The Wars of Light and Shadow

By E. Liddell

Autorisierte Übersetzung

Kapitel 10


„Hey, Naru!" Usagi keuchte, als sie den Arm ihrer Freundin im vorbeirennen schnappte. „Sieht dir ja gar nicht ähnlich, dass du zu spät dran bist. Beeil dich, oder du musst Nachsitzen, so wie ich immer."

„Ich hab verschlafen", sagte das rothaarige Mädchen, als sie neben ihrer Freundin herlief. „Ich bin in letzter Zeit ständig müde."

Sie sieht ziemlich fertig aus, stellte Usagi fest. Das müssen ja gigantische Augenringe sein, bei der Sonnenbrille. Lustig, ich hätte gedacht, sie hätte mehr Schwierigkeiten mit mir mitzuhalten. Sie hat ja nicht das ganze Training, das ich als Senshi durchmache.

Die beiden kamen gerade noch rechtzeitig, auf dem Schulgelände zu stehen, als die Schulglocke klingelte.

Usagi blinzelte. „Hey, was ist mit denen da?" Beinahe drei Dutzend Leute, mit ausdruckslosen Gesichtern und wie Zombies aussehend, waren ihnen auf den Schulhof gefolgt. Oh, ich hoffe die sind nicht so wie neulich….

„Ich glaube nicht, dass wir das herausfinden wollen. Lass uns reingehen." Naru hatte nun die Führung übernommen und zog Usagi hinter sich her.

Die Zombies folgten ihnen und kamen näher und näher. Die beiden Mädchen erreichten die Eingangstreppe, aber die Zombies waren schon so nahe, dass sie die nach außen öffnende Türe nicht aufmachen konnten. Naru stellte sich hinter Usagi, als sie noch näher kamen.

„Uh, Usagi? Ich denke, jetzt wäre eine gute Zeit um, naja…"

„Ich glaube du hast Recht, Naru. Es macht keinen Spaß unter einem Haufen ausgeflippter Verrückter begraben zu werden! Macht des Mondlichts, mach auf!"

Als Bunny mit ihrer Verwandlung fertig war waren die beiden schon eng an die Tür gepresst.

„Man, was habt ihr Typen für ein Problem? Ihr könnt auf Sailor Moon nicht so einfach rumtrampeln!"

„Bunny, ich denke du solltest die Ansprache diesmal ausfallen lassen und sie einfach loswerden…"

Ein Zombie stand auf Bunny's Fuß.

„Vielleicht hast du Recht," sagte Bunny vernünftig. „Macht des Mondes, verwandle sie zurüüück!"

Wahrscheinlich war es gerade richtig, dass Bunny nach vorne auf all die Zombies schaute und nicht hinter sich zu Naru während alles passierte. Ihr hätte möglicherweise nicht gefallen, was sie gesehen hätte, wäre ihre Freundin in ihrem Blickfeld gewesen.

Sie sind hinter mir her. Irgendwie war sich Naru da sicher. Die Empyrean haben irgendwas mit ihnen gemacht und jetzt sind sie hinter mir her!

Macht des Mondes, verwandle sie zurüüück!" rief Bunny.

Das Licht, das vom Silberkristall ausging brannte und schmerzte in Naru's Augen, selbst durch die dunklen Brillengläser hindurch, die sie trug, um die Farbveränderung zu kaschieren. Was passiert hier? Warum greift der Kristall mich an? Denkt er… ich bin böse? Nein. Bin ich nicht. Bin ich nicht! Das ist alles falsch! Aber sie erinnerte sich daran, was passierte, als Onyx sie dem Geflecht der anderen hinzugefügt hatte. Metallia hat mich berührt. Durch Kunzite und die anderen. Der kristall kann mich nur als böse ansehen. Was habe ich nur getan?

