Hello, I see, today is a very busy day on Rango fanfiction site.
At first, thanks a lot for your feedbacks! I'm so glad about that.
Second, this chapter is a little short, because it was a very hard week and I'm a little bit sad because one of my tarantulas is terminally ill because of an infection, which she caught from pet shop. :'( Sorry little thing.
Hope you like this chapter.
13. Silent corpses
Kurz vor einer Schlucht bremste Bohne ihren Roadrunner ab. Auch Wounded Bird kam neben ihr zum Stillstand.
Wounded Bird sah sich um. „Ah, das Gebiet kenne ich. Gehört Jenkins-Cousins. Besser wir gehen wieder."
„Moment!", sagte Bohne mahnend. „Ich will erst wissen, woher dieser Geruch kommt."
Wounded Bird war nicht gewillt nachzusehen, aber Bohne war nicht zu stoppen. Sie sprang vom Roadrunner runter, holte ihr Gewehr und ging auf die Schlucht zu.
Der Indianer seufzte. Alleine durfte er Bohne nicht gehen lassen.
Nachdem er sich nochmal die Nase geputzt hatte, stieg auch er vom Roadrunner ab.
Bohne hatte den Eingang des Jenkins-Gebietes fast erreicht. Kurz vor der Schlucht stand ein Schild mit den schmutzigen Buchstaben:
„Betreten verboten! Lebensgefahr! Jenkins-Gebiet. Kehrt um oder ihr seid tot!"
Bohne rümpfte die Nase. Nicht nur weil ihr die Warnung auf dem Schild total egal war, sondern weil der Geruch hier stärker geworden war.
Hinter dem Schild erhob sich das alte Skeleton Creek, über dem ein altes, großes Tierskelett stand.
„Keine gute Idee, Bohne", warnte der Indianer.
Bohne schenkte ihm keine Beachtung, sondern marschierte entschlossen auf das alte Tierskelett zu. Als sie um eine Felsenbiegung bog, erkannte sie woher der Geruch die ganze Zeit kam.
Wie angewurzelt blieb sie stehen. Auch Wounded Bird blieb stehen, obwohl er noch nicht wusste, was Bohne gerade sah. Er schnupperte. Auch mit verstopfter Nase roch er es jetzt deutlich. Vorsichtig ging er an Bohne vorbei und sah auf eine offene Fläche.
Was beide sahen war nicht gerade ein schöner Anblick.
Auf dem Feld lagen mehrere Körper auf dem Boden. Beide wussten sofort, dass die Personen nicht schliefen. Die meisten lagen auf dem Rücken, zwei auf dem Bauch, einer lag auf der Seite. Bohne verscheuchte eine Fliege, die mit anderen um die leblosen Körper herumschwirrte.
Langsam ging Bohne auf die Leichen zu. Dabei hielt sie sich angeekelt die Nase zu.
Ihr Blick wanderte über die Körper. Neben jedem Jenkins-Cousin lag ein Revolver. Auch der Sand war stark aufgewühlt. Es hatte eindeutig ein Kampf stattgefunden, mit dem die Banditen mit ihrem Leben bezahlt hatten. Aber wer sollte so wahnsinnig sein und eine ganze Bande nutzloser Wüstenbanditen erschießen?
War es vielleicht…?
Bohne drehte sich zu Wounded Bird um.
„Was sagst du dazu?", fragte sie dumpf, weil sie sich immer noch ihre Nase zu hielt.
Stirnrunzelnd beugte sich der Indianer zu einem der toten Jenkins-Cousins runter. Er brauchte nicht lange um zu erkennen, woran die Banditen gestorben waren.
„Erschossen. Eiskalt erschossen. Mehrere Schüsse. Sie wurden regelrecht durchsiebt."
Bohne sah ihn überrascht an. „Durchsiebt?"
„Da hat jemand einen ganzen Kugelhagel auf sie abgefeuert."
Nachdenklich ließ Bohne wieder ihren Blick über das Schlachtfeld wandern. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass Rango so etwas tun würde. Wenn dann nur aus Notwehr, aber gleich so viele Kugeln.
Schweigend gingen die beiden an den Leichen vorbei und sahen sich suchend um.
„Wer soll sowas getan haben?", fragte Bohne mehr zu sich selbst. „Hast du eine Ahnung?"
Sie stutzte als sie merkte, dass Wounded Bird nicht mehr neben ihr stand.
„Bohne!"
Sofort drehte Bohne sich um und sah wie Wounded Bird mit seinem Stock etwas vom Boden aufgehoben hatte.
„Sieh mal hier."
Bohnes Augen weiteten sich entsetzt. Schnell rannte sie zu ihm. Sie konnte nicht glauben was der Indianer da hochhielt. Es waren Kleidungsstücke, die Bohne sofort erkannte.
„Das sind Rangos Kleider!"
Hastig nahm Bohne die Kleider an sich. Sie hatte noch gehofft, sie würde sich irren. Aber es waren Rangos Hemd, seine Hose…
„Nein, nein."
Hastig sah sie sich um. Wenn das Rangos Kleider waren, wo war dann Rango?
Hatte Rango die Jenkins-Cousins erschossen? Wenn ja, wieso hatte er seine Kleider hier gelassen? Er würde doch nie ohne seine Markenzeichen weggehen.
Bohne stiegen die Tränen in die Augen. War er vielleicht doch…
Mit der Kleidung in den Händen rannte Bohne ein paar Schritte nach vorne und blickte sich hastig bei den Leichen um. Lag Rango auch unter den Toten? War er vielleicht schon tot unter der Erde?
„RANGO?!"
Jake war vor dem Kamin eingeschlafen. Er schnarchte leise.
Vorsichtig lugte Rango aus der Küche in den Raum. Er war froh, dass Jake schlief. So fühlte er sich nicht beobachtet. Wenn Jake wach war, so hatte er immer das Gefühl er würde ihn mit seinen Blicken erstechen. Jetzt hatte der Killer die Augen geschlossen und wirkte sehr friedlich.
Rango sah sich um. Das Farmerhaus, wo er sich befand, war sehr alt. Geradeaus vor Rango befand sich in wenigen Metern die Eingangstür. Rechts der Kamin. Vor dem Kamin war offensichtlich das Esszimmer gewesen. Neben dem Kamin führte eine schmale Tür in ein Nebenzimmer.
Neugierig ging Rango auf Zehenspitzen durch die schmale Tür, um den Raum genauer zu besichtigen. Im Zimmer befand sich ein altes Bett. Gerade die richtige Größe für einen ausgewachsenen Menschen. Es war sogar ein Doppelbett. Vermutlich hatte hier früher ein Farmer-Ehepaar gewohnt. Hinter dem Bett spendete ein kleines Fenster Licht. Ansonsten war der Raum komplett leer. Leise betrat Rango das Zimmer und ließ seine beweglichen Augen in sämtliche Richtungen wandern. Überall hingen Spinnweben und der Staub lag Zentimeter dick auf dem Boden. Er umrundete das alte Bett und überlegte sich was wohl hier in diesem Haus alles passiert war. Welche Geschichten könnten die Wände erzählen?
Plötzlich stieß er einen erstickten Schrei aus. Völlig erschrocken blieb er stehen.
In der Ecke stand eine Person. Sie war fast so groß wie er. Auch sie stand wie erstarrt vor ihm. Rangos Herz raste wie verrückt. Wer war die Person in der Ecke des Zimmers?
Well, next chapter comes soon... Have a nice week. ;)
