Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.

Die Originalstory ist von MrsValensi.

Danke easy peasy83 für deine Reviews!

Wer will Selbstdisziplin?

Die Sonne schien mir ins Gesicht und ich wollte die Augen nicht aufmachen. Die Wärme umhüllte meinen steifen Körper. Ich bewegte mich und fand es mit einem mal unbequem. Aber ich konnte mich kaum rühren, irgendetwas hinderte mich daran. Langsam machte ich die Augen auf und brauchte etwas bis ich klar sah. Als ich meine Augen fokussiert hatte, sah ich verstrubbelte Haare die mir in der Nase kitzelten. Wenn ich nicht gelegen hätte, währe ich bestimmt vor Verwirrung und Überraschung umgefallen.

Ich seufzte tief und sofort berauschte mich dieser süße Duft.

Noch etwas schläfrig ließ ich meine Augen über die Gestalt neben mir gleiten und was ich sah ließ mir den Mund offen stehen, mein Arm lag über seinem Bauch. Und da merkte ich auch, das der leichte Druck auf meiner Taille seine Hand war. Ein warmes Gefühl machte sich in mir breit und ich traute mich nicht mich zu bewegen.

Wie war es dazu gekommen, das Edward und ich so hier lagen?

Und vor allen, warum endete ich immer auf ihm, wenn ich in seiner Nähe einschlief?

Bei dem Gedanken wurde ich rot.

Verschüchtert hob ich meinen Blick zu seinem Gesicht. Im Gegensatz zur Normalität, sah er friedlich und zufrieden aus und nicht kalt und abweisend. Seine zerzausten Haare, seine geschlossene Augen, sein leicht geöffneter Mund, all das übertrug eine unglaubliche Ruhe auf mich. Ich beschloss das ich noch müde war und machte mir weder über unsere körperliche Nähe, noch darüber das wir noch unsere Sachen vom Vortag trugen und auch nicht darüber das wir in einem fremdem Zimmer waren Gedanken, ich kuschelte mich wieder an Edward und schlief einfach ein.

Als ich nach, ich weiß nicht wie langer Zeit, wieder aufwachte, lagen wir immer noch in genau der gleichen Position wie vorher. Ich drehte mich etwas, seine Hand lag noch immer auf meiner Taille, und streichelte ihm vorsichtig mit drei Fingern über die Wange. Fast sofort machte er die Augen auf und seine grünen Augen sahen mich verwirrt an.

„Bella?" Fragte er mit rauer Stimme.

Ich nickte und nahm meine Finger von seiner Wange. Er schien es zu merken und sah mich noch verwirrter an. Edward sah mir einige Sekunden tief in die Augen und ich hielt, lächerlicher weise, die Luft an. Dann sah er sich langsam im Zimmer um und ich konnte in seinem Gesicht sehen, das er sich wieder erinnerte. Abrupt setzte er sich auf und nahm die Hand von meiner Taille. Ich setzte mich ebenfalls auf, allerdings viel langsamer, und zog sanft an dem Ärmel seines Hemdes. Er sah mich an.

„Geht es dir besser?" Fragte ich leise.

Edward seufzte und sah auf einen Punkt an der Wand.

„Ja, Danke." Antwortete er leise.

Schweigend blieben wir mitten im Bett sitzen und da hörten wir, wie es extrem leise an der Tür klopfte. Beide sahen wir zur Tür und Edward sagte.

„Herein?"

Kaum hatte er es ausgesprochen, da erschien auch schon das neugierige Gesicht von Alice in der Tür. Ihre Augen wanderten zwischen Edward und mir hin und her. Sie schien irgendwie enttäuscht zu sein, strahlte uns dann aber an.

„Was machst du hier Alice?" Fragte Edward konfus.

„Hey, ihr seid nicht die Einzigen die hier zum schlafen bleiben können." Bemerkte sie amüsiert.

Sie trug einen langen rosa Bademantel, von dem ich an nahm das er Rosalie gehörte, der ihr viel zu lang war und sie hatte dunkle Augenringe. Sie sah wieder zwischen uns hin und her, als keiner von uns antwortete, lachte sie leise.

„Gut, ich bin auch nicht gekommen um euch, was auch immer, vorzuwerfen." Sagte sie grinsend und ich wurde selbstverständlich rot. „Ich bin gekommen um euch zu sagen, das das Essen fertig ist."

„Essen?" Fragte Edward überrascht. „Wie spät ist es?"

