Kapitel 13

Abendlicher Gast

Amanda las Snapes Brief und musste grinsen. Was sollte das denn nun? Sie setze sich wieder in ihren Hängesessel und besah sich das kleine Döschen in ihrer Hand. Das verwunderte Amanda nun wirklich und so ganz konnte sie das nicht einordnen. Es war irgendwie lustig und provozierend zugleich. Vielleicht sollte sie, nachdem sie bei David gewesen war, einfach mal bei ihm vorbeigehen…

Vier Stunden später, gegen halb acht, verließ Amanda die Bibliothek in Hogwarts. Ihre Laune war besser geworden seit dem Vormittag. Sie hatte genügend Ablenkung gehabt und der Nachmittag im Hängesessel, mit einem guten Buch, hatte so einiges wieder ausgeglichen. So beschloss sie wirklich zu Snape zu gehen, um sich bei ihm zu bedanken. Mit einem sehr viel ruhigeren Gefühl als die vorherigen Male, klopfte sie schließlich an seiner schweren Bürotür und hoffte, dass sie nicht wieder so ungelegen kam.

Snape war grade fertig mit duschen und trocknete sich ab, als er das Klopfen an der Tür hörte. Leise fluchend wickelte er sich das Handtuch um die Hüften und ging eilig aus dem Bad, um seinen Morgenmantel zu holen, den er gegen das Handtuch austauschte. Noch im Gehen Richtung Büro schloss er ihn. Wieso gerade jetzt? Konnte ihn diese Person nicht zehn Minuten später aufsuchen? Im Büro angekommen, ging er Richtung Tür, öffnete jedoch nicht. „Wer ist da", wollte er etwas genervt wissen.

(A/N: Ich hätte ihn mit Handtuch schicker gefunden *g* - *GG* Das glaub ich. *G* Er hat aber noch nasse Haare. Immerhin. *G* - Das schon gut *gg*)

Amanda runzelte etwas die Stirn. Das hörte sich ja ganz toll an. „Amanda Brown...", meinte sie ruhig.

Das war ja so klar gewesen, dachte sich Snape und öffnete im Morgenmantel und mit feuchten Haaren die Tür. „Wissen Sie eigentlich, dass Sie das ausgesprochene Talent haben, immer unpassend zu kommen, Miss Brown? Hoffentlich ist das nicht in allen Lebensbereichen so. Kommen Sie rein, setzen Sie sich von mir aus...", er deutete auf die zwei Sessel am Kamin seines Büros und zu den Sitzgelegenheiten vor dem Schreibtisch. „... aber rühren sie meine Sachen nicht an. Ich bin gleich wieder da." Daraufhin war er auch schon fast wieder durch eine Tür hinter seinem Schreibtisch verschwunden, die erst sichtbar wurde, als er kurz davor stand.

„Tut mir leid...", murmelte Amanda nur, dann war er auch schon wieder weg. Woher sollte sie denn ahnen, dass er gerade aus der Dusche kam? Sie setzte sich in einen der beiden Sessel und wartete mit einem etwas unguten Gefühl darauf, dass Snape wieder kam.

Es brauchte nur etwa drei Minuten, als er wieder durch die Tür kam, die scheinbar nur dann erschien, wenn er durch sie hindurch wollte. Nun war er gekämmt, doch die Haare waren immer noch feucht und er trug ein schwarzes Hemd und eine Hose in der gleichen Farbe. Er kam auf sie zu und blickte sie an. „Also", fragte er nur, um zu erfahren, warum sie hier war.

„Ich wollte mich nach der Haltbarkeit Ihres Gels erkundigen, um zu erfahren, ob ich es in 50 Jahren noch benutzen kann…", meinte sie ruhig und sah ihn an.

Snape hob eine Augenbraue und ließ sich langsam und geschmeidig in den Sessel ihr gegenüber gleiten, ohne den Blick von ihr zu nehmen. (A/N: *roar*) „Gel ist nicht ewig haltbar, wenn sie sich also nicht vergiften wollen, dann sollten sie das lieber lassen..." Seine Stimme war ruhig, dennoch ging eine seltsame Spannung von seiner Person aus.

