EINIGE KLEINIGKEITEN; WEIL DANACH GEFRAGT WURDE:
Hermine und Snape gehen in dem entpsrechenden Kapitel nicht auf Hermines Jungfräulichkeit ein – aber ich bin sicher, daß sie nach diesem Kapitel noch darüber gesprochen haben... das habe ich dann halt nur nicht mehr geschrieben – es ist nicht der elementare Teil des Kapitels gewesen und da ich nicht ALLES schreiben kann und will, ist das im Kapitel unter den Tisch gefallen. Ich weiß, daß Junfräulichkeit für viele Leser sicher ein ganz wichtiges Thema ist. Für Snape ist es das nicht und Hermine macht auch nicht den riesen Wirbel darum... und was genau die zwei dann doch dazu gesagt haben, erfahrt ihr halt leider nicht – obwohl sie natürlich etwas dazu gesagt haben...
Daß der Zeitsprung so groß war, zeigt ebenfalls, daß ich nicht alles schreibe... ich will einen Abschluß des siebten Buches, der mir gefällt... dh. Ich muß ebenfalls bis 19 Jahre in die Zukunft und dafür sorgen, daß Snape lebt und sogar sein Glück gefunden hat...
So und nun zum Wichtigsten. Ich habe das letzte Kapitel vor dieser Story und noch ein paar Mal während dieser Story gelesen. Ginny wird explizit mit „Mum" angesprochen und ich Ron und Harry werden als „father" bezeichnet. Sie werden also konkret als Eltern benannt. Bei Hermine ist das nicht so... es ist lediglich so, daß Ron erklärt, er sei froh, daß seine Rose den Verstand ihrer Mutter geerbt habe... okeeey – natürlich meint er damit Hermine – ABER das steht da nicht... insofern kann er auch irgendeine andere – seine - sehr intelligente Frau meinen – wie z.B. eine Ravenclaw wie Cho. Und daß Hermine dann dazwischengeht, als Ron seine Rose auf Scorpius hetzen will ist auch nur zu normal. Ich WEISS, daß es so nicht gedacht ist, aber den Zeilen des Kapitels nach, kann Hermine genausogut die Patentante von Rose sein... Warum sie mit Ron die Kinder zum Zug bringt und nicht Cho wird auch sehr simpel erklärt werden. Ich werde also dafür sorgen, daß Hermine am Ende ebenfalls am Bahnhof steht und sich die ganze Szene so abspielt – und dann gehe ich übrigens noch ein kleines Stück darüber hinaus... –g-
Kapitel 13
Voldemorts Tod + 8 Jahre und 1 Woche
Hermine hatte noch immer das Gefühl, daß alle sie merkwürdig ansahen, wenn sie durch die Gänge im Ministerium lief. Mitarbeiter, die sie sonst nie angesehen hatten, wendeten plötzlich kurz und wie irritiert den Kopf in ihre Richtung, wenn sie vorbeiging. Erst hatte Hermine es auf das Symbol auf ihrem Körper geschoben, dann hatte sie angefangen, sich zu sagen, daß sie es sich nur einbilde – aber inzwischen war sie wieder bei der ersten Version und so stolz sie auf das Zeichen war, soviel Unbehagen bereitete ihr der Gedanke, daß vor den falschen Leuten herauskommen könnte, was sie getan hatte. Sie hatte keine Angst davor, denn sie stand zu ihrem Tun, aber sie wollte ihren Job ungern aufgeben...
Der heutige Tag war halbwegs normal herumgegangen und sie wollte noch einige Kleinigkeiten in der Winkelgasse einkaufen. Wie immer war der Buchladen ihre erste Anlaufstelle... Es war kurz vor Ladenschluß und das Geschäft war relativ leer. Hermine ging auf der Suche nach einigen konkreten Titeln die Gänge entlang und erstarrte, als sie um das letzte Regal herumging.
Draco Malfoy stand dort und sah sie ebenso erschrocken an, wie sie ihn.
Er war auf eine Weise älter geworden die einen glauben ließe, es seien mehr als acht Jahre vergangen. Aber er sah seinem Vater inzwischen immer ähnlicher. Er war zwar nobel gekleidet, aber auf eine Weise, wie Severus sie früher getragen hätte. Er war optisch eine seltsame Mischung aus Lucius Malfoy und Severus Snape.
Einen kurzen merkwürdigen Moment überlegten beide, wie sie auf dieses Aufeinandertreffen reagieren sollten, dann nickten beide höflich und schwiegen.
Das Buch, das Hermine suchte, konnte nur noch in diesem Regal zu finden sein und Draco schien es nicht anders zu ergehen und so standen sie eine Weile still nebeneinander, während ihre Augen die Rücken der Bücher absuchten.
Als Hermine ihr Buch endlich gefunden und aus dem Regal herausgezogen hatte, wollte sie sich von Draco mit einem erneuten höflichen Nicken verabschieden, aber dazu kam es nicht.
Draco sah sie an – offenbar schon eine ganze Weile und seine Stirn war in Unglauben gerunzelt.
„Was ist?", fragte Hermine leicht nervös.
Draco schien sehr genau zu überlegen, ob er ihr auf diese Frage eine Antwort geben sollte. Dann schüttelte er den Kopf und murmelte „Nichts.", sah sie aber trotzdem weiter intensiv an.
„Was ist?", fragte Hermine etwas eindringlicher noch einmal.
Draco kam einen Schritt näher auf sie zu, sah sie an und legte dann den Kopf auf eine sehr seltsame Weise etwas schräg, so als horche er nach etwas.
„Das kann nicht..." murmelte er erneut und streckte dann die Hand nach ihr aus.
Er stand so dicht bei ihr, daß er sie problemlos berühren konnte und er legte, ohne sie zu fragen, seine flache Hand unmittelbar unter ihrem Hals auf ihre Front.
„Was soll das?", fragte Hermine erschrocken und ging einen Schritt zurück.
Er ließ sie los.
„Hier ist es nicht, aber ich spüre es.", erklärte er in vorsichtigem Tonfall.
„Was spürst du?", fragte Hermine obwohl sie exakt wußte, was er meinte.
„Hör auf Granger", zischte er sie auf genau die Weise an, wie sie es von früher gewont war. „du kannst mir nicht erzählen, du wüßtest nicht, wovon ich rede. Es ist frisch und sehr rein. Wie alt? Zwei Wochen? Drei Wochen?"
Hermine schwieg, weil sie nicht wußte, wie sie darauf reagieren soll.
„Ich hatte meine ersten schon, als wir noch in der Schule waren" erklärte er plötzlich und knöpfte das Handgelenkstück seines Anzuges auf . Als er es ein Stück hochzog, wurden drei Runen sichtbar, die zwischen seinem Handgelenk und seinem Ellenbogen auf der Innenseite seines Armes angebracht waren.
„Du bist mutig, mir das einfach so zu zeigen, Draco."
Er lächelte sarkastisch.
„Nicht wirklich. Es ist dem Ministerium bekannt, daß ich sie trage, sie wurden bei meiner Verhandlung genauestens dokumentiert. Ich bezweifel allerdings, daß dein Zeichen beim Ministerium dokumentiert ist?"
„Willst du mich jetzt damit erpressen?"
Draco sah sie an, als denke er über diese Idee nach. Aber dann grinste er erneut und schüttelte den Kopf.
„Nein... natürlich nicht."
Das ‚natürlich' war für Hermine keineswegs selbstverständlich gewesen, aber sie war erleichtert, daß er das sagte.
„Aber ich möchte es sehen.", erklärte er sofort hinterher.
„Wie bitte?"
„Du hast mich richtig verstanden, Granger. Ich möchte es sehen. Es macht doch für dich jetzt keinen Unterschied, oder?"
Hermine zögerte. Auf der einen Seite hatte er Recht, auf der anderen Seite war das Symbol selbst eine so private Angelegenheit für sie, daß sie es eigentlich nicht zeigen wollte. Und obendrein war er ein Malfoy!
„Warum hast du überhaupt gewußt, was es ist?", fragte sie, anstatt ihm eine Antwort zu geben.
„Weil ich mich in der Materie auskenne. Ich bin überzeugt, daß es im Prinzip jeder merkt, solange es so frisch ist, aber nur wer weiß, was es ist, erkennt es als solches, wenn er nahe genug bei dir steht. Jeder andere Depp hält es vermutlich für ein gelungenes Parfum, das deine Ausstrahlung verändert. Wobei du noch den Bonus haben dürftest, daß dir selbst die, die wissen müßten, was es ist, DIR nicht zutrauen, daß du sowas machst."
„Ach, aber du traust es mir zu?" giftete sie ihn an.
Draco hob die Augenbrauen, wodurch er seinem Vater noch ähnlicher sah.
„Außer deinen beiden Heldenfreunden dürfte es niemanden geben, der dich so gut kennt, wie ich. Oder siehst du das anders? Dir traue ich alles zu."
Hermine konnte das Schmunzeln bei dem Gedanken an Severus gerade eben so unterdrücken und unvernünftigerweise stieg nun langsam der Stolz über ihr Zeichen in ihr auf. Sie wußte, daß falsch war, was sie jetzt tun würde und trotzdem tat sie es...
„Nun gut... Vermutlich hast du Recht."
Sie knöpfte ihre Bluse unter ihrer Brust zwei Knöpfe weit auf und zog sie dort auseinander, so daß das Schlangensymbol sichtbar wurde.
Draco, der sich ein Stück nach unten beugte, um sich anzusehen, was sie zierte, riß die Augen auf.
„Das ist großartig", flüsterte er. "Ich kannte mal jemanden, der dieses Zeichen trug."
Aber plötzlich sah er genauer hin, kam langsam näher und näher Das Bewundern änderte sich mit jedem Detail des Bildes das er wahrnahm erst in blankes Erstaunen und wandelte sich dann immer offensichtlicher in Wut.
„Wie kannst du es wagen!", zischte er so laut, wie es gerade eben möglich war, ohne Aufmersamkeit zu erregen.
Er richtete sich auf , packte sie am Oberarm und drückte fest zu, um sie etwas zu schütteln.
„Hast du Miststück wirklich gar keinen Respekt?"
Hermine wußte nicht, wie ihr geschah.
„Was ist los? Was stimmt damit nicht?", fauchte sie ihn an und versuchte, aus seinem Griff herauszukommen.
Mit einem Ruck ließ er sie los und stieß sie gleichzeitig ein Stück von sich weg.
„Das weißt du ganz genau!" er deutete auf ihre Mitte, die sie gerade wieder mit fliegenden Fingern vor seinen Augen verbarg und die Knöpfe schloß. „Das ist das Zeichen von Severus Snape. Niemand außer ihm hat das Recht es aufzubringen! Woher hast du die Vorlage? Woher?"
Hermine starrte ihn an.
„Das Zeichen von Severus? Das ist sein eigenes Symbol? Ich wußte daß es von ihm ist, aber woher kennst du es?" Snape hatte ihr gesagt, daß er dieses Bild erschaffen hatte, er trug es selbst auf der Brust, direkt über seinem Herzen und hatte es dort sogar selbst angebracht – das alles wußte sie - aber er hatte nicht erwähnt, daß es für irgendwen als ‚sein' Symbol erkennbar sein würde...
„Er ist so lange Jahre in unserem Haus ein und ausgegangen, daß mir dieses Symbol immer wieder begegnet ist! Er selbst hat es auf der Haut gehabt! Die gedrehte Schlange ist ein Symbol, dem man immer wieder begegnet, aber diese konkrete Schlange mit diesen konkreten Details... Wer hat dich damit gezeichnet?"
Er packte sie erneut und legte seine flache Hand nun mit Druck auf die Stelle, auf der das Symbol noch nicht ganz abgeheilt war.
Hermine zuckte zusammen, als Draco das Bild, nur von Stoff getrennt, berührte.
Draco wollte noch irgendetwas sagen, aber plötzlich verstummte er und sah sie, wenn das überhaupt möglich war, mit noch erstaunterem Gesicht an.
„Es... es fühlt sich so vertraut an, als wäre es wirklich von ihm selbst. Er hat mich, als ich noch sehr klein war, oft herumgetragan, ich kenne dieses Gefühl in und auswendig." Er geriet ins Stottern und runzelte verwirrt die Stirn. „als habe er selbst es..."
Hermine wollte sich ihm entziehen, schob seine Hand mit einem Ruck von ihrem Bauch weg und brache etwas Abstand zwischen sie.
„Großer Merlin...", flüsterte Draco und Hermine konnte sehen, wie er Gedanke für Gedanke die richtigen Schlüsse zog.
Seine Reaktion auf diese Schlüsse hätte sie allerdings nicht erwartet.
„Bitte sage mir, das er lebt..." hauchte Draco und Hermine hatte noch nie soviel Hoffnung in irgendjemandes Augen gesehen und gleichzeitig blickte er doch auch todtraurig, weil er wußte, wie unwahrscheinlich seine Hoffnung war.
Dieser Ausdruck in seinem Gesicht, dieses offene Flehen in seinen Augen... Hermine hatte gar keine andere Chance als nachzugeben...
... sie nickte...
Draco schlug sich beide Hände vor's Gesicht.
„Oh Gott... wie kann das sein?! All diese Jahre... aber Nagini... Voldemort selbst sagte doch... die Hütte..."
Er stammelte all dies in einem beinahe weinerlichen Ton.
Er kam wieder zu Hermine und faßte sie an, diesmal allerdings nur regelrecht vorsichtig bei den Schultern.
„Er hat das gemacht?"
Sie nickte erneut und fragte sich, ob Severus ihr jemals verzeihen würde, was sie hier gerade tat. Doch der Wunsch von Draco, daß Severus lebte wurde nur noch übertroffen von Hermines Wunsch, das Wissen, daß es in der Tat so war, mit irgendjemandem zu teilen...
„Vor einer Woche, bei uns zuhause."
„Bei... euch? Du lebst mit ihm zusammen?" er stellte nichts mehr in Frage, saugte nur jedes ihrer Worte tief in sich auf.
„Wer hat damals... hast du ihn...?"
„Ich habe ihn in der Heulenden Hütte gefunden und ein Talisman von Albus hatte ihm das Leben gerettet. Allerdings war er trotzdem halbtot."
Draco gab einen wütenden Laut von sich, als er sich erinnerte.
„Uns haben sie damals nicht zu ihm gelassen. Wir wollten nach dem Kampf von der großen Halle aus sofort zu ihm, aber sie haben uns sofort mitgenommen und wir mußten tagelang Aussagen machen. Wir haben immer wieder gefragt, ob irgendjemand sich um seinen Leichnam gekümmert hatte. Aber man sagte uns nur immer wieder, das sei nicht unsere Angelegenheit und das würde irgendwer erledigen. Wir wollten ihn holen, aber als wir endlich frei waren, war er fort."
Hermine lächelte ihn traurig an.
Die Malfoys hatten ihn holen wollen...
„Danke", flüsterte Hermine.
Draco sah sie verwirrt an.
„Wofür?"
„Dafür, daß ihr ihn holen wolltet..." gab sie kryptisch von sich.
Draco verstand nicht, worauf sie hinauswollte, und ging darüber hinweg.
„Darf ich... zu ihm?"
Hermine überlegte.
„Er wird mir den Kopf abreißen, Draco – aber komm mit."
Sie bezahlte das Buch, das sie haben wollte und gemeinsam verließen sie den Laden. Als sie auch die Winkelgasse verlassen hatten, fasste sie Draco an der Hand und einen Moment später war dort, wo sie gestanden hatte nur noch ein kleiner Windhauch, der einen Wimpernschlag später ebenfalls verschwunden war...
TBC
