The First Time
Das Erste Mal
Es war anders.
Es würde anders werden.
Um komplett ehrlich zu sein, war Kurt überrascht, dass sein Vater ihm den Mädelsabend mit Rachel und Mercedes abgekauft hatte. Andererseits war Kurt achtzehn. Vielleicht wusste sein Vater, dass er log, doch entschied sich, um ihrer beiden Verstandes Willen, es einfach zu ignorieren.
Und er konnte auch nicht glauben, dass er die Nacht bei Blaine verbringen würde.
Die Nacht bei Blaine verbringen.
Es war Ende September und sie waren mittlerweile seit gut sechs Monaten zusammen. Hatten sie explizit gesagt, dass sie heute Nacht Sex haben würden? Nein. Aber es fühlte sich anders an. Sie hatten ein paar Mal an der Dalton bei einander geschlafen, aber das war anders gewesen. Damals waren Wes und David immer da gewesen und machten Kuss-Geräusche, wenn Kurt und Blaine auf Blaines Bett kuschelten.
Aber, nein. Diese Übernachtung würde nicht so werden. Wes und David waren nicht da, um zu verhindern, dass Dinge geschehen würden, die zuvor nicht geschehen waren, aber jetzt wahrscheinlich geschehen würden.
Schließlich hatten die letzten beiden Besuche zu Berührungen unter dem Äquator geführt... und das war fantastisch gewesen. Er hätte nie gedacht, dass es sich so gut anfühlen könnte, aber Blaine war anscheinend ein Hand-Job-Gott oder so. Nachdem der erste Schock und die anfängliche Panikattacke (Blaine Anderson berührte ihn, um Himmels Willen!) verschwunden waren, war es das beste Gefühl überhaupt gewesen.
Und zu hören welche Geräusche Blaine machte, wenn Kurt ihn berührte. Das war einfach etwas ganz anderes gewesen und es war fast beängstigend, welche Macht er in diesen Minuten über Blaine gehabt hatte. Wie bernsteinfarben Blaines Augen gewesen waren, wie er seinen Kopf zurückgelegt hatte und diese Laute für ihn gemacht hatte.
Kurt war bereit. Er wollte Sex mit Blaine haben. Nicht weil Blaine seine Jungfräulichkeit schon drei Jahre zuvor, mit fünfzehn, verloren hatte, während Kurt noch immer auf der Jungfrauen-Insel feststeckte. Der Grund war nicht einmal, dass Kurt mehr Vergnügen dieser Art fühlen wollte – nicht, dass er es nicht fühlen wollte, natürlich! Es ging tiefer als das.
Er und Blaine kamen sich näher und näher. Kurt hatte Angst gehabt, dass, als Blaine im August umgezogen war, sie sich sofort voneinander entfernen würden und Blaine die Beziehung beenden würde. Stattdessen hatte es sie noch näher zusammen gebracht. Die Zeit die sie gemeinsam verbrachten wurde drastisch verkürzt, aber das hatte ihre gemeinsame Zeit so viel bedeutsamer gemacht. Ganz zu schweigen davon, dass es unheimlich schwer war, mit Blaine Anderson zusammen zu sein und nicht über solche Dinge nachzudenken, wenn er diese chaotischen Locken (vielleicht mochte Kurt sie mehr als er zugab, auch wenn sie nicht so einfach zu bändigen waren ohne die Hilfe einer halben Flasche Haargel) und diese haselnussbraunen Augen und das süße Lächeln sah. Er wollte Blaine einfach lieben.
Er liebte Blaine, doch er wollte... mehr. Er wollte den nächsten Schritt mit Blaine machen. Er wusste sicher, dass Blaine ihn niemals verletzen würde. Blaine war der perfekte Gentleman, der wahrscheinlich fünf Jahre gewartet hätte, wenn Kurt ihn darum gebeten hätte. Blaine würde ihn nie zu etwas zwingen oder drängen. Ganz im Gegenteil. Er hörte in letzter Zeit immer öfter „Ich möchte sicher gehen, dass du dich wohl fühlst... damit ich mich wohl fühlen kann."
Aber er war bereit. Er hatte das wahrscheinlich vor zwei Wochen entschieden, als er und Blaine das letzte Mal... kann man es rummachen nennen, wenn man keinen eigentlichen Sex hat? Ganz abgesehen davon, wie oft er masturbiert hatte, seit den Hand-Jobs und er konnte nicht anders als zu denken, dass es so war, weil er mehr wollte.
Wann war Kurt von nicht über Sex reden wollen, zu mehrfach am Tag masturbieren, seinen Vater anlügen um bei seinem älteren Freund übernachten zu können und zu planen seine Jungfräulichkeit zu verlieren übergegangen? Um ehrlich zu sein, konnte Kurt sich nicht erinnern.
