Yes, you want her
Look at her, you know you do
Possible she wants you too
There is one way to ask her
It don't take a word
Not a single word
Go on and kiss the girl

"Geh" Ein simples, kleines Wort, das dem König von Temra im Herzen weh tat. Es war nicht das erste Mal, dass Deirdra ihn in einem unpassenden Moment zum gehen aufforderte. Was hatte er diesmal falsch gemacht? War es, weil er ihren Kuss erwiderte oder weil er so apprupt aufhörte? Sollte es tatsächlich sein Edelmut gewesen sein, der ihm nun seine Chance verbaut hatte?
Deirdra saß neben ihm, die Knie angezogen und den Kopf darauf gelegt - und sie schluchzte. Er hatte definitiv etwas falsch gemacht nur was? Rohan war drauf und dran ihrer Bitte folge zu leisten doch nun fasste er einen Entschluss. "Nein, Deirdra, diesmal nicht." Die Königin hob verblüfft ihren Kopf und sah die Entschlossenheit in seinen Augen. "Jedes mal hast du mich gebeten zu gehen und mir das Wort abgeschnitten. Ich bleibe." Sie könnte es nicht fassen: widersetzte er sich tatsächlich der Königin von Kells? "Ich bitte dich, lass mich allein.", sagte sie mit leiser Stimme. "Nein."
Vorsichtig legte er ihr eine Hand auf die Schulter. "Das was gerade passiert ist oder passiert wäre ist nicht deine Schuld, ich wollte es genauso aber nicht unter solchen Umständen." Sie zuckte leicht zusammen. Er wollte es? "Was meinst du?", fragte sie dann. "Du bist verletzt weil dein Vater gestorben ist, überfordert mit deinen Aufgaben als Königin und bist nun hier, weil du vor allem davon läufst. Niemals würde ich dich in dieser Situation ausnutzen. Vor allem aber möchte ich nicht dass du irgendetwas tust nur zur Ablenkung."
Ihr stockte der Atem. Augenblicklich änderte sich ihre Stimmung und ihre Augen funkelten bedrohlich. "Du unterstellst mir allen Ernstes ich hätte dich nur geküsst um mich abzulenken?" Sie wickelte das Laken um ihren Körper und stand auf. "Wie lange kennst du mich, verdammt! Ich bin sehr wohl in der Lage meine Gefühle so weit zu kontrollieren, dass ich weiß, was ich tue. Es tut mir leid, dass ich dich geküsst und damit unsere Freundschaft ruiniert habe aber nur mal kurz am Rande: das hast du schon geschafft indem du mich gefragt hast ob ich deine Frau werde um Kells und Temra zu vereinen!"
Rohan war wie vor den Kopf gestoßen. Da stand die Frau, die er liebte, nur in ein Laken und ein wenig Stoff gehüllt und warf ihm solche Dinge an den Kopf. Mit dem Antrag hatte sie recht, viel blöder hätte er sich gar nicht mehr anstellen können. Anstatt ihr zu sagen, was er fühlte, begann er mit Temra und Kells. Dafür könnte er sich jetzt noch Ohrfeigen.
Rohan stand auf, Zorn stand ihm ins Gesicht geschrieben. Zu Deirdra's Überraschung, zog er sein Hemd aus, trat auf sie zu und packte sie hart an den Oberarmen. "So siehst du das also? Du denkst ich hätte das nur getan wegen den verdammten Königreichen?" Deirdra klammerte sich verzweifelt an das Bettlaken. Sie spürte Rohan's festen Griff, der ihr seltsamerweise ganz und gar nicht unangenehm war. Unwillkürlich dachte sie an damals zurück, als sie ihn als "Jüngelchen" bezeichnet hatte. Schon damals erschrak sie als er ihr antwortete er wäre ein Mann und entschlossen verkündete er würde Draganta finden. Dieser einfache Satz brachte sie damals schon dazu Rohan plötzlich mit ganz anderen Augen zu sehen. Das war nicht mehr der kleine, freche Druidenlehrling von einst. Und nun, Jahre später, hatte er sowieso gar nichts mehr mit dem Kind zu tun, dass Deirdra einst kennenlernte. Ritter Draganta, König von Temra. Stark, selbstbewusst und unverschämt sexy.
