Life in the Beginning of the War

Kapitel 12


Es war bereits gegen Mittagszeit. Das Wetter im Teil Londons, in dem sich der Grimmauld Place befand, war herrlich, die Vögel sangen munter, der Duft von frisch aufgeblühten Blumen hing in der Luft und es sah aus, als solle es ein großartiger Tag werden, entgegensetzlich zu der Stimmung die in der Zaubererwelt herrschte. Jedoch an diesem frühen Nachmittag im Grimmauld Place Nummer 16 sollte man weniger den Eindruck bekommen, dass dieses Haus von der bedrückten Atmosphäre, die den Rest der Zaubererwelt einnahm, beeinflusst worden war.

„Oh, da hat aber einer unsere Mischungen nicht vertragen!", flüsterte Fred seinem Zwillingsbruder zu, der darüber nur grinsen konnte. Denn der minderjährige Teil der Anwesenden sah weniger frisch aus.

„Und was machen wir nachher noch?", fragte Harry Tanja gelangweilt und die Witzeleien der Zwillinge gekonnt ignorierend.

„Ihr könnt ja lachend in der Küche sitzen und Karten spielen.", meinte Hermine kopfschüttelnd, obwohl sich ein kleines Lächeln auf ihr Gesicht stahl. Auf einmal konnte man ein leises Picken von dem Fenster vernehmen, worauf sich Charlie herüberbeugte, die Eule hereinließ und ihr ihre Post abnahm. Diese ließ sich noch ihr Geld geben und flog dann im hohen Bogen wieder aus dem Fenster.

„Ha! Haben wir auf den nicht schon den ganzen Morgen gewartet.", meinte Charlie und las sich die Titelseite durch.

„Wieso? Ach ist der Artikel drauf?", fragte Molly ihren Sohn und wuselte hinter ihn, um mitlesen zu können.

„Lest mal vor!", verlangten die anderen.

JUSTIZSKANDAL IM MINISTERIUM

Gestern, um 15.00 Uhr konnte einer der, bislang größten bekannten, Justizskandale im Ministerium aufgedeckt werden! Reporterin Rita Kimmkorn konnte den Prozess live mitverfolgen! Zur Erklärung: Am 7.11.89 wurde Sirius Black, wir bemerken ohne Gerichtsverhandlung, nach Askaban gebracht, obwohl er unschuldig ist, was gestern bewiesen werden konnte! Er wurde des Mordes an Pettigrew und zwölf Muggeln, der Todesserei, Spionage und des Verrates an Lilian und James Potter, von denen er der Geheimniswahrer gewesen sein sollte, angeklagt (Wir berichteten). Alle Anklagepunkte mussten nach einem haarsträubenden Prozess fallen gelassen werden, da Peter Pettigrew, der für tot gehalten wurde, inmitten von Todessern gefasst wurde! Dem folgte ein Prozess unter Veritaserum, der bewies, dass Pettigrew seinen Tod nur vorgetäuscht hatte, seine besten Freunde verraten hatte und Dumbledore und seine Leute jahrelang ausspioniert hatte! Er ist einer der besten Todesser von du-weißt-schon-wem und wurde nun aufgrund dessen zu einem Kuss des Dementors verurteilt. Sirius Black kommt, aufgrund der mangelnden Arbeit des Ministeriums, eine hohe Entschädigung zu, über die am heutigen Tag noch verhandelt wird. Natürlich kann diese Entschädigung auf keinen Fall den Verlust ausgleichen, denMr Black aufgrund des Herumstümperns des Ministeriums ertragen musste, ausgleichen.Da nun selbst Minister Fudge seine Fahndungen und Vorwürfe (Wir berichteten) gegenüber Black zurückziehen musste, bleibt uns noch eine Frage: Ist dieser Mann wirklich noch für die Arbeit als Minister tauglich? Wie Sie sich sicher erinnern können, verleugnete er über ein Jahr lang, die Rückkehr von du-weißt-schon-wem! Können wir einem Mann, der so einfältig entscheidet, wirklich noch unser Vertrauen als Bürger des Vereinigten Königreiches zu Teil werden lassen? Der Minister selbst entschuldigte sich gestern noch in allem Maße bei dem, ohne Grund verurteiltem, Sirius Black, was im Angesicht der Vorwürfe wohl als Mindestes abzustempeln ist. ‚Unglücklicherweise' stand der Minister uns nicht zu einer Stellungnahme zu Verfügung. Wir werden Sie weiter über jegliche Fehltritte des Ministeriums durch Fudges Entscheidungen auf dem Laufenden halten. Des Weiteren ist uns leider kein Interview mit Mr Black oder einem anderen der Zeugen gelungen, weswegen wir hoffen, dass sich das noch einrichten lässt! (Den ganzen Verlauf des Prozesses lesen Sie bitte auf den Seiten 6 bis 9!)

Im Sinne der ganzen Redaktion wünsche ich Ihnen, Mr Black, noch alles erdenklich Gute in Ihrem Leben, was Sie sicherlich verdient haben!

Ihre Sonderkorrespondentin

Rita Kimmkorn

Unter dem Artikel war ein Bild von Sirius und James abgebildet, wo die beiden ihre bestandene Aurorenprüfung feierten und eins, wie Pettigrew aus dem Verhandlungssaal getragen wurde.

„Hm, hat sie eigentlich ganz gut gemacht. Dafür, dass noch ein Versprechen drin ist, Fudge unter die Lupe zu nehmen.", meinte Arthur.

„Stimmt schon. Ich werde dann auch mal los! Will ja nicht zu spät zu Fudge kommen!", grinste Sirius, als er aus der Küche ging.

„Gut, Hermine, Neville, was meint ihr? Wollen wir dann auch los?", fragte Arthur die beiden, worauf beide zustimmten und sich fertig machten.

„Luna, du gelangst mit Flohpulver zu deinem Vater. Wenn du zurückkommst, meldest du dich einfach per Kamin bei uns, in Ordnung?", meinte Arthur an sie gerichtet.

