„Scheiße! Ich werde blind!!", fluche ich laut, mir sofort die Augen mit beiden Händen fest zu haltend. Wir stehen im ROSA Flur des Blackhauses, diese Verrückte hat tatsächlich die Seidentapeten rosa gezaubert. Merlin ist mir schlecht! Gut, so düster, wie es vorher war, hatte es nicht gerade was heimisches, aber ROSA??!! In einem Haus, in dem mehr dunkle Magie wohnt, als sonst irgendwo in England...
„Verschwinde du Ausgeburt des schlechten Geschmacks! Niemals, niemals werde ich dir solchen Frevel verzeihen können! Möge meine Rache dich in deinen Träumen verfolgen-"
„Halt die Klappe Tante Black", brülle ich und reiße ihre schweren Samtvorhänge auf.
„Was oh...Danke! Ich danke dir! Bitte zwing mich nicht, diese grässlichen Blümchen wieder anzustarren, ich bitte dich wirklich sehr!"
Blümchen?! Oh, mir fällt erst jetzt auf, dass die Vorhänge mit kleinen niedlichen Blümchen mit lachenden Gesichtern bestickt sind. Würg!
„Gut. Wenn wir das weg machen, versprichst du dann mich als rechtmäßige Eigentümerin zu akzeptieren und dich still zu verhalten?", frage ich. Sie überlegt einen Moment, scheint abzuwägen was schlimmer ist, den Rest ihres... äh Daseins auf fröhlich lachende Blümchen zu starren oder ihre wie war das noch...verhurte Großgroßnichte zu ertragen.
„In Ordnung. Du bist willkommen. Und dein Ehegatte natürlich auch sehr", antwortet sie und deutet tatsächlich einen Knicks an, im Sessel sitzend. „Endlich kommt die dunkle Magie wieder ins Haus zurück", schwärmt sie, Sev lächelt sie kurz an und fackelt dann die bescheuerten Vorhänge ab. Durch die Flammen wird das Treppenhaus beleuchtet, ums Geländer sind abwechselnd rosa und goldene Sterngirlanden gewickelt, ab und zu rauscht eine goldene Sternschnuppe zu Boden.
Ich greife Halt suchend nach Sevs Arm. „Sag schnell, dass es einen Zauber gibt, der den Zustand des Hauses wieder so wie er früher war, herstellt", bettele ich, meinen Blick ungläubig auf die schnatternden Gänseportraits an der Küchentür gerichtet.
„Ich muss mich zuerst um die Schutzbanne kümmern, Dora. Es sei denn du willst, dass Fleur ihren Dekorationsfetisch weiter am Wochenende hier auslebt", antwortet er schelmisch grinsend. Ich schiebe ihn zur Eingangstür. „Sorg dafür, dass hier nieeee mehr eine Veela rein kann!", kommandiere ich und führe die anderen erst mal in die Küche. Dobby und Kreacher erscheinen ploppend vor dem Herd und fangen sofort an, uns ein kleines Abendessen zu bereiten.
„Warte Kreacher, halt kurz still!", befehle ich und zaubere den rosa Rüschenlappen schwarz und weniger … rüschig.
„Ich danke Euch sehr, Herrin", meint er den Tränen der Erleichterung nahe.
„Keine Ursache, es hat mir mehr Schmerzen bereitet als dir, glaub mir!"
Ich öffne vorsichtig den magischen Kühlschrank und suche hinter all den Sojamilchtüten und 0,1% Fett Yoghurtriegeln nach was Anständigem.
„Wo zum Teufel hat sie das ganze Bier hin?", frage ich in die Runde. Sirius hatte, soweit ich weiß, einen nie endenden Vorrat von Butterbier in dem sich selbst nachfüllenden Kühlschrank.
„Das versteckt der Weibische in seinem Arbeitszimmer, Herrin", antwortet Kreacher mit einer kleinen Verbeugung. Der Weibische? Alles klar. Aus Sicht des Hauselfen muss Bill seiner Frau untergeordnet sein, wenn er sich schon von einer so harmlosen Tussi herum kommandieren lässt. Immerhin empfängt Kreacher Kommandos von Tante Black, die würde ich nicht als harmlos bezeichnen.
„Versteckt, so so. Dann ist er ja vielleicht noch zu retten, der Gute Fluchbrecher und neue Direktor", murmle ich und gehe nach oben, auf die Suche nach Bills Büro. Wahrscheinlich das einzige nicht - rosa Zimmer hier. Oder auch nicht...
