Disclaimer: Keine der Figuren gehört mir und ich verdiene hiermit kein Geld.
Genre: Romanze, Adventure
Beta: -
Pairing: Kagome/Sesshoumaru
Updates: Jeden Samstag
A/N: Ich fürchte, dass Kapitel hat etwas zu viele Flashbacks -.- Aber na ja, ich schätze, wir werden es überleben...
ENJOY READING!
Kapitel 11: Neue Erkenntnisse
Als Yoshio die älteste Tochter seines Herrn erkannte, war er äußerst überrascht. Seit wann war sie zurück? Warum hatte ihm niemand davon erzählt?
`Weil niemand davon wusste´, beantwortete er sich seine Frage selbst. Lange hielt seine Überraschung nicht, sie verwandelte sich schnell in Freude. Vielleicht waren ja auch die Herrin und der junge Prinz zurückgekehrt? Er würde danach fragen.
Nach zehn Minuten, in denen sich niemand rührte, machte sich Yoshio langsam Sorgen. Er wollte sich gerade nach dem Befinden der beiden Prinzessinnen erkundigen, als der Dämonenlord zu sprechen begann.
„Ich denke, Sie sollten sich erst einmal ausruhen und uns dann erzählen, was sie wissen." Sesshoumaru klang einigermaßen sicher, aber Yoshio merkte trotzdem, dass es ihn ziemlich schockierte oder zumindest aus der Fassung brachte. Scheinbar hatte hier niemand gewusst, wer die beiden Prinzessinnen wirklich waren. Dennoch zögerte Yoshio, der Bitte nachzukommen. Sein Befehl war eigentlich, Rin-sama sofort zu ihrem Vater zu bringen...
Kagome nahm ihm die Entscheidung ab, indem sie Sesshoumaru zustimmte und sie ebenfalls zum bleiben einlud.
Also saßen Yoshio und seine Krieger. Nachdem sie gebadet und gegessen hatten, in der Halle. Ihm kam es so vor, als wäre das gesamte Personal anwesend. Ihm war gar nicht wohl bei dem Gedanken, so viele Dämonen um die Töchter seines Herrn zu sehen.
„Wer seid Ihr denn nun ganz genau? Ihr habt gesagt, dass mein oder eher unser Vater euch geschickt hat..." Es war die junge Hime, die das Gespräch in Schwung brachte.
„Mein Name ist Yoshio Shiro. Ich bin der General Eures Vaters, König Kayan Hiraishi. Er hat erst vor kurzem erfahren, dass Ihr noch am Leben seid und-"
„Verzeiht bitte, wenn ich Sie unterbreche, Yoshio", meldete sich Kagome sanft zu Wort. „Sie haben so etwas vorhin schon erwähnt, aber ich glaube, weder Rin-chan noch ich wissen, wovon sie reden." Die Schwestern tauschten einen kurzen Blick. „Mich persönlich würde interessieren, wie sie wissen konnten, dass ich aus der Zukunft komme."
„Nun... Ich werde am besten am Anfang beginnen, der Geburt der Prinzessin und ihres Bruders..."
Yoshio trat langsam in das Gemach seiner Herrin. Sie lag in ihrem Bett und hielt einen kleinen Jungen im Arm. Auch ihr Mann, der neben ihr kniete, hielt ein Kind im Arm, ein Mädchen. Als er das Öffnen der Schiebetür hörte, sah er auf.
„Ah, Yoshio." Die Stimme des Königs klang geradezu euphorisch. „Es sind Zwillinge, ist das nicht wundervoll?"
„Wundervoll" war nicht unbedingt das Wort, dass dem General als erstes in den Sinn gekommen wäre. „Anstrengend" traf es seiner Meinung nach eher. Schon die kleine Kagome war ein ziemlicher Wirbelwind, wie sollte das erst mit noch zwei von der Sorte werden?
Doch es sollte sich herausstellen, dass seine Sorge unbegründet war.
Der Schock traf alle am übernächsten Morgen. Die Amme der kleinen Rin kam mit einem leblosen Bündel aus dem Gemach der Prinzessin gerannt und weckte das ganze Lichtschloss mit ihren Schreien.
„Sie ist tot! Die kleine Hime ist heute Nacht gestorben! Nicht einen Tag hat sie gelebt, oh, arme süße Rin-san!" Schluchzend brach sie mitten auf dem Hof zusammen, das tote Kind an sich gepresst und zitterte am ganzen Leib. Man könnte fast meinen, es wäre ihre Tochter, die da gestorben war.