„Und wie soll ich zurückkommen? Auch mit Flohpulver? Ist das nicht etwas gefährlich?", fragte sie Rons Vater.

„Dann gibst du als Zielort einfach ‚Ferienwohnung' an. Wir haben das so geregelt, dass es für Mitwissende einfacher ist, ihre Tarnung aufrecht zu erhalten.", Daraufhinging siezum Kamin, winkte den anderen noch einmal, warf das Pulver rein und sagte ‚zum Klittererlabor' und verschwand in den Flammen. Währenddessen hatte Arthur einen Portschlüssel fertig gemacht, der Neville zu seiner Großmutter bringen sollte, von wo er mit Hermine dann weiterreisen würde.

„Bis später! Und stresst eure Verwandten nicht so sehr!", grinste Tanja, als die drei sich verabschieden wollten und erntete noch einen giftigen Blick von Hermine.

„So, die sind wir auch los!", grinste Tonks, worauf sie einen empörten Blick von Molly bekam.

„Wo ist Julia eigentlich vorhin so schnell hin?", wendete sich Ginny an Tonks.

„Sie hat noch einen Termin bei Dumbledore. Wahrscheinlich will er sie abermals darum bitten, dem Orden beizutreten.", seufzte diese.

„Ich glaube, dass sie diesmal annimmt.", meinte Seamus nachdenklich.

„Ich glaube es auch, aber vorrangig hoffe ich es. Wann ist sie eigentlich da hin? Ist schon eine ganze Weile her, oder?", seufzte Tanja.

„Sie ist fast vier Stunden weg. Oder, sie ist schon in die USA zurück. Solange kann das Gespräch der beiden ja nicht dauern, weil Dumbledore ja noch mit Sirius zu Fudge muss.", warf Charlie ein.

„Das werdet ihr spätestens heute Abend mitbekommen!", sagte Molly energisch und nahm den anderen die Teller unter der Nase weg, da alle mit Essen fertig waren. Sie legte sie in die Spüle und tippte sie mit ihrem Zauberstab an, worauf sich das Geschrirr von selbst spülte.

„So Kinder, genug gefaulenzt. Wir werden jetzt zum Fuchsbau!", meinte Molly in die Richtung von Ron, Ginny, Fred, George und Charlie.

„Hoffentlich kommen wir da lebend raus.", witzelte Fred, worauf er einen strafenden Blick von seiner Mutter bekam.

„Und wenn nicht: Es war schön, euch kennen lernen zu dürfen!", ergänzte George dramatisch mit gespieltem Schluchzen.

Und so machten sich auch die Weasleys auf den Weg aus dem Hauptquartier. Während die Zwillinge und Charlie apparierten, reisten die anderen mit Flohpulver. Als sich die Zwillinge noch ein letztes Mal zum Abschied verbeugten, wären sie fast mit Julia zusammengestoßen, die eben zur Tür hereinkam. Diese wich jedoch kurz zurück und setzte sich an den Tisch, als die Gefahr vorbei war.

„Und?", wurde sie gleich von Tanja empfangen.

„Hallo Tanja!Wie geht's dir?Es freut mich auch außerordentlich dich zu sehen!", Julia pausiert ehier kurz und sah sie gespielt vorwurfsvoll an, ehe sie fortfuhr, "Was willst du hören? Was Dumbledore mir unbedingt erzählen musste?"

„Lass mich raten: Beitritt zum Orden und damit verbundene Informationsweitergabe?", meinte Tonks.

„Ja, beitreten werde ich, aber ich hab ihm ausdrücklich gesagt, dass ich nicht im Ministerium spionieren werde."

„Und wer macht das dann? Ich meine mal, das ist nicht böse gemeint, aber du bist für ihn nur halb so viel wert, wenn du Informationen weitergibst.", gab Harry seine Gedanken kund.

„Ich weiß, deswegen hab ich ihm noch einen anderen vorgeschlagen. Oh, ich muss zur Spätschicht. Also, macht euch noch einen schönen Tag!", und mit diesen Worten war auch sie verschwunden.

„Apropos Spätschicht. Ich glaube wir beide können uns auch auf den Weg machen.", meinte Susan zu ihrem Sohn, worauf sich beide erhoben und per Portschlüssel zu dem ehemaligen zu Hause der beiden reisten.

Sie redeten noch eine Weile mit Tonks, als auch diese sich verabschiedete, da sie noch einen Termin hatte. Die beiden Verbliebenen wussten nichts Besseres mit ihrer Zeit anzufangen, als Hausaufgaben zu machen. So gingen die beiden nach oben, holten ihr Zeug, pflanzten sich im Garten an den Teich auf eine Decke und begannen mit der Arbeit.

„Kannst du mir mal bitte das Buch dadrüben geben?"

„Wieso brauchst du das? Ist Zaubertränke so schwer?", grinste Harry und gab ihr das Buch.

„Nicht unbedingt. Wir hatten eigentlich eine ganz sympathische Lehrerin, die das einfach gemacht hat, aber was Snape uns aufhalst! Da komm ich nicht mit!"

„Wie weit bist?", fragte er und beugte sich zu ihr, um über ihre Schulter das auf dem Blatt geschriebene lesen zu können, grinste dann aber, als er erkennen konnte, dass da nur die Überschrift stand.

„Na ja, woher soll ich wissen, wie man Vielsafttrank herstellt!", verteidigte sie sich halbherzig, während sie ein warmes Gefühl in der Magengegend durchströmte.

„In dem man den einfach schon mal ausprobiert hat.", grinste Harry weiter, nahm ein anderes Buch, schlug eine Seite auf, auf der der Vielsafttrank verzeichnet war, legte ihr den vor die Nase und lehnte sich gemütlich zurück.

„Wie jetzt ausprobiert? Also ich weiß ja nicht, wie das bei euch gehandelt wird, aber die Zutaten bekommen wir nicht einfach auf Anfrage.", meinte sie stirnrunzelnd die Seite betrachtend, jedoch ab und an zu ihm hinüberschielend.

