13. Die längste aller Nächte
Ich muss mich an irgendwas festhalten. Mein Magen rebelliert. Meine Welt droht im Chaos zu versinken. Im Hintergrund höre ich Janes Stimme. Dass ich ihr nicht antworte, versetzt sie zusehends in Panik.
Dann kommt mir ein Gedanke, bei dem sich meine Sicht und mein Kopf klären: Es muss ein Irrtum sein.
Natürlich. Loki ist der große Illusionist. Jane denkt nur, dass er… tot ist. Ich meine, wie absurd klingt das denn? Das schreit ja geradezu nach einem von seinen Plänen.
Loki und ich haben heute ein Date. Er kann also gar nicht… sein, was sie behauptet. Außerdem reden wir hier von Loki. Der Kerl hat ganze Kriege überlebt. Da wird ihn eine kleine Keilerei in NY Down Town nicht gleich umbringen. Es gibt nur eine Möglichkeit, die Wahrheit ans Licht zu holen und diesen Haarsträubenden Unsinn zu beenden.
Ich bücke mich und hebe mit zittrigen Händen das Handy auf. „Jane?"
„Was ist los mit dir? Warum-"
„Ich komme vorbei."
„Oh. Okay, ähm. Danke. Aber wie willst du hier hinkommen? Der ganze Verkehr-"
„Ich nehme ein Taxi.", sage ich, zu allem entschlossen. Mir egal, was ich zahlen muss um zum Stark Tower zu kommen.
Es ist ein Uhr nachts, als mich das Taxi abholt. Zwei ganze Stunden braucht es, mich halbwegs in die Nähe des Towers zu bringen. Ganze Häuserblocks sind abgesperrt, sodass wir mehrmals umkehren müssen. Dann versperren uns Geröllhaufen den Weg. Ich muss den Rest zu Fuß zurücklegen. Ich laufe, renne die Straße hinunter und versuche mich von der Tatsache, dass alle anderen Menschen in die entgegen gesetzte Richtung unterwegs sind, nicht in Panik versetzen zu lassen. Polizisten, Erste-Hilfe-Teams und Spezialtruppen sind im Einsatz. Ich sehe Leute mit weit aufgerissenen Augen und Schockdecken um die Schultern herumsitzen. Einmal sehe ich sogar, wie Hilfskräfte einen Stein von einem Menschen herunter wälzen. Ein Blick sagt mir, dass er tot ist.
So muss sich Krieg anfühlen. Genauso bitter und ätzend und ekelhaft grausam.
Wann nur ist die Situation in dieser Stadt so schrecklich geworden? Habe ich mich tatsächlich noch vor wenigen Stunden auf ein Date gefreut? Wie realistisch ist es, angesichts dieser Zerstörung, dass Loki etwas zugestoßen ist?
Es ist ein Irrtum, sage ich mir selbst immer wieder vor. Es ist ein Irrtum. Ein Irrtum. Loki ist ganz sicher nicht - Ich wage es gar nicht, das Wort zu denken.
Endlich, endlich bin ich am Stark Tower. Einen Moment lang frage ich mich, wie ich an dem Sicherheitspersonal, das gerade fast schon gewaltsam einige Reporter in Schach hält, vorbei kommen soll. Da sehe ich Jane, die im Eingangsbereich auf mich wartet. Ein Winken von ihr reicht und ich bin drinnen.
„Darcy!" Jane zieht mich in eine zittrige Umarmung. Sie sieht schrecklich aus. Ihre Augen sind gerötet.
Entsetzt nehme ich Blut an ihrer Stirn zur Kenntnis. „Oh man, Jane! Was ist denn mit dir passiert?"
„Nur eine Platzwunde.", wiegelt sie ab. „Komm mit hoch! Hier ist die Hölle los!"
Ich lasse mich am Arm packen und zum Fahrstuhl dirigieren. Ich könnte sie jetzt nach Loki fragen. Aber die Worte bleiben wie ein Kloß in meinem Hals stecken. Allein der Gedanke, dass es wahr sein könnte, ist wie ein großes, schwarzes Loch, das mich und meine kleine Hoffnung auf ein Missverständnis zu verschlucken droht.
Wir fahren Hand in Hand, aber schweigend nach oben. Ich habe das Gefühl, dass es keine Worte gibt, für das was wir gerade erleben. Jane hat gesagt, dass wir Verwundete haben. Wer wird es sein? Und wie schlimm? Ich fürchte mich davor, dass die Türen aufgehen und sich mir ein entsetzlicher Anblick bietet. Ich rechne mit Staub und Trümmern.
Beides ist vorhanden, stelle ich fest, als mir der Fahrstuhl erbarmungslos das heutige Schlachtfeld enthüllt. Womit ich aber nicht gerechnet habe, ist die unnatürliche Stille in diesem hellen, weitläufigen Büro über den Wolken. Im Raum haben sich die Avengers verteilt, fast als wären sie makabere Skulpturen in einem kunstvoll, aber im Wahnsinn angelegten Trümmergarten.