„Gut, danke. Dann kann ich es ja an meine Oma weiter geben", meinte sie freundlich und erwiderte seinen Blick.

„Tun Sie sich keinen Zwang an..." Noch immer sah er sie an, ruhig und entspannt in seinem Sessel sitzend.

So langsam fühlte Amanda sich ein wenig angestarrt, wenn auch nicht zwingend unangenehm. „Nachher können Sie sich vor Nachbestellungen gar nicht mehr retten..." Sie grinste ihn leicht an.

„Ich glaube, darauf kann ich verzichten...", meinte er nur ruhig und ließ seinen Blick kurz zur Uhr auf dem Kaminsims wandern.

„Wenn es gut hilft, können Sie das Rezept ja der Öffentlichkeit zuführen." Wahrscheinlich würde er das noch schlimmer finden...

„Ich führe meine Rezepte selten der Öffentlichkeit zu." Das wäre ja noch das schönste, dachte sich Snape. Wenn er eins nicht ausstehen konnte, dann aufdringliche Personen und genau von diesen wäre er dann dauerhaft belagert. Darauf konnte er getrost verzichten. Er sah sie wieder für einen kurzen Moment an, bevor er aufstand. „Wenn Sie mich einen Moment entschuldigen würden... Ich will nicht, dass meine Küche in Flammen aufgeht - es wäre schade um das Essen. Und meine Einrichtung..." Wieder ging er Richtung versteckter Tür, hinter seinem Schreibtisch.

Sie hatte das 'Ich kann auch gehen' schon auf den Lippen, doch wieder war er zu schnell verschwunden. Das mit den Rezepten fand Amanda schade, aber das würde sie ihm auch gleich noch mal sagen.

Etwa fünf Minuten später kam Snape wieder, hatte aber weder Essen, noch sonst irgendetwas anderes dabei.

Amanda stand auf, als er den Raum betrat. „Ich denke, ich sollte besser gehen und Sie nicht weiter stören...", meinte sie ruhig, wobei aber eine leichte Unsicherheit schon zu hören war. Sie wusste nicht, ob sie gerade unhöflich erschien.

Snape blieb bei seinem Sessel, ihr gegenüber stehen und ließ kurze Zeit seinen Blick über ihre Erscheinung wandern, ohne sie in irgendeiner Form aufdringlich zu mustern. „Ich wollte Sie zwar gerade fragen, ob Sie etwas trinken wollen, aber bitte...", er deutete mit einer kurzen Handbewegung zur Tür, „Sie können auch gehen, wenn Sie wollen."

Noch immer hatte er einen ausgesprochen guten Tag und war deshalb auch dementsprechend höflich. So dachte er sich, als er sein Essen vom Herd nahm, dass er ihr etwas zu trinken anbieten sollte, wenn sie schon vor dem Kamin saßen und nicht am Schreibtisch.

Amanda sah ihn an und wusste für einen Moment wirklich nicht, was sie nun tun sollte, oder was ihr lieber war. Eigentlich war sie ein offener Mensch und so wie es gerade war, sprach nichts dagegen, seine Einladung anzunehmen. „Nein... also... ich dachte, ich störe und wollte nicht so unhöflich sein und Ihnen meine Anwesenheit aufdrücken. Aber sonst würde ich schon gerne etwas trinken." Sie lächelte etwas und diesmal schaffte sie es wieder nicht, ihre leichte Verlegenheit zu verstecken.

„Und was kann ich Ihnen anbieten?" Ihre Verlegenheit entging Snape nicht und er fand es ein wenig amüsant, dass sie gerade nicht so ruhig wie sonst war.

„Hm, was haben Sie denn da", wollte sie freundlich von ihm wissen. Sie erlangte ihr Selbstbewusstsein schnell wieder.

„Hier lässt sich fast alles besorgen, Miss Brown. Die Frage ist also, was sie trinken wollen…", entgegnete er ruhig.

Amanda grinste ganz kurz und überlegte gerade kurz das ‚fast' auszutesten, entschloss sich dann aber doch für etwas Einfacheres. „Ein Wein wäre nett."

