Titel: Für immer
Autor: Ayu
Fandom: CSI: Miami
Charaktere: Ryan Wolfe, Calleigh Duquesne (CaRWaSh)
Thema: #26 Band
Disclaimer: CSI: Miami gehört leider CBS und nicht mir und dementsprechend leihe ich mir die Charaktere auch nur aus. Und ich mache hiermit noch nicht einmal Geld…
Word Count: 1.082
Anmerkung: Inspiriert durch „Letzte Bahn" von Silbermond-
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Es war schon ein komisches Gefühl für sie vor seiner Wohnung zu stehen und zu wissen, dass sie nicht nur ihm sondern auch sich selbst mit diesem Besuch vielleicht mehr weh tun würde, als sie es jemals für möglich gehalten hatte. Doch im Endeffekt war sie sich sicher, dass es auf lange Sicht das Beste sein würde. Niemals hatte sie es so weit kommen lassen wollen. Als sie sich am Anfang tragen, war es nur wie zwei normale Arbeitskollegen, doch irgendwann entwickelte sich mehr daraus. Calleigh konnte beim besten wissen nicht mehr sagen, wann sie das erste Mal neben ihm aufgewacht war. Aber sie würde sicher niemals das schlechte Gewissen vergessen, welches sie gepackt hatte, als sie sich daran erinnerte was sie am Abend zuvor voller Leidenschaft geflüstert hatte.
„Ich liebe dich"
Diese kleinen, lieblichen Worte, die nicht einmal der Wirklichkeit entsprachen. Es war einfach über sie gekommen und die Gefühle die Ryan in ihr hervor gerufen hatte, waren nicht ganz unschuldig daran gewesen, doch sie hatte eindeutig gewusst, dass egal wie gut sie sich in diesem Moment auch gefühlt hatte, ihre Gefühle für den braunhaarigen Mann rein freundschaftlich waren. Doch nachdem sie das Strahlen in seinen Augen gesehen hatte und eben jene Worte ebenfalls von ihm gehört hatte, konnte sie sie nicht einfach wieder zurück nehmen. Ihm sagen, dass es ein Fehler gewesen war und sie nichts weiter für ihn empfand. Sie konnte es einfach nicht.
Und nun stand sie hier, vor seiner Tür um ihm zu sagen, dass das was sie verband ein Fehler war. Doch wenn es so war, wieso zitterten ihre Hände und wieso verkrampfte sich ihr Innerstes beim Gedanken daran ihn verlassen zu müssen? Natürlich würde sie ihn verletzen, dass war ihr bewusst, doch war es wirklich nur das was ihr dieses schlechte Gefühl beschwerte? Sie wusste es einfach nicht mehr. Was machte es ihr so schwer, dass sie nicht einmal klingeln konnte und das obwohl sie nun schon seit einiger Zeit hier draußen stand und nachdachte?
Es trieb sie in den Wahnsinn, doch sie wusste, dass sie heute endlich etwas unternehmen musste, ehe es noch schlimmer wurde. Immerhin würde es weder ihr noch ihm helfen, wenn sie sie beide noch weiter quälte, es hinauszögerte und am Ende nur noch mehr Leid verursachte, als sie es ohne hin schon tat.
Seufzend und sich innerlich auf die Konfrontation vorbereitend hob sie schließlich Zitternd ihre Hand und betätigte die Klingel. In diesem Moment hätte sie nichts lieber getan, als sich einfach umgedreht um wieder zu fahren und so zu tun, als wäre dieser Abend nie gewesen und sie hätte niemals versucht sich von ihm zu trennen. Doch ehe sie auch nur weiter über etwas in dieser Richtung nachdenken konnte, hatte Ryan auch schon die Tür geöffnet und blickte sie verwundert an.
Calleighs Herz verkrampfte sich schmerzhaft, als sie sah wie sein überraschter Ausdruck sich in ein strahlendes, freudiges Lächeln verwandelte, als er zur Seite trat um sie hinein zu lassen.
