Kapitel 14. Snape Manor

Hermine war doch irgendwann eingeschlafen und wurde um halb zwölf wach. Sie fühlte sich ausgeruht aber auch aufgeregt.

Was soll ich bloß anziehen? Hermine mach dich nicht verrückt, egal was aber wenigstens Klamotten. Jetzt verarsche ich mich schon selbst. O Gott Severus was machst du mit mir. Ich werde Wahnsinnig, was soll ich bloß anziehen.

Sie schüttelte den Kopf und ging erst einmal unter die Dusche um einen klaren Kopf zu bekommen.

Danach fühlte sie sich schon ein wenig besser und besah sich ihre Garderobe.

Sie wählte einen dunkelgrünes Kostüm und eine weiße Bluse aus, zog dazu ihre dunkelgrünen Pumps an die sie auch gestern schon getragen hatte und bewunderte sich im Spiegel.

Ja, Hermine so kann man dich loslassen.

Sie war zufrieden mit sich, sie sah auf die Uhr und hatte noch eine halbe Stunde Zeit.

Als sie in der Küche ging unterbrach sie Ginny und Draco die sich fröhlich Lachend gegenseitig füttern, sie lächelte.

„Entschuldigt, ich bin gleich weg dann könnt ihr ungestört weitermachen," meinte sie und goss sich einen Kaffee ein.

Draco grinste sie an:

„Wird auch Zeit, ich kann mich nicht mehr beherrschen und möchte ja nicht das du noch neidisch wirst und der arme Sev dann leiden muss."

„Draco Malfoy du bist unmöglich, lass Mine in Ruhe," Ginny knuffte ihn, stand auf und ging zu Hermine.

„Hermine du siehst wundervoll aus, ich wünsch dir einen angenehmen Tag und viel Spaß mit Serverus," sie drückte sie an sich.

„Ja, mit Spaß könntest du richtig liegen. Das wird ja auch mal Zeit für beide," gab Draco belustig von sich.

Ginny drehte sich um zu Draco und blickte ihn böse an aber ehe sie was sagen konnte sprach Hermine.

„Möchtest du einen ausführlichen Bericht, wie wir es gemacht haben und wie oft oder reicht es dir wenn ich dir erzähle das wir es gemacht haben. Und was ist wenn wir es nicht tun, wenn wir nur gute Freunde sind und ich mich mit ihm treffe um seine Bibliothek zu sehen." Draco lachte los und schlug sich mit der Hand auf sein Bein.

„Hermine wem willst du das denn erzählen, ihr habt euch gestern ja schon fast verschlungen und ihr wart oft genug verschwunden also sag mir nicht das das nur freundschaftlich war. Sei doch froh das alles andere noch so gut passt dann hat der Sex wenigstens noch einen anderen nutzen," gab er belustigt von sich. Hermine lief rot an und Ginny explodierte.

„Sag mal Malfoy du spinnst wohl, du hast doch echt nichts anderes im Kopf. Himmel, was habe ich da geheiratet, kann ich das noch ändern? Mine ich muss mich für dieses Riesenarschloch, was sich mein Mann nennt, entschuldigen. Er kann nicht anders, er ist im Moment stark schwanzgesteuert also nicht zu ernst nehmen, bitte." Sie drückte Hermine an sich.

„Danke Draco, du kannst einen echt aufbauen, du hast Ginny gar nicht verdient. Einmal ein Arsch immer ein Arsch. Ich geh jetzt, ich brauche noch frische Luft um mich abzureagieren sonst denkt Serverus noch ich bin grad vom Teufel gebissen worden," sie reckte den Kopf und ging aus dem Haus.

Ginny sah Draco immer noch böse an.

Wie kann er nur, manchmal fehlt ihm echt das Feingefühl, Malfoy eben, dachte sie.

„Was denn ich wollte ihr nur Mut machen, sonst nichts," verteidigte er sich.

„Manchmal bist du echt widerlich, Draco. Aber ich kenn da ein gutes Mittel," sie schaute ihn ein wenig milder an.

„Und was ist das für ein Mittel womit du deinen Mann zur Vernunft bringen möchtest?" fragte er amüsiert weil sie wie eine kleine Buckelige Hexe auf ihn zu ging und ihre Hände an seinen Hals legte.