"Was könnte es denn sonst für einen Grund geben aus dem du auf so eine Idee kommen könntest?", fragte sie schließlich mit bebender Stimme. Ihr Herz raste wie verrückt, doch ihres war nicht das Einzige. Auch Rohan hatte das Gefühl, es würde ihm jeden Moment aus der Brust springen, ob es jedoch die Wut war oder die Erregung, das wusste er nicht so genau. Die Antwort auf Ihre Frage jedenfalls lag ihm auf der Zunge, er schaffte es aber dennoch nicht, dass die Worte seine Lippen verließen. Deswegen packte er die Königin von Kells fester an sich und küsste sie. Leidenschaftlich, fordernd. Alles, was er ihr sagen wollte, lag nun in diesem Kuss und sie wehre sich nicht dagegen, ganz im Gegenteil. Sie erwiderte den Kuss und irgendetwas tief in ihr hüpfte vor Freude auf und ab. War es vielleicht ihre innere Göttin die sich freute wie ein kleines Kind zur Wintersonnenwende? Oft schon hatte sie die Mägde und Zofen am Schloss davon sprechen hören, von diesem Gefühl wenn man sich voll und ganz einem Mann hingibt nur sie selbst hatte es noch nie erlebt. Wie denn auch? Der Krieg zwischen Kells und Temra war immer das einzige gewesen um das sich ihre Gedanken drehten. Doch nun waren diese wie weggeweht. Es herrschte Frieden, zumindest zwischen den Königreichen. Sie war erwachsen geworden, eine Frau und Königin.
Sie spürte, dass Rohan seinen Griff gelockert hatte, seine starken Arme umklammerten sie nun fest und doch zärtlich. Auch ihre Hände ruhten nun auf seiner muskulösen Brust. Das Bettlaken war langsam zu Boden gerutscht nun stand sie nur noch spärlich bekleidet in ihrer Leinenunterwäsche vor ihm. Ein schmales Stück Stoff, ähnlich den BHs der Neuzeit und ein kurzes Unterhöschen waren das einzige, was ihren schlanken Körper bedeckte. Deirdra spürte ein kleines Lächeln in Rohan's Mundwinkeln. Machte er sich etwa über sie lustig? Er schien ihre Unsicherheit zu spüren, denn nun legte er ihr eine Hand an die Wange, löste den Kuss und sah sie eindringlich an. „Du bist so wunderschön." Deirdra konnte das Verlangen in seinen Augen sehen, als er sich an ihren Nacken beugte und begann diesen mit Küssen zu bedecken. Ein leises Stöhnen entkam ihren Lippen, ihr wurde heiß und kalt zugleich so etwas hatte sie definitiv noch nie zuvor gespürt. Zumindest nicht auf diese Art und Weise. Deirdra war unfähig zu denken, sie bekam es sogar nur am Rande mit als Rohan das kleine Stück Stoff entfernte, dass ihre Brüste bedeckt hielt. Auf einmal packte er sie mit beiden Händen fest am Hintern, hob sie hoch und ehe sie sich versah, hatte er sie zurück auf das Bett geworfen. Als sie halbnackt vor ihm lag, musste Rohan lächeln, niemals hätte er gedacht jemals in eine solche Situation mit der Königin zu geraden. Natürlich hatte er es sich oft gewünscht. Mehr als oft sogar. Deirdra beobachtete ihn grinsend, als er sich von seiner Hose befreite unter der er zu ihrer Überraschung nichts trug. Gut, es konnte auch sein dass er seine Unterhose gleich zusammen mit der normalen Hose runter gezogen hatte, aber darüber wollte sie ihm Moment nicht nachdenken. Sie war viel zu fasziniert von dem, was zum Vorschein kam. Natürlich hatte sie schon mal einen nackten Mann gesehen nur nicht SO. Ein klein wenig Furcht überkam sie als ihr klar wurde, dass sie eigentlich keine Ahnung hatte von dem, was sie gleich tun würden. Sie kannte es nur aus Erzählungen. Rohan hatte sich inzwischen über die Königin gebeugt und bedeckte ihre Brüste und ihren Bauch mit küssen, als sie spürte, wie ihr das letzte noch verbliebene Stückchen Stoff vom Leib gezogen wurde. Ehe sie noch einen klaren Gedanken fassen konnte, befand sie sich mit gespreizten Beinen unter dem König von Temra, der ihr tief in die Augen blickte. „Hast du Angst?", fragte er leise. Vielleicht hatte er ihre Sorgen gespürt, vielleicht aber auch nicht, ihre Gedanken liefen einfach nur noch Amok. Das einzige, was sie wusste, war, dass sie diesen Mann wollte, je früher, desto besser. Deirdra lächelte und streichelte ihm sanft über die Wange. „Nein, jetzt nicht mehr." Rohan küsste sie sanft, bevor er langsam und vorsichtig begann in die Einzudringen. Deirdra fühlte sich, als würde ihr Körper von innen heraus verbrennen. Ein kurzer Schmerz durchfuhr sie, doch er war keineswegs unangenehm und dauerte nicht lange an. Rohan hielt kurz inne, es fiel ihm sichtlich schwer sich zu beherrschen. Als er jedoch merkte, dass sie lächelte, war all seine Selbstbeherrschung dahin. Er begann sich in ihr zu bewegen. Erst