A/N:
Noch ein kurzes Update. Wenn die Inspiration einmal da ist...
Viel Spaß beim Lesen!


13. Die Hinrichtung

Als der unangenehme Druck des Apparierens von ihm wich, fand er sich am Rande eines Tümpels inmitten eines dichten Waldes wieder. Ein kurzer Blick auf seinen schmerzenden Zeigefinger sagte ihm, dass er es offenbar wieder einmal geschafft hatte zu splintern und seinen Fingernagel zurück zulassen. Er tat jedoch nichts gegen den Schmerz, begrüßte ihn sogar. Alles war besser, als diese schreckliche Leere in ihm.

Er spürte plötzlich, dass seine Beine zitterten und setzte sich auf einen flachen Stein ganz in seiner Nähe. Minutenlang saß er einfach nur reglos und betrachtete eine Ameisenstraße direkt neben sich, ohne sie jedoch wirklich zu sehen. Etwas Heißes lief an seinem Gesicht herab und als er die Hand danach hob, stellte er verwundert fest, dass es Tränen waren. Wann hatte er angefangen zu weinen?

In der Hoffnung sich abzulenken, sah er sich den Ort, wo er gelandet war, genauer an. Er musste schon einmal hier gewesen sein, sonst wäre er sicher nicht hierher appariert. Woher kannte er diesen Platz? Dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen und ein Schluchzen entrang sich seiner Kehle. Der Forest of Dean. Hier hatte er Harry und Hermine wiedergefunden, nachdem er sie erst im Stich gelassen hatte. Da aus dem Tümpel hatte er Harry und Gryffindors Schwert gezogen. Damals war alles von Eis und Schnee bedeckt gewesen, daher hatte er den Ort nicht sogleich erkannt. Und hier, auf dem Stein, auf dem er gerade saß, hatte er Voldemorts Horcrux zerschlagen.

Harry... oh Harry! Wie oft hatte er sich seinem besten Freund gegenüber wie ein Vollidiot benommen. Doch Harry hatte ihm jedes mal wieder verziehen, hatte ihn immer wieder mit offenen Armen empfangen. Hätte er Ron auch verziehen, dass dieser sich seinem Todfeind angeschlossen hatte? Wäre seine Reaktion die gleiche gewesen, wie die seiner Familie? Er würde es wohl nie erfahren.

Die Tränen kamen jetzt unaufhaltsam. Er war sich nicht sicher, warum er weinte; ob wegen Harry, Hermine, seiner Familie, seines verlorenen Lebens, aber er ließ den Tränen ihren Lauf. Niemand sah ihn. Nur ein vorbeikommender Eichelhäher betrachtete ihn neugierig, aber nachdem er sich überzeugt hatte, dass der rothaarige Mensch keine Gefahr darstellte, flog er weiter.

Erst viele Stunden später, als die Dämmerung sich über den Wald legte und er keine Tränen mehr hatte, kehrte Ron zurück ins Malfoy Haus... und zu seinem Herrn.

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In den nächsten Wochen war Ron verbittert, schlecht gelaunt und gar zu rasch mit dem Zauberstab bei der Hand. Unter den Todessern sprach sich bald herum, was die Ursache dafür war, aber nachdem er einen von ihnen so übelst zugerichtet hatte, dass dieser eine Nacht im St. Mungos verbringen musste, als er versucht hatte, sich über Ron deswegen lustig zu machen, hatte er vor spöttischen Bemerkungen und Andeutungen seine Ruhe.

Voldemort selbst hatte bei ihrem ersten Zusammentreffen nach Rons Rückkehr nichts gesagt, doch Ron war sein wissender Blick nicht entgangen. Aber natürlich hatte der Bastard alles vorausgesehen. Er hatte von Anfang an Recht gehabt und Ron hasste diese Tatsache.