„Wenn Mister Malfoy schön lieb ist und all das tut was seine Frau von ihm will dann zeigt sie es ihm," gab sie schnurrend zurück.

„Und was wäre es, was ich tun soll?" fragte er und schloss genüsslich die Augen.

„Nimm mich sofort auf die Arme und dann nichts wie ins Bett alles weitere erfahren sie dann Vorort, beeilen sie sich ich kann sehr ungeduldig werden," gab sie bestimmend zurück.

Draco war schon aufgesprungen und hatte seine Frau auf dem Arm.

So etwas ließ er sich nicht zweimal sagen. Ginny lachte begeistert als er mit ihr die Treppe hoch lief und mit ihr ins Schlafzimmer stürzte.

Hermine war vor die Tür getreten und sog erstmal kräftig die frische Luft in ihre Lungen, sie atmete aus und wieder ein, bis sie sich dadurch ein wenig beruhigt hatte.

Sie schüttelte den Kopf so als wollte sie die Gedanken loswerden, alles hinter sich lassen.

Sie wollte nicht so betrübt zu Severus gehen, sie freute sich doch zu ihm zu gehen und das machte sie nicht aus irgendwelchen Hintergedanken, wie Draco meinte. Sie hatte sich in Serverus verliebt, es war so schwer ihn heute morgen gehen zu lassen sie fühlte sich so allein und verlassen.

Sie wusste gar nicht das ihr so etwas schon früher passiert war, sie hatte sich so in ihre Arbeit vertieft das sie nichts und niemanden an sich gelassen hatte.

Plötzlich kam ihr so ein Gedanke, wann hatte sie eigentlich das letztemal Sex gehabt?

Sie grübelte nach und dann viel es ihr ein, es war am Anfang ihrer Studiumszeit da hatte sie eine kurze Affäre mit einem Kollegen aber nicht ernstes und so ein Gefühl wie Serverus bei ihr auslöste hatte sie damals nicht.

Sie sah auf die Uhr, zehn vor eins, sie apparierte vor Severus´s Anwesen und trat verwundert durch das Tor, in diesen wundervoll blühenden Garten.

Er war so farbenprächtig das sie hier und da stehenblieb und auch mal an den Blumen schnupperte, sie rochen herrlich.

Severus sah aus seinem Fenster in der Bibliothek und sah Hermine die gerade an einer Rose schnupperte, sie lächelte und schaute sich die Farbenpracht an.

Er lächelte jetzt auch, sie sah so wunderschön aus und sie trug ein dunkelgrünes Kostüm was ihr hervorragend stand und dunkelgrün war eh seine Lieblingsfarbe. Er verließ die Bibliothek und ging aus dem Haus, ließ die Tür offen und schritt langsam auf sie zu. Sie bemerkte ihn nicht und zuckte leicht zusammen als er sie an beiden Ellenbogen ergriff und sie an sich zog.

„Hallo, meine Schöne, gefällt dir mein Garten? Ich freue mich das du gekommen bist, hast du gut geschlafen?" flüsterte er in ihr Ohr.

Sie entspannte sich augenblicklich als sie seine warme ruhige Stimme an ihrem Ohr spürte und lehnte sich an seine Brust.

„Hallo, ja der Garten ist wunderschön und die Rosen duften so herrlich, ich freu mich auch hier bei dir zu sein und mit schlafen hatte ich so ein wenig Probleme, mir schwirrte da immer was im Kopf rum," antwortete sie ihm.

„Was ging dir denn im Kopf herum, doch hoffentlich nicht dunkle Gedanken oder Zweifel?" fragte er sie leise.

Sie schüttelte den Kopf und löste sich von ihm, drehte sich um und sah in seine tief schwarzen Augen, die sie anstrahlten wie zwei helle Sterne.

Sie berührte seine Wange und er drückte sie in ihre Hand.

„Du! Du bist mir nicht aus dem Kopf gegangen, Severus Snape. Weißt du, ich kann es gar nicht glauben wie du dich verändert hast. Ich hätte nie gedacht das ich mich in meinen Zaubertränkelehrer verlieben könnte," sagte sie zärtlich und schaute ihm die ganze Zeit in seine Augen.

