Kapitel 10 – Von Eifersucht, Glücksspielen und Rache

„UHHH, dieser ..." Wütend ging Jenn den Hafen entlang und schlug den Weg in die Stadt ein. Die Sonne war nun gänzlich gewichen und die Lampen am Straßenrand wurden nach und nach entzündet. Lautes Gebrüll und unmusikalischer Gesang drang von jeder Seite zu ihr her und Jenn war sich auf einmal nicht mehr so sicher, ob das so eine Gute Idee gewesen war, das Schiff ohne männliche Begleitung zu verlassen. Jacks Worte drangen ihr wieder ins Gedächnis. ‚„Ach ja, und noch ein gut gemeinter Rat von mir. Bleibt lieber in meiner Nähe, dort ist es ungefährlicher."' Vielleicht hätte sie auf ihn hören sollen? Ach Blödsinn. Jack übetreibt einfach mal wieder maßlos. ‚Sicherlich wollte er sich nur wieder als Beschützer und Held aufspielen.' Ja, so musste es sein. Sie schlenderte gemütlich durch die Gassen und bestaunte das reiche Angebot welches die Insel einem so bot. An jeder Ecke standen umgedrehte Kisten, die als Spieltisch dienten und auf denen Würfelspiele angeboten wurde. Natürlich gewann man so gut wie nie etwas und Jenn konnte regelmäßig beobachten, wie heftig darüber gestritten wurde, bis es in einer Schlägerei endete. An jeder dritten Lampe hingen kraftlos irgendwelche Besoffene, die ihr singliches Können zum Besten gaben und Männer die unsinnigerweise Schüsse in die Luft abfeuerten, bei denen man laut „TORTUGA" brüllte. Als sie um eine Ecke bog stachen ihr pechschwarze Haare ins Auge. Das Gesicht brauchte man sich erst gar nicht genauer anschauen, denn Jenn wusste sofort zu welcher Person diese Haare gehörten. ‚Esmeralda. Die hat mir gerade noch gefehlt ..' Sie stand mit diesem Bill zusammen an einem klapprigen Holztisch, der neben einem Lagerfeuer aufgebaut war. Auf dem Tisch stand eine große Flasche und einige kleine Gläschen, die wahrscheinlich mit Rum gefüllt waren. Bill saß einem anderen Mann gegenüber, der sein letztes Glas umgedreht auf den Tisch knallte und laut „GEWONNEN" schrie. Jenn runzelte mit der Stirn. Es schien ein Trinkspiel zu sein. Bill dagegen grinste seinen Gegenüber an und schank sich ein kleines Glas voll, welches er mit einem Zug leerte. Der andere Mann bekam große Augen und versuchte aufzustehen. „Dasss kaaann nich sein .. Kein'r kann schoviel trink'n." Die letzten Worte lallte er nur noch so heraus und brach auch anschließend unter dem Tisch zusammen. „Flasche!" Bill schaute den Mann abwertend an.

Jenn erschrack bei dem lauten Knall den er verursachte und Esmeralda drehte sich zu ihr um. „Schau einer an. Guck mal Bill, ist das nicht die Kleine, die heute mittag bei Jack und den anderen dabei war?" Sie zeigte auf Jenn und Bill warf einen Blick zur Seite. „Du hast Recht. Das is die Kleine. Was macht die denn hier?"

‚Ohje, die haben mich erkannt. Was mach ich jetzt?' Weglaufen konnte sie schlecht, wie sah das denn aus? Also holte sie einmal tief Luft und atmete ein letztes Mal kräftig aus, bevor sie auf die beiden zuschritt. „Hallo!"

„Hallo ..." Ein knappes Nicken von Bill und ein böses Funkeln von Esmeralda gab Jenn sofort das Gefühl unerwünscht zu sein.

„Was macht ihr denn da?" ‚Blöde Frage Jenn, SAUBLÖDE Frage ..'