„Gleich zwei Uhr lieber Bruder." Antwortete Alice fröhlich." Sagen wir mal es gibt kein Frühstück, weil Hannah sich nur getraut hat Rose zu wecken, so gegen zwölf Uhr dreißig."

„Und wieso bist du nicht früher gekommen?" Wollte ich wissen.

„Ich habe schon mehrmals geklopft." Erklärte sie. „Aber es hat niemand geantwortet, so das..."

Meine Wangen wurden wahrscheinlich noch dunkler und ich stand ungeschickte auf. Mir fiel wieder ein, das ich ja noch das Kleid an hatte und strich mir schnell meinen Rock glatt. Ich spürte zwei Augenpaare auf mir und ich sah Alice an, um den einschüchternden Augen Edwards auszuweichen. Die kleine Cullen beobachtete zuerst ihren Bruder und sah dann zu mir.

„Du kannst duschen wenn du willst Bella." Sagte sie. „Ich besorge dir auch was zum anziehen."

Ich nickte nur.

„Ja, Danke Alice."

„Ich besorge dir auch was Edward." Fügte sie hinzu und zog sich langsam zurück.

Wir schwiegen uns wieder an, so lange bis Edward sich entschloss aufzustehen. Er ging zur Tür und machte sie auf, dann sah er mich an und sagte.

„Komm, ich zeige dir das Bad das du benutzen kannst."

Ich stand auf und folgte ihm aus dem Zimmer.

Edward führte mich zu einem der großen Badezimmer des Hauses, schnell duschte ich und zog dann die Sachen an die mir Alice hingelegt hatte. Während ich runter in die Küche ging, kamen einige wage Erinnerungen der letzten Nacht in meinen Kopf. In der Küche empfingen mich, eine freundliche Hannah, eine schlecht gelaunte Rose, eine wie immer gut gelaunte Alice und ein frisch geduschter Edward.

„Guten Morgen." Sagte ich und setzte mich hin.

„Guten Morgen." Sagten Rose und Hannah gleichzeitig. Die eine freundlich und die andere müde.

Die Mutter der Zwillinge fing an das Essen aufzutragen und mir lief das Wasser im Mund zusammen, als ich all die Leckereien sah. Bevor sie damit fertig war, hörten wir einen lauten Knall aus dem zweiten Stock, gefolgt von einem Schrei und lauten Flüchen. Minuten später erschien ein grinsender und gut gelaunter Jasper in der Küche, gefolgt von einem wütenden und feuchtem Emmett.

„Wer war der brillante Kopf hinter der Idee?" Knurrte Emmett schlecht gelaunt.

Rosalie hob schweigend eine Hand, während sie sich die andere vor den Mund hielt, weil sie gähnen musste.

„Du weißt das, wenn wir dich nicht mit Wasser wecken, du bis Morgen durch schläfst." Sagte Rosalie und zuckte mit den Schultern.

„Und du weißt, das ich immer die gefährlichen Aufträge bekomme..." Bemerkte Jasper fröhlich, dann zeigte er auf Emmett. „Er hat einen Schuh nach mir geworfen und er wollte mir den Kopf abreißen! Bruder, ich hatte keine Ahnung wie große Füße du hast!"

Wir platzten alle mit einem lauten Lachen heraus, selbst Edward verzog den Mund. Jasper setzte sich und wir fingen an zu essen.

Während des Essens wurde wenig geredet und als wir fertig waren, gingen wir alle ins Wohnzimmer. Wir gaben mit Sicherheit ein sehr pathetisches Bild ab. Und Hannah bestätigte meine Vermutung, als sie ins Wohnzimmer kam, lachte sie schallend.

„Wo sind den die energiegeladenen jungen Leute hin, die eine Party feiern wollten?" Fragte sie vergnügt und sah uns der Reihe nach an.

Und es war tatsächlich nicht die kleinste Spur von Energie in uns. Wir saßen alles sechs auf dem großen Sofa und einer lehnte sich an den anderen. Mein Kopf lag schwer auf Emmetts breiter Schulter und auf der anderen Seite kitzelten mich die Haare von Alice. Edward und Jasper hatten die Köpfe zurück gelegt und Rose lag halb zwischen ihrem Bruder und Emmett, sie sah aus als ob sie gerade eine Schlacht überstanden hätte.

„Ich glaube die sind aus dem Fenster geflüchtet." Antwortete Rosalie ihrer Mutter lustlos. „Wenn du sie irgendwo siehst sag ihnen das sie zurück kommen sollen."