„Man muss nur die richtigen Mittel und Wege kennen.", grinste Harry verschwörerisch.

„Oder den Weg zu dem persönlichen Zutatenschrank von Snape.", sagte sie ebenfalls grinsend, worauf er kurz ertappt guckte.

„Erwischt!", lachte sie und wandte sich wieder ihrem Aufsatz zu.

Er löste sich wieder aus seiner Starre.

„Woher weißt du das?"

„Hat Herm mir letztens erzählt.", murmelte sie geistesabwesend, die linke Hand auf der Buchseite und mit der rechten schreibend.

„Und was hat sie dir noch so alles erzählt? Nur so, nebenbei gefragt."

„Irgendwas von dreiköpfigen Hunden, einem Drachenbaby, einem liebenswürdigen Basilisken, einem harmonischem Weihnachtsball und einer Kröte namens Umbridge. Scheiße! Jetzt hab ich statt Drachenblut Drachenbaby geschrieben! Du lenkst mich ab!", sagte sie und sah ihn nach ihrem Schreibfehler leicht vorwurfsvoll an, blieb aber in der Bewegung stocken, als sie ihn seine Augen sah.

„Darf ich denn nicht?", fragte er sie leise, während er in ihren blauen Augen zu versinken drohte.

„Hab ich das behauptet?", flüsterte sie zurück, die Hausaufgaben vollkommen vergessend.

„Nicht, dass ich wüsste.", murmelte er und strich ihr eine Strähne ihrer schwarzen Haare hinters Ohr, während er seinen Kopf langsam senkte und ihn zu ihrem Gesicht bewegte.

„Gut, dass wir das geklärt haben.", wisperte sie und schloss die Augen, kurz bevor sich ihre Lippen berührten.

Sie fühlte sich, als ob in ihrem Bauch ein Feuerwerk losgehen würde. Als sie etwas Warmes über ihre Lippen streichen fühlte, öffnete sie ihren Mund bereitwillig. Er hatte seine rechte Hand noch immer an ihrer Wange und legte die andere an ihrer Hüfte, um sie noch ein Stück näher zu sich ziehen zu können. Seine Nackenhaare richteten sich auf, als sie ihre Hand dort hinlegte und langsam in den Ansatz seiner Haare fuhr. Sie begannen ein langsames Spiel mit ihren Zungen, nicht willig sich vom anderen zu lösen. Nach einer viel zu kurzen Zeit, für die beiden, trennten sie sich um Luft zu holen. Sie sahen sich noch eine Weile in die Augen, die Gesichter nur wenige Zentimeter voneinander getrennt, als Tanja eine kleine Träne über ihre erröteten Wangen lief.

„War es so schlimm?", fragte Harry leise und wischte die Träne mit seinem Daumen zärtlich weg, worauf sie lächelnd leicht den Kopf schüttelte.

„Ganz und gar nicht. Ich bin nur glücklich.", flüsterte sie, gab ihm einen kurzen Kuss auf den Mund und umarmte ihn.

„Tränen stehen dir nicht.", erwiderte er und drückte sie noch etwas fester an sich, um den Duft ihrer Haare einzuatmen.

„Danke für den Hinweis.", lächelte sie und vergrub ihren Kopf in seiner Halsbeuge.

„Wie hast du das die ganzen Jahre eigentlich aushalten können?", seufzte er.

„Was meinst du?", fragte sie, löste sich nicht vollständig aus der Umarmung, jedoch soweit, dass sie ihn fragend ansehen konnte.

„Du weißt, was ich meine.", erwiderte er und blickte ihr mit einem eindringlichen Blick in die Augen.

„Das könnte ich dich genauso gut fragen."

„Tust du aber nicht. Du hast uns erzählt, dass es nicht schlimm war, aber warum kann ich dir das nicht glauben?"

„Weil es keine glaubwürdige Lüge war.", stellte sie sachlich fest.

Er schwieg daraufhin und ließ sie reden.

„Ich weiß nicht wirklich, was du als Antwort erwartest. Aber soviel kann ich dir sagen: Es war eine unschöne Zeit. Du müsstest das kennen, wenn man nur wegen seinem Namen beurteilt wird. Sie haben in mir halt bloß die Tochter von Bellatrix und Rudolphus Lestrange gesehen und nicht Tanja. Wie deshalb ihre Reaktion auf mich war, kannst du dir sicher vorstellen. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich den Namen Lestrange verflucht habe und es immer noch tue. Das war halt auch der Grund, warum ich nicht nach Hogwarts gegangen bin. Ich hab das ganze Theater schon in der Grundschule gehabt, und da waren die Kinder noch ziemlich jung, da musste ich das nicht auf Hogwarts haben. Ich habe eigentlich geglaubt, dass es in Durmstrang nicht so schlimm werden würde, weil es ja nicht unmittelbar am Ort des Geschehens lag. Falsch gedacht. Na ja, da kam dann noch hinzu, dass ich ziemlich oft zu Karkaroff geschickt wurde, wegen dem Mist, den die anderen Schüler verzapft haben. Wie du weißt, ist er ein ehemaliger Todesser, war natürlich sehr hilfreich, die anderen davon zu überzeugen, dass ich kein Interesse an schwarzer Magie habe. Deswegen bin ich bei Ron wahrscheinlich auch so ausgehakt. Ich kann das einfach nicht mehr hören. Ich kenn die Sprüche schon auswendig."

„Na, da hast du ja jetzt endlich mal ein paar vernünftige Leute kennen gelernt.", meinte er.

„Das hat mich hier echt überrascht. Was meinst du, wie nervös ich war, als ich mich anfangs mit Neville unterhalten habe. Und dann als du hergekommen bist, war ich einem Nervenzusammenbruch nahe."

„Vollkommen ohne Grund, wie du bemerkt haben müsstest.", lächelte er und küsste sie.