Oben auf der Galerie begegne ich Severus, der gerade aus der Dachkammer raus kommt.
„Ich habe ein Fenster so präpariert, dass Raluca jederzeit herein kann, ich muss allerdings noch ein paar Tropfen Blut von ihr dazu geben", meint er und will sich an mir vorbei drängen. Ich halte ihn am Arm fest.
„Alles in Ordnung mit dir?"
Er sieht mich fragend an. „Ich meine, du hast gerade einen großen Teil deines Lebens vernichtet, Sev. Versuch nicht, mich glauben zu lassen, das würde dir nichts ausmachen."
Sein Blick wird ein wenig wärmer und er drückt mich fest an sich. „Ich werde, wenn du gestattest, eine sehr kluge Frau zitieren, die einst sagte: Ich kann mir jetzt aber keine Gefühlsduselei erlauben."
Muss kurz lachen. „Den Tag, an dem DU gefühlsduselig wirst, kann noch nicht mal die kreativste Sybill voraussehen."
„Ich muss das Blut holen, was suchst du?"
„Stoff."
Seine Augen verengen sich einen Moment. „Das Bier ist hier nebenan. Ich möchte aber nicht, dass du welches trinkst, Tonks."
„Hm ja, der war gut", ich drücke ihm einen feuchten Kuss auf die verkniffenen Lippen und öffne die Tür neben uns.
„Ich meine es ernst Nymphadora. Ich will nicht, dass du in deinem Zustand Alkohol zu dir nimmst. Ich … untersage es dir."
Er geht einfach die Stufen runter und ich greife unwillkürlich an seinen Namen.
„Zustand?! Welcher beschissene Zustand denn?!", poltere ich und leg mir erschrocken die Hand auf den Mund.
Hmpf. Okay. Vielleicht wirklich keine so gute Idee. Verdammt. Ich hasse es, wenn er Recht hat.
Ich entfache die zahlreichen Kerzen an der Wand und durchsuche Bills Bücherregal, einige Exemplare mit sehr alten Buchdeckeln und komplizierten Runen wecken kurz meine Aufmerksamkeit, eins ist aufgeschlagen und offenbar von Bill an manchen Stellen unterstrichen worden. Es zeigt einige Sklavenmale und die dazugehörigen Flüche, darunter auch einige Abbildungen der Swastika, was Muggeln vor allem als auf der Spitze stehendes Sonnenrad bekannt ist. Direkt nebendran steht: Gleicher Zauber, anderes Artefakt. Weiter unten:DeRay Trasher, Taiwan.
Oh man. Gleicher Zauber? Super. Verwenden alle Tyrannen auf der Welt den gleichen Zauber? Wer war dann der erste? Wer hat ihn erfunden? Muss ja jemand sehr mächtiges gewesen sein...und sehr alt, die Swastika wurde schon von sehr alten Kulturen als Zeichen der Reinheit und als Glücksbringer verwendet... Muss schon jemand vor Salazar gewesen sein. Wer war eigentlich der erste Schwarzmagier? Puh. Ich sollte dringend mit Albus sprechen. Ach so... geht nicht mehr. Wer könnte so was wissen? Ha, klar! Wenn du was wissen willst, was mit Muggeln und Magiern zu tun hat, wen fragst du dann?
Ich fahre erschrocken herum, ein helles Lachen kommt aus dem Schreibtisch. Während ich mich auf Bills Stuhl setze beobachte ich auf einem Foto, wie er und Fleur versuchen, die kleine Victoire dazu zu bringen, in die Kamera zu schauen. Wieder wird mein Hals eng.
Diesmal stört mich Ralucas kalte Hand nicht. Sie steht einfach neben mir und ich lass mir von ihr die Haare streicheln, während ich mich an ihrem Bauch angelehnt ausheule.
Severus steht im Türrahmen und beobachtet uns, seine Hände zu Fäusten geballt. Nach ein paar Minuten nimmt er mich aus Ralucas Umarmung und trägt mich in unser neues Schlafzimmer. Er entfernt kurzerhand jegliche Dekoration und legt mich auf das nun weiß bezogene Bett. „Ich möchte, dass du mich in deinen Kopf lässt", flüstert er und setzt sich an meiner Seite aufs Bett.
„Wieso?", frage ich, die Antwort schon ahnend.
