Life Renovations
Kapitel 12
The Chase has begun
Miss Ginevra Weasley war ein Mädchen auf einer Mission. Da sie im Hauptquartier des Ordens war während des angesetzten Meetings, belauschte sie dieses natürlich mit der wunderbaren Erfindung ihrer Brüder, den Langziehohren. Viel des Treffens hatte mit dem auffälligen Verhalten der Todesser zu tun, sowie mit den Angriffen auf die Muggel, welche momentan aufgehört hatten, genauso wie die Todesser herumwanderten, als ob es nie einen Krieg gegeben hätte. Viele der Todesser waren niemals öffentlich beschuldigt worden, und konnten von den Auroren nicht ohne echte Beweise festgenommen werden. Diese Neuigkeiten schienen Dumbledore zu missfallen, und Ginny war überrascht die Wut und die Frustration aus der Stimme des Direktors herauszuhören. Bald begann der Orden Harry zu diskutieren und sie war nicht in der Lage zu glauben, was sie hörte.
„Es scheint, als ob die Tortur, die Harry Potter vor einiger Zeit durchgestanden hatte, seinen Verstand zerstört hat … Er muss behandelt werden, bevor er sich selbst oder andere in noch mehr Gefahr bringt."
„Albus, was sagst du da?" Ginny erkannt die Stimme von Professor McGonagall. Die Stimme der Verwandlungsprofessorin war hart, als ob sie sauer auf den Direktor wäre.
„Er hat die Sicherheit des Ordens verlassen und sich im Tropfenden Kessel einquartiert."
„Ich sehe nicht, wie das begründet verrückt genannt zu werden, Dumbledore." Ginny jubelte still, als sie Charlies Stimme erkannte. „Harry hat eine Menge durchgemacht. Dieses Mal hat er fast nicht überlebt und ohne Malfoy hätte er das wahrscheinlich auch nicht. Harry will wahrscheinlich Zeit weg von allem um nachzudenken."
„Charlie hat Recht." Ah, da war Remus. „Harry will nur etwas Freiraum und Zeit."
„Und du weist das sicher, Remus?", machte Dumbledore weiter. „Voldemort mag seine Taktiken geändert haben, aber das ist kein Grund unseren Schutz zu lockern und einem Jungen, der viel zu viele Informationen über den Orden hat, erlauben, ungeschützt alleine zu sein. Es ist Wahnsinn und es kann nicht erlaubt werden, so weiterzumachen."
„Was schlägst du vor?" Das kam von Kingsley Shacklebolt. „Sollen wir Harry auch nach Azkaban stecken?" Ginnys Augenbrauen hoben sich vor Überraschung. Shacklebolt klang ruhig wie immer, aber da schien ein unterliegender Vorwurf zu sein.
„Jetzt ist nicht die Zeit zum Scherzen!"
Und das war das zweite Mal, dass Ginny hörte, wie Dumbledore seine Geduld verlor. Sie fragte sich, ob Shacklebolt über Dumbledores Befehle Bescheid wusste, Sirius ohne Verhandlung nach Azkaban zu schicken. Es machte sie wütend, dass Dumbledore das selbe versuchte, was Ron tat. Die Menschen glauben machend, dass Harry den Verstand verlor. Es war jetzt klar, dass Harry nicht das tun würde, was Dumbledore erwartete; der Direktor begann sich zu fürchten.
Mad Eye Moody platze in das Besprechungszimmer und Ginny hielt ihren Atem an, als sie ihm zuhörte, wie er davon sprach, dass Harry und Draco einen schönen Besuch in Malfoy Manor veranstalteten. Sie blieb komplett gefroren; sicher, dass Moody sie mit seinem unheimlichen Auge entdecken würde. Aber Moody hatte sich selbst in so eine Verfassung gebracht, dass er seine eigene Regel immer wachsam zu bleiben, anscheinend vergessen hatte. Dumbledore klang fast glücklich, diese Neuigkeiten zu erhalten, und Ginny war sicher, dass er dies versuchte vor den Ordensmitgliedern zu verbergen. Jetzt hatte er die perfekte Gelegenheit und den perfekten Grund Harry zu bekommen, ohne das sich ihm ein Ordensmitglied entgegenstellen würde. Ginny lauschte weiter mit flachen Atem, als Dumbledore befahl, dass Harry und Draco sofort gefunden und in ein sicheres Haus gebracht werden sollten. Für Ginny war klar, dass Dumbledore etwas vor hatte, wenn er Draco da mit hinein zog. Draco wusste nichts weiter, außer seine Lage. Aber er konnte das nicht an Voldemort weiter geben, da er nicht der Geheimniswahrer war. Also warum wollte er auch Draco gefangen haben? Und Ginny war verärgert, dass niemand sonst daran dachte, Dumbledore darin zu hinterfragen.
Dumbledore und Moody wollten zum Tropfenden Kessel apparieren, sobald sie das Treffen abgeschlossen hatten, und Ginny glaubte, das dies ihr genug Zeit geben würde, um vor ihnen in den Kessel zu flohen. Sie versuchte in einer beiläufigen Art die Treppen herunter zu laufen, für den Fall, dass ihr jemand entgegen kam, aber zur gleichen Zeit versuchte sie ihre Bewegungen zügig und verstohlen zu halten. Ginny bestätigte ihre erfolgreiche Mission damit, dass sie damit aufgewachsen war, um ihre sechs Brüder herumzuschleichen, in einem Haus, dass ächzte und stöhnte mit jeder Bewegung. Sie verlor keine Zeit und griff schnell etwas Flohpulver, um es in den Kamin zu werfen. Sie sprang in die grünen Flammen und war erleichtert zu bemerken, dass niemand sehen würde, wie sie ging. „Der Tropfenden Kessel!"