„Rot, weiß, rosé?"

„Rot, aber nicht zu schwer, wenn es geht." Sonst würde sie nicht einmal ein Glas trinken können...

Snape verzog kurz das Gesicht, was man als stummes 'hm' deuten konnte und schwang kurz seinen Zauberstab. Gleich darauf erschienen zwei Rotweingläser und ein Dekanter mit Rotwein. Er selbst war auch kein Liebhaber schwerer Rotweine, daher bestand die Gefahr, einen solchen zu erwischen, kaum. Er steckte den Zauberstab wieder weg und goss etwas Wein in die beiden Gläser. Eins nahm er selbst, das andere reichte er Amanda, ohne ein Wort zu sagen. Er sah ihr lediglich in die Augen, als er ihr das Glas überreichte. (A/N: *kicher*)

„Danke", sagte sie ruhig und nahm das Glas. Dann hob sie es etwas an, um ihm zuzuprosten. Sie lächelte, während sie ihm in die Augen sah, und trank einen Schluck. Der Wein war wirklich lecker und sie wusste genau, dass er wohl ein gutes Stück teurer war, als das was sie normalerweise trank.

„Zum Wohl." Auch er hob ein wenig das Glas und prostete ihr zu, bevor er einen kleinen Schluck nahm, um das Bouquet zu schmecken.

Irgendwie war diese Situation gerade sehr ungewöhnlich, wie Amanda fand. Nach dem ganzen Streit und Stress mit Snape, hätte sie das wirklich nicht erwartet... „Ich wollte Sie noch fragen, warum Sie Ihre Rezepte nicht veröffentlichen. Es ist doch fast so etwas wie verschwendetes Talent."

Er bedeutete ihr wieder, sich zu setzen, während er sich selbst wieder im Sessel niederließ. „Ich habe gerne meine Ruhe, darum", entgegnete er gelassen. „Vielleicht lasse ich es postum veröffentlichen...", er grinste kurz leicht, „Dann ist es mir egal, ob es Aufsehen erregt, oder nicht." Er trank noch einen Schluck Wein, bevor er sich etwas vorbeugte und das Glas auf den Tisch stellte.

Amanda trank ebenfalls noch einen Schluck, behielt aber das Glas in der Hand. „Ja, wenn Sie nicht darauf aus sind, den Ruhm zu ernten, wäre das wohl eine gute Lösung. Ich fände es nur schade, wenn solche neuen Entwicklungen in irgendeiner Schublade verstauben", sagte sie freundlich.

„Hm", brummte er nur leise. Der Ruhm wäre noch nicht einmal das Negative daran, fand er, solange er trotz Ruhm seine Ruhe hatte. Doch dem wäre eben nicht so und deshalb verzichtete er lieber auf diesen Ruhm.

„Oder Sie wählen ein Pseudonym, dann könnten die Leute Sie höchstens per Post stören..."

„Ich will überhaupt nicht gestört werden. Nicht einmal per Post, Miss Brown."

„Die müssten Sie ja nicht lesen... Dafür hat man ja einen Papierkorb erfunden." Sie zwinkerte ihm zu.

Er zog einen Mundwinkel zu einem leichten Grinsen hoch. „Selbst dafür ist mir meine seltene Freizeit zu kostbar, als dass ich sie mit Post sortieren zubringen will...", entgegnete er ruhig und nahm wieder einen Schluck aus seinem Glas, das er nun in der Hand behielt.

„Hm... dann kann ich Ihnen auch nicht helfen... Na ich weiß ja zu wem es gehört, wenn ich das Gel mal irgendwo sehe." Sie grinste leicht.

Er zog eine Augenbraue hoch. „Es würde mich ein wenig verwundern, wenn Sie es irgendwo sähen, denn dann wäre es entweder Ihr eigenes, oder Sie befänden sich in Flitwicks oder Dumbledores Bad oder Schlafzimmer..."

„Ich meinte auch eigentlich mehr das Rezept, falls sie doch ihre Meinung ändern sollten..." Amanda musste etwas grinsen bei der Vorstellung, ungebeten in Dumbledores Bad oder Schlafzimmer zu stehen.

