Fade to black

Disclaimer: Muss ich eigentlich noch sagen das mir nichts gehört außer dem Plot?

Hier ein Frisches Update. Nun zu den Reviews

Indy: Wenn es nichts zu kritisieren gibt, dann habe ich doch gute Arbeit geleistet oder? ;-)

Alex Black5: Ja, ein typisch Deutscher Name musste einfach sein. Und ich fühle mich geehrt, dass du bei mir wegen Sirius eine Ausnahme machst. Ich hoffe die nächsten Schaps werden dir auch gefallen.

StarHeyoka: Wohow. Erst mal danke zur langen Review, das bedeutet auch ne lange antwort. Für die Fehler bei der anderen Geschichte muss ich mich entschuldigen, ungenaue Recherche! Und ich habe die Story nicht mit ner Rückblende einbezogen, weil ich, als ich sie verfasst habe, bereits bei Kapitel 20 von Fade to black war, deshalb n' One Shot. Zu deinen meisten Fragen: Einfach lesen. Zu PE 02 – 06, die spielen noch ne Rolle, nicht in dieser Geschichte, aber in der Fortsetzung. Zu Grindelwald: Der mit Voldi Arbeitet ist Alfons Grindelwald, der Sohn des von Dumbledore besiegten
Zum Thema Hermine: Die Ausbildung negiert ja nicht die Gefühle und in beiden Situationen ist von unterdrückten Minderheiten die Rede. Denk mal an B.ELFE.R
Zum Waschlappen: Ich hab es auch Ironisch aufgefasst und die Erwiderung war Lustig gemeint. Sorry, wenn es nicht so Rüber gekommen ist. Und geknallt habe ich für meine Fragen noch keine gekriegt. Der baffe Gesichtsausdruck war die Reaktion, die ich am öftesten erleben durfte, deshalb mache ich das ja. Ist zum Totlachen ;-)
Und Danke für die Info zu BattleTech. Ich habe mich eigentlich nie mit diesem Brettspiel beschäftigt. War mir immer zu Umfangreich. Und ich dachte, ich hätte mit den Les a Fant Terrible mal ne gute Idee gehabt. (Obwohl der Name Frech von Metal Gear Solid geklaut ist ;-) )

So, nun genug der langen Reden.

Viel Spaß!


13. Das Halloween Massaker


Die Nacht war so klar und erfrischend. Eine Warme Brise streichelt die Haut und der würzige Duft des Ausklingenden Sommers betörte die Sinne.
Welch eine Nacht. Sie war so schön wie nur die Dunkelheit es sein konnte, belebend und voller Anmut. Von hier oben aus konnte man Kappstadt überblicken.

Eine kleine Gestalt bewegte sich auf den Mann zu, der hoch aufgerichtet die Nacht genoss.
„Es ist alles bereit mein Lord.", sagte er mit selbstsicherer Stimme.

Ein lächeln kräuselte sich um die Lippen von Tom Riddle, dem Rest der Welt eher bekannt als Lord Voldemort, der mächtigste Schwarze Magier aller Zeiten.
„Ausgezeichnet Wurmschwanz. Nun wollen wir sehen, nun wollen wir es erfahren ob all die Arbeit endlich ihre Früchte getragen hat. Sag ihnen sie sollen Gnadenlos sein. Les a Fant Terrible, wie der Name schon sagt."

„Wie ihr wünscht mein Lord."

Wurmschwanz verbeugte sich tief und entfernte sich schnellen Schrittes.

Voldemorts Augen glühten auf. Er würde nun ein Zeichen setzen. Er würde diesem Narren Dumbledore und jedem Zaubereiminister der Welt seine Macht zeigen.
Selbst die gefürchteten Bluthunde der IVZ würden seine Grausamkeit erkennen und vor Angst schlottern.
Ja, dies würde eine Großartige Nacht werden. Eine Nacht des Blutes.
Von allen Seiten der Stadt stoben grüne Funken empor.
Das dunkle Mal brannte sich hundertfach in den Sternenklaren Himmel.
Die ganze Stadt schien aus einem Ozean der Schreie zu bestehen. Explosion um Explosion erschütterte die Gestirne.
Seine geliebten Geschöpfe begannen mit dem was sie am besten konnten.
Ein leises, kontrolliertes Lachen bahnte sich den Weg über Voldemorts Lippen als er spürte wie eine Aura nach der anderen erlosch. Nur die dunklen blieben bestehen.

Und er sog befriedigt die Luft ein, die nun das Aroma von Blut und Tod enthielt. Die Essenz von Angst und blankem Horror der sich in die Herzen der Menschen säen würde wenn sie es erfahren mögen.
Dies würde ein Glorreiches Denkmal des Todes werden. Eine ganze Stadt, ausgelöscht weil er gerade die Lust dazu verspürte.
Nun würde es beginnen, nun würde es gelingen.
Er, Lord Voldemort würde seine Ziele erreichen und die Welt sein eigen nennen. Niemand konnte sich jetzt noch seiner Macht wiedersetzten. Nun, da er endlich seine Armee besaß. Nach siebenundzwanzig Jahren des Wartens.
Er löste sich von seinen Gedanken und wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem Geschehen in der Stadt unter ihm zu.
Er konnte kein Leben mehr spüren das ihm nicht gehorchte.

