Hallihallo und es geht weiter.


Kapitel 14: Eine zweite Chance?

Mit rasendem Herzen brach Bulma über dem Lenkrad zusammen und in ihrem Kopf

tobte ein gewaltiger Schmerz...nur in ihrem Kopf? nein...ihr ganzer körper

fühlte sich an, als wäre er in tausend kleine Scherben zersprungen. Sie

erinnerte sie an den Traum, den sie im Krankenhaus hatte...Vegeta hatte sie

darin geküsst...und sie hatte immer gesagt, dass dieser Saiyajin, der keine

Schuld und Empfindungen besaß so etwas in Wirklichkeit nicht fertig

brachte...und nun hatte er es doch getan...Bulma stöhnte leise auf und

atmete mit schmerzender Brust ein...Nur einmal hatte er sie geküsst...und

es fühlte sich verdammt viel besser an, als es sich im Traum angefühlt

hatte...aber dass es unter diesen Umständen passieren musste...

Sie schlug mit der Faust auf die Hupe und war sauer. Wieso musste ihr Leben so

scheiße laufen? Sie war einst so glücklich gewesen. Mit Yamchu war sie

glücklich gewesen...und die Zeit mit Vegeta war auch toll, als sie noch

nichts von Yamchus Machenschaften erfahren hatte...es hatte richtig Spaß

gemacht sich mit Vegeta zu zanken und zu kabbeln und überhaupt...und es

wäre bestimmt verdammt viel mit Vegeta geworden...

*Wär er doch nie mit zum Arzt gekommen...* dachte Bulma schweren Herzens, denn

sie erwartete nicht, dass Vegeta sie zu Hause fröhlich empfing...Nein...er

war nun wirklich weg...diesmal wusste Bulma, dass er es toternst gemeint

hatte... Der Mann, mit dem sie am liebsten neu angefangen hatte war nun auch

weg...und sie saß ganz allein mit der Krankheit da und musste da

durch...sie musste erst mal nach Hause...aber was, wenn sie auf dem Weg

dahin starb? Oh man...jetzt bekam sie ständig Todesvisionen...das war doch so

abartig.

Bulma richtete sich auf und lehnte sich im Sitz zurück. Sie schaute in den

Spiegel und erkannte, dass ihr Gesicht total verquollen und rot war...sie

weinte zu oft in letzter Zeit, dass war gar nicht gut für ihre Haut. Ihre Augen

brannten und sie drückte die Handgelenke in die Augenhöhlen, damit der Schmerz

weniger wurde.

Sie atmete laut durch den Mund, da ihre Nase komplett verstopft war und

röchelte vor sich hin. Sie schluckte und ihre Kehle kratzte, da sie so trocken

war. Sie brauchte unbedingt etwas zu trinken...aber für den Fall dass sie

sterben sollte würde sie einen Tropfen Wasser weniger verschwenden...Bulma

seufzte...nun musste sie ganz alleine nach Hause fahren, und wenn ihr was

passierte war noch nicht einmal Vegeta da, um sie zu beschützen...sie musste

nun alleine klar kommen...

Bulmas Herz pochte und sie drehte den Schlüssel um. Der Motor brummte und Bulma

blinzelte kurz, bevor sie das Gaspedal trat. Der Wagen rollte rückwärts aus

dem Parkplatz und Bulma fuhr auf die Kreuzung zu. Sie rollte vorsichtig über

die Straße und gab dann etwas mehr Gas. Sie musste unbedingt nach Hause und mit

ihren Eltern reden...was die wohl dazu sagen würden...ihre Tochter und das

IVM-Virus...die würden ausflippen...die würden sicher alles daran

setzen, dass sie wieder gesund werden würde, aber das würde sicher zu lange

dauern.

Na, und Yamchu musste sie auch die Sache heimzahlen...sie konnte es immer noch

nciht fassen, wie er ihr so etwas antun konnte...

Bulma schüttelte den Kopf und düste gedankenverloren über eine rote Ampel.

