A/N für die, die das nicht so gerne lesen, es gibt hier wieder eine kleine Slash-Szene, nur so als Info.

Ken stieg zu Spencer in die Wanne. "Du bist umwerfend, Spence. Weißt Du das?" Spencer nickte, " das liegt nur an Dir, Ken." Er legte seine Arme von hinten um Ken und küsste seinen Nacken, bevor er seinen Rücken einschäumte.

"Jess ist schwanger und Hotch will Becca als Pfegekind aufnehmen", sagte Reid unvermittelt und enthüllte Ken, was ihn beschäftigte. "Willst Du Kinder haben?" wollte er wissen.

"Bisher hat sich diese Frage nicht gestellt, Spence."

"Aber Du hast eine Meinung?" Reid wollte sich nicht mit einer ausweichenden Antwort zufrieden geben. Ken schmunzelte, "ja, die habe ich."

Ken drehte sich, um Spencer ansehen zu können. "Ich will Kinder haben, mit Dir, meinem Ehemann. Eigentlich wollte ich heute Abend mit Dir zur Brooklyn Bridge fahren und Dir dort einen Antrag machen, aber das hier ist...Spencer, Du hast Dir hier so viel Mühe gegeben und das ist..." Ken wischte sich schnell über die Augen und atmete tief durch. "Das hier ist viel besser, so romantisch und ehrlich gesagt, muss ich Dich jetzt einfach fragen. Willst Du mein Mann werden, Dr. Dr. Dr. Spencer Reid?"

Spencer machte große Augen, "ob ich?" Spencer legte seine Arme um Ken und küsste ihn. Er musste keine Sekunde lang überlegen. "Ich liebe Dich, Kenneth. Du bedeutest mir alles. Natürlich will ich Dich heiraten."

Hotch setzte Renee vorsichtig aufs Sofa und schenkte ihr etwas zu trinken ein. Renee leerte das Glas in einem Zug. "Besser?" fragte Hotch und Renee nickte.

"Ich wollte nicht so hysterisch werden, Aaron. Aber..." Hotch setzte sich zu ihr. "Du kannst über alles mir mit reden, Renee."

Sie grinste kurz, "das ist eigentlich mein Text." Renee legte ihren Kopf an Hotch´s Schulter und Hotch legte seinen Arm um sie. "Ich war acht. Eine Freundin und ich haben verstecken gespielt, in einem Haus in unserer Strasse. Es war nicht bewohnt, wir sind durch ein kaputtes Fenster rein. Ich dachte, es wäre eine gute Idee, mich im Speiseaufzug zu verstecken, da würde mich sicher keiner finden. Ich wusste nicht, daß das Ding kaputt war, Aaron. Ich musste eine ganze Nacht in diesen dunklen, engen Aufzug verbringen, bis Grandpa und ein paar Nachbarn mich gefunden haben. Seither, aber das hast Du ja gesehen."

Renee seufzte leise. "Warum hast Du mich geküsst, Aaron?" wollte sie wissen.

"Ich wollte Dir zeigen, daß Du keine Angst haben musst", erklärte Hotch nach einer kleinen Pause. Und weil ich es wollte, setzte Hotch in Gedanken hinzu. Renee zu küssen war, wie sich im Winter einen Mantel anzuziehen, der einen warm einhüllte und Liebe und Geborgenheit vermittelte, dachte Hotch. "Und, daß Du mir vertrauen kannst, wenn ich Dir sage, daß Dir bei mir nichts passiert. Wegen Montag, Du müsstest das nicht tun. Wir könnten Mrs. Coffin immer noch die Wahrheit sagen."

Renee schüttelte den Kopf, "das Risiko eingehen, daß wir Becca nicht kriegen? Ich habe Jack und Dich mit ihr erlebt, Aaron. Es ist das Beste für alle." Hotch registrierte das 'wir' und in seinem Inneren breitete sich ein wohlige Wärme aus. "Du solltest ein paar Sachen bei mir deponieren, Renee. Und wir sollten auch die Kinder in dem Glauben lassen, daß wir...ich meine, Du weißt schon."