Tief durchatmend und schnellstmöglich die Wohnung betretend ging Calleigh an ihm vorbei, die Nervosität deutlich ins Gesicht geschrieben und sie bemerkte aus den Augenwinkeln, wie sein Lächeln langsam aus seinem Gesicht wich, um einem besorgten Ausdruck platz zu machen, der es i9hr fast unmöglich machte ihn auch nur weiter anzusehen.
„Wir müssen reden, Ryan." sprach Calleigh schließlich und war froh darüber, dass ihre Stimme ruhig klang und nichts von ihrer inneren Aufruhr zeigte. Diese Worte schienen ihr plötzliches Auftauchen zu erklären und nahmen sich gleichzeitig jede Möglichkeit des Rückzugs, denn nun würde er Antworten erwarten, dass wusste sie. Und so wartete sie einen Moment ab, in dem sie ihre Gedanken sortierte und sich auf das Sofa setzte. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie angespannt, wie Ryan sich ebenfalls auf dem Sofa nieder ließ, die Sorge nun noch mehr gefestigt.
„Was ist denn los?"
Die sanften Worte, als müsse er aufpassen, dass sie nicht zerbreche, es machte sie wahnsinnig. Liebend gerne hätte sie einfach ihre Arme um ihn geschlungen und alles vergessen, weswegen sie her gekommen war, aber das konnte sie nicht tun. Doch eine kleine Stimme in ihrem Inneren schien ihr zu sagen, dass es durchaus ginge, dass sie nur verwirrt war. Und da war sie sich sicher. Calleigh war jedoch bewusst, dass sie unter keinen Umständen nun in eine innere Diskussion darüber verfallen konnte, wieso sie so verwirrt war. Das was sie nun tun musste, war Ryan schnell und präzise klar machen, dass die Beziehung zwischen ihnen Beiden so nicht mehr funktionieren konnte. Aber wie sollte sie das tun, wenn ihr Herz so schmerzte und ein Teil ihres Bewusstseins ihr sagte, dass sie das nicht tun wollte?
„Ich…" begann sie schließlich stockend, doch als sie aufsah und in die Augen ihres Gegenübers sah, schien ihr Herz einen Moment lang stehen zu bleiben, ehe es umso heftiger schlug. Es raubte ihr den Atem und sie wollte nichts anderes tun als einfach nur zu vergessen. Sein Blick hielt sie gefangen, ließ ihre Zweifel schwinden und auch wenn sie sich immer noch sicher war, dass ihre Beziehung auf einer Lüge aufgebaut war, kam sie doch nicht umher sich einzugestehen, dass ihre Gefühle sich doch gewandelt hatten. Zu fixiert auf der Tatsache, ihn belogen zu haben hatte sie nicht bemerkt, wie die Freundschaft sich in Liebe gewandelt und ihre Lüge zur Wahrheit wurde.
Calleigh hatte das Gefühl, dass ihr Kopf mit einem Mal vollkommen leer gefegt war, als sie sich einfach erschöpft an ihn lehnte. Verwirrt und besorgt legten seine Arme sich beinahe zögerlich um sie und Calleigh konnte nicht anders als zu lächeln. „Ich bin müde…" murmelte sie schließlich als würde es alles erklären. Mit geschlossenen Augen merkte sie, wie Ryan sie ein wenig näher zu sich zog und sie war sich sicher, dass er sich Gedanken über ihr seltsames Verhalten machte. Sie wollte lieber nicht wissen, was für Schlüsse er daraus ziehen würde. Sie jedenfalls war sich nun sicher.
„Ich habe viel nachgedacht, aber jetzt weiß ich es endlich." murmelte sie erneut, blickte schließlich zu ihm hinauf und lächelte zaghaft. „Ich liebe dich" hauchte sie dann und zum ersten Mal in ihrer Beziehung schien es ihr, als wenn diese Worte wirklich die Bedeutung hielten, die sie halten sollten. Es kam ihr fast so als hätte sich das zaghafte Band, welches ihre Beziehung gehalten hatte nun gefestigt, nun da sie sich sicher sein konnte. Und so setzte sie sich auf, lehnte sich zu ihm, während das Lächeln immer größer wurde und sie ihm einen Kuss auf die Lippen hauchte. „Ich liebe dich"
