Kapitel 12

Die Verbindung brach ab und hinterließ eine schmerzliche Leere in ihr.

Minerva stand unbeweglich da und wartete. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und ihre Gedanken rasten. Etwas stimmte nicht, etwas stimmte ganz und gar nicht – das wusste sie mit an Gewissheit grenzender Sicherheit. Sie sah sich um, das Kampfgewimmel um sie herum war in vollem Gange, die Todesser drangen immer weiter vor, die Lage schien aussichtslos, wenn nicht bald Dumbledores großer Plan in Kraft trat, würden sie alle untergehen, unabhängig davon ob sie weiter kämpfte oder nicht. Sie traf eine Entscheidung. Minerva hob ihren Zauberstab und schockte Parkinson, die sich gerade zu ihr umgedreht hatte und lief dann zwischen den Kämpfenden, ein Stoßgebet gen Himmel schickend auf den Ausgang zu. In einem Schleier aus wild durcheinander wirbelndem Getümmel nahm sie die schattenhaften Gestalten um sich herum war. Unbeirrt rannte sie weiter und erreichte das Schlossportal. Draußen hatte sich die Riesen sich daran gemacht das Schloss zu demontieren. Die Erde bebte unter ihren gewaltigen Füßen, durch die Luft schossen Flüche und Zauber wie Blitze eines gewaltigen Sommergewitters und ihr Krachen schallte von den Mauern des Schlosses wieder. Ungeachtet all dessen rannte sie weiter, über den Schulhof und auf die Wiesengründe. Ihr Umhang flatterte wie eine Fahne hinter ihr her und niemand schien von der alten Frau Notiz zu nehmen, die wie vom Teufel gejagt über das Schulgelände lief.

Mit einem Mal tauchte sie in eine Wand aus Eis, die ihren Atem in tausende von kleinen Messern verwandelte, die in ihren Lungen stachen. Minerva rang nach Luft, als sie spürte eine aufkeimende Panik ihr Kehle und Brust zuschnürte. Drei Dementoren kamen langsam aus der Dunkelheit auf sie zugeschwebt und streckten Minerva ihre verrotteten Hände entgegen, während ihr rasselder Atem bereits an ihrem Innersten zu nagen schien. Die ersten Schreckensbilder bahnten sich bereits einenWeg in ihr Bewusstsein - Lily und James getötet in ihrem zerstörten Haus, Albus tot mit verrenkten Knochen vor ihr liegend, Alastor ermordet, Hunderte in Askaban gefangen - Minerva hielt unwillkürlich in ihrer Bewegung inne. Sie wusste, was sie zu tun hatte. Sie bemühte sich nicht an die dinge zu denken die noch kommen konnten, Potter von einem grünen Lichtblitz getroffen, Pamona geisteskrank vor sich hinwispernd, Severus steif und blass auf der Erde liegend. Severus, Severus sie musste ihn finden, würde ihn finden … Sie packte den Gedanken und hielt sich mit aller Kraft an ihm fest, als sie sich aufrichtete und „EXPECTO PATRONUM!" rief.

Aus ihrem Zauberstab brach eine gewaltige silbrige Katze hervor, deren funkensprühende Augen von einer Brillenzeichnung umgeben waren und deren lang ausgestreckte Krallen auf die Dementoren zufuhren. Mit einem kräftigen Hieb ihrer Pfote fegte sie die Dementoren beiseite. Minerva wartete nicht um zu sehen, ob die Dementoren aufgaben. Sie rannte einfach weiter im Vertrauen darauf, dass ihr Patronus mit ihnen fertig würde, direkt in den verbotenen Wald. Äste peitschten ihr ins Gesicht und sie konnte das Ächzen der jahrhundertealten Bäume hören, wie in einem gewaltigen Sturm, der aus dem Inneren der Erde selbst zu kommen schien. Die Dunkelheit umschloss sie wie dichter Nebel, während sie sich immer weiter vom Schloss entfernte. Als sie glaubte den Einfluss des Schutzzaubers von Hogwarts verlassen zu haben, versuchte sie zu apparieren. Sie spürte wie sie in die bodenlose Dunkelheit gezogen wurde und konzentrierte sich auf ihr Ziel, die heuelende Hütte.

Um sie herum herrschte Totenstille. Das spärliche Licht viel auf die zerfallene Hütte. Sie blickte zu dem windschiefen Dach auf, dem der Großteil seiner Schindeln fehlte. Die klaffenden Löcher sahen aus wie das Maul eines nahezu zahnlosen Ungeheuers. Ohne zu zögern rannte sie darauf zu und trat durch die schief in den Angeln hängende Tür. Jemand war hier gewesen. Auf dem staubigen Boden glänzten deutlich Fußabdrücke im fahlen Mondlicht. Sie sah sich in dem spärlich möblierten Raum um. Ein paar morsche Stühle und ein zerbrochener Tisch lagen im Raum verteilt herum. Sie erschrak sich als sie vom oberen Stockwerk ein knackendes Geräusch vernahm. Vorsichtig, mit flachem Atem tastete sie sich die alte Treppe hinauf, die ins obere Geschoss führte. Der Raum war nur spärlich vom Mondlicht beleuchtet aus einer Ecke drang leiser Atem an ihr Ohr. Ihr Herz schlug schneller als sie auf die am Boden liegende Gestalt zu hastete. Der Geruch von Blut schlug ihr wie eine Faust entgegen. Da lag er, die Augen geschlossen, die Hände klauenartig auf dem Boden zusammengekrallt, der Hals zerfetzt. Eine große Blutlache hatte sich neben ihm ausgebreitet. Sie kniete sich neben ihn.

„Severus!"

Er öffnete langsam die Augen und versuchte sie zu fixieren.

„Minerva?", flüsterte er.

„Ja, halt still, du musst dringend verarztet werden.", antwortete sie so sachlich und zuversichtlich sie konnte.

Er versuchte etwas, dass sicher wie ein trockenes Lachen hatte klingen sollen nur um dann in einem Röcheln unter zu gehen.

„Natürlich, tu dir keinen Zwang an"

„Ich verbiete dir zu sterben, verstehst Severus Snape? Wag es ja nicht auch nur daran zu denken", presste sie mühsam zwischen den Zähnen hervor und begutachtete dabei seine Wunde, während sie angestrengt ihre Tränen wegblinzelte.

„Minerva, das kannst du nicht und man braucht dich beim Schloss!", flüsterte er und schloss wieder die Augen.

Er rührte sich nicht mehr, sein Gesicht war blasser als sonst und doch hob und senkte sich noch immer seine Brust, wenn auch nur schwach. Sie spürte Panik in sich aufsteigen, ihre Hände zitterten als sie ihren Zauberstab hervorzog und einen Heilzauber und gleich darauf einen Stärkungszauber flüsterte, doch keiner von beiden schien Wirkung zu zeigen.

Sie zwang sich mit Gewalt zur Konzentration. Es gibt immer einen Weg, betete sie sich vor. Was würde Dumbledore tun? Dumbledore war tot, er konnte ihr nicht helfen. Sie erinnerte sich, wie Harry Potter ihr einmal erzählt hatte, Dumbledore hätte zu ihm gesagt:

„Wenn jemand in Hogwarts um Hilfe bittet, wird er sie erhalten!"

Er war damals ähnlich weit fort gewesen wie in diesem Moment. Harry hatte damals Hilfe erhalten, indirekt von Dumbledore. Fawkes war ihm damals zur Hilfe geeilt. Sie stockte. Fawkes – Fawkes. Mit einem Mal kannte sie den Ausweg und es war ihr für einen Augenblick als würde Dumbledore unverbesserlich gelassen auf sie herablächeln und ihr zuzwinkern. Er hatte ihr einmal erklärt wie man den Vogel rief. Damals hatte sie den Wert dieser Information zugegebenermaßen nicht zu schätzen gewusst, aber jetzt konnte sie über Leben und Tod entscheiden. Sie zog ihren Zauberstab und hoffte von ganzem Herzen, dass sie noch in der Lage sein würde den Zauber zu beschwören. Sie vollführte einige komplexe Bewegungen mit ihrem Zauberstab und rief: „Advenis"

Von diesem löste sich ein rot leuchtende Blase, die stetig anschwoll und als es schien sie müsse jeden Augenblick platzen erschallte aus ihr ein nie gekannter Klang, einem Gesang nicht unähnlich, doch in einer so unerträglichen Höhe, dass er einem Schrei wohl näher kam. Mit einem letzten durchdringenden Ton zerplatzte die Blase vor ihren Augen und die daraufhin eintretende Stille hing nahezu greifbar in der Luft. Minerva wartete und starrte auf Severus regungslosen Körper, dessen Atemzüge immer unregelmäßiger und seltener wurden.

