In diesem Sinne.
Es lebe die Sommerpause!
Und… AW! Ich habe Gosford Park gesehen *seelig* *schaut mal nach FFs*
Hey… und ich wurde gestern in 2 Stunden zweimal mit ‚Satan' angeredet… *findet das erstaunlich* Das ist Rekord!
Ein Kapitel für meine Ma.
~*~ Zweites Sommerpausenkapitel :) ~*~
@Maxine: Ja, toll, was? Ich bin vielleicht auch froh, da kannst du dir sicher sein, jetzt muss ich mich bloß immer zum Updaten aufraffen *lol* Und noch interessanter finde ich, was ich alles geschrieben habe… *denkt an die Metall-im-Gesicht-Szene* *lol* Dange für's Riwu *froi* Schön, dass es dir immer noch gefällt ^^
@Ernestine-Marie: *fragt sich, ob sie das jetzt richtig geschrieben hat* *hehe* Danke schön für's Riwu! Na ja, ich gebe ja zu, die Story braucht, um in Gang zu kommen… nicht förderlich, wenn man selbst keine Ahnung hat, was man eigentlich schreibt *hö* Auf jeden Fall freue ich mich, dass es dir gefallen hat! *froi* Outtakes gibt es wieder... aber erst in zwei oder 3 Kapiteln... *ist hier nicht wirklich was eingefallen* ^^ *froit sich, dass sie gefallen*
@Avenahar: Ich vergebe dir *lol* Nein, kein Problem… ich kenn den *rr*-Effekt *hehe* Ich nehme das einfach mal als positives Feedback, ja? Gut, danke *hehe* *drück*
Danke für die Riwus!
Ja das goldene Stück Scheiße geht an uns,
denn wir ham's uns echt verdient
wir haben noch immer nichts getan
und deshalb soll'n wir es auch kriegen:
Das goldene Stück Scheiße geht an uns
Das goldene Stück - WIZO (wundert das noch wen?)
Hatte ich schon mal, wenn
ihr euch erinnert… ich mag die Wendung in dem Lied. Jau! Wendungen sind eh toll…
übrigens nehme ich jetzt Vorschläge an, was mit Victoria passieren soll *he*
*Massenmörder versteck*
xi - Aitios
Minerva betrachtete die Liste vor ihr auf dem Tisch.
„Sie kennen den Vorgang.", sagte sie zur Klasse, „Wer über Weihnachten hier bleiben möchte, trägt sich ein. Die Liste bleibt die nächsten 2 Wochen hier liegen, bis dahin sollten Sie sich entschieden haben."
Minerva erwartete nicht, dass viele Schüler in der Schule bleiben würden, nachdem Voldemort sich ausdrücklich an Hogwarts gewandt hatte. Und sie wusste nicht, ob Albus es Harry, der gerade seinen Namen als erster auf die Liste setzte, erlauben würde, zu bleiben, oder ob er ihn zu seinen Verwandten schicken würde, wo Arabella Figg ein Auge auf ihn haben konnte.
Überhaupt, so fiel ihr auf, wusste sie wenig von dem, was Albus vorhatte. Zu wenig, wenn es nach ihr ging.
Auch Ron und Hermine hatten inzwischen ihre Namen auf die Liste gesetzt. Bisher waren sie und Harry die einzigen Gryffindors die bleiben würden.
Die drei verließen den Raum, doch Minerva war nicht allein im Klassenzimmer.
Victoria trat an Minervas Tisch und sah
einen Moment in Gedanken versunken auf die Liste.
Es war das erste Mal seit sie in Hogwarts war, dass sie auch nur in die Nähe der
Liste gekommen war.
Minerva wollte etwas sagen, doch hielt sie etwas zurück und so wartete sie angestrengt geduldig auf eine Reaktion von Victoria.
Die hob den Kopf und sah Minerva einen
Moment aus ausdruckslosen Augen an.
Dann nahm sie die Feder, die neben der Liste lag, tunkte sie in Tinte und setzte
langsam ihren Namen unter den Hermines, um kurz darauf Minerva wieder anzusehen.
Ein feines, spöttisches Lächeln umspielte ihre Lippen.