Noch immer hatte er keine feste Aufgabe, sondern erledigte verschiedene Jobs, die Voldemort, oder gelegentlich auch ein ranghoher Todesser, ihm zuwiesen. Für den Moment arbeitete er im Ministerium. Er war Sean McGowan, einem Zauberer in der Abteilung für magische Strafverfolgung zugewiesen worden; offiziell um diesem im unterbesetzten Büro für magisches Recht zur Hand zu gehen und von ihm zu lernen. Sein eigentlicher Auftrag, so hatte Avery ihn mit knappen Worten erklärt, war es jedoch, ein Auge auf den älteren Mann zu haben und, wenn möglich, einen Grund zu finden, ihn aus dem Ministerium zu entfernen. Der Gringotts-Skandal hatte McGowan nichts anhaben können. Dank seines immensen Wissens über die Gesetze der Zauberwelt, hatte er sich auf eine Gesetzeslücke berufen können und war davongekommen. Sehr zum Verdruss einiger Todesser-Sympathisanten, denen er ein Dorn im Auge war.

Ron dachte gar nicht daran, diesen Auftrag auszuführen. Er mochte den kaltschnäuzigen Alten, der meist gerade heraus sagte, was er dachte und sich nicht im geringsten um die Meinungen der Todesser scherte. Zu seiner eigenen Überraschung war magisches Recht gar nicht so langweilig, wie er immer angenommen hatte. Wenn er gerade nichts zu tun hatte, vergnügte er sich damit, alte unsinnige Gesetze aufzuschlagen, die noch in Kraft waren, weil es nie jemand für nötig befunden hatte, sie zu ändern. Es war zum Beispiel verboten nackt auf einem Drachen zu reiten und dabei die Nationalhymne rückwärts zu singen. Manchmal hätte Ron zu gern gewusst, wo solche Gesetze herkamen.

Er war gerade wieder in ein altes Gesetzbuch vertieft, als McGowan unvermittelt einen Stapel Akten neben ihn auf den Tisch fallen ließ. Ron zuckte erschrocken zusammen, die Hand bereits an seinem Zauberstab, bevor er erkannte, dass keine Gefahr drohte.

„Kein Grund so schreckhaft zu sein.", brummte McGowan, „Wenn du dich nützlich machen willst... die hier müssen runter in die Gerichtssäle zu Howard Ollerton."

Ron nickte und machte sich auf den Weg zu den Gerichtssälen, die Akten unterm Arm.

Ollerton war rasch gefunden und Ron war froh, wieder gehen zu dürfen. Dementoren waren unten auf der Ebene der Gerichtssäle allgegenwärtig. Sie bewachten die Angeklagten, aber sie hätten auch eine andere Mahlzeit nicht verschmäht. Ron konnte sehen, wie sie ihre leeren Hauben in seine Richtung drehten, wenn er an ihnen vorbei kam und ihr rasselnder Atem schien lauter zu werden. Unwillkürlich schauderte er. Die Kälte, die sie verströmten, schien bis in sein Inneres zu dringen.

Eine Gruppe aus drei Todesser und einem Gefangenen in Ketten kam ihm entgegen und Ron wich automatisch zur Seite aus, um sie vorbei zulassen, wobei er wachsam die ihm nahen Dementoren im Auge behielt. Dann fiel sein Blick auf den Gefangenen... und er erstarrte. Es war George.

„Stop!", rief er, ohne nachzudenken.

„Verdammt! Was hat Weasley hier zu suchen?", hörte er einen der Todesser einem anderen zu zischen.

Seine blauen Augen verengten sich, als er sie auf Mulciber richtete, einen fahlgesichtigen, gedrungenen Mann, der als ranghöchster Todesser vermutlich das Kommando hatte.

„Aus dem Weg, Weasley!", knurrte Mulciber, „Das hier geht dich nichts an."

„Ja Weasley.", fügte George spöttisch hinzu, „Hast du nichts Wichtigeres zu tun? Ein paar Muggel foltern zum Beispiel?"

„Klappe halten!", schnarrte ein anderer Todesser mit schmutzig blondem Haar und ruckte an seinen Ketten.

Ron ignorierte beide. „Was geht hier vor?", wollte er wissen und starrte Mulciber in die Augen. Zu seiner Überraschung wandte der ältere Zauberer den Blick ab.

„George Weasley war in den Anschlag Anfang August verwickelt.", sagte Mulciber widerstrebend, „Der Prozess gegen ihn hat ergeben, dass er schuldig ist. Sein Urteil wird heute verkündet werden."

Ungläubig starrte Ron erst ihn, dann seinen Bruder an. „Unmöglich", brachte er nur hervor.

„Nun, es ist aber so!", schnappte Mulciber ungeduldig, „Seine Schuld ist bereits erwiesen. Also wenn du jetzt bitte Platz machen würdest..."

„Die Weasleys stehen unter permanenter Bewachung.", sagte Ron, „Wäre er Teil des Widerstandes, wäre das bereits viel früher entdeckt worden. Wie hätte er unbemerkt das Haus verlassen sollen?"

Es musste sich um ein Missverständnis handeln. Die Weasleys standen doch unter Schutz, solange Ron sich gut benahm. Laut Jugson waren sie rund um die Uhr unter Beobachtung. Erst wenige Wochen zuvor hatte Ron selbst sie gesehen. Wie konnte George ein Teil des Widerstandes sein?

George schnaubte. „Oh bitte" Als ob ein paar Todesser mich aufhalten könnten! Glaubst du nicht, dass ich noch ein paar Tricks auf Lager hatte? Für jemanden, der von sich behauptet mein Bruder zu sein, kennst du mich verdammt schlecht." Verachtung lag in seinem Blick.

„Ich sagte, du sollst still sein!", erneut ruckte der blonde Todesser an Georges Ketten. George warf ihm einen geringschätzigen Blick zu.

„Er hat gestanden.", sagte Mulciber, „Das Urteil wird gleich verkündet und voraussichtlich noch heute vollstreckt werden. Es gibt nichts, was du tun könntest, Weasley, und du solltest..."

„Nein, nein! Das war nicht die Abmachung!", rief Ron erregt, „Das könnt ihr nicht tun!"

Voldemort hatte es versprochen! Er hatte so viel geopfert, nur damit seine Familie in Sicherheit war. Sollte es jetzt so enden? Nein! Nicht, wenn er da noch ein Wörtchen mit zureden hatte!

„Wir folgen nur unseren Befehlen, Weasley.", sagte Mulciber, „Und das solltest du ebenfalls tun!"

Ron griff nach seinem Zauberstab. „Ich kann nicht zulassen, dass ihr ihn mitnehmt!", sagte er entschlossen und zog ihn in einer geübten, fließenden Bewegung.

Mulciber und seine Kumpane schienen damit jedoch gerechnet zu haben, denn sie hatten ihre Zauberstäbe noch schneller in der Hand, als er.

„Stupor!", rief er verzweifelt.

Es gelang ihm, einen von ihnen mit einem Schocker auszuschalten, bevor er gegen die Wand des Korridors geschleudert wurde. Etwas Hartes traf seinen Hinterkopf, dann wurde es dunkel.

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Ron blinzelte benommen. Was war passiert? Er schien auf irgendetwas Weichem zu liegen. Zwei Gesichter beugten sich über ihn. Eines davon kannte er nur vom Sehen. Es gehörte dem Heiler des Ministeriums, in dessen Behandlungszimmer er sich offenbar gerade befand. Das andere gehörte Mulciber.

Schlagartig kehrten alle Erinnerungen zurück. Mulciber hatte ihn mit einem Fluch getroffen, dem er nicht hatte ausweichen können und er war durch die Wucht des Aufpralls bewusstlos geworden. George! Sie wollten ihn verurteilen. Oh Himmel, hoffentlich war es noch nicht zu spät!

Er setzte sich ruckartig auf und wünschte sich, er hätte es nicht getan, als ein heftiger Schmerz durch seinen Kopf fuhr. Der Heiler drückte ihm eine Phiole mit einem dubiosen gelben Trank in die Hand.