„Sehr schön, dann werde ich veranlassen, dass der Betrag sofort in Ihrem Verlies gelagert wird. Wenn Sie das bitte hier unterzeichnen würden?", sagte Fudge und schob das Blatt Sirius zu, der es sich flüchtig durchlas und es unterzeichnete.

„Ach ja, ich habe gestern noch mit der zuständigen Abteilung gesprochen. Es stellt kein weiteres Problem dar, wenn Sie das Sorgerecht für Ihr Patenkind in Anspruch nehmen wollen. Dazu habe ich mir ebenfalls ein Formular geben lassen, was Sie unterschreiben müssten und dann noch die zurzeit Sorgeberechtigten. Ich gebe es Ihnen mit und wenn es unterzeichnet ist, geben Sie es bei der zuständigen Abteilung ab, einverstanden?"

„Müsste machbar sein.", stimmte Sirius dem Minister zu.

„Im Sinne von Mrs Bones hätte ich da noch ein Anliegen. Sie würde es begrüßen, wenn Sie wieder in ihrer Abteilung aktiv zu Gange sein würden.", Sirius nickte als Zeichen, dass er verstanden hatte und Fudge ergriff wiederum das Wort, „Gut, wenn Sie noch weitere Anliegen haben, melden Sie sich. Ich müsste mich dann verabschieden. Einen schönen Tag noch!",er reichte den beiden die Hände und geleitete sie höflich zur Tür seines Büros.

„Ich glaube, da werde ich mir morgen Harry unter den Arm klemmen und zu den Dursleys fahren müssen, was meinst du?"

„Warum das nicht schon heute erledigen? Dann gehst du jetzt zu Amelia und holst dir deinen neuen Arbeitsvertrag ab und ich sage Arabella Bescheid, dass die Dursleys sich heute Abend noch auf Besuch freuen dürfen.", erwiderte Albus gutgelaunt.

„Du hast es überhaupt nicht eilig, oder?", meinte Sirius sarkastisch.

„Doch eigentlich schon. Umso schneller die beiden Sachen vom Tisch sind, umso schneller können wir uns wieder der Arbeit des Ordens widmen.", setzte Albus mit ernster Stimme nach.

„Ich gehe erst in die Abteilung für Magische Strafverfolgung, wenn die umdekoriert haben!", versuchte Sirius halbherzig Zeit zu schinden.

„Wir beide wissen, dass du das Angebot von Amelia annehmen wirst. Also los, ab mit dir!", führte Albus das Gespräch wieder zu seinem Ursprung zurück.

„Und du gehst jetzt zu Arabella, ja? Nun gut, bis später!", gab er sich geschlagen und machte sich auf den Weg zum Büro seiner zukünftigen Abteilungsleiterin.

Albus lächelte ihm noch hinterher, als er nach Surrey apparierte.


„Hey, was machst du denn hier?", wurde er lachend von Kingsley begrüßt. Die anderen anwesenden Auroren warfen ihmteils anerkennende und teilsleicht entschuldigendeBlicke zu und einige von den etwas älteren von ihnen schienen sich regelrecht zu freuen ihn hier zu sehen.

„Gucken, wie es hier ohne meine Fotos aussieht.", antwortete Sirius sarkastisch und sah ihn eindringlich an.

„Amelia ist in ihrem Büro.", erwiderte Kingsley, als er verstanden hatte, was er hier wollte.

Sirius nickte ihm noch zu und machte sich auf den Weg. Er konnte von Kingsley noch etwasvon wegen 'kann ja heiter werden' verstehen und grinste kurz.An der Bürotür angekommen klopfte er und als er hereingebeten wurde öffnete er die Tür und trat in das Büro.


„Und wie, stellst du dir bitte vor, soll ich denen beibringen, dass heute ein, nicht mehr, gesuchter Massenmörder zu ihnen nach Hause kommt?", meckerte Arabella mit Albus.

„In dem du einfach klingelst, sagst, dass die beiden vorbeikommen und wieder gehst.", erwiderte er mit amüsiertem Blick.

„Sehr witzig! Und was meinst du, wie die beiden mich angucken werden? Immerhin haben sie immer gedacht, dass ich auch eine Muggel bin!"

„Womit sie nicht ganz unrecht haben."

„Albus! Wenn die Sirius sehen, rufen die doch gleich die Staatsarmee!", rief sie aufgebracht.

„Nein, werden sie nicht. Hast du heute noch keine Zeitung gelesen?", wunderte er sich.

„Nein, wieso? Ach meinst du, dass das heute schon in den Muggelzeitungen drin steht?"

„Ja, in allen Zeitungen und in den Nachrichten läuft es auch den ganzen Tag hoch und runter, wie mir Andromeda versichert hat."

„Wie du willst, aber auf deine Verantwortung! Wann gehen die beiden hin?", seufzte sie, mit einem letzten giftigen Blick auf den Schuldirektor.

„Lass mich überlegen, es ist jetzt gleich drei Uhr nachmittags. Ich würde sagen in ungefähr drei bis vier Stunden. Ja, um Acht haben wir noch eine Versammlung. Genau, so müsste das gehen."

„Nun gut, ich werde dann mal. Bestell den anderen noch schöne Grüße und sag Molly sie soll Mundungus eins über die Ohren hauen, wenn sie ihn sieht. Er ist gestern auf eine meiner Katzen getreten!"

Mit einem Nicken apparierte Albus nach Hogwarts, um von da aus zu seinem Büro zu gelangen.

Arabella ging mit einem unguten Gefühl im Magen zum Ligusterweg 4 und klingelte. Sie hörte ein Trampeln und als die Tür geöffnet wurde, sah sie in das runde Gesicht von Dudley.

„Sind deine Eltern da?", fragte sie, ohne Höflichkeit und Begrüßung.

„Ja, kommen Sie rein. Die beiden sind im Wohnzimmer.", stammelte er und ließ Arabella ein.

„Wer ist es, Dudley?", rief Vernon vom Wohnzimmer aus.

„Es ist Mrs Figg."

„Oh, hallo Arabella. Ich glaube ihr wollt jetzt wieder eure Frauengespräche führen, da werde ich euch mal nicht stören.", begrüßte er sie, als er gerade aus dem Wohnzimmer herausgehen wollte.

„Hallo Vernon. Nein, du kannst ruhig hier bleiben, ich bin gleich wieder weg."

„Möchtest du was trinken? Worum geht es denn?", fragte Petunia und deutete einladend auf die Couch, woraufhin sich Arabella setzte.

„Nein danke. Es geht um Harry. Ich glaube ihr habt heute schon die Nachrichten verfolgt?", kam sie ohne Umschweife zum Thema, um es möglichst schnell hinter sich zu bringen.

„Ja, haben wir. Worauf willst du hinaus?", fragte Petunia mit etwas Unbehagen in der Stimme.

„Dann habt ihr sicher gehört, dass Sirius Black freigesprochen wurde, oder?", fragte sie weiter.

„Ja, aber das kann doch keiner glauben!", schnaubte Vernon.

„Doch, dass solltest du lieber glauben! Pettigrew hat gestanden und es konnte ausreichend bewiesen werden, dass er unschuldig ist!"

„Woher weißt du das? Warst du etwa bei dem Prozess bei?", erkundigte sich Petunia schrill.

„Jedenfalls bekommt Sirius das Sorgerecht für Harry. Alles was fehlt ist eine Unterschrift von euch beiden, die die zwei sich nachher gegen achtzehn Uhr abholen werden. Aber um deine Frage zu beantworten Petunia, ja, ich war bei dem Prozess dabei. Nun gut, da das geklärt ist, verabschiede ich mich wieder.", erklärte sie, nickte beiden noch einmal zu, nutzte den Moment, in dem beide sprachlos dasaßen und ging hinaus, um sich daheim wieder um ihre Katzen kümmern zu können und sich endlich den Artikel von Kimmkorn durchzulesen.


„Ich glaube die Aufräumaktionen im Grimmauld Place haben abgefärbt.", murrte Fred seinem Zwillingsbruder zu.

„Leider.", stimmte dieser zu.

„Jetzt stellt euch nicht so an! Wenigstens gibt es keine Gnome, die ihr entfernen müsstet!", meckerte Molly und drückte jedem eine Harke und einen Eimer in die Hand. Stöhnend gingen sie in den Garten, teilten sich auf verschiedene Beete auf und begannen das Unkraut zu entfernen.

„Ich versteh nicht, warum wir Unkraut entfernen müssen. Ein paar von denen sehen doch ganz niedlich aus.", meinte Ron und stupste eine Pflanze mit dem Finger an.

„Aber leider sind es die ‚Niedlichen', die uns soviel Ärger machen!", grummelte Ginny und deutete auf die Pflanze, die Ron berührt hatte, da sie ihm gerade den Finger abbeißen wollte.

„Autsch! Hey, lass das, du Mistvieh!", rief er und zog dem Unkraut eins mit der Harke über.

„Müssen wir jetzt über dem Gartentor ein Schild aufhängen, auf dem steht ‚Vorsicht, bissiges Unkraut'?", grinste George.

„Nein, das müsst ihr nicht aufhängen, weil ihr deswegen das Zeug ja weg machen sollt!"

„Zu Befehl, Mum.", stöhnten die Zwillinge und beugten sich wieder über das Blumenbeet.


„Wow, ist ja ganz schön was passiert, in letzter Zeit.", staunte Kate Granger über die Erzählungen ihrer Tochter.

„Kann man wohl sagen! Und ihr dürft jetzt wirklich zu den Versammlungen? Dabei hab ich doch gehört, dass sich alle dagegen gewehrt haben sollen.", wunderte sich auch ihr Vater.

„Na ja, wegen den Ereignissen haben sie beschlossen, dass es für uns besser wäre, wenn wir Bescheid wissen, damit wir nicht auf dumme Gedanken kommen. Aber sagt mal, wie sah es hier eigentlich aus? Was habt ihr gemacht?"

„Wir mussten noch ein bisschen Papierkram für die Arbeit erledigen und ein paar Bestellungen einreichen. Ansonsten waren letztens noch die Zuständigen vom Orden hier, um uns kennen zu lernen. Also lange nicht so aufregend, wie deine Zeit.", lächelte Kate ihre Tochter an.

„Wen habt ihr denn zugeteilt bekommen?", fragte Hermine gespannt.

„Remus Lupin und Andromeda Tonks.", antwortete ihr Vater ihr.

„Andy? Sie ist doch erst seit kurzem im Orden.", meinte Hermine nachdenklich.

„Also wegen Andromeda wurde uns soviel erklärt, dass sie anscheinend in der Gegend wohnen soll und dann öfter mal vorbei gucken kann. Ich finde sie sehr sympathisch.", erzählte ihre Mutter ihr, zog bei dem Spitznamen, den ihre Tochter dem Mitglied gab, jedoch leicht die Augenbrauen hoch.

„Ja, da hast du mal wieder jemanden gefunden, mit dem du richtig schön tratschen kannst, oder?", lächelte David seine Frau an.

„Ja habe ich. Und das freut mich. Aber sag mal, Kleines, wem gehört eigentlich das Hauptquartier? Weil, ich glaube nicht, dass da irgendwer sein Haus zur Verfügung stellt und da acht Jugendliche und andere Mitglieder ohne weiteres wohnen lässt.", fragte ihre Mutter.

„Doch macht er. Erst mal ist das Haus total groß, da könnten locker zwanzig Mann drin wohnen und zweitens ist es das Haus seiner Eltern, er hat es geerbt und warum soll sich der Orden ein anderes Hauptquartier suchen, wenn das Haus zur Verfügung steht."

„Und du bist sicher, dass wir da keine Miete beisteuern sollen? Weil, wenn jemand meiner Tochter mit ihren Freunden und Bekannten erlaubt in seinem Haus zu wohnen, denke ich schon, dass wir demjenigen etwas beisteuern müssten, oder? Schon alleine aus Höflichkeit.", wunderte sich ihre Mutter.

