Kapitel 13 Flucht!
„Harry! Alles in Ordnung mit dir", fragte Hermine, zwischen den besorgten und verschreckten Gesichtern der Anderen hervor. Harry
reagierte nicht, jetzt musste er sich entscheiden. Er blickte seinem Paten lange ins Gesicht und flüsterte schließlich: „Komm her, wenn die
anderen Erwachsenen alle schlafen, aber möglichst noch vor 11.30Uhr." Sirius schaute ihn verwundert an, dann aber schlich sein ein
glückliches Lächeln auf sein Gesicht und er nickte. Ron schloss die Tür: „Haben sie dir etwas getan? Wir haben schreie von unten gehört."
„Hätte echt nicht gedacht das Moody so etwas tun würde", meinte Gorge jetzt kopfschüttelnd. „Jetzt lasst ihn doch erst mal zu Wort
kommen und erzählen!", unterbrach sie Fred. Alle verstummten und sahen Harry an. „Als ich ihnen immer noch nichts erzählt habe, ist er
mit erhobenem Zauberstab aufgestanden, ich glaube er war nicht mehr ganz er selbst, aber da hat dann auch schon eure Mutter
losgeschrieen, dass er aufhören solle und Sirius hat ihn auch angebrüllt und sich zwischen uns gestellt. Das war's, danach bin ich hoch",
erzählte Harry ihnen. „Na dann ist ja gut", sagte Ron. „Aber das war so was von verantwortungslos von Moody, das hätte ich echt nicht
gedacht. Außerdem glaube ich nicht dass es damit schon gegessen ist, ich denke nicht dass sie Harry wehtun werden, aber sie wollen ihre
Antworten", meinte jetzt Hermine kopfschüttelnd. „Ich hatte solche Angst, als er Harry gedroht hatte und als Mum uns dann auch noch
nach oben geschickt hatte, hab ich echt gedacht die werden ihn um Informationen foltern", gab jetzt Ginny zu, die immer noch etwas blass
im Gesicht war. „Macht euch keine Sorgen um mich. Sie werden keine Gelegenheit bekommen um mich aus zu quetschen", beruhigte sie
Harry grinsend. „Wie meinst du das", fragte jetzt Gorge. „Ihr seit meine Freunde und ich vertraue euch, dass ihr, wenn ihr mein Angebot
ablehnen solltet, ihr trotzdem keiner Menschenseele etwas sagt. Ich erzähle euch jetzt, wo ich gewesen bin."
„Das ist total cool Alter! Da werd ich ja richtig neidisch, während wir hier schruppen, hast du Spaß pur!" Die Anderen nickten
zustimmend. „Was ist dass denn für ein Angebot, was du uns machen möchtest?", fragte Ginny neugierig. „Nun, ich habe heute Nacht vor
zu verschwinden und ich möchte euch fragen, ob ihr mit kommen wollt. Ich selbst appariere, aber ich habe extra ein paar Freunde
angeheuert, die um Mitternacht vor unserer Tür stehen und auf uns warten. Bei denen kann der Rest mit apparieren." Harry schaute sie
nervös an. Er betete das sie mitkommen wollten, denn er würde sie wirklich vermissen, doch er würde auch ohne sie gehen. Die
Sehnsucht nach Ann und seiner neuen Familie wuchs ständig. „Ist das echt dein Ernst?", fragte Hermine ungläubig. „Ja, natürlich kann ich
verstehen, wenn ihr nicht wollt, der Orden und eure Eltern wären sicher stinksauer." „Nicht mitkommen wollen. Sag mal spinnst du?",
fragte Ron und schaute ihn an, als ob Harry verrückt wäre. „Wir Beide sind auf jeden Fall auch dabei", stimmte Gorge zu. „Na, Hermine
und ich selbstverständlich auch, wir kommen alle mit!", rief jetzt Ginny. Ihre Freundin schaute zwar ein wenig unwohl drein, aber sie
nickte zustimmend. „Toll, das finde ich echt klasse! Ich schätze mal, dass es mittlerweile 22.00Uhr ist. Wäre wohl das Beste, wenn ihr
euch auf eure Zimmer schleicht und Sachen packt. Um 23.45Uhr komme ich dann zu euch Beiden und sorge dafür das die Koffer leise
runter kommen." „Nicht nötig Harry, wir machen das schon, du weißt, wir dürfen ja zaubern", grinste Fred Harry an. Dieser nickte und
Ginny und Hermine verließen auf leisen Sohlen das Zimmer, Fred und Gorge desapparierten und Ron fing an seine Sachen zu packen.
„Ach, lass mich Ron", meinte Harry und mit einem Schlenker seines Zauberstabes, war alles ordentlich verstaut. „Danke", sagte dieser
mit großen Augen, ich nehme an du hast uns nicht einmal die Hälfte erzählt, von dem was du gelernt hast, stimmt's?" Harry grinste ihn nur
an und die Beiden legten sich ein bisschen ins Bett.
Ron war eingeschlafen und so bemerkte er den Schatten nicht, der durch die leicht geöffnete Tür herein kam und sie wieder schloss.
