Die drei fuhren im Auto. Dima fuhr, Sascha saß neben ihm als Beifahrer und Julia saß hinten und kloppte Sprüche mit Sascha in die Kamera. Und die zwei halfen mit, die Gerüchte über sich zu entfalten, in dem sie so was sagten wie "sie hätten viele Kinder zusammen gemacht". Das erfreute Dima nicht besonders, da nun wieder viele ihrer Zuschauer denken würden, dass die zwei miteinander gingen, obwohl er genau wusste. dass es nicht so war.

Keiner der beiden war mit Julia zusammen, und auch keiner der beiden war der Vater von Max. Das hielt sich aber noch Hartnäckig fest, und immer mal wieder stieß einer von ihnen auf so einen Kommentar. Sie kannten Julia schon, seit sie klein waren. und sie war auch schon seit ihren Anfängen auf Youtube dabei. Es sagten zwar viele, dass sie Julia nur ausnützen würden, aber das war keineswegs der Fall. Julia machte das freiwillig; sie zwangen sie also zu nichts.

Noch dazu war sie nicht wirklich der Typ, den sie beide attraktiv fanden. Zugegeben, sie war hübsch, hatte einen tollen Körper und man konnte mit ihr rumalbern, aber die beiden sahen sie eher als Freundin. Als gute Freundin aus Kindestagen, nicht mehr und auch nicht weniger.

Julia und Sascha alberten also rum, und er gab hin und wieder seine Sprüche dazu. Er wusste ja, dass die beiden das nicht wirklich ernst meinten, was sie sagten, aber es störte ihn schon ein wenig. Er dachte an die möglichen Kommentare, die sie wieder bekommen würden. Sascha war nicht mit Julia, sondern mit ihm zusammen. Zwar wollte er auch (noch) nicht, dass Allerwelt von ihnen wusste, aber er wollte auch nicht, dass die Leute dachten, er wäre mit jemanden anderes zusammen. Er war zwar nicht wirklich der eifersüchtigere Typ, aber es gefiel ihm trotzdem nicht.

Aber trotz allem machte es Spaß, wieder mit Julia abzuhängen und aus ihrer Wohnung rauszukommen. Mal was anderes zu tun als drinnen oder auf der Arbeit zu hocken. Sie drehten zwar wieder ein Video, aber das machten sie gerne, es war immer noch ihr Hobby, und was war schöner, als ihr Hobby zu verrichten und gleichzeitig mit Freunden abzuhängen?

Sie hielten an den nächsten Bürger King, das sie langsam Hunger bekamen. Sascha hatte die Kamera in der Hand, und dieses mal alberte Dima rum, er ging zur Tür, machte sie aber nicht auf, summte eine Melodie und Julia stand hinter ihm. Sascha sah sie verwirrt an. "Was wird das hier?" fragte er, konnte sich aber sein grinsen auch nicht verkneifen. Sie gingen schließlich rein und dort schaltete Sascha die Kamera aus.

Sie hatten bestellt und saßen nun zusammen an einen Tisch. Dima und Sascha saßen eng nebeneinander, Julia ihnen gegenüber und grinste sie an. Sie quatschten über Belangloses, hier und da wollte Julia natürlich auch einiges über ihr Liebesleben wissen, woraufhin sie ihr antworteten. Sie rächten sich auch mit Fragen über ihr Liebesleben, wobei sie wussten, dass sie gerade in keiner war. Aber sie wusste, dass sie nur Spaß machten, und deswegen antwortete sie ihnen genauso ironisch wie sie ihr.

Danach fuhren sie tatsächlich noch eine Weile hin, bis sie wieder in ihre Wohnung fuhren, zusammen mit Julia, und schauten sich einen Film an. Zusammengekuschelt auf den Sofa mit ihrer Kuscheldecke, saßen sie da, jeder jeweils mit einer Flasche Bier in der Hand und Süßigkeiten, grinsten sie und amüsierten sich über den Film. Was gab es schöneres, als sich mit seinen besten Freunden zusammen zu kuscheln und einen Film zu schauen? Genau, gar nichts. Und das fand jeder der drei genauso.