„So hab ich das noch gar nicht betrachtet. Aber mach dir keine Sorgen, denn erstens ist er froh, wenn das Haus gefüllt ist, denn es ist echt groß und ich könnte mir nicht vorstellen, da alleine zu wohnen und zweitens helfen wir dafür bei der Renovierung!", meinte Hermine daraufhin.

„Und wem gehört es nun und wo liegt es?", fragte ihre Mutter weiter.

„Es liegt in London und ich hoffe ihr habt heute Nachrichten geguckt?"

„Ja, haben wir, heute beim Frühstück und heute Mittag, wieso fragst du?", antwortete ihr Vater.

„Dann habt ihr bestimmt von der Hauptschlagzeile Wind bekommen, oder?", fragte Hermine weiter.

„Ach meinst du, Sirius Black? Mir ist dann auch wieder eingefallen, wo ich den Namen Pettigrew gehört habe!", erwiderte ihre Mutter.

„Genau, ich war gestern bei dem Prozess als Zeugin und Sirius gehört auch das Haus."


„Die bleiben aber ganz schön lange weg.", murmelte Tanja.

„Ich weiß nicht, ob ich jetzt froh darüber sein soll oder mich wundern soll.", meinte Harry nachdenklich, während er seinen Kopf auf Tanjas Schulter hatte und mit seinen Händen ihre Arme hochfuhr.

„Ich würde eher auf froh sein tippen.", grinste sie ihn verschwörerisch an, gab ihm einen kurzen Kuss auf die Wange und lehnte sich wieder mit dem Rücken an seinen Brustkorb.

„Warum?", fragte er gespielt ahnungslos.

„Darum!", antwortete sie, drehte sich in seinen Armen, legte ihre Hand in seinen Nacken und zog sein Gesicht zu ihrem.

„Gutes Argument.", grinste er, als sie sich voneinander lösten.

„Meinst du? Glaubst du von den guten Argumenten gibt es noch mehr?"

„Müsste sich einrichten lassen."


„Ja, das war dann alles, Sirius. Ich denke wir sehen uns dann übermorgen!", lächelte Amelia ihn an.

„Genau. Ach ja, und du solltest deine Mitarbeiter nicht so sehr ärgern. Tonks beschwert sich schon.", grinste er und verabschiedete sich und apparierte zurück zum Grimmauld Place. „Hallo? Ist einer da?", rief Sirius, als er in der Küche angekommen war und wunderte sich, als keine Antwort kam. Also ging er nach oben, um dort zu suchen, fand aber auch keinen.

Etwas verwirrt ging er nach unten und sah zwei schwarze Haarschöpfe im Garten sitzen. Als er an der Terrassentür ankam, sah er womit die beiden gerade beschäftigt waren und fing an zu grinsen und beschloss die beiden erstmal alleine zu lassen und sich bei Albus über das Gespräch mit Arabella zu erkundigen.

„Wo willst du denn hin?", fragte Harry, als Tanja sich erhob.

„In die Küche, was zu Trinken holen. Kommst du mit?"

„Meinst du ich lass dich alleine!", lächelte er, nahm ihre Hand und verließ mit ihr den Garten.

„Hast du vorhin auch was gehört oder hab ich mir das nur eingebildet?"; fragte sie ihn, als sie an der Terrassentür angekommen waren.

„Mir war auch so.", meinte er nachdenklich.

„Ach hallo Tanja, Harry.", begrüßte Albus aus dem Kamin die beiden, als sie in die Küche kamen.

„Guten Tag, Professor.", grüßten sie zurück.

„Also dann um 18.00 Uhr, so habe ich es jedenfalls Arabella erzählt. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag.", mit diesen Worten verschwand der Kopf von Dumbledore und das Kaminfeuer wurde wieder rot.

„Was ist denn nachher?", fragte Harry seinen Paten.

„Da werden wir beide zu den Dursleys gehen und uns eine Unterschrift abholen.", antwortete er ihm.

„Wofür?"

„Wenn ich dein Sorgerecht bekommen will, brauche ich Unterschriften von den derzeitigen Sorgeberechtigten.", meinte er und legte drei Formulare auf den Tisch.

„So schnell? Boah, ist das genial!", freute sich Harry.

„Und was habt ihr noch die ganze Zeit gemacht?"

„Hausaufgaben."

„Na ja, bzw. wir wollten Hausaufgaben machen, sind dann aber irgendwie von abgekommen.", meinte Tanja nachdenklich, bekam aber einen kleinen Rotschimmer um die Wangen.

„Na, dann kann ich euch ja nur beglückwünschen.", lächelte Sirius, worauf beide ihn verwundert anguckten und er nur mit den Schultern zuckte.

„Warum fühle ich mich gerade so überrumpelt?", wendete sich Harry an Tanja, als er sich neben sie setzte.

„Boah, wir haben es geschafft!", triumphierte Fred lautstark währender in die Küche kam und sich auf einen Stuhl fallen ließ.

„Und wir leben noch!", setzte George grinsend hinzu.

„Na ja wenigstens so einigermaßen. Und, wie lief es im Ministerium?", fragte Ginny Sirius, als dieser wieder in die Küche kam.

„Gut, sehr gut sogar. Ach ja: Charlie, bevor du fragst, ja ich habe angenommen!"

„Super! Dann kann sich Kingsley in nächster Zeit auf was gefasst machen.", grinste dieser.

„Es ist gleich um sechs. Meinst wir können es riskieren und uns auf den Weg machen? Ich geh nur noch mal schnell hoch was gucken.", wendete sich Sirius an Harry und ging aus der Küche.

„Ich verlange genauste Berichterstattung!", grinste Tanja.

„Hast du überhaupt das Recht irgendwas zu verlangen?", zweifelte Ginny grinsend.

„Ja, Ginny habe ich!", kam Tanja auf ihre Frage zurück.

