Hi,
ich muss euch leider mitteilen, dass ich bis zum 24.08 im Urlaub bin und deswegen nicht weis, wann ich - nach dem heutigen Kapitel - dass nächste online stelle. Ich hoffe, dass ihr mir bis zum nächsten die Treue haltet und euch das Kapitel 14 für die Wartezeit ein wenig entschädigt.
Bei der Abstimmung haben Harry/Ginny ganz ordentlich aufgeholt, allerdings führen immer noch Harry/Hermine. Eine Bitte an dieser Stelle: Bitte stimmt immer nur einmal ab! Ich gehe allerdings bis jetzt davon aus, dass ihr euch auch daran gehalten habt. Also, hier die aktuellen Zwischenstände zu meinen Abstimmungen:
Paarings:
Harry/Hermine: 18
Harry/Ginny: 16
Es steht euch übrigens frei andere Paarings zu wählen.
Storyline beibehalten:
Ja: 10
Nein: 1
Wie bestimmt schon alle wissen, aber auch für alle Neu-Leser: Die Abstimmungen bleiben bis zu dem Kapitel offen, in dem Harry seinen Hogwartsbrief bekommt.
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14. Ich soll ein guter Lehrer sein?
Harry freute sich wirklich auf Montag, da an diesem Tag die Schule begann und er Hermine und Malcom wieder sehen würde. Gleichzeitig fühlte er sich aber auch unwohl.
/Man habe ich ein Deja-vu oder was? Jetzt habe ich schon wieder Muffensausen, genauso wie an dem ersten Schultag, nach der Schlägerei. Sie werden mir schon nicht den Kopf abreißen, oder mir die Freundschaft kündigen! Aber ich habe keine Geschenke für sie! Verdammt noch mal, reiß Dich zusammen und geh endlich auf sie zu/, dachte er und machte sich auf den Weg, Hermine und Malcom zu begrüßen.
„Harry, oh Harry, ich habe Dich ja so vermisst", wurde er von Hermine stürmisch begrüßt. Malcom der hinter ihr gestanden hatte konnte darüber nur schmunzeln.
„Hermine, lass Harry doch erst einmal Luft holen", lachte er. Und dann an Harry gewannt, „Hi Harry, wie waren Deine Ferien?"
„Äh…, also…, ganz gut…, eigentlich", druckste Harry herum.
„Warum eigentlich und was ist überhaupt mit Dir los?", wollte Malcom daraufhin verblüfft wissen.
„Nun ja…, wie soll ich es sagen? Also… ich habe keine Geschenke für euch!", stotterte Harry erst herum, um dann den letzten Teil des Satzes fast raus zu schreien.
„Harry, hör uns zu", sprach Hermine ihn an und sah dabei mit einem Seitenblick zu Malcom. Als dieser nickte fuhr sie fort: „Unsere Eltern haben uns erzählt, dass sie denken, dass Du kein Geld hast und wir Dir deswegen lieber nichts schenken sollten, weil es Dir bestimmt peinlich wäre. Malcom und ich haben darüber gesprochen und sind zu dem Schluss gekommen, dass es uns ganz egal ist und wir Dir trotzdem etwas schenken! Du bist unser Freund und damit basta!"
Harry Gesicht hatte sich während der Erklärung in eine Tomate verwandelt. Er wusste nicht was er dazu sagen sollte.
/Verdammt, sie hat ja Recht, trotzdem finde ich es nicht gut, dass ich ihnen nicht schenken konnte. Aber was soll ich machen? Die Geschenke zurückgeben? Nein, dass würde sie verletzen und außerdem gefallen sie mir auch zu gut! Scheiße, wenn ich mich dabei doch bloß nicht so schlecht fühlen würde/.
Und als hätte Malcom Harrys Gedanken erraten: „Harry, wenn es Dir unangenehm ist, mache ich Dir einen Vorschlag!"
Harry Kopf schnellte nach oben und sein Blick, der bis gerade eben den Boden noch äußerst interessant gefunden hatte, sah erwatungsvoll Malcom an.
„Wie genau meinst Du das?", fragte er dann auch gleich Malcom.
„Nun, Du weist doch, dass wir alle unter Richard und seiner Gang zu leiden haben" und mit einen Seitenblick auf Hermine fügte er hinzu, „ na ja, mehr Du und ich, Hermine wird ja aus irgendwelchen Gründen in Ruhe gelassen!"
„Ich kann doch auch nichts dazu", brüskierte sich Hermine!
„So meine ich das doch auch nicht, aber irgendwie ist das doch schon komisch, oder?", versuchte sich Malcom zu rechtfertigen.
„Hallo, können wir auf das eigentliche Thema zurückkommen. Was ist das nun für ein Vorschlag?" ging Harry dazwischen.
„Ach ja, wir beide wissen, das Du in Deiner Freizeit irgendeine Kampfsportart lernst. Und wir wollten Dich fragen, ob Du uns etwas beibringen könntest! Du musst wissen, unsere Eltern sehen das nicht so gerne und… nun ja, sie lassen mich und Hermine nicht ihn einen Verein! Aber wenn Du uns heimlich unterrichtest, wäre uns allen geholfen", ratterte Malcom seinen Vorschlag runter. Wobei er und Hermine sich ängstliche Blicke zuwarfen, da ihnen dies ein wenig unangenehm war.
Harry war völlig von den Socken, sie glaubten allen ernstes, dass er in einen Kampfsportverein ging und wollten, dass er sie unterrichtet. Doch dann fiel ihm das Gespräch zwischen ihren Müttern und Vernon ein, indem er so etwas angedeutet hatte.
/Scheiße, was soll ich jetzt machen! Ich habe gerade Mal ein Anfängerbuch über Tae-Kwon-Do gelesen und die Übungen daraus gelernt. Das reicht doch nicht um jemanden diese Sportart beizubringen! Ich könnte aber jedes Mal, wenn ich in der Nationalbibliothek bin, mir Bücher darüber ausleihen und ihnen dann das Gelernte beibringen. Aber wäre das nicht mogeln?/ dachte Harry.
„He Harry, möchtest Du uns nicht antworten?", fragte Hermine ihn nervös, da sie durch das lange zögern davon ausging, dass er nein sagte.
„Oh, entschuldigt, ich war gerade in Gedanken. Ihr müsst wissen, ich bin selber erst Anfänger und weis nicht, ob ich ein guter Lehrer wäre".
„Das macht nichts, Du bist von uns am Qualifiziertesten! Du könntest es doch versuchen, bitte!" antwortete Hermine.
„Also gut, aber ich garantiere für nichts", gab sich Harry geschlagen.
„Du bist der Beste", antwortete Malcom erleichtert, um dann fortzufahren, „wir sollten jetzt aber in die Klasse gehen, sonst kommen wir noch zu spät!" Und damit gingen die Drei in ihre Klasse.
Es war mittlerweile Freitag und Harry konnte den Samstag kaum erwarten. Er hatte sich vorgenommen, sich so viele Bücher über Kampfsport wie möglich auszuleihen und diese dann in der nächsten Woche durchzuarbeiten. Außerdem hatte er die ganze Woche, jede freie Minute, verschiedene Übungen aus dem alten Tae-Kwon-Do-Buch von Onkel Vernon geübt, um diese den anderen Beiden beizubringen.
Am Samstag wurde er wie üblich um 14.00 Uhr von Jane Granger abgeholt. Harry hatte sich schon ein kleines Programm zu Recht gelegt um Hermine und Malcom ein wenig Kampfsport beizubringen. Wobei seine ersten Stunden eher aus der Verbesserung der Kondition und der Beweglichkeit bestanden.
Jedoch hatte er noch 2 Probleme, denen er sich stellen musste. Das erste war, wie und wo sie üben sollten, da ja die Eltern der Beiden nichts mitbekommen sollten.
Hierfür hatte er allerdings schon eine Lösung gefunden, die ihn aber das Problem Nr.2 einbrachte, wie würden seine Freunde auf diese reagieren!?
Aus verständlichem Grund ging er deswegen etwas nervös die Stufen zum Haus hoch. Mrs. Granger hatte eine Art Floskelritual entwickelt. Genau zu dem Zeitpunkt, wenn die anderen Beiden die Treppe herunter kamen - um Harry zu begrüßen - sprach sie alle Drei mit immer ein und demselben Satz an:
„Nun ihr Drei was habt ihr denn heute so alles vor?", fragte sie an die Drei gerichtet. Zu Hermines und Malcoms entsetzen antwortete Harry auf diese Frage.
Dies war von Harry beabsichtigt, da dies seine Lösung für das erste Problem war: „Ich möchte ihnen die Wahrheit sagen Mrs.Granger", begann Harry, wobei dieser Anfang endgültig Hermines und Malcoms Gesichtzüge zum Entgleisen brachte.
„Wie meinst Du das, Du willst mir die Wahrheit sagen?", unterbrach ihn Mrs. Granger, doch ihr Tonfall deutete darauf hin, das sie ganz und gar nicht begeistert war von Harrys ersten Worten.
„Also die Wahrheit ist, das Hermine, Malcom und ich einen Deal abgeschlossen haben…"
„Haaarry", rief Hermine panisch.
„Ist schon gut Hermine, also Mrs. Granger, sie wissen doch, dass Hermine und Malcom mir zu Weihnachten etwas geschenkt haben?", als Jane nickte, fuhr er fort, „nun ja, ich konnte mir leider für sie keine Geschenke leisten und so haben wir einen Deal abgeschlossen…"
„Da waren wir schon, also was ist das für ein Deal?", fragte Jane sichtlich bemüht nicht ihre Ruhe zu verlieren.
„Vielleicht wissen sie, das Hermine und Malcom ziemlich schlecht, um nicht zu sagen katastrophal, im Sportunterricht sind…", auf den Gesichtern der Beiden breitete sich wieder etwas Farbe aus.
/Er hat einen Plan. Puh, ich habe mir schon Sorgen gemacht, dass er uns verraten könnte! Was für ein lächerlicher Gedanke! Aber katastrophal? Sind wir wirklich solche Nieten??/ dachte Malcom und auch Hermine hatte ähnliche Gedanken.
„…nun, unser Deal ist, dass ich sie körperlich in Form bringe, für ihre Geschenke."
„Harry, ich weis, dass Du in einem Kampfsportverein bist und…", begann Jane, wurde jedoch von Harry unterbrochen, „wie kommen sie denn darauf, dass ich in einem Kampfsportverein bin, Mrs. Granger? Ich kann ihnen versichern, dass dem nicht so ist!" dabei blickte er zu Hermine und Malcom und konnte an ihren Gesichtern erkennen, dass gerade Problem Nr.2 entstanden war.
„Oh, ich nahm es an, da Dein Onkel so etwas angedeutet hatte", sagte Jane verlegen.
„Nein, dem ist nicht so, sie können aber gerne meinen Onkel fragen, wenn sie es wünschen!"
„Nein, dass wird wirklich nicht nötig sein!" Danach schweiften ihre Gedanken ab. In ihrem Gesicht erschien kurz darauf ein Lächeln und sie fuhr fort, „Ich habe sogar den perfekten Ort für eure Übungen" und an Hermine gerichtet, „Hermine, ihr könnt doch unten im Billardraum üben, wir haben da doch sogar einige Sportgeräte", damit gab Jane ihr stilles Einverständnis.
Hermine ging still die Treppe zum Billardraum hinunter.
Als die Drei dort angekommen waren, sprach sie wütend Harry an: „Wie kannst Du es wagen meine Mutter so dreist anzulügen. Es ist eine Sache etwas hinter ihrem Rücken zu machen, doch das…, das ist das Letzte".
„Hermine, beruhige Dich, ich habe nicht gelogen. Ich bin wirklich in keinem Verein. Alles was ich kann - und ich muss gestehen, dass ist nicht viel - habe ich aus einem Buch!" antwortet Harry und versuchte dabei ruhig zu bleiben.
„Du bist in keinem Verein?", fragte ihn Malcom fassungslos.
„Nein, bin ich nicht. Ich kann verstehen, wenn ihr jetzt unsere Vereinbarung annulliert. Ich wollte euch damals nichts verheimlichen, doch ich wusste einfach nicht, wie ich euch die Wahrheit sagen sollte. Ich wollte euch jedoch nicht vorspielen, dass ich in einem Verein bin und euch damit hintergehen. Deswegen habe ich heute dieses Gespräch begonnen. Außerdem hoffte ich damit auch das Problem wo wir trainieren können zu lösen", antwortete Harry seinerseits bemüht nicht die Fassung zu verlieren, was ihm allerdings nicht sonderlich gut gelang.
Hermine und Malcom sahen sich kurz an, sie wussten, dass sie übertrieben hatten und dies tat ihnen nun Leid, also antwortet Malcom:
„Harry, Du bist immer noch der Beste, um uns etwas bei zu bringen und deswegen wirst Du nicht so einfach unsere Vereinbarung kippen können. Ich möchte mich außerdem bei Dir für mein Verhalten entschuldigen".
„Ich auch", kam es kleinlaut von Hermine.
Harry der sichtlich erleichtert war antwortete, „Schon gut, Schwamm drüber, ich würde sagen wir fangen an und vergessen das andere einfach".
Malcom und Hermine nickten, wobei sich in ihre Gesichter ein Lächeln stahl und kurz darauf begann Harry mit seinem Training.
Eine halbe Stunde später, hingen den Beiden ihre Zungen bis zum Fußboden und sie hechelten nach Luft, als ob sie kaum noch welche bekämen. Harry der dies sah, erlaubte ihnen 5 Minuten Pause.
„W…w…wer v…von uns, k… kam ei…ei…eigentlich auf d…d…diese be…bescheuerte Idee?", keuchte Malcom, wobei er kaum ein Wort heraus bekam.
„Du!", war Hermines einsilbrige Antwort.
Harry, der das ganze mit angehört hatte, lächelte erst und setzte dann ein fieses Grinsen auf, „Ich nehme Mal an, dass ihr euch gerade über eure tolle Idee unterhaltet, was ich euch gutes für eure Geschenke tun kann? Ich bin jedenfalls der Meinung, dass ich euch so richtig gut trainieren werde, anders kann ich euch eure tollen Geschenke ja nicht zurückgeben! Also auf auf, weiter geht's!"
Hermine und Malcom erhoben sich stöhnend und Malcom sprach theatralisch in den Raum, „Wir haben uns unsere eigene Hölle erschaffen!"
15 Minuten später brach Harry das erste Training ab, da die Beiden zu nichts mehr in der Lage waren. Nach einer „kurzen" Pause von gerade einmal 20 Minuten gingen alle - wobei man bei Hermine und Malcom eher von Schleppen reden musste - nach oben. Als Karl und Jane Granger ihre Tochter sahen, konnten sie sich ein Lachen nicht verkneifen.
„Wie seht ihr denn aus? Jane ich glaube Du hattest Recht, es war eine gute Idee. Dieses Bild von unserer Tochter werde ich nie vergessen!", brachte Karl unter seinen Lachern gerade so heraus.
„Dad!", schrie eine schmollende Hermine, was Karl und Jane nur noch mehr zum Lachen brachte. Jane hatte dann aber letztendlich ein Einsehen mit Malcom und Hermine:
„Was haltet ihr davon für heute Schluss zu machen und ich fahre euch in die Nationalbibliothek! Dort kann Harry dann auch sein Weihnachtsgeschenk einweihen!"
Hermine sah ihre Mutter dankbar an, „Das ist eine tolle Idee, oder? Los lasst uns hinfahren, bitte?"
Karl konnte nur schmunzeln und Malcom und Harry konnten bei diesem Blick von Hermine nur resigniert zustimmen. Wobei Malcom so oder so zugestimmt hätte, nur um einer weiteren Trainingseinheit zu entgehen.
In der Bibliothek angekommen machte sich Harry sofort daran seinen Teil der Abmachung einzuhalten und ging Schnurschnacks zur Abteilung über Bücher für Kampfsport. Dort angekommen, durchsuchte er die Reihen.
Nach 20 Minuten, war er fündig geworden. Er hatte sich für 4 Bücher entschieden. Zwei über fortgeschrittenes Tae-Kwon-Do, die die Titel „Tae-Kwon-Do für Fortgeschrittene" und „Tae-Kwon-Do was man noch besser machen kann" trugen und zwei über Fitness. Diese hießen, „Der Weg zur perfekten Kondition" und „So lerne ich jeden Muskel richtig einzusetzen" (Anm.: Die Titel sind frei erfunden). Danach durchstreifte er noch einige andere Abteilungen und fand noch ein Buch welches sein Interesse weckte. Es war ein Buch über Hieroglyphen und so nahm er dieses ebenfalls mit.
Als er meinte, dass er genug Bücher für eine Woche hatte – es waren ja nur fünf! - suchte er die anderen. Er fand sie nach kurzer Zeit und zusammen verließen sie die Bibliothek. Jane entschloss sich, als sie auf die Uhr schaute, Harry und Malcom von dieser direkt nach Hause zu fahren, da es schon 17.18 Uhr war und Beide um 18.00 Uhr zuhause sein mussten.
Hermine und Malcom waren sogar ein wenig froh, da sie befürchtet hatten, Harry würde noch eine neue Einheit festsetzen. Sie verabschiedeten sie sich voneinander und während Harry noch einige Arbeiten zu erledigen hatte, fielen Hermine und Malcom nachdem sie zuhause waren, todmüde ins Bett und schliefen keine 2 Minuten später tief ein.
So vergingen die nächsten Wochen und Harry hatte, ohne dass er es merkte, eine natürliche Veranlagung für das Unterrichten entwickelt. Hermine und Malcom hatten ihre Kondition sichtlich verbessert und auch schon einige Techniken erlernt. Ihre Fortschritte konnte man mit denen vergleichen, die man in einem richtigen Verein erreicht hätte und dort waren immerhin ausgebildete Lehrer. Diese Fortschritte waren für zwei so unsportliche Menschen beachtlich, jedoch konnte man sie keinesfalls als Sportskanonen bezeichnen. Das wussten sie auch, weswegen sie immer noch jede Konfrontation mit den Brutalos vermieden. Denn sie hatten sich vielleicht einige Kampftechniken angeeignet, doch die Brutalos kämpften nur mit brutaler Gewalt und dieser waren sie noch klar unterlegen. Ein zweiter nicht ganz unwichtiger Grund war, dass Hermine wie auch Malcom Angst hatten, dass wenn sie sich an einer Schlägerei beteiligen würden, dieses Verhalten auf Harry zurückfällt. Da man annehmen könnte, er hätte sie dazu angestiftet, da er die erste - aus Sicht der meisten - auch provoziert hatte. Und sie wollten ihn unter gar keinen Umständen als Freund verlieren.
Harry machte das trainieren der Beiden sichtlich Spaß.
Jedoch merkte er, dass er allmählich an seine physischen und psychischen Grenzen stieß. Die Schule, die tägliche Hausarbeit, das zusätzliche lernen, der Sport und die Zauberei verlangten ihm alles ab. Er war zwar immer noch einer der Besten in der Schule und körperlich in guter Form, doch musste er, um das alles zu schaffen Abstriche machen.
So hatte er in die alten Schulbücher von Vernon seit Beginn dieses Jahres nicht mehr reingeschaut und war somit immer noch auf dem Niveau eines Viertklässlers. Und auch seine Fortschritte beim Tae-Kwon-Do hielten sich in Grenzen. Zwar war er wesentlich weiter als die anderen Beiden, doch holten sie so ganz allmählich auf.
Bei der stablosen Zauberei war er seiner Meinung nach auch noch nicht weiter gekommen. Er beherrschte die Sprüche, aber sie funktionierten nicht. Er konnte sich einfach keinen Reim daraus machen! Dass er ganz kurz vor der stablosen Zauberei war, wusste er nicht. Sein magischer Kern hatte nämlich mittlerweile die Größe eines vierzehnjährigen und war somit kurz davor schwache stablose Magie bewirken zu können. Natürlich nur, wenn man wusste wie! Hätte er einen Zauberstab besessen, so hätte er schon längst zaubern können.
Er war über seine Fortschritte bei all seinen außerschulischen Aktivitäten ziemlich frustriert. Und das merkten auch seine Freunde, woran das aber lag wussten sie nicht.
Aber was erwartet er eigentlich, er war ein Junge von noch nicht einmal 7 Jahren, der einen 18 Stunden Tag hatte und davon waren die einfachsten, die Schulstunden.
Es war jetzt Anfang Juni und Malcom freute sich schon diebisch auf seinen Geburtstag. Er hatte in einer Woche Geburtstag genauer gesagt, am 9. Juni. Seine Freunde konnten ihn in der dieser letzten Woche kaum noch bändigen, so aufgeregt war er. Aber auch Hermine und Harry freuten sich auf Malcoms Geburtstag. Zum einen weil Beide eingeladen waren und was in Harry Fall fast an ein Wundern war auch hin durften, zum anderen, weil der Geburtstag an einem Montag war und sie somit drei Tage in Folge zusammen sein konnten.
Flashback
„Onkel Vernon? Könnte ich Dich vielleicht einmal sprechen?", wagte es Harry zögerlich Vernon zu fragen.
„Was willst Du, Freak?", raunzte Vernon.
„Onkel Vernon, am 9. Juni hat mein Freund Malcom Geburtstag und hat mich dazu eingeladen! Und ich wollte Dich fragen, ob ich hin darf?"