Harry hatte sich auch nur mit Müh und Not wach halten können, doch jetzt war er schlagartig hell wach. „Hi Sirius, schön das du
kommen konntest", begrüßte ihn Harry. „Ja, nach dieser kleinen Auseinandersetzung vorhin, sind alle ziemlich schnell ins Bett
verschwunden", sagte sein Pate und lächelte ihn an. „Warum sollte ich kommen... und was soll das?", fragte er mit einem scharfen Blick
auf Rons gepackten Koffer. „Ich gehen heute wieder zurück und die Anderen wollten, nachdem ich ihnen alles erzählt habe, unbedingt mit
kommen. Ich meine, sie sind hier ja auch alle eingesperrt und müssen jeden Tag mit putzen verbringen, genau wie du. Sirius, ich weiß was
du dir für Sorgen machen würdest, wenn ich jetzt einfach verschwunden wäre, also, würdest du mitkommen, als mein Aufpasser und...",
er stockte, selbst wenn es für ihn bis jetzt schon schwergefallen war, Sirius zu fragen, dies jetzt auszusprechen war schier unmöglich doch
er tat es: „und Vater?" Harry wagte es nicht seinen Paten ins Gesicht zu schauen, bis dieser nach ein paar Minuten seinen Finger unter
Harrys Kinn legte und seinen Kopf hob. Sirius' Augen glitzerten verdächtig, doch ein lächeln, das so viel Glück und Freude ausstrahlte
und nun sein Gesicht schmückte hatte Harry noch nie gesehen. Er setzte sich neben Harry aufs Bett und legte seinen Arm um ihn. „Erzähl
mir doch mal von diesem geheimnisvollen Ort. Und Harry erzählte und erzählte, bis er schließlich, irgendwann, endete und neugierig zu
Sirius hoch schaute. „Ich geh schnell meine Sachen packen und schreibe den Anderen einen Zettel, dass ich euch einfach nicht aufhalten
konnte, ohne euch zu verletzen und deswegen, als Aufpasser mit gegangen bin. Wann soll ich wo sein?", meinte er grinsend. „Um 23.50
in der Eingangshalle." „Okay", sagte Sirius und verließ das Zimmer.
Um 23.47Uhr apparierten Fred und Gorge gemeinsam mit Hermine und Ginny in das Zimmer. „Wir sind so weit, kann es los gehen? Hey
Ron, du Schlafmütze! Aufstehen!", sagte Ginny und weckte, den noch schlafenden Ron, leise. „Ja, gehen wir", antwortete Harry, mit
einem Blick auf die Uhr. Harry verkleinerte noch schnell Rons Koffer und schon verließen sie leise das Zimmer. In der Eingangshalle
angekommen wollten Fred und Gorge schon die Tür öffnen, als sie mit einem Mal Schritte hörten. „Schon gut, das ist nur Sirius, der
kommt auch mit", beruhigte Harry die Anderen, als diese ängstlich zusammenzuckten. Ein Mann kam die Treppe runter. Harry wollte
grade den Mund auf machen, als er nicht Sirius, sondern Kingsley erkannte. „Das wollt ihr nicht wirklich tun, oder?", eine leise Drohung
schwang in seinen Worten mit und er hob den Zauberstab. „Die Anderen werden auch gleich kommen, ich habe sie bereits geweckt, also
geht jetzt wieder ins Bett, okay?" „Nein!", fauchte Harry, „Ich lass mich nicht länger von euch einsperren. Was glaubt ihr eigentlich wer
ihr seid? Das geht euch alles überhaupt nichts an! Ihr seid im Grunde alle Fremde hier und nehmt euch das Recht heraus, über mich
hinweg zu bestimmen, was das Beste für mich ist. Mir reicht's." Wütend hob Harry ebenfalls seinen Zauberstab, doch ehe einer einen
Zauber losschicken konnte, wurde Kingsley von einem Strahl in den Rücken getroffen. Er sackte zusammen und fing an zu schnarchen.
Sirius kam die Treppe herunter. „Tut mir leid das ich mich verspäte, aber wie es scheint, war es ja ganz praktisch. Sorry, da hätte ich
dran denken müssen!", sagte er. „Woran? Und woher wusste er dass wir abhauen?", fragte Harry. „Das leere Portrait, bildet meinen
Ururgroßvater, oder so, ab. Da der mal Schulleiter von Hogwarts war, und zwar einer der schlechtesten, hängt er auch in Dumbledores
Büro und er kann immer nur in einem Bild sein. Allerdings ist er trotzdem mit dem oder den anderen Bilder verbunden. Er wird wohl alles
gehört und Dumbledore gerufen haben.
Dieser konnte dann mit Hilfe seines Phönix die Mitglieder warnen, aber wie es scheint, hat er nicht gewusst dass die heute so früh
ins Bett sind und dann sind sie nicht aufgewacht", erklärte er lächelnd. „Oh, na dann." „Können wir jetzt gehen, Harry?", fragte Hermine
nervös. „Die Anderen werden sicher auch gleich da sein." „Ja, du hast Recht. Gehen wir." Und die Truppe verließ das Haus. „Da seit ihr
ja endlich! Cool, wollten alle mitkommen? Dann haben wir ja endlich mal wieder Nachwuchs", sagte Peter. Außer ihm waren noch Sue,
Ali, Evanna und Alex da. „Ein Erwachsener? Bist du sicher dass das klug ist?", fragte Evanna misstrauisch. „Ja, alles gut so. Könnten wir
schnell verschwinden? Wir glauben nämlich, dass gleich ein Haufen unerwünschter Gäste hier ankommt." „Okay, teilen wir uns auf. Jeder
nimmt einen Neuen, außer Harry, der nimmt den Erwachsenen", rief Sue und alle gehorchten. Als sie grade desapparierbereit waren,
öffnete sich die Tür des Grimmauldplatztes 12 auf und ein paar Leute rannten raus. „Harry nein!", doch es war zu spät, sie desapparierten
schleunigst und ein Lächeln breitete sich auf den Gesichtern von Harry und Sirius aus.