„Sie werden doch auch hier sein über Weihnachten?", fragte sie lieblich.
Minerva betrachtete sie einen Moment.
„Ja.", antwortete sie schlicht, „Die längste Zeit muss ich das sogar."
Victorias Lächeln wandelte sich zu einem
Grinsen.
„Dann werden das sicher ganz erstaunlich vergnügliche Weihnachten.", erwiderte
sie mit blitzenden Augen, „Guten Tag, Professor.", fügte sie hinzu und verließ
dann das Klassenzimmer.
Minerva sah ihr kurz nach und schüttelte
leicht den Kopf.
Weihnachten mit Victoria in Hogwarts war das Letzte, was sie mit Freude erfüllen
würde.
Und dennoch würde das vielleicht die Möglichkeit bringen, endlich etwas zu
unternehmen.
Sie rollte die Liste zusammen, nahm ihre Sachen und machte sich auf den Weg ins Lehrerzimmer.
~*~
Minerva sah Amanda, als sie einige Zeit nach Unterrichtsschluss den Korridor entlang ging, der zur Bibliothek führte.
Sie lehnte gegen ein Fenstersims, den
Blick weit und abwesend nach draußen gerichtet, die Arme verschränkt, die Hände
in den Ärmeln ihrer Robe verborgen und dieses Bild berührte Minerva.
Sie trat langsam näher.
„Guten Abend, Amanda.", sagte sie mit gedämpfter Stimme.
Die Aurorin wandte langsam ihren Blick von
der Landschaft ab und drehte sich zu Minerva.
„Guten Abend, Minerva.", erwiderte sie. Sie klang, als wäre sie eben erst nach
einem kurzen Schlaf aufgewacht und hinge in Gedanken noch immer dem Geträumten
nach.
Minerva trat ans Fenster heran.
„Was tust du hier?", fragte sie Amanda.
„Nachdenken.", antwortete Amanda schlicht.
Minerva nickte.
Einige Zeit schwiegen sie beide, bis
Amanda schließlich Minerva nachdenklich ansah.
„Kann ich dich etwas fragen?", fragte sie.
„Immer.", antwortete Minerva ohne nachzudenken.
Amanda löste ihre Arme aus der Verschränkung und betrachtete einen Moment ihre Hände.
Auch Minerva ließ ihren Blick kurz über die feinen Narben auf Amandas Händen gleiten, bevor sie in ihr Gesicht sah.
Amanda sah aus, als suchte sie nach Worten
und Minerva ließ sie gewähren.
„Was für einen Sinn hat das?", fragte sie dann mit emotionsloser Stimme, „Warum
sind wir hier?"
Minerva betrachtete Amanda lange.
„Du zweifelst am Ministerium.", sagte sie dann, „Das ist in Ordnung." Sie
hoffte, Amandas Aussage richtig gedeutet zu haben.
Amanda schnaubte.
„Frag mal das Ministerium, oder Fudge.", sagte sie und ein Schatten legte sich auf ihr Gesicht, „Ich bin mir nicht sicher, ob das alles richtig ist. Ich bin 43, hatte noch keine Beziehung, die länger als 3 Monate gedauert hat und ich werde bestimmt keine mehr eingehen, so lange ich als Auror arbeite. Was eine Lebensaufgabe ist. Nicht gut, wenn man an der Berufung zweifelt."
Amanda so offen und bitter reden zu hören
überraschte Minerva in gewisser Weise. Sie hätte nicht gedacht, dass sie so
deutlich zugeben würde, dass sie ihre Arbeit satt hatte.
„Geh.", sagte Minerva.
Amanda winkte ab.
„Selbst wenn ich wollte,", sagte sie, „ich könnte nicht. Nicht jetzt. Keiner von
uns kann gehen." Sie straffte ihre Schultern und schwieg kurz. „Für das Team werde ich bleiben. Und für
die Menschen, die uns brauchen könnten. Aber bestimmt nicht für
Fudge oder um etwas gegen den Unnennbaren zu unternehmen."
Minerva sah Amanda lange an. In ihren Augen sah sie
Entschlossenheit und das erleichterte Minerva in gewisser Weise.
„Darf ich dich etwas fragen?", fragte sie nun behutsam.
Amandas Kieferknochen traten hervor und auch sonst verspannte sie
sich scheinbar, doch sie nickte.
"Nur zu...", sagte sie leise.
Minerva dachte einen Moment nach, ohne den Blick von Amanda zu
nehmen.
Neben all der Entschlossenheit, wirkte sie heute unglaublich müde. Minerva trat
einen Schritt näher und berührte kurz und sachte Amandas Unterarm.
"Warum wollten sie dich und nur dich für den Auftrag Anfang Herbst?", fragte sie dann und zog die Hand wieder zurück. Es war eine der Fragen, die sie sehr beschäftigt hatten und sie wollte eine Antwort.
Amanda wich einen kleinen Schritt zurück - es wirkte mehr
instinktiv als geplant – und ihr Körper schien jetzt komplett verkrampft. Das zu
sehen machte Minerva alles andere als glücklich.
"Es gibt Sachen, die sollten nicht gefragt werden.", sagte Amanda dann leise.
"Aber ich habe gefragt.", erwiderte Minerva. Sie hätte sanfter klingen wollen, doch ihre Stimme hatte ihr nicht gehorcht. "Amanda,", fügte sie sachter hinzu, "natürlich bleibt es dir überlassen, zu antworten."
Amanda sah sie an, ihre Lippen waren nur noch ein Strich.
"Es ist nicht einfach, das zu beantworten.", antwortete sie, "Ich kann es nicht,
zumindest kann ich dir nicht alles sagen." Einen Moment schien sie nachzudenken.
"Es gibt Einsätze,", sagte sie dann und sie lächelte humorlos, "für die das
Ministerium seine ganz eigenen Leute hat. Leute die... Leute, von denen sie
wissen, dass sie den Mund halten. Mit Vorliebe Leute, die einmal einen Fehler
gemacht haben." Den letzten Satz hatte sie mit einem bitteren Unterton gesagt,
der Minerva traf. Sie fühlte sich hilflos Amanda gegenüber ohne, dass sie es
hätte erklären können.
Dennoch sah sie sie weiter an und dachte nach.
Fehler beging jeder, doch nur bei wenigen Leuten wachte das Ministerium so
darüber, wie bei den Auroren. Den Aushängeschildern des Ministeriums, den
Bewahrern der Sicherheit.
Amanda war bestraft worden für den Fehler, den fast unbedeutenden Fehler von vor 6 Jahren, genug nach Minervas Meinung.
"Es reicht langsam", sagte Minerva, "Das Ministerium sollte es ruhen lassen. Du hast daraus gelernt und es ist niemand zu Schaden gekommen. Außer dir."
Amanda schüttelte den Kopf und sie sah aus, als wollte sie noch etwas sagen, kam jedoch nicht dazu.
"Professor McGonagall, Miss McAllister. Welche Freude, Sie zu sehen."
Minerva und Amanda drehten sich zur Quelle der Stimme und sahen Fudge, der offensichtlich gerade die Bibliothek verlassen hatte.
"Ich wusste nicht, dass er lesen kann.", raunte Amanda kaum hörbar aber mit deutlichem Missfallen in der Stimme. Sie wirkte jetzt wieder komplett gefasst. Nichts erinnerte an den kleinen Blick in ihr Inneres, den sie Minerva gewährt hatte.
Minerva unterdrückte ein Lächeln und wartete, bis der Minister an Amanda und sie herangetreten war.
"Guten Abend, Minister,", sagte Amanda mit einem höflichen Lächeln auf den Lippen, das ihre Augen nicht erreichte.
"Guten Abend, Minister.", grüßte auch Minerva, "Was führt Sie in die Bibliothek?"
Fudge lächelte wie ein Gewinner.
"Nun." Er machte eine schwer zu deutende Geste mit der Hand. "Neben dem Archiv
des Tagespropheten ist Hogwarts eines der größten Archive für Zeitungen
überhaupt. Ich war auf der Suche nach Artikeln über Grindelwald."
Amanda warf Minerva einen kurzen Blick zu.
"Grindelwad...", sagte sie.