Wurmschwanz erreichte seinen Meister und verbeugte sich tief.
„Es ist getan Mylord. Kappstadt ist gefallen. Keine Überlebenden, ganz so wie ihr es gewünscht habt."

„Sag mir Wurmschwanz, wie lange haben meine Kinder gebraucht um die Stadt zu säubern?"

„Mein Lord, die Les a Fant Terrible haben etwa vierzig Minuten benötigt alle Menschen Aufzuspüren und zu Vernichten. Keine Verluste auf unserer Seite."

„Hervorragend. Befiehl ihnen den Rückzug in ihre Parzellen. Ich werde den Ausblick noch ein wenig genießen."

„Wie ihr wünscht mein Lord."

Wurmschwanz zog sich zurück und nur wenig später konnte man spüren wie die schwarzen Auren Aufleuchteten im Moment der Disapparation.

Es herrschte Ruhe. Eine Ruhe wie sie es nur gab wenn der Tod seine Kreise zog, alles Leben und jedes Geräusch in sich aufsaugte.
Eine Glorreiche Nacht, in der Tat. Und hier stand er nun und genoss die Ruhe in dieser wundervollen Nacht die von Hunderten von Totenschädeln Grün erleuchtet wurde. Seinem Zeichen, dem Zeichen des Personifizierten Todes.
In diesem Augenblick fühlte er sich erhaben wie ein Gott...


Harry saß an diesem Morgen am Haustisch zwischen Ginny und Ron und genoss sein Leben.Das Frühstück war einfach ausgezeichnet, wie alles andere auch.
Was sollte sein Glück jetzt noch trüben? Genüsslich lies Harry die letzten Wochen Revue passieren.

Er hatte eine Schwester bekommen, die immer mehr zu einem Richtigen Menschen wurde. Eine Familie. Sirius war wieder da und Derek hatte eine Regulatoreneinheit beauftragt Beweise für seine Unschuld zu sammeln. Und es könnte Tatsächlich gelingen.
Ron und Sara waren sich unterdessen immer Näher gekommen. Harry freute sich für Ron, auch wenn er sich insgeheim Wünschte zu erfahren was zwischen seinem Großen Freund und Hermine vorgefallen war in diesem Sommer.
Seine Noten wurden immer besser, da Harry mit neuer Entschlossenheit lernte. Und da Hermine, Sara und sogar Ron nicht weniger eifrig lernten, fühlte er sich weder Lächerlich, noch wie ein Streber. Zusammen zu lernen machte ihm sogar einen Heidenspaß, so schwer es auch zu glauben war.

Aber auch sein Kampftraining hatte sich verschärft.
Derek lies die drei an ihrer Magischen Ausdauer Arbeiten und Ron hatte Heimlich begonnen, Sara einiges beizubringen.
Diese hatte sich mittlerweile ein wenig in die Gruppe integriert und wusste bis zu einem gewissen Grad von den Fähigkeiten der drei.

Und wo er gerade bei Trainieren war, musste er auch an seine Quidditch Mannschaft denken, die Richtig gut geworden war. (Sogar Jack und Colin.)

Wie schon gesagt, die letzten Wochen hätten nicht besser Laufen können.

Und heute würde es ebenfalls ein Guter Tag werden.
Es war Halloween und heute Abend sollte kräftig gefeiert werden.
Ron und Hermine halfen in ihrer Eigenschaft als Vertrauensschüler bei den Vorbereitungen, was die beiden sehr Einband neben all ihren anderen Verpflichtungen.

Harry beendete das Frühstück mit einem seligen Lächeln und ging in seine erste Unterrichtsstunde an diesem Freitag.

Doppelstunde Zauberkunst bei dem quirligen Professor Flittwick.
Es ging um Fortschreitende Magie, das bedeutete Zauber die sich mit Verzögerungen veränderten oder weiterschritten, was nicht einfach war, da man die Zauberformeln in einer Hauptformel für den Fortschreitenden Zauber Kombinieren musste. Wichtig dabei war vor allem die Art der Konzentration.

Es war eine der schwierigsten Magieformen die Harry bisher erlernt hatte. Professor Flittwick veranschlagte, das sie dieses Thema bis zum Februar nächsten Jahres Abgeschlossen hatten. Bis dahin hieß es, viel Üben und Recherchieren.
Die Stunde lief zumindest für Harry hervorragend. Jedoch schaffte es Seamus Finnegan irgendwie eine Blumenvase zum explodieren zu bringen, als er eine Zauberformel Falsch einband.

Ernie McMilliam und Susan Bones wurden von Keramiksplittern getroffen und mussten in den Krankenflügel, begleitet von einem sich ständig entschuldigenden Seamus.

Professor Flittwick beendete die Schulstunde deshalb fünfzehn Minuten vor Schluss, da an Konzentration jetzt nicht mehr zu denken war.

Harry begab sich zusammen mit Sara in die Bibliothek um weiter zu Recherchieren.
Ron und Hermine mussten bei den Vorbereitungen Helfen sobald sie Frei hatten.
Doch Sara verließ Harry nach etwa einer halben Stunde, da sie zum Kräuterkunde Unterricht musste.

Harrys letztes Fach in dieser Woche war Verwandlungen, doch er hatte noch mehr als eine Stunde bis er sich in den Studiensaal begeben musste.
Er war tief in seiner Lektüre versunken, bis er Plötzlich eine Stimme hörte, die Rons Namen erwähnte.

Er horchte auf und hörte einige Schüler, die irgendwo zwischen den Regalen leise Tratschten.