Es war auch nicht wichtig. Er wusste bloß, dass er bereit war.
...
Kurt wachte sich gut und warm fühlend auf, mit Blaines Arm eng um ihn geschlungen. Er streckte sich, winselte ein wenig und rutschte näher. Sie hatten es wirklich getan. Kurt und Blaine hatten Sex gehabt. Sie hatten Sex gehabt und waren mit verschlungenen Beinen sehr glücklich eingeschlafen.
Und jetzt wachte er neben Blaine auf. Es war ein wunderbares Gefühl. Vielleicht war er ein wenig wund, aber es war wirklich nicht so schlimm, wie er es erwartet hätte – sie waren sehr langsam vorgegangen und Blaine war natürlich sehr sanft gewesen. Wund zu sein war okay, wegen dem Davor, Während und Danach, die allesamt einfach... fantastisch gewesen waren.
„Mmmh.", stöhnte Blaine und kuschelte sich an Kurt.
„Bist du wach?", flüsterte Kurt, setzte sich vorsichtig auf und sah auf seinen Freund hinunter. Manchmal war es noch immer schwer zu glauben, dass sie wirklich zusammen waren. Dass Blaine ihn wollte und liebte und nicht den Gap Typen Jeremiah oder Thad – denn Blaine war der einzige Mensch der Welt, der nicht bemerkte, dass Thad schwul war.
„Jetzt bin ich es.", sagte Blaine, öffnete langsam seine Augen und lächelte Kurt verschlafen an. „Wie fühlst du dich?"
„Toll.", sagte Kurt und lächelte irgendwie nervös zurück. Durfte er das sagen? Er fühlte sich toll. Aber was, wenn Blaine Bedenken hatte? Oder was, wenn Blaine ihn für schlecht im Bett hielt? „Wie fühlst du dich?"
„Wunderbar." Blaine drückte sich ebenfalls in eine sitzende Position, biss sich auf die Lippe und versuchte ein Grinsen zu unterdrücken.
Kurts Lächeln wurde breiter und er rutschte dichter an Blaine heran, so, dass er neben Blaine saß und sein Kopf auf dessen Schulter lag. Blaine sah nicht aus, als hätte er eine schlechte Zeit gehabt. Und wenn die Laute, die er letzte Nacht gemacht hatte, irgendetwas bedeuteten, war es sicher keine Langeweile gewesen.
„Bist du wund?", fragte Blaine leise und sah auf ihn hinunter.
„Ein bisschen. Es ist nicht so schlimm." Kurt errötete.
„Gut. Ich habe versucht sanft zu sein. Ich wollte dir nicht wehtun." Blaine biss sich auf die Lippe. „Es tut mir leid, dass du überhaupt wund bist."
„Ich denke, es war zu erwarten, oder?", fragte Kurt noch immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Wie war es möglich so glücklich zu sein?
„Bist du... tust du...", sagte Blaine langsam. „Ich meine... du wünscht dir nicht, dass wir gewartet hätten, oder?"
„Überhaupt nicht.", sagte Kurt sofort sicher.
Blaine gab ein erleichtertes Seufzen von sich und legte sie beide wieder hin, seine Arme um Kurt geschlungen. „Ich hatte Angst, dass du vielleicht...", gab er zu.
„Ich könnte niemals etwas bereuen, was dich betrifft.", flüsterte Kurt und legte seine Stirn gegen Blaines und griff mit seiner Hand nach Blaines.
Blaine lächelte, hob ihre Hände und küsste Kurts Fingerknöchel. „Gut. Ich könnte nämlich auch nie etwas bereuen, was dich betrifft, Kurt."
Danke für die Reviews!
Klaine (anonymer Nutzer)
Danke! Das Rating bleibt bei P16.
WBUCT ist fertig geschrieben und hat 38 Kapitel, doch ein Sequel ist angefangen und es wird auch noch mindestens einen dritten Teil geben.
Lucky Sunny
Ja, Blaine hat Kurt ganz schön unterschätzt :)
Danke!
YaIssY—
Dankeeeee!
Ich kann es mir auch wirklich gut vorstellen!
Susihdl
Ganz recht. Auch ein kurzes Feedback ist toll! Danke!
Anno1701
Dankeeee!
Forgotten dreams
Danke! Als nächstes gibt es jetzt erstmal wieder was sexy. Aber danach kommt auch wieder lustiges :)
Farfalina
Es wird noch einige Kapitel geben. Momentan stapeln sich bei meiner Beta 34 weitere fertig übersetzte Drabbles :)
Zeldaisi
Sie wird dein ganzes Review übersetzt bekommen! Daaanke!
Als nächstes (irgendwann nächste Woche, umso mehr Reviews umso eher ;) ) gibt es Toddler Blaine und Alex go grocery shopping
Der kleine Blaine und Alex gehen in den Supermarkt