Ein anderes Lächeln erschien auf dem Gesicht des Ministers, das
Minerva von ihm nicht kannte und sie war sich nicht sicher, ob die diesen
Ausdruck mochte.
"Grindelwald, ja.", sagte er, "Es gibt schließlich einige Parallelen zwischen
ihm und dem Dunklen Lord."
Minerva kniff leicht die Augen zusammen. Sie mochte den Ausdruck ‚Lord' für Voldemort nicht. Besonders nicht von denen, die eigentlich gegen ihn operieren sollten. Mehr als die vielen angsterfüllten Ausdrücke für ihn, hob ‚Lord' ihn auf ein Podest, von dem er nur noch sehr schwer zu stürzen war.
"Bei allem Respekt, Minister,", sagte sie, "aber man kann Grindelwald nicht mit dem Unnenbaren vergleichen."
"Oh... sie beide fürchteten und fürchten Professor Dumbledore.", warf Fudge ein, "Beide brachten Angst und Schrecken."
"Das ist aber auch schon alles.", sagte Amanda fest, "Auch Schulaufgaben bringen Angst und Schrecken... oder Lehrer und Professor Dumbledore werden von einigen gefürchtet." Sie machte eine kleine Pause. "Vor allem aber war Grindelwald immer auch erkennbar ein Mensch."
Minerva sah Amanda an. Was sie sah, beunruhigte sie. Ein seltsames Leuchten in Amandas Augen, und Minerva fragte sich, wie weit Amanda im Kampf gegen ihre ganz eigenen Dämonen gehen würde.
~*~
Kurze Zeit nach dem Abendessen und einem kleinen Gespräch mit Anna und einigem Rooibos war Minerva auf dem Weg zu ihrem Büro und fühlte sich erschlagen.
Sie war selbst erstaunt, wie müde sie bereits jetzt sein konnte.
Im Grunde wollte sie sofort in ihre Wohnung und so schnell wie möglich ins Bett,
doch es wartete immer noch der Unterricht für die 5. Klasse Ravenclaw und
Slytherin des nächsten Tages auf sie, der noch nicht vorbereitet war.
Sie unterdrückte ein Gähnen und betrat ihr Büro.
Es lag da wie immer mit dem Unterschied, dass seit 2 Tagen wieder Möbel in der
Ecke am Kamin standen.
Minerva betrachtete das Sofa und den kleinen Tisch wohlwollend. Anna hatte sie darauf hingewiesen, dass die beiden Stücke im Hufflepuff-Flügel standen aber von niemandem genutzt wurden und so waren sie nach einigem Hin und Her in Minervas Büro gezogen.
Minerva ging hinüber zum Schreibtisch, nahm sich einige Bücher,
setzte sich dann aber auf das Sofa.
Es freute sie auf eine seltsame Weise, wieder etwas Bequemeres als ihren
Schreibtischstuhl in ihrem Büro zu haben.
"Ignis.", sagte sie. Ein Feuer entfachte im Kamin und Minerva zog sich die Schuhe aus, legte sie Beine auf das Sofa und schlug eines der Bücher auf um zu lesen zu beginnen.
Es ist erstaunlich, wie schwer es werden kann, die Augenlieder offen zu halten, ohne dass man es merkt. Man gewöhnt sich daran und passt die Anstrengungen, sie offen zu halten der Schwere der Lider an.
Wohl merkte Minerva, dass ihre Augen immer öfter zufielen auch nahm sie immer weniger vom Inhalt des Textes auf, aber sie las weiter.
Vielleicht lag es an der wohligen Wärme, die vom Feuer ausging oder an der Tatsache, dass ihr Kopf langsam aber sicher in Richtung Sofalehne rutschte, aber Stück für Stück verlor Minerva den Bezug zur abendlichen Wirklichkeit und schließlich erlaubte sie ihren Augen, sich zu schließen und ihren Händen, das Buch loszulassen.
Sie nahm das Klopfen zwar wahr, dennoch erreichte es sie nur so unterbewusst, dass sie ihm kaum Bedeutung schenkte.
Nur langsam wurde es ihr bewusst, dass jemand mit ihr sprechen wollte und schließlich ließ sie diese Erkenntnis aufschrecken.