Glücklicherweise hatte der Silberkristall endlich einen Effekt auf die Zombies. Als sie sah, dass sie wieder ganz zu Bewusstsein kamen brach Bunny die Beschwörung ab. Naru duckte sich hinter ihre Freundin und versuchte mit ihrem Instinkt ihre Heilkräfte zu kanalisieren um gegen die Effekte des Silberkristalls, die wie ein schwerer Sonnenbrand aussahen, anzugehen. Sie konnte nur hoffen, dass keiner der drei Dutzend Fremden, die um sie herum standen und Dinge murmelten wie „Was ist unser Problem?" die gelben Funken nicht registrieren würden, die von ihren geröteten Fingern ausgingen. Bunny tauschte ihre Sailor-Uniform derweil gegen ihre normale Schuluniform aus.

„Komm Naru, wir müssen rein! Es klingelt gleich!"

„Bunny, ich – Oh!" Naru musste sich am Türrahmen abstützen. „ Ich glaub' ich kann nicht…" Naru war sich ziemlich sicher, dass der neue Schmerz nichts mit dem Silberkristall zu tun hatte. Er kam von innen, breitete sich von ihrem Bauch in ihre Gliedmaßen aus.

Bunny stützte sie. „Du verbrennst ja! Glaubst du, du schaffst es bis ins Krankenzimmer zur Schwester?"

Krankenschwester! Naru brach beinahe in Panik aus. Ich kann nicht zur Krankenschwester gehen, genausowenig, wie ich zum Arzt konnte, als meine Mutter mich dahin schicken wollte! Aber ich schaff's auch nicht alleine und wenn ich Bunny frag, ob sie mir stattdessen ins Klassenzimmer hilft wird sie nur misstrauisch. Und dann muss ich ihr erzählen, dass ich eine ihrer Feinde bin. Ex-Feinde. Wieauchimmer. Sie wird mir nachher nie wieder vertrauen. Die Anspannung verschlimmerte die Schmerzen nur noch und Naru fiel auf ihre Knie.

„Ich hole Hilfe," sagte Bunny. Naru hatte zu starke Schmerzen, um mehr zu tun, als ihre Arme um ihren Oberkörper zu schlingen und zu zittern. Sie wartete benommen, bis Bunny mit der Krankenschwester zurückkam.

Die Frau mittleren Alters fühlte Naru's Stirn, danach ihren Puls. „Deine Freundin hat recht, du hats Fieber und dein Puls ist beinahe doppelt so hoch, wie er sein sollte. Ich habe keine Ahnung, wie du es heute Morgen aus dem Bett geschafft hast, aber du gehst ins Krankenhaus sobald der Notarzt hier ist. Bis das soweit ist kommst du erst mal herein und legst dich hin. Denkst du, du kannst laufen?"

Stell die vor, es wäre eine von Kunzite's Übungen, sagte Naru sich selbst. Der weißhaarige Kristallweber hatte den vergangenen Nachmittag damit verbracht ihre Ausdauer zu trainieren, auf… einfallsreiche… Art. Nur daran denkend, was sie Kunzite antun würde, wenn sie ihn wiedersah, zwang sich Naru auf die Füße. Dann stand sie, ihre Sicht verschwommen, am Türrahmen hängend, bis die Schwester ihren Arm nahm um ihr hereinzuhelfen. Sie machte einen Schritt vorwärts, dann einen weiteren. Ihre Herzfrequenz nahm langsam ab und auch ihre Sicht wurde wieder klarer während sie lief. Als sie nicht länger ihren Puls in ihren Ohren hören konnte, befreite sie sich sanft aus dem Griff der Krankenschwester.

„Mir geht's wieder gut. Ehrlich. Ich sollte zum Unterricht gehen." Es muss die Kristallkraft gewesen sein. Habe ich sie in letzter Zeit zu oft benutzt? Oder habe ich bei der Heilung etwas falsch gemacht? Spielt auch keine Rolle mehr.

„Das beurteile ich," sagte die Schwester nachsichtig. „Dein Fieber scheint etwas zurückgegangen zu sein, aber ich möchte das überprüfen und sicher gehen, alles klar?"

„Mir geht es gut," wiederholte Naru und unterlegte ihre Worte dieses Mal mit etwas Kristallmacht. „Ich muss einen Sonnenstich gehabt haben, dass ist alles. Es ist alles in Ordnung mit mir. Sie haben sich geirrt."

„Ich habe mich geirrt", murmelte die Schwester und schüttelte den Kopf. Ihre Augen wirkten glasig, genau wie Bunny's.

„Nun, worauf wartet ihr beide? Ab in den Unterricht."

„Bunny!" Naru schüttelte den Arm ihrer Freundin, verängstigt, dass sie zu viel Macht verwendet haben könnte und ihre Freundin in einen Zombie verwandelt haben könnte, wie die vor der Tür. „Bunny, wach auf!" Ich hätte es ihr einfach sagen sollen. Ich verdiene ihr Vertrauen nach dieser Aktion gar nicht mehr. Vielleicht hatte der Silberkristall ja doch Recht und ich werde böse. Leute einer Gehirnwäsche zu unterziehen ist auf jeden Fall nicht gut.

Bunny kicherte. „Man, war ich weggetreten. Wir beeilen uns besser, oder Frau Haruna wird ziemlich wütend sein."

Die zwei rannten zusammen über den Flur, Naru viel zurück, da ein paar verbliebene Schmerzen es ihr nicht möglich machten, mit Bunny Schritt zu halten. Ich muss vorsichtiger sein, wenn ich meine Kräfte benutze. Was ich gerade getan habe war einfach nicht richtig und da ich nicht davon ausgehen kann, dass die anderen mich was das angeht zurückhalten muss ich immer daran denken, mich zu beherrschen. Naru seufzte. Warum glaube ich nur, dass ich damit wenig Glück haben werde?

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Nephrite schnappte nach Luft und stützte sich auf den Tisch.

„Also fühlst du es auch", beobachtete Kunzite. Das Gesicht des ältesten Shitennou war von einer dünnen Schweißschicht bedeckt.

„Was ist das?" fragte Nephrite abgehackt. Der Schmerz war nicht so intensiv wie es ihm zuerst vorkam, aber die Plötzlichkeit, mit der er gekommen war nahm ihm den Atem.

„Almandite. Du warst doch derjenige, der feststellte, dass wir als Team besser funktionieren. Nun, jetzt weißt du wieder genau, was das für uns bedeutet."

„Ihr wusstet das!"

„Dass Almandite in unser Geflecht aufgenommen wurde scheint die Verbindung zwischen uns erneuert zu haben. Wir fühlen ihre Schmerzen – Ich, weil ich das Zentrum bin und du weil du sie liebst."

Nephrite hob' den Kopf um Kunzite in die Augen zu sehen. Der Ältere starrte zurück, vollkommen ruhig. „Ihr seid ein ganz schön kaltblütiger Bastard, wisst Ihr das?" Sagte Nephrite. „Ich erinnere mich jetzt, warum Onyx Euch Eisklinge nannte. Kalt, glatt und sehr sehr scharf. Beryll musste Euch nicht einmal stark beeinflussen, um Euch dazu zu bringen für sie zuarbeiten, oder nicht? Ihr habt Macht schon immer geliebt. Sie musste nur Euren Gerechtigkeitssinn wegnehmen."

„Nicht ganz. Mein Sinn für Humor kam noch davor dran. Beryll hatte keinen Sinn dafür. Dann, wie du sagst, meinen Gerechtigkeitssinn. Und zum Schluss meine Freundschaft für dich und Jadeite. Sie hat auch versucht mich und Zoisite auseinanderzubringen, aber nie wirklich Erfolg gehabt. Was er und ich haben stellte sich als stärker heraus, als Beryll's und Metallia's Wille zusammen."

„Wir waren nie Freunde." Aber Nephrite musste den Blick senken. Er hatte Angst davor, was er in Kunzite's ruhigem Blick sehen würde.

„Manchmal kannst du schrecklich blind sein. Wir waren immer Freunde, bis zu dem Moment, an dem Metallia uns veränderte. Wir fünf waren wie Brüder. Erinnerst du dich nicht?"

„Ich versuche es nicht zu tun." Alles was von diesen frühen Jahren zu ihm zurückgekommen war waren bruchstückhafte Erinnerungen und das Gefühl von einem dauerhaften Schmerz.

„Dagegen zu kämpfen nützt nichts. Ich habe es versucht, für eine Weile. Es bringt die Erinnerungen am Ende nur noch klarer zurück, so als ob aller Wiederstand den Belag der dazwischenliegenden Jahre abstreift." Die grauen Augen blickten in die Ferne ins Nichts. Nephrite wunderte sich, was Kunzite wohl vor seinem inneren Auge sah. „Abgesehen von Zoisite warst du, Jadeite und Alexandrite das Beste, was mir passieren konnte. Ich denke keiner erwartete, dass fünf Kinder, die sich selbst an einen Fremden verkauft haben jemals in der Lage sein würden, so etwas wie eine Familie zu haben. Aber irgendwie wurden wir genau das."

Nephrite konnte nicht verhindern, dass er das Echo des jüngeren Kunzite in dem kantigen, eisigen Gesicht des Erwachsenen sah, trotz dem Jahrtausend und mehr, das Beryll's ersten General von dem ernsthaften dunkelhaarigen Jungen trennte, der so hart daran gearbeitet hatte, seine Unterschichtsherkunft abzustreifen und in die Welt der Erwachsenen des Erdenhofes zu passen. „Wir haben uns verkauft, nicht wahr? Jeder von uns auf seine Art. Ich, für einen Platz, an den ich gehöre, die anderen für ihre Familien…"

„Und ich für den Segen von drei Mahlzeiten am Tag und ein Dach über dem Kopf, wo es nicht hereinregnete," sagte Kunzite. „Ich dachte damals nicht, dass es etwas Wichtigeres im Leben geben konnte."

„Und die Menschen sagen, dass Unwissenheit Seligkeit ist." Der Schmerz in seinem Körper hatte nachgelassen und mittlerweile fühlte er ihn beinahe nicht mehr. Er hatte ihn schon fast vergessen. Kunzite schnaubte. „Seligkeit ist etwas, was die Menschen sich einbilden. Unwissenheit und Verstehen sin beide gleich verlockende Zustände. Aber es gibt keinen einfachen Weg, schon gar nicht für solche wie uns."

Die Erinnerungen, die Nephrite unterdrückt hatte kamen nun klarer. Sie hatten am Hof des Erdenkönigs gelebt. Für etwas mehr als ein Jahrhundert, er und die anderen. Die Menschen, die einen Großteil des Hofes ausmachten konnten sich nie einig werden, was sie denn nun von ihnen halten sollten: fünf Männer, von undefinierbarem, aber offensichtlich jungem, Alter, die seltsame Kräfte hatten und für einen Krieg trainiert wurden, der nie kam. Aber als ihnen das dann klar wurde hatte Kunzite schon zwanzig Jahre lang Zeit gehabt, Beziehungen aufzubauen und so viele Menschen schuldeten ihm einen Gefallen, dass sie sie nicht einfach rausschmeißen konnten. Nicht ganz. Stattdessen wurden sie gemieden und ignoriert und ihre kleine Gruppe wurde mehr und mehr zum Außenseiter. Schlussendlich war das der Grund, warum es Beryll so einfach hatte. Sie hatten keine Vorwarnung und keine Unterstützung von den einzelnen Fraktionen des Hofes. Obwohl ihre Bemühungen vielen Mitgliedern des Hofes zur Flucht verholfen hatten, war sich Nephrite sicher, dass sie am Ende ganz froh waren, als sie merkten, dass sie die kleine Gruppe Kristallweber los waren.

„Wir waren immer allein", sagte er laut.

Kunzite legte seine Hand auf Nephrite's. „Wir hatten immer uns. Das ist was zählt. Lass den Menschen ihre Spielchen."

Und ich bin in der Lage genau das zu tun, wenigstens meistens. Unter ihnen zu leben, aber nie mit ihnen… Ja, das kann ich. Die Frage ist nur, kann Naru?