„Trinken Sie das, Mr Weasley.", sagte er, „Gegen die Schmerzen."

Ron betrachtete den Trank zweifelnd, entschied dann aber, dass es nicht viel schlimmer werden konnte und leerte die Phiole in einem Zug. Es schmeckte besser als erwartet.

„Er hat einen ordentlichen Schlag auf den Hinterkopf abbekommen", sagte der Heiler zu Mulciber, „aber ansonsten fehlt ihm nichts. Ein paar Stunden Ruhe würde ich vorschlagen..."

Doch Ron drückte ihm die leere Phiole in die Hand und sprang von der Liege. „Wo ist mein Bruder?", wollte er von Mulciber wissen.

„Bereits unterwegs zu seiner Hinrichtung. Es ist zu spät, etwas dagegen zu unternehmen."

Hinrichtung" Ron starrte ihn entsetzt an. Er hatte zwar geahnt, worauf die Verurteilung hinauslaufen würde, aber die Bestätigung war drei mal schlimmer.

Mulciber wirkte unbehaglich. „Hör zu, Weasley, das mit deinem Kopf tut mir leid. Ich hab da wohl die Kraft meines Fluches etwas unterschätzt..."

Doch Ron hörte überhaupt nicht zu. Er tastete hektisch nach seinem Zauberstab, nur um festzustellen, dass dieser nicht da war.

„Wo ist mein Zauberstab?"

„Du solltest dir wirklich etwas Ruhe gönnen.", sagte Mulciber mit einem Seitenblick auf den Heiler.

„WO IST MEIN ZAUBERSTAB?", brüllte Ron und ließ den Heiler zusammenzucken.

„BERUHIG DICH, MANN!", brüllte Mulciber zurück. Der Heiler warf beiden nervöse Blicke zu.

„Beruhigen?", rief Ron ungläubig, „BERUHIGEN? DAS LEBEN MEINES BRUDERS STEHT AUF DEM SPIEL, DU VERDAMMTER DRECKSKERL! WO IST MEIN VERDAMMTER ZAUBERSTAB?"

Ohne dass es ihm bewusst war, hatte Ron Mulciber am Umhang gepackt und gegen die Wand gedrückt.

Mulciber murmelte gereizt vor sich hin: „Bei Merlins Bart, damit muss ich mich wirklich nicht herumschlagen. Stupor!"

Zum zweiten Mal an diesem Tag versank Rons Welt in Dunkelheit.

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„Enervate!"

Langsam öffnete Ron die Augen. Der Anblick einer vertrauten Tapete schlug ihm entgegen. Er drehte leicht den Kopf und sah sich bestätigt. Er befand sich im Malfoy Haus und wenn seine Sinne ihn nicht täuschten, sogar in Voldemorts privaten Kammern, auf einem recht bequemen Sofa. Ihm war allerdings schleierhaft, wie er hierher gekommen war.

Direkt neben ihm stand Dolohow und sah ihn mit leicht schief gelegtem Kopf an, so als sei er eine interessante Kuriosität, die es zu entschlüsseln galt. Ein Stück entfernt, vor einem stark herunter gebrannten Kaminfeuer, mit dem Rücken zu ihnen, stand der Dunkle Lord.

„Wie geht es dir?", fragte Dolohow.

„Hab mich schon besser gefühlt.", murmelte Ron. Er setzte sich auf – langsam diesmal. „George?", krächzte er.

„George Weasley wurde vor zwei Stunden wegen Hochverrates hingerichtet.", durchschnitt Voldemorts hohe kalte Stimme den Raum. Er hatte sich inzwischen umgedreht und kam nun auf sie zu.

„Nein", hauchte Ron. Er verstand die Worte, aber er konnte sie nicht erfassen. Wollte sie nicht erfassen, denn sie konnten unmöglich wahr sein. „Nein", sagte er erneut, als würden die Worte verschwinden, wenn er sie nur oft genug leugnete.

„Zweifelst du an Lord Voldemorts Wort?", fragte Voldemort kalt.