langsam, dann immer schneller und fordernder. Für beide gab es in dem Moment nichts anderes mehr um sie herum. Kein Kells, kein Temra, keine Sorgen um Nemain oder Maeve. Nur sie beide waren wichtig und sie wünschten sich, dieser Moment würde niemals vergehen. Rohan's warmen Körper auf dem ihren zu spüren, war das vermutlich schönste Gefühl, dass Deirdra in ihrem ganzen Leben gespürt hatte. Kalter Schweiß lief ihr übers Gesicht, immer wieder spürte sie seine Küsse auf ihrer Haut, ihren Lippen, seine Hände waren überall und gleichzeitig nirgendwo. Sein Tempo beschleunigte sich, Deirdra glaubte zu explodieren als sie ein Gefühl durchzog, dass sie noch nie zuvor gespürt hatte. Ein Feuerwerk, dass sich in ihrem Körper ausbreitete. Ihre Finger bohrten sich fest in Rohan's Rücken und ein stummer Schrei entfuhr ihren Lippen, als er sich ein letztes mal Aufbäumte, bevor er sie ein letztes mal leidenschaftlich küsste und auf ihr zusammensackte. Beiden fiel das Atmen mehr als schwer. Rohan rollte von ihr herunter, stützte seinen Kopf in die Handfläche und lächelte sie an. Deirdra versuchte noch immer krampfhaft ihre Gedanken zu ordnen, was leichter gesagt war als getan. Sie spürte dass ihr die Bettdecke über den Körper gezogen wurde und Rohan sie sanft in den Arm nahm. „Ist alles in Ordnung mit dir?", fragte er als er ihr eine Strähne aus dem Schweißnassen Gesicht strich. Deirdra lächelte ihn an. „Mehr als das."

„Was meinst du mit 'Deirdra ist weg' wo zum Teufel ist sie? Sie kann Kells doch nicht so einfach in Stick lassen!", Angus war sichtlich aufgebracht. Da kam er zurück mit der frohen Botschaft, dass er seine verbesserte Rüstung bekommen hatte und dann war nicht einmal die Königin anwesend um ihn zu beglückwünschen. „Angus beruhige dich, sie ist bei Rohan. Sie wollte ihn fragen was Fin Varra damit meinte, dass sie keine neue Rüstung bekommen würde.", antwortete Ivar ihm mit sanfter Stimme, obwohl ihm selbst nicht wohl bei dem Gedanken war. Amara, die neben Angus stand, verschränkte die Arme vor der Brust und grinste. „Ja Wer's glaubt." Angus sah zu seiner – konnte man sie schon als neue 'Freundin' bezeichnen? - jedenfalls sah er zu ihr rüber und schien verwirrt zu sein. „Was meinst du damit?" Die dunkelhaarige Frau schüttelte den Kopf. „Jungs seit ihr denn wirklich so schwer von Begriff? Wenn es wirklich nur darum ginge, zu erfahren, was Fin Varra gesagt hatte, hätte sie auch die kleine Elfe schicken können. Hier geht es um was anderes." Ivar lächelte, doch der Ritter der Erde kratzte sich nur am Kopf. „Um was denn?" Amara rollte mit den Augen. „Und da wunderst du dich wenn ich dich nicht für voll nehme? Du gibst mir ja immer wieder von selbst die besten Vorlagen um mich über dich lustig zu machen." Sie trat an ihm vorbei und verließ den Thronsaal. Angus sah verwirrt zu Ivar auf. „Was meint sie denn?" Der Ritter des Wassers konnte nur Lachen. „Ach Angus, ich glaube DA musst du selber drauf kommen." Er klopfte seinem Freund auf die Schulter, als Garrett den Raum betrat mit einem Krieger, den die Mystischen Ritter zuvor noch nie gesehen hatten. „Und das ist der Thronsaal, das Herzstück von Kells. Eure Aufgabe wird es unter anderem sein, diesen mit eurem Leben zu verteidigen. Oh hallo Angus, hallo Ivar. Das ist Seanin, ein neues Mitglied der Königlichen Wache." Garrett's Aufgabe an diesem Tag war es gewesen, die neuen Wachen auszubilden. „Er stammt aus einem Dorf an den Grenzen zu Temra. Ihr hättet ihn sehen sollen, ich habe noch nie jemanden gesehen, der den Parcours in so kurzer Zeit absolviert hatte." Der Ritter des Waldes schien sichtlich begeistert zu sein, von dem neuen Krieger. Angus musterte ihn von oben bis unten. Irgendetwas gefiel ihm nicht an dem Kerl. „Aus einem Dorf das an Temra grenzt? Was führt euch nach Kells?", fragte er misstrauisch. Der junge Krieger lächelte. „Meine Mutter fand eine Anstellung als Küchenmagd hier im Schloss und ermutigte mich meine Fähigkeiten der Königlichen Armee zur Verfügung zu stellen." Das war natürlich nur die halbe Wahrheit. Natürlich hatten sie sich gezielt in das Schloss eingeschlichen. Dank ein klein wenig Magie war es Maeve, bzw. Fiona – wie sie sich nun nannte, gelungen an die Stelle der Küchenmagd zu gelangen. Seanin dagegen hatte es einfacher, da an diesem Tag sowieso neue Wachen ausgebildet wurden und wie leicht es war als „Neuling" an dem Parcours teilzunehmen, hatte einst schon Aideen bewiesen, als sie von Maeve in einen Menschen verwandelt worden war.