„Nach was sieht das denn aus Kleine? Geh lieber wieder nach Hause, das is nicht der richtige Ort für kleine Kinder." Bill drehte seinen Kopf wieder seinem Gegner zu und beobachtete amüsant wie dieser versuchte aufzustehen. Jenn machte jedoch keine Anstalten sich wegzubewegen, was Esmeralda ziemlich zu stören schien. „Hast du nicht gehört Flittchen? Du sollst abhau'n." Angriffslustig trat sie einen Schritt auf Jenn zu. „Flittchen? Aber sonst geht's dir gut oder?" Sie hatte schnell gelernt wie man hier auf Tortuga sprach und es war das Beste, sich den Gegebenheiten anzupassen.

„Mir ja, aber dir anscheinend nicht. Denn wie verrückt muss man sein, alleine hier durch die Gassen zu streifen? Dein Leben ist dir anscheinend nicht gerade viel wert, was?" Sie lachte auf und drehte sich von ihr weg.

Allmählich wurde Jenn wütend. Was glaubte diese Kuh eigentlich?

„Wo hast du denn deinen Jack gelassen? Hat er dich etwa wieder versetzt? Ach ja, stimmt ja, er ist ja mit mir mitgegangen und hat dich wieder alleine stehen lassen." Nun funkelte sie die Frau mit den schwarzen Haaren ebenfalls herausfordern an und Esmeralda bekam eine kräftige, rote Farbe um die Wangen. „WAS SAGST DU DA? Na warte du Flittchen!" Esmeralda schob sich ein Stück nach vorne und holte mit der rechten Hand aus. Gerade als sie diese loslassen wollte, ging Bill dazwischen.

„Esmeralda!"

Abrupt lies sie die Hand sinken und schaute ihren Bruder betroffen an. „Verhalte dich nicht wie das letzte Gesocks. Das Mädchen hat eben Recht, du hättest besser auf Jack aufpassen sollen. Also stell dich jetzt nicht so an." Jenn glaubte sich verhört zu haben. Gab dieser Mann ihr eben Recht und nahm sie etwa in Schutz? Auch Esmeralda klappte das Kinn nach unten und starrte ihren Bruder entsetzt an. „Ich brauche mir doch nicht von so einem Miststück sowas an den Kopf werfen lassen! Was glaubt die eigentlich wer sie ist!" Fauchend wand sie sich an Jenn. „Nur weil du mit Jack gekommen bist, heißt es nicht dass du auch unter seinem Schutz stehst und ich dir nicht die Augen auskratzen kann, MISSY!"

Schluckend trat Jenn einen Schritt zurück. Vielleicht war das doch keine so gute Idee gewesen alleine hier her zu kommen? Allmählich befürchtete sie, dass es nicht schlimmer hätte kommen können, als Esmeralda zu treffen.

„Niemand kratzt hier irgendwem die Augen aus. Ist das klar?" Wutschnaubend trat Esmeralda wieder einen Schritt zurück.

„Und jetzt zu dir Kleine. Was glaubst du eigentlich was du hier machst? Du legst dich da gewaltig mit den falschen Leuten an. Ich gebe dir einen guten Rat. Geh lieber wieder zurück aufs Schiff wo man dich im Auge hat. Hier spielt eine andere Liga."

Missmutig verzog Jenn das Gesicht. „Was für eine Liga soll das sein? Von Falschspielern und Besoffenen? Also DAS nennt ihr eine höhere Liga? Hier den starken Macker zu markieren?"

Ups, hatte sie vielleicht doch ihren Mund zu weit aufgerissen? Denn nun baute sich auch Bill großkotzig vor ihr auf und schnaubte sie an.

„Lass mal Bill! Ich habe da eine tolle Idee." Ein gemeines Grinsen legte sich über Esmeraldas Gesicht und auf Jenns Stirn sammelten sich Schweißperlen. Wenn sie so schaute, hieß das für Jenn nichts Gutes.

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Währenddessen streifte Jack gemütlich über das Deck. Pfeifend lehnte er sich an einen Mast und schaute Gibbs dabei zu, wie er mit Jimmy um die Wette würfelte. Der Einsatz war eine Woche kein Rum trinken. Dummer Einsatz, wie Jack fand. Warum sollte man freiwillig auf Rum verzichten? Amüsiert beobachtete er, wie Gibbs dabei war zu verlieren. „Du hast geschummelt Jimmy! Du bist ein Betrüger!" Gibbs fuhr nach oben und zeigte wütend mit seinem Finger auf seine Würfel.

„Hab ich überhaupt nicht!" Empört fuhr Jimmy ebenfalls nach oben und baute sich vor Gibbs auf.

„Natürlich! Ich hab genau gesehen wie du die Würfel mit deinen Fingern gedreht hast! CAPTAAAIN!"

Jack verdrehte die Augen. Und das sollen Piraten sein? Nicht mal ehrlich betrügen konnten die ...

„Kein Betrüger, Gibbs. Pirat!" Lachend drückte Jack Gibbs mit seiner Hand wieder auf seinen Platz und lies sich neben ihm auf ein Fass fallen. „Wie es mir scheint, gibt es für dich eine gute Zeit lang keinen Rum mehr, mein Freund." Grinsend öffnete er die Flasche in seiner Hand und trank demonstrativ einen Schluck daraus. Mit offenen Mund beobachtet Gibbs wie Jack mehrer Züge aus der Flasche trank und verzog enttäuscht das Gesicht, was mit einem Lachen von Jimmy quittiert wurde. Jack setzte die Flasche wieder ab und stellte sie anschließend in die Mitte. „So meine Lieben und nun bedient Euch. Aber nur wer darf!" Er zwinkerte Gibbs kurz zu und stand ein wenig schwankend von seinem Fass auf. Jimmy ergriff blitzartig die Buddel und trank ebenfalls einen kräftigen Schluck daraus. „NEEEEIN! Ach Mann ..." Traurig musste Gibbs mitansehen, wie Jimmy langsam die ganze Flasche leer zog.

„Tja mein Guter, um Rum spielt man halt einfach nicht! Wie oft habe ich dir das schon gesagt." Aufmunternd klopfte Jack auf Gibbs Schulter und wollte sich gerade wegdrehen, als ihm auffiel, dass es bisher ziemlich ruhig auf dem Schiff war. Irgend etwas fehlte ... Verwundert wand er sich wieder seinen jammernden 1. Maat. „Sag mal Gibbs, hast du, seit wir an Bord gegangen sind, mal wieder unsere aufgebrachte, weibliche Begleitung gesehen?" Suchend schaute er sich auf dem Schiff um. Leicht abwesend und den Blick immer noch auf Jimmy gerichtet, gab Gibbs ihm eine zögernde Antwort. „Nein Captain, tut mir Leid! Aber ich glaube sie ist heute Abend irgendwann Wut entbrannt vom Schiff gegangen. Aber sicher bin ich mir nicht. JIMMY! Sauf doch nicht allles weg! Gib mir doch eine Revanche!" Seufzend wand er sich von Gibbs ab. Sollte sie etwa alleine in die Stadt sein? Das konnte er sich eigentlich kaum vorstellen, so wahnsinnig würde sie nicht sein. Schon gar nicht, nachdem er ihr gesagt hatte sie solle in seiner Nähe... Oh oh ...

„Natürlich ist sie nach Tortuga rein gegangen!" Er klatschte sich mit der Hand an den Kopf und starrte auf's Land. „Diese Frau macht mich noch wahnsinnig. Warum muss sie immer das Gegenteil davon tun, was ich ihr sage!? FRAUEN!" Genervt ging er wieder zu Gibbs zurück der gerade dabei war mit Jimmy um die Flasche zu rangeln. Gelassen griff Jack von oben nach dem Flaschenhals und zog sie den beiden, streitenden Männern aus den Händen. „Wir haben ein kleines Problem. Miss „Ich-mach-was-ich-will" ist nach Tortuga rein gegangen." Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und ging über die Leitplanke ans Ufer. Verwundert schauten sich beide Männer, immer noch in der gleichen Postion harrend, an. „CAPTAIN! Warte auf uns!" Ruckartig waren die Zwei ihrem Captain hinterher gerannt und wagten sich nun zu Dritt ins laute Getümmel.