„Das bezweifle ich... Außer ich finde einen Dummen, der mir die Post sortiert." Auch er musste etwas grinsen, trank aber gleich darauf noch einen Schluck Wein.

„Fragen Sie doch einen Hauself, der hat ja keine andere Wahl. Allerdings kann ich schlecht einschätzen, wie fähig die dafür sind." Beinahe hätte sie aus Spaß gesagt, dass sie das ja machen könnte, aber nachher nahm er sie noch ernst.

„Ich denke nicht, dass eine Hauselfe dafür geeignet wäre..."

(A/N: Hehe. Er könnte es ja Schüler beim Nachsitzen machen lassen, wie Lockhart *gg* - Sicherlich nicht. *GG*)

„Gut, dann weiß ich auch nicht weiter. Aber schade wäre es trotzdem..."

„Man kann eben nicht alles haben..."

„Nein, kann man nicht. Aber da halten Sie sich ja höchstens selbst auf." Amanda war freundlich und hatte weder einen Vorwurf noch sonst irgendwas in der Stimme. Sie trank noch einen Schluck Wein und sah ihn dann an. (A/N: Uh, wenn das mal nicht zu weit ging.)

Er sah sie einen Moment nur an und presste kurz die Lippen aufeinander, die sich so zu verschmälern begannen. „Das kann man sehen, wie man will", entgegnete er, nicht mehr ganz so ruhig und gelassen, wie noch zuvor.

„Ja, bestimmt." Amanda blieb ruhig, auch wenn ihr seine Tonänderung nicht entgangen war.

Snape schwieg und nahm noch einen Schluck aus seinem Glas. Irgendwie ging dieses Gespräch gerade in eine Richtung, die ihm nicht sehr gefiel. Es wäre besser, sie würden das Thema wechseln und vor allem nicht mehr von ihm sprechen. Er redete nicht gerne über sich selbst, vor allem nicht mit Menschen, die er kaum kannte.

Amanda wusste nicht recht, was sie gerade sagen sollte, also schwieg sie erst einmal und trank auch einen Schluck. Doch dann fiel ihr etwas ein, was sie ohnehin noch fragen wollte. „Entschuldigen Sie die Nachfrage, aber wie ist Davids Verhalten im Unterricht? Noch genauso schlimm?"

„Es hat sich nicht merklich verbessert."

Amanda nickte und seufzte leise. „Ja, so etwas dachte ich mir irgendwie..."

Snape schaute sie ein wenig fragend an. „Wie darf ich dann Ihre Frage verstehen, wenn Sie es sich ohnehin dachten?"

„Ich hätte mich doch auch irren können."

„Ich glaube kaum, dass sich das Verhalten Ihres Bruders noch so grundlegend ändern wird, wie es nötig wäre." Er trank noch einen Schluck Wein.

„Seltsames Phänomen, wenn ich ihn frage, sagt er mir jedes Mal die richtigen Antworten." Snape Augen verengten sich ein wenig. „Was wollen Sie damit jetzt andeuten, Miss Brown", fragte er sie mit einer gewissen Schärfe in der Stimme. Die Frage war für ihn fast rein rhetorisch, denn er fasste diese Bemerkung auch ohne weitere Erklärungen oder Versuche, sich herauszureden, als Kritik an seiner Person auf.

„Gar nichts. Ich verstehe nur nicht, wieso sein Gehirn das nicht zusammen bekommt, wenn es nötig ist. Das hat mit Ihnen gar nichts zu tun." Sie merkte schon, dass sie ihn gereizt hatte.

„Das will ich schwer hoffen...", entgegnete er nur, noch immer ein wenig verstimmt. Auch dieses Thema war nichts, worüber er sich noch länger unterhalten wollte, denn es provozierte nur den Streit und genau das wollte er nicht. Er hatte keine Lust, sich diesen Tag noch so kurz vor Schluss versauen zu lassen.

Amanda schwieg dazu besser und trank etwas Wein. Eigentlich hätte sie ahnen sollen, dass ihn so etwas verärgert, dabei war es wirklich kein Vorwurf gegen ihn gewesen.