„Ihr glaubt doch wohl nicht, das wir den ganzen Nachmittag über hier bleiben und nicht tun, eh?" Erklärte Alice und hob den Kopf und wir sahen sie alle erschrocken an, alle außer Hannah, die lachte.

„Was plant dein teuflisches Köpfchen?" Fragte ich misstrauisch.

Alice kratzte sich auf eine sehr komische Art das Kinn.

„Ich weiß!" Rief sie etwas später laut und wir zuckten alle zusammen." Wir gehen zum Strand!"

Oh ja! Die Gesichter der Anderen waren ein Gedicht.

Aber welcher vernünftiger Mensch würde nein zu einer enthusiastischen Alice sagen?

Ich seufzte. Das würde ein langer Tag werden.

Zwischen den Protesten der Cullens und der Hales, wurde ich von Alice aus dem Haus gezogen, laut ihr mussten wir uns ja noch umziehen und einige Sachen packen. Wir verabredeten uns mit Jasper und Rosalie um halb fünf, was absoluter Blödsinn war, meiner Meinung nach, wenn wir am Strand ankämen hätten wir so gut wie keine Sonne mehr. Wir stiegen alle in den Volvo und fuhren zu den Cullens.

Alice suchte mir alles was ich ihrer Meinung nach brauchen würde, da ich viel zu müde war um zu diskutieren, akzeptierte ich alles. Ich zog mir gerade ein Shirt über meinen dunklen Badeanzug, als ich Alice laut Quietschen hörte. Wenige Sekunden später kam sie in mein Zimmer gestürmt und Edward direkt hinter ihr, er...

Verdammt!

Edward in Badehose. Eine lange Badeshorts. Und sonst nichts!

Erde ruft Bella! Erde ruft Bella! Jemand zu Hause?

Edward bemerkte meinen Blick und ich senkte schnell meine Augen. Alice lachte laut und hing sich am seine nackte Taille.

„Komm schon,die Bermudas stehen dir gut." Sagte sie fröhlich und sah mich an. „Nicht wahr Bella?"

„Eh...ja." Antwortete ich und ließ die Luft aus meinen Lungen,die ich angehalten hatte.

„Gut, aber...kannst du mir jetzt mein Shirt wiedergeben?" Sagte Edward genervt und wich meinem Blick aus.

Unschuldig lächelnd reichte Alice ihm sein Shirt. Edward nahm es ihr misstrauisch ab und zog es sich schnell an. Und ich besaß die Schamlosigkeit ihn noch ein wenig zu beobachteten.

„Bist du fertig Bella?" Zwitscherte Alice und grinste mich schelmisch an.

„Ja Teufelchen." Murmelte ich und nahm meine Tasche.

Emmett gesellte sich sofort zu uns, also nachdem seine Schwester zum Aufbruch gerufen hatte. Wir stiegen wieder in den Volvo und fuhren raus aus Forks. Wir fuhren eine Weile, mit ziemlich lauter Musik die selbstverständlich von Alice kontrolliert wurde, um dann auf einen Weg ab zu biegen der zum Strand von La Push führte. Wir fuhren natürlich nicht zu dem Strand an dem Jake seine Party veranstaltet hatte. Edward suchte einen Parkplatz und wir stiegen aus. Es wehte ein leichter Wind und die Sonne schien. Emmett nahm all die Taschen und Sachen die Alice für dringend nötig hielt, mit Leichtigkeit. Edward trug einige Stühle, die Alice auch unbedingt mitnehmen wollte.

In der Mitte des Strandes sahen wir Jasper, der uns animiert winkte. Wir gingen zu ihm und ich sah Rosalie auf einem bunten Handtuch liegen. Sie trug einen roten Badeanzug, der ihr hervorragend stand. Jasper legte einen Arm um die Taille von Alice und diese hängte sich an seinen Hals.

„Lass uns ins Meer gehen!" Bat sie „Bitte!"

„Na gut." Jasper lächelte sie an.

„Ich bleibe lieber hier." Versicherte Rosalie, sie lag noch immer auf dem Bauch.

„Oh nein, du kommst mit." Sagte Emmett packte sie um die Taille und warf sie sich über die Schulter.

„Lass mich runter Emmett!" Schimpfte die Blondine von uns, ohne Ergebnis. Emmett ging einfach weiter zum Wasser. „Wenn meine Füße wieder den Boden berühren, wirst du unter den Konsequenzen zu leiden haben."

„Kommst du Bella?" Fragte Alice.

Ich schüttelte den Kopf.

„Ich bleibe lieber hier." Antwortete ich. „Ich bin etwas müde."