Die Autos wichen ihr hupend aus, doch Bulma bemerkte nichts...sie raste

schnurstracks zurück zum Briefs'schen Anwesen und parkte mit Vollbremsung. Als

sie aus dem Auto stieg schmetterte sie die Tür mit aller Wucht zu und sammelte

eine paar

Sekündchen danach die Hoipoi-Kapsel ein und steckte sie in ihre Schatulle. Sie

ging den Weg zum Haus entlang und trat in die Diele. Sie lauschte, doch niemand

schien da zu sein. Vielleicht war ihre Mutter ja bei den Namekianern...hoppla,

sie musste ja noch einen neuen planeten für sie finden...und ihr Vater...der

war sicher dabei eine neue Erfindung zu basteln...jedenfalls war es still im

Haus. Und draußen auch...zu still...aber es war ja sowieso schon spät,

und selbst Vegeta würde um diese Zeit duschen, essen und dann schlafen, um dann

am nächsten Tag quietschfidel aufzuwachen und mit seinen Explosionen ihre

Nerven zu terrorisieren.

Vegeta...Bulma ging ins Wohnzimmer und schaute aus der Terrassentür herüber

zum Schwerkraftraum...vielleicht würde Vegeta ja auftauchen, um zu

trainieren...er konnte gar nicht anders! Was würde er ohne den

Schwerkraftraum machen? Sicher hätte er dann soviel überschüssige Energie,

dass er ein paar Inseln oder Städte in Schutt und Asche legte...mann mann

mann...

Das war nicht zum aushalten...sie brauchte ihn doch jetzt so sehr...jetzt

wo sie erfahren hatte, dass er genauso empfand wie sie...Bulma löste ihren

Blick vom Schwerkraftraum und ging nach oben ins Badezimmer. Innerlich hoffte

sie auf der Treppe zu sterben, damit ihr der ganze Kram erspart blieb...Vegeta

war weg und sie konnte nichts dagegen unternehmen. Bulma holte sich ihr Handtuch

und legte es zurecht. Eine kalte Dusche würde sicher gut tun...auch wenn

sie schon geduscht hatte...das musste nun wirklich sein...sowas weckt neue

Lebensgeister...und Hoffnungen. Bulma hielt es nicht für nötig die

Badezimmertür zu schließen, da ja sowieso niemand hereingestürmt

käme...Sie zog sich aus und schmiß die Sachen auf einen haufen. Bulma

schaute sich im Spiegel an und sie erschrak fürchterlich...das war sie? Sie

sah schlimm aus...kreidebleich und mit roten Flecken im Gesicht...und die

Haare zerzaust und überhaupt... durch die ganze Kotzerei schien sie Gewicht

verloren zu haben...an einem Tag...sie sah so mager aus...aber konnte man

denn besser aussehen, wenn man weiß, dass man jeden Moment sterben könnte?

Seufzend stieg Bulma in die Duschkabine und ließ das Wasser an. Das Display

zeigte eine Temperatur von 10°C an, und Bulma wusste, wer das eingestellt

hatte. Sie drückte auf den unteren Knopf und verringerte die Wassertemperatur

auf 5°C... sie fror, aber wenn sie aus der Dusche kam, würde ihr wegen dem

Wetter sowieso wieder warm werden...außerdem tat das nun unbeschreiblich

gut...ihre Kopfschmerzen ließen langsam nach und auch alles andere beruhigte

sich. Bulma ließ das Wasser auf sich nieder prasseln und überlegte, was sie

als nächstes tun sollte...was wäre, wenn sie noch total lange leben würde?

Die ständige Angst vom Fleck weg zu sterben würde sie die ganze Zeit

begleiten...irgendetwas musste man doch unternehmen...konnte sie denn

wirklich nichts mehr tun, außer abwarten, und das noch einsam? Bulma bohrte mit

ihrem Zeh im Abfluss herum. Na sowas..sie bückte sich und griff mit zwei

Fingern in den Abfluss und zog aus dem Gitter einen dicken, schwarzen

Haarknoten...Vegeta...Wie oft hatte sie ihm gesagt, dass er nach dem

Duschen gefälligst den Abfluss sauber machen soll, da seine losen Haare darin

Verstopfungen verursachen konnten? Bulma seufzte...dieser verwuselte

Haarknoten...sie musste daran zurückdenken, wie sie in seine Haare

gegriffen hatte , um ihn aus ihrer Badewanne zu holen, da er sich darin breit

gemacht hatte...das war der Tag, an dem sie Yamchu den Laufpass

gegeben hatte. Bulma ließ das Haarknäul los und es wurde in den Abfluss

gespült. Sie schaltet die Dusche aus, und griff nach ihrem Handtuch, das

draußen bereit lag. Sie fühlte sich ein wenig entspannter und ihre Füße

kribbelten, als sie auf die Fliesen trat, die ihr nun ziemlich warm vorkamen.