„Du hast einen Freund? Du meinst wohl eher jemanden, der gewillt ist sich mit Dir abzugeben, weil er weis, dass Du sonst niemanden hättest!", spottete Vernon.
„Onkel Vernon, bitte…, außerdem, was glaubst Du, was die Carters und Grangers denken, wenn ich nicht erscheine?" wagte Harry ängstlich seinen letzten Trumpf auszuspielen.
„DU wagst es mir zu drohen, Du Freak!" und schon hatte Harry seit langer Zeit wieder eine Ohrfeige eingefangen. „Nun hör mir genau zu, ich werde Dich auf diese Feier lassen, aber Du wirst für das Geschenk arbeiten!" und bei diesen Worten zückte Vernon seine Brieftasche und holte widerwillig 10 Pfund heraus, welche er einen total perplexen Harry in die Hand drückte. „Wir werden in den Sommerferien mit Dudley nach Mallorca fliegen und Du wirst in dieser Zeit die Gärten der Nachbarn aus Haus Nr.3 und 5 auf Fordermann bringen! Diese sind ebenfalls im Urlaub und ich habe ihnen versprochen, dass ich mich um ihre Gärten kümmern werde! Hast Du verstanden!"
„J… Ja Onkel Vernon" und damit begab sich ein völlig apathischer Harry in seinen Keller.
Flashback Ende
Am Samstag vor Malcoms Geburtstag, wurde Harry wie üblich von Jane Granger abgeholt. Als Harry Mrs. Granger begrüßen wollte, richtete Jane ihre Aufmerksamkeit auf Harry:
„Harry, Malcom wird heute nicht bei uns sein, er bereitet mit seiner Familie seinen Geburtstag vor. Ich dachte, dass wir deswegen heute einen Einkaufsbummel machen und seine Geschenke besorgen, natürlich nur, wenn Du noch keins besorgt hast!"
„Nein Mrs. Granger, ich habe noch nichts besorgt! Ich würde mich über einen Einkaufsbummel freuen!" antwortete Harry, der selber so einen Vorschlag machen wollte und deswegen die 10 Pfund von Vernon dabei hatte.
Jane Granger gabelte auf den Weg in die Stadt noch ihren Ehemann und Hermine auf, die zu Hause gewartet hatten und fuhr danach in dasselbe Parkdeck wie bei Harrys erster Einkaufstour mit den Grangers.
Die Vier schlenderten so durch die Geschäfte, als Karl Granger das Wort an Harry richtete:
Harry, wie kommt es, dass ein Junge in Deinem Alter, so viel außerschulische Aktivitäten hat, dass er in der Woche keine Zeit hat?"
Harry fühlte wieder dieses unangenehme Gefühl aufkommen, dass er schon einige Male verspürt hatte! Er überlegte eine Weile und entschloss sich dann, den Grangers die Halbwahrheit zu erzählen:
„Wissen Sie Mr. Granger, ich Lese für mein Leben gern und am das geht am besten, wenn ich alleine bin. Ich bin sicher Hermine wird mir dabei zustimmen! Auch versuche ich mich so gut es geht sportlich fit zu halten und jogge deswegen und manche bestimmte Übungen. Des Weiteren, helfe ich auch noch etwas im Haushalt. Nicht das sie jetzt etwas Falsches denken, ich koche zum Beispiel für mein Leben gern und helfe deswegen Tante Petunia in der Küche!"
/So ganz gelogen ist das ja nicht, außer das ich Petunia nicht helfe, da sie sich ja nie in der Küche blicken läst und dass ich etwas untertrieben habe/, dachte Harry nachdem er geendet hatte.
Karl Granger beschloss nicht weiter darauf ein zu gehen, machte sich aber eine weitere geistliche Notiz, was Harry anging.
/Ich glaube ich muss mich einmal mit Mr. Carter unterhalten, so wie ich das mitbekommen habe, machen sie sich auch Gedanken über Harry und ich möchte Wissen, ob sie zu demselben Schluss kommen wie ich. Vielleicht habe ich ja schon eine Gelegenheit am Montag, bei Malcoms Geburtstag/, dachte Karl während sie das nächste Geschäft betraten.
Harry fand in diesem Geschäft endlich ein Geschenk für Malcom. Es war ein kleines Chemie-Labor für zu Hause und Harry hatte als er es sah, einfach das Gefühl, dass dieses das beste Geschenk für Malcom war, welches er finden konnte. Er kaufte es und war froh, dass sein Geld reichte, da es 9,99 Pfund kostet. Hermine fand auch etwas, es war eine Bücherreihe über Medizin und den menschlichen Körper, geeignet für jugendliche ab 10 Jahren, aber dies sollte kein Hinderungsgrund sein! Hermine wusste von Malcom das er sich dafür interessierte, da er immer wenn er bei den Grangers war sich mit ihrem Vater über dieses Thema unterhielt. Sie kaufte das erste Band. Danach verließen sie das Geschäft. Anschließend gingen sie alle noch ein Eis essen und brachten dann Harry nach Hause.
Der Sonntag verlief so wie immer, außer das Harry, so wie schon am Tag zuvor, das Training ausließ und Malcom das reinste Nervenbündel war!
So kam der Montag schneller als man dachte und Harry wurde von Vernon zu Malcoms Geburtstagparty, in eins der städtischen Freibäder, gefahren.
Im Freibad angekommen, wurden sie auch gleich von Mr. Carter und Malcom begrüßt. Danach gingen sie zu den anderen Geburtstagsgästen und Harry wurden diesen vorgestellt. Zuvor überreichte er aber Malcom noch sein Geschenk, was dieser freudestrahlend entgegen nahm und sich, nachdem er es ausgepackt hatte, ausgiebig bei Harry bedankte.
Kurz darauf waren dann auch schon alle im Wasser. Alle? Nein, Harry stand am Beckenrand und schaute sich das Treiben der anderen an.
„Harry, warum kommst Du nicht ins Wasser?" wurde dieser von Hermine gefragt.
„Ich kann nicht schwimmen!" gab Harry flüsternd und ziemlich verlegen zurück.
Malcom der das Gespräch mitbekommen hatte, stieg aus dem Wasser und ging auf Harry zu:
„Endlich einmal etwas wo wir Dir helfen können, dass ist doch kein Problem. Hermine und ich werden Dir das schon beibringen…".
„Nein Malcom, heute ist Dein Geburtstag und Du hast Dich nicht nur um einen, sondern um alle Gäste zu kümmern" unterbrach ihn Mr. Carter. Und mit einem Seitenblick auf einen enttäuscht aussehenden Harry, fügte er hinzu, „Hermine und ich werden uns der Sache annehmen, Du kannst ja ab und zu Mal nach dem Rechten sehen".
Und so gingen Mr. Carter, Hermine und Harry zum Nichtschwimmerbecken, um Harry das schwimmen beizubringen.
Nach 4 Stunden Schwimmunterricht bei Mr. Carter, Hermine und ab und zu Malcom, konnte Harry zwar immer noch nicht ohne Hilfe bzw. Hilfsmittel schwimmen, hatte sich jedoch merklich verbessert. Es war jetzt mittlerweile 18 Uhr und Mrs. Carter und Malcom kamen zu den Dreien herüber.
„Kommt endlich aus dem Wasser, es wird allmählich spät. Harry wird in einer Stunde abgeholt und er sollte vorher noch etwas essen", sprach sie Mrs. Carter an.
„Och Menno, nur noch ein bisschen. Ich kann immer noch nicht alleine schwimmen und ich weis nicht wann ich das nächste Mal dazu Gelegenheit habe", schmollte Harry.
„Es tut mir leid Harry, aber Du musst jetzt wirklich raus, sonst bist Du nicht fertig wenn Dein Onkel Dich abholen kommt." Gab lächelnd Mrs. Carter zur Antwort.
Und so verließen die Drei das Nichtschwimmerbecken und gesellten sich zu den anderen Kindern an den gedeckten Tisch. Als Vernon 50 Minuten später Harry abholte, war dieser gerade mit dem Essen und Umziehen fertig geworden.
„Tschüss Malcom, es war ein toller Nachmittag und ein noch schönerer Geburtstag. Schade, dass ich noch nicht richtig schwimmen kann", verabschiedete sich Harry von Malcom.
„Du hast doch schon große Fortschritte gemacht, so wie ich das mitbekommen habe. Leider hatte ich ja nicht soviel Zeit Dir zu helfen, aber ich bin sowieso nicht so gut wie Du in so was", antwortete Malcom.
„Ja Harry, ich gebe Malcom da voll und ganz Recht. Könnten wir so gut wie Du unterrichten, könntest Du schon schwimmen, Du bist ein sehr guter Lehrer! Aber auch so wirst Du es bald geschafft haben", gab ihm Hermine Recht.
„Harry komm endlich, ich habe nicht ewig Zeit", wurden sie von Vernon unterbrochen. Und so verabschiedete sich Harry noch schnell von allen und lief zu seinem Onkel.
Noch während der Fahrt und den ganzen restlichen Abend, geisterte Harry das zum Schluss Gesagte durch den Kopf. Und immer wieder formte sich ein Satz in seinen Gedanken:
/Ich soll ein guter Lehrer sein?/.
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An Beliar: Ich liebe es Spannung zu erzeugen, also werde ich euch noch nicht verraten ob Harry ein Animagus wird. Sollte es passieren und ich sage damit nicht ja, werde ich Deinen Vorschlag berücksichtigen.
An ASCHILOS: Ob er das Buch noch in Hogwarts haben wird, weis ich selber nicht, da ich immer nur von einem Kapitel zum nächsten schreibe und alle gleich online setze. Ich habe nur eine grobe Zeitlinie die ich versuche umzusetzen.
An Alex Black5: Mal wieder ein guter Einwand von Dir! Ja Du hast Recht da muss und werde ich mir noch etwas einfallen lassen. Er wird in Hogwarts ganz bestimmt noch eine Menge lernen und noch nicht alles können.
An michi-sky: Wie ich schon Beliar geschrieben habe, werde ich mich dazu nicht äußern, bin aber für den Tipp dankbar!
An Basti: Ich glaube ich verrate nicht zuviel, wenn ich schreibe, dass Harry vor Hogwarts herausfindet, dass Hermine eine Hexe ist. Wann? Wird allerdings noch nicht verraten.
An H4rry foxxi: Nur eine der Besten! Spaß beiseite, ich freue mich riesig über Dein tolles Kompliment. Danke!
An Lily: Da ich immer nur von einem Kapitel zum nächsten schreibe, weis ich noch nicht in welches Haus ich sie schicke und auch noch nicht ob sie zusammen bleiben. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in zwei verschiedene Häuser kommen sehr gering. Danke, dass Du meinen Schreibstil magst. Ein sehr schönes Kompliment.
An Condor07: Sollte ich merken, dass das mit der Abstimmung nicht hinhaut oder ich allein von meiner Idee mich schon auf ein Paaring fixiere, werde ich Deinen Rat befolgen. Zurzeit ist aber alles noch offen. Mit dem Alter hast Du übrigens Recht, Harry wird sich frühstens nach dem vierten Jahr verlieben. Zu Blaise Zabini: Hab ich mir noch nicht überlegt, einen besonderen Wunsch?
An Battleax: Ist mir nach Kapitel 7 auch aufgefallen und wurde danach geändert. Danke aber für den Hinweis. Ich habe mit meiner Beta-Leserin, alle Kapitel nachgebessert und werde diese demnächst online stellen.
An Minnilein: Ja Harry ist richtig frustriert und da ich ihn nicht zu einem Zauberer machen möchte, der mit elf schon alles kann, wird das auch noch eine Zeit anhalten. Ich freue mich, dass Dir das Buch gefällt. Im nächsten Kapitel wird es wieder mehr vorkommen.
An magisterHermi: Ich hoffe, dass Du Dich täuscht, werde es aber im Auge behalten. Danke für den Hinweis.
An blackcat1990: Nein ich habe keine Kapitel vorgeschrieben. Aus diesem Grund weis ich auch noch nicht wie lang die ff wird. Ich hoffe das ich so auf 200.000 Wörter komme. Aber das steht noch in den Sternen.
An Tifferny Tonks: Ich freue mich, dass ich Dich aufmuntern konnte. Und hoffe dies mit diesem Kapitel weiter geschafft zu haben.
An blut: Nein zurzeit gehe ich davon aus, dass Malcom nicht nach Hogwarts kommt! Allerdings wird er der ff erhalten bleiben.
An alle anderen: Danke für eure reviews, ich hoffe ihr bleibt alle meiner ff treu!
Wie immer hoffe ich auf viele reviews, also bitte schreibt welche.
Ich werde das nächste Kapitel sobald ich aus dem Urlaub zurück bin online stellen. Vielleicht schaffe ich es ja auch ein zwei vorzuschreiben! (Die Hoffnung stirbt zum Schluss!)
Tschüss,
chaine