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Mulmig betrachtete Jenn das Glas, welches vor ihr auf dem Tisch stand. Sie saß Esmeralda gegenüber, die sie fies angrinste und darauf wartete, dass Jenn den ersten Zug machte. ‚Warum hast du dich nur darauf eingelassen! Jack wäre jetzt sicher ziemlich sauer ...' schoss es ihr bei dem Anblick des Rums durch den Kopf. Ja warum hatte sie sich darauf eingelassen? Esmeralda hatte den Vorschlag gebracht, mit ihr um die Wette zu trinken. Erst hatte Jenn dankend abgelehnt, und gesagt dass sie sich auf solche Spielchen nicht einlassen würde. Doch als Esmeralda behauptet hat, das Jack wohl Betrunken gewesen sein musste, als er sie mit an Bord nahm, war bei Jenn irgendwie eine Sicherung durchgebrannt. Entschlossen hatte sie diesem Spiel zugestimmt und saß nun Esmeralda gegenüber, die darauf wartete, dass sie endlich ihr Glas leerte. ‚Verdammt, diesem Miststück zeig ich es!" Mürrisch hob sie das Glas, und leerte es in einem Zug. Es folgte ein starker Hustanfall und Esmerlada begann zu lachen. „Ha ich wusste doch, dass du nichts verträgst!" Sie hob ebenfalls das Glas und trank es auch mit einem Zug leer. Nur, dass sie nicht Husten musste sondern akkorad und sauber auf ihrem Stuhl saß. Das konnte Jenn nicht auf sich sitzen lassen. Wütend goss sie sich ein zweites Glas ein und leerte dieses ebenfalls auf einen Zug. Mit einem lauten Knall schlug sie das umgedrehte Glas auf den Tisch. Dieses Mal, ohne Hustanfall. Jenn spürte wie allmählich der Alkohol ins Blut überging und eine Hitzewelle ihren Körper ergriff. Sie ärgerte sich über sich selbst. Wieso hatte sie sich auf so einen Schwachsinn eingelassen? Sie hatte es doch gar nicht nötig sich mit einer arroganten Frau zu messen, die sie überhaupt nicht kannte! „Gar nicht mal so schlecht, Kleine. Noch sitzt du gerade auf dem Stuhl. Mal schaun, wie lange das noch gut geht." Wieder trank sie den Rum in einem Zug leer und stellte das Glas umgedreht auf den Tisch. Jenn war sich nicht mehr so sicher ob Esmeralda ein, oder zwei Gläser auf den Tisch gestellt hatte, denn ihr kam es so vor als ob diese sich bewegen würden. Etwas wackelig schank sie sich das nächste Glas ein. Sie atmete nochmals kräftig durch und leerte auch dieses sehr zügig. Dieses Spiel ging noch fünf weitere Gläser so, bis Esmerlada auch nicht mehr so gut zu sprechen war und diese auch beim einschenken schon kräftig hin und her schwankte. „Na ... na warte du ...Stück ..." Sie hob ihr Glas in die Luft und betrachtete dieses ziemlich unsicher. Jenn versuchte sich ebenfalls auf das Glas zu konzentrieren und beobachtet wie Esmeralda es langsam und wackelig zum Mund führte. Die ganze Zeit stand schweigend Bill daneben, der nun eine Augenbraue nach oben zog und seine Schwester misstrauisch beobachtete. Eigentlich vertrug sie ziemlich viel und es hatte bisher noch keine weibliche Person geschafft, sie unter den Tisch zu trinken. Doch wie es aussah, war sie kurz davor zu verlieren. Angewidert betrachtete Esmeralda das Glas in ihrer Hand. „Wech damit ..."

Jack, Gibbs und Jonny hatten sich währenddessen aufgeteilt. Gibbs war mit Jimmy am Anfang der Stadt geblieben und Jack war bis zur Stadtmitte vorgedrungen. Er war schon beinahe wieder aus der Stadt draußen, als ihm ein brauner Haarschopf in die Augen stach. „Das darf doch nicht wahr sein!"

