König Lot sitzt in seinem Zelt am Tisch. Vor ihm türmt sich ein Berg Papiere, in denen er liest. König Arthur tritt ein. König Lot sieht von seinem Papieren auf und erhebt sich: "Arthur, Willkommen." König Arthur stoppt genau vor dem Tisch und sieht zu König Lot herüber, als König Lot fragt: "Neuigkeiten die Seuche betreffend?" König Arthur nickt: "Die Krankheit ist unter Kontrolle. Wie ist die Sachlage im Dorf?" Auch König Lot nickt: "Ebenso. Deshalb habe ich beschlossen, so schnell als möglich in mein Schloss zurückzukehren. Ich denke, Merlin benötigt vielleicht noch zwei Tage, dann werden ihn die Menschen hier nicht mehr brauchen." Arthur lächelt: "Das sind in der Tat gute Neuigkeiten. Ich werden morgen abreisen. Merlin und Gwaine werden mir dann später folgen. Sie kennen den Weg." König Lot schüttelt den Kopf und setzt sich wieder: "Darüber möchte ich mit Euch reden. Merlin wird nicht mit Euch nach Camelot zurückkehren. Er wird mich in mein Schloss begleiten." Arthur lächelt und schüttelt den Kopf: "Das glaube ich nicht. Er würde mich nie verlassen." Sein Gegenüber lehnt sich in seinem Stuhl zurück und sieht zu Arthur auf: "Er wollte auch nicht. Das ist eine Entscheidung, die ich für ihn getroffen habe." Arthur geht ein paar Schritte um den Tisch herum auf König Lot zu um ihm in die Augen zu sehen: "Merlin ist mein Diener. Er wird mit mir kommen. Er gehört zu mir, seitdem wir uns kennen. Ihr müsst ihn nach Hause gehen lassen." König Lot antwortet mit einem Lächeln: "Merlin ist zu Hause. Er ist hier geboren und damit mein Untertan. Ich übersehe großzügig den Fakt, dass Merlin sich unerlaubt aus meinem Königreich entfernt hatte, um in Camelot zu studieren, da er jetzt heimgekehrt ist." Jetzt wird der König von Camelot doch ärgerlich: "Merlin kam nicht nach Camelot um zu studieren, er kam um mein Diener zu werden. Er gehört zu mir. Ich bitte Euch Euer Hoheit." Das Lächeln auf König Lots Gesicht fällt zusammen: "Dann solltet Ihr Euch von ihm verabschieden. Ihr werdet doch keinen Krieg wegen eines Dieners riskieren?" Arthur ist komplett entsetzt: "Ihr droht mir mit einem Krieg?" König Lot wendet sich wieder seinen Papieren zu: "Ich sage nur, dass Merlin einer meiner Untertanen ist und wenn ihr ihn gegen meinen Willen mit nach Camelot nehmt, ist das nicht unbedingt förderlich für das Verhältnis unserer Königreiche. Ich werde mein Recht notfalls mit Gewalt zu verteidigen wissen. Merlin kommt mit mir." Er legt das Papier, dass er in der Hand hält auf den Tisch und steht auf. Er macht einen Schritt auf Arthur zu: "Bitte, ich möchte keine Verwicklungen. Ich brauche lediglich einen Arzt. Ihr könnt Euch doch leicht einen neuen Diener suchen. Ärzte dagegen, noch dazu fähige, sind rar. Ich brauche ihn."
Arthur atmet tief durch, dann versucht er König Lot zu beschwichtigen: "Merlin ist mein Diener und ein fähiger Arzt, mag sein. Aber er ist auch mein Freund. Bitte Euer Hoheit, überlegt es Euch. Lasst meinen Freund mit mir ziehen." König Lot ist die Diskussion leid: "Das habe ich bereits ausgiebig. Und ich habe mich entschieden, ich werde meine Meinung nicht ändern. Ich habe Merlin meine Entscheidung bereits mitgeteilt." Der König von Camelot sieht zu Boden: "Ich nehme an, er war nicht sonderlich begeistert?" König Lot nickt: "Er wird sich schon daran gewöhnen. Er ist Arzt. Alles andere wäre eine Verschwendung seiner Talente." Arthur versucht ein letztes Mal seinen Kontrahenten zu überzeugen: "Ich bitte Euch. Er gehört an meine Seite. Lasst ihn mit mir zusammen das Land verlassen." König Lot geht zurück zu seinem Stuhl und setzt sich wieder: "Ich kann nicht. Aber ich kann sehen, dass er Euch einiges bedeutet. Daher wird es Euch freuen, dass ich entschieden habe, diplomatische Beziehungen mit Camelot aufzunehmen. Ihr könnt ihn also gern bei einer baldigen Vertragsunterzeichnung besuchen." Arthur lenkt ein, er weiß er muss aufgeben, wenn er die gerade beginnenden Annäherungen der Königreiche nicht gefährden will. Im Flüsterton antwortet er: "Ich danke Euch Euer Hoheit. Eine Annäherung beider Königreiche ist auch mein Wunsch." Er verneigt sich leicht und verlässt das Zelt. König Lot sieht ihm kopfschüttelnd nach: "So viel Theater wegen eines Dieners." Er widmet sich wieder seinen Unterlagen.