Sie stolperte aus dem Kamin und machte sich sofort auf den Weg zu dem Treppen, nachdem sie sich vom Boden aufgerappelt hatte. Den Blick schweifen lassend, bemerkte sie Hermine in einer Nische in der Nähe des großen Kamins im Tischbereich.
„Hermine!" Sie machte eine scharfe Wendung und rannte fast einen alten Zauberer mit strähnigem grauen Haar und einer knolligen Nase um. „Entschuldigung!" Sie ging weiter und ignorierte das finstere Gesicht des Zauberers. Sie kam zu Hermines Tisch und knallte ihre Hand darauf.
„Hermine! Harry und Draco sind in Schwierigkeiten!" Erst dann bemerkte sie, dass noch jemand anderes am Tisch saß, und als sie hinschaute, stutzte sie. „Verdammte Hölle, Zabini! Was ist mit deinem Auge passiert?"
Sie betrachtete ihn neugierig. Zabini war schon eine ziemliche Augenweide und Ginny hatte nichts dagegen, einen genaueren Blick zu haben. Mehr als seltsam schaute Zabini noch nicht einmal in ihre Richtung, sondern schaute stattdessen sauer zu Hermine. Er kniff sein rechtes Auge in einer Art zusammen, die sehr schmerzhaft schien, genauso wie die Gegend um das Auge, welche eine lilafarbene Prellung war und seine schöne, dunkle, karamellfarbene Haut verunzierte.
„Hermine, hast du das getan?" Ginny lehnte sich nach vorne und drückte ihre Finger gegen die verfärbte Haut. „Ich wette, das tut weh, oder?" Zabinis Augen zuckten herüber um ihre zu treffen und Ginny fühlte das aufgeregte Kribbeln, dass sie immer bekam, wenn ihr Herz einen Schlag aussetzte.
„Ginny, was hast du über Harry und Draco gesagt?"
„Oh, richtig." Ginny ließ ihre Hand fallen und stieß mit ihrer Hüfte gegen Zabini, um ihn dazu zu bringen etwas Platz zu machen. Doch statt rüber zu rutschen, fiel Zabini um und blieb so liegen. Steif wie ein Brett.
„Du hast ihn nicht wirklich betäubt?"
„Er hat Harry und Draco erlaubt, mich zu betäuben. Ich habe mich nur gerächt.", sagte Hermine wütend, finster zum Slytherin blickend.
„Warum befreist du ihn nicht endlich?"
„Ginny, sag mir, was passiert ist! Harry und Draco sind nach Malfoy Manor geeilt, wie Idioten … Ich weiß nicht, was passiert ist!"
„Es ging ihnen gut in Malfoy Manor, glaube ich. Aber natürlich macht sich Dumbledore Sorgen um die Geheimnisse und die Sicherheit des Ordens und will nicht, dass Harry und Draco in der Lage sind frei herumzulaufen. Oder wenigstens ist es das, was er dem Orden gesagt hat. Aber wir beide wissen, dass er eine feste Kontrolle über Harry behalten will und deshalb will er auch Draco." Ginny zog Zabini zurück in eine sitzende Position und schob ihn vorsichtig hinüber gegen die Wand, so dass sie sich neben ihn quetschen konnte. „Wir müssen sie warnen. Der Direktor und Moody sind jetzt auf ihrem Weg hier her und wollen sie irgendwo hin zu bringen."
Ginny wurde verwirrt, als Hermine vor Erleichterung seufzte.
„Harry und Draco sind nicht hier. Severus sollte sie finden.", erklärte Hermine.
„Nicht hier?" Ginny setzte sich zurück und ließ ihren Atem raus. „Dank Merlin dafür!Ich habe mein bestes getan, um so schnell wie möglich hier her zu kommen, ohne das mich jemand gesehen hat."
„Du bist schon immer eine erstaunliche Griffindor gewesen.", sagte Hermine freundlich.
Ginny lächelte strahlend und zog ihren Zauberstab hervor. „Schön, dass du so denkst. Ich werde noch einen Schritt weiter gehen und es wie Harry machen und ein Held sein." Sie zeigte mit ihrem Stab auf Blaise. „Finite Incantatum."
„Zweieinhalb Stunden!", platzte Blaise hervor, sobald er sich bewegen konnte, finster zu Hermine schauend. „Du hast mich für zweieinhalb Stunden unbeweglich gehalten!"
„Zisch mich nicht an, Slytherin. Es war deine Schuld, dass Harry und Draco davon gekommen sind. Du hast verdient, was ich dir gegeben habe."
„Ich habe das blaue Auge nicht verdient!", schnappte Blaise. Er wandte sich dann zu Ginny und grinste sie an, seine perlweißen Zähne gegen die dunkle Haut zeigend. „Und ja, es tut weh. Danke."
Ginny seufzte. „Du bist wirklich sehr schön, Zabini."
„Ich denke anders." Hermine kam auf Blaise zu, ihre Augen über Ginny verdrehend.
Blaise riss seinen Blick von dem schönen Rotschopf los und blickte irritiert zu Hermine. „Schau. Draco ist mein bester Freund. Er sagt mir, ich soll dich ablenken; ich werde es tun. Ich habe dich nur mit einem Kitzelfluch getroffen, ich habe dich nie geschlagen oder betäubt!"
„Hermine, du könntest es übertrieben haben.", kicherte Ginny und ihre Freundin errötete.
„Ich war wütend.", murmelte Hermine. „Professor Snape hat mir gesagt, dass ich sicher gehen soll, dass die Jungs von Schwierigkeiten weg bleiben."
„Da hast du es Zabini. Du hast es geschafft, dass ich langsam Mitleid mit dir hatte, aber es ist deine eigene Schuld, dass du Mine wütend gemacht hast."