Ivar trat auf den jungen Krieger zu und gab ihm die Hand. „Nun dann herzlichen Glückwunsch, ich hoffe ihr werdet euch wohl fühlen hier im Schloss von Kells." „Ich danke euch, Prinz Ivar. Ich habe bereits viel von euch und den mystischen Rittern gehört. Im Ganzen Land werden Geschichten über euch erzählt. Doch ich dachte die neuen Wachen würden von der Königin persönlich begrüßt werden." Nach diesen Worten von Seanin sah sich Garrett im Thronsaal um. „Stimmt, wo ist Deirdra eigentlich?" Ivar räusperte sich und sah Garrett eindringlich an. „Sie fühlt sich nicht wohl, für die nächsten Tage hat sie mich zu ihrem Stellvertreter ernannt." „Dich? Ausgerechnet dich? Du hast ja noch nicht mal eine neue Rüstung – im Gegensatz zu anderen Leuten.", sagte Angus breit grinsend und klopfte sich selbst lobend auf die Brust. „Du hast deine neue Rüstung? Glückwunsch Angus, vielleicht lernst du auch irgendwann noch sie richtig zu nutzen.", lachte Garrett. „Hey Pass auf, dich besiege ich auch noch ganz ohne Rüstung. „Das hast du ja einst schon mal bewiesen. Hab ich das falsch in Erinnerung oder warst du damals nicht gefesselt und geknebelt an einen Baum gebunden?" „Nicht dass ich mich erinnern könnte.", meinte Angus gespielt gekränkt. Die Ritter lachten, während Seanin sich verneigte und den Saal verließ. Die Königin fühlte sich also nicht gut? Das waren interessante Informationen.

In seiner Hütte angekommen, wartete bereits die blonde Frau auf ihn, die er als seine Mutter ausgegeben hatte. Maeve in Verkleidung. „Und?", fragte sie ungeduldig. „Vor euch steht das neue Mitglied der Königlichen Wache, Mylady.", antwortete der mystische Ritter des Moores und verneigte sich vor der einstigen Königin. „Sehr gut – wann schlagen wir zu?" „Meine Königin, seit doch nicht immer so ungeduldig. Im Schloss sagte man mir die Königin von Kells fühle sich nicht so gut. Ich habe ein wenig meine Beziehungen spielen lassen und herausgefunden dass sie sich gerade bei Rohan in Temra befindet. Es wird wohl seine Gründe haben, warum die mystischen Ritter dies verheimlichen. Es sieht ganz danach aus, als wäre sie der wunde Punkt eures Sohnes." Er setzte sich auf eine der Pritschen und grinste. „Ich schlage vor wir warten bis sie zurück ist, bringen sie in unsere Gewalt und haben sich ein Druckmittel um an den Thron von Temra zu kommen."
Maeve grinste böse. Die Denkweise des Ritters gefiel ihr mehr als gut, warum nur war sie nicht selbst darauf gekommen? „Rohan würde alles tun für dieses Mädchen. Wahrlich eine gute Idee." Ihre Augen funkelten bedrohlich. Endlich konnte sie wieder hoffen. Wenn sie erst einmal ihren Thron in Temra zurückerobert hatte, war sie ihrem Ziel schon einen Schritt näher: Der Herrschaft über die gesamte Insel. Nur Nemain bereitete ihr nach wie vor Kopfzerbrechen.