"Uns liebhaben?" fragte Renee mir einem unschuldigen Lächeln. "So was in der Art", antwortete Hotch.

"Ich bin sicher, sie sind gleich da." Jess versuchte, Mr. Gustavsson, ihren Konditor ein wenig zu beschwichtigen. Der Termin zum Probeessen war schon mehrfach geplatzt und Mr. Gustavsson leicht genervt. Hochzeitstorten waren doch wichtig, warum schenkten ihnen manche Leute so wenig Aufmerksamkeit? "Aaron hat gesagt, sie sind unterwegs. Ich bin gespannt auf Renee." Rossi drückte seiner zukünftigen Frau einen Kuss auf den Mund. Jess lachte, "Du wirst sie mögen, ganz sicher."

"Vorsicht, Stufe", mahnte Hotch, als er mit Renee in die Konditorei kam. "Vielleicht solltest Du vorgehen, damit Du mich auffangen kannst", grinste Renee, winkte Dave und Jess fröhlich zu und kam prompt ins Straucheln. Hotch hielt sie gerade noch rechtzeitig fest. Und ein bisschen länger, als es eigentlich nötig gewesen wäre. Mr. Gustavsson atmete hörbar auf, anscheinend würde heute wirklich eine Entscheidung fallen. Rossi warf einen prüfenden Blick auf Hotch und Renee und schmunzelte. Mach Dir nur vor, daß da nichts ist, Aaron, dachte er. Die Art und Weise, wie sein Freund Renee im Arm hatte und sie ansah, sprach für Dave eine sehr deutliche Sprache. Ihm gefiel ganz eindeutig, was er da zu sehen bekam. Jess hatte recht. Er mochte Renee auf Anhieb.

"Wird es dann Baker-Reid oder Reid-Baker?" "Hm", machte Ken nur, er war gerade damit beschäftigt, eine Erdbeere zu essen und Reid´s Oberkörper mit Sprühsahne zu verzieren. Mit einem K und einem S. Die Zwei hatten es sich inzwischen im Schafzimmer bequem gemacht und waren mit sehr angenehmen Dingen beschäftigt. Spencer stöhnte laut, als Ken erst das 'S' und dann das 'K' wegleckte. "Wir können heissen, wie immer wir wollen, Spence." Ken verwickelte ihn in einen leidenschaftlichen Kuss und liess ihn die Kombination von Sahne und Erdbeeren schmecken. Spencer stöhnte wieder und legte seine Hände auf Ken´s Po. Er massierte ihn liebevoll, Spencer konnte an seinem Bauch spüren, daß Ken schon wieder hart wurde. Und das, nachdem sie sich gerade erst in der Badewanne geliebt hatten. Spencer keuchte laut auf, ihm ging es aber genau so.

"Ken, Du m-machst m-mich vollkommen verrückt", brachte Spencer mühsam heraus, als sein Verlobter seine Lippen über seine Spitze senkte und ihn sachte umspielte. "Oh Gott", wimmerte Spencer und Ken lachte leise, "Kenneth ist ausreichend, Herzblatt." Er drückte Spencer das Gleitgel in die Hand. "Du bist dran, Spence", Ken war wieder noch oben gerutscht und flüsterte Spencer ins Ohr, "ich hab gesagt, Du kannst machen was Du willst."

Ken hielt die Luft an, als Spencer vorsichtig in ihn eindrang. Sie lagen auf der Seite, Spencer presste sich an Ken´s Rücken und stiess noch ein bisschen tiefer. Seine Hand umfasste Ken´s Penis und rieb ihn im Takt seiner Stöße, Ken keuchte laut auf, "genau so, Spencer. Du machst das so gut", Ken hatte das Gefühl, gleich zu explodieren zu müssen, Spencer traf immer diesen gewissen Punkt, er füllte ihn jetzt vollkommen aus. Spencer verlor sich in dem Gefühl, ganz in seinem Verlobten zu sein, eigentlich war er immer der eher passive Part, aber Spencer war überwältigt, wie intensiv er als Gebender fühlte. Er spürte Ken´s Muskelkontraktionen und stürzte über die Klippe. Er schrie auf und ergoss sich in Ken, Spencer kam so heftig, wie nie zuvor.

"Schläfst Du schon?" fragte Spencer eine Weile später. Ken und er lagen engumschlungen in ihrem Bett. "Hm", brummte Ken träge und drehte eine Strähne von Spencer´s Haar um seinen Finger. Er wusste schon, daß das Thema Kinder Spencer nicht losliess. "Kiki hat mir angeboten, unsere Leihmutter zu sein, Spence." "Deine Schwester? Wann?" "Als sie das letzte Mal zu Besuch war. Sie hat ausserdem gesagt, Du wärst ein Volltreffer." Ken zog Spencer wieder zu sich heran. "Kiki kommt in drei Monaten wieder. Dann können wir zusammen über alles reden, in Ordnung, Spence?"

"Ich bin ein Volltreffer", sagte Spencer verwundert, so hatte er das noch gar nicht gesehen.

"Ok, Jess. Ich platze, wenn ich noch ein Stück essen muss", Hotch stöhnte leise und hielt sich den Bauch. Renee stubste ihn lachend, "Du hast lange Seiten, Du verträgst das schon. Bei mir sieht das ein bisschen anders aus." Renee schaute gespielt ernst an sich herunter.

"Also ich finde ja, an Dir gibt es nichts auszusetzten, Renee. Ich wäre obenrum gern etwas besser ausgestattet, aber ich hab ja die Aussicht, daß sich das ändert." Jess lachte glücklich und küsste Dave liebevoll.

"Geht es Dir denn gut?" wollte Renee wissen. Jess nickte, "das bisschen Morgenübelkeit stecke ich weg und Dave ist wie eine Glucke, am Liebsten würde er mich in Watte packen, nicht wahr, Schatz?"

"Für meine Cara nur das Beste", grinste Dave. "Also ihr Zwei, welche soll es denn jetzt sein? Jess und ich tendieren zu der Schoko-Variante." stellte Rossi fest und sah Hotch und Renee fragend an. Renee überlegte kurz. "Die Schoko kriegt bei mir 80 Punkte, aber ich mochte auch die mit den Himbeeren und dem Baiser."

"Die mochte ich auch", stimmte Hotch zu. "Wir könnten eine Kombination aus Beiden anbieten, Miss Brooks." mischte sich jetzt Mr. Gustavsson ein. "Sie möchten die Torte drei-stöckig, da ist das gar kein Problem." "Dann sind wir uns einig, oder Jess?" fragte David. "Ja, wir haben unsere Torte." bestätigte Jess.

"Wir wollen noch in den Park, spazieren gehen nach der Völlerei. Warum kommt Ihr nicht mit?" fragte Dave, als sie wieder draussen auf der Straße standen. "Wir müssen noch Jack von JJ abholen", erklärte Hotch bedauernd, "aber Euch noch viel Spass."

"Und?" fragte Jess, als Hotch und Renee gegangen waren. Dave grinste, "ich bin sehr gespannt, wann unser Profiler Nummer 1 realisiert, daß er sein Herz verloren hat. Renee tut ihm gut und sie liebt ihn auch, das kann man ihr an der Nasenspitze ansehen. Rebecca könnte kein liebevolleres zu Hause finden." Dave zog Jess auf eine Bank und küsste sie. "Willst Du eigentlich ein Mädchen oder einen Jungen?" wollte er wissen und legte seine Hand auf ihren Bauch. Jess schmiegte sich an Dave, "das ist mir nicht so wichtig. Es soll gesund und munter sein. Aber was mir wichtig ist, wenn wir ein Mädchen kriegen, möchte ich, daß wir sie Callie nennen." Jess sah David ernst an und er nickte zustimmend.

Zwanzig Minuten später klingelten Hotch und Renee bei JJ und Will. "Er hat sie mitgebracht", flüsterte Will, der aus dem Fenster gelinst hatte. Für Jack gab es im Schwimmbad fast kein anderes Thema als Renee und JJ und Will waren entsprechend neugierig geworden.

"Hi, kommt doch rein", sagte JJ als sie die Türe aufgemacht hatte. "Jack ist bei Henry im Kinderzimmer." "Danke, daß Ihr Euch gekümmert habt. Das ist übrigens Dr. Renee Malone, Ike´s Enkeltochter. Renee, das sind JJ und Will."

"Hallo. Aaron hat gesagt, Sie arbeiten zusammen? Ist er ein strenger Chef?" wollte Renee wissen und JJ grinste frech, "ganz furchtbar, ein richtiger Schleifer." Renee lachte herzhaft, "glaube ich sofort", sie zwinkerte Hotch zu.

Jack hatte natürlich auch schon bemerkt, daß sein Vater da war und stürzte ins Wohnzimmer. "Daddy!" Jack´s Gesicht hellte sich noch ein bisschen mehr auf, als er auch Renee entdeckte und verteilte jetzt großzügige Umarmungen. "Henry und ich haben lego gebaut, das müsst ihr anschauen!" Jack zerrte Renee und seinen Vater hinter sich her.

"Hm. Ich finde, das sieht gut aus. Sie ist niedlich, denkst Du nicht?", grinste Will, umarmte JJ von hinten und küsste sie auf den Nacken. "Morgan wird das gar nicht gefallen", murmelte JJ. Sie hoffte, daß sich auf die Anzeige nicht allzu viele Frauen melden würden. "Was meinst Du?" wollte Will wissen. "Das erzähle ich Dir, wenn Hotch und Renee weg sind, ich stecke da in einer dummen Sache mit drin."

Jack bestand natürlich darauf, daß Renee noch mit nach Hause kam. Er wollte, daß sie so viel Zeit wie möglich mit seinem Dad und ihm verbrachte. Er vermisste es einfach, eine Mum zu haben. Er vermisste es, am Sonntagmorgen zu Mum und Dad ins Bett zu schlüpfen und sie zu kitzeln, das gemeinsame Frühstück und was Jack am Meisten vermisste, war, daß er zu niemandem 'Mum' sagen konnte. Das war nicht richtig, dachte Jack. Kinder brauchten eine Mum, unbedingt. Jack liebte seine Tante Jess, aber es war nicht das Selbe, wie eine richtige Mum zu haben.

"Bist Du jetzt ganz oft bei uns, Renee?" fragte er deswegen, als sie für alle Kakao machte. Renee lächelte, "sicher, Jack. Das heisst, wenn Du mich hier haben möchtest." Jack nickte energisch, "das wär gaaanz toll, stimmt´s nicht, Daddy?"

"Ja, das wäre es", antwortete Hotch ehrlich und Renee wurde rot. Ihr Herz raste schon, wenn sie Hotch nur ansah, sie versuchte sich wieder ein bisschen einzukriegen. Trotzdem zitterte Renee´s Hand, als sie Hotch den Kakao reichte. Sie wünschte sich so sehr, er würde sie noch einmal küssen und in den Arm nehmen. Sie streicheln und ausziehen, ganz langsam und dann..."Renee? Du müsstest die Tasse schon loslassen", sagte Hotch schmunzelnd. "Wie?" "Die Tasse, Renee." "Welche Tasse?" wollte Renee verständnislos wissen. "Oh, sicher." Sie fand nur sehr zögerlich in die Wirklichkeit zurück, die Vorstellung von Hotch, der mit ihr Liebe machte, löste einen wahren Gefühlstaumel in ihr aus. Jack kicherte heftig. Es war lustig, seinem Dad und Renee zuzugucken. Sie hielten sich beide an einer Kakaotasse fest, sein Dad hatte seine Hand über die von Renee gelegt und sein Daumen streichelte ihren Handrücken. Jack verdrückte sich mit dem Telefon in sein Zimmer um Becca anzurufen.

Oh Gott, dachte Renee. Hör auf damit, Aaron. Sonst reisse ich dir die Kleider vom Leib und vernasche dich gleich hier auf dem Sofa. Sie atmete tief durch.

"Renee", sagte Hotch heiser und rutschte ein bisschen näher, sie sah gerade so wunderschön aus. Ihre Gesichter waren nur noch Zentimeter von einander entfernt und dieses Mal war es Renee, die Aaron küsste.