Ihr Geist schien noch immer im Halbschlaf versunken zu sein und so sah sie sich im ersten Moment verwirrt um, unsicher, wo sie war und was sie im Begriff war, zu tun.
Als dann ihr Geist wieder klarer wurde, stand sie auf, schlüpfte in ihre Schuhe und ging hinüber zur Tür um zu sehen, wer geklopft hatte.
Doch vor der Tür war niemand.
Minerva trat auf den Flur und sah Victoria den Gang entlang gehen und sich von ihrem Büro entfernen.
"Miss Plaggemeyer."
Victoria blieb stehen und drehte sich um.
"Ja?", fragte sie knurrend.
‚Welchen Grund hätte Victoria, bei mir zu klopfen?'
Trotz dieses Gedankens schloss Minerva die Tür und ging einige Schritte auf
Victoria zu, die sie auf ihre eigene spezielle Weise durchdringend und
gleichzeitig ablehnend ansah. Sie hatte ihr Verhalten nicht geändert, auch wenn
Minerva das indirekt gehofft hatte, nachdem sie sich tatsächlich bei Lindzay
entschuldigt hatte.
"Haben Sie geklopft?", fragte Minerva, als sie nur noch gut 2 Meter
von Victoria entfernt stand.
Victoria sah sie an und sie grinste leicht.
"Warum sollte ich bei Ihnen klopfen?", fragte sie und schien amüsiert über den Gedanken, was wie ein direkter Versuch, Minerva einzuschüchtern wirkte.
"Außer Ihnen ist niemand auf dem Gang.", erwiderte Minerva, "Haben Sie geklopft oder nicht?
"Nein.", sagte Victoria und umfasste ihre Tasche fester.
Minerva nickte.
"Haben Sie sonst jemanden gesehen?", fragte sie, "Und was tun Sie so spät
überhaupt hier?"
Victorias Finger gruben sich in den Stoff ihrer Tasche und Minerva
begann sich darüber zu wundern.
"Ist es verboten?", fragte Victoria giftig.
Minerva atmete tief ein. Was hatte sie auch erwartet.
"Nein,", antwortete sie, "das ist es nicht. Es hat mich nur interessiert. Würden
Sie mir bitte antworten."
Victoria zog die Lippen zusammen und kniff ihre Augen leicht
zusammen.
"Ich habe mich nur umgesehen.", zischte sie dann widerstrebend, "Schließlich bin
ich hier bald weg. Sentimentalitäten."
Minerva nickte.
"Ich verstehe.", sagte sie, auch wenn Victorias Worte seltsam klangen, wenn man
bedachte, dass sie vor Kurzem noch ausdrücklich gesagt hatte, dass sie froh sein
würde, Hogwarts zu verlassen, "Haben Sie noch jemanden gesehen oder nicht?"
"Nein.", sagte Victoria knapp, "Kann ich dann jetzt gehen?"
"Natürlich.", sagte Minerva.
"Wundervoll." Victoria drehte sich um und war im nächsten Moment hinter einer Ecke verschwunden.
Minerva stand noch einen Moment da und seufzte. Bildete sie sich das ein, oder laugten sie die Gespräche mit Victoria aus?
Sie wandte sich um und ging zurück zu ihrem Büro. An der Tür fiel ihr Blick auf ein gefaltetes Stück Pergament, das vor der Tür auf dem Boden lag. Instinktiv sah sie sich um und als sie niemanden sah, glitten ihre Gedanken zu Victoria.
Sie hob das Pergament auf und öffnete die Tür, um
es in ihrem Büro zu öffnen.
Sie setzte sich wieder auf das Sofa, hob das Buch
auf, das vorhin auf den Boden gefallen war, legte es sorgsam auf den kleinen
Tisch und besah sich das gefaltete Blatt näher.
Es war ähnlich beschriftet wie Voldemorts Brief an sie und Albus, nur ihr Name. Diese Schrift aber schien weiblich. ‚Minerva McGonagall' war in sehr sauberer, schlichter und runder Schrift geschrieben.
