Sie nahm die Visitenkarte, die Bobby ihr gab entgegen und wählte die angegebene Nummer. Nach einem kurzen Telefonat, wo am anderen Ende Garth war, surrte das Fax und mehrere Blätter kamen durch.
„Okay, ich informiere noch schnell meinen Chef und dann ist alles geklärt" meinte die Polizistin hastig und stand auf. „Aber schnell! Ich will endlich nach Hause!" rief er ihr nach und grinste unauffällig.
´Das war ja einfacher als gedacht. Garth scheint mittlerweile ja doch was gelernt zu haben´ dachte er bei sich. Er bildete den Jüngeren gerade als seinen Nachfolger und Gehilfen aus. Sam wäre ihm da zwar lieber gewesen, aber er wollte den Jungen wirklich nicht mit all dem belasten.
Für ihn wünschte sich Bobby eine ruhige und normale Zukunft mit Dean. Da Garth auf der Straße immer wieder sich oder andere ins Gefängnis oder in Lebensgefahr brachte, holte er ihn zu sich und versuchte ihn vom Jäger zum Agenten zu machen.
Keine zehn Minuten später kam ein älterer Beamter mit Dean nach vorne. Der Blonde schaute betont feindselig drein um ja nicht zu zeigen wie erleichtert er war Bobby zu sehen.
„Er gehört euch. Ich weiß nicht wann oder warum, aber die Anzeige wurde zurückgezogen" erklärte der Polizist und stieß Dean in Bobbys Richtung. Der Ältere fing ihn auf und musterte ihn kurz. Dean nickte ihm zu als Zeichen das alles in Ordnung war.
„Gut, dann kann ich endlich Feierabend machen" brummte der Bärtige und zog Dean mit sich nach draußen. Dort gab er Sam sofort das Zeichen im Wagen zu bleiben und ihm zu folgen. Schweren Herzens sprang der Jüngere nicht sofort auf Dean zu und sah ihn nur kurz mit einem Lächeln an.
„Wir müssen erst weiter weg sein, damit ihr euch begrüßen könnt" meinte Bobby leise und führte Dean zu seinem Wagen. Nach etwa einer Stunde fuhr Bobby auf den Parkplatz eines Diners. Dean sprang sofort raus und lief zum Impala, der daneben zu stehen kam.
„Dean!" rief Sam laut und sofort lagen sie sich in den Armen. Nachdem sie sich liebevoll geküsst hatten sahen sie dankbar zu Bobby. „Oh nein. Ich weiß ihr seid dankbar, aber ich will jetzt keine Schnulze hören. Ladet mich zum Essen ein, dann passt das" kam es abwehrend vom Älteren, der sich umdrehte und in das Lokal ging.
Während des Essens beschlossen sie sich ein Motel zu suchen und erst am nächsten Tag weiter zu fahren. Bobby war mittlerweile fast zwei Tag auf den Beinen und auch Sam und Dean hatten nicht viel Schlaf in den letzten Tagen.
„Ich ruf Cas an und frag ob er was mitbekommen hat" meinte Dean als sie geduscht auf dem Doppelbett saßen. Sam nickte nur dazu und kuschelte sich an den Älteren. Ja er war stark gewesen und stand hinter Dean und ihrer Beziehung. Aber gerade fühlte er sich einfach nur so jung wie er auch noch war und brauchte Deans Nähe.
Das Telefonat war schnell beendet. Deans bester Freund stand nach wie vor hinter ihnen und sie telefonierten regelmäßig miteinander. Castiel versprach das Elternhaus der Beiden im Auge zu behalten und sich in den nächsten Tagen zu melden.
Als Dean das Handy auf den Nachtisch gelegt hatte zog Sam ihn sofort zu sich und küsste ihn fest. Der Blonde schlang die Arme um ihn und ihre Körper wurden eng zusammengepresst. „Nicht nahe genug. Bitte Dean, schlaf mit mir" flüsterte Sam und sah Dean dabei flehend an.
Der Ältere nickte und fing an sie beide auszuziehen. Langsam und liebevoll küsste er jede Stelle an Sams Körper an die er ran kam, während der Jüngere einfach nur die Gefühle, die ihn überfluteten genoss.
Sie hatten mittlerweile schon einiges im Bett probiert. Aber Sam blieb lieber der Passive, während Dean die aktive Rolle nach wie vor besser gefiel. Natürlich tauschten sie hin und wieder, was auch beide immer genossen aber im Normalfall ließ Sam sich nehmen.
Dean kroch wieder auf Kopfhöhe mit Sam und zog ihn an dessen Kinn liebevoll zu sich. „Danke für alles. Ich liebe dich" hauchte er lächelnd bevor er ihn sanft küsste. Der Jüngere schlang seine Arme um Deans Nacken und seufzte zufrieden.
Wie auf Kommando öffneten sie ihre Münder und keuchten auf als sich ihre Zungen berührten. Sie hatten keine Eile und genossen es zusammen zu sein. Dean fuhr immer wieder durch Sams etwas längere Haare und krallte sich daran fest während Sam sein Becken an Deans rieb.
„Sammy. Ich will in dir sein. Gleich, ohne großes Vorspiel" grummelte der Ältere erregt. Sam nickte. „Ich brauch nicht viel" meinte er leise und küsste Dean wieder ohne einen Millimeter Platz zwischen sie beide zu lassen.
Dean überzeugte sich und drang mit einem Finger in Sam ein, was absolut kein Problem darstellte. Schnell kamen ein zweiter und auch ein dritter hinzu, bis der Jüngere anfing zu zittern.
„Komm schon Dean, langsam kannst du auch noch machen wenn ich dich endlich in mir spüren kann" bettelte er leise und sah den Älteren dabei verschleiert in die ebenfalls trüben Augen. Dean rollte sie beide so, dass er auf Sam zum Liegen kam. Während sie sich nicht aus den Augen ließen drang er langsam in ihn ein.
Sam bog den Kopf nach hinten und schlang die Beine um Deans Hüften. Der Blonde küsste zärtlich Sams Hals und leckte ein paar Mal über den hervorstehenden Adamsapfel. Dieser quittierte die Behandlung mit einem befreiten Stöhnen.
Langsam und in einem gleichmäßigen Tempo stieß Dean immer wieder zu, während ihre Lippen sich nur kurz zum Luft holen trennten. Sie keuchten, stöhnten und schwitzten aber keiner wollte, dass es zu Ende ging und beide zögerten den erlösenden Orgasmus so lange hinaus wie es ging.
Dean verlagerte sein Gewicht auf das andere Bein und traf somit in einem anderen Winkel in Sam, so dass dieser Sterne sah und ohne Vorwarnung aufschrie, während er heftig kam. Dean war so überrascht das er sich auch nicht länger zurückhalten konnte.
Erschöpft wollte er sich zur Seite rollen, aber Sam zog ihn einfach auf sich und schlang die Arme wieder um ihn. „Ich werde alles tun damit wir eine Zukunft haben Dean. Ich wusste es am Anfang nicht aber jetzt bin ich mir absolut sicher. Ich will niemanden außer dir, ich will mit dir zusammen sein und mit dir auch so alt wie möglich werden" sagte er liebevoll.
Dean sah ihn überrascht an. „Ich weiß. Süßer, spätestens seit gestern weiß ich das" lächelte er und küsste den Jüngeren zärtlich. Wie sie waren drehten sie sich auf die Seite und schliefen tatsächlich ein.
Zurück auf dem Schrottplatz bedankten sie sich ehrlich bei Garth und setzten sich mit Bobby an einen Tisch.
„Ich würde dein Angebot gerne annehmen und den Schrottplatz übernehmen. Aber zuerst macht Sam die Schule fertig und geht auf ein College. Wenn das in der Nähe ist bleiben wir gleich hier und sonst kommen wir wieder wenn er fertig ist. Was hältst du davon?" meinte Dean und sah den Bärtigen offen an.
Bobby schmunzelte. „Ich freu mich euch weiter bei mir zu haben. Die Umstände sind zwar nicht schön aber ich würde sagen wir machen das Beste daraus."
Sam und Dean strahlten.

Fin und Aus