Mit den Füßen schob sie ihre Klamotten vor sich her, über den Flur und in ihr

Zimmer. Ihre Haare tropften den Teppich im Flur voll und sie zog eine Spur

kleiner Wassertröpfchen hinter sich her...

Sie ließ sich in ihren Sessel fallen und starrte an die Decke...Sie war der

Super-Single mit der Garantie in nächster Zeit zu sterben und ohne einen Erben

für ihr ganzes Vermögen...wieso hatte sie auch nur immer die Pille genommen?

Achja...damit sie von diesem Flegel kein Kind bekam...Bulma streckte sich

und überlegte, wie denn wohl ihre kinder später aussehen

könnten...sicherlich viel von ihr, aber auch der Vater mischte mit...und

als Vater erkor Bulma Vegeta aus...was wäre wenn sie mit ihm Kinder kriegen

würde? Sicher gäbe es dann einen kleinen Vegeta mit blauen Haare und eine

kleine Bulma mit schwarzen Haaren...Bulma kicherte, verwarf aber den

Gedanken wieder, da Vegeta ja nicht mehr bei ihr sein wollte...weil sie

über seine Gefühle bescheid wusste. Aber wie konnte ihm dass denn nur peinlich

sein? Vielleicht, weil er ihr zuviel Schwäche gezeigt hatte? Zuneigung anstatt

Abneigung? Wenn er doch nur wieder bei ihr wäre...

Bulma seufzte und rieb sich die Augen. Draußen war es schon dunkel und im

Fernsehen war heute der große Tag der Horrorfilme...*vielleicht sollten sie

mein Leben verfilmen...das wär ein richtiger Kassenknüller...* dachte Bulma

und holte die Fernsehzeitschrift unterm Sessel hervor. Vielleicht würde sie ja

die letzten Tage ihres Lebens als Fernsehjunkie und Couchpotatoe verbringen...

Keine schlechte Idee. Bulma blätterte in der Zeitschrift umher und bemerkte,

dass um 22.00 Uhr eine Wiederholung der ZuZuBa-Talkshow lief...ein Schauer lief

ihr über den Rücken. Sowas wiederholten die auch noch... Na ja. Es war jetzt

viertel nach sieben, und um halb acht fing der Spielfilm an... auf TV3 lief die

große Nacht der Horrorfilme...wieso eigentlich nicht? Wahrscheinlich würde

sie sterben und noch nie einen guten klassiker gesehen zu haben...

Bulma schaltete den Fernseher an und ging auf den Hauptsender TV3 herab. Gleich

lief ' Der Killervirus'...Bulma grinste über die Ironie der Situation und legte

die Fernbedienung beiseite. Sie schaute sich die Nachrichten an und regte sich

tierisch über angekündigte Neuwahlen der Regierung auf. Und dann nach ca. 8

Minuten Werbung für stumpfsinnige Waschmittel und der neusten Erfindung von

ihrem Vater, einem Spray dass verwelkte Blumen wieder neu aufblühen ließ,

FlowPowX, fing der Film endlich an.

Der Bildschirm färbte sich düster und in verschwommener Schrift tauchte dann

der Titel auf und Bulma fand das schon ziemlich klischeehaft...aber was man

sich vorgenommen hatte musste man auch durchziehen.

Als der Vorspann endlich zu Ende war, sah man ein kleines Mädchen in ihrem

Zimmer spielen...die Mutter schickte es zur Schule, doch das Mädchen erklärte,

sie fühlte sich nicht gut und habe kopfschmerzen.

*Sicher ist sie mit dem Virus befallen...* dachte Bulma gelangweilt und stütze

ihren kopf auf die hand. Sie erwartete nicht fiel von diesem Film und war

inbegriff umzuschalten, als das mädchen schließlich den klassenraum betrat.

Sie setzte sich auf ihren Stuhl und der Unterricht fing ganz gewöhnlich an.

Dann meldete sich das Mädchen, dass Kiru hieß und wollte die Antwort auf die

Frage der Lehrerin sagen, doch es kippte vom Stuhl. Dann versuchte es sich

wieder auf die Beine zu rappeln, schaffte es aber nicht. Die Lehrerin kam zu ihr

gerannt und fragte was los sei. Kiru erklärte, dass ihr Mund weh tat und ihr

kopf schmerzte. Jemand sollte die Krankenschwester der Schule holen und kiru

sagte, sie müsse sich übergeben. Die Lehrerin und eine Mitschülerin

schleppten sie zum Klo, wo sie sich auch feierlich übergab.