„Ich werde dich dazu bringen, deine Verdrängung aufzuhalten. Du musst dich damit auseinander setzen und es überwinden."
Ich schaffe es nicht, den Kopf zu schütteln, er kann mich durch den Deditio sowieso dazu zwingen. Er zieht seinen Gehrock und sein weißes Hemd aus und drückt es mir in die Hand.
„Zieh es an, damit du weißt, dass ich bei dir bin."
„Wo gehst du hin?"
„Es ist wichtig, dass du alleine da raus kommst, Tonks. Es tut mir wirklich Leid, es ist wirklich sehr wichtig. Dein Geist wehrt sich vehement gegen Hilfe von außen. DU musst es wieder erleben und verarbeiten. Ich muss dich allein lassen, so schwer mir das auch fällt."
„Was meinst du mit wieder erleben?"
„Tonks, du hast dich dermaßen von deinen Erinnerungen abgeschottet, dass du auf gewisse Reize hin die Kontrolle verlierst. Dieses Phänomen ist sogar unter Muggeln verbreitet. Manche sind deswegen schon schizophren geworden. Ich brauche dich an meiner Seite, ohne dich schaffe ich es nicht, unseren Sohn zu holen, verstehst du? Ich kann mir nicht auch noch Sorgen um dich machen, Liebes." Merlin lass mich diesen Mann niemals verlieren!
Er hilft mir mich auszuziehen und in sein Hemd zu schlüpfen, danach schließe ich kurz meine Augen und schalte meine gesamte Okklumentik aus. „Okay. Ich bin bereit."
Zu meiner größten Verwunderung fesselt er magisch meine Hände und Füße an die Bettpfosten.
„Du hast dich bestimmt gewehrt. Ich möchte nicht, dass du dich verletzt."
Muss schlucken. „Wie lange wird das dauern?"
Er zögert mit der Antwort und ruft ein frisches Hemd aus einem der Koffer. „Also die ganze Nacht..." beantworte ich meine eigene Frage.
„Es muss sein."
„Okay, ich schaff das. Pft, ich hab´s Sterben überlebt, also wird das wohl auch irgendwie klappen."
Er lächelt mich warm an und beugt sich zu mir runter, schenkt mir einen warmen Gute- Nacht-Kuss. „Ich belege dich mit einem kombinierten Dormenosus- und Legilimenszauber. Du musst zuerst schlafen-"
„-bevor ich Träumen kann. Schon klar. Gute Nacht, wenigstens wirst du die haben", murmle ich ein wenig zynisch.
„Das wage ich zu bezweifeln. Dormenosus!"
Alles wird schwarz, schwarz und seltsam tröstend. Seinen Legilimens höre ich kaum noch, dafür höre ich umso deutlicher die Schreie der Mitgefangenen. Und Dorins klirrenden Schlüsselbund. „Schau an, wer wieder unter die Lebenden zurückgekehrt ist", sagt Kingsley und bekommt lange blonde Haare. Er greift nach meiner linken Hand und haucht auf meinen Ring, poliert den Stein mit seinem Ärmel und lächelt schadenfroh hinein. „Ich grüße dich Severus, alter Freund. Mir scheint, ich besitze etwas, das dir gehört!"
***
(A/N: Auf ausdrücklichen Wunsch hin Erzählerwechsel, sorry Leliha:-)
Snape.
„Schläft sie?", fragt Raluca mich, als ich mich zu den anderen an den fürstlich gedeckten Küchentisch setzte.
Ich nicke nur und nehme mir ein Stück frisch gebackenes Brot.
„Du isst zu wenig, in letzter Zeit", gibt Raluca zu bedenken.
„Zwar bist du durchaus alt genug dazu, trotzdem verzichte ich auf mütterliche Ratschläge." Selbst Frauen, denen man ihre paar Jahrhunderte nicht ansieht, reagieren empfindlich auf Sticheleien bezüglich ihres Alters...
Sie schenkt mir ein unglaublich charmantes Lächeln und leckt sich über die Eckzähne. „Ich kann mich noch an gemeinsame Nächte erinnern, in denen dich mein Alter nicht besonders interessiert hat", erwidert sie schlagfertig und streckt mir ihren Arm hin. „Du brauchst doch Blut, oder?"
„Später, oder beabsichtigst du demnächst, das Haus zu verlassen?", frage ich nach.
„Verblasst meine Schönheit denn schon?", fragt sie neckisch, was Draco dazu veranlasst, sie ganz genau zu betrachten.