HawkEye sitzt auf einem Steinblock und lässt Dr. Banner seine Wunden versorgen. Beide sehen ausgezerrt, aber nicht ernsthaft verletzt aus. Gleiches gilt für Steve, der sofort auf uns zukommt.
„Hey.", sage ich. Es klingt genauso falsch, wie alles andere in dieser Situation geklungen hätte. Steve nickt uns steif zu.
„Ähm. Wo sind die anderen?", frage ich leise. Man hört es in dieser Stille nicht weniger, als wenn ich geschrien hätte.
„Natasha und Tony sind im Krankenhaus. Sie haben mehrere Brüche. Aber nichts Lebensgefährliches. Fury ist unten und untersucht das Epizentrum des Dimensionslochs. Und Thor ist…" Steve schaut sich um. „Da drüben!"
„Oh.", mache ich, als ich sehe, wohin er zeigt.
Thor hockt in einer Ecke zwischen den Scherben des Fensters. Sein Kopf ist tief gebeugt. Er hat die Beine halb ausgestreckt und leicht gebeugt, aber die Füße fest aufgestellt, fast so, als wäre er an Ort und Stelle eingeknickt. In seinen Händen blitzt etwas Silbriges auf, das er wieder und wieder in den Fingern dreht. Nichts an dieser zusammen gesunkenen Person erinnert an den Krieger Asgards. Der Anblick raubt mir den Atem. Es ist unmöglich!, sage ich mir. Bitte, bitte lass es nicht wahr sein!
Jane geht hin und ich folge ihr. „Ich bleibe in der Nähe!", höre ich Steve noch sagen. Er, ganz der Captain, scheint der Einzige zu sein, der noch halbwegs klarkommt.
Jane hockt sich neben Thor und legt einen Arm um seine Schultern. Ich setze mich vor ihn. Ich möchte ihn so Vieles fragen, aber Panik brodelt in mir wie Lava in einem Vulkan. Warum sitzt Thor hier oben so still herum? Das passt gar nicht zu ihm. Sonst ist er nach einem Kampf immer total aktiv.
„Thor!", sagt Jane leise. Er scheint sie gar nicht zu hören.
„Thor.", wispere auch ich. „Thor, bitte!" Ich weiß nicht mal, worum ich ihn bitte. Ich will eine Antwort, aber nur eine, die ich ertragen kann.
Er schaut auf. Seine Augen sind weit geöffnet, als wüsste er nicht mehr, was Blinzeln bedeutet. Ich sehe darin ein Leid, das keine Tränen der Welt wegwaschen könnten.
„Nein!", sage ich laut. „Nein!" Jane schaut mich verwirrt an, aber es ist mir egal. Alles ist mir egal. Ich packe Thor an den Unterarmen und stütze mich ab, damit ich mein Gesicht nahe an seins heranbringen kann. „Das ist nicht wahr! Sag mir, dass es nicht wahr ist!"
Angesichts dieses plötzlichen emotionalen Ausbruchs direkt vor und an ihm, kommt etwas Leben in Thor.
„Darcy.", murmelt er. Seine Stimme klingt, als hätte er sie stundenlang nicht benutzt.
Ich will schreien. Oder weinen. Aber meine Stimme versagt und meine Augen sind so unglaublich trocken.
„Erklärs mir! Bitte, bitte Thor! Erklärs mir!"
Thor räuspert sich. Sein Blick wird klarer. Er scheint in der Gegenwart angekommen zu sein. Er lehnt sich fest in Janes Umarmung. „Ich versuchs.", verspricht er leise.
Stockend beginnt er zu erzählen: „Wir haben diesen… Imperator gestellt. Loki… er wusste, was der Mann – Jack - vorhatte. Er wollte ein… Dimensionsloch schaffen. Direkt auf dem Ground Zero. Er hat uns alle voneinander getrennt, um uns zu schwächen. Die Anderen mussten an mehreren Fronten kämpfen. Aber ich bin Loki gefolgt, um ihm zu helfen." Thors Stimme wird immer sicherer. Er umfasst den länglichen Gegenstand fest in seiner Hand. „Zu zweit konnten wir Jack nicht aufhalten. Im Boden war… ein großer Spalt, nicht sehr breit, aber er war wie ein, ein… Magnet. Es ist schwer zu erklären. Wir mussten improvisieren. Loki wollte zusammen arbeiten. Er meinte, er könne das Loch schließen, wenn er hinein gehen und es zerstören würde. I-Ich" Thor verschluckt sich an seiner eigenen Stimme. Er braucht einen Moment um sich zu sammeln. „Ich wollte nicht, dass er das tut. Ich wollte es selbst tun. Aber er meinte, nur ein Teleporter könne aus den Dimensionen zurück reisen. Außerdem brauchte er mich und Mjölnir, um den Spalt lange genug nach der Zerstörung des Loches für ihn offen zu halten. Loki hätte ganz sicher noch einen Ausweg gehabt, denn niemand außer mir kann Mjölnir bewegen. Ich habe ihm geglaubt." Es klingt wie ein Geständnis. „Ich habe ihm tatsächlich geglaubt. Nach all den Lügen."