Bulma runzelte die Stirn. Von kotzen kannte sie auch ne

Menge...mittlerweile...aber heute hatte sie genug davon.

Das Mädchen stand schließlich vor dem Spiegel der Mädchentoilette und

öffnete ihren Mund, der angeblich so weh tat. In einer Großaufnahme zeigte man

das Mundinnere der jungen Dame, das über und über mit kleinen schwarzen

Blutbläschen übersäht war. Das Mädchen schrie markerschütternd und sackte

zusammen. Bulma starrte mit tellergroßen Augen auf den Bildschirm. So etwas

ekeliges hatte sie ja noch nie gesehen...

Dann kam die Lehrerin wieder in die Toilette und das Mädchen blickte sie an.

Sie hatte glasige Augen und ein heller Schleim floß aus ihrer Nase und dem Mund

und sie weinte. Die Lehrerin sah das Mädchen entsetzt an und wusste nicht was

sie tun sollte, denn Kiru fing an zu zucken, und ein epileptischer Krampf

durchlief sie wie eine Welle. Krachend schlug der Kopf des Mädchens auf die

Fliesen und Bulmas Magen drehte sich mittlerweile um 360°...aber sie zwang

sich weiter zuschauen. Total steif lag das Mädchen nun auf dem Boden und regte

sich nicht. Bulma überlegte, ob sie tot war, doch in dem Augenblick zeigte der

Bildschirm, wie das Mädchen die Blase nciht mehr halten konnte und sich eine

Pfütze unter ihr bildete. Bulma ächzte...das war wirklich ein ekeliger Film,

aber irgendwie war sie neugierig, was noch kommen würde.

Kiru stöhnte und ihr Gesicht schnitt furchtbare Grimassen, sie hatte sich

selbst nicht mehr unter Kontrolle. Und dann schlugen sich ihre Zähne in die

unterlippe und verbissen sich darin. Blut floß dem Mädchen über das Kinn und

den Hals. immer wieder biss sie in die Lippe, bis sie nur noch an einem fetzen

herunter hing.

Bulma schaute instinktiv vom Bildschirm fort...an die dunkle Wand und hörte

die wilden Geräusche aus dem Fernseher. Sie hörte die Lehrerin kreischen und

einige Schüler, die dazu kamen. Bulma drehte langsam den kopf wieder zum

Fernseher, und erblickte das mädchen, wie sie wild um sich schlug und ihr

mundinneres und die Lippe kaute...ja sie kaute sie. Bulma hielt sich die hand

vor den Mund...gleich war es wieder soweit...sie sah es schon kommen... und dann

hörte das mädchen auf damit. Sie lag still auf dem Boden und ein weiteres mal

dachte Bulma sie sei tot, doch dann begann sich das Rückgrat des Mädchen nach

hinten zu biegen und ihr körper bäumte sich auf. Der Bauch hob sich immer

höher und schließlich stand das Kind auf den Zehenspitzen und auf dem kopf,

den Rücken komplett durchgebogen. Ihre Augen waren rein weiß, es gab keine

pupillen mehr und Blut schoß aus ihrer Nase. mit jedem Herzschlag kam es

herausgeschossen und besprenkelte den Boden. Dann lächelte das Mädchen und ihr

Rückgrat gab ein lautes Knacken von sich. Das Nasenbluten erstarb und das

Rückgrat entspannte sich. Das Kind hustete und gab Spucke mit Blut von sich.

Dann beugte sich die Lehrerin über sie und schrie sie an, doch das Kind war auf

grauslichste weise an dem killervirus gstorben...

Bulma nahm die Fernbedienung und schaltete um. Sowas wiederliches hatte sie noch

nie gesehen und wollte sie auch nie wieder sehen! Oh man, jetzt bekam sie

bestimmt einen Haufen Alpträume...

Ob sie wohl genause enden musste, wie dieses Mädchen? Vom IVM-Virus war

eigentlich bekannt, dass man eines Tages nichts mehr wahrnahm und die Sinne

wegwaren und man einfach in Ruhe starb...aber was wenn es SO ablaufen würde?

Bulmas Magen machte sich unwohl bemerkbar und sie erhob sich vom Sessel.

