Charlies Augen sahen aus wie meine, nur , dass seine von unzähligen Lachfalten umgeben waren. Lilie saß am Fußende und strahlte mir entgegen. „Bells. Renée?" Seine Stimme war schwach und rau. „Ich hab sie erst angerufen, als du halbwegs wach warst. Sonst würde Carlisle jetzt nicht hier stehen." Glückstränen rollten mir über die Wange und Lilie wischte sie unbeholfen weg. „Nicht weinen. Alles wird gut." „Ich weiß Kleines. Ich weine nur, weil ich glücklich bin meinen Vater wieder zu haben." Ich nahm Charlies Hand, aber sein Blick galt Carlisle. „Pass auf... auf." Es wurde zu einem Nuscheln, weil er noch immer benebelt war. „Keine Sorge Chief. Die beiden stehen unter meinem persönlichen Schutz." Ein leichtes Lächeln zeigte, warum er so viele Lachfalten um die Augen hatte und ich konnte nicht mehr. Weinend brach ich am Fußende zusammen und spürte nur zwei starke Arme, die mich hochhoben und auf das Bett neben Charlies absetzten. Meine Tränen versperrten mir die Sicht und ich wollte auch nichts dagegen tun. Mein Vater hatte wieder gesprochen, wie deutlich war egal. Er würde es schaffen und Lilie wieder Gute-Nacht-Geschichten vorlesen, als wäre nichts passiert. Immer noch schluchzend verbarg ich mein Gesicht in einem weißen Hemd. Carlisle.

Verlegen richtete ich mich wieder auf und schaute zu Charlie, Carlisles Arm noch immer stützend im Rücken. „Werde schnell wieder gesund, Dad." dann schlossen sich seine Augenlider wieder und er schlief. Lilie musterte mich noch immer besorgt. Sie war vier Jahre alt, verdammt. „Mir geht es wirklich gut. Ich hatte nur nicht gewusst, was ich mir vorgestellt hatte. Komm, wir suchen die anderen und sagen ihnen Bescheid." Hand in Hand gingen wir Richtung Cafeteria und Mom entgegen.

Dann riss Lilie meine Hand auf einmal ruckartig nach hinten und ich drehte mich um. Irgendwer schlug mir gegen die Schläfe und alles wurde schwarz. Das letzte was ich wahrnahm waren Lilies panische Augen und eine bleiche Hand, die ihr den Mund zuhält.

Mit höllischen Kopfschmerzen kam ich wieder zu Bewusstsein. Ich lag in einem kratzigen Bett, in einem kleinen Raum, wie das innere einer Fischerhütte. Meine Kleider waren klamm, und meine Haare feucht. Es roch nach altem Fisch und Meersalz. Stöhnend drehte ich den Kopf, aber ich konnte außer dem Bett in dem ich lag und einem Stuhl mitten im Raum nichts erkennen. Das Meer war im Hintergrund zu hören, oder es war nur das Blut, das in meinen Ohren rauschte. Wo war Lilie?

Unter stechenden Schmerzen im Kopf brachte ich mich in eine aufrechte Position, aber von meiner kleinen Tochter war nichts zu sehen. Okay. Ruhe bewahren. Ich wusste nicht wo ich war, oder wer mich hier her gebracht hatte. Aber er hatte meine Tochter und das reichte, damit er alles von mir bekam was er wollte.