Yoshios Blick huschte zum Fürstenpaar, das wie versteinert auf der Veranda stand. Sie wirken wie Statuen, ganz wie mit dem Blick auf ihr totes Kind zu Stein erstarrt.
„Ich habe mich darum gekümmert, dass die Amme das Kind fort brachte, um es zu begraben. Wir haben einen Gedenkstein errichten lassen und alle an ihr übliches Tagwerk geschickt. Aber nach solch einem Vorfall kehrt nicht einfach wieder Normalität ein. Die Amme kündigte und niemand nahm es ihr übel, wir konnten sie bestens verstehen", fuhr Yoshio fort. Er sah, wie Kagome die Arme um ihre Schwester gelegt hatte. Beide wirken zutiefst betroffen, ihre eigene Geschichte aus einem fremden Mund zu hören. Doch als er zögerte, fort zu fahren, nickte ihm Kagome auffordernd zu.
„Ich selbst machte mir große Sorgen, denn der Leibarzt Eures Vaters hatte Giftrückstände im Speichel der Prinzessin festgestellt. Offensichtlich war ein Anschlag auf die Neugeborene verübt worden, was Eure Mutter zu einem harten Entschluss bewegte.
„Versuch nicht, mich aufzuhalten! Ich werde gehen, Yoshio, das steht fest!" Es kam nicht oft vor, dass man die Fürstin außer Fassung erlebte, aber der General kam heute in den Genuss einer dieser seltenen Gelegenheiten. „Du darfst wählen, ob du uns in Inuyashas Wald begleitest oder du suchst jemanden, dem du vertraust, der das tut. Aber aufhalten wirst du mich nicht können."
„Ihr solltet wenigstens mehr als eine Wache-"
„Nein. Du bist dir doch auch nicht sicher, wem du noch vertrauen kannst. Je weniger von dieser Aktion etwas mitkriegen, desto besser."
Yoshio seufzte resignierend und stimmte schließlich zu, seine Herrin zu begleiten.
In der nächsten Nacht brachen sie auf, und nach einer ermüdenden Reise, standen sie schließlich vor dem Knochenfressenden Brunnen.
„Seid Ihr bereit, Herrin?"
Sie nickte entschlossen, nahm ihren Sohn fester auf den Arm und ergriff die Hand ihrer Tochter. Dann hob sie die Kette mit dem Lichtkristall-
„Lichtkristall?" fragte Rin verwundert.
Yoshio wollte schon zu einer Erklärung ansetzen, als einer der Gäste, ein Mönch, ihm das abnahm.
„Das ist, Legenden zufolge, ein Kristall, den die Göttin des Lichts erschaffen haben soll, um ihre Nachkommen vor Gefahren zu schützen. Es heißt, dass er es ermöglicht, durch die Zeit zu reisen. Das geht aber nur an einem Ort, der in beiden Zeiten existiert."
„Eure Mutter hat diesen Ort gewählt, weil eine Verwandte von Euch dort lebte, Kaede Hiraishi. Sie hatte versprochen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um den Brunnen vor Zerstörungen zu beschützen", fügte Yoshio hinzu.
„Aber jetzt ist der Brunnen doch zerstört, oder? Das hast du doch gesagt Kagome?" Rin wandte sich ihrer Schwester zu, doch die reagierte nicht. „Kagome?"
„Kagome-chan?"
„Kagome-sama?"
Ihre Freunde schienen ob der Reglosigkeit der Hime äußerst beunruhigt. Normalerweise ließ Yoshio sich von Unruhe absolut nicht anstecken, aber wenn es um die Fürstenfamilie ging, war das schon immer anders gewesen.
Ihre Sorge stellte sich als unbegründet heraus, denn Kagome blinzelte, der starre Ausdruck wich aus ihren Augen und sie sagte leise: „Ich erinnere mich daran. Ich wusste nicht wo wir waren und was wir dort machen wollten. Ich habe mich gefragt, warum Papa nicht mitgekommen war und warum wir nur mit Yoshio durchs halbe Land gelaufen sind." Sie lächelte Besagtem zu. „Sonst hatten wir immer viel mehr Leibwächter, wenn wir irgendwo hingegangen sind. Das nächste, woran ich mich erinnere, ist eine Menge blaues Licht... Darum kam mir das Reisen durch den Brunnen so bekannt vor! Ich habe es damals schon gemacht!"
Jetzt war es an Yoshio, irritiert zu sein. „Reisen durch den Brunnen?"
„Kagome kann zwischen ihrer Zeit und dem Mittelalter hin- und herreisen", erläuterte eine junge Dämonenjägerin.
