Ich muss mich zuerst bei allen entschuldigen, die versucht haben auf den Link im letzten Kapitel zu gehen… Die Website scheint zusammengebrochen zu sein und hat eine Zeitlang nicht funktioniert. Jetzt geht's aber wieder und die Abstimmung geht noch bis zum 6. Juni.
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Es wäre super-cool wenn ihr uns eure Stimme geben könntet! Nochmal sorry an alle, die es schon beim letzten Mal versucht haben…
Kapitel 14: Eskalation
„Wer seid Ihr?" Itachis Stimme war ruhig, während sein Sharingan auf Amaya fixiert war.
„Dies ist nicht von Belangen." Damit griff sie ihn an, doch Itachi wich ihr mühelos aus.
„Ich nehme an es war kein Zufall, dass Arisu mich ebenfalls schon umbringen wollte? Und da es nicht funktioniert hat, wollt Ihr es jetzt erledigen... Indem Ihr Amaya kontrolliert."
„Wie ich erwartet habe, hast du es herausgefunden, Itachi. Aber ich bin nicht derjenige, der Arisu kontrolliert hat. Nein, Kuros Fähigkeit ist zwar beeindruckend, doch es hätte bei Amaya zu lange gebraucht. Sie hegt keinen Groll gegen dich, Itachi, ein Grundstein für Kuros Jutsu. Deswegen musste ich einspringen."
„Ich muss ganz schön im Weg stehen, wenn ihr so einen Aufwand betreibt nur um mich zu töten."
„Du stehst im Weg. Und wir können keine Verräter in unserer neuen Welt gebrauchen."
Itachis Augen weiteten sich für einen kurzen Augenblick der Überraschung. Wer auch immer Amaya kontrollierte schien davon zu wissen, dass er in Wahrheit für Konoha arbeitete. Und derjenige musste sich im Akatsuki-Versteck aufgehalten haben um an die Wolfskriegerin heranzukommen. Dies ließ nur eine Option offen…
„Madara", sagte Itachi. Natürlich, er hatte Amaya höchstwahrscheinlich in ein Genjutsu versetzt und kontrollierte sie mithilfe seines Sharingan.
„Du bist ein kluger Kopf Itachi, klüger als es die meisten Uchiha mit ihrer eingeschränkten Sichtweise waren. Doch es ändert nichts. Du hast dich für die falsche Seite entschieden und musst getötet werden bevor du noch mehr Schaden anrichten kannst."
Amaya wurde zum Wolf und attackierte ihn mit gefletschten Zähnen. Itachi wich aus. Unter normalen Umständen könnte Itachi sie besiegen, doch er wollte ihr nicht wehtun. Konnte ihr nicht wehtun. Sie steckte noch irgendwo da drin, doch ihr Geist wurde von Madaras Genjutsu vollständig unterdrückt.
Knurrend sprang Amaya mit beeindruckender Geschwindigkeit auf ihn zu, nur um sich in letzter Sekunde zu verwandeln. Ihr Schwert traf auf sein Kunai. Plötzlich knisterte es vor Elektrizität und um ihre linke Hand entstand das Chidori. Itachis Augen weiteten sich kaum merklich als er das Jutsu von dem Kampf gegen seinen Bruder wieder erkannte. Das Chidori fuhr durch seinen Körper. Blut spritzte. Amaya riss ihren Arm aus seinem Oberkörper heraus, ein klaffendes Loch hinterlassend. Sein schlaffer Körper fiel, doch bevor er auf den Boden aufprallte, löste sich der Klon in Krähen auf.
Itachi griff sie von hinten mit einem Feuerjutsu an, doch sie merkte es rechtzeitig und konterte mit einer Wasserwand.
„Warum gibst du nicht auf? Dein Wiederstand ist zwecklos, die Welt ist dabei neu erschaffen zu werden. Warum akzeptierst du es nicht einfach? In meiner Welt kannst du deine Eltern wieder sehen, dein Bruder wird dich nicht mehr hassen, das Massaker wäre nie passiert. Du kannst es noch ändern, Itachi."