„…sich Weasley an diese Spencer Ranmacht wundert mich ehrlich.", wisperte eine Mädchenstimme die Harry nicht erkannte.

„Genau. Wenn man bedenkt wie er immer hechelnd hinter dem Schlammblut hergelaufen ist wundert einen das schon.", erwiderte eine weibliche Stimme.

Zorn kochte in Harry hoch. Was ging da vor?

„Aber mal ehrlich, für einen Blutsverräter sieht er verdammt gut aus. Zumindest seid er wieder in Hogwarts ist.", fügte eine andere weibliche Stimme hinzu.

„Hätte nichts dagegen es mir von dem mal besorgen zu lassen. Mal ehrlich, fragt ihr euch nicht auch wie so ein Tugendbold im Bett ist?", fragte da die erste Stimme.

Die dritte Stimme erwiderte sarkastisch: „Nicht mit dem. Zwei Meterkerle sind nicht so mein Fall. Dann doch eher den Obermoralapostel."

„Du meinst Potter? Der sieht mittlerweile auch verdammt gut aus. Aber der ist doch nur an dem Schlammblut Interessiert. Das sieht man dem doch an.", meinte die zweite Stimme.

„So wie der die Ansieht würde er die doch am liebsten sofort Flachlegen. Nicht das Granger was dagegen hätte. Ich glaube ja das, dass Schlammblut für jeden die Beine Breit macht der lieb bitte bitte sagt.", steuerte die erste Stimme bei und die anderen zwei lachten.

Jetzt wurde es Harry zu Bunt.
Er atmete tief durch bis er sich wieder im Griff hatte.
Er durfte seinen Zorn nicht zeigen, aber er hatte vor diesen Schlampen eine Lektion zu erteilen die sie nie vergessen würden. Nur schön gefasst bleiben.
Seine Augen nahmen einen extrem kalten Blick an, den er Tausendfach geübt hatte, während sich ein verächtliches Halbgrinsen auf seinem Gesicht kräuselte, dass seinen Zorn perfekt verbarg.
Er konzentrierte seine Magie und öffnete alle Magische Wahrnehmung um die Auren der drei zu erspüren.
Dann lies er zu dass seine Magie von ihm abstrahlte.
Dumbledore tat so etwas, wenn er wollte das jeder spürte wie mächtig er war und Harry hatte ebenfalls gelernt, wie man dies bewerkstelligte.
Die ganze Bibliothek schien zu knistern als seine Magie den Raum erfüllte.

„Spürt ihr das?", fragte eine der Schülerinnen.

Harry lies seine Konzentrierte Macht in Wellen von sich abstrahlen, die Körperlich spürbar waren. So etwas Schüchterte jeden ein.

„Man, das ist verdammt unheimlich.", sagte eine andere der Klatschtanten.

Harry betrat den Regalgang in dem sich die drei Slytherins, wie er erkennen konnte, versammelt hatten.

„Einen Wunderschönen guten Abend die Damen.", sagte er Kalt und strahlte eine weitere Welle konzentrierte Magie gegen die Kreidebleichen Schülerinnen ab.

Sie starrten ihn ungläubig und unverhohlen Ängstlich an.
Sie konnten seine Macht körperlich spüren.
Das verächtliche Lächeln blieb auf Harry Gesicht festgepflastert.

„Ich hoffe doch, das eure kleine Unterhaltung euch amüsiert hat, den es war die letzte. Ihr Slytherins sollt doch so klug sein. Warum tratscht ihr dann über Personen die keine drei Meter von euch wegsitzen?"

Eine weitere Konzentrierte Welle fegte gegen die starren Slytherins. Sie war so stark, dass sich sogar die Haare der Mädchen bewegten als wäre ein starker Wind aufgekommen.
Harry bedachte sie mit einem weiteren kalten Blick und sagte: „Ihr solltet es euch in Zukunft überlegen über was ihr so sprecht oder ihr könntet mich wirklich wütend machen. Denkt mal drüber Nach, falls ihr diese Fähigkeit überhaupt besitzen solltet!"

Mit diesen Worten drehte er sich um und verlies gemächlich die Bibliothek.

Erst draußen auf dem Gang baute er die Magie wieder ab die er Gespeichert hatte. Auch seine Maske fiel von ihm ab und die Wut zeigte sich in seinem Gesicht.

„Verdammt, dabei war es doch so ne gute Woche.", knurrte er und lief zügigen Schrittes zum Raum der Wünsche.

Er musste irgendetwas in die Luft jagen.

Eigentlich wusste er gar nicht wieso er so zornig war. Es konnte ihm doch egal sein was die Slytherins von ihn oder Hermine dachten. Das war es aber nicht.
Nur wenige male in seinem Leben war er derartig zornig gewesen.
Er erreichte den Raum der Wünsche und jagte dort einige Dummys in die Luft.
Das war ungemein beruhigend.

Wie konnten diese Huren es nur wagen solche Dinge zu erzählen? Wie konnten sie es nur wagen?

Harry sackte erschöpft zusammen, nachdem er so ziemlich jeden Tödlichen Fluch gegen die Dummys geschleudert hatte, den er kannte.Er atmete einige male tief durch. Sein Zorn war geschwunden und pochte nur noch tief im Hintergrund
Er schaute auf seine Uhr und stellte mit erschrecken fest, das er schon seid zehn Minuten im Studiensaal hätte sein müssen.

„Verdammte Scheiße.", knurrte er. „Oh das darf doch nicht wahr sein!"

Der Tag hatte doch so gut angefangen.Er musste so schnell wie möglich in den Studiensaal!
Er lief zügig los, die Gedanken nur auf das Klassenzimmer gerichtet, das er schnell erreichen musste.

Dann ertönte ein Ohrenbetäubender Knall und ein sehr perplexer Harry stand vor einer vollkommen entsetzten Professor McGonnagal in einem Studiensaal voller erstaunter Gesichter.

„Wie zum…?", stotterte die Professorin, doch sie konnte ihren Satz nicht beenden, da dunkler Nebel in das Zimmer strömte.

Harry starrte den Nebel entsetzt an, aus dem sich eine Große Gestalt formte und nur wenige Sekunden Später stand Derek Fischer vor ihnen mit zwei gezückten Zauberstäben die er auf Harry gerichtet hielt.

„Was? Harry? Wie hast du das gemacht?", fragte er harsch.

„Was denn?", fragte Harry.

Er hatte keine Ahnung was hier vor sich ging.

Die Tür zum Studiensaal wurde kraftvoll geöffnet und Dumbledore schritt mit wehender Robe herein.

„Ah, Derek. Hast du ihn?"

Der Große Regulator lies seine Zauberstäbe sinken und erwiderte: „Ja Herr Direktor. Es war Harry."

Dumbledore musterte den vollkommen verwirrten Schwarzhaarigen mit Interessiertem Blick und zwinkerte ihm zu.

„Tatsächlich? Beeindruckend, das muss ich zugeben. Sehr Beeindruckend."

Harrys Konfusion wuchs mit jeder Minute.

„Was ist den los? Wie zum Teufel bin ich hier her gekommen. Ich war doch..."

„Du hast die Gottverdammte Apparationssperre durchbrochen!", sagte Derek, der sich ein wenig beruhigt hatte nachdem er festgestellt hatte das es keine Bedrohung gab.

Die Schüler begannen miteinander zu tuscheln.

Harry war absolut aus dem Häuschen.

„Ich habe WAS?"

Dumbledore strahlte ihn an und erklärte: „Du hast die Apparationssperre von Hogwarts gebrochen. Etwas das noch niemanden in der Geschichte gelungen ist. Komm mit in mein Büro. Dort können wir Reden. Wenn ich mir Harry ausleihen dürfte Minerva."

„Ich…äh, Ja sicher doch Direktor.", erwiderte die Professorin perplex.

„Wenn du mir dann bitte Folgen würdest."

Dumbledore schritt zügig voran, gefolgt von einem immer noch sehr verwirrten Harry und einem breit grinsenden Derek.

Sie erreichten das Büro und Dumbledore beschwor ein Tablett mit belegten Broten, Tee für sich und Harry und eine große Thermokanne mit einer großen Tasse für den Koffeinsüchtigen Regulatoren die dieser sofort gierig an sich nahm, woraufhin Harry die Augen verdrehte.

„Nun Harry. Du verblüffst mich immer wieder.", sagte Dumbledore nachdem er sich mit einem Grinsen ein Zitronenbonbon in dem Mund geschoben hatte.

„Ich verstehe immer noch nicht.", erwiderte Harry.

Dumbledore nickte wohlwollend und der Schüler bemerkte, das die Portraits der ehemaligen Schulleiter alle gespannt lauschten.

„Nun Harry, du hast etwas vollbracht, was keinem Zauberer inklusive mir, jemals zuvor geglückt ist. Du hast die Apparationssperren von Hogwarts Durchbrochen und dass sogar sehr effektiv. Es war im ganzen Schloss zu spüren."

Harry konnte es kaum glauben.

„Aber dass ist doch unmöglich oder?"

„Und trotzdem hast du es getan.", mischte sich Derek ein.

Dumbledore nickte bestätigend.

„Wenn du so freundlich wärst zu erklären wie du dass gemacht hast.", sagte er mit einem nachdenklichen Grinsen.

„Das weiß ich selber nicht. Ich äh, war im Raum der Wünsche und habe dann festgestellt, dass ich zu spät zu Verwandlungen war. Ich wollte nur so schnell wie möglich ins Klassenzimmer.", erklärte Harry.

Derek schüttelte den Kopf und sagte: „Da muss aber noch viel mehr Hinter stecken. Um so etwas zu bewerkstelligen muss man eine Große Menge an Energie aufbringen. Da fällt mir ein, das ich vor etwa einer halben Stunde eine ungewöhnlich große Menge an Magie in der Nähe der Bibliothek gespürt habe."

Dumbledore nickte ernst.

„Eine ähnliche Empfindungen hatte ich auch.", bestätigte der alte Professor.

„Äh, ich glaube das dürfte ich gewesen sein.", gab Harry zu.

„Sehr interessant. Könntest du uns auch erklären warum?", fragte Dumbledore.

Harry war es ein wenig unangenehm, doch er erzählte von dem Gespräch das er belauscht hatte ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Von seiner Wut und wie er den Raum der Wünsche aufsuchte um Dampf abzulassen.

„Sehr Interessant.", sagte Dumbledore und runzelte Nachdenklich die Stirn.

„Es wäre Vorstellbar, das du einen Großen teil deiner Energie, ohne das es dir Bewusst war, gespeichert hast. Als du dann unbedingt in das Verwandlungsklassenzimmer wolltest hat diese Energie wohl eine Schneise in den Schutzzauber geschnitten und dir die Aparation ermöglicht."

Er hielt kurz inne.

„Das lässt mich zu der Erkenntnis kommen, dass du eine hohe Stufe der Macht erreicht hast.", stellte Dumbledore mit einem Zwinkern fest.

„Aber ich hab es doch nicht mal bemerkt.", protestierte Harry.

Derek grinste und erklärte: „Normalerweise ist es so, das man sich stark Konzentrieren muss um eine hohe Menge Magischer Energie Aufzubringen und zu halten. Doch irgendwie scheint es bei dir anders Funktioniert zu haben. Ich vermute, das du unterbewusste Mechanismen besitzt, die deine Magie gehalten haben."

„Das ist wirklich faszinierend.", bestätigte Dumbledore.

Harry konnte es nicht glauben.

„Und was bedeutet das für mich?"

Derek grinste und erklärte: „Ich habe dir doch gesagt das du Hochbegabt bist. Außerdem das die Energie des Avaada Kedavra der dich als Kind getroffen hat deine Entwicklung irgendwie gehemmt hat. Es scheint als habe unser Training die Barrikade in deinem Geist durchbrochen und nun werden sich all deine Fähigkeiten entwickeln. Ich wage zu mutmaßen das du vielleicht über Fähigkeiten verfügst, die nicht mal die P.E. Serie besitzt, da sie nur Kinder einer Kopie sind. Das könnte sehr Interessant werden."

„Na toll.", erwiderte Harry sarkastisch. Er hasste es anders zu sein als alle anderen.

Dumbledore schien seine Gedanken zu erraten und meinte: „Sieh es doch Positiv. Du könntest ziemlich nützliche Dinge erlernen die dir Helfen Voldemort auszuschalten. Wer weiß, vielleicht gefällt es dir sogar."

Harry grummelte unwillig.

Derek schlug ihm mit seiner Pranke auf die Schulter und sagte: „Wenn du irgendetwas ungewöhnliches an dir bemerkst, sag mir sofort bescheid. Vielleicht kann ich dir Helfen es zu Kontrollieren. Wir könnten auch Lily fragen. Einige der Fähigkeiten die du nun erlernst, beherrscht sie bereits. Das könnte Hilfreich sein."

Harry nickte.

„Ich werde dran denken."

Sie unterhielten sich noch eine Weile, ehe Harry in seinen Gemeinschaftsraum zurückkehrte. Es kam einem Spießrutenlaufen gleich. Die Nachricht das Harry Potter es vollbracht hatte innerhalb von Hogwarts zu Apparieren schien zwiespältig aufgenommen worden zu sein. Einige sahen in bewundernd, andere Ängstlich an.

Harry hasste solche Situationen von ganzem Herzen. Es war wie in seinem zweiten Jahr, als jeder glaubte er wäre der Erbe Slytherins. Oder beim Trimagischen Turnier. Er hasste es einfach wie sie über ihn tuschelten und ihn bewundernd oder ehrfürchtig mit den Blicken folgten.

Im Gemeinschaftsraum war es nicht viel besser.

Ron kam direkt auf ihn zu und verschränkte mit einem schiefen Grinsen die Arme.

„Sag mal, was war dass den?"

„Ein Versehen.", erwiderte Harry ein wenig mürrisch.

„Weißt du eigentlich das du Sara und Hermine in die Bibliothek getrieben hast um die Geschichte von Hogwarts noch einmal Gründlich zu durchkämmen? Herm hat gerade eine kleine Krise, weil du es geschafft hast hier zu Apparieren. Mal abgesehen davon. Wie zum Teufel hast du das gemacht?"

Harry zuckte mit den Schultern.

„Das weiß ich selber nicht so genau. Mal ehrlich, ich wollte doch nur so schnell wie möglich ins Klassenzimmer. Dann hat es geknallt und ich war da. Ich habe echt keine Ahnung wie ich das gemacht habe."

Ron grinste.

„Erstaunlich. Aber der Auftritt von Derek war auch nicht schlecht. Hast du das gesehen. Erst war da so n' schwarzer Nebel und dann wurde der zu Derek. Das war echt cool."

Harry nickte und musste grinsen.

„Wir sollten ihn mal fragen wie er das gemacht hat."

„Danach sucht Hermine auch. Du kennst sie doch. Immer wenn sie etwas findet, was sie nicht versteht muss sie die ganze Bücherei Durchkämmen."

Harry lachte.

„Und meistens findet sie was sie sucht. So jetzt kannst du mich erst mal über dass aufklären, was ich in Verwandlungen versäumt habe."

Ron und Harry setzten sich an einen Tisch in die Ecke und Ron erklärte was sie für die nächste Stufe der Selbstverwandlung erlernen mussten. Harry passte genau auf und ignorierte die anderen, die ihn aufmerksam beobachteten.

Nach einer Stunde stießen auch Sara und Hermine zu ihnen.

„Ich konnte zwar nicht herausfinden wie du es geschafft hast zu Apparieren, aber ich habe herausgefunden was Derek getan hat.", erklärte Hermine aufgeregt.

„Also, das Interessiert mich schon.", erwiderte Harry und Ron nickte bestätigend.

Hermine Kramte ein Buch aus ihrer Tasche. Es trug den Titel: ‚Die Mächtigsten Arten schwarzer Magie', und sah so aus, als käme es aus der Verbotenen Abteilung.

Sie schlug eine Seite auf die über die Magie der Vampire handelte.

„So wie ich es sehe, hat Derek so genannte Partielle Magie benutzt, die normalerweise nur von den Mächtigsten Vampiren verwendet wird. Es hat etwas mit Selbstverwandlung und Illusionen zu tun. Aber nirgendwo in dem Buch steht, das Menschen diese Magieform ebenfalls benutzen können."

„Bei dem Kerl ist man vor Überraschungen nie gefeilt. Habt ihr gesehen, dass er zwei Zauberstäbe hatte?", steuerte Ron bei.

Sara nickte.

„Außerdem habe ich so eine Muggelpistole gesehen und etwas das aussah wie ein Dolch. Die Hatte er an seinem Gürtel geschnallt."

„Tja, sind halt meist Paranoid diese Verbrechensbekämpfer.", meinte Harry und dachte dabei an Moody.

Ron sah nachdenklich drein und erklärte: „Ich kann seine Reaktion aber verstehen. Ich war ja selber kurz davor einen Fluch in Harrys Richtung zu schleudern als er mit nem Knall vor McGonnagal erschienen ist."

Sara nickte ernst.

„Ich habe mich auch sehr erschrocken.", gab sie zu.

Harry grinste leicht.

„Wir sollten das ein anderes mal diskutieren. Erstens hören mir hier zu viele Leute zu…", er deutete auf den Rest des Gemeinschaftsraumes, der eindeutig lauschte was die Freunde zu besprechen hatten, „… und außerdem wird es bald Zeit in die Große Halle zu gehen. Das Festessen kann ich jetzt wirklich brauchen."

Ron nickte und lies seinen Blick über die anderen Gryffindors schweifen, die unschuldig in andere Richtungen schauten.

„Tja den, wir sollten uns in Schale schmeißen. Ich hab ehrlich gesagt keinen Bock in der Schulrobe zu gehen. Da zieh ich mir lieber was bequemes an."

Sie gingen jeder für sich in ihre Schlafsäle, um sich umzuziehen.

Harry wählte eine schwarze Jeans, ein Tank Top und seine Lederboots. Dazu einen schlichten schwarzen Umhang. Außerdem tönte er seine Brille dunkel. Er tat das gerne, wenn er das Gefühl hatte von jedermann beobachtet zu werden, wie es heute mal wieder der Fall war. Er fühlte sich nun mal sicherer wenn man seine Augen nicht erkennen konnte.

Ron wählte ein ähnliches Outfit. Allerdings prangte auf seinem T-Shirt das Logo der Metallband ‚In Flames'.

Ron grinste und erklärte: „Jay hat mich mit seinem Rockfimmel angesteckt."

Harry musste lachen und Ron blickte auf seine Muskulösen Arme. Die Narben die er im letzten Schuljahr in der Mysteriumsabteilung bekommen hatte, zeichneten sich deutlich ab, so das seine Arme noch sehniger wirkten als sie eh schon waren. Es war ihm immer noch unangenehm wenn er jedermann einen Blick darauf gestattete. Harry verstand ihn.

Narben zu haben war schon schwer, doch wenn sie alle Welt sehen konnte, war es noch schwerer. Narben waren nun mal etwas Persönliches, das man nicht gerne zur schau stellte.

Ron löste sich von dem Anblick. Er richtete sich zu seiner vollen, stattlichen Größe auf, als ob er der Welt und vor allem sich selbst zu zeigen wollte, dass er sich für nichts schämte.

Er blickte mit einem Grinsen zu Harry herunter und verkündete: „Also, ich bin zu jeder Schandtat bereit. Wie steht es mit dir?"

„Alles Roger.", erwiderte Harry.

Sie verließen den Schlafsaal und mussten feststellen, das ihre Outfits nicht gerade dazu beitragen würden die Aufmerksamkeit fernzuhalten.

Insbesondere die Schüler, die aus Reinblütigen Familien stammten, schauten die beiden entsetzt an.

Zu Harrys Überraschung kam ausgerechnet Neville Longbottom mit einem breiten Grinsen auf die beiden zu.

„Sagt mal, habt ihr etwa Muggel Sachen an?"

Ron und Harry nickten zur Bestätigung.

Neville grinste.

„Ey, das steht euch. Vor allem mit den Umhängen. Und Harry, was du mit deiner Brille gemacht hast finde ich echt cool. Wo habt ihr die Idee her?"

Ron und Harrys grinsen wurden Breiter.

„Wir waren im Sommer auf dem Festland. Dort ist es unter Jüngeren Zauberern der letzte Schrei Muggelsachen mit Umhängen zu tragen.", erwiderte Ron mit einem Grinsen.

Neville nickte und sah aus als würde er eine Erleuchtung haben.

„Deshalb laufen auch die Fischers so Rum oder? Die kommen doch aus Deutschland."

„Jep.", bestätigte Harry mit einem breiten Lächeln.

Neville freute sich, dass seine Schlussfolgerung richtig war.

„Ich sollte mir auch mal solche Klamotten besorgen. Das sieht echt gut aus."

Er grinste die beiden breit an und verschwand auf der Wendeltreppe.

Harry lies seinen Blick zu den Restlichen Schülern streifen, die die Unterhaltung belauscht hatten und nun eher Neugierig als entsetzt wirkten.

„Ron?"

„Jep."

Wir sind voll die Trendsetter."

„Das bleibt abzuwarten."

Beide mussten Lachen.

Um die Restliche Zeit zu überbrücken, setzten sich die Jungen vor das Schachbrett. Die Mädchen waren immer noch nicht fertig.

Harry tat wie immer sein bestes um Ron zu schlagen, doch es wollte ihm wieder nicht gelingen. In den mehr als fünf Jahren die sie sich kannten, hatte er es nicht einmal geschafft den Rothaarigen zu bezwingen.

Es war eine Blitzpartie, die Ron Haushoch für sich entschied.

Harry tat so als würde er schmollen, doch dann wurde seine Aufmerksamkeit von einer verwirrenden Schönheit, die zu ihnen trat, abgelenkt.

Sie trug einen Knielangen Rock in Blau und ein ebenfalls blaues Top, das Bauchfrei war. Ihre Haare hatte sie Hochgesteckt, doch einige Rebellische Strähnen fielen ihr ins Gesicht und auf die Schultern.

Erst auf dem zweiten Blick erkannte er, das es Hermine war, die ihren Freunden ein Strahlendes Lächeln schenkte.

„Ihr seht gut aus Jungs."

Ron grinste breit und erwiderte: „Das Kompliment gebe ich mit Freuden zurück."

Dann schob er seine Hand unter Harrys Kiefer und schloss ihm so den Mund, der bei Hermines Anblick offen stand.

Sie sah ihn erwartungsvoll an, doch er konnte kaum einen Zusammenhängenden Satz bilden.

„Herm? Du…äh…du siehst…einfach umwerfend aus.", stotterte er sich zusammen.

„Danke.", erwiderte sie einfach.

Harry war vollkommen verwirrt.

Sie sah einfach wunderbar aus und…STOP! Das war doch Hermine. Wohin führten seine Gedanken?

Nicht wenige Jungen im Gemeinschaftsraum, sahen die Junge Frau mit offenem Mund an und Harry spürte das starke Bedürfnis mit Flüchen um sich zu werfen.

„Wo bleibt Sara?", fragte Ron erwartungsvoll.

„Sie kommt gleich. Sie wollte noch ihr Make Up ein wenig ändern.", gab Hermine Auskunft.

Ron verdrehte die Augen. Dann wandte er seine Aufmerksamkeit den Männlichen Vertreter der Gryffindors zu, die noch immer den Blick auf Hermine ruhen ließen.

„Sind wir hier im Zoo?", fragte er laut und mit einem Spöttischen Unterton.

Die Gaffer erröteten allesamt und wendeten ihre Augen ab, was Harry zufrieden registrierte. Nicht mehr Lange und er wäre Amok gelaufen.

Es dauerte noch einige Minuten, als Sara endlich eintraf.

Auch sie Trug einen Knielangen Rock und ein Bauchfreies Top, allerdings in Grün. Sie hatte ihr langes Schwarzes Haar zu einem Zopf geflochten und ihre Lippen und Augen akzentuiert. Auch sie sah verdammt gut aus und wieder drehten sich viele Jungenköpfe um, doch ein spöttischer Blick von Ron reichte um sie ganz andere Sachen Interessant finden zu lassen.

Sie lächelte den Jungen entgegen und Ron setzte sein charmantestes Lächeln auf, was den Eindruck eines zwei Meter Großen Bill Weasley mit Kurzen Haaren entstehen lies.

„Du siehst zum Anbeißen aus. Hast du dir die Sachen von Herm ausgeliehen?"

„Schuldig im Sinne der Anklage.", gab Sara zu.

Hermine lächelte und erklärte: „Ich dachte mir schon länger, das ihr zwei solche Klamotten anzieht, deswegen wollen wir zwei uns an dem Spaß beteiligen."

„Auch auf die Gefahr hin, den einen oder anderen blöden Spruch von den Slytherins zu kassieren.", fügte Sara hinzu.

Ron musste grinsen.

„Ich zweifle dran, das die sich das Trauen wenn wir beide euch begleiten. Wird aber ein ziemlicher Schock für das Lehrerkollegium."

Harry lachte.

„McGonnagal wird in Ohnmacht fallen wenn sie euch so sieht. Ihr seid wirklich aufreizend gekleidet.", stellte er fest.

Hermine zwinkerte ihm Spielerisch zu und erwiderte: „So war das auch gedacht. Wir möchten ein wenig aus diesem Bücherwurm Image ausbrechen."

„Na das ist euch gelungen.", bestätigte der Schwarzhaarige mit einem breiten Grinsen.

Die Mädchen schenkten ihm ein strahlendes Lächeln.

„Also dann? Bereit es mit der Welt aufzunehmen?", fragte Ron heroisch.

„Ich denke schon.", erwiderte Harry.

„Na, dann wollen wir mal.", sagte der verkappte Halbriese und legte seinen Arm um Sara.

Harry bot Hermine seinen Arm und sie hackte sich bei ihm unter.

Zusammen verließen sie den Gryffindor Turm und begegneten unterwegs vielen Schülern, die alle ziemlich entsetzte bis erstaunte Reaktionen auf die vier zeigten.

Sogar Rons Prophezeiung über die Slytherins bewahrheitete sich. Auch wenn die meisten eher Lüstern als angeekelt zu den Mädchen sahen. Die weiblichen Slytherins dagegen warfen den Jungen verträumte und den Mädchen hasserfüllte Blicke zu.

Die Große Halle war wie immer zu Halloween mit lebenden Fledermäusen und fliegenden Kürbissen dekoriert. Besonders beeindruckend war jedoch die verzauberte Decke, wo ein Riesiger Roter Vollmond auf sie herabschien, obwohl er zu dieser Zeit des Monats nur zu einem Viertel voll sein dürfte.

Ron erblickte Amy und Derek, die fast genauso aussahen wie er selbst und seine Begleiter.

„Ah, endlich verwandte Seelen.", rief er in Richtung des Jungen Ehepaares.

Amy trug wie die Mädchen ein Bauchfreies Top und einen Knielangen Rock, allerdings in einem Strahlendem Weiß.

Derek dagegen eine Lederhose mit Seitenschnürung, Mottoradstiefel, ein Korn Shirt und ein Kopftuch mit weißen Tribals. Er grinste die Jungen schief an.

„Guter Look. Erinnert mich an jemanden."

Sein Grinsen verbreiterte sich und er schien seinen Blick zwischen den Mädchen schweifen zu lassen.

„Sagt mal, habt ihr euch abgesprochen?"

Amy lachte und erwiderte: „Sicher doch. Schon vor ein paar Tagen."

Harry schüttelte amüsiert den Kopf und fragte: „Wo habt ihr eigentlich Lily für heute gelassen."

„Bei Schnuffel im Hauptquartier.", erwiderte Derek flüsternd und im verschwörerischen Tonfall.

Harry war Überrascht, doch wenn man drüber nachdachte, war es eigentlich logisch. Er hatte in der letzten Woche viel Zeit mit seiner Schwester verbracht und sie war ihm mit ihrer süß Naiven Art sehr ans Herz gewachsen, auch wenn er nie wirklich vergessen konnte was sie war.

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als ihm eine Riesige Pranke auf die Schulter klopfte, so dass er unfreiwillig in die Knie ging.

„Wusste gar nicht das es heute eine Kleiderordnung gibt.", gluckste Hagrid vergnügt.

„Warum den? Hast du das Rundschreiben nicht erhalten?", scherzte Ron.

Der Halbriese lachte.

„Der war gut. Aber mal ehrlich. Die Sachen stehen euch, auch wenn einige hier nicht begeistert zu sein scheinen."

„Mann kann es halt nicht jeden Recht machen.", meinte Harry.

Derek grinste und sagte: „Das nennt man auch eine sehr gesunde Scheißegal Einstellung."

Für diese Aussage kassierte er einen Ellenbogenstoß in die Rippen von seiner Ehefrau.

„Die Sprache du Trampel.", rügte sie.

„Ich kann doch nichts dafür. Diese leisen Stimmen in meinem Kopf zwingen mich dazu.", erwiderte der Regulator frech.

„Ich dachte du redest nicht mehr mit dir.", steuerte Harry bei und sie alle mussten Lachen.

„Na den, ich denke es wird Zeit das wir uns an unsere Plätze begeben.", seufzte Hermine.

Sie trennten sich.

Das Junge Ehepaar und Hagrid begaben sich zum Lehrertisch, während die vier Freunde es sich zwischen den Gryffindors gemütlich machten.

Das Festmahl war wie immer wunderbar. Doch Dumbledore hatte noch eine kleine Überraschung für die Schüler parat.

„Wenn ihr euch bitte alle erheben würdet.", sagte der Direktor nachdem das Festessen beendet war.

Er klatschte in die Hände und die Haustische waren verschwunden. Stattdessen war an der Westseite der Halle unter den gewaltigen Fenstern ein üppiges Büffet erschienen, während sich an der Ostseite viele kleine Tische und Sitzgelegenheiten materialisierten.

„Da es in den letzten Wochen herzlich wenig Grund zur Freude gab, dachte ich mir ein kleiner Improvisierter Halloweenball würde euch auf andere Gedanken bringen. Und nun wollen wir ein wenig Spaß haben."

Er klatschte erneut in die Hände und ein ziemlich Rauer Rocksong ertönte.

Harry erkannte das Lied als ‚Whiskey in the Jar', von der Gruppe Metallica, was ihn mutmaßen lies, das ein gewisser Deutscher Einfluss auf die Musikauswahl gehabt hatte.

Ron nahm mit begeisterter Miene Sara am der Hand und zog sie auf die Tanzfläche.

Harry kicherte und wollte sich gerade zu den Sitzgelegenheiten verdrücken, doch er wurde von Hermine am Handgelenk gepackt und ebenfalls zur Tanzfläche gezerrt.

„Äh, Herm, was soll das denn?"

Hermine lachte und erwiderte: „Na was den wohl? Wir tanzen jetzt du Esel."

Es gab kein entrinnen. Hermine lies ihn nicht von der Leine, obwohl er nach eigener Einschätzung ein mehr als miserabler Tänzer war.

Dennoch machten sie eine Gute Figur auf der Tanzfläche.

Nach diesem Rocksong setzte ein Lied der Schicksalsschwestern ein. Überhaupt war die Musik gut abgestimmt. Die verschiedensten Musikrichtungen wurden gespielt, so das auch wirklich für jeden etwas dabei war.

Alles in allem war es ein sehr schöner Abend und sie feierten bis weit nach Mitternacht. Es war eine Nacht, die Harry so schnell nicht vergessen sollte…