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„Wir sind reingegangen – mit der Krankenschwester, denke ich, aber warum? Keine von uns war verletzt – und dann ist alles nur noch verschwommen", wiederholte Bunny. „Ich habe keine Ahnung, was passiert ist."

„Das ist echt komisch", kommentierte Minako.

„Finde ich auch." Makoto stellt sich auf die Zehenspitzen um zu sehen, wie weit es noch bis zum Anfang der Schlange war. „Man, ich hoffe, der Film ist das auch wert."

Minako lächelte. „Da bin ich sicher."

„Sagt der Star", bemerkte Rei. „Hey, was ist das?"

Bunny schaute in die Richtung, in die Rei zeigte. „Ich seh' nichts."

„Da war ein wirklich seltsamer Schatten an der Wand am Anfang der Gasse. Vielleicht ist es nur Zufall, aber ich hab' ein ganz schlechtes Gefühl."

„Ich auch." Minako starrte an den Punkt, aber der Schatten weigerte sich nochmal aufzutauchen. „Ich denke, wir sollten mal nachsehen."

„Aber dann verpassen wir den Film!" Jammerte Bunny.

„Wieso geht ihr vier nicht einfach und ich bleibe hier und halte eure Plätze frei?" Ami machte sich nicht einmal die Mühe von ihrer Kopie von Spanische Vokabeln für Fortgeschrittene aufzusehen.

„Klingt gut." Makoto ging ein paar Schritte von der Schlange weg. „Kommt ihr, Leute?"

Die vier Sailor Senshi gingen geradewegs um die Ecke mit Bunny, wie üblich, am Ende. In der Gasse stoppten sie und starrten. Sechs riesige Monster hockten vor der Hintertür des Kinos. Sie schienen einen schlanken jungen Mann in ihrer Mitte zu bewachen. Ist er nun ihr Gefangener, oder ihr Boss und wie sollen wir das wissen?

Makoto blinzelte. „Liegt das an mir, oder hat der für diese Jahreszeit ziemlich wenig an?"

„So ne Art Shorts würde ich sagen", stimmte Minako zu. „Und kein Hemd. Wie auch immer, das sieht nach Senshi-Arbeit aus, zumindest für mich. Was meint ihr?"

„Auf jeden Fall. Macht der Marsnebel!"

Macht der Venusnebel!"

Macht der Jupiternebel!"

Macht des Mondlichts!" Fügte Bunny zögerlich hinzu. Ach Mist. Ich hab' gehofft, ich könnte den Dingern eine Weile aus dem Weg gehen. Wenigstens sind die Empyrean und die Zombies nich schleimig oder so. Bei Monstern weiß man ja nie.

Der blonde Mann stand einfach nur da, die Hände auf den Hüften, und beobachtete wie sie sich verwandelten. Die Monster taten nichts. Wenn das nicht komisch ist weiß ich auch nicht… Monster greifen immer an! Oh, na gut…

„ich bin Sailor Moon und ich kämpfe für Liebe und Gerechtigkeit! Und im Namen des Mondes werde ich euch bestrafen!" Bunny nahm die kürzeste ihrer Ansprachen, in der Hoffnung, die Angelegenheit hinter sich zu bringen bevor der Film anfing. Der Blonde schüttelte den Kopf. „Das denke ich nicht. Ich habe keine Zeit mich mit euch Menschen zu beschäftigen." Er öffnete die Tür zum Kino und ging hinein. Halb drinnen drehte er sich nocheinmal um und sagte zu den Monstern. „Beseitigt sie. Ich habe keine Zeit für Unterbrechungen."

Die Monster hinkten auf sie zu, als die Senshi mit ihren verschiedenen Attacken begannen.

Macht des Feuers, flieg!"

Feuerherzenkette, flieg!"

Ein Monster wurde angesengt und fiel bewusstlos zu Boden. Zwei andere liefen direkt in Minako's Attacke, wurden zurückgeworfen und blieben bewegungsunfähig liegen. Während Makoto die vierte Kreatur angriff, biss sich Bunny auf die Unterlippe. Verwende ich das Zepter oder den Kristall? Ich weiß nicht, ob das mal Menschen waren oder nicht! Oh, man. Ich denk' ich nehme den Kristall. Wenn ich das Zepter verwende und es sich als das Falsche rausstellt kann ich es nicht rückgängig machen.

Bunny wedelte mit ihrer Hand. „Macht des Mondes, verwandle sie zurüüück!"

Einer nach dem anderen, versteiften sich die Monster und verwandelten sich zurück in Menschen. Wow.

„Beeilt euch!" rief Makoto. „Wir müssen hinter dem blonden Typen her!"

Die vier rannten durch die Hintertür, nur um sich in einem Gewirr kleiner Räume im hinteren Teil des Kinos wiederzufinden. Wohin? Eene, meene, muh… hey, wartet auf mich!"

Makoto, am Anfang der Gruppe, stieß eine kleine Tür auf der einen Seite der Leinwand auf, nur um ein… Kino voll von Zombies freizugeben? Nein, nicht ganz. Ein Pärchen ganz hinten versucht noch sich davonzuschleichen, aber es ist als würden sie versuchen unter Wasser zu rennen! Und wo kommt das Licht her? Bunny schaute auf und… Ich hätte es wissen müssen. Der blonde Mann schwebte ungefähr drei Meter über dem Boden, mit einem Ball aus purem Licht in seinen Händen. Regelmäßig schossen Strahlen von ihm weg, die dann jemanden im Publikum berührten. Bunny holte das Zepter hervor. Hier war keine Zeit um zu zögern und zu überlegen, ob das ein wirklich Böser Typ war oder nur ein Guter Typ, der von den Bösen korrumpiert wurde.

Macht des Mondes, vernichte ihn!" Pure Kraft floss aus dem Zepter, aber sie floß über den Mann, ohne ihn zu verletzen. Verdammt! Er scheint noch resistenter zu sein als Rubeus damals.

Macht des Donners!" Makoto's Angriff wurde von einem dünnen transparenten Schild vor dem Fremden zurückgeworfen, ohne dass er es überhaupt zu Kenntnis nahm. Das sieht nicht gut aus…

Eine rote Rose schoss aus der Dunkelheit von einen der Balkone und streifte den Handrücken des Blonden, der zurückzuckte und den Lichtball fallen ließ. Der Ball fiel zu Boden und explodierte, dabei ließ er einen Großteil der Energie, die er von den Menschen aufgenommen hatte wieder frei und sie floß zurück in die Körper der Beinahezombies, die den Kinosaal bevölkerten. Währenddesen starrte der blonde Mann fassungslos auf seine blutende Hand.

Was fällt dir ein?"

„Leute in Zombies zu verwandeln ist unterstes Niveau, Kumpel." Erwiderte Tuxedo Mask, den nun sichtbar auf dem Geländer des Balkons stand.

„Das sind nur Menschen." Der blonde Mann bewegte seinen Arm in einer schlagenden Geste. Ein Strahl aus Licht und komprimierter Luft schoss aus seiner Hand zu Tuxedo Mask, der allerdings rechtzeitig aus dem Weg sprang.

„Sailor Moon!" rief Mamoru „Benutz den Kristall!"

„Klar." Zum heilen kann er nicht meinen… „Macht des Lichts, flieg und sieg!"

Der Blonde starrte sie schockiert an, dann verschwand er, kurz bevor das Licht des Kristalls ihn berühren konnte.

„Hab' ich ihn erwischt?" fragte Bunny zögerlich.

„Ich glaube, er hat sich vorher rausteleportiert." Mamoru hatte einen verärgerten Gesichtsausdruck, als er neben ihnen landete. „Nein, er ist immer noch da draussen."

„Großartig. Das heißt all die Arbeit für nichts."

„Hmm, ich weiß nicht", sagte Minako, „vielleicht bekommen wir ja Freikarten."