Snape hatte es aber so aufgefasst, denn es war bisher immer so gewesen, dass ihm seine Unterrichtsmethoden als schlecht vorgeworfen worden waren und es wäre auch nicht das erste Mal gewesen, dass sich Amanda negativ über ihn geäußert hätte. Er hatte ihre Unterhaltung mit ihrem Bruder auf dem Gang noch sehr gut in Erinnerung.

Amanda trank den letzten Schluck Wein aus ihrem Glas und drehte das Glas in ihren Händen. Wie sollte sie denn noch ein Gesprächsthema finden, wenn sie nicht wusste, ob er sich dadurch nicht angegriffen fühlte.

„Wenn Sie noch etwas wollen, dann schenken Sie sich nach..." Er deutete kurz auf den Dekanter auf dem Tisch, stellte sein Glas ab und erhob sich aus seinem Sessel.

„Danke..." Sie schenkte sich noch etwas nach, aber nur ein halbes Glas.

Snape blickte sie noch kurz an, ging dann aber Richtung Schreibtisch, in dessen Nähe auch ein Teil seiner Bücher, geordnet nach Thematik, in einem Regal standen. Als er davor stand, griff er zielstrebig nach einem der Bände und zog es heraus.

Amanda hatte sich nach ihm umgesehen und wunderte sich, was er nun vorhatte.

Er blickte kurz darauf und strich etwas den Staub vom Einband, denn das Buch hatte einige Zeit unbenutzt im Regal gestanden. Es war mal wieder Zeit, zu putzen, dachte sich Snape und ging mit dem Buch wieder zurück zu Amanda. Neben ihr blieb er stehen und reichte ihr das Werk, welches schon ein paar leichte Gebrauchsspuren aufwies. Es war das Buch, das sie sich heute Morgen noch angesehen, aber nicht gekauft hatte. „Schauen Sie es sich an, wenn Sie wollen..."

Amanda musste lächeln und nahm ihm das Buch ab. „Danke, aber hinterher will ich es wahrscheinlich nur noch viel mehr haben..." Langsam fuhr sie mit der Hand über den Einband und schlug es dann auf.

„Dann sollten Sie es sich entweder gönnen, oder sich schenken lassen..."

Das Buch hatte schon einige Jahre auf dem Buckel, war aber trotzdem noch sehr gut erhalten, denn Snape war ein Mensch, der auf seine Bücher sehr viel Wert legte und sie dementsprechend behandelte. Trotzdem fanden sich so einige handgeschriebene Notizen und Ergänzungen auf den einzelnen Seiten. Ein Beweis dafür, dass er schon viel damit gearbeitet hatte.

„Das mit dem Gönnen muss einfach noch etwas warten, das ist auch schon alles", meinte sie ruhig und versuchte möglichst nicht durchblicken zu lassen, wie sehr es sie ärgerte. Sie blätterte weiter durch das Buch und fand die handschriftlichen Ergänzungen genauso interessant, wie den eigentlichen Inhalt.

Snape setzte sich wieder ihr gegenüber in den Sessel und nahm sein Weinglas in die Hand. Während er einen Schluck trank, beobachtete er sie ein wenig dabei, wie sie interessiert in seinem Buch blätterte. Es gab nicht viele die er kannte, die sich so sehr für diese Materie begeistern konnten wie er, aber Amanda war offensichtlich eine dieser wenigen Personen.

Amanda spürte seinen Blick auf sich, aber das störte sie gerade nicht weiter. Sie blätterte weiter in seinem Buch und las das eine oder andere Rezept durch. Es war wirklich gut, aber das änderte auch nichts daran, dass sie nachher nichts mehr zu essen haben würde, würde sie es sich kaufen.

Snape nippte ab und zu an seinem Wein und dachte nach, während er seinen Blick ein wenig durch den Raum schweifen ließ. Er wusste gerade nicht so recht, wie es jetzt weitergehen sollte. Irgendwie war er heute Abend, ohne es wirklich bewusst zu steuern, recht privat geworden, mit Amanda.