücken gegen den Kopfteil lehnte.

,,Erst einmal muss ich raufenden, was das genau für ein Fluch ist und wie wir ihn brechen können. Dazu muss ich nach Hause und was nachlesen", Harry ging zur Tür,,Ich versuch heute Abend noch einmal vorbei zu kommen, wenn Hermine mich lässt, heißt das. Vielleicht hab ich bis dahin was raus gefunden. Seamus, kommst du noch mal mit raus?"

Der Ire wechselte einen kurzen Blick mit Blaise, dann erhob er sich und folgte Harry hinaus und die Treppe hinunter.

An der Haustür blieb der Schwarzhaarige noch einmal stehen und drehte sich um. Er griff in seine Robe und zog zwei schmale gläserne Phiolen aus der Innentasche seiner Robe. Er reichte beide an Seamus weiter.

,,Was ist das?", der Ire nahm die beiden Fläschchen vorsichtig entgegen.

,,Ein Trank, den Hermine mir gebraut hat. Er sorgt dafür, dass deine Gefühle nicht überhand nehmen. Gib ihn Blaise, wenn sich die Schmerzen wieder melden. Auch wenn ich es für unwahrscheinlich halte, dass der Fluch wieder aktiv wird, solange ich nicht in der Nähe bin."
Damit drehte er sich wieder zur Haustür um und öffnete sie.

,,Und weswegen gibt's du mir zwei?", wollte Blaise wissen und hielt die Tür offen, während Harry sich draußen unauffällig umsah.

,,Weil Draco offensichtlich stärker von dem Fluch betroffen ist, als Blaise."

Und mit diesen Worten disapparierte er.

Minutenlang starrte Seamus auf die Stelle, an der Harry eben noch gestanden hatte. Er blinzelte einmal, zweimal, dreimal und seufzte dann resigniert. Und während er die Tür schloss, schüttelte er den Kopf und lächelte unglücklich. Er hätte sich denken könne, dass sie Harry nichts vormachen konnten. Schließlich war der Schwarzhaarige Harry Potter, der Junge, der lebte, und der Bezwinger Voldemorts. Außerdem wäre Harry wohl nicht der beste Profiler, wenn er nicht über eine scharfe Beobachtungs- und Kombinationsgabe besäße.

TBC

So dann, das war's dann auch schon wieder für diese Woche. Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche und ein schönes Wochenende!

winkewinke

teitha