Mittlerweile war sie getrocknet und wickelte sich das Handtuch um ihre klammen

Haare. Sie lief in den Kleiderschrank und zog sich ein frisches Höschen an und

ein T-Shirt. Sie würde wohl gleich ins Bett gehen und schlafen...falls sie

das nach dem Film noch konnte...mensch mensch mensch...und sowas zeigen die

zur Hauptsendezeit im Abendprogramm...Bulma schüttelte den Kopf und

schloß die Tür zum kleiderschrank hinter sich. Sie starrte auf den

Schreibtisch, der ordentlich unter dem Fenster stand. Wenn Vegeta ihn nicht

aufgeräumt hätte, dann säh er immer noch nach Müllhalde aus...

Vegeta...wo er jetzt wohl war? Ob er sich Sorgen um sie machte?

Bestimmt...wenn seine Gefühle wirklich echt waren, dann ganz bestimmt...aber

würde er sie dann so hilflos zurück lassen?

Bulma ging zum Schreibtisch herüber und blickte auf den Monitor, auf dem sich

die Bilder aus der Flimmerkiste wiederspiegelten. Sie hatte so viele

Aufträge...und wenn sie starb, dann würden die wohl nie fertig werden...

Sie seufzte und nahm den Stapel Blätter in die Hand, den Vegeta fein

säuberlich an den Rand gelegt hatte.

Soviele Aufzeichnungen und Ideen...alles für die Katz... Bulma blätterte in

den Unterlagen herum und ihr Blick fiel auf eine Erfindung, deren Namen sie auf

die oberste Ecke eines Zettels gekritzelt hatte...

*Capsule Corporation TimeJumper PX 33...*

Bulma überlief ein Schauer... sie hatte ja angefangen eine Zeitmaschine zu

erfinden... Ihr Herz schlug immer schneller bis es schließlich mit 240 Sachen

zu rasen schien. Bulmas Kopf glühte hochrot und sie setzte sich auf ihren

Schreibtischstuhl. Sie hatte begonnen an einer Zeitmaschine zu arbeiten...die

Erfindung, die die ihres Lebens werden sollte...Bulma schluckte...nun war

sie wirklich die Erfindung ihres Lebens...Ihre Miene hellte sich auf und ein

lauter Juchzer entrang sich ihrer Kehle. Sie griff neben den Schreibtisch und

trank einen großen Schluck aus der Wasserflasche. Ihr Mund war staubtrocken vor

Aufregung. Mit der Zeitmaschine könnte sie doch die Vergangenheit verändern!

Aber sie war nciht fertig, sie hatte ja noch nicht einmal geschafft ein paar

simple physikalische Gesetze zu überlisten... In ihren Fingern kribbelte es

und sie schaltete mit dem Zeh den Computer ein. Bulma atmete unregelmäßig und

sehr aufgeregt. Das war die Chance, alle szum Guten zu wenden... sie musste

es schaffen, die Zeit zu überlisten...sie musste verhindern, dass sie mit

Yamchu jemals Sex hatte! Dann wäre sie nicht krank und sie würde Jungfrau

bleiben...dann würde Vegeta sich sicher auch nciht so ziemen...Er

meinte ja, dass er keine benutzten Frauen mochte...das wäre dann doch nur

perfekt...allerdings...nächsten Monat würde sie hoffentlich 30 Jahre alt

werden...und sie wäre dann wirklich ein alte Jungfrau...aber mit gutem

Grund!

Über Bulmas Gesicht breitete sich ein fettes Grinsen aus. Warum war sie nicht

schon ehr darauf gekommen?

Sie linkte sich mit der Maus in ihr Programm ein und rief die Daten über die

Zeitmaschine auf den Bildschirm.

" Wie gesagt", plapperte sie optimistisch vor sich her," um in die Vergangenheit

zu gelangen muss man sich schneller als mit Lichtgeschwindigkeit bewegen...und

dann noch schneller, um weiter zurück zu gelangen...also Lichtgeschwindigkeit

ist nach meinen Berechnungen hier zehn Sekunden in die

Vergangenheit...weia...warte...wann habe ich mit Yamchu geschlafen?

753 war der Kampf gegen Oberteufel Piccolo...und ja...genau da muss es

dann passiert sein...wollte nicht als alte Jungfrau sterben..."

Bulma holte einen Taschenrechner und fing an zu tippen. Sie befanden sich nun im

Jahre 763...es waren also zehn Jahre her...ein Jahr hatte 31536000

Sekunden...mal zehn waren 315360000! Sie musste also mit 315360000 facher

Lichtgeschwindigkeit reisen, um zehn Jahre früher auszukommen. Bulma sackte in

ihrem Stuhl zusammen und überlegte wie sie denn nur auf so eine hohe

Geschiwindigkeit kommen könnte...