„Entschuldige mich, aber kennen wir uns? Du siehst aus wie eine Weasley.", sagte Blaise, leicht das Thema wechselnd, als er merkte, dass er dieses Argument nicht gewinnen würde.
„Ich bin eine Weasley. Ginny Weasley." Sie streckte ihre Hand aus und sie schüttelten ihre Hände. Hermine verdrehte ihre Augen wieder, als Ginny mit den Wimpern klimperte. „Ich konnte mir denken, dass ich dich schon bald sehen würde, jetzt, da Harry und Draco ja zusammen sind."
„Was für ein unglaublicher und erfreulicher Zufall!", rief Blaise aus, grinsend.
„Nicht wahr? Hier, lass mich dein Auge für dich heilen." Ginny war froh, dass sie Fred und George zugehört hatte, als sie ihr Heilungszauber beigebracht hatten. Die Zwillinge brauchten immer Heilung, wenn sie unterwegs waren und gefährliche Dinge erfanden.
„Ihr zwei seit die größten Flirts, die ich je getroffen habe." Hermine stand auf, bereit, die beiden alleine zu lassen, als es plötzlich ein Ploppen gab. Auf der anderen Seite des Raumes fiel jemand aus der Luft und krachte in einen Tisch. „Das ist Draco!", rief sie, als sie das hellblonde Haar des Zauberers bemerkte, der gerade auf den Tisch appariert war. Sie, Ginny und Blaise eilten herüber und schauten auf ihren benommenen Freund.
„Draco, Kumpel! Bist du komplett da?", fragte Blaise, als er leicht gegen das Gesicht seines Freundes klatschte. Draco Augen waren geschlossen, aber er war am Leben und wach, was ihnen von dem lauten Stöhnen gesagt wurde, was von ihm kam.
„Ich vergaß, dass er solch ein Baby sein kann.", murmelte Ginny, die neugierigen Hexen und Zauberer weg winkend, die angefangen hatten sich um sie zu versammeln.
„Ja, er übertreibt es immer. Merlin, diese Hippogreif-Episode …"Blaise sah aus, als ob er es noch weiter ausführen würde und Ginny sah komplett gefangen aus, von allem was aus seinem Mund kommen könnte, also brachte Hermine ihre Aufmerksamkeit wieder zu der Situation zurück, indem sie ihnen beide einen Klaps auf den Hinterkopf gab.
„Kommt schon! Wir müssen Draco aufhelfen, Harry finden, und dann so schnell wie möglich von hier weg kommen. Dumbledore wird jede Minute hier sein."
„Wo ist Harry?"
Dracos Augen sprangen auf und er setzte sich auf, seine Schmerzen sofort vergessen dank seiner Sorge um seinen Seelengefährten.
Harry?
Draco? Dank Merlin, ich dachte, ich hätte dich getötet!
Wo bist du?Draco stand auf und musste sich selbst stabilisieren, indem er nach Blaise griff, bis die Welt sich wieder gerade rückte und er gehen konnte ohne dreifach zu sehen.
Der Tropfenden Kessel, mein Zimmer.
„Er ist oben. Hast du gesagt, Dumbledore kommt?"
„Ja, und er will dich und Harry wegbringen." Hermine schaute sich um, während sie gingen und ihr Blick landete auf der Bar. Es dauerte nicht lange, bis sie eine Idee hatte.
„Geht, holt Harry. Beginnt, darüber nachzudenken, was wir machen werden." Die anderen nickten und eilten nach oben, während Hermine Richtung Bar eilte. Sie stand am Ende, entfernt von den Zauberern und Hexen, die schon dort waren, und wartete, dass Tom zu ihr kam.
„Was kann ich Ihnen bringen, Miss Granger?" Hermine bedeutete ihm, näher zu kommen, und er lehnte sich nach vorne.
„Könnten Sie vielleicht mir und Harry einen Gefallen tun?", fragte sie leise, ihren Blick auf die Tür und den Flohbereich gerichtet lassend.
„Einen Gefallen für Mister Potter? Aber natürlich!" Hermine widerstand der Versuchung die Augen zu verdrehen.
„Jemand wird bald kommen und nach uns fragen. Könnten Sie vielleicht vergessen, welche Räume Sie uns gegeben haben? Wir brauchen nur ein bisschen Zeit."
„Natürlich, Miss Granger."
„Danke sehr, Tom. Ich bin sicher, Harry wird sehr zufrieden mit Ihnen sein.", fügte sie mit einem strahlenden lächeln hinzu.
„Es ist mir eine Ehre, Miss Granger. Eine Ehre."
Hermine rannte nach oben, hoffend, dass Tom noch immer so denken würde, wenn er bemerken würde, dass Dumbledore derjenige war, den er ablenken sollte. Sie gab ihnen eine fünfzig Prozent Chance, dass Tom Dumbledore sofort über ihren Aufenthaltsort informieren würde. Im Zimmer fand sie Harry in einer Ecke des Zimmers leise mit Draco redend, während Blaise und Ginny versuchten einen Weg zu finden, um zu entkommen. Hermine gesellte sich zu letzteren Paar.
„Haben wir uns etwas einfallen lassen?", fragte sie.
Blaise schüttelte seinen Kopf. „Einige von uns hätten unten bleiben sollen, außerhalb der Sichtweite. Wir haben uns gerade praktisch selbst eine Falle gestellt …" Hermine stöhnte.
„Blaise, das ist brillant!"
„Was? Was habe ich gerade gesagt?"
Hermine wandte sich an Ginny. „Die Zwillinge!"
Ginnys Augen leuchteten auf, als sie Hermines Gedankengänge erkannte, und rannte zum Fenster, um eine Nachricht mit ihrem Patronus zu Fred und George zu schicken. Die Nachricht war gerade abgesendet, als jemand klopfte. Fünf Zauberstäbe waren sofort auf die Tür gerichtet.