Ein wenig beunruhigt aber dennoch neugierig entfaltete sie das Pergament und las die geschriebenen Worte.
"Ich sah deinen Mann sterben. Mit deinem Namen auf seinen Lippen."
Stille.
Die selbe Stille, die auch eben schon im Raum geherrscht hatte, aber jetzt schien sie übermächtig. Eine Stille, nach der man lauscht.
Minerva musste zweimal hart schlucken, bevor sie das Blatt aus der Hand fallen lassen konnte. Es dauerte, bis sie die Aussage begriffen hatte. Dann jedoch breitete sich mit ungeahnter Schnelle ein Druck auf ihrer Brust aus, wie sie ihn seit Jahren nicht mehr gespürt hatte.
Sie hatte sich kaum Gedanken gemacht, wie Georges letzte
Augenblicke ausgesehen haben mochten.
Ob er Schmerzen gehabt hatte. Oder Angst.
Und jetzt wurde ihr bewusst, dass das besser gewesen war.
George erschien vor ihrem inneren Auge, ihren Namen nennend. Nicht kurz vor seinem Tod, sondern eines der vielen Male während ihrer Ehe. Seine Stimme.
Eine Leere breitete sich in ihr aus so stark, wie in der ersten Zeit nach Georges Tod. Ihr Atem ging schwerer und ihre Hände wurden feucht und verkrampften sich.
Dann wandelten sich ihre Gefühle und Wut tauchte auf. Wut, wie jemand es wagen konnte ihr eine solche Notiz zu schreiben. Wie jemand es wagen konnte, so tief zu graben. Sie presste die Kiefer fest aufeinander.
"Minerva."
Albus' Stimme holte sie zurück aus ihren Gedanken. Sie drehte sich
langsam in Richtung Kamin, wo sie Albus' Kopf sah.
"Albus.", sagte sie und sie hatte den Eindruck, dass ihre Stimme seltsam schwach und fassungslos klang, "Wie kann ich Ihnen helfen?"
Albus sah sie einen Moment an, dann glitt sein Blick an ihr vorbei.
Minerva folgte seinem Blick und sah den Pergamentfetzen neben dem Sofa. Sie sah Albus wieder an.
"Sie haben auch einen bekommen.", stellte er fest und seine Stimme klang ungewöhnlich hart.
Minerva sah ihn leicht verwirrt an.
"Auch einen bekommen?", fragte sie.
"Einen Brief.", erklärte Albus eilig, "Deswegen wollte ich Sie eigentlich rufen." Er sah sie an. "Geht es Ihnen gut?"
Fragen erschienen in Minervas Gedanken, aber sie
schob sie beiseite.
"Ja." Sie stockte und atmete tief aus. „Nein,
ich..." Sie schüttelte den Kopf. "Ich weiß es nicht.", gestand sie leise und
fühlte sich plötzlich wieder müde. Müde von der Verwirrung über ihre eigenen
Gefühle und von der Verwirrung über Albus' Worte.
"Was sind das für andere Briefe?", fragte sie fester.
Albus' schüttelte den Kopf.
Seine Augen sahen sie sanft an.
"Kommen Sie in mein Büro.", sagte er, "Anna ist noch im
Hufflepuff-Gemeinschaftsraum. Die anderen rufe ich, wenn sie hier ist. Beeilen
Sie sich und seien Sie als erste hier, dann können wir reden." Er stoppte kurz.
"Fragen Sie nicht jetzt, sondern gleich."
Minerva nickte. So genauen Instruktionen von Albus würde sie nicht
widersprechen. Nicht, wenn er sich bereits solche Gedanken darum gemacht zu
haben schien.
"In Ordnung.", sagte sie.
Auch Albus nickte.
"Dann sehen wir uns in ein paar Minuten." Und im nächsten Moment
war sein Kopf aus dem Kamin verschwunden.
****
Irgendwie werden die Kapitel auch nicht kürzer *lässt Kopf hängen*
Szene mit Anna gestrichen… :(
Aitios ist Altgriechisch und bedeutet so viel wie „Anfang".
Und? Habt ihr Meinungen? Vielleicht sogar Zeit für ein kleines Riwu? *Wimperklimper* :)