Der junge Uchiha hörte nicht auf Madaras Gerede, sondern kniff nur die Augen zusammen. Etwas stimmte nicht… Er kannte Amayas Fähigkeiten, sie könnte ihn ernsthafter angreifen, doch Madara versuchte es nicht einmal. Was hatte er vor?
Mehrere Shuriken kamen auf ihn zugeflogen. Er wich ihnen aus, ebenso wie ihrem nächsten Schwertstreich. Plötzlich fuhr Samehada dazwischen und schleuderte Amaya in die Büsche.
„Was ist hier los?", fragte Kisame, der neben Itachi trat, sein Schwert auf der Schulter. „Du versuchst doch nicht schon wieder abzuhauen, oder Kleine?" Mit ausdrucksloser Miene stand das kontrollierte Mädchen auf, als wäre nichts geschehen, die Wunde an ihrer Seite wo Samehada sie gestreift hatte ignorierend.
„Kisame… bist du loyal zu Akatsuki?" Kisame sah Amaya verwirrt an.
„Was soll denn die Frage?"
„Wenn du es bist, was ich stark glaube, greife nicht ein, sondern lass mich diesen Verräter-"
Itachi griff sie an bevor Madara noch mehr verraten konnte, einen Fluch unterdrückend. Er konnte nicht zulassen, dass Madara sein Geheimnis weiter verbreitete. Vor allem nicht jetzt an Kisame. Er hatte schon genug damit zu tun Amaya zu bekämpfen ohne sie zu verletzen.
Madaras Einfluss zwang Amaya dazu zu grinsen, als sie Itachis Angriff abwehrte. Kisame griff sie von hinten an, doch sie entwischte den beiden geschickt.
Glücklicherweise, denn im Gegensatz zu Itachi hatte Kisame durchaus die Absicht sie maßgeblich zu verletzen, wenn nicht sogar zu töten. Itachi biss sich auf die Lippen. Er musste dringend etwas unternehmen um die Sache zu entschärfen.
Kisame lachte lauthals auf und ging auf Amaya los. „Komm schon, zeig mir was du drauf hast, Wolfsmädchen!"
Plötzlich spürte Itachi mehrere sich schnell nähernden Chakra-Signaturen und da prallte Samehada auch schon auf die breite Klinge eines anderen Schwertes.
„Die Klinge kenn ich doch", meinte Kisame breit grinsend und musterte den blau-weiß-haarigen Jungen, der ihn angegriffen hatte. „Und du kommst mir auch bekannt vor…"
„Mein Name ist Suigetsu. Mangetsu Hoozuki, den du getötet hast, war mein älterer Bruder."
„Oh ja." Er lachte amüsiert. „Mal sehen, ob du es schaffst länger durchzuhalten wie dieses Kind. Aber gehörte Kubikiri Houchou nicht diesem Balg Zabuza?"
„Gehörte, ja. Ich hab es mir nach seinem Tod geschnappt, genauso wie ich mir Samehada nehmen werde nachdem ich dich getötet habe, Kisame Hoshigaki von den sieben shinobi Schwertkämpfern." Samehada grollte als Antwort und in Kisames Augen blitzte die Kampflust auf sowie der Drang zu töten.
Doch Itachi wurde von dem Erscheinen einer weiteren Person abgelenkt.
Mit dem Uchiha- typischen emotionslosen Gesichtsausdruck landete Sasuke nur einige Meter vor seinem Bruder auf der nassen Erde. Itachi sah ihn überrascht an.
„Sasuke... Was machst du hier?", fragte er verwirrt. Ein rothaariges Mädchen und ein Junge, der selbst Kisame überragte, landeten hinter Sasuke.
Rote Sharingan Augen starrten Itachi hart an, mit einer Mischung aus Hass und Wut, deren Intensität Itachi leicht zusammen zucken ließ.
Stirnrunzelnd sah er zu Amaya hinüber, die zufrieden lächelnd einige Schritte zurück getreten war. Deshalb also hatte Madara Amaya nicht ernsthaft angreifen lassen... Er hatte auf die Ankunft Sasukes gewartet, der höchstwahrscheinlich ebenfalls von ihm oder diesem Kuro beeinflusst wurde um Itachi loszuwerden. Es war ein abgehalftertes Spiel und Itachi wusste, dass wenn er nicht einen Weg finden würde um entweder Amaya oder Sasuke zu ihrem alten Selbst zurückzuholen, er dieses Spiel verlieren würde. Keinen von den beiden konnte er ernsthaft angreifen, noch dazu töten, während sie dazu getrieben wurden ihn in den Tod zu schicken.
„Hey 'Tachi, ist das nicht dein Bruder?", fragte Kisame. Er und der andere, Suigetsu, hatten sich voneinander gelöst und beobachteten jetzt wie Raubtiere mit einem Grinsen im Gesicht den jeweils anderen, abwartend, wer den ersten Schritt tun würde.
„Hn", war alles was Itachi dazu sagte. Seine Aufmerksamkeit war vollends auf seinen Bruder gerichtet. Madara hatte sich still und heimlich zurückgezogen. Er musste nur noch warten bis die Situation eskalieren würde und zur Not konnte er immer noch mithilfe von Amaya eingreifen.
„Itachi, kommst du auf deiner Seite klar?", fragte der Haifischmann mit leichter Besorgnis in seiner Stimme, als er den etwas gestressten Ausdruck auf dem Gesicht seines Partners aus den Augenwinkeln bemerkte. Einem Außenstehenden wäre es nie aufgefallen, doch Kisame kannte seinen Partner und konnte die meisten seiner minimalen Gefühlsregungen deuten.
„Lass uns den Kampf woanders austragen, kleiner Bruder", sagte Itachi sanft und verschwand. Er spürte wie Sasuke ihm folgte, während er durch die Büsche preschte, bis er auf freiem Gelände Halt machte. Nicht eine Sekunde später landete Sasuke hinter ihm.
„Wo sind deine zwei Freunde?", fragte Itachi, sich zu seinem Bruder umdrehend. Es war eine nichtige Frage, doch er wollte den bevorstehenden Kampf so lange wie möglich herauszögern.
Sasukes Augen blieben so hart wie zuvor, als er antwortete: „Sie sind nicht meine Freunde. Außerdem ist das ein Kampf zwischen dir und mir, die zwei sollen lediglich dafür sorgen, dass niemand dazwischen funken wird." Traurig schüttelte Itachi den Kopf.
„Sasuke, bei unserem letzten Zusammentreffen habe ich dir gesagt, dass sollte dein Hass noch groß genug sein, du mich jederzeit aufsuchen kannst um unseren Kampf zu Ende zu bringen. Ich halte mich an meine Worte. Aber zuvor werde ich dich von dieser Kontrolle befreien."
„Hn." Sasuke grinste nur und sah seinen Bruder höhnisch an. „Kontrolle? Wenn er dich nicht immer noch hassen würde, hätte ich nie die Möglichkeit gehabt ihn so sehr zu beeinflussen. Du wolltest doch unbedingt bei eurem letzten Kampf sterben. Lass mir dir diesen Gefallen jetzt tun!"
Stirnrunzelnd sah Karin den beiden irre aussehenden Schwertkämpfern zu, als sie wieder und wieder mit voller Brutalität ihre zwei monströsen Schwerter kreuzten. Sich angewidert abwendend blickte sie in die Richtung, in der Sasuke verschwunden war.
„Glaubst du, er ist okay?", fragte sie besorgt den großen Jungen neben ihr, der einen Arm ausgestreckt hielt auf dem mehrere Vögel saßen und ihm ihre Beobachtungen zu zwitscherten.
„Sasuke hätte uns nicht zurück gelassen, wenn er sich nicht sicher gewesen wäre", war alles was er sagte.
„Ja schon aber... Dieser andere Typ hatte auch ein hohes Chakra. Er könnte Sasuke ernsthaften Schaden zufügen." Zwar war dessen Chakra nicht so monströs gewesen wie das von dem blauen Riesen, aber trotzdem... Sie war besorgt um Sasuke und wenn er ihr nicht gesagt hätte sie solle mit Juugo hier bleiben, wäre sie ihm schon längst gefolgt.
„Unsere Aufgabe besteht darin zu sorgen, dass ihr Kampf nicht unterbrochen wird. Wir sollten unseren Glauben in Sasuke stecken und uns nur darauf konzentrieren, was er uns aufgetragen hat." Die Vögel ließen noch ein letztes Zwitschern los, bevor sie davonflogen.
„Haha, ich kann meinen Körper innerhalb von Sekunden komplett verflüssigen. Du kannst mich nicht treffen, Kisame", rief Suigetsu grinsend, seine spitzen Zähne zeigend. Doch Kisame grinste nur ebenfalls.
„Schade, dabei wollte ich doch jedes deiner Gliedmaßen einzeln abschneiden bevor ich dich erledige... Aber dann werde ich eben dein komplettes Chakra entfernen, bis du dich nicht mehr verflüssigen kannst." Suigetsu runzelte verwirrt die Stirn doch dann weiteten sich seine Augen, als er es bemerkte.
„Meine Samehada absorbiert das Chakra von Gegnern bis sie nicht mehr einen Muskel bewegen können."
„Das ist wirklich ein interessantes Schwert, umso mehr Grund, dass ich es mir hole!"
„In deinen Träumen, Kind."
Der Feuerball zischte in den Himmel. Die Hitze durch ihre Jutsus hatte die Erde und die wenigen Pflanzen in der Umgebung bereits schon versengt.
Itachi wusste nicht, ob es der Einfluss von demjenigen war, der Sasuke kontrollierte oder ob sein Bruder in den letzten Monaten einfach stärker geworden war. Auf jeden Fall herrschte ein deutlicher Unterschied zu ihrem letzten Kampf, doch dadurch, dass er dieses Mal nicht bereits schon halb tot war, konnte er mit Sasukes Entwicklung mithalten. Und er konnte es nicht leugnen, dass er stolz auf seinen kleinen Bruder war.
Es war ein Kampf bestehend aus Genjutsu, allen Sorten von Feuerjutsus, Chidori und das Aufeinandertreffen ihrer Waffen. Sasuke ließ sich nicht mehr so einfach von Itachis Illusionen täuschen. Es zeugte sicherlich von der gewonnenen Stärke seines Bruders, machte es Itachi aber gleichzeitig schwerer, diesen Kampf abzubrechen. Es musste bald geschehen, oder Madara und sein Komplize würden gewinnen.
Sein eigenes Schicksal war ihm relativ egal, aber Itachi würde seinen kleinen Bruder nicht unter deren Einfluss zurück lassen. Außerdem musste er verhindern, dass Akatsuki Konoha und die Kage überfallen würde. Er war immer noch ein Ninja aus dem Hidden Leaf, es war seine Pflicht das Dorf zu schützen. Aber dazu musste er zuerst Sasuke aufhalten und je länger der Kampf dauerte, desto mehr kristallisierte sich heraus, dass er Sasuke mit der Absicht bekämpfen musste ihn zu töten.
Das Problem war nur, er war sich nicht sicher, ob Madara es vielleicht nicht doch zulassen würde, dass Sasuke von seiner Hand starb, um Itachi so lange aus der Bahn zu werfen, bis der ältere Uchiha ihn dann durch Amaya töten konnte.
Itachi konnte nicht zulassen, dass sein Bruder starb. Er hatte seinen Eltern versprochen er würde sich um ihn kümmern und er würde es sich selbst nie verzeihen können auch noch seinen Bruder durch seine eigenen blutbeschmierten Hände zu verlieren.
„Itachi, du scheinst abgelenkt zu sein." Sasukes Stimme riss ihn aus seinen Gedanken heraus. „Überlegst du gerade mich zu töten, damit du dieses mitleiderregende schwache Dorf retten kannst? Willst du mich auch abschlachten, so wie du Vater, Mutter, Tante, Onkel und all die anderen massakriert hast? Ziehst du mal wieder dieses Loser-Dorf deinem eigenen Fleisch und Blut vor? Dabei hast du mir doch gesagt, dass Blut dicker ist als alles andere. Schon damals... hast du mich angelogen! Chidori Stream!" Sasukes Augen glühten vor Hass, als das Jutsu auf seinen Bruder zuraste. Itachi wich ihm aus indem er in die Luft sprang, nur um mit einem Meer aus Flammen konfrontiert zu werden.