„Aber ich will nicht, das du alleine bleibst..." Schmollte Alice.

„Keine Sorge, ich bleibe auch hier." Erklärte Edward und wir drehten uns zu ihm.

Im Gesicht von Alice erschien ein strahlendes Lächeln, sie nickte, zog an Jaspers Hand und rannte los.

„Willst du mich umbringen Alice?" Schrie Jasper erschrocken, bei dem Tempo das seine Verlobte anschlug.

Ich lachte laut bei dem Schauspiel und selbst Edward verzog leicht die Mundwinkel.

„Sie sind erstaunlich.." Murmelte ich und sah zum Meer, dort hing Rosalie an Emmetts Hals, während Jasper und Alice sie davon abhielten ihn umzubringen.

„Ja, das sind sie." Versicherte Edward.

Die Sonne ließ seine Augen glänzen, der Wind bewegte leicht sein weißes Shirt und auf mich wirkte er wie ein Engel.

Leicht schüttelte ich den Kopf.

„Haben wir etwas zu trinken mitgebracht?" Fragte ich.

Edward besah sich all die Sachen die wir herangeschleppt hatten.

„Ich glaube nicht." Sagte er. „Soll ich etwas holen gehen?"

Alice hatte den halben Haushalt eingepackt und nichts zu trinken?

Ich seufzte.

„Ich gehe schon." Versicherte ich, ein kleiner Spaziergang um den Kopf frei zu bekommen würde mir gut tun.

Gut, mich etwas von Edward zu entfernen, das würde mir gut tun.

Bevor er noch irgendetwas sagen konnte machte ich mich auf den Weg. Zum Glück war es nicht weit bis zu dem, mit Holzplanken belegtem, Laufsteg an dem sie einige kleine Buden befanden. Ich ging an einigen Souvenirständen vorbei,bis ich endlich an einem Stand mit Getränken ankam.

„Eine Flasche Wasser bitte." Sagte ich zu dem Jungen hinter dem Tresen.

Er nickte nur.

Während ich wartete lehnte ich mich an den Tresen und sah mich neugierig um. Da fiel mir eine Gruppe Jugendlicher mit dunkler Haut auf.

„Jake!" Rief ich.

Die ganze Gruppe drehte sich um und der angesprochene zog die Augenbrauen hoch und grinste mich an. Während er auf mich zu kam, bezahlte ich mein Wasser.

„Bella! Wie geht's?" Fragte er enthusiastisch wie immer. „Was machst du hier?"

„Blödsinn mit den Cullens und den Hales." Erklärte ich und er seufzte.

„Ich denken, dann sollte ich dich gehen lassen bevor er dich durch Interpol suchen lässt, nicht?" Antwortete er scherzhaft und ich musste grinsen.

„Ich denke schon."

Wir gingen zusammen los.

„Eh Bella." Sagte er. Ich hob etwas den Kopf um ihm in die Augen sehen zu können. „Glaubst du das den Cullens mal einen Abend entkommen kannst?" Fragte er zögernd.

Nachdenklich sah ich auf den Holzpfad.

„Ich glaube ich könnte es versuchen." Antwortete ich und sah ihn wieder an. „Warum?"

„Ich würde gerne mit dir essen und etwas reden." Erklärte er ernst. „Glaubst du das du etwas planen kannst, ohne das Cullen gleich meinen Kopf will?" Fügte er dann grinsend hinzu.

„Ich versuche es." Versicherte ich ihm und gab ihm ein Küsschen auf die Wange. „Ich sage dir Bescheid, Ok?"

Er nickte lächelnd.

„Wir sehen uns Bella."

Vorsichtig ging ich durch den Sand wieder zurück. Die Sonne schien ausnahmsweise mal von einem fast blauen Himmel. Als ich näher kam, sah ich das Edward noch immer auf seinem Handtuch saß und vom Meer her konnte ich die Schreie der Anderen hören.

„Ist denen nicht kalt?" Fragte ich und setzte mich neben Edward.

Ich schien ihn aus seiner Gedankenwelt aufgeschreckt zu haben und er zuckte mit den Schultern.

„Sie sind etwas verrückt." Erklärte er und sah mich an.

Ich lächelte ihn an.

„Und du scheinst das schwarze Schaf der Familie zu sein, nicht?" Scherzte ich.

Überrascht sah ich dieses schiefe Lächeln, das so...Teufel! Welche Definition konnte ich dem geben?