„Ich habe Tom gesagt, dass er Dumbledore die falschen Zimmernummern sagen soll.", flüsterte Hermine zu Blaise.
Harry stand plötzlich neben ihr und flüsterte: „Beantworte die Tür, Mine. Gib vor, dass es dein Zimmer ist, wenn Dumbledore dort draußen ist. Wir werden versuchen, uns etwas auszudenken, wenn du ihn hinhalten kannst."
Hermine nickte und ging zur Tür, ihren Stab in den Ärmeln versteckend, genau wissend, dass, wenn Dumbledore versuchen würde, ihr etwas anzutun, es keine Möglichkeit geben würde, dass sie etwas dagegen tun könnte, auch wenn sie versuchen würde, ihren Zauberstab zu benutzen. Es fühlte sich nur besser an, ihren Zauberstab gegen ihren Arm zu fühlen. Hinter ihr versammelten sich die anderen in einer Ecke rechts der Tür.
„Das ist so im Arsch. Wir verstecken uns vor Dumbledore.", knurrte Harry. „Ich will mich nicht vor ihm verstecken."
„Halt die Klappe, Harry!", zischte Ginny, gerade als Hermine die Tür öffnete.
Ich verstehe wie du dich fühlst, Harry. Aber jetzt ist nicht die Zeit für eine Konfrontation mit Dumbledore. Wir sind noch nicht bereit und du fühlst dich noch immer nicht wieder gut.
Ich bin kein Baby, Draco; Ich werde in Ordnung sein.
Hermine schulte ihre Züge in Irritation, öffnete die Tür und fiel fast hin vor Erleichterung. Es war nur Matilda, die Kellnerin, vor der Tür.
„Miss, ich wurde geschickt, um ihnen zu sagen, dass die Leute, die sie gegenüber Tom erwähnt haben, jetzt da sind. Unten."
„Danke sehr, Matilda. Du solltest jetzt gehen, bevor sie dich sehen."
Matilda nickte und ging. Hermine schloss und verriegelte die Tür und lehnte sich dagegen. „Das war Matilda, die Kellnerin. Sie sagt, Dumbledore ist hier."
„Wir müssen jetzt gehen. Wir können nicht einfach nur hier bleiben. Ich mag es nicht, irgendwo in der Falle zu stecken.", sagte Draco.
„Wir könnten immer versuchen, die Treppen herunter zu kommen, ohne gesehen zu werden.", sagte Blaise.
„Ja." Harry ging Richtung Tür. „Lasst uns gehen. Wir sind zu fünft und sie zu zweit; wir können wenigstens für genug Ablenkung sorgen, damit einige von euch entkommen können."
„Du und Draco werden diejenigen sein, die entkommen. Dumbledore ist nicht hinter mir, Blaise oder Hermine her."
Harry öffnete die Tür und sie gingen als Gruppe aus dem Raum und in Richtung Treppen. Draco stoppte plötzlich, als er die Spitze von Dumbledores spitzen Hut die Treppe hoch hüpfen sah.
„Verdammt!" Er langte über Blaise Schulter und griff nach Harry, der wahrscheinlich ansonsten nicht gestoppt hätte, und sie eilten zurück ins Zimmer. Ginny und Hermine verriegelten die Tür mit den stärksten Schutzzaubern und Verriegelungssprüchen, die sie hinbekamen.
„Lass mich los!" Harry riss seine Schulter aus Dracos Griff und schaute finster zur Tür.
„Sei nicht dumm, Harry. Der Gang war zu eng, um irgendeine Art von vernünftigen Kampf zu haben.", sagte Ginny. „Er hätte uns einer nach dem anderen mit einem Stupor erwischt."
„Sie sind da drin, Albus.", meinte die ruppige Stimme von Moody. „Nummer Elf." Alle hielten ihren Atem an und warteten.
Sie waren überrascht, als nur zwei sanfte Klopfer an der Tür zu hören waren, und für einen Moment schien es nicht so, als ob niemand etwas tun würde. Endlich verdrehte Hermine ihre Augen und trat näher zur Tür.
„Hallo?"
„Miss Granger, wie geht es Ihnen, meine Liebe?", fragte Dumbledores Stimme sanft an. Ginny schnaubte.
„Oh, Direktor! Mir geht es gut. Was machen Sie hier?" Hermine wandte sich um und schaute zu ihren Freunden; ihre Augen weitend, als ob sie sagen wollte, dass sie keine Ahnung hatte, was sie da tat.
„Was machst du da?" Draco formte die Worte mit den Lippen. Hermine zuckte nur mit den Schultern.
„Ich frage mich, ob ich hereinkommen darf, Miss Granger. Da gibt es etwas, dass wir besprechen müssten."
„Ich … Ich fürchte nicht, Professor. Ich bin nicht ordentlich angezogen. Es war ein anstrengender Tag und ich habe entschieden, früh schlafen zu gehen."
„Sicherlich haben Sie nicht geplant, mit Miss Weasley, Mister Potter, Mister Malfoy und Mister Zabini im selben Raum schlafen zu gehen, oder?"
Hermine runzelte die Stirn. „Wir machen eine Übernachtungsparty. Wir sind alle sehr müde.", antwortete sie mit einem scharfen Nicken.
„Ich sehe, warum es nicht schwer war, mit den Griffs zurecht zu kommen.", flüsterte Blaise zu Draco, der grinste, trotz der Situation. Er hätte wirklich nicht gedacht, das Hermine es in sich hatte.
„Wo zur Hölle sind Fred und George?", zischte Ginny neben ihnen. „Sie sollten inzwischen hier sein!"
Und Severus? Als wir appariert sind, wären sie gegangen und hätten uns gesucht, richtig?
Er wird bald hier sein, Harry.