Regungslos harre sie neben ihm aus. Die Augen stur auf sein Gesicht gerichtet, als Könnte sie damit verhindern, dass er ganz aufhörte zu atmen. Nach einigen Minuten, die ihr als Stunden erschienen waren, in denen sie schon fast die Hoffnung aufgegeben hatte, drang wie aus unendlich weiter Ferne eine wundersame Melodie an ihre Ohren. Sie hätte nicht sagen können, ob es ein Pfeifen oder ein Gesang, eine Klage oder ein Hymne war. Alles was sie wusste war, dass er ihr Herz mit Hoffnung erfüllte. Der rot und gelb schillernde Vogel flog in all seiner Pracht durch das Fenster der Hütte und landete direkt vor ihren Füßen. Der Raum erstrahlte allein von seiner Anwesenheit in einem warmen goldenen Licht. Wie in Trance berührte sie andächtig das glänzende Gefieder und fuhr ihm über den scharfen Schnabel. Fawkes sah sie an, als würde er jeden ihrer Gedanken hören und verstehen. Er neigte seinen Kopf zu Snapes Hals nieder und lies goldglänzende Tränen auf dessen Hals fallen. Augenblicklich schloss sich die Wunde an Severus Hals und hinterließ nichts, als etwas, das wie ein feiner Sprung in einer Porzellantasse aussah. Doch noch immer rührte er sich nicht. Sie hielt eine Hand unter Fawkes Kopf und fing ein paar Tränen darin auf. Vorsichtig öffnete sie Severus den Mund und flösste sie ihm ein. Gespannt wartete sie, den Phönix an ihre Seite geschmiegt, die Hände vor Anspannung zitternd. Sein Atem wurde allmählich kräftiger und regelmäßiger, sie spürte wie sich sein Körper ganz langsam wieder straffte, so als hätte man ihm neues Leben eingehaucht.

Severus öffnete die Augen und sah sie für einen Moment verwirrt an. Seine Hand tastete vorsichtig nach seinem Hals. Erstaunen machte sich auf seinem Gesicht breit, ein bei ihm äußerst ungewohnter Anblick. Sie sah ihm in die Augen und lächelte.

„Ich habe dir gesagt, dass ich dich nicht sterben lasse!", sagte sie. Dann flüsterte sie ihm ins Ohr. „Wie bereits erwähnt, ist es mir keineswegs gleichgültig ob du lebst oder stirbst. Und ich hoffe doch sehr, dass du dich diesbezüglich in Zukunft dieser Auffassung anschließt."

Er richtete sich vorsichtig ein Stück auf und erwiderte: „Vielleicht sollte ich das."

Sie wollte ihn gerade in die Arme schließen, nur für wenige Sekunden einen glücklichen Augenblick genießen, als sie mit brutaler Gewalt wieder in die Realität zurückgerissen wurde.

Die Luft um sie herum war plötzlich von einer hohen kalten Stimme erfüllt, die triumphierend zu ihnen sprach. Durch Magie verstärkt durchdrang sie alles, sodass ganz Hogwarts und seine Umgebung, einschließlich der Bewohner von Hogsmeade ihn so deutlich hörten, als ob er neben ihnen stünde, als ob sie seinen Atem im Nacken hätten, einen tödlichen Schlag entfernt.

„Ihr habt gekämpft", sagte Voldemort, „heldenhaft gekämpft. Lord Voldemort weiß Tapferkeit zu schätzen. Doch ihr habt schwere Verluste erlitten. Wenn ihr mir wei terhin Widerstand leistet, werdet ihr alle sterben, einer nach dem anderen. Ich will nicht, dass dies geschieht. Jeder Trop fen magisches Blut, der vergossen wird, ist ein Verlust und eine Verschwendung.

Lord Voldemort ist gnädig. Ich befehle meinen Streitkräf ten, sich sofort zurückzuziehen.

Ihr habt eine Stunde. Schafft eure Toten mit Würde fort. Versorgt eure Verletzten.

Harry Potter, ich spreche nun direkt zu dir. Du hast deine Freunde für dich sterben lassen, anstatt mir selbst entgegen zutreten. Ich werde eine Stunde lang im Verbotenen Wald warten. Wenn du nach Ablauf dieser Stunde nicht zu mir ge kommen bist, dich nicht ergeben hast, dann beginnt die Schlacht von neuem. Diesmal werde ich selbst in den Kampf ziehen, Harry Potter, und ich werde dich finden, und ich werde jeden Einzelnen, ob Mann, Frau oder Kind, bestrafen, der versucht hat, dich vor mir zu verstecken. Eine Stunde."

Minerva und Severus sahen einander an, dann setzte er sich rucksartig auf um mit einem Satz aufzuspringen, sackte aber auch gleich wieder zusammen.

„Wir müssen den Jungen finden.", ächzte er.

Sie packte ihn unter dem Arm und schwang mit der anderen Hand den Zauberstab, woraufhin das alte Bettgestell, dessen eines Bein, bis eben noch eingeknickt war, sich vollständig wiederherstellte und in ein bequemes Daunenbett verwandelte. Mit ein paar Schritten durchquerten sie den Raum.

„Weißt du, ich weiß nicht wie oft man den armen Vogel in einer Nacht bemühen kann, Severus, aber ich habe, um ehrlich zu sein, nicht das geringste Bedürfnis es herauszufinden", herrschte sie ihn energisch an. „Du wirst hier liegen bleiben und wehe du rührst dich von der Stelle."

Sie sah den zweifelnden Ausdruck in seiner Miene und ergänzte scharf:

„Ich kümmere mich darum"

Und unter ihrem drohenden Blick sank er widerwillig in die Kissen zurück.