Esmeralda hatte gerade das letzte Glas auf den Tisch gestellt, als sie hastig nach oben fuhr. „GEWONN'N!" Das waren auch ihre letzten Worte, denn mit einem Satz schlug es sie unter den Tisch und blieb dort bewusstlos liegen. Jenn kniff beim Aufstehen die Augen zusammen und lächelte Bill an, der sie völlig perplex anstarrte. „Meinen Glückwunsch, du hast sie unter den Tisch gesoffen! Und das schafft nicht jeder!" Lobend klatschte er in die Hände und ein breites Grinsen machte sich auf Jenns Gesicht breit. „Hihihihi" Vor sich hinglucksend fiel ihr Blick nach rechts und rieb sich ungläubig die Augen. Sah sie richtig oder stand da wirklich Jack an einer Lampe gelehnt und starrte sie entsetzt an? „JAAAAACK!"

Jack zog die Augenbrauen nach oben, während er beobachtete wie Jenn versuchte, in einer geraden Linie, auf ihn zuzugehen. Doch ihre Schritte waren alles andere als geradlinig. „Jackiiiii, hihihi" Sie streckte ihre Arme aus und torkelte auf ihn zu. „Wasss machs'n du da hieer?" Sie kam ins Stolpern und Jack machte einen Schritt nach vorne um sie vor einem schlimmeren Sturz zu bewahren und fing sie auf. „JENN! Ihr seid ja total betrunken!"

„Isch? Neeeeeeeeeein!" Sie kicherte vor sich hin und lies ihr volles Gewicht in Jacks Arme fallen. Er hatte Mühe sie eigenermaßen zu halten, denn sie torkelte immer schlimmer hin und her.

„BILL! Was soll das? Was ist hier passiert? Und wieso verdammt nochmal liegt Esmeralda unter dem Tisch???" Bill, der die ganze Situation bis jetzt amüsant beobachtete hatte, wurde nun ein wenig nervös, als er sah dass Jack angesäuert war. „Tja ... weißt du ... die Kleine hat einfach den Mund zu voll genommen. Und du kennst ja Esmeralda. Wenn die einen nicht Leiden kann, dann ..."

„Ihr habt um die Wette getrunken? Mein Gott Bill, dieses Mädchen ist doch nichts gewohnt! Das Zeug kann sie ja umbringen in den Mengen!"

Betroffen starrte Bill nun auf den Boden. Das hatte er überhaupt nicht bedacht. Es kam wirklich des öfteren vor, dass manche Leute nach einem Trinkspiel umkippten und nicht mehr aufwachten. „Aber die Kleine war richtig gut! Das hättest du sehen sollen Jack!"

„Danke, ich habe genug gesehen. Kommt mit Jenn. Ich bringe Euch zurück auf das Schiff." Er legte seinen Arm um sie und stolperte mit ihr den Kiesweg entlang. „Oh Schack! Daass hättescht du seh'n soll'n! Ich haaab die Kuh unter'n Tisch geschoff'n!" Sie streckte ihre Faust in die Luft und deutete ein Siegeszeichen an bevor sie wieder nach vorne stürzte und kichernd sich an Jacks Oberarm festhielt. Dieser verdrehte nur die Augen.

Bill stand betroffen neben dem Tisch und starrte den beiden noch hinterher. So besorgt hatte er seinen Freund schon lange nicht mehr gesehen. Konnte es sein, dass er für das Mädchen mehr emfpand? ‚Neeeeee.' Bill schüttelte den Gedanken schnell wieder aus seinem Kopf. „Jack doch nicht ... So jemand wie er liebt nur das weite Meer und seine Black Pearl .." Sein Blick fiel auf Esmeralda die immer noch bewusstlos auf den Boden lag. Bei ihrem Anblick schüttelte er mit dem Kopf und griff nach ihren Armen. „Komm Schwesterlein. Wie es aussieht hast du ganz klar verloren."