„Ich denke schon das ich etwas von einem schwarzen Schaf habe..." Murmelt er, mit den Mundwinkeln leicht nach oben gezogen.

Ja und auch etwas bipolares.

Ehrlich, wie konnte er in einem Moment so kalt sein und so freundlich im nächsten?

Da erinnerte ich mich wieder an mein Gespräch mit Alice. Hatte sein Versprechen etwas mit seinem Verhalten mir gegenüber zu tun? War er in Wirklichkeit dieser charmante und nette Edward, der sich hinter seinem Panzer versteckte? Er wirkte authentisch wenn er dieses Lächeln zeigte und so sorglos redete, aber...wie sollte ich es wissen?

Sein Gesichtsausdruck sagte mir, das er entspannt war und seine aufgesetzte Kälte verschwunden war, zumindest für den Moment. Seine geschlossen Augen und sein noch immer leicht lächelnder Mund, ließ mich ahnen das ich in diesem Augenblick den echten Edward Cullen sah. Ohne Panzer, ohne Schranken.

Innerlich debattierte ich mit mir selber.

Sollte ich meinem Impuls folgen, oder vorher die Konsequenzen abschätzen?

Ich folgte meinem Impuls.

Schnell, aber unsicher, legte ich meine Hand auf seinen Hals. Edward machte seine Augen auf und sah mich erstaunt an.

„Bella was..?

Diesmal war ich dran ihm keine Zeit zum nachdenken zu lassen. Diesmal wollte ich meinen Impulsen freien Lauf lassen. Ich wollte die Schranken des Edward Cullen einreißen.

Und ich küsste ihn.

Edward war überrascht, aber ich hörte nicht auf, selbst als ich seine Zurückweisung erwartete, machte ich weiter.

Verdutzt spürte ich seine Hände auf meinen Wangen.

Und wie immer war er es der meine Selbstdisziplin zum schmelzen brachte, als seine Lippen anfingen sich langsam und genüsslich auf meinen bewegten.

Wieso hatte Edward diese Gabe mich immer wieder zu überraschen?

Wie schon so oft, merkte ich wie seine Lippen meine verließen, aber im Gegensatz zu sonst entfernte er sich nicht von mir. Seine Hände blieben auf meinen Wangen und er lehnte sein Stirn gegen meine. Langsam machte ich meine Augen auf und sah, das er seine noch geschlossen hatte. Er seufzte.

„Erinnerst du dich an das was ich dir über meine Selbstdiskontrolle gesagt habe, Bella?" Flüsterte er und ich schloss meine Augen wieder.

„Wegen mir brauchst du dich nicht zu kontrollieren." Antwortete ich.

Er sagte eine ganze Weile nichts und ich machte meine Augen wieder auf, um direkt in seine hypnotisierenden grünen Augen zu sehen, seine Stirn lag noch immer an meiner. Ich fühlte seine Traurigkeit und ein seltsames Gefühl machte sich in mir breit.

„Du verstehst nicht..." Flüsterte er. „Ich habe dir nichts zu bieten...nichts."

Einer meiner Hände fuhr von seinem Hals zu seiner Wange.

„Ich habe dich um nichts gebeten:" Versicherte ich ihm. „Warum kannst du es mich nicht einfach versuchen lassen?"

Seine Augen sahen mich noch immer traurig an.

„Weil, immer wenn ich es versuchte habe, es nicht gut ausgegangen ist..."Murmelte er. „Ich will den gleichen Fehler nicht nochmal machen."

„Edward..."Versuchte ich zu protestieren.

„Ich tue es für dich Bella." Unterbrach er mich. „Es ist besser für dich, wenn du dich von mir fernhältst."

Ich studierte ihn vorsichtig.

„Aber ich will mich nicht von dir fernhalten." Antwortete ich und streichelte ihm über die Wange. „Ich will nicht."

Edward näherte sich mir wieder und mein Herz schlug schneller. Vorsichtig zog er mein Gesicht zu sich und ich spürte seine Lippen auf meiner Stirn. Dann legte er seinen Arm um meine Schulter und zog mich sanft an sich. Ich brauchte etwas um zu assimilieren was da passierte, dann ließ ich mich fallen und kuschelte mich an Edwards Brust.

„Irgendwann wirst du es verstehen Bella." Versicherte er mir. „Aber trotzdem Danke."

Ich erwiderte nichts. Es war im Moment nicht nötig.

Seinen Worten hatte ich einen positiven Wechsel zwischen uns entnommen.

Außerdem konnte ich ewig so in seinen Armen liegen, ohne ein Wort zu sagen.