Man hörte ein ungeduldiges Knurren auf der anderen Seite der Tür. „Ich kann sehen, dass ihr alle herumsteht und ihr komplett angezogen seit! Ich habe keine Geduld für Lügner, Hexe!"
„Alastor …", murmelte Dumbledore. „Öffne die Tür, Hermine. Ich muss mit Harry und Draco reden."
„Es tut mir Leid, Professor. Aber ich werde das nicht tun."
„Harry," Dumbledore hob seine Stimme. „ich werde diese Tür aufsprengen und ich denke nicht, dass du dafür verantwortlich sein willst, wenn einer deiner Freunde verletzt wird."
Hermines Augen weiteten sich. Das war ein sehr tiefer Schlag für Dumbledore. Auf Harrys Schuldgefühle und Unsicherheiten zu setzen, wäre etwas, was Voldemort tun würde. Gab es wirklich einen großen Unterschied zwischen Voldemort und Dumbledore?
Draco begann zu knurren und grub seine Finger in Harrys Schultern. „Hör nicht auf ihn."
„Er versucht nur, dich zu ködern.", sagte Ginny. Harry wusste, dass es wahr war, aber er wollte sich gegenüber Dumbledore klar machen und er wollte es jetzt tun.
„Ich bin fertig damit, nur einfache Worte mit Ihnen zu haben, Dumbledore. Ich werde nicht länger machen, was Sie mir sagen." Harry ging zur Tür und sprach nur weiter, als seine Nase fast das Holz berührte. „Sie sind nicht mein Vormund und sie waren es nie. Sie sind nur der Direktor einer Schule und Anführer einer Organisation von leichtgläubigen Außenseitern. Eine Organisation, in der die Außenseiter daran gewöhnt sind, für die Zwecke anderer geeignet zu sein. Wissen Sie, wer ich bin, Dumbledore? Wissen Sie, was ihre Aktionen in der Vergangenheit aus mir gemacht haben? Wie oft in der Woche denkendie Leute der Zaubererwelt an Sie und wie oft am Tagdenke Sie, das sie über mich reden?" Seine Stimme wurde tiefer, emotionslos und kalt. Hermine fühlte, wie sie Gänsehaut bekam, und zum ersten Mal überhaupt hatte sie Angst vor ihrem besten Freund. Zu Draco schauend, bemerkte sie, dass er auch Gänsehaut hatte, aber bei dem heißen Blick, den er Harry gab, wurde die nicht von Angst verursacht.
„Du willst diesen Fehler nicht machen.", sagte Dumbledore leise.
„Dumbledore, ich habe mit den Toten geredet.", sagte Harry leise und grinste, als eine volle Minute in wissender Stille verging. „Ich habe meine Wahl getroffen, als ich erkannte, wer ich sein will und als ich herausfand, dass Sie direkt verantwortlich sind für das meiste schlechte, dass in meinem Leben passiert ist."
Harry kehrte dann zu Dracos Seite zurück, da er nicht dachte, dass es sicher war noch länger in der Nähe der Tür zu bleiben. Er konnte fühlen, wie sich Dumbledores Wut aufstaute und mit seiner machtvollen Magie mischte und Harry wusste, dass Dumbledore nicht viel brauchen würde, um die Tür niederzureißen. Die Frage war, wie viel Schaden plante Dumbledore zu verursachen? Harry winkte die anderen zu sich, bis sie in einer engen Gruppe standen und bereitete sich darauf vor, ein Schild um sie alle zu legen.
Du kannst das machen? Ein funktionierender Schild um uns alle?
Ich kann es versuchen.
Draco schüttelte den Kopf. Typisch.
Plötzlich hallte eine laute Explosion durch den Tropfenden Kessel; wilde Schreie folgten sofort.
„Ah, das werden die Zwillinge sein.", murmelte Harry.
„Woher weist du das?", fragte Blaise und wechselte einen verwirrten Blick mit Draco.
„Das Gebäude hat überhaupt nicht gewackelt. Es war nur eine Lärmbombe.", flüsterte Ginny ihnen zu.
„Todesser! Todesser greifen an!", begann Tom aus vollem Halse zu brüllen. „Direktor! Dumbledore! Todesser!"
„Komm, Alastor. Wir müssen sie aufhalten."
„Und Potter?"
„Wo kann er hingehen? Wir werden wiederkommen."
„Perfekt!", rief Draco aus, als er ging und die Tür kontrollierte und niemanden außen fand.
„Denkst du, er ist wirklich darauf hereingefallen?", fragte Ginny, ihren Kopf in den Gang steckend.
„Wir haben keine Zeit uns darum zu kümmern."
Die Gruppe machte sich leise auf den Weg aus den Raum und die Treppe runter, immer haltend, wenn jemand schrie. Da sie ihre Schwester war, erkannte Ginny einige der verstellten Stimmen, als die ihrer Brüder. Und dann kam Snape aus dem Nirgendwo und sie kreischte. Blaise zögerte nicht einen Moment und legte seine Hand über ihren Mund.
„Professor! Merlin sei Dank!" Hermine sah wirklich erleichtert aus, ihn zu sehen. Es war eine wirkliche Überraschung, das zu sehen, vor allem für Harry und Ginny. „Sie müssen Harry und Draco wegbringen. Dumbledore ist für sie hier!"
„Das ist mir schon bewusst. Folgt mir; wir gehen nach Malfoy Manor."
„Aber Professor!"
„Jetzt, Hermine!", bellte Severus und war erleichtert, als sie ohne weitere Einwände folgte. Sie rannten in den schmalen Eingangsbereich, als sie hörten, wie Moody hinter ihnen rief. Offensichtlich waren sie gesehen worden.
„Ihr drei geht weiter.", sagte Blaise, als er hielt. Ginny und Hermine hielten auch um bei ihm zu bleiben. „Ich werde …"
„Wir.", betonte Ginny und Blaise grinste sie kurz an.