Er schloss sie für einen Moment. Sie hat sich ihn mich verliebt, unmöglich. Severus du hast dich verhört.

Er schluckte:

„Was hast du da eben gesagt? Du hast dich verliebt in mich?" fragte er und starrte in ihre braunen Augen die aufblitzten als er sie fragte. Sie nickte nur, er schüttelte leicht den Kopf.

Sie standen mitten auf dem Weg und schauten sich nur an, hätte es geregnet sie hätten es wohl erst gar nicht bemerkt.

Er griff nach ihrer Taille und zog sie zu sich.

„Sag das bitte noch mal, nur damit ich es auch glaube kann," bat er.

„Ich habe mich in dich verliebt, Severus Snape und wie ist es mit dir, wie sind deine Gefühle zu mir?" gab sie amüsiert, über seine Verblüfftheit, zurück.

Er sagte nichts, zog sie nur zu sich und küsste sie stürmisch sie lächelte in seinen Mund.

Das heißt dann wohl ja, bei Severus Snape, wie süß.

Sie umarmte ihn und fuhr ihm durch sein Haar, es fühlte sich so Seidig an und sie musste an sein früheres Haar denken, es sah immer so schmierig und fettig aus aber dieses hier fühlte sich so toll an.

Er machte sich los und sagte:

„Ich habe zwar keine Nachbarn aber wir brauchen hier ja nicht im Garten rumstehen, wir können auch reingehen." Sie lächelte.

„Gerne doch, ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen wie mein ehemaliger Lehrer so lebt," sagte sie fröhlich und zog ihn hinter sich her, auf die Haustür zu.

„Du bist aber ganz schön neugierig, wer sagt dir das ich dir das Haus zeige und nicht nur mein Schlafzimmer," gab er belustigt von sich.

Sie blieb in der Tür stehen und drehte sich um und da sie auf der Stufe stand war sie direkt auf Augenhöhe mit ihm. Sie legte ihm die Hände in den Nacken und sagte:

„Herr Professor, wer sagt denn das ich mit ihnen in ihr Schlafzimmer will," und lächelte ihn verschmitzt an.

„Weshalb ist Miss Granger denn hier? Ich hatte so das Gefühl das sie mich schon gestern ins Bett zerren wollte. Ich glaube mich zu erinnern das sie wörtlich zu mir sagte Bring mich weg von hier, lass uns gehen, ich will ins nächste Bett mit dir, jetzt gleich. oder habe ich mich da getäuscht," antwortete er belustigt und stupste ihre Nase an, sie zog die Nase kraus und meinte:

„Da hat der Professor wohl was mit den Ohren gehabt, das war ich nicht."

Er nickte nur wissend, trat neben sie und sagte:

„Na gut, Miss Granger ich wünsch ihnen dann noch einen schönen Tag. Grüßen sie mir das Brautpaar," er hatte mit Absicht so einen kalten Unterton in seine Stimme gelegt und sich von ihr abgewendet das sie ihm nicht ins Gesicht sehen konnte.

Hermine hörte diese Kalte gefährliche Stimme und starrte auf seinen Hinterkopf, ihr flogen die Gedanken wie ein Airbus durch den Kopf.

Hallo habe ich was verpasst. Scheiße, was mach ich nur, das wollte ich doch gar nicht. O Gott Severus du kannst dich aber auch anstellen.

Severus grinste, es schien in ihrem schönen Köpfchen hart zu arbeiten und er sagte:

„Aber wenn du willst zeige ich dir gerne das Haus und noch viel mehr von mir." Sie hörte diesen warmen schnurrenden Ton mit dem er gesprochen hatte und wusste das sie ihm auf den Leim gegangen war.

„Severus Snape, du alter Gauner musst du mich so erschrecken und ich grübel darüber nach was ich falsch gemacht habe und du nimmst mich hier auf den Arm," sie knuffte ihm in die Rippen und lief in die Eingangshalle, blieb aber sofort wieder stehen und sah sich um.

„Wahnsinn, Severus! Das ist ja einmalig." rief sie erstaunt aus und drehte sich zu ihm und sah in sein lächelndes Gesicht.

