Disclaimer: Das hier gehört alles J.K. Rowling, von mir aus sogar die Sachen, die ich erfunden habe.
Hauptsache, sie schreibt endlich das siebte Buch fertig…
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Das hier ist ein sehr ernsthaftes Kapitel. Ist einfach so passiert, ehrlich. Könnte theoretisch am Rotwein liegen.
Bitte verzeiht mir, vor allem, weil ich meinen geliebten Reviewern nicht genügend Ehre zolle.
Ohne eure Comments hätte ich bestimmt schon aufgegeben, weiter so!
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Kapitel 12: Das große Erwachen:
„Jetzt geht's los, Freunde", sagte Liam, als ihre Male zu leuchten begannen. Ihre Körper zitterten, als sie mit neuer Energie und ungekannter Macht erfüllt wurden.
Instinktiv stellten sie sich im Kreis auf, dem Uhrzeigersinn nach zuerst Liam, dann Harry, Draco, Hermine und zuletzt Ron.
Ein Symbol leuchtete unter Harrys Füßen auf, ein stilisierter Berg, das Zeichen der Erde, er hob seinen Kopf und rief „Genbu, Macht der Erde."
Ron war als nächstes an der Reihe, unter seinen Füßen erschienen skizzierte Flammen, sein Kopf erhob sich zur Decke und wurde rot, „Suzaku, Macht des Feuers."
Draco folgte dem Beispiel seiner Freunde, als das Symbol des Windes unter ihm erschien, er schloss kurz die Augen und sah dann nach oben, „Byaako, Macht des Windes."
Hermine war ein wenig verunsichert, aber als sie ein Symbol ähnliche den Wellen des Meeres sah, blickte sie entschlossen gen Himmel und sagte mit fester Stimme, „Seiryuu, Macht des Wassers."
Liam sprach als letzter, aber zuerst blickte er in die Runde seiner neuen Freunde. Sie hatten die Kräfte und die Verantwortung akzeptiert und waren bereit, sich auf ihr ungewisses Schicksal einzulassen. Er hoffte, dass er sie nicht enttäuschen würde. Ein energetisches Flimmern glühte bei seinen Füßen, als er rief, „Macht der Magie, erwecke uns!"
Ein Chor wie Engelsstimmen erfüllte den Raum. Simultan schloss der neu geformte Zirkel seine Augen und hob die Arme, um einen Kreis zu bilden. Energiebälle formten sich um sie herum, in den Farben ihrer Elemente und einen Augenblick später umschwirrten sie den Kreis. Ihre Körper vibrierten angefüllt von der neuen Energie. Sie atmeten schwer und die Energiebälle gewannen an Geschwindigkeit. Plötzlich schossen die Kugeln auf ihre elementaren Partner zu und verbanden sich mit ihnen. Helles Licht brachte den gesamten Raum zum Erstrahlen.
Erschöpft brachen sie zusammen.
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Viele Stunden später wachten sie wieder auf. Die Freunde lagen immer noch groggy auf dem Boden ausgestreckt, als Hermine Liam fixierte und atemlos fragte, „Liam, das ist doch dein Name, was genau hast du mit uns gemacht? Was ist hier passiert?"
„Ehrlich gesagt habe ich gar nicht so viel gemacht, Hermine. Die Gaben Eurer Elemente schlummerten bereits seit Eurer Geburt in Eurem Inneren, ich habe sie nur aufgeweckt."
„Und woher wusstest du das alles?"
Liam stöhnte auf, er wusste, dass dies irgendwann einmal passieren würde. „Um das zu erklären, muss ich weiter ausholen. Für wie alt haltet ihr mich?"
Harry und die anderen sahen sich ratlos an, bis Hermine vorsichtig antwortete, „Du kannst nicht viel älter als wir sein, vielleicht 18 oder 19 Jahre?"