Minerva drückte ihm einen Kuss auf die Stirn, dann ging sie. Bevor sie jedoch wieder zum Waldrand apparierte belegte sie die Hütte mit einer Reihe mächtiger Schutzzauber.

Sie betrat das Schloss. Zu ihrer Überraschung war sie auf ihrem Weg nicht einmal behindert worden. Voldemort schien es mit seinem Waffenstillstand ernst zu meinen.

Schockiert blickte sie in die Eingangshalle. Das Chaos um sie herum schien unbegreiflich. Auf den Steinplatten der verlassenen Eingangshalle waren Blutflecken, überall auf dem Boden lagen Smaragde herum, außerdem Marmortrümmer und Holzsplitter und Teile der Treppengeländer waren weggesprengt worden.

Sie ging weiter und fand sie alle in der großen Halle dicht zusammengedrängt. Instinktiv begann Minerva ihre Schüler zu zählen und stellte erschrocken fest, dass viel zu viele Gesichter fehlten. Ein kleines Mädchen stand verloren mitten unter den anderen, ohne dass jemand Notiz von ihm nahm, schlotternd vor Angst mit Tränen in den Augen.

Minerva sprach ein paar beruhigende Worte zu der Kleinen, die höchstens in der zweiten Klasse sein konnte. Doch was spielte es für eine Rolle, dass sie eigentlich nicht hier sein sollte. Das Mädchen war hier. Sollte sie ihm Hauspunkte anziehen, für Missachtung einer Anweisung?

Sie ging hinüber zu Kingsley und fragte: „Weißt du wo Potter steckt?"

Er schüttelte nur düster den Kopf. Eine lange Wunde klaffte in seinem Gesicht. Er sah müde und verhärmt aus.

Sie dachte fieberhaft nach, wie sollte sie den Jungen überhaupt finden und selbst wenn sie es tat, was wollte wie ihm sagen oder vielmehr wie sollte sie ihn schützen. Er hatte sich ein Jahr lang sehr erfolgreich selbst beschützt. Sie blickte auf die vielen anderen, zum großen Teil stark verletzten Menschen, auch sie brauchten Hilfe. Womöglich unterschätzte Severus den Jungen.

Sie standen dicht beieinander, die Arme gegenseitig um den Hals geschlungen. Die Verletzten wurden auf dem Podium von Madam Pomfrey und einigen Helfern behandelt. Unter den Verwundeten war auch Firenze; Blut strömte aus seiner Flanke, und er lag zitternd da, unfähig aufzustehen.

Die Toten lagen in einer Reihe in der Mitte der Halle. Mit den zäh dahinsickernden Minuten kamen auch die Gedanken wieder, die sie während des Kampfes so erfolgreich verdrängt hatte. Beim Anblick der vielen Toten musste sie unweigerlich an Severus denken und daran, dass auch er beinahe gestorben wäre. Doch niemand würde sich fragen, ob er lebte, dachte sie bitter und der Zorn über diese Ungerechtigkeit kochte in ihr hoch. Sie wollte die Wahrheit über Severus Snape hinaus durch die große Halle rufen, sie wollte, dass sie es alle hörten. Doch noch war die Zeit nicht reif dafür, noch würde dies nur ein zusätzliches Risiko bedeuten. Sie selbst hätte es bis vor kurzem selbst nicht geglaubt.

Sie entschied sich dort zu bleiben, wo sie von nützen sein konnte. Minerva ging zu Madame Pomfrey hinüber und fragte sie, ob sie ihr helfen könne. Und so versorgte sie die Wunden derer, die sich nicht mehr selbst helfen konnten und sprach hier und da ein paar tröstende Worte. Beim Anblick der Verletzungen, eine schrecklicher als die andere und allesamt schwer zu heilen, besonders ohne nennenswerte Vorkenntnisse, erschien es ihr rätselhaft, wie sie hatte überleben können, geschweige denn unverletzt zu bleiben. So beschäftigt verging die Zeit schneller und sie zuckte erschrocken zusammen, als abermals Voldemorts Stimme über dem Schulgelände erschallte.

„Harry Potter ist tot. Er wurde getötet, als er wegrannte, als er versuchte, sich selbst zu retten, während ihr euer Leben für ihn gegeben habt. Wir bringen euch seine Leiche zum Beweis dafür, dass euer Held gestorben ist.

Die Schlacht ist gewonnen. Ihr habt die Hälfte eurer Kämpfer verloren. Meine Todesser sind in der Überzahl ge gen euch, und der Junge, der überlebt hat, ist erledigt. Der Krieg darf nicht länger währen. Jeder, der weiterhin Widerstand leistet, ob Mann, Frau oder Kind, wird niedergemetzelt werden, wie jedes Mitglied seiner Familie. Kommt aus dem Schloss, unverzüglich, und kniet vor mir nieder, und ihr wer det verschont werden. Eure Eltern und Kinder, eure Brüder und Schwestern werden leben, und es wird ihnen verziehen, und ihr werdet euch mir anschließen in der neuen Welt, die wir gemeinsam errichten werden."