„Rate nochmal", Makoto deutete mit dem Kinn auf sie beiden Ordner, die gerade auf sie zu eilten.

„Vielleicht denken sie ja, dass das ein öffentlicher Stunt war. Wir sehn uns! Mamoru verließ das Kino durch die selbe Tür, durch die die Senshi hereingekommen waren.

Minako ging nach vorne, um die Ordner zu erwarten. „Also, ich kann alles erklären…"

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#Du hast versagt! Wie konntest du nur versagen?#

#Denkst du das ist einfach?# giftete der Uralte ‚mein Lord' an. #Woher hätte ich wissen sollen, dass ich anfällig für physische Attacken bin? Wenn du glaubst das du das besser kannst können wir liebend gerne tauschen!#

#Den Verlust des Verstärkers können wir nur schwer verkraften.#

#Glaubst du ich weiß das nicht? Aber es könnte schlimmer sein. Der Bau der Transmissionsstation geht wie geplant vor sich und ich habe beinahe tausend Zombies, die die Stadt nach den Kristallwebern durchsuchen.#

#Ein Plan, der bis jetzt wenig Erfolg hatte#, warf ‚mein Lord' ein.

Der Uralte biss die Zähne aufeinander, dass sie knirschten. Er wird mehr und mehr beeinflusst durch diese Körperlichkeit, stellte ‚mein Lord' fest. Ich frage mich, wieviel von ihm noch wie wir ist. #Ich bin hier immer noch der Anführer! Das Ewige Licht hat dich zu meinem Untergebenen gemacht! Du wirst meine Entscheidungen nicht kritisieren. Oder mein Urteil. Ist das klar?#

#Glasklar.# Aber wir werden ja sehen, wer länger überdauert. Du veränderst dich schnell. Ich kann nicht glauben, dass das Ewige Licht einen Menschen als Kommandant der Empyrean wollte, wie auch immer die Umstände sind.

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So, das war Kapitel 10. Hoffe euch hat es gefallen. Hat leider länger gedauert, ich bin aufgrund verschiedener Gründe einfach nicht dazu gekommen, weiterzumachen und hatte auch überhaupt keinen Kopf dazu... Und ich weiß auch nicht, ob sich das in naher Zukunft noch bessern wird muss ich gestehen...

Bei den Verwandlungs- und Angriffssprüchen bin ich mir nicht immer sicher, welche nun das deutsche Äquivalent zu denen die benutzt wurden sind und versuche einfach einen zu nehmen, der mir am passendsten erscheint. Die Geschichte spielt ja nach der Serie, also gehe ich einfach davon aus, dass sie das ganze Repertoire zu Verfügung haben.

Vielleicht ist dem einen oder anderen (oder der einen oder anderen) aufgefallen, dass Nephrite Kunzite gelegentlich siezt und dann wieder duzt… Im Original sagt er natürlich immer „you". Hier habe ich mir überlegt, dass die beiden in Jugend gute Freunde (wie Brüder) und dann Gegner waren. Dazu kommt, dass Nephrite in Kunzite einen Ranghöheren sieht und ihm mit Respekt begegnet. Ich denke er weiß selber noch nicht so richtig, was sie nun für eine Art von Beziehung sie denn jetzt haben und ich hoffen, das auf diese Art einigermaßen rüberzubringen. Jadeite hingegen duzt ihn nur. Hier handelt es sich aber denke ich nur um Trotz. Und Zoisite dürfte selbsterklärend sein…

SailorCopperOwl: Ja, finde ich auch. Es löst das Schwarz-Weiß-Denken der Serie auf, ohne dass die Charaktere nicht mehr sie selbst sind… Die Originale gibt es auf . Da findet sich auch ein Link zur HP der Verfasserin. Es ist ne ganze Reihe, inkl. Side-Storys, die ich auch vorhabe zu übersetzen. Allerdings hab ich noch keine Ahnung wann… entpuppt sich als mehr Arbeit als gedacht und wenn dann noch was dazwischen kommt… aber ich denke, das ist eine großartige Fanfiction, die es verdient.