Disclaimer: J. hat Harry Potter erfunden, ich nicht. Desshalb ist sie reich und ich nicht.

Coming home for Christmas

Inmitten von Mollies opulenter Weihnachtsdekoration saß George wie ein schwarzes Loch. Er hielt einen Becher Eierpunsch in der Hand und wirkte als hätte seine Mutter ihn schon vor Stunden dort geparkt.

Harry stieß die Küchentür auf, er schob sich und seinen alten Koffer durch die Tür, dicht gefolgt von Ron, der seinen eigenen Koffer hinter sich her zog und Massen von Schnee in der Küche verteilte.

Mit einem lauten Krachen lies er seinen Koffer auf die Bodenfliesen fallen.

Sein Blick fiel kurz auf George, er hielt inne, und Harry glaubte für einen kurzen Moment so etwas wie Angst in seinem Blick zu entdecken.

Aber Ron seufzte nur kurz und brüllte dann „Mum, wir sind daheim!", durch den Fuchsbau. Irgendwo in den Tiefen des Gebäudes war ein dumpfes Türenschlagen zu hören, darauf folgte ein schnelles Getrippel und das Knarren der Dielenböden. Kurz darauf tauchte Mollie Weasley am oberen Treppenabsatz auf. Sie trug ein hellblaues Kleid und darüber eine unglaublich geblümte Schürze.

Sie stürzte die Treppe hinunter in jeder Hand mehrere Paar Socken, die sie Harry ins Gesicht schlug, als sie Ron umarmte.

„Oh hätte ich das geahnt, dass ihr jetzt schon kommt. Ich hab noch gar nichts gemacht, und die Wäsche...", sie hielt die Socken in die Höhe.

„Oh Harry, du bist ja schon wieder gewachsen, ich kanns gar nicht fassen wie erwachsen ihr ausseht." Sie schloss Harry in die Arme, und er konnte nicht umhin zu Lächeln. Sie wirkte wie ein aufgeschrecktes Huhn und er hatte sich schon lange nicht mehr so sehr zuhause gefühlt.

„Ich koche euch schnell was.", sagte sie und lies Harry los um stattdessen die Socken an ihre Brust zu drücken.

„Aber das ist gar nicht nötig, wir haben heute in der Kantine gegessen, Mum."

„Ach Kantinenessen, erzähl mir nicht dass du davon satt wirst." Sie sah die beiden streng an, warf die Socken auf den riesigen Esstisch und wandte sich dem Herd zu.

Niemand konnte Mollys Kochkünsten widerstehen, und so saßen sie eine halbe Stunde später mit prall gefüllten Tellern am Küchentisch als Arthur und Percy gefolgt von einer kleinen Schneewehe die Küche betraten.

"Oh Hallo ihr beiden!", rief Percy mit einem strahlen im Gesicht. Er legte Reiseumhang und Schal ordentlich über einen Stuhl, und brachte so einen strahlend blauen Weasley-Pullover zu Gesicht, als er Ron durch die Haare wuschelte und Harry auf die Schulter klopfte.

"Ich hätte nicht gedacht, dass ihr schon hier seid.", fügte Arthur hinzu, der sich mit beschlagener Brille ein wenig orientierungslos umsah.

"Williams hat uns eher geh'n lassen, meinte wir hätten uns Weihnachten verdient.", sagte Ron und nahm einen großen Schluck Kürbissaft.

Arthur nickte, "Ja, wir haben uns Weihnachten verdient."

Percy war inzwischen zu George hinüber gegangen, und nahm ihm den Eierpunsch aus der Hand. "Du magst das Zeug doch gar nicht George. Soll ich dir was anderes holen?"

"Fred mochte ihn.", antwortete George trocken und starrte weiter ins Licht des Weihnachtsbaumes.

"Ja, ich weiß noch wie er sich vor vier Jahren dermaßen betrunken hat das ich schon dachte wir müssten ihn zu Poppy bringen, egal wie viele Hauspunkte das gekostet hätte."

Ein schmales Lächeln huschte über Georges Gesicht

"Und als er die Version von Stille Nacht gesungen hat in der Snape im Pyjama durch den Wald tanzt, da konnte ich mich kaum zurückhalten.", fügte Percy hinzu und trank jetzt selbst einen Schluck vom Eierpunsch.

"Es war ein Nachthemd!", rief Ron zu ihnen rüber, "Snape trug definitiv ein Nachthemd."

"Oh sie haben schon ohne uns mit den Weihnachtsliedern angefangen!", rief Ginny nach hinten durch die offene Tür. Sie schob einen riesigen Schrankkoffer vor sich her, auf dem in einer winzigen Transportbox Arnold, ihr Pigmy Puff aufgeregt hin und her hüpfte.

"Ich hör gar nichts.", kam Hermione's Stimme von draußen.

Ron sprang auf und drückt sich an seiner Schwester vorbei nach draußen in die Dunkelheit. Man konnte Hermione kichern hören.

"Oh herzlich Willkommen Ginny, Schwesterherz lass mich doch deinen Koffer nehmen!", rief Ginny ihm hinterher, aber sie klang nicht wirklich böse dabei.

"Vielleicht kann ich dir behilflich sein.", sagte Harry mit einem charmanten Lächeln.

"Das wäre wunderbar.", gab sie zurück und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.

Harry nahm Arnolds Transportbox in beide Hände und trug ihn immer noch lächelnd die Treppe hinauf in Ginnys Zimmer.

"Ich bin von Idioten umgeben!", rief sie ihm lachend nach und lies sich erst einmal von ihren Eltern umarmen.

Ja, es ist wenig Schande über mich, Schande über meine Kuh, aber mir fehlte im Weihnachtsstress einfach die Zeit.

Ich hoffe mein kleiner Einblick in das erste Weihnachtsfest nach dem Krieg gefällt euch trotzdem, und das ihr mir, ein kleines Review dalasst, quasi als Geschenk^^

Frohe Weihnachten euch allen, habt eine gute Zeit, viele Kekse und freut euch eures Lebens.

Die Alraune