Stille legte breite sich in der großen Halle aus. Eine Stille der totalen Fassungslosigkeit, eine Stille, die deutlich machte, dass niemand begreifen konnte, was er gerade gehört hatte. Wie Marinonetten an straff gespannten Fäden liefen sie auf das Schlossportal zu. Niemand sagte ein Wort. Auf ihren Gesichtern spiegelte sich das blanke Entsetzen. Minervas Kopf war völlig leer. Sie war nicht in der Lage auch nur einen Gedanken zu fassen und so ließ sie sich vom Strom der Menschen um sie herum der Dunkelheit entgegentreiben.

Vor ihren Augen spielte sich ein Szenario ab, das ihren schrecklichsten Albträumen entsprungen sein musste. Die Todesser in ihren schwarzen Kapuzemänteln hatten sich im Halbkreis aufgestellt, über ihnen schwebte das dunkle Mal, das neben den rot glühenden Augen Voldemorts und seiner schwebenden Schlange, mit der er sich vor ihnen aufgebaut hatte, die einzige Lichtquelle war. Neben ihm stand Hagrid, der in seinen Armen eine Gestalt in einem schwarzen Umhang hielt. Minerva hatte das Gefühl in ein dunkles Loch zu stürzen, als sie das Gesicht mit der unverkennbaren Brille Potters und seiner Narbe über Hagrids Ellenbogen baumeln sah. Dumpf wie aus weiter Entfernung hörte sie den Riesen schluchzen.

„Harry. Oh, Harry ... Harry ..."

Ihr eigener lang gezogener Schrei sprengte ihr beinahe den Kopf und übertönte alles andere.

„NEIN!"

Markerschütternd hallte er durch die Nacht. Weit entfernt, am Rande ihres Bewusstseins hörte die Bellatrix Lestrange lachen.

Sie sah, wie Voldemort Nagini mit einem einzigen weißen Finger streichelte.

„Nein!"

Nein!"

„Harry! HARRY!"

Rons, Hermines und Ginnys Stimmen drangen zu ihr vor und der Schmerz, der in ihnen lag schnitt ihr ins Herz. Die furchtbare Erkenntnis, dass nun alles vorbei war, überrollte sie mit unbezwingbarer Gewalt.

„RUHE!", rief Voldemort, es gab einen Knall und einen hellen Lichtblitz, und alle wurden zum Schweigen gezwungen. „Es ist vorbei! Leg ihn hin, Hagrid, zu meinen Füßen, wo er hingehört!"

„Seht ihr?", sagte Voldemort, während er vor Potter auf und ab ging.

„Harry Potter ist tot! Versteht ihr jetzt, ihr Betrogenen? Er war niemals etwas anderes als ein Junge, der sich darauf verließ, dass sich andere für ihn aufopferten!"

„Er hat dich besiegt!", brüllte Ron, und der Zauber löste sich, und die Verteidiger von Hogwarts schrien und riefen erneut, bis ein zweiter, noch mächtigerer Knall ihre Stimmen von neuem erstickte.

„Er wurde getötet, als er sich vom Schlossgelände davon stehlen wollte", sagte Voldemort und seine Stimme klang dabei auf eine abstoßende Weise genüsslich, „wurde getötet, als er sich selbst retten wollte."

Plötzlich brach mit einem Schrei Neville Longbottom aus der Menge, doch er wurde ohne das Voldemort auch nur zu ihm hinüberblickte, von diesem entwaffnet und stürzte zu Boden. Voldemort warf Nevilles Zauberstab lachend beiseite.

Voldemort schwang seinen Zauberstab. Sekunden später flog aus einem der zersplitterten Fenster des Schlosses etwas wie ein unförmiger Vogel durch das Dämmerlicht und landete in Voldemorts Hand. Er hielt das modrige Etwas an seiner Spitze fest und schüttelte es, und da baumelte er, leer und zerschlissen: der Sprechende Hut.

„Es wird an der Schule von Hogwarts keine Auswahl mehr geben", sagte Voldemort. „Es wird keine Häuser mehr geben. Das Wappen, der Schild und die Farben meines edlen Vorfahren Salazar Slytherin werden für jedermann genügen, nicht wahr, Neville Longbottom?"

Er richtete seinen Zauberstab auf Neville, der stocksteif und unbeweglich wurde, dann rammte er ihm den Hut auf den Kopf, dass er über seine Augen rutschte. In der Zuschauermenge vor dem Schloss gab es einige Bewegung, und die Todesser hoben ihre Zauberstäbe wie ein Mann und hielten sie die Kämpfer von Hogwarts in Schach.

