Disclaimer: I do not own Naruto. All rights belong to Masashi Kishimoto!


Kapitel XIII

determination

Sanft und doch bestimmend, wurde sie aus ihrem erholsamen Schlaf geweckt. Doch es stimmte sie nicht verärgert oder gar wütend, sie genoss die Art, wie sie aus dem Traumland gerissen wurde.

Warme, weiche Lippen bahnten sich einen Weg ihren entblößten Körper hinab – kaum spürbar und doch unwiderruflich da. Als sie an ihrem starken Oberschenkel angelangt waren, ergriff jemand ihre Wade und spreizte ihre Beine voneinander. Dadurch wurde jedoch ihr ganzer Körper bewegt, lag sie doch vorher noch auf ihrer Seite.

Haare kitzelten sie, strichen spielerisch über die sensible Haut an ihrem inneren Schenkel. Lippen küssten und nippten, Zähne zwickten und eine Zunge linderte den aufkommenden Schmerz. Alles auf einmal schien über sie hereinzubrechen, während sich ihr Liebhaber immer weiter ihrer sehnsüchtig wartenden Weiblichkeit näherte. Es war berauschend durch seine gleichzeitig sanften und doch hungrigen Liebkosungen stimuliert zu werden. Niemals würde sie je genug davon bekommen.

Von ihm.

Sie konnte die entzückten Laute, die ihrem Mund entfleuchten, nicht zurückhalten, genoss sie es doch viel zu sehr von ihm berührt zu werden. Ihre Finger hatten sich in die bereits zerwühlten Laken vergraben, während er sie ausgiebig erkundete, sich Zeit ließ. Ihr Becken wölbte sich seinem gierigen Mund entgegen, um noch mehr von ihm zu erfahren – mehr von diesem süchtig-machenden Kontakt, der sie miteinander verband.

Als er sich schließlich endgültig ihrem heiß-glühenden Verlangen erbarmte und sich ihrer feuchten Erregung widmete, warf sie ihren Kopf in den Nacken und stöhnte inbrünstig auf. Ihr ganzer Körper erbebte, ihre Atmung hatte sich rapide beschleunigt – kam nur noch stoßweise – und ihre sonst so funkelnden Augen waren geschlossen, um dieses Gefühl voll und ganz auskosten zu können.

Er leckte und saugte, ließ seine feuchte Zunge in ihr Inneres gleiten, was ihr ein erschrockenes Keuchen entlockte, ehe er sich wieder diesem kleinen Bündel von Nerven widmete, welches sie weiße Flecken vor ihrem inneren Auge sehen ließ und sie geradewegs ihrem Höhepunkt entgegentrieb. Es war solch ein köstliches Gefühl, dass sie um Atem rang, um überhaupt noch halbwegs vernünftige Gedanken fassen zu können. Ohne den Sauerstoff in ihrem Gehirn hätte sie schon längst ihrem Begehren nachgegeben und den Dunkelhaarigen davon abgehalten, sie so weiter zu quälen.


Seine Zungenschläge waren langsam, sein Tempo gemächlich, kostete er doch ebenfalls diesen Moment in vollen Zügen aus, schmeckte sie und ergötzte sich an den sehnsüchtigen Lauten, die sie von sich gab, sog alles in sich auf und schätzte es wie seine ganz eigene Kostbarkeit.

Er genoss es, wie ihr ganzer Körper unter dem seinen erzitterte und gleichzeitig mehr verlangte. Es war ihm ein unsagbares Vergnügen, derjenige sein zu dürfen, der ihr solch eine Lust bereitete. Es zu sehen, zu hören, zu spüren und es zu schmecken, wie sie sich ihm voll und ganz hingab – sich ihm auslieferte.


Kurz bevor sie die Wellen ihres schnell herannahenden Höhepunktes überrollten, zwickte er in eine ihrer beinahe schmerzhaft harten Brustwarzen. Schlagartig überschwappte sie die Lust in ihrem Inneren, sodass sie nur noch als wimmerndes, schluchzendes Etwas vor ihm lag und sich mit ihrer übermenschlichen Kraft an die Bettlaken klammerte. Nicht einmal am Tag zuvor hatte sie solch einen unbändigen Orgasmus erfahren. Da war kein Schmerz, nur der sich immer weiter aufbauende Höhepunkt, der sich wie ein Buschfeuer in ihrem ganzen Sein ausbreitete. Nicht nur ihr Leib war davon betroffen, auch ihr Denken wurde davon beherrscht, endlich Erlösung finden zu dürfen. Und er bereitete ihr dieses Vergnügen, ließ ihr die Befriedigung zuteil werden, die sie ersehnte.


Itachi nahm sich Zeit ihre ganze Erregung in sich aufzunehmen. Sorgfältig fuhr er mit seiner feuchten Zunge gierig in jede Falte ihrer heißen Weiblichkeit, erkundete jeden Winkel und saugte vereinzelt an ihren feuchten Lippen. Er war gierig nach ihrem Geschmack; noch nie hatte er solch eine Freude dabei empfunden, eine Frau zu beglücken. Doch Sakura war etwas Besonderes für ihn, und dies wollte er ihr zeigen. Mit jeder Faser seines Wesens.

Ihre grazilen Finger verirrten sich in seinen Schopf aus schwarzen Haaren und zogen leicht daran, ehe der Uchiha sich dazu erbarmte von ihr abzulassen und an ihrem weichen Körper entlangzugleiten, sodass er mit ihr auf einer Höhe war. Fast zeitgleich verschmolzen ihrer beider Münder zu einem leidenschaftlichen Kuss, der sie beide nach mehr verlangen ließ. Gleichzeitig ließ er die Haruno spüren, wie sehr er sie begehrte. Wie sehr er sich danach sehnte in ihr zu sein, sie auszufüllen.

Eine seiner Hände glitt über die Außenseite ihrer Brust hinab zu ihrer Seite, bis sie ihren Oberschenkel zu fassen bekam und leicht anwinkelte. Mit einem ungeduldigen Grollen rieb er sich an ihr, verteilte die Feuchtigkeit, die sich an ihrem empfindlichsten Punkt angesammelt hatte, auf seiner eigenen, nach Aufmerksamkeit bettelnden, Erregung.


Mutig griff Sakura zwischen ihre beiden sich aneinander-reibenden, nackten Leiber und ließ ihre Fingerspitzen über seine samtige Härte tänzeln. Sofort konnte sie das Zucken vernehmen, das durch sein erigiertes Glied jagte. Zudem konnte sie seine beschleunigte Atmung an der empfindlichen Haut ihres Halses wahrnehmen, welchen er nun mit leichten Bissen und Küssen versehrte.

Diese Reaktion ließ sie noch ein wenig mehr wagen, weswegen sich Sekunden später ihre Hand um seine samtige Härte schