Vorfreude auf Weihnachten - Ein Adventskalender
Disclaimer: Mir gehören weder die Personen noch die Orte. Nur die Idee zu der Geschichte ist meine. Ich verdienen hiermit auch kein Geld.
13. Dezember
James traf sich mit den anderen Jungs an der Marmortreppe, um mit ihnen gemeinsam nach Hogsmeade zu gehen.
„Guten Morgen", begrüßte er sie, als sie die Treppe herunterkamen.
„Morgen", gähnte Sirius, dem es viel zu früh war.
„Guten Morgen, James. Wo wollen wir überall hin?" fragte Remus.
„Ich denke die übliche Tour. Zonkos, Schreiberling, Drei Besen und Honigtopf", zählte James die verschiedenen Geschäfte auf. „Was ist mit Peter?" Ihm war jetzt erst aufgefallen, dass der kleine rundliche Junge fehlte.
„Hatte was von Nachsitzen gefaselt", erklärte Sirius und gähnte wieder herzhaft.
„Okay. Dann gehen wir heute eben ohne ihn. Dann lasst uns mal losgehen", schlug James vor.
Also machten sich die drei auf den Weg nach Hogsmeade, genauso wie eine Gruppe schwatzender Mädchen, unter denen auch Lily war.
„Wir müssen unbedingt zu Madame Malkins gehen. Die sollen da unglaubliche Kleider haben", erzählte Ann.
„Es gibt auch noch einen neuen Laden, ziemlich am Ende der Hauptstraße. Da können wir auch mal vorbeischauen. Was meinst du?" fragte Alice nun direkt Lily.
„Mmhh, klar können wir machen." Lily war keine Shoppingqueen. Sie ging shoppen, weil sie etwas brauchte, aber nicht aus Spaß. Außerdem hatte sie jemanden weiter vorne auf dem Weg entdeckt, mit dem sie viel lieber nach Hogsmeade gegangen wäre. Aber man konnte nicht alles im Leben haben.
Schließlich erreichten die beiden Gruppen Hogsmeade. Die Jungs steuerten zielsicher Zonkos an, während die Mädchen noch ein Stückchen weiter die Straße hinunter zu Madame Malkins gingen.
Bei Madame Malkins war es sehr voll. Viele Hogwartsschülerinnen drängten sich in dem kleinen Geschäft auf der Suche nach dem passenden Kleid für den Weihnachtsball.
Lily war es viel zu voll dort drinnen und wäre am liebsten wieder rausgegangen, aber das hätten ihre beiden Freundinnen nicht zugelassen. Ann und Alice waren schon in der Menge verschwunden und hielten mal hier, mal dort ein Kleid hoch.
Also bahnte sich auch Lily einen Weg durch die Menge und schaute sich die verschiedenen Kleider an. Aber ihr gefiel keines so richtig. Die Kleider sahen hübsch aus, aber ihnen fehlte Lilys Meinung nach das gewisse Etwas.
Nach einer geschlagenen Stunde und hundert Kleidern später, hatte Ann ein passendes gefunden. Sie war noch am bezahlen, während Lily bereits den Laden verlassen hatte. Alice folgte ihr einen Moment später.
„Zieh doch nicht so ein Gesicht, Lily", versuchte Alice Lily aufzumuntern. „Wir werden auch schon noch ein Kleid finden. Ganz bestimmt."
Ann kam strahlend aus dem Laden und hielt stolz ihre Tüte hoch. „Wollen wir gleich ins nächste Geschäft?"
„Können wir vielleicht erst in die Drei Besen?" fragte Lily hoffnungsvoll.
„Ach komm, Lily. So schlimm ist shoppen wirklich nicht." Alice packte sie an der Hand und zog sie mit sich die Hauptstraße entlang.
Sie kamen bei dem unscheinbar wirkenden Laden an. Über der Tür hing ein Schild, auf dem in roten Buchstaben Sophies Dresses stand.
Die drei Mädchen gingen hinein. Der Laden wirkte sehr gemütlich und auch Lily fühlte sich wohl.
Eine junge Frau kam aus einem Hinterzimmer nach vorne in den Verkaufsraum. Sie lächelte die Mädchen freundlich an.
„Hallo, mein Name ist Sophie. Was kann ich für euch tun?"
„Wir beide", Alice zeigte auf sich und Lily, „suchen nach einem Kleid für den Weihnachtsball."
„Ah, der wunderbare Weihnachtsball in Hogwarts. Er war schon zu meiner Zeit sehr beliebt", erzählte Sophie. „Dann wollen wir doch mal schauen, was ich für euch tun kann. Wollen wir mit dir anfangen?" fragte sie Alice.
„Ja, sehr gerne", antwortete diese.
„Ihr zwei anderen könnt dort Platz nehmen. Möchtet ihr etwas trinken?" fragte Sophie.
Ann und Lily verneinten während sie sich auf zwei gemütliche Sessel setzten.
„Fangen wir an", sagte Sophie voller Begeisterung. „Zunächst müsste ich deine Lieblingsfarbe wissen und welche Vorstellungen du von deinem Kleid hast."
Alice überlegte kurz und begann dann zu erzählen, wie ihr Traumkleid aussehen sollte. Sophie notierte sich alles auf einem kleinen Block. Als Alice geendet hatte, verschwand Sophie für einen kurzen Moment im Hinterzimmer.
Sie kehrte mit einem blauen Traum in den Händen zurück. Alice und Ann waren total entzückt. Auch Lily war von dem Kleid begeistert.
„Möchtest du es anprobieren?" fragte Sophie Alice.