„Wir werden versuchen sie noch etwas mehr abzulenken und ich werde Luscious Red und Hermine zu mir nach Hause bringen. Von dort werden wir ins Manor der Malfoys kommen."
„Danke, Blaise." Harry nickte und Draco tätschelte den Arm seines Freundes.
„Bis später, Kumpel." Sie rannten Snape hinterher zum Apparationspunkt und Harry war erleichtert, sowohl Remus, als auch Sirius ungeduldig auf sie warten zu sehen.
„Merlin sei Dank!", rief Remus aus.
„Uns geht es gut. Dumbledores bösen Klauen zu entkommen, war leichter, als gedacht." Harry fand es ironisch, dass er nun von Dumbledores in Voldemorts Klauen rannte. Sollte er nicht etwas anderes fühlen, außer milder Erleichterung?
„Und er ist auch gut verärgert.", kommentierte Draco neben ihm.
„Ich kehre jetzt ins Hauptquartier zurück. Dumbledore darf mich nicht mit euch sehen, oder es wird keinen Sinn mehr haben, weiter im Orden zu bleiben.", sagte Remus, bevor er apparierte.
„Komm her, du! Fast zu Tode gesorgt habe, ich mich!" Sirius zog einen grinsenden Harry in einen leichten Würgegriff und lachte über Dracos amüsante, fast gewalttätige Reaktion, und apparierte Harry und sich selbst ins Malfoy Manor.
Als Harry fühlte, wie seine Füße den Boden von Malfoy Manor berührten, versuchte er einen tiefen Atemzug zu nehmen und würgte sofort. Sirius Arm hatte sich sofort um Harrys Hals verengt, als er das Manor nach dem Landen sah. Harry begann den Arm seines Paten zu schlagen, bis Sirius merkte, was er tat.
„Entschuldige, Harry.", murmelte Sirius.
Harry nickte, als er sich vornüber beugte um zu husten, versuchend Luft durch seine halb gequetschte Kehle zu bekommen. Dann erschienen Severus und Draco und Draco war sofort vor Harry, seine Hände um Harrys Kehle legend, den verletzten Bereich mit seinen Fingern heilend.
„Danke.", murmelte Harry sanft und hielt die Finger fest, die weggezogen wurden. „Sirius hat sich an etwas schmerzhaftes erinnert. Er hat vergessen, dass er mich so gehalten hat."
Draco nickte und platzierte einen Kuss auch Harrys Hals. „Sicher, dass du in Ordnung bist?" Er küsste die andere Seite, mit der Zunge hinunter leckend in die Kuhle an Harrys Hals.
„Mmmhmm." Harry erlaubte seinen Augen sich vor Seligkeit zu schließen und machte dann ein mitleiderregendes, wehklagendes Geräusch, als Draco plötzlich von Severus von ihm weggezogen wurde, der Draco im Nacken gepackt hatte und den Blonden jetzt in Richtung der dunklen Doppeltüren des Manors schleppte.
„Wir sind gerade erst angekommen und schon willst du Unzucht im Grass betreiben! Hast du keine Scham, Draco?" Der Blonde stotterte und versuchte aus dem Griff zu entkommen und scheiterte kläglich. „Das muss die Arbeit der Verbindung sein, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass du gerade bei klarem Verstand bist."
„Du kannst mich jetzt loslassen, Onkel Sev. Ich bin jetzt in Ordnung." Severus schnaubte und schubste Draco durch den offenen Eingang.
Harry und Sirius folgten ihnen langsam. Harry sah den zunehmend schmerzlicheren Ausdruck seines Patens. „Sirius, du weist, dass du mit mir reden kannst."
„Ich weiß, Pup."
Harry seufzte. Es sah nicht so aus, als ob Sirius darauf vorbereitet war in der nächsten Zeit mit ihm zu reden. Als sie ins Manor gingen, legte Sirius seine Hand auf Harrys Schulter um ihn zu stoppen.
„Müssen Remus und ich eine Unterhaltung mit dir haben? Du weißt, über die Bienen und die Blumen? Weil ich das wirklich nicht müssen will."
„Tatze, nein!" Harry winkte ablehnend mit seinen Händen vor sich. „Ich brauche die Rede nicht. Ich denke, ich bin in Ordnung." Er schielte hinüber zu Draco, der mit Severus irgendetwas diskutierte. Außerdem, so wie Harry sich fühlte, interessierte es ihn nicht, was irgendjemand sagte. Alles was er wollte, war Draco.
Sirius musste nur in Harrys Augen schauen und bemerkte genau, was sein Patenkind dachte. „Ich merke, dass du denjenigen gefunden hast, mit dem du den Rest deines Lebens verbringen willst, aber Harry …" Sirius zog sie ein paar Schritte weiter weg und senkte seine Stimme. „Hast du jemals … ähm … was ich meine, ist …"
Harry versuchte stark, nicht zu erröten, aber schaffte es nicht. „Nein, Sirius, habe ich nicht."
„Harry, es tut das erste Mal weh." Sirius wollte, dass sich der Grund auftat und ihn ganz verschluckte. Harry könnte niemals so verlegen sein, wie Sirius es in diesem Moment war, und wenn er Harry nicht so sehr lieben würde, würde er James dafür verfluchen zum Paten gemacht worden zu sein. Und weil all dies schmerzhaft offensichtlich in Sirius Gesicht war, entschied Harry diese Unterhaltung in Kauf zu nehmen und so schnell wie möglich zu einem Ende zu bringen.
„Ja, das ist es, was ich gehört habe. Ich mache mir keine Sorgen. Draco wird sich um mich kümmern."
Sirius zog seine Augenbrauen hoch. „Er ist mit anderen zusammen gewesen?"