„Wer sagt das!", grinste Harry.

„Ich! Und jetzt sieh zu, dass du Land gewinnst!", lächelte Tanja, gab ihm noch einen Kuss auf die Wange, verließ die Küche und ließ verwunderte Weasleys zurück.

„Mrs Figg.", sagte Sirius und verschwand im Kamin, worauf Harry es ihm gleich tat.

„Hallo ihr beiden!", wurden sie freudig von der alten Dame begrüßt.

„Hallo. Wie geht's dir?", fragte Sirius.

„Das spielt jetzt keine Rolle! Ihr habt zu tun!", meinte sie und schob die beiden zur Tür hinaus.

„Auf in den Kampf.", murmelte Harry und ging Richtung Nummer 4.

„So schlimm kann es doch nicht sein, oder?", fragte Sirius skeptisch.

„Nein, noch viel schlimmer! Ach ja, noch was: Mach dich auf alles gefasst! Wenn es um ‚unseres Gleichen' geht, vertragen sie keinen Humor. Benutze irgendwelche Z-Wörter am besten erst gar nicht, das macht uns den Aufenthalt angenehmer.", erklärte Harry ihm.

„Das klingt ja ziemlich viel versprechend.", seufzte Sirius und stoppte abrupt als Harry in einen Kleingarten einbog. Er wartete bis Sirius kurz hinter ihm stand und klingelte. Von drinnen hörte man ein merkwürdiges Quieken und wie jemand die Treppe hochpolterte, worauf Sirius eine Augenbraue hochzog und Harry fragend ansah. Dieser formte nur das Wort ‚Später', grinste Sirius kurz an und drehte sich wieder zur Tür. Man hörte jemanden zur Tür gehen, als diese von Petunia geöffnet wurde.

„Guten Abend. Kommt doch rein.", dabei lächelte sie etwas steif aber nicht unfreundlich, worüber sich Harry etwaswunderte.
Die beiden betraten das Haus und folgten Petunia ins Wohnzimmer, wo sie den beiden mit einer einladenden Bewegung deutete sich zu setzen.

„Also worum es geht, hat uns Arabella ja schon im Groben erzählt, allerdings war sie so schnell wieder weg, dass wir keine Zeit hatten, sie dazu noch was zu fragen.", sagte Petunia, als die beiden sich gesetzt hatten.

„Lass mich raten: Ihr beide wart sprachlos und den Moment hat sie ausgenutzt, oder?", fragte Harry.

Gerade als er diesen Satz zu Ende gesprochen hatte, betrat Vernon das Wohnzimmer, warf Sirius einen komischen, undefinierbaren Blick zu, setzte sich neben seine Frau und sah die beiden erwartungsvoll an.

„Also, was müssen wir ausfüllen?", er klang schroff und unhöflich.

„Ich benötige jeweils eine Unterschrift von Ihnen beiden.", sagte Sirius ruhig, ließ sich nicht von Vernon beeindrucken und legte das Dokument, für beide gut lesbar, auf den Tisch.

„Ich hole was zum Unterschreiben. Ähm, ist es in Ordnung, wenn wir mit Kugelschreiber unterschreiben?", fragte Petunia etwas unschlüssigund erhob sich.

„Natürlich."

Es entstand eine peinliche Stille, als Petunia das Wohnzimmer verlassen hatte. Harry sah kurz zu seinem Onkel und merkte, dass dieser kurz davor stand, auszurasten, was ihn ziemlich beunruhigte.

„Wann fängt die Versammlung nachher an?", wandte er sich an Sirius.

„Irgendwann nach dem Abendessen, genau weiß ich es nicht. Mal sehen, was Dumbledore da so vorschwebt.", antwortete er ihm, worauf Harry langsam nickte.

„So, dann können wir!", kam Petunia lächelnd mit einem Kugelschreiber in der Hand zurück.

„Wo genau?", fragte Vernon, woraufhin Sirius nur auf eine Stelle am unteren Ende des Blattes deutete.

„Warum haben Sie eigentlich den Kamin zugenagelt?", wunderte sich Sirius, als er seinen Blick schweifen ließ.

„Damit sich da niemand einfach Zutritt zu unserem Haus verschaffen kann.", grummelte Vernon zurück.

„Verstehen Sie das nicht falsch, aber wer sollte denn auf die Idee kommen, durch Ihren Kamin zu reisen?"

„Oh, da kam schon mal einer auf die Idee und hat unser ganzes Wohnzimmer verwüstet!", knurrte Vernon.

„Ähm, Arthur hat den Kamin vor zwei Jahren kurzzeitig ans Flohnetzwerk angeschlossen. Hat er dir das gar nicht erzählt?", erklärte Harry seinem Paten.

„Er hat was!", wunderte sich Sirius, konnte aber ein Grinsen nicht unterdrücken.

„Ich fand das überhaupt nicht lustig!", meckerte Vernon über das Grinsen von Sirius.

„Aber er hat das Wohnzimmer danach aber wieder wohntauglich gemacht, oder?"

„Das gehört sich ja wohl auch so! Was erlaubt der sich eigentlich?"

„Wie es aussieht hat es keinen bleibenden Schaden hinterlassen, also ist es die Aufregung eigentlich nicht wert."

„Wenn das die Nachbarn gesehen hätten, hätte derjenige sich auf was gefasst machen können!"

Petunia und Harry saßen nur da und sahen hin und wieder von Vernon zu Sirius. Während Sirius immer noch ganz ruhig da saß, war Vernon einem Nervenzusammenbruch nahe. Vernon gab, immer noch wütend, seiner Frau den Kugelschreiber, damit sie auch noch unterschreiben konnte.

„Also, wenn Ihre größte Sorge die Nachbarn sind, kann man sich schon ziemlich über einen kleinen Unfall aufregen."

„Kleiner Unfall!", rief Vernon, erinnerte sich dann aber, dass er mit einem voll ausgebildeten Zauberer sprach und besann sich.