„Sehr gerne", antwortete Alice und nickte strahlend. Sie verschwand mit dem Kleid in einer Umkleidekabine. Einen Moment später kam sie wieder heraus. Sie sah wunderschön aus.
„Alice, du siehst toll aus", sagte Lily und lächelte sie an.
„Danke." Alice wurde leicht rot.
„Dann wird es wohl das Kleid sein." Sophie strahlte und freute sich über ihr gelungenes Werk.
Alice betrachtete sich noch einen Moment im Spiegel, bevor sie wieder in der Umkleide verschwand. Als sie wieder herauskam, gab sie Sophie das Kleid, welche es in einen Karton legte. Alice bezahlte rasch das Kleid und setzte sich zu den Anderen.
„So, nun bist du an der Reihe." Sophie deutete auf Lily, welche aufstand und zu Sophie ging. „Deine Lieblingsfarbe und deine Vorstellungen von dem Kleid?"
Lily wusste genau, wie ihr Kleid aussehen sollte.
„Meine Lieblingsfarbe ist smaragdgrün wie meine Augen. Mein Kleid soll bodenlang und trägerlos sein", begann Lily zu erzählen.
Wie eben bei Alice notierte sich Sophie wieder alles auf ihrem kleinen Block. Als Lily geendet hatte, verschwand Sophie im Hinterzimmer. Sie kam schließlich mit Lilys Traumkleid zurück.
Lily stand der Mund offen. Es war genau das Kleid, was sie sich vorgestellt hatte. Es sah wunderschön aus. Auch Lily ging in die Umkleidekabine, um das Kleid an zu probieren.
„Lily, das ist der absolute Hammer!" Alice kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und auch Ann war völlig baff.
Ihr Spiegelbild lächelte sie an und Lily wusste, dass es das Kleid sein musste. Hoffentlich reichte auch ihr Geld dafür.
„Wie teuer ist das Kleid denn?" fragte Lily zögernd.
„Mit allen Accessoires kostet es 47 Galleonen, 7 Sickel und 24 Knut", erklärte ihr Sophie.
„Oh, so viel? Das kann ich mir leider nicht leisten", gab Lily enttäuscht zu. „Haben Sie auch günstigere Kleider?"
„Ja, die habe ich. Das sind jedoch Kleider von der Stange", sagte Sophie und deutete in eine Ecke des Landens.
„Ich werde mal schauen, ob ich was finde." Lily begab sich zu den Kleidern und durchsuchte den Ständer.
Ein Kleid gefiel ihr ganz gut. Es war zwar nicht mit dem smaragdgrünen Kleid zu vergleichen, aber dieses Kleid konnte sie sich wenigstens leisten. Sie probierte ein schlichtes silbernes Kleid an. Es saß gut und so entschied sich Lily, dieses Kleid zu kaufen.
Nachdem sie bezahlt hatten, machten sich die drei Mädchen auf den Weg zu den Drei Besen, wo sie noch ein Butterbier trinken wollten.
Während die Mädchen Kleider kaufen waren, hatten die Jungs alle Läden auf ihrer Liste abgehakt. Alle drei waren mit Tüten bepackt, in denen Weihnachtsgeschenke waren, aber auch für den Eigenbedarf war eingekauft worden.
„Jetzt haben wir uns ein Butterbier wirklich verdient", sagte Sirius und steuerte auch schon die Drei Besen.
„Ich komme gleich nach", rief James seinen beiden Freunden zu. „Mir fehlt noch etwas."
„Was fehlt dir noch? Und für wen denn? Du hast doch alles", fing Sirius an, aber er wurde von Remus unterbrochen.
„Alles klar, James. Wir sehen uns dann später." Er schob Sirius vor sich hin, der widersprechen wollte.
James verschwand die Hauptstraße hinunter, während die beiden Anderen Richtung Drei Besen gingen.
„Für wen braucht er denn noch ein Geschenk?" fragte Sirius nun Remus.
„Na für wen wohl?!" Remus war leicht genervt. „Für Lily natürlich."
„Ach so…" Sirius war ein Licht aufgegangen und er fing an zu grinsen. „Was er ihr wohl kaufen wird?"
James war in der Zeit bereits in einer Seitengasse verschwunden. Er steuerte geradewegs einen kleinen Laden an, der zwischen den prächtigen Fenstern der anderen Läden schäbig wirkte. Aber genau dort wollte James hin.
Er öffnete die Tür und eine kleine Glocke war zu hören. Ein alter Mann erschien hinter dem Tresen.
„Ah, Mister Potter. Schön Sie einmal wieder zu sehen", begrüßte der Mann James.
„Die Freude liegt ganz auf meiner Seite, Mister Decker." James schüttelte dem alten Mann die Hand. „Ich komme wegen der Kette, die ich bei Ihnen bestellt habe. Ist sie fertig?"
„Selbstverständlich. Warten Sie einen Moment, ich hole sie eben von Hinten." Mister Decker ging durch einen Vorhang ins Hinterzimmer und kam kurz drauf wieder. „Hier haben wir sie. Ein sehr schönes Stück, in der Tat."
James schaute sich die Kette in Ruhe an. Sie war genauso geworden, wie er sie sich vorgestellt hatte. Eine silberne Kette, an der mit Silberfäden eingefasst ein Smaragd hing.
„Sie ist wirklich sehr schön geworden." James bezahlte den Preis für die Kette und bedankte sich.
Die Kette sicher in seiner Mantelinnentasche verstaut, machte er sich auf den Weg zu den Drei Besen, wo er seine Freunde treffen würde.
Hey, hoffe euch hat das neue Kapitel gefallen und ihr lasst mir fleißig Reviews da.
Schönen Abend wünsche ich euch noch. Liebe Grüße littlebabe