„Draco hat einen Ruf in Hogwarts. Mit Mädchen … und Jungen." Harrys Blick verschärfte sich und begrenzte sich auf Draco, der plötzlich zu ihm schaute und eine perfekt geformte Augenbraue nach oben zog. Sirius begann zu lachen.
„Was zur Hölle ist so lustig?", verlangte Harry.
„Das meiste davon ist nicht wahr."
„Was?", schnappte er.
„Das Gerücht über Malfoys Sexleben ist ein Haufen Müll. Es war genauso mit Lucius, als wir an der Schule waren. Hauptsächlich ist es für den Ruf der Malfoys. Es ist eine weitere dumme Malfoytradition. Ich garantiere es, Harry."
Harry war für einen Moment ruhig und Sirius glaubte, dass er mental mit Draco sprach. Es wurde bestätigt, als Draco sich versteifte und sein Gesicht begann zu erröten.
„Siehst du, ich habe es gesagt."
Harry verließ die Eingangshalle sehr zufrieden aussehend und Sirius erhielt einen Todesblick von Draco für seinen Ärger.
Severus wollte die Jungs in zwei unterschiedlichen Räumen abkapseln, bis Lucius zurückkehrte, aber Harry und Draco wollten nichts davon hören und sagten Severus, sie würden nirgendwo hingehen, außer in das Flohzimmer, um auf Hermine, Blaise und Ginny zu warten.
Sirius begann hin und her zu tigern, sobald sie das Flohzimmer erreichten, sich wundernd, was zur Hölle er wieder in Malfoy Manor machte, freiwillig. Viele Jahre waren vergangen, seit er das letzte Mal im Manor gewesen war, und die Erinnerungen von diesen letzten Malen, waren einige der besten, die er hatte. Sirius schloss die Augen fest gegen den Schmerz in seinem Herzen. Merlin, er war damals so verliebt in Lucius gewesen. Sirius verfluchte seine Gedanken und begann sich umzuschauen, auf der Suche nach etwas, das seine Gedanken von der Vergangenheit ablenken könnte, aber es war fast unmöglich, da die Vergangenheit ihn umgab in weißen und grauen Marmor.
„Wie habt ihr zwei es geschafft, aus Snape Manor zu apparieren und direkt in den Tropfenden Kessel?", fragte Severus von seiner Position zwischen Draco und Harry. Er war entschlossen, die Jungs auseinander zu halten, wenigstens bis Erklärungen geliefert worden waren.
„Ich will wissen, wie Harry es geschafft hat, ohne zu zersplittern.", sagte Lucius auf seinem Weg hinein. Sofort suchte er nach Draco und war beruhigt, als er sah, dass sein Sohn in keinster Weise verletzt war. Und dann sah er Sirius in der Ecke stehen, finster in das Flohfeuer blickend. Lucius war eigentlich nicht als Feigling bekannt, aber er verlor seine Nerven, als Sirius hinüberschaute und sich ihre Blicke trafen. Sirius Schmerz war deutlich in seinen Augen. Lucius schaute zuerst weg und ging, um neben seinem Sohn zu stehen. Draco hatte den Austausch mit Interesse beobachtet.
„Ich wollte es nicht tun, Severus, aber ich konnte nicht weiter zuhören. Ich wollte einfach nur alleine sein."
„Und du hast Draco mitgenommen?"
Harry errötete bei Lucius Frage. „Ich nehme an, nicht ganz alleine. Aber dann auf halben Weg zum Tropfenden Kessel habe ich ihn verloren und dann endete ich auf dem Boden meines Zimmers. Aber ich bin nicht sicher, wie ich es geschafft habe uns zu apparieren."
Der Flohkamin rührte sich und alle traten zurück. „Wen erwarten wir?", schnarrte Lucius.
„Blaise, Ginny und Hermine. Sie mussten erst zu Zabini flohen."
Lucius sagte nichts dazu, aber er fragte sich, wie er die Anwesenheit eines Schlammbluts und mehrerer Blutsverräter dem Dunklen Lord erklären sollte. Die Flammen sprangen zu einem hellen grün und Granger stolperte zuerst heraus, außer Atem. Sie hatte Kratzer im ganzen Gesicht und umklammerte ihre Seite.
Harry und Draco halfen ihr hoch. „Merlin, Hermine, was ist mit dir passiert?"
Hermine erzitterte und zog ihre Hand weg. Jemand fluchte, als sie das Blut auf ihrer Hand sahen. „Ich bin in Ordnung. Nur ein kleiner Zusammenstoß mit Mad Eye. Er mag Fred und George nicht wirklich." Sie versuchte zu lachen, aber ihre Stimme brach ab und ihre Augen rollten nach innen. Sie war in Ohnmacht gefallen.
„Hermine!"
„Gebt sie mir." Severus stürzte herüber und hatte die bewusstlose Hexe Momente später in seinen Armen.
„Bring sie in deine Zimmer.", sagte Lucius Severus. „Ich werde sofort unseren besten Heiler rufen."
„Verlier keine Zeit, Lucius. Wenn du weist, was gut für dich ist, wirst du deine lächerlichen Vorurteile ihr gegenüber fallen lassen."
„Severus, willst du, dass ich den Heiler hole, oder nicht?"
Severus nickte und lief rasch hinaus, gerade, als Ginny aus dem Kamin kam. Sie kam heraus, hustend und mit einem stetigen Blutfluss über ihrem Auge.
„Wo ist Hermine?", kreischte sie. „Sie wurde von Moody verletzt. Wo ist sie?"
„Ginny, es ist in Ordnung. Wir holen einen Heiler für sie. Was ist mit dir?"
„Ich bin in Ordnung. Mad Eye wird meinen Flederwichtfluch nicht so schnell vergessen!"
„Und Blaise?"