„Nicht ganz, Sango-chan, da ich ja in dieser Zeit geboren wurde", verbesserte Kagome.
„Durch den Knochenfresserbrunnen? Aber dafür braucht man die Kräfte der Göttin des Lichts. Hat Eure Mutter Euch denn den Lichtkristall gegeben?" Yoshio war noch immer verwirrt.
„Nein. Ich weiß nichts von diesem Kristall. Früher dachten wir, es hätte etwas mit dem Juwel der vier Seelen zu tun..." Offenbar hatte auch Kagome keine Erklärung für ihre Zeitreisen. Dafür aber Sesshoumaru.
„Du bist die Göttin des Lichts. Alle, die in deinem Herzen sind, können die Zeiten durchqueren. Das Juwel wurde zwar von Midoriko geschaffen, aber so viel Kraft hat es nicht."
Einer von Yoshios Kriegern schnappte nach Luft. „Ihr seid die Göttin des Lichts?!" Gleich darauf verbesserte er sich mit einem „Verzeihung Herrin" und versank wieder in Schweigen.
Kagome lächelte ihm freundlich zu und nickte bestätigend. Dann wandte sie sich wieder an den General.
„Wie ging es weiter Yoshio-san? Was habt ihr gemacht, als wir weg waren?"
„Euer Vater und ich haben sämtliche Bediensteten und Krieger überprüft, doch natürlich gehörte keiner zu den Verrätern. Erst vor kurzem kam ein alter Mönch ins Lichtschloss und hat uns einige wertvolle Hinweise geliefert.
„Lasst ihn eintreten", sagte der König matt und Yoshio gab der Wache an der Tür einen leichten Wink mit der Hand, der ihn zum Öffnen aufforderte. Weder er noch der Fürst waren wirklich anwesend, nur körperlich. Kayan machte sich Sorgen um seine Familie und Yoshio sorgte sich um seinen Herrn. Er wurde immer trübseliger...
Erst, als der Gast, ein alter Mann in Mönchskutten, eintrat, kamen die beiden zurück in die Gegenwart der Halle.
„Willkommen im Lichtschloss, Bruder", wurde der Fremde mit einem schwachen Lächeln begrüßt. „Was führt euch zu uns?"
„Mein Gewissen, fürchte ich, Lord."
Yoshio musterte den Fremden mit sorgfältig verborgener Neugier. Was sollte das bedeuten?
„Vor dreizehn Jahren kam eine alte Frau mit einem kleinem Kind in das Dorf, in dem ich nächtigte. Ich war gerade erst Mönch geworden und reiste zum ersten Mal alleine durch das Land. Diese Frau war krank, das sah ich ihr an. Ich sagte also zu ihr, dass ich sie gerne untersuchen würde und sie willigte erleichtert ein. Als ich sie untersuchte fand ich heraus, dass sie an einer Lebensmittelvergiftung litt. Ich tat für sie, was in meiner Macht stand, doch die Krankheit war bereits zu stark, als dass ich ihr hätte helfen können."
„Ihr habt nichts falsch gemacht, aber das scheint ihr zu wissen." Selbst das Interesse des Fürsten war jetzt geweckt. „Warum kommt ihr also her, um mir das zu erzählen?"
„Nun..." Der Houshi wirkte verunsichert. „Ich hätte eigentlich schon viel eher kommen sollen, aber ich habe es sehr lange Zeit nicht verstanden und dann mit mir gehadert, ob ich ihr nicht unrecht tue." Er holte tief Luft und erklärte dann: „Sie sagte im Fieberwahn immer wieder: Ich hätte es nicht tun sollen... Verzeiht mir, Lord Hiraishi... Ich bin ein böser Mensch... Ich erfuhr, dass eure Tochter getötet und ihre Leiche von der Amme fortgebracht worden war. Allmählich verstand ich, wer das Kind war, das sie bei sich trug."
Für einen Moment herrschte Stille im Raum.
„Meine Tochter lebt", hauchte der Fürst mit vor Hoffnung ganz zittriger Stimme.
„Als ich sie zuletzt sah, war sie wohlauf und der Dorfälteste versprach, sich gut um sie zu kümmern."
„Natürlich ließ Euer Vater Euch sofort suchen", fuhr Yoshio, nun an Rin gewandt, fort. „Er würde alles tun, um seine Familie wieder bei sich zu wissen."
Lange Zeit herrschte Schweigen, bis Kagome schließlich meinte: „Es ist spät geworden. Wir sollte langsam schlafen gehen. Sie dürfen doch bleiben, nicht wahr Sesshoumaru?"