Ron starrte in diese mitleidlosen roten Augen und plötzlich loderte heißer Zorn in ihm auf.

„Nein!", rief er, „Dazu hattet Ihr kein Recht! Das war nicht Teil der Abmachung!"

„Kein Recht...", sagte Voldemort mit gefährlich leiser Stimme, doch Ron war viel zu wütend, um die Gefahr zu registrieren. Er fühlte sich verraten, hinters Licht geführt. Alle seine Bemühungen schienen umsonst gewesen zu sein. Sein Bruder...

„Meine Dienste für das Leben meiner Familie! Ich habe alles getan, was Ihr von mir verlangt habt! Ich habe Euch die Treue geschworen. Ich trage das Dunkle Mal. Ich habe in der Spezialeinheit gedient. Ich habe Dinge getan, die ich sonst nie getan hätte, Menschen getötet... War es nicht genug? Habe ich irgendetwas falsch gemacht, Euch enttäuscht? Wenn das meine Bestrafung sein soll..." Seine Stimme brach.

Stille herrschte im Raum, unterbrochen nur von Rons schwerem Atemzügen. Dolohow hätte eine Statue sein können, so unbeweglich stand er da, die Augen fest auf Ron gerichtet, sein Gesichtsausdruck nicht zu deuten.

Voldemort blickte Ron unbewegt an. „Der Schmerz über den Tod deines Bruders verwirrt deine Gedanken.", sagte er schließlich kühl, „Der Verlust deiner Kontrolle ist... bedauerlich, aber angesichts der Umstände nicht unerwartet. Noch einmal werde ich ein solches Verhalten mir gegenüber jedoch nicht dulden."

Ron starrte ihn nur an, Verbitterung und Verzweiflung in seinen Augen.

Voldemort nickte Dolohow zu. „Pierre"

Dolohow legte Ron eine Hand auf die Schulter. „Setz dich!", sagte er und drückte ihn sanft aber bestimmt zurück auf das Sofa. „George Weasleys Hinrichtung hat nichts mit dir zu tun, Ronald.", sagte er. Seine Stimme war leise, aber eindringlich. „Ganz im Gegenteil. Hätte dein Bruder tatsächlich die Opfer zu würdigen gewusst, die du für ihn und den Rest deiner Familie gebracht hast, hätte er das niemals alles aufs Spiel gesetzt. Um deinetwillen war unser Lord gnädig und hat ihrer aller Leben verschont. Doch anstatt Dankbarkeit zu zeigen, hat er sich erneut gegen ihn verschworen. Er hat sich dem Widerstand angeschlossen und war Teil dieses abscheulichen Anschlages, der so vielen Unschuldigen das Leben gekostet hat. Die Strafe für diese schändliche Tat ist der Tod. Noch einmal konnte der Dunkle Lord ihn nicht begnadigen. George Weasley hatte seine Chance. Er hat uns keine Wahl gelassen."

„Er war mein Bruder.", flüsterte Ron.

„Was seinen Verrat umso schmerzlicher macht.", sagte Dolohow, „Aber er hat seinen Tod selbst verschuldet, es ist nicht deine Schuld. Ron, du kannst niemanden beschützen, der nicht beschützt werden will."

Ron erwiderte nichts. Er hielt seinen Kopf in den Händen und starrte ins Leere. Er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen.

„Mylord, mit Eurer Erlaubnis werde ich Ronald auf sein Zimmer bringen.", sagte Dolohow, „Ich fürchte, er ist derzeit nicht in der besten Verfassung."

Voldemort bedeutete ihm mit einer entlassenden Handbewegung sein Einverständnis und Dolohow zog Ron auf die Beine. Fast völlig willenlos ließ der junge Zauberer sich von ihm fortführen. Sein Zorn war erloschen, aber mit ihm auch alle anderen Gefühle. Zurück blieb nur Leere.


Im Moment sieht es recht düster aus für Ron, aber ich verspreche, es gibt bald einen kleinen Lichtblick.