Liam grinste schuldig und sagte dann, „Hermine, genau genommen bin ich nicht mal ein Mensch. Und ich sehe so aus, weil ich es will. Allerdings war ich vor über dreieinhalb Jahrtausenden auch ein Sterblicher. Damals konnte ich meine Kräfte noch nicht einsetzen, zumindest nicht bewusst. Ich war damals nur ein Anwärter, aber ich musste etwas nur ansehen und verstand es. Ich sah in den Himmel und wusste, welches Wetter uns bevorstand. Ich konnte es sogar verändern, wenn es mir nicht gefiel. Ich konnte spüren, wenn ein feindliches Dorf uns angreifen wollte und warnte die anderen Dorfbewohner. Mit der Zeit begannen sie mir und meinen Fähigkeiten zu vertrauen und ich half, wo ich konnte. Neue Wasserstellen finden, neue Nahrungsquellen, wenn das Essen knapp wurde, ich fand Kräuter und Wurzeln, die meinen Freunden Heilung brachten. Und ich habe mich verliebt. In einen Jungen aus dem Nachbardorf. Wir waren seit langer Zeit Freunde gewesen, sowohl Kieran und ich als auch unsere beiden Dörfer. Unsere Beziehung wurde von allen akzeptiert, vor allem, weil sie alle meine Hilfe wollten und niemand hat uns jemals ein Leid angetan. Außer meinem Vater.
Eines Tages, Kieran und ich lagen unter einer Weide, mein Kopf in seinem Schoß, er massierte gerade meine Schläfen, da kam mein Vater wutentbrannt auf uns zugerannt. Er packte mich und warf mich gegen den Baum. Dann umfasste er meinen Hals mit seinen starken Holzfällerhänden und würgte mich. In seinen Augen sah ich blanken Hass. Aber ich hatte keine Angst um mich, meine einzige Sorge galt Kieran, meinem Geliebten. Er wollte mich beschützen und zerrte an meinem Vater. Doch der schlug ihn nur mit einer einzigen Bewegung ko. Kieran fiel bewusstlos zu Boden. Ich sah es wie in Zeitlupe. Dann griff Vater wieder nach meinem Hals. Was danach passierte ist nicht so schön. Ich fühlte, wie etwas Dunkles, Böses Besitz von mir ergriff. Ich war so wütend. Dieser unwürdige Sterbliche hatte es gewagt, meinen Geliebten anzurühren. Meine Augen äderten ihre Farbe, sie wurden vollständig schwarz und ich griff nach seinen Händen. Er war verwirrt, niemals hatte ich gegen ihn aufbegehrt, doch jetzt wehrte ich mich. Mit Leichtigkeit nahm ich seine Hände von meinem Hals und warf ihn von mir. Dann schrie ich. Ich erinnere mich noch sehr gut an den Schrei. Er ließ sogar mein Blut gefrieren. Mein Vater hielt sich die Ohren zu, aber ich war noch nicht fertig. Dafür war es bereits zu spät.
Plötzlich konnte ich alles um mich herum spüren, ich fühlte jedes Molekül, jedes Atom, ohne diese Worte dafür zu kennen und explodierte. Im wörtlichen Sinn. Alles im Umkreis von ein paar hundert Metern wurde ausgelöscht. Flora, Fauna, die beiden Dörfer und alle Menschen darin, ja, auch mein Vater und Kieran. Mein sterblicher Körper war auch zerstört worden, aber ich war immer noch am Leben, ich bestand jetzt nur noch aus reiner Energie. Beinahe fünfhundert Jahre lang wanderte ich über die Erde, einem Racheengel gleich und vernichtete die Unwürdigen in schier unmenschlichem Zorn.
Aber eines Tages wurde ich aufgehalten. Ein Licht erschien wenige Meter von mir entfernt, als ich gerade ein weiteres Dorf in Schutt und Asche legen wollte. Es verwirrte mich, ließ mich stoppen. Dann umhüllte es mich und ich hatte mich noch nie so ruhig und entspannt gefühlt. Außer in Kierans Armen. Das Licht erzählte mir von meiner Bestimmung, davon, dass ich der Anwärter der Magie war und dass es gekommen war, um mich zu erwecken. Ich fühlte es durch mein gesamtes Wesen fließen und es vertrieb die Dunkelheit aus meinem Herzen. Es erzählte mir von den anderen Anwärtern und ihren Kräften. Von dem Tiergöttern und den Talismanen, die ihre Macht noch verstärken würden. Und es erzählte mir, dass es meine Aufgabe war, die anderen Anwärter zu beschützen, aber ich durfte niemals aktiv eingreifen. Dann wurde meine Welt in Licht getaucht und als ich wieder erwachte, da hatte ich diesen Körper und Puck saß auf meiner Brust und pickte an meiner Stirn.
Zuerst dachte ich, dass er mich fressen wollte, aber kurz darauf erkannte ich, dass er mich nur hatte wecken wollen und seitdem begleitet er mich. Wir waren Jahrhunderte auf der Suche nach den anderen Auserwählten, aber ich konnte Euch einfach nicht finden und so setzte ich meine Kräfte ein, um wenigstens den anderen Menschen zu helfen, wie ich es damals als Sterblicher getan hatte.
Vor ungefähr zwanzig Jahren hörte ich schließlich von Voldemort. Ich hatte das Wachsen der Schatten schon lange gespürt, aber ich wusste nicht, was ich ohne die anderen Elemente dagegen tun konnte und so suchte ich weiter. Ich fand James und Lily Potter und dachte zuerst, dass Lily das Erdelement sei, ich war außer mir vor Freude, aber dann wurde mir klar, dass nicht sie sondern das ungeborene Kind unter ihrem Herzen meine Aufmerksamkeit geweckt hatte. Ich folgte ihnen und wartete auf deine Geburt, Harry. Du warst das süßeste Baby, das ich jemals gesehen hatte. Ich war wie besessen von Dir, niemals verließ ich deine Nähe, um Dich beschützen zu können, sollte Dir etwas passieren. Ich konnte Voldemort nicht spüren, als er in dieser Nacht dein Elternhaus aufsuchte. Erst Lilis Schreie warnten mich vor ihm. James war bereits tot und sie rannte in den ersten Stock, in dein Zimmer und stellte sich schützend vor dich. Ich habe nicht schnell genug reagiert und sie musste ihr Leben geben, um Dich zu schützen. Ihr Tod brachte mich aus meiner Passivität. Aber es war mir verboten, aktiv zu handeln. Ich wusste nicht einmal, ob ich es konnte. In diesem Moment wurde mir jedoch klar, dass ich es auf jeden Fall versuchen musste. Ich konzentrierte mich auf Deine Energie und verband mich dann mit ihr, um die Kräfte der Erde zu wecken und Deinen unzerstörbaren Schutzwall zu aktivieren.
In diesem Augenblick benutzte Voldemort den Todesfluch. Er flog durch mich hindurch auf Dich zu und prallte von Dir ab, flog dann wieder durch mich und traf Voldemort. Er schrie und sein Körper wurde zerstört. Ich beobachtete, wie sein Geist sich in Luft auflöste und dachte, dass nun alles vorbei sei. Wenige Augenblicke später kam Hagrid und nahm Dich mit.
Ich fühlte mich so schuldig, deine Eltern waren gestorben, weil ich zu spät reagiert hatte und deshalb zog ich mich zurück, ich beobachtete Dich aus der Ferne und wenn ich nach den anderen Anwärtern suchen musste, dann wachte Puck über Dich. Gegen Ende deines fünften Schuljahres hatte ich außer Dir noch Ron und Hermine erkannt, aber einer fehlte mir noch.
Dracos wahre Identität erkannte ich erst, als es ihm nicht möglich war, Dumbledore zu töten. Das Element der Luft hielt ihn davon ab.
Es tut mir alles so Leid, ihr alle musstet so schrecklich leiden, weil ich meine Aufgabe nicht erfüllt habe." Liam weinte und schluchzte jetzt. Seine Augen waren geschlossen, aber plötzlich bemerkte er, dass er nicht der einzige war, der weinte. Seine neuen Freunde lagen zitternd auf dem Boden und vergaßen Tränen. Da wurde ihm klar, was in den letzten Minuten geschehen war.
Er hatte nicht nur seine Geschichte erzählt, sondern sie unterbewusst in ihre Gedanken projiziert. Sie hatten gesehen, was er gesehen hatte, gefühlt, was er gefühlt hatte und jetzt weinten sie nicht wegen ihres eigenen Schmerzes, sondern wegen dem seinen.
Erschrocken riss er die Augen auf und flüsterte, „Oh nein, ich tue es schon wieder!"
Und dann verschwand er im Nichts.
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Authors Note: „Sorry!"
Außerdem:
Mais tout cela ne vaut pas le poison qui découle Tout cela ne vaut pas le terrible prodige
De tes yeux, de tes yeux verts,
Lacs où mon âme tremble et se voit à l'envers...
Mes songes viennent en foule
Pour se désaltérer à ces gouffres amers.
De ta salive qui mord,
Qui plonge dans l'oubli mon âme sans remords,
Et charriant le vertige,
La roule défaillante aux rives de la mort!
Baudelaire, solltet ihr mal lesen…