Der Lord nickte kurz, doch bevor sich irgendwer erheben konnte, musste der General noch seine Neugier befriedigen und fragen: „Habt ihr vielleicht einen Bruder, Lord Sesshoumaru?"
„Warum fragt ihr?", antwortete dieser mit einer Gegenfrage.
„Nun, wir sind am Fuß einer Schlucht einen Mann begegnet, der Euch sehr ähnlich sah..."
Die Reiter waren Kougas Ratschlag gefolgt, eine Gruppe aus einem Mönch, zwei Dämonenjägern, einem Kitsunen, einem InuYoukai und einer Dämonenkatze zu suchen. Sie wüssten, wo sich das Mädchen aufhalten könnte. Man hatte ihnen tatsächlich helfen können. Einige Reisende sagten, dass sie die Gruppe in einiger Entfernung vorbeiziehen gesehen hätten, und dass der InuYoukai der Lord des Westens gewesen sei.
Deshalb hatte Yoshio entschieden, dass sie zum Schloss des Westens reisen würden. Durch die Suche nach Hinweisen auf die Truppe, mussten sie allerdings einen Umweg in Kauf nehmen, weshalb sie am Fuß des Berges die nächste Aufstiegsmöglichkeit suchten, die ihnen erlaubte, ihre Pferde mit zu nehmen.
Zur Zeit folgten sie einem Fluss, der zum nächsten Dorf führte.
Als sie dort ankamen war es bereits Abend. Sie wurden vom Dorfoberhaupt dazu eingeladen, bei ihm und seiner Familie zu übernachten.
„Sie müssten sich allerdings das Zimmer mit einem Verletzten teilen", warnte er. Yoshio war das gleich, solange er und seine Truppe ein Dach über dem Kopf hatten. Also willigte er ein.
Nach dem Abendessen brachte die älteste Tochter der Familie, Hiroko, die Gäste auf ihre Zimmer. Sie belegten immer zu viert eines und zum Schluss blieben nur noch Yoshio, dessen rechte Hand und der Heiler übrig. Sie würden im Zimmer des Verletzten schlafen.
Als Hiroko die Tür öffnete, war Yoshio erstaunt. Er blickte geradewegs in goldene Augen. Der Fremde war ein Hanyou!
`Was soll's´, dachte sich Yoshio schulterzuckend. `Solange er niemanden angreift, kann er sein, was er will.´
„Geht es dir besser?", fragte Hiroko den Weißhaarigen. Der nickte und fragte: „Wer sind diese Leute?" Er schien neugierig, obwohl er auch erschöpft klang. Das wunderte Yoshio doch etwas.
„Du bist doch ein Hanyou, heilen eure Wunden nicht schneller als die eines normalen Menschen?", wollte er wissen.
Sein Gegenüber sah ihn nur ratlos an, bevor er sagte: „Ich weiß es nicht."
„Wir heben ihn am Fuß der Klippe gefunden. Er wäre fast gestorben. Als er aufwachte, konnte er sich an nichts erinnern, nicht einmal an seinen Namen. Deshalb haben wir ihn Kurai genannt", erklärte Hiroko.
Sie hatte sich neben Besagtem nieder gekniet. Ihre Wangen zierte schon ein verdächtiger Rot-Ton, der sich zu leuchtenden Purpur vertiefte, als sie Kurais Wunden neu verband. Auch dessen Wangen waren rötlich gefärbt.
Für Yoshio war es nur zu offensichtlich, was sich zwischen den beiden in absehbarer Zeit entwickeln würde. Er schmunzelte. `Na, ich wünsche den beiden alles erdenklich Gute.´
Die Gesuchten tauschten kurze Blicke. Das war also mit Inuyasha passiert. Sie wussten nicht, ob sie sich freuten, dass er noch am Leben war. Er war lange Zeit ihr Freund gewesen, aber nachdem, was er getan hatte, wollten sie nicht, dass er je in ihr Leben zurückkehrte...
Als Sesshoumaru die Frage mit einem „Ich habe keinen Bruder." Beantwortete, machte sich zumindest keiner die Mühe, ihm zu widersprechen.
Yoshio nahm es mit einem Nicken zur Kenntnis. Damit war das Gespräch für diesen Tag beendet. Alle, besonders Rin und Kagome, mussten alles, was sie erfahren hatten, erst einmal verdauen.
Bitte seid so gut und hinterlasst mir ein Review.
Kisses, E*R
Some Piece of Random Information Nobody Needs: -