Und sollte überhaupt sie selbst reisen? Wie man in die Zukunft zurückkam hatte

sie keine Idee...nicht mal ansatzweise...aber das mit der Vergangenheit war

schon fast perfekt...es fehlte nur noch die praxis.

" HA!" lachte Bulma und klatschte in die Hände. " Natürlich werde ich nciht

selbst reisen! Ich schreibe mir selbst einen Brief!"

Bulma biss sich auf die Lippe und tippte in höchstegeschwindigkeit ihre Ideen

auf den Computer. *Wie kann ein Mensch nur so genial sein wie ich* lobte sich

Bulma strahlend und druckte ihr bisheriges Ergebnis aus. Kaum hatte der Drucker

das letzte Blatt ausgespuckt riss sie es aus der Fassung und rannte hinunter in

die Werkstatt.

Sie schlüpfte schnell in die Sicherheitsschuhe, betrat aber sonst den Raum nur

mit T-Shirt und Höschen. Vegeta hätte sich sicher darüber aufgeregt...

Bulma rannte zur Arbeitsplatte herüber und schaltete die Halogenlampe an, die

ein grelles Licht von sich gab. Bulma blinzelte, holte aber dann aus einer

Schublade einen großen Bogen Papier heraus und ein paar Stifte und ein Lineal.

Sie setzte sich auf einen Hocker und fing an zu zeichnen. Sie beschloß einen

atombetriebenen Generator für die Stromzufuhr zu benutzen und zeichnete ihn als

Herzstück ein. Dann zeichnete sie die äußeren Schichten und Materialien und

verwirrende Linien für den Stromkreislauf ein. Und sie überlegte, wie sie die

Beschleunigung auf 315360000facher Lichtgeschwindigkeit bringen

sollte...vielleicht, wenn sie soviel Energie erzeugte, dass die Teilchen sich

immer schneller bewegten und das Transportobjekt mit

einbezogen...dann wäre das alles möglich. Bulmas Herz pochte vor Aufregung

und sie zeichnete immer schneller an ihrem Entwurf. Sie gähnte, doch sie durfte

nicht schlapp machen...keine Müdigkeit, sonst starb sie noch bevor alles

fertig war!

Bulma arbeitete die ganze Nacht durch. Sie ließ sich ständig vom Hausroboter

starken Tee brühen, was sie auf Trab hielt. Am nächsten Morgen erwachte sie

über ihren Skizzen, die mittlerweile einen halben Meter hoch neben ihr

häuften. Sie musste kurz eingenickt sein. Aber es hatte sich alles gelohnt. nun

musste sie nur noch die Zeitmaschine zusammen zimmern und den Brief schreiben.

Sie erhob sich mit kanckenden Knochen und reckte sich...der Hocker war nicht

gerade bequem. Sie lief durch die Werkstatt und nahm aus dem Reste-Raum übrig

gebliebene Metallwände und Kugeln, die sie benötigte. Im Generatorraum nahm

sie eine Ampulle und füllte sie mit radioaktiven Gasen. Dazu zog sie sich in

einen kompletten Anzug an, damit sie gegen die Strahlung gesichert war...und

das war sie in dem Anzug...Erfindung ihres Vaters...und dem vertraute

sie...

Bulma schleppte alle nötigen kleinteile und Wönde und Drähte, Kabel und

Schrauben in die Werkstatt, und nachdem ihr der Roboter ein belegtes Brot

gebracht hatte, fing sie an den Generator zu drillen und die Zeitmaschine

zusammen zu basteln.


Yamchu drehte seinen kopf beiseite, und es tat schrecklich weh. Sein ganzer

Rücken schmerzte und er tastete an seine Lippe, die rau und krustig war. Er

knabberte mit den Zähnen daran und schon schmeckte er wieder Blut. Er blutete

an der Lippe...was war geschehen? Schwerfällig rappelte er sich auf und hielt

sich stöhnend die hand an den Kopf. Als er sich seine Hand anschaute war auch

sie vollkommen blutüberströmt...

Er zog sich an irgendetwas hoch und überlegte wo er war... er befand sich in

dem Appartment, in dem er seit kurzem wohnte...und es sah chaotisch aus. Der

Tisch war in der Mitte zerschlagen und überall lagen kaputte Gläser und

Geschirr auf dem Boden. WAS in Gottes Namen war geschehen?

