Radieschen: Meine Güte, jetzt hab ich schon wieder so lange gebraucht... Tut mir leid! Hoffe von dir gibts bald auch wieder neue Kapitel! Bis dann... schmatza...

MyLoveIsYourLove: Tja... Alex und Remus is so ne Sache... ich hoffe du hasst mich jetzt nicht ;o) aber ich hab ein paar neue Ideen gehabt, und deswegen entwickelt sich das ganze jetzt anders als geplant... hoffe du liest trotzdem weiter, dann kriegst du bald mehr AlexRemus

MoonyTatze: Tja, Sirius ist halt verrückt ;o)

Sydney und SirNick: Danke...

leynia: Eigentlich hat ich Zeit, aber leider keine Ideen... Sorry...

Annemie: Auf den Halloweenball musst du dich noch gedulden, aber ich hoffe ich krieg ihn ins nächste Kapitel rein...

Sternchen: Danke...

Neue Bekanntschaften

Er hob sie schnell auf seinen Arm und machte ein paar Schritte vorwärts, bis sie bis zum Hals im Wasser standen. "Uah, ist das kalt!", schrie sie und Sirius legte ihr schnell eine Hand auf den Mund. "Nicht so laut!" Langsam lies er sie runter, hielt sie aber weiterhin in seiner Umarmung. Cam wollte gerade etwas sagen, als sie spürte, wie sich seine kühlen Lippen auf ihre legten und er sie sanft küsste.


Cam kam es wie eine Ewigkeit vor, in der sie mit Sirius Black im eiskalten Wasser stand und ihn leidenschaftlich küsste. Allerdings waren es in Wirklichkeit nur ein paar Minuten. Sie zitterte wie Espenlaub und auch Sirius' hungrige Küsse konnten sie nicht wirklich wärmen. Zitternd löste sie sich von ihm und sein warmer Atem streifte ihre zitternden Lippen. "Was ist?", fragte er leicht besorgt. "Mir ist kalt! Können wir nicht reingehen und das hier", sie streifte leicht seine Lippen mit ihren, "zu Ende führen?" Sie spürte wie er seinen Mund zu einem Grinsen verzog, bevor er sie noch einmal küsste. "Kein Problem!"

Er lies langsam ihre Hüfte los und zog sie hinter sich her, ans Ufer des Sees. Nachdem sie sich mit Hilfe ihrer Zauberstäbe getrocknet und ihre Sachen wieder angezogen hatten, machten sie sich eilig auf den Weg ins Schloss. Auf dem nassen Rasen waren ihre Schritte kaum zu hören und es lag eine unheimliche Stille über Hogwarts. Weder Cam, noch Sirius sagten irgendetwas und sie begann schon sich unwohl zu fühlen, als Sirius nach ihrer Hand tastete und sie leicht drückte. Im Mondlicht konnte Cam sein Grinsen sehen, als er sie dann näher zu sich zog und seinen Arm um ihre Schulter legte. Gerade als Cam die großen Türen zum Schloss öffnen wollte, hörte sie Sirius' raue Stimme an ihrem Ohr. "Meinst du, du hältst es noch ein paar Minuten hier draussen aus?" Sie blickte ihn leicht fragend an. "Kommt drauf an. Warum?" Er presste sie sanft gegen das wettergegerbte Eichenholz hinter ihr, wisperte ein leises "Darum!" und begann dann, sie noch einmal leidenschaftlich zu küssen.


Sonntag, 28. Oktober

Lily wurde am nächsten Morgen von röchelndem Husten geweckt. Schläfrig rieb sie sich die Augen und zog die Vorhänge ihres Bettes zurück. Ihr erster Blick fiel auf Cams Bett. Sie lag zusammengezogen zu einem Knäuel unter ihrer dicken Decke und hörte gar nicht mehr auf zu Husten. Besorgt schwang Lily sich aus ihrem Bett und huschte zu ihrer besten Freundin rüber. "Alles klar?", fragte sie leise, als sie sich an den Rand des Bettes setzte und Cam über die Schulter strich. "Wo warst du gestern Abend so lange?"