„Ich glaube, dann haben wir alles erledigt, oder? Hast du noch Sachen hier?", wendete sich Sirius an sein Patenkind.

„Nein, hab ich nicht."

Sirius nahm das Dokument wieder an sich, reichte Petunia die Hand, nickte Vernon zu und verließ mit Harry das Haus der Dursleys, um über Arabellas Kamin zum Hauptquartier zurück zu kommen.

„Warum hast du mir eigentlich nicht erzählt, dass du das Wohnzimmer der Dursleys in die Luft gejagt hast?", grinste Sirius in Richtung Arthur.

„Ach, habt ihr noch darüber gesprochen?", fragte Fred grinsend. Harry erkundigte sich, wo seine Freunde waren und machte sich dann auf den Weg nach oben um eben diesen Gesellschaft zu leisten.


„Tanja, du weißt, dass du uns noch was zu erzählen hast! Also?", drängelte Ginny.

„Das würde mich aber auch mal interessieren.", lächelte Harry, als er das Zimmer betrat und sich neben Tanja niederließ, sich jedoch kurz darauf mit schmerzverzerrtem Gesicht über die Narbe fuhr.

„Was ist passiert?", fragten Ginny und Ron wie aus der Pistole geschossen.

„Nichts weiter. Sie hat nur geziept. Ehrlich, es ist nichts Schlimmes! Das kam nur so unerwartet."

„Sicher?", fragte Tanja besorgt, worauf Harry sie nur lächelnd ansah und ihr zunickte, was ihre Sorgen linderte und sie auf seine vorhergehende Frage zurückkam

„Ach, weißt du das noch gar nicht?", lächelte sie, jedoch immer noch mit etwas Unbehagen, fuhr dann aber an die anderen beiden gewandt fort: „Ich weiß nicht, was ihr hören wollt! Es gibt eigentlich nichts weiter zu wissen!"

„Kommt ihr? Das Abendessen ist fertig!", rief Molly vom Treppenansatz herunter.

„Na, wie war's?", fragte Ginny in die Runde während sie sich als Letzte am Tisch niederließ.

„Wie soll es gewesen sein? Ich musste meinen Eltern die ganze Zeit, die ich hier verbracht habe, in allen Einzelheiten schildern. Ich hab mir den Mund fusselig geredet!", antwortete Hermine, woraufhin Luna und Neville zustimmten, da es ihnen ähnlich ergangen ist.

„Kurze Frage. Worum geht es in der Versammlung?", fragte Ginny in die Runde.

„Auswertungen der Woche, nichts besonderes also. Die Aufträge kommen erst später dran.", wurde es ihr von Bill erklärt.

Während des Essens unterhielten sie sich noch über den Tag bei ihren Familien, während die Zwillinge, Ron und Ginny sich über die Putzaktion beschwerten.

„Warum habt ihr mir eigentlich nicht erzählt, dass ihr den Wachposten für meine Eltern übernommen habt?", fragte Hermine an Remus und Andy gewandt.

„Och, weißt du, wir hatten dann irgendwie so viel am Hut und dann hab ich das vergessen. War keine böse Absicht.", antwortete Andy ihr mit einem entschuldigenden Blick.

„Kann es sein, dass immer, wenn wir eine Versammlung abhalten wollen, Albus der ist, der immer zu spät kommt?", meinte Susan stirnrunzelnd.

„Wer weiß, was nun schon wieder los ist!", seufzte Charlie.

„Hoffentlich nichts Ernstes.", kam es von Molly mit etwas Unbehagen in der Stimme.

„Wenn was Ernstes los wäre, hätten wir es doch schon erfahren. Ich glaube nicht, dass da groß was passiert ist, wahrscheinlich redet er gerade mit Fudge oder sonst wem.", probierte Tonks sie zu beruhigen.

„Da wäre ich mir an deiner Stelle nicht so sicher.", sagte auf einmal Albus, der eben durch die Tür hereinkam. „Ich habe gerade die Nachricht bekommen, dass die Winkelgasse angegriffen wurde und darüber schwebt das Dunkle Mal. Ich glaube, dass es jetzt richtig beginnt."


TBC
So, das war es erstmal wieder! Ich bin nicht mit dem Kapitel zufrieden (Ja, Tamy, ich weiß das Thema hatten wir schon! ‚grins'), weil es mehr ein Übergangskapitel ist. Na ja, dafür geht es dann ganz zackig weiter!

Danke an:

Sirius' Schwester: Ja, danke dir das Review und die Flasche. Hab sie im Schrank versteckt, damit Mama die nicht findet ‚grins'! ‚knuddel'

Eile: Wenn du willst, bekommst du auch einen mit Schokolade! Kriegst meinen letzten, wenn du schön weiter reviewst! ‚grins' Alles zu seiner Zeit! Ich muss die Todesser erstmal ein bisschen was tun lassen, sonst liegen die den ganzen Tag nur faul herum!

Shila84: Dankeschön. Wieder ein neuer Leser! Ich hoffe du bleibst dran! Hast du gedacht die beiden werden skandalös entdeckt? Wie denn. Ich stehe nicht so auf Skandale. Das überlass ich Rita ‚grins'

Hitman: Ebenfalls DANKE! Hast du die Mail bekommen?

Cheely: Danke! Also, dass alle das machen, wäre ein bisschen übertrieben, aber ich wollte mal was gegen das lieber-Jugendliche-Image tun! Weil das sind se nun wirklich nicht mehr.

Laser-jet: Danke auch an dich! Nach genügend Reviews geht es selbstverständlich sofort weiter! (mit Zaunpfahl wink) Meinst du das mit dem ‚immer' ernst? Wenn ja, freu ich mich! ‚grins'

Wow, sechs Stück für ein Kapitel und wir sind nahe an der 50 vorbei geschlittert! Also, gönnt mir etwas Glück und schreibt weiterhin fleißig! (Ihr glaubt doch nicht, dass ich mich mit 50 zufrieden gebe, oder? ‚grins')

Lovely Greetz, Liz!