„Er sollte direkt hinter mir sein. Er musste seine Mutter warnen, dass der Orden vielleicht vorbeischaut. Ich denke, wir sind alle gerade auf Dumbledores Liste der am meisten Unerwünschten gesprungen." Blaise flohte herein und er sah mörderisch aus. „Oh, Dumbledore wird sein Fett weg kriegen. Er hat keinerlei Rücksicht auf unschuldige Zauberer und Hexen genommen." Blaise Arm blutete, aber er schien es nicht zu merken. „Ist Hermine in Ordnung?"
„Ja, nach ihr wird geschaut.", sagte Harry. „Hey, danke Zabini."
„Du kannst mir danken, indem du mir etwas zu tun gibst, im Bezug auf Dumbledore."
„Wir werden das im Auge behalten."
Severus betrat seine Räume und eilte zu seinem Schlafzimmer. Er legte Hermine hin und hob leicht ihr Shirt, um einen guten Blick auf ihre Wunde zu bekommen. Seine Augen glitzerten bösartig, als er sah, wie tief der Schnitt war. Was zur Hölle hatte Moody sich dabei gedacht, Hermine anzugreifen? Er wusste es nicht, aber Mad Eye hatte Severus gerade sein Leben gegeben.
„Hier drin." Severus wandte sich um, um zu sehen, wie Lucius eine junge Frau in den Raum führte. Sie lief mit einem strahlenden Lächeln und einem festen Knoten auf ihrem Kopf. Lucius hatte keine Zeit verloren, um Hilfe für Hermine zu holen. Und sogar die beste Hilfe.
„Lucius, danke.", sagte Severus, sobald sein Freund und die Heilerin am Bett hielten. Lucius nickte und schaute auf die Verletzung.
„Das ist tief. Moody hat das getan?"
Severus knirschte mit den Zähnen und nickte.
„Warum, es ist Miss Granger! Ich habe sie gerade erst heute morgen mit Mister Potter und Mister Malfoy gesehen." Die Heilerin schaute auf. „Ich bin sehr überrascht zu sehen, dass sie diejenige ist, an der ich hier arbeiten soll."
„Und denken Sie, dass Sie endlich anfangen könnten zu arbeiten, Bluemoon? Sie hat bereits eine Menge Blut verloren."
„Natürlich." Dann krempelte Amortia Bluemoon ihre Ärmel hoch, die unbestreitbare Form des Dunklen Mals, das in ihren Arm tätowiert war, enthüllend, und ging direkt an die Arbeit.
„Sie haben sie diesen Morgen gesehen?"
„Ja, Severus. Sie und die Herren Potter und Malfoy kamen, um die Augen von Mister Potter zu reparieren. Komisch aber. Etwas hat mich daran gehindert, den Spruch zu beenden."
Severus beobachtete konzentriert, wie Amortia leicht die Wunde von Hermine heilte. Sie bereitete sich gerade darauf vor, die Kratzer in ihrem Gesicht zu reinigen und zu heilen, als die Tür aufflog und Harry, Draco, Blaise und Ginny hereinließ.
„Ah, ah, ah.", sagte Amortia, einen Finger hin und her bewegend und den Vormarsch der Gruppe stoppend. „Ihr werdet nicht näher kommen, bis ich Miss Granger komplett geheilt habe. Und ja, sie wird wieder in Ordnung kommen."
„Heilerin Bluemoon?", fragte Harry ungläubig. Sie war etwas zu weit weg für ihn, um sie klar zu sehen, aber er erkannte ihre Stimme gut genug.
„Ja, Mister Potter. Schön Sie wiederzusehen."
„Äh … schön Sie auch wiederzusehen."
„Wer ist das?", fragte Ginny, niemals eine, um außen vor gelassen zu werden. Blaise beugte sich über ihre Schulter, so dass er auch zuhören konnte.
„Sie war die Heilerin, die diesen Morgen geschickt wurde, um meine Augen zu heilen."
„Oh, richtig. Wie ist das gelaufen?"
„Hat nicht funktioniert."
„Oh." Ginny beobachtete die Heilerin einen Moment und erhaschte bald eine Blick auf das Dunkle Mal. „Aber sie ist eine Todesserin!"
„Was?" Harry trat nach vorne, in der Absicht zwischen die Heilerin und Hermine zu gehen, aber er wurde von Draco zurückgehalten.
„Lass es sie erst beenden.", sagte Draco.
Harry zog seinen Arm weg und blickte ihn finster an. „Was, magst du sie jetzt, da du weist, dass sie eine Todesserin ist, Malfoy?"
Harry meinte es nicht so. Er war nicht sicher, warum er es sagte, und er wünschte auf jeden Fall, dass er es zurücknehmen könnte, als er den Schmerz fühlte, den seine Worte seinem Seelengefährten bescherten.
„Das ist nicht fair, Harry."
„Draco … ich mache mir nur Sorgen um Hermine. Ich habe es nicht so gemeint …" Aber Dracos Augen waren kalt und dunkel geworden und es war nicht nur Schmerz, der von dem Slytherin kam, sondern auch Wut.
„Das ist in Ordnung, Potter. Ich sollte froh sein, zu wissen, wie du wirklich fühlst." Draco drehte sich auf dem Absatz um und ging weg.
„Du weist, dass das nicht wahr ist!" Draco ignorierte ihn und war bald verschwunden. Draco weigerte sich auch, einen von Harrys mentalen Rufen zu beantworten. Harry schaute zurück um zu sehen, wie Ginny und Blaise ihn beobachteten.
„Gibt es einen Grund, warum ihr mich anstarrt?", schnappte er. Sie schüttelten ihre Köpfe langsam und wichen zurück. Sein Gesicht war fast furchteinflößend. Es schien, wenn ein Seelengefährte wütend war, war es der andere auch.