Cam hustete noch einmal und brachte krächzend ein "Draussen!" zustande. "Bist du verrückt?" Lily war aufgesprungen und hatte die Hände in die Hüften gestemmt. "Du warst bei diesen Temperaturen, Ende Oktober, draussen? Was hast du gemacht?" Stöhnend fuhr sich ihre Freundin durch die blonden Locken und räusperte sich. "Sirius und ich, wir waren - " Weiter kam sie nicht, denn ihr Niesen und das Lachen von Lily unterbrachen sie. "Ihr wart zusammen draussen?" Cam nickte lächelnd. "Wir waren schwimmen und dann -" Lily funkelte sie böse an. "Sag mir bitte nicht, dass ihr bei diesem Wetter, nachts in Schottland, in einem See schwimmen wart, dessen Wasser die Temperatur eines Gefrierfachs hat!"

"Wer war im See schwimmen?", kam es von hinten. Die beiden Mädchen drehten sich um und sahen Alex, die grinsend durch die Vorhänge ihres Bettes lugte. "Sirius und Cam...gestern Nacht....unverantwortlich!", war alles was Alex aus Lilys unverständlichem Murmeln heraushörte. "Lily, beruhig dich, du bist ja spießiger als deine Mutter!", grinste sie und Cam fügte lächelnd hinzu, "Wo sie Recht hat...!" Die Rothaarige funkelte böse. "Meine Mutter ist auch durchgeknallt!"

"Aber cool!", kam es zweifach zurück. Lily seufzte. "Jetzt erzähl aber endlich was mit Sirius passiert ist!" Grinsend fing an Cam an den beiden anderen von ihrem Abend zu erzählen, manchmal unterbrochen von einem Husten, einem Niesen und überflüssigen Kommentaren von Lily und Alex. Als sie mit ihrer Erzählung geendet hatte, sahen ihre Freundinnen etwas verwirrt aus. "Seid ihr jetzt zusammen?" Cam zuckte leicht mit den Schultern. "Ich weiß nicht! Wir haben uns ehrlich gesagt nicht so viel unterhalten!", gestand sie. Alex seufzte und stand auf. "Mir ist egal was ihr jetzt macht, aber ich geh zum Frühstück. Ich sterbe vor Hunger!" Lily sprang auch auf. "Ich komm mit! Muss nur noch kurz ins Bad und mich anziehen!"

"Ich bin noch nicht mal aufgestanden!", stöhnte Cam und Lily durchbohrte sie fast mit ihrem Blick. "Du hustest, niest und deine Stimme hört sich an wie die von jemanden, der seit Jahren nicht gesprochen oder Kreide gegessen hat. Du bist erkältet und bleibst im Bett!" Cam fing gar nicht erst an zu protestieren. Erstens hatte das bei Lily eh keinen Sinn und zweitens fühlte sie sich müde und erschöpft. Sie lies sich in die Kissen zurückfallen und beobachtete später wie ihre Freundinnen lachend den Raum verließen. Dann fielen ihre Augen auch schon zu.


Als Lily und Alex die Große Halle betraten, saßen zu ihrer Verwunderung schon alle vier Marauder am Frühstückstisch. Kaum dort angekommen, blickte Sirius auf. Das Grinsen, das bis eben auf seinem Gesicht zu sehen war, war jetzt völlig verschwunden. "Wo ist Cam?", schoss es kurz darauf aus ihm hinaus. Lily funkelte ihn kurz an. "Oben im Bett! Du bist unverantwortlich Sirius Black!", brachte sie durch zusammengepresste Zähne hervor und lies sich neben James auf den Platz sinken. "Was fällt dir ein, sie bei diesen Temperaturen nach draussen zu locken?" James und Alex verdrehten genervt die Augen und bevor Lily fortfahren konnte, Sirius anzumeckern, schob James ihr grinsend sein Brötchen in den Mund.

"Mmmmh, das hab ich jetzt gebraucht! Ich wär fast gestorben vor Hunger!", gab sie lächelnd zu. James zog verführerisch seine Augenbraue hoch. "Tja, ich weiß halt was gut für dich ist!" Dafür fing er sich einen ziemlich harten Schlag auf den Oberarm ein. "Halts Maul, Potter!", erwiderte sie, jedoch mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. Sirius war währenddessen aufgestanden. "Wo willst du hin?", fragte Remus neugierig. "Schauen wie es Cam geht. Ich treff euch nachher im Gemeinschaftsraum!"