Gerade noch rechtzeitig schaffte es Itachi den Attacken seines Bruders durch ein Substitution Jutsu auszuweichen und er versteckte sich in der Krone eines Baumes. Den Kopf senkend schloss er für einen Moment die Augen.
Es hatte keinen Sinn... Dieser Kampf konnte sich noch ewig hinziehen, doch die Chance auf einen Sieg sank mit jeder Sekunde die verging, während Akatsuki bestimmt schon auf dem Weg Richtung Konoha war.
Außerdem waren da noch die von Madara kontrollierte Amaya, Sasukes neue Freunde und Kisame, die sich jederzeit gegen ihn wenden konnten. Und Madara würde Itachi nicht entkommen lassen.
Es gab nur einen Ausweg... Er musste Sasuke der Kontrolle Kuros entreißen. Dazu musste er nah an ihn ran und ihn stoppen.
Sein Bruder konnte gegen Amaya und Kisame bestehen, vor allem mit den anderen drei auf seiner Seite. Sasuke hatte sie sich sicherlich nicht ohne einen Grund ausgesucht. Danach konnte Sasuke nach Konoha rennen und die Kage warnen. Vor allem würde man ihm mehr Glauben schenken als einem Verbrecher wie Itachi, auch wenn die Hokage ihm anscheinend mittlerweile vertraute.
Itachi atmete einmal tief durch. Seltsamerweise hegte er absolut keine Zweifel an dem was er dabei war zu tun. Stattdessen fühlte er sich eher zufrieden und völlig entspannt. Als würde eine tonnenschwere Last endlich von seinen Schultern abfallen.
Wahrscheinlich hatte er, ohne es richtig realisiert zu haben, schon lange auf diesen Moment gewartet, selbst nachdem Amaya ihm das Leben gerettet hatte. Schließlich war dies das Schicksal, welches er selbst gewählt hatte an dem Tag, an dem er seine Hände mit dem Blut seiner Familie beschmutzt hatte.
Er sprang auf den erdigen, verbrannten Boden. Ließ sein Chakra aufflammen. Ein Windstoß. Das Aufblitzen von Stahl. Itachi spürte es kaum, als die scharfe Klinge in seinem Brustkorb eindrang, Fleisch und Knochen durchbohrte und ihn aufspießte.
Sasuke grinste gewinnend und stieß sein Schwert noch tiefer in Itachis Körper. Blut breitete sich innerhalb von Sekunden auf seinem Akatsuki-Mantel aus wie eine aufgehende, totbringende Blume und mischte sich mit dem Rot von den Akatsuki-Wolken. Es tropfte von der Spitze der Klinge, die aus seinem Rücken hervor drang.
„Du hast dich also dazu entschieden, dich auf das Schwert deines Bruders zu werfen um ihn nicht umbringen zu müssen? Wie naiv..." Es war Sasukes Stimme und doch war er es nicht.
Itachi sah hoch. Schwarze Augen trafen auf harte, rote. Er schmeckte Blut im Mund. Rasselnd Luft holen packt er Sasukes Hand, die auf dem Griff des Schwertes lag. Sasuke kniff seine Augen zusammen.
„Lass los, Itachi", knurrte er. „Sieh es ein, du hast verloren. Gib endlich auf und stirb!"
„Sasuke...", begann Itachi ohne auf die Worte des Fremden einzugehen. Er wusste, dass Sasuke ihn hören konnte, er hoffte es zumindest. „Ich verstehe, dass du noch immer wütend über das bist, was ich getan habe... dass du mich hasst. Und ich weiß, dass dein Hass auf mich nie verschwinden wird, schließlich bin ich dafür verantwortlich. Ich habe dich in dieses tiefschwarze Loch gestürzt, bin schuld an deinem Leiden.