„Und noch böse auf mich?" fragte er und ging auf sie zu, sie schüttelte mit dem Kopf und ihre Locken flogen hin und her. Er blieb vor ihr stehen und strich ihr eine Locke aus dem Gesicht.

„Ich kann dir nicht sagen wie es mich freut dich hier zu haben, seit gestern ist es hier noch leerer als sonst, ich habe dich vermisst seit ich bei Draco und Ginny aus der Tür getreten bin. Ich wollte gar nicht weg von dir, ohne dich ist nichts so schön wie mit dir. Ich liebe Dich, Hermine," flüsterte er und zog ihr Gesicht zu sich und küsste sie.

„Mir geht es genauso," flüsterte sie.

„Möchtest du jetzt das Haus sehen?" fragte er sie und berührte wieder sanft ihre Lippen.

Am liebsten hätte sie ‚Nein' gesagt aber sie nickte zur Antwort und er nahm sie in den Arm und zeigte ihr sein Haus.

Zu guter Letzt führte er sie in die Bibliothek und hörte Hermine nach Luft schnappen, er lächelte und drehte sich zu ihr.

Sie stand da mit großen ausgerissenen Augen und der Hand vor dem Mund, sie konnte es nicht fassen.

„Gib mir deine Hand, nicht das du mir zusammenbrichst. Solltest du irgendein Problem mit einem Trank haben dann komm zu mir, hier wirst du sicherlich etwas finden," sagte er, sie nickte nur, denn sie war einfach sprachlos.

„Also Miss Granger sie erstaunen mich, sie sind ja schon wieder Sprachlos," sprach er belustigt.

Sie hörte ihn gar nicht und ging durch die Bücherregalreihen. Serverus ließ sie sich in Ruhe umschauen.

Er rief Ricky und wies ihn an das Essen hier in der Bibliothek zu servieren in ca. 15 Minuten, er setzte sich dann und schaute Hermine zu wie sie mit leuchtenden Augen durch die Reihen ging und immer mal wieder einen freudigen Ausruf von sie gab.

Er lächelte, sie hörte sich an wie ein kleines Mädchen, der man eine Puppe geschenkt hatte. Sie ist so wundervoll, bitte Gott lass mich nicht aufwachen das ist so ein schöner Traum, dachte er.

Sie kam zu ihm mit einem Buch in der Hand und setzte sich auf seinen Schoß.

„Das hier würde ich gerne mitnehmen, das kann ich gut gebrauchen und so habe ich einen Grund wieder zu dir zu kommen," sagte sie und kuschelte sich an ihn.

Er streichelte ihr über ihr Haar und gab ihr einen Kuss. „Meine Schöne du darfst immer zu mir kommen egal wann. Tag und Nacht ist sich gleich, da brauchst du kein Buch für um zu mir zu kommen. Oder willst du mich schon wieder verlassen, wir haben ja noch nicht einmal was gegessen. Ricky bringt uns gleich das Essen hierher," sagte er und streichelte ihr weiter über das Haar.

Sie kuschelte sich noch doller an ihn und schloss die Augen.

„Nein, gehen wollte ich noch lange nicht. Ginny würde mir den Kopf abreißen wenn ich jetzt bei ihnen wieder auftauche. Draco war heute morgen schon wieder so ungenießbar das ich mir das nicht schon wieder antun muss," murmelte sie und genoss dieses wunderbare Gefühl auf seinem Schoß zu sitzen und ihn so nah zu spüren.

„Na, was hat mein Sohn schon wieder intelligentes von sich gegeben? Das war bestimmt nichts jungendfreies, so wie ich ihn kenne," meinte Severus.

Sie lachte, setzte sich ein wenig auf und sagte:

„Wie gut du ihn doch kennst, er war unmöglich ich will es gar nicht wiederholen aber Ginny war mächtig sauer."

„Ja, er und Harry sind manchmal nicht zu bremsen. Ich kann davon ein Lied singen, die beiden haben mich oft genug hoch genommen. Aber ich bin den beiden auch genauso dankbar das es sie gibt und das wir uns gefunden haben, es war für uns alle nicht leicht das weißt du selber," erzählte er ihr.