Sirius öffnete leise die Tür zum Mädchenschlafsaal. Grinsend schlenderte er zu Cam's Bett rüber und legte sich neben sie. Seine Hand lies er langsam unter die Decke und über ihren Bauch wandern. "Hey Schönheit!", flüsterte er mit rauer Stimme in ihr Ohr und knabberte dann leicht daran. Sie bewegte sich leicht unter seinen Berührungen und schlang einen Arm um seine Hüfte. "So könntest du mich ruhig öfter wecken!", murmelte sie grinsend mit rauer Stimme, die Augen immer noch verschlossen. Sirius presste seine Lippen auf ihre und lies seine Hand tiefer wandern. Gerade als Cam den Kuss vertiefen wollte, spürte sie ein Kratzen in ihrem Hals und brach von Sirius weg, bevor sie von einem erneuten Hustenanfall geschüttelt wurde.

Als sie sich beruhigt hatte, zog Sirius ihren Kopf auf seine Brust und seufzte kurz. "So schlimm?", fragte er leise. Cam nickte leicht mit dem Kopf. "Dann gehst du jetzt ein Erkältungsbad nehmen! Sofort!" Er setzte sich in ihrem Bett auf und zog sie mit sich hoch. "Ich kenn das Passwort vom Vertrauensschülerbad!" Cam sah ihn fragend an und er setzte lächelnd hinzu, "Immer gut, ein Marauder zu sein!"


Remus saß an diesem Tag noch länger in der Bibliothek über seinen Zaubertränke Hausaufgaben. Obwohl er jetzt schon eine Stunde darüber brütete und sich den Kopf zerbrach, kam er nicht voran. Mit einem lauten Seufzen schlug er das Buch zu und stand vom Tisch auf. Mit ein paar Schritten hatte er die Tür erreicht und schlug sie schwungvoll auf. Er wollte endlich mit Alex sprechen.

Verwundert stellte er fest, dass die Tür auf Widerstand gestossen war. Ein Blick auf den Boden verriet ihm, dass er jemanden damit umgestossen hatte. Unzählige Pergamente waren auf dem Boden vertreut und eine umgeknickte Feder lag zu seinen Füssen. "Oh, tut mir leid, ich hab dich nicht gesehen!", brachte er schnell heraus und bückte sich, um dem Mädchen zu helfen, ihre Sachen aufzusammeln. "Macht doch nichts!", antwortete sie lächelnd. "Ich bin übrigens Sophie Hunter!" Remus lächelte zurück. "Ich bin -" - "Remus Lupin, ich weiß!" Beide waren inzwischen wieder aufgestanden und Sophie drückte ihre Pergamente an sich. Immer noch lächelnd und amüsiert über Remus' fragenden Gesichtsausdruck setzte sie hinzu, "Wer kennt nicht die berühmt - berüchtigten Marauder?" Remus lachte leise. "Du bist in Ravenclaw, oder?" Er lehnte sich lässig an die Wand und blickte in ihre funkelnden Augen. Sophie lächelte wieder und nickte. Remus musste sich eingestehen, dass Sophie ziemlich hübsch war. Ihre kurzen, blonden Haare waren zu einem kleinen Zopf zusammen gebunden und ihre braunen Augen funkelten lustig. "Hast du heute noch was vor, oder hättest du Lust was trinken zu gehen?", fragte er forschend. "Wo willst du an einem Sonntag was trinken gehen?" Er zwinkerte ihr kurz zu. "Wie war das noch, mit 'berühmt - berüchtigt'? Ich hol dich um Neun Uhr vor deinem Gemeinschaftsraum ab. Bis später!" Er sandte noch ein breites Lächeln in ihre Richtung, löste sich von der Wand und verschwand um die Ecke.


Alex drehte sich vor dem großen Spiegel im Mädchenschlafsaal langsam erst nach rechts, dann nach links. Sie hatte ihr cremefarbenes Kleid an und bewunderte sich im Spiegel. An Halloween wollte sie unbedingt gut aussehen. Immerhin stand an diesem Abend viel auf dem Spiel. Sie hatte sich schon genau überlegt, was sie zu Remus sagen würde und die Zeit bis zum Ball konnte gar nicht schnell genug vergehen. Noch drei Tage, dann würde sie endlich wieder Remus' sanfte Küssen und seine warmen Hände auf ihrer Haut spüren. Nach einem letzten Lächeln in Richtung Spiegel drehte sie sich um, und zog das Kleid wieder aus. Dann machte sie sich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum.