Letztes Kapitel: Yamcha verletzt Bulma aus Versehen. Noch weiß Vegeta nicht, dass der blaue Fleck in Bulma's Gesicht auf Yamcha's Konto geht.





Bulma stand am Morgen danach etwas verspätet auf. Als sie aus ihrem Zimmer kam, saßen Chichi und Gohan bereits am Tisch und frühstückten. Bulma entschuldigte sich und setzte sich dazu.

„Wo ist denn Son Goku?" fragte sie beiläufig, während sie von Chichis gutem Essen probierte.

„Er trainiert.", antwortete Gohan an ihrer Stelle und schob die Unterlippe vor. „Seit Vegeta nicht mehr bei dir wohnt, sind die beiden ständig nur am trainieren! Papa unternimmt fast nichts mehr mit mir!"

Chichi goss Bulma Kaffee ein und sagte zu ihrem Sohn: „Und das ist auch ganz gut so! Jetzt hast du endlich wieder mehr Zeit zum lernen." Gohan wollte widersprechen, aber Chichi fuhr ihm über den Mund: „Nein, keine Widerrede! Ich werde dich sowieso nicht gegen die Cyborgs kämpfen lassen, das kannst du vergessen!"

Gohan schmollte und verzog sich ziemlich schnell auf sein Zimmer. Als er weg war, sagte Chichi: „So betrachtet ist es ganz günstig, dass Vegeta noch da ist. Er lenkt meinen Mann ab und Gohan kann endlich wieder etwas lernen. Trotzdem wünschte ich, er wäre im All geblieben. Seine Anwesenheit belastet eure Beziehung."

Bulma seufzte leise. Bei der Gelegenheit zeigte Chichi auf ihre jetzt blau- geschwollene Wange und fragte: „Geht es dir wieder besser? Wie ist das passiert?"

„Das war ein Unfall.", antwortete Bulma. „Yamcha und ich haben uns gestritten, ich habe ein paar ziemlich hässliche Sachen gesagt. Er ist ziemlich sauer geworden und – ich kenne mich mit diesem Kung Fu Zeug ja nicht aus – hat wohl irgendwie die Kontrolle verloren. Ich weiß nur noch wie ich gegen die Wand knallte und er da stand mit einer Kampfaura wie ein Flammenkranz."

„Er hat dich geschlagen??", fragte Chichi entsetzt.

Bulma wollte gerade protestieren und alles erklären, da sah sie im Augenwinkel eine Bewegung. Sie drehte den Kopf und sah direkt in Vegeta's dunkle Augen. Der Saiyajin stand zusammen mit Son Goku in der Tür und starrte sie aus großen Augen an. Er hatte alles gehört.

„Vegeta..." murmelte sie entsetzt.

Der Moment, in dem sie ihm die Wahrheit hätte erklären können, verstrich ungenutzt. Vegeta knurrte: „Das wird er büßen." Der Prinz fuhr ohne ein weiteres Wort herum und stürmte aus der Tür. Und Goku und die zwei Frauen hinterher.

Bulma und Chichi kamen gerade rechtzeitig um zu sehen, wie Goku hinter Vegeta her in den Himmel sauste und ihn am Arm packte. „Vejita, warte! Tu jetzt nichts unüberlegtes!"

„Nein, Kakarott!" brüllte Vegeta und holte mit dem rechten Arm aus. „Du wirst dich hier nicht einmischen!" Mit einer kraftvollen Bewegung stieß er seinen Ellbogen dem armen Son Goku ins Gesicht und schmetterte ihn damit mit voller Wucht in den Boden.

Als Goku wieder hochkam, war Vegeta längst weg. „Oh Scheiße!" rief Bulma. „Was soll ich denn jetzt tun? Yamcha ist so gut wie tot! Dabei hat Vegeta das missverstanden!"

Goku wischte sich den Staub aus dem Gesicht und sagte: „Ich werde gehen und ihn aufhalten. Aber ich werde nicht für Yamcha Partei ergreifen. Sie sind beide Freunde von mir und ich werde mich nicht einmischen. Nur dafür sorgen, dass Vegeta Yamcha nicht umbringt."

„Nimm mich mit!" bat Bulma. Goku überlegte kurz, dann nickte er. Er legte die Arme um sie und flog in Richtung Capsule Corporation.





Wie ein Rachegott raste Vegeta über den Himmel. Er wusste gar nicht, warum er so sauer war. Er hatte auf einen Fehler von Yamcha gewartet, aber dafür war jetzt gar kein Platz in seinen Gedanken. Er wollte nur noch eins: den Kerl ungespitzt in den Boden rammen.

„Dafür dass er es gewagt hat, Hand an meine Frau zu legen!" knurrte Vegeta und fragte sich im nächsten Moment, warum er so dachte. Sie war nicht seine Frau. Er wusste, dass seine Wut nicht wirklich gerechtfertigt war. Aber er konnte nicht anders. Yamcha würde sterben.





Nächstes Kapitel: Goku muss Vegeta aufhalten. Was sagt Bulma dazu?