Es… es tut mir Leid… Ich realisiere jetzt, dass das alles ein großer Fehler war. Ich hätte dir mehr vertrauen sollen. Vielleicht hättest du Mutter und vor allem Vater von dem Putsch abhalten können... Ich war zu engstirnig, um nur in Erwägung zu ziehen, dass es noch einen anderen Weg geben könnte. Keiner von uns kann die Vergangenheit verändern und ich kann meine Taten nie wieder gut machen. Wenn du mich wirklich hasst, kleiner Bruder, dann sterbe ich gerne auf deiner Klinge um dir zumindest ein wenig von der Dunkelheit in deinem Herzen zu nehmen. Aber versprich mir... versprich mir, dass du gegen den ankämpfst, der versucht dich zu kontrollieren. Du bist mein Bruder und ein waschechter Uchiha. Ich bin... stolz... auf dich." Itachi hustete Blut. Mit dem Tod ringend sammelte er noch einmal all seine verbliebenden Kräfte, hielt sich aufrecht.
„Lass… Lass mich dir wenigstens zeigen, was wirklich geschehen ist. Ich will dich nicht weiter anlügen. Du sollst endlich... die Wahrheit erfahren." Mit seiner letzten Kraft aktivierte Itachi sein Mangekyou Sharingan und zeigte seinem kleinen Bruder alles. Seine Erinnerungen, Gedanken, Gefühle... Als er stolz den neugeborenen Sasuke in den Armen hielt, ihre Kindheitstage, seinen Eintritt in die Anbu, die Erwartungen seitens seines Clans und des Dorfes, Shisuis Tod, seine Entscheidung… die letzten Worte seiner Mutter und seines Vaters, wie er mit zitternden Händen das Schwert in den Händen hielt. Sein wiederholtes Einschleichen in Konoha, um weiterhin über Sasuke zu wachen. Der Stolz, als sich sein kleiner Bruder in einen jungen talentierten Mann verwandelte.
Als Itachi das Jutsu beendete, war nur eine Sekunde vergangen. Seine Hand glitt kraftlos von Sasukes hinab. Er spürte kaum noch sein Chakra. Die Farbe seiner Augen war zu dem normalen schwarz zurückgekehrt. Sein Körper wurde schlaff. Das Blut strömte weiterhin aus der Wunde, sammelte sich auf dem Boden und floss in kleinen Rinnsalen davon.
Itachi konnte spüren, wie sein Herzschlag immer unregelmäßiger wurde. Hatte Schwierigkeiten zu atmen, als Blut in seine Lungen gelangte.
Es war vorbei... Er konnte endlich sterben...
Itachi sah den verblüfften Ausdruck auf Sasukes Gesicht und konnte endlich seinen Bruder in den so vertrauten dunklen Augen sehen. Die Kontrolle war verschwunden. Er hatte es geschafft.
Itachi lächelte erleichtert. Wissend, dass sein geliebter Bruder okay war. Wissend, dass Madara oder dieser Kuro keinen Einfluss mehr auf ihn hatten.
„Sasuke... was auch immer du von hier aus an tun wirst, ich werde dich immer lieben... Und ich werde immer bei dir sein, über dich wachend... Zusammen mit Vater und Mutter."
Itachis Augen schlossen sich und er sank zusammen. Das letzte was er spürte war Sasukes Hand, die ihn fest aber sanft aufrecht hielt und ihn gegen seinen warmen Körper drückte.
„Es tut mir Leid, Itachi… Ich… Ich habe dir schon längst verziehen. Du bist schließlich mein großer Bruder…"
Itachi lächelte. Erleichtert, freudig.
Dann setzte sein Herz aus.
…
Als ich angefangen habe das Kapitel zu schreiben, hatte ich eigentlich nicht vor, dass Itachi stirbt, aber es hat sich dann so entwickelt. Deshalb werde ich gleich sofort dieses Kapitel hochladen, bevor meine Itachi-fan-girl Seite den Schluss wieder ändert. Es hat mir nämlich eine Idee für das Finale gegeben. Bei dem allerdings höchstwahrscheinlich noch mehr Charaktere sterben werden...
Bitte sagt mir Bescheid, wie ihr dieses Kapitel fandet. Und bitte votet für uns.
