[Aufnahme]

Tag Vierzehn.

Castle ist einer der frustrierendsten Menschen, die ich je getroffen habe. Ich bin so froh, dass ich diese Arbeit basierend auf meinen Interviews mit ihm nicht wirklich schreiben muss, weil ich nichts hätte, was ich dafür nutzen könnte. Er scheint einfach nicht in seinen Kopf zu bekommen, dass er nicht so charmant ist, wie er glaubt zu sein. Er ist so narzisstisch, dass er ernsthaft glaubt, Geschichten darüber wie er andere Frauen beeindruckt hat, brächten mich dazu mit ihm zu schlafen. Als ob.

Jeder würde glauben er interviewt mich. Er hat mindestens drei Fragen für jede von mir gestellt, und am Ende nur versprochen damit aufzuhören, mein Interview entgleisen zu lassen, wenn ich zustimme Morgen mit ihm auf eine Gala zu gehen. Zum Mitschreiben, ich habe nur zugestimmt, weil meine Tarnidentität das Interview braucht und weil ich die Ausrede brauchte, um mit ihm über seine Beziehung zu seinem Vater zu reden – was, wie ich vielleicht anfügen sollte, eine komplette Zeitverschwendung war, denn er weiß nicht mal wer sein Vater ist, davon, dass er vor Kurzem Kontakt hatte ganz zu Schweigen.

Immerhin habe ich eine Ausrede ihm Morgen bei diesem Event aus Sicherheitsgründen zu beobachten. Und ich freue mich darauf dieses Grinsen von seinem Gesicht zu wischen, wenn er mich in etwas anderem als meine utilitaristischen Outfits sieht, die 'Nikki' trägt.

Nicht, dass ich mich für ihn schön mache, oder sowas.

Ich muss shoppen gehen.

[Ende der Aufnahme]