Yamchu hustete und unter einem Haufen klamotten regte sich etwas. Er schaute

angestrengt hin, konnte aber nichts erkennen, bis Pool aus dem Haufen geschossen

kam und sich schmerzhaft an ihn klettete. Yamchu stöhnte und drückte Pool

beiseite.

" Oh Yamchu..." quiekte das Tierchen und schaute ihn mit tränenerfüllten

großen Augen an. " Was hat er dir nur angetan?"

" Wer..."würgte Yamchu hervor und beträufelte den Teppich mit einer

Blutspur. Er stütze sich am Wohnzimmerschrank ab und schaute Pool mit zusammen

gekniffenen Augen an. Er sah, wie dem Tierchen das Herz schwer wurde bei seinem

Anblick.

" Na dieser Vegeta!" heulte Pool und verwandelte sich in einen Eisbeutel und

setzte sich vorsichtig auf Yamchus kopf. Yamchu ließ Pool machen und er

erinnerte sich wieder. Ja...Vegeta war gekommen...und dann?

Er kam durchs Fenster gestürmt und hat die Scheibe eingetreten, und dann hatte

er wie eine Furie in seiner Wohnung umhergewütet und ein paar heftige Ki-Bälle

auf ihn abgefeuert. Bevor er richtig anfangen konnte zu kämpfen, hatte Vegeta

ihm so heftig ins Genick geschlagen, dass normalerweise sein Kopf nicht mehr

dranhängen müsste. Und so fühlte es sich auch an...und was hatte dieser

Angeber noch gesagt? Er sei ein elender Wurm, und sei es nicht wert zu

leben...die Leier kannte er ja nur zu gut, aber dann bevor er ihm den

schmerzhaften Genickschlag gab hatte er geschrien, dass es unverzeihlich wäre,

was er mit Bulma gemacht hätte, und dass er sie rächt. War Bulma tot? Er hatte

sie doch nicht umgebracht? Wann denn das und wieso? Tickte dieser Vegeta nun

komplett aus? Aber irgendetwas schien mit Bulma zu sein...sollte ihn

eigentlich nicht interessieren, aber warum er von Vegeta zusammengeschlagen

wurde, ohne den Grund zu wissen war fragenswert.

Yamchu nahm Pool von seinem Kopf und schaute dem Eisbeutel in die Augen. Pool

verwandelte sich zurück und sah Yamchu fragend an.

" Finde heraus was mit Bulma ist..." sagte er leise und böse...wenn sie

es schuld war, dass er so zusammengeschlagen wurde, dann würde sie was

erleben...sie war doch sicher genauso schnell über die Trennung hinweg

gekommen wie er, also was sollte der Terz jetzt?

" Aber du hast doch nichts mehr mit ihr zu tun! Was willst du denn noch von

ihr?" quietschte Pool und Yamchu merkte, dass er mal wieder eifersüchtig war.

" Tus einfach...sag mir was da los ist..." knurte Yamchu und

ergeben wie Pool ihm nun mal war machte er sich auch gleich auf den Weg.


Vegeta hockte außerhalb der Stadt auf einem kleinen Hügel und blickte

unverwegt in den Himmel...er hätte den Bastard mit einem Flash töten

sollen, aber dann hatte die Frau wahrscheinlich keine Chance mehr sich zu

rächen... Vegeta streichelte über seine rechte Handkante und erinnerte sich,

wie er diese Nacht dem Abschaum den Nacken fast gebrochen hatte.

Ob die Frau wohl noch lebte?...Bulma...er würde so gerne bei ihr sein, aber

zu wissen, dass sie seine Gefühle kannte war nicht auszuhalten...sie musste

das verstehen...so leid es ihm tat, es war besser so...für seine Ehre als

Krieger und seinen Stolz als Prinz der Saiyajins.

Er sollte nicht mehr an sie denken, das brachte nur unwohlsein...

Die Welt um ihn herum schien so friedlich und für einen Augenblick entglitt ihm

der Gedanke zu trainieren...Er wollte ausruhen und ein paar Momente genießen,

doch dann kam ihm das Bild von Kakarott in den Sinn und sein Vorsatz, zu

trainieren um ihn zu besiegen, um der Beste der Besten zu werden stachelte ihn

wieder auf. Er durfte nicht aufhören zu trainieren...er musste sein Vorhaben

beibehalten, und allen beweisen wer er war! Aber wo sollte er denn trainieren?