„Ein durstiger Vampir sieht unerfreulich hässlich aus, Draco...sehr viel hässlicher, als die fürchterlichste Hexe, die du dir vorstellen kannst", erkläre ich in alter Professorenmanier.
Draco nickt verstehend, während Raluca ein bisschen Farbe ins Gesicht bekommt und schiebt einmal mehr seinen Ärmel hoch, betrachtet die Kobra. „Wie genau funktioniert sie, es sieht aus, als würde sie in meinem Arm leben", meint er fast zärtlich. Die Schlange schläft friedlich um den Stab gewickelt.
„Dieses Mal ist sehr viel komplexer, als Riddles, seines diente nur zum Rufen und Bestrafen der Träger. Hierbei handelt es sich tatsächlich um eine Miniatur meines Patronus. In Verbindung mit den Runen und dem, wofür sie stehen, wirkt es, als sei sie ein eigenständiger Charakter. Eigentlich müsste es mir möglich sein, unlautere Absichten mithilfe der Vertrauensrune bei einem Träger zu erkennen, aber wie schon einmal erwähnt, ich habe noch nicht alle Funktionen entschlüsselt."
„Ich weiß, dass solche Male auch von unserer Rasse gern benutzt werden, um freiwillige Spender zu markieren zum Beispiel, also muss es doch irgendwo jemanden geben, der sich damit Rassen- und landesübergreifend auskennt?", fragt Raluca nachdenklich.
Ein entsetzlich lautes Schreien lässt Croaker, Draco und Raluca aufspringen, die beiden Hauselfen klammern sich erschrocken aneinander fest.
Als die schöne Vampirin registriert, dass ich nicht beabsichtige, nach Tonks zu sehen, baut sie sich zornig vor mir auf. „Was hast du mit ihr gemacht?", faucht sie mich an, Draco sieht sie aufgrund dieser Respektlosigkeit entgeistert an.
„Sie wird an der Stelle der... Geburt angekommen sein", antworte ich zögernd. Es fällt mir angesichts Tonks verzweifelter Schreie nicht leicht, einigermaßen sachlich zu klingen.
Als es plötzlich ruhig wird, will Raluca nach oben gehen, ich packe sie aufhaltend am Handgelenk, sie wirbelt pfeilschnell herum und zieht mir eine dreifingerige Kratzspur über die linke Wange.
Sofort verpasst Draco ihr einen Stupor!, der sie zu Boden wirft.
Croaker ist nach hinten gesprungen und hält nun auch seinen Zauberstab in der Hand.
Gut, wie ihr wollt.
Einen ungesagten Accio später liegen beide Zauberstäbe vor mir auf dem Tisch und ich wecke Raluca mit einem Enervate. Sie rappelt sich auf und wirft ein paar mörderische Blicke in die Richtung meines neuen Leibwächters.
„Ich gestatte auf keinen Fall, dass ihr euch gegenseitig verletzt", erkläre ich und schließe meine blutenden Kratzer.
Entgegen dieser Anordnung geht Raluca ein wenig in die Knie und springt Draco wie eine Raubkatze an. Draco stürzt nach hinten, Raluca klemmt seinen Kopf zwischen ihren Knien ein und setzt sich auf seinen Hals, seine Arme mit ihren Händen fest auf den Boden drückend.
„Genug!", donnere ich, doch sie nimmt meine Anweisung wieder nicht zu Kenntnis. Draco versucht nach ihr zu treten, verliert aber wegen des Drucks auf seine Kehle langsam an Kraft.
„Sfîrşit!"
Ich nehme sie an den Haaren, um sie von Draco herunter zu ziehen, sie dreht ihren Kopf und bleckt ihre Zähne gegen mich.
Schön, es geht auch anders.
Meine Zauberstabspitze umkreist die Kobra, ihr linker Arm verdreht sich im Ellenbogengelenk, bis die Bänder reißen, was sie genauso ignoriert wie das Knacken ihrer Unterarmknochen nach weiteren zwei Umdrehungen. Durch ihren in einem seltsamen Winkel abstehenden Arm behindert, schafft Draco es, seine Arme zu befreien, er schiebt sie etwas von sich und beißt ihr nahe ihres Schoßes in den Oberschenkel. Sie schreit schmerzhaft auf und weicht zurück, er ergreift die Gelegenheit und stößt sie von sich, sie fliegt mehrere Meter nach hinten, dreht sich gekonnt in der Luft herum und landet schließlich sprungbereit an der Wand, mit Händen und Füßen scheinbar an der Tapete klebend.
Ein gereizter Vampir ist nicht ungefährlich und gerade Raluca neigt dazu, in einen Kampfrausch zu verfallen, was, wie ich am eigenen Leib schon erfahren durfte, nicht immer glimpflich für ihre Gegner abläuft.
Draco springt auf den Tisch und will sich auf sie stürzen, auch er ignoriert mich zunächst noch, bis ich auch sein Mal brennen lasse. Er klettert umständlich zurück auf seinen Stuhl und umklammert seinen Unterarm. Raluca will seine Schwäche ausnutzen, stößt sich kraftvoll von der Wand ab und ich hebe meine Hand, um sie in ihrer momentanen Position einfrieren zu lassen.
Es schadet ihr nicht, so zu schweben und beende in aller Seelenruhe mein Abendessen.
„Der Feind ist draußen zu finden. Du wirst lernen, mir zu gehorchen und du Draco, musst dich nicht zu meinem Schutz in Gefahr bringen, so ehrbar diese Absicht auch sein mag. Das nächste Mal, wenn ihr euch verweigert, werde ich die Bestrafung ein wenig ausweiten."
Ich löse den Fluch und Raluca fällt plump zu Boden, richtet sich aber sofort auf und fliegt in ihrer Tiergestalt nach oben, hinaus ins Freie. Draco schnauft tief durch und beobachtet das Fleisch seines Unterarms dabei, wie es sich Stück für Stück erneuert.
„Sie ist es nicht gewohnt, sich unterzuordnen. In ihrer Heimat, ist sie so etwas wie eine Rebellin, sie befehligt eine kleine, geheime Gruppe im Verborgenen natürlich, ihr unterstanden ungefähr fünfzig Männer, bevor ich sie aufgegriffen habe."
„Wieso wurde sie nicht gleich aufgenommen, sondern zuerst eingesperrt?", fragt Draco neugierig.
„Ich wusste nicht, dass sie mittlerweile gegen ihre Familie arbeitet, einen Vampir kann man genauso wenig wie einen Werwolf legilimentieren, da ich früher eine eher freundschaftliche Verbindung zu ihren Verwandten hatte, dachte sie zuerst, ich hätte sie wegen ihrer geheimen Aktivitäten gefangen. Was wir beide wirklich beabsichtigen, ergab sich erst im Laufe der … Verhöre..."
„Ja, ich habe sie ein paar mal sehr qualvoll schreien hören, durch das ganze Schloss, während der... Verhöre. Mme Pomfrey hat bei jeder Gelegenheit geflucht ", erklärt er.
„Vampire sind sehr stark, sie ist sehr alt, das macht sie umso widerstandfähiger", erkläre ich mein Verhalten.
„Wie alt ist sie, Se...Sir?", fragt er neugierig, auch Croaker sieht interessiert aus.
„394 Jahre."
Draco pfeift durch die Zähne.
„Sie beruhigt sich wieder, gib mir deine Hand."
Er hält mir sofort beide hin, ich nehme etwas von ihrem Blut aus seinem Ärmel, mit dem er sich nach dem Kampf den Mund abgewischt hatte.
„Du solltest kein Vampirblut zu dir nehmen, Draco. Es versetzt dich in einen unglaublich starken Sinneszuwachs. Du könntest so starke Eindrücke nicht unbedingt verarbeiten, wenn du erregt bist. Ja, ich weiß, wie … anregend ein Kampf mit ihr ist", füge ich nach seinem fragenden Blick hinzu. Während die beiden Elfen die Küche aufräumen begebe ich mich nach oben und vervollständige den Erkennungszauber, damit meine schöne Kriegerin wieder zurück kommen kann, wenn sie sich ausgetobt hat.
Aus Nymphadoras Tür dringt nur leises Wimmern, was mir eine Gänsehaut über den Rücken jagt. Es ist schon fast Morgen, bald hat sie es überstanden. Dann wird sie besser dazu in der Lage sein, zu verkraften, was ich ihr zeigen muss.
***
Kurz, dafür schnell gg
„Sfîrşit!"=Schluss! Ich richte mich nach online rumänisch Wörterbuch, keine Ahnung ob man das so direkt übersetzt... Sorry wenns falsch ist..
