Zwischen den Zeilen

Es ist Nacht und eine schöne Frau begibt sich in einen finster blauschimmernden Jazzclub.

If you were here beside me
Instead of New York

If the curve of you was curved on me
I'd tell you that I loved you
Before I even knew you
'Cause I loved the simple thought of you

Katherine ist schon länger in New York. Sie flirtet mit Barkeeper die ihr Blut getränkte Drinks servieren. Sie ist im dunkelsten Jazzclub angelangt um wieder den Barkeeper zu bezirzen. Sie setzt sich an einen Tisch und durch die Glasfassade sieht man die Lichter der Stadt. Der Schnee fällt in die Nacht und Katherine ist in Gedanken. „Ist hier frei?" Sie blickt auf und ihre Augen beginnen zu Lächeln. „Sicher!" Er nimmt Platz und hebt sein Bourbon Glas. „Auf dich!" „Nein…auf dich!", funkelt sie ihn an.

Sie sind in einem Hotelzimmer. Katherine erhebt sich und Elijah zieht sie an sich heran. Er sieht sie lange an und sie umarmt ihn langsam, innig und zärtlich. „Meine Enkel wurden ermordet, abgeschlachtet vor meinen Augen und ich konnte nichts unternehmen." Elijah legt seine Lippen auf ihre Stirn. „…ich auch nicht! Verzeih dir selbst, denn es war nicht deine Schuld." Sie atmet tief ein als würden seine Worte sie berühren. „Ich hätte mich Stellen sollen." „Und selbst in den Tod gehen?" Er zieht ihr Kinn nach oben. „Glaubst du das hätte Klaus aufgehalten?"

„Eine Verabredung?! Einmal alle tausend Jahre?", beugt sie sich zu ihm. „Was spricht dagegen?" „Weißt du noch im French Carter? Du warst da so redsam, hast etwas zu viel getrunken…" Nun nähert auch er sich ihr. „Charlotte meinte, du machst dies immer, wenn du nervös bist!" „Ach, sagt sie das?", lächelt er ihr zu. „Bei dir hat man immer diese erotisierenden Schwingungen…" „Aber in einer netten Arte und Weise?!" Katherine lacht in ihren Drink. „ Wenn man es denn mag!" und dabei berühren seine Fingerspitzen sanft ihren Handrücken.

If our hearts had never broken
Well there's no joy in the mending
So much this hurt can teach us both
There's distance and there's silence
Your words have never left me
They're the prayer that I say every day

Langsam und konzentriert nähert sich Katherine ihm und hält kurz vor seinen Lippen inne. So als wolle sie jede einzelne Sekunde auskosten, welcher der Augenblick ihr nun bietet.

Komm her, komm näher, komm zu mir

„Kann es sein, dass du mit mir spielst?" „Spielst du denn mit?" „Wie kann ich mit dir spielen, wenn ich die Spielregeln nicht kenne?" Und wieder ist sie ihm unendlich nah. „Keine Spielregeln, erinnerst du dich nicht?", lächelt sie unschuldig. Elijah lehnt sich zurück und lächelt verschmilzt wissend in seinen Bourbon. Sie legt ihren Zeigefinge auf ihre Lippen. „ Du gabst mir sein Tagebuch…das kostbarste was ich im Moment besitze…und mein einziges Bild von ihr." „Ich möchte nicht, dass du das Mädchen aus dem Rosengarten verlierst. Sie hat mich verzaubert und dieser Zauber wehrt noch immer." „Danke", formen ihre Lippen. Sie nippt an ihrem Drink und wendet sich ihm wieder in verführerische Art und Weise zu. „ Was wirst du mit mir anstellen?" Er lehnt sich nach vorne. „Dieser Plan ist noch nicht durchdacht, aber wie sagt man so schön? Ich arbeite dran." Katherine lacht auf.

Sie liegen im Bett und Katherine's Kinn liegt auf seiner Brust. „Ich liebe es, nicht mit dir zu schlafen…und du musst wissen, dass du der Einzige bist, mit dem ich das tue!" „Ich fühle mich geehrt." „Sollst du auch…", schmunzelt Katherine. „ Ich habe nicht die geringste sexuelle Anziehungskraft auf dich, welch Kompliment." „Stimmt…du bist nämlich nicht der erotische Original…" „Das kränkt mich jetzt sehr und du mein Fräulein bist auch nicht im geringsten sexy…eher eine Art Großmutter Erotik liegt hier neben mir im Bett…" Sie schlägt seinen Arm. „Großmutter Erotik!", erhebt sie sich und will beleidigt gehen. „Komm zurück ins Bett…!"

Nachdem sie sich von einem Pagen genährt hat, verlässt sie den Vorraum und geht zurück ins Schlafzimmer. Elijah steht nun auf und versteht ihre Blicke. Auf der anderen Seite des Bettes bleibt sie stehen.

„Ich sah dich beim Aufzug." „Ja…" „Du hast mir zu gewunken. Ich war irritiert." „Ich weiß…Originals winken gewöhnlich nicht." „ Nun ... Da warst du eben!" „Und ich wollte dich." Sie nähert sich ihm auf wenige Zentimeter. „Manchmal denke ich so, was wäre wenn wir eine Auszeit nehmen…" „Das denke ich auch." Ihr Blick spricht nun Bände. „Was bedeutet für uns schon eine Auszeit, wenn wir doch ewig leben?" „Ja, als ich dich bei der Bar sah, dachte ich mir, was wäre wenn wir eine Auszeit nehmen würden?" „Du imitierst mich.", lächelt sie ihn wieder an.

Katherine öffnet ihr Haar, während er sein Hemd auszieht. Dann beginnt sie ihr Kleid aufzuknüpfen. Er nähert sich ihr und seine Hand gleitet über ihren dunklen BH. Schließlich zieht sie ihr Kleid über ihren Kopf. Katherine's Augen fordern ihn auf sich auch auszuziehen. Er gehorcht und lacht dabei…

„Wo wären wir nur ohne Klaus?", sediert sie in ihren Drink. „Sag du es mir?" „Sicher zusammen und nicht immer getrennt." „Klaus ist heute nicht hier…", sieht er sie an. „Oder siehst du ihn?"

Come on, come out, come here, come here
Come on, come out, come here, come here

Sie landen auf den Bett und Elijah liegt auf ihr. Draußen fällt immer noch der Schnee… Bevor sich ihre Lippen berühren, zögert nun auch er. „Und so küsst ein nicht recht erotisch anziehender, Mann … eine alte Frau.", flüstert sie ihm zu. Er zeichnet ihre Lippen nach und seine Hände bahnen sich einen Weg über ihre Wangen zu ihrem Nacken. Und dann folgt ein leidenschaftlicher Kuss. Und seine Hand gleitet langsam ihren Körper entlang, während sie seine Lippen genießt.

„Soviel ich weiß, ist er nirgendwo…", lässt sich Katherine darauf ein. „Lass uns von hier verschwinden!", reicht er ihr seine Hand und gemeinsam gehen sie aus dem finster blauschimmernden Jazzclub.