Den Schwerkraftraum hatte er ja nun unfreiwillig aufgegeben und er brauchte

unbedingt eine ungestörte Zone, in der er herumballern konnte und Kleinholz aus

allem und jedem machen konnte. Vegeta blickte auf SatanCity herunter und hinten

am Horizont, wo sich das Meer der Erdachse bog ragte der Vulkan einer Insel in

den Himmel...ja...eine Insel...eine einsame Insel, wo er ungestört

trainieren konnte... Vegeta stand auf und erhob sich in die Luft. Er hatte

immer noch das Hemd an und die Hose. Sachen, die nicht zum Trainieren geeignet

waren, aber was sollte er tun? Egal...einfach schauen was passieren würde...

Vegeta flog gemütlich über SatanCity hinweg und sein Blick fiel auf das

unübersehbar große Grundstück der Briefs, das fast das Herzstück der Stadt

bildete. In dem großen Grün des Gartens entdeckte er einen hellen weißen

Punkt...sein Schwerkraftraum...er seufzte und wandte seinen Blick nach

vorne zur Insel und steuerte weiter auf sie zu. Ein schönes Fleckchen war

das...viel Wald, ein Vulkan...Strand, Wasser...aber kein Kühlschrank

und kein hightech-Schwerkraftraum...aber er musste nun damit

zurechtkommen...es ging nicht anders, und er musste mit seiner eigenen

Entscheidung klarkommen...wie irre er doch war...

Die Insel kam immer näher und schließlich landete Vegeta in dem feinen Sand.

Die Sonne knallte wieder hemmungslos vom Himmel und Vegeta zog das Hemd aus. Nun

brauchte er erst einmal ein unterkunft...

" Lasst uns den Wald roden!" sagte Vegeta zu sich selbst und ging

händereibend auf den Wald zu. Er fällte hier und da ein paar starke Bäume und

mit Hilfe seiner Fingerfertigkeit baute er sich ein spartanisches Häuschen

zusammen, gekoppelt an eine Höhle, die in den Berg führte...Der Vulkan

schien nicht mehr aktiv zu sein...so ein Glück. Jedenfalls gefiel es Vegeta

nicht schlecht, denn die Bären, die er aus der Höhle geschmissen hatte waren

nicht übel. Das Männchen hatte er gerade über eine Feuerstelle gehängt und

freute sich auf sein Frühstück. Die anderen Bären ließ er flüchten,

schließlich wollte er sie jagen und später auch essen...

Nachdem er den Bären vertilgt hatte fing Vegeta an zu trainieren. Er lief ins

Wasser um ein wenig widerstand zu haben, doch für einen, der 420 G gewohnt war,

war es nichts...aber besser als an Land.

Außerdem konnte er seine Puste trainieren und sich für einen Unterwasserkampf

rüsten...

Und er lebte ohne Zeit...er würde mit Einbruch der Nacht schlafen gehen und

mit Sonnenaufgang aufstehen...

Vegeta seufzte...er würde das Geschrei der Frau vermissen...und

überhaupt...sein Zimmer, die Klamotten, die Roboter und die doofen Namekianer

in ihren Silos, die Mutter der Frau, die ihn für einen Gentleman hielt und es

war jetzt schon nicht mehr zum aushalten...wiederlich diese

Gefühlsduselei, aber er konnte nichts dagegen unternehmen...er war

wirklich schwach geworden...so einer konnte Kakarott bestimmt nicht

besiegen... und dennoch...Kakarott hatte auch ein Weib an seiner Seite und

sogar einen Sohn...und er war total auf Emotionen und Gut-Sein

getrimmt...da lief doch was schief...sollte er auch so sein? Kam er dann

seinem Ziel etwas näher? Aber er war nicht gut...das war nicht seine

Art...er wollte auch nicht so sein, wie Kakarott... das konnte nicht...es

war zum verzweifeln.

Vegeta krabbelte aus dem Wasser und setzte sich in den Sand. Er hasste es wenn,

Sand sich an den Nassen Klamotten heftete, aber irgendwie war ihm das jetzt

alles egal...

War es wirklich richtig gewesen die Frau zu verlassen...wo sie doch seine

Gefühle bei diesem...Kuss erwiederte? Sie hätte sich bestimt nicht über

ihn lustig gemacht...sicher nicht...genauso wenig, wie er über

sie...ok, vielleicht hätte er das schon gemacht, aber dann nicht ernst,

sonder nur aus Spaß...aber trotzdem...wieso musste er unter seinem

eigenen Ego leiden? War er etwa schizophren? Ne...auf keinen Fall...er war

ein Einzelgänger...und der wollte er EIGENTLICH auch bleiben...