„Neville hier wird nun vorführen, was mit jedem geschieht, der so töricht ist, mir weiterhin Widerstand zu leisten", sagte Voldemort und mit einem Schlenker seines Zauberstabs ließ er den Sprechenden Hut in Flammen aufgehen.

Schreie gellten durch das Morgengrauen, und als Neville lichterloh brannte, wie zu Stein erstarrt, unfähig, sich zu rühren. Mit einem Mal brach ein heilloses Durcheinander aus.

Sie hörten einen Tumult von der fernen Grenze des Schulgeländes her, und es klang, als schwärmten Hunderte von Menschen über die Mauern, die außer Sicht waren, und stürmten unter lautem Kriegsgeschrei auf das Schloss zu. Zur selben Zeit kam Grawp um die Ecke des Schlosses herum getrampelt und rief: „HAGGER!" Voldemorts Riesen beantworteten seinen Schrei mit Gebrüll: Sie rannten wie Elefantenbullen auf Grawp zu, dass die Erde erbebte. Dann kam Hufgeklapper, Bogen schwirrten, und plötzlich schossen Pfeile in die Reihe der Todesser, die mit überraschten Schreien auseinanderstoben.

Minerva verlor in dem Gewimmel den Überblick und auch die Sicht auf Potter. Plötzlich sah sie wie Neville mit einer raschen, flüssigen Bewegung den Körperklammer-Fluch abwarf; der lodernde Hut fiel ihm vom Kopf, und aus seinen Tiefen zog er einen silbernen Gegen stand hervor, mit einem glitzernden, rubinbesetzten Griff . Der Hieb der silbernen Klinge war im Gebrüll der heran nahenden Menge, im Lärm der sich aufeinander werfenden Riesen und heranstürmenden Zentauren nicht zu hören, und doch schien er alle Blicke auf sich zu ziehen. Mit einem ein zigen Schlag schnitt Neville der großen Schlange den Kopf ab, der hoch in die Luft wirbelte und in dem Licht schimmerte, das aus der Eingangshalle flutete, und Voldemorts Mund stand offen, und ein Wutschrei entfuhr ihm, den niemand hören konnte, und der Körper der Schlange fiel dumpf auf die Erde zu seinen Füßen -

Und dann drang durch die Schreie und das Gebrüll und das donnernde Gestampfe der kämpfenden Riesen Hagrids Schrei, der lauteste von allen.

„HARRY!", brüllte Hagrid. „HARRY! - WO IST HARRY?"

Es herrschte Chaos. Die angreifenden Zentauren trieben die Todesser auseinander, alle flohen vor den stampfenden Füßen der Riesen, und die herandonnernde Verstärkung, von der keiner wusste, woher sie gekommen war, rückte immer näher. Minerva sah, wie große geflügelte Wesen Volde morts Riesen um die Köpfe flogen, wie Thestrale und der

Hippogreif Seidenschnabel ihnen die Augen auskratzten, während Grawp mit den Fäusten auf sie einschlug und ein trommelte; und nun wurden die Zauberer, die Verteidiger von Hogwarts und Voldemorts Todesser gleichermaßen, zu rück in das Schloss gezwungen. Minerva schoss wahllos Zauber und Flüche gegen jeden Todesser ab, den sie zu Gesicht bekam, und sie brachen zusammen, ohne zu wissen, was oder wer sie getroffen hatte, und die sich zurückziehende Menge trampelte über ihre Körper hinweg.

Es war noch nicht vorüber. Voldemort stand im Zentrum der Schlacht, er schlug und quälte alle, die in seiner Reichweite waren.

Und plötzlich mitten aus dem Chaos heraus tauchte er vor ihr auf. Der dunkle Lord in all seiner Grausamkeit. Ein seltsames dumpfes Gefühl bemächtigte sich ihrer. Es war keine Angst, viel mehr eine grenzenlose Gleichgültigkeit gegenüber dem, was mit ihr geschah oder geschehen würde. Und zum ersten Mal glaubte sie zu verstehen, wie Severus gleich sein konnte ob er lebte oder starb. Statt vor Angst wie eine paralysierte Maus zu zittern, erhob sie entschlossen den Zauberstab zum Duell. An ihrer Seite erschienen Slughorn und Kingsley, und kalter Hass stand ihnen ins Gesicht geschrieben, während sie sich um ihn herumschlängelten und duckten, außerstande, ihm den letzten Schlag zu versetzen.

Bellatrix lachte übermütig, als Molly Weasleys Fluch unter ihrem ausgestrecktem Arm hindurch rauschte und sie mitten auf die Brust, direkt über dem Herzen traf. Bellatrix' hämisches Grinsen erstarrte. Im selben Moment wandte sich Voldemort von Kingsley, Slughorn und ihr ab und sah entsetzt seine treuste Anhängerin vor seinen Augen fallen. Sein Zorn entlud sich mit der Wucht einer explodierenden Bombe in einem gewaltigen Fluch, der Kingsley, Slughorn und sie nach hinten schleuderte. Sich windend und mit den Armen rudernd, flogen sie durch die Luft. Gleich darauf hob Voldemort seinen Zauberstab und richtete ihn auf Molly Weasley.

Protego!", brüllte jemand und ein Schildzauber breitete sich in der Mitte der Halle aus, und Voldemort starrte umher auf der Suche nach dem Urheber, als Potter sich den Tarnumhang vom Körper herunterriss. Minerva starrte ungläubig auf den Totgeglaubten. Wie konnte das sein?

Der Schreckensschrei, der Jubel, die Rufe von allen Sei ten - „Harry!", „ER LEBT!" -, sie erstarben auf der Stelle. Die Menge hatte Angst, und schlagartig trat vollkommene Stille ein, als Voldemort und Harry sich ansahen und im selben Moment begannen, im Kreis umeinander herumzuge hen.

„Ich will keine Hilfe von irgendjemandem", sagte Potter laut und in der absoluten Stille trug seine Stimme wie ein Trompetensignal. „Es muss so sein. Ich muss es selber tun."

Und so begannen sie einander zu umkreisen. Atemlos verfolgte sie ihren Kampf. Einen Kampf den Harry im Grunde nicht gewinnen konnte. Als Voldemort fiel, konnte sie ihren Augen nicht trauen, geschweige denn das Wunder glauben, das sich vor ihnen ereignet hat.

Sie brachten Voldemorts Leiche weg und legten sie in eine Kammer neben der Halle, abseits der Leichen von Fred, Tonks, Lupin, Colin Creevey und fünfzig anderen, die im Kampf gegen ihn gestorben waren. Alle waren bunt durcheinander gewürfelt, Lehrer und Schüler, Gespenster und Eltern, Zentauren und Hauselfen, und Firenze lag in einer Ecke, um sich zu erholen, und als Grawp durch ein zerschmettertes Fenster hereinlugte, warfen sie ihm Essen in seinen lachenden Mund. Irgendwo in der Ferne konnte sie Peeves durch die Korridore sausen und ein selbst verfasstes Siegeslied singen hören:

Wir harn sie vermöbelt, Klein Potter, der war's, Und Voldy, der modert, und wir harn jetzt Spaß!

Ihr Blick fiel auf die drei Malfoys, die sich eng aneinander drängten, als wären sie nicht sicher, ob sie hier erwünscht waren, aber niemand achtete auf sie. Sie sah Neville, der das Schwert von Gryffindor neben seinem Teller liegen hatte, während er aß, inmitten einer Traube von glühenden Bewunderern. Wo immer sie hinschaute, sah sie wiedervereinte Familien. Sie dachte an Snape und daran wie ungerecht es war, dass er sich nicht mit ihnen zusammen freuen konnte.

So schnell sie konnte bahnte sie sich einen Weg aus der Halle, hinaus auf den Wiesengrund von Hogwarts. Ihr Haar hatte sich gelöst und fiel ihr glatt über den zerfetzten Umhang. Sie musste ihre Brille irgendwo im Kampf verloren haben. Sie brauchte sie ohnehin nicht mehr. Strahlend und schön lag der Morgen vor ihr. Alles Leben schien zu neu erwacht zu sein, so als wollte jedes Wesen beweisen, dass es überlebt hatte und sich von Herzen an dieser Tatsache erfreute. Die Vögel sangen nicht einfach, nein sie veranstalteten ein gewaltiges Konzert, das durch das Zirpen der Grillen und vieler anderer Geschöpfe des verbotenen Waldes zu einem großen Chor ergänzt wurde.

Direkt vor ihr erschienen die Thestrale und reckten Minerva ihre drachenartigen Köpfe entgegen, aus denen sie mit ihren weißen, pupillenlosen Augen starrten. Sie ging, ohne wirklich darüber nachzudenken auf einen von ihnen zu und berührte vorsichtig seine Nüstern. Sanft neigte das Tier seinen Kopf zu ihr herab und stupste sie spielerisch an der Schulter.

„Würdest du mir erlauben auf dir zu reiten?", flüsterte sie dem Thestral zu und fuhr sanft mit den Händen über seine knöchernen Flügel.

Er sah sie für einen Augenblick an, dann neigte er das Haupt tief zur Erde hinab und knickte die Vorderbeine ein, sodass sie aufsitzen konnte. Vorsichtig kletterte sie auf den knochigen Rücken und schwankte leicht als sich das Tier aufrichtete. Sie konnte einen leisen, überraschten Aufschrei nicht unterdrücken, als er sich in die Lüfte erhob. Hogwarts schrumpfte unter ihr zusammen wie ein Spielzeugmärchenschloss und vor ihr breitete sich der hell strahlende Horizont aus. Es war, als hätte sich in ihr ein gewaltiger Knoten gelöst und sie spürte wie ein unermessliches Glücksgefühl sie durchströmte, ein Gefühl von Freiheit, wie sie es seit so langer Zeit nicht mehr empfunden hatte. Der Wind fuhr ihr durch das Haar und sie sog gierig die frische Morgenluft ein. Sie beugte sich hinunter zum Hals des Tieres und fragte:

„Kannst du mich zur heulenden Hütte bringen?"

Sie bemerkte, wie er die Richtung veränderte und in einem sanften Gleitflug, der nur durch gelegentliches Flügelschlagen unterbrochen wurde, in Richtung Hogsmeade schwebte. Bald kam die heulende Hütte karg und verfallen, wie eh und je, näher und der Thestral ging in einen steilen Sinkflug über, während sie sich so fest sie konnte an seinem Rücken fest krallte und landete auf dem Gras vor dem Haus. Alles war ruhig, als Minerva abstieg und dem Thestral dankbar über die Stirn strich.

Mit einem seltsamen Gefühl betrat sie die Hütte, es war beinahe zu still. Was wenn ihm doch noch etwas geschehen war, was wenn er verschwunden war. Sie konnte sich diese Fragen selbst nicht richtig beantworten. Sie stieg die spärlich vom Sonnenlicht beschienen Stufen der Treppe hinauf und betrat den Raum im oberen Stockwerk. Es regte sich nichts, nicht einmal ein Windhauch bewegte die Luft. Sie betrat leise den Raum und sah ihn. Snape hatte sich aufgerichtet und sah sie mit angespannter Erwartung an.

„Voldemort ist tot.", sagte sie.

Auf seinem Gesicht breitete sich augenblicklich Erleichterung aus.

„Sag das noch einmal.", murmelte er dann und seine Stimme klang belegt.

„Potter hat ihn besiegt. Auch wenn ich dir nicht wirklich sagen kann, wie er es angestellt hat."

Es schien eine Weile zu dauern bis er wirklich begriff. Er zog den linken Ärmel seines Hemdes hoch und entblößte die Stelle, an der das schreckliche Brandmal geprangt hatte. Nun war nur noch der blasse Fleck einer Narbe zu sehen. Beide blickten sie auf die helle Stelle auf seiner Haut, dann hob er den Blick und sah sie an.

Mit einer fließenden Bewegung richtete er sich vom Bett auf und ergriff seinen Zauberstab.

„Revelatio" Der Zauber traf Minerva und ihre alte Hülle fiel von ihr ab und sie konnte sehen, wie die Haut auf ihren Händen sich glättete und die Strähne, die vor ihrem Gesicht hing ein tiefes Schwarz annahm. Und all dies erschien ihr mit einem Mal natürlicher, als ihr altes Selbst.

„Du wirst es nicht glauben, aber unser Auserwählter hat sich sehr gut geschlagen."

Er verzog seinen Mund zu etwas, das mit viel Fantasie als Lächeln durchgehen konnte. Doch er konnte sich wie es schien nicht dazu durchringen etwas zu sagen.

„Und", fuhr sie fort, „er hat alle über dich und die Seite auf der du die ganze Zeit standest aufgeklärt. Severus, wie konnte er das wissen?"

„Ich habe ihm einen Teil meines Denkariums gegeben, ich wollte, dass er weiß …", er brach ab und musterte sie skeptisch. „Wie viel weißt du?"

„Nicht viel, Einiges in groben Zügen.", erwiderte sie ein wenig unsicher.

„Er hat doch nicht etwa?", murmelte Severus mit einer Mischung aus Scham und Groll.

„Ich fürchte ja, obwohl ich nicht weiß, was daran so schlimm sein soll.", entgegnete sie.

Er schwieg, etwas verkniffen.

„Es macht dich menschlicher.", ergänzte sie grinsend.

„Und wie soll ich die Schüler jemals wieder dazu bringen sich vor mir zu fürchten?", fragte er mit leisem Spott in der Stimme. Etwas wie ein Grinsen hatte sich auf sein Gesicht geschlichen.

Sie beugte sich über ihn und nahm sein Gesicht in beide Hände.

„Vielleicht könntest du dich dazu durchringen sie wie Menschen zu behandeln."

„Ich weiß nicht, ob ich überhaupt zurück will. Besonders nach Potters großartigen Verlautbarungen. Davon abgesehen. Dumbledore ist tot, ich bin ihm nichts mehr schuldig, zum ersten Mal seit sehr langer Zeit bin ich frei zu tun und zu lassen was ich will."

„Und das wäre?", fragte sie angespannt.

Ein diabolisches Grinsen hatte sich auf seinem Gesicht ausgebreitet und er packte sie ohne Vorwarnung an der Taille und zog sie mit einem kräftigen Ruck zu sich aufs Bett.

„Zu allererst einmal, das hier", raunte er ihr ins Ohr. „Und dann sehen wir weiter."

Ende

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