„Schatz?", fragt Jane dazwischen. Sie klingt mühsam beherrscht. „Bitte lass den Dolch los." Ich sehe Blut an Thors Händen. Sein Griff um den Gegenstand lockert sich, aber er lässt ihn nicht los.
„Und dann?", frage ich leise. Die langsame Enthüllung dessen, was mit Loki passiert ist, kommt mir wie eine Foltermethode vor. Gleichzeitig spüre ich, wie meine glimmende Hoffnung nach und nach ausgetreten und zugedeckt wird.
„I-Ich habe Jack übernommen und L-Loki… er hat sich einfach hinein geworfen. Es schien auch zu funktionieren. Das Loch begann sich zu schließen. Ich musste Mjölnir in den Spalt klemmen, um ihn offen zu halten. Aber es… das Loch… es ließ sich nur von innen schließen. Loki hat das gewusst. Er hat es gewusst. Und er... er sprengte den Spalt, direkt über Mjölnir. Es war die Kraft seiner Magie, die Mjölnir davon schleuderte und den Spalt… schloss."
Thors Worte scheinen aufgebraucht zu sein. Wir starren uns einige Augenblicke an, bis ich mich genug gesammelt habe um zu fragen und er um zu antworten.
„Wo ist er jetzt?"
Thors Lippen formen ein tonloses Wort: Tot.
Mein Hirn möchte darauf mit einer erlösenden Ohnmacht reagieren. Mein Magen meldet das Bedürfnis sich an Ort und Stelle zu erbrechen. Und mein Herz… es rast so sehr, dass es schmerzt. Aber es schmerzt nicht genug, nicht annähernd genug um das Gefühl in meinem Inneren zu überdecken.
Thor sieht in meinen Augen den Spiegel seiner Gefühle und wendet den Blick ab, nach unten, zu dem Gegenstand in seiner Hand. Ich weiß nicht was denken, was ich tun, welchem Bedürfnis meines Körpers ich zuerst nachgeben soll. Es scheint alles egal.
Nichts macht Loki wieder lebendig.
Darum tue ich gar nichts, sondern starre wie Thor den fremden Gegenstand an. Bei näherer Betrachtung erscheint er mir vertraut. Es ist der Dolch, mit dem mich Loki einmal bedroht hatte, damals, vor Ewigkeiten, als die Welt noch in Ordnung und er noch ein überflüssiger Stressfaktor in meinem Leben war.
Der Dolch ist voller Blut. Thor hat sich an ihm geschnitten. Bei diesem Anblick brennt in meinem Verstand eine Sicherung durch. Ich schlage Thor den Dolch aus der Hand und packe ihn grob am Kragen.
„Du hättest ihn beschützen müssen!", schreie ich. „Er ist dein kleiner Bruder! Du hättest für ihn da sein müssen! Du hättest ihn durchschauen, du hättest wissen müssen…" Meine Stimme versagt, also schlage ich auf Thor ein.
„Bist du wahnsinnig geworden?", schreit Jane zurück. Thor dagegen scheint durch meine Worte mehr verletzt als durch alle Prügel der Welt.
„Darcy!", höre ich Steves autoritative Stimme irgendwo, aber ich ignoriere den unausgesprochenen Appell. Es ist so viel leichter wütend auf Thor zu sein, als die Situation zu akzeptieren.
„Du bist Schuld!", schreie ich. Es klingt hysterisch und übergeschnappt.
Ein starker Arm packt mich von hinten um die Hüfte. „Es reicht!", sagt Steve. Er zieht mich fest an sich.
„Was ist nur los mit dir?", fährt Jane mich an.
„Ich habe ihn geliebt!", schreie ich zurück. „Verstehst du nicht? Ich habe ihn geliebt!"
„Okay.", sagt Steve ruhig über und hinter mir. „Du hast auch ein Recht auf deine Trauer." Er nimmt mich fest in den Arm. „Aber du wirst niemanden mehr schlagen, verstanden?" Ich presse mein Gesicht als Antwort an seine Brust.
Steve hält mich lange so fest bis ich endlich weinen kann. Dann hebt er mich hoch und trägt mich weg von diesem Ort. Ich achte nicht darauf, wohin. Er platziert mich auf einer Couch und setzt sich neben mich. Er lässt mich weinen, hört sich alles an, was ich hervorbringen kann und sagt nicht viel außer einmal: „Thor ist nicht daran schuld."
Es ist die längste, schrecklichste Nacht meines Lebens. Erst am Morgen falle ich in einen angespannten, wenig erholsamen Schlaf.
Als ich aufwache, weiß ich einen Augenblick lang nicht, warum mein Inneres so sehr schmerzt. Aber viel zu bald fällt mir alles wieder ein.
Steve ist immer noch da. Er zeichnet. Ich kann nicht fassen, dass er zeichnet, jetzt wo die Welt so sehr aus den Fugen geraten ist.
Mein Bauch schmerzt vor Hunger, aber ich habe nicht genug Kraft um aufzustehen und etwas derart alltägliches zu tun, wie zu essen. Ich möchte am liebsten gar nichts mehr tun.
Steve schaut mich an und dann wieder auf seine Zeichnung. „Du solltest dich bei Thor entschuldigen.", sagt er leise. Es klingt nicht wie ein Vorschlag. „Du hast genau das Falsche im falschen Moment gesagt."
Ich stehe auf, weil ich weiß, dass er recht hat. Ich bin froh darüber eine Anweisung zu haben, die es zu befolgen gilt. Wenigstens für eine kurze Zeit weiß ich, was ich tun soll.
Ich finde Thor in der Küche. Die Avengers haben sich um Tony versammelt, der den rechten Arm verbunden und einen Gipsfuß hat. Sie frühstücken einträchtiger als jemals zuvor miteinander. Alle lachen über Tonys Sprüche, nicht weil sie besonders witzig sind, sondern weil er wohlbehalten wieder da ist. Natashas Abwesenheit ist ein stilles Argument dafür, dass es auch anders laufen kann.
„Hey, Darce! Kommst du, um mich zu besuchen?", ruft Tony herüber. Er prostet mir mit seinem Kaffee zu.
„Auch.", sage ich und setze mich zu ihnen. Eine Weile lang tut es gut, mit ihnen ‚Heile Welt' zu spielen. Aber irgendwann tut diese Scharade einfach nur weh.
„Hey, Thor? Kann ich dich mal kurz sprechen?"
Thor kommt mit mir vor die Tür. Jane folgt uns besorgt. Vielleicht glaubt sie, dass ich wieder auf ihn einschlagen werde. Aber nichts läge mir gerade ferner.
„Thor. Ich... also. Die Dinge, die ich gestern gesagt habe… das alles tut mir unglaublich Leid."
Thor will etwas sagen, aber ich unterbreche ihn: „Nein, warte! Ich bin ganz sicher, dass du nicht schuld bist. Wenn überhaupt, dann ist dieser Irre schuld, der uns alle umbringen wollte."
„Ich weiß.", sagt Thor. „Es ist nur… ich hätte es verhindern können."
Zum ersten Mal sehe ich Tränen in seinen Augen. Mir wird überdeutlich, was für einen Verlust er erlitten hat. Er hat seinen Bruder verloren - nach unzählbar vielen gemeinsamem Jahrhunderten. Ich kann nicht anders als ihn in den Arm zu nehmen. Bei seiner Größe läuft es darauf hinaus, dass er mich in seinen Armen hat.
„Warum hat er das getan?", wispert er gegen meine Haare. „Warum wird er ausgerechnet jetzt, wo es ihn das Leben kostet, zum Helden?"
„Ich weiß es nicht.", sage ich. Es tut weh, an gestern zu denken. Das Ganze macht in der Tat keinen Sinn. Unsere Welt hat Loki nicht viel bedeutet. Er wollte immer zurück nach Asgard. Wobei es natürlich die Möglichkeit gibt, dass es um etwas völlig Anderes ging… etwas ganz Persönliches. Ich zähle eins und eins zusammen und komme zu einem Ergebnis: Loki war noch nie einfach. Und seine Gefühlswelt noch viel weniger.
„Es war ein Plan.", sage ich mit einer Bestimmtheit, die mich selbst überrascht. „Er wusste, dass man diesen… Sprung nicht überleben konnte. Er wollte nicht, dass du es tust, also hat er es selbst getan. Er hat seinen Tod mit eingeplant, um sich vor dir für diese selbstlose Tat nicht rechtfertigen zu müssen. Er wollte nicht vor dir stehen und eingestehen müssen, dass du ihm noch etwas bedeutest oder dass er eigentlich zu den Guten gehören will. Er hat es für dich getan." Ich höre Thor schniefen. Darum flüstere ich die nächsten Worte, in der Hoffnung, dass es die Bedeutung ein wenig sanfter macht: „Das war die Liebeserklärung an seinen großen Bruder, für die er nicht gerade stehen wollte."
Ich muss gestehen: Ich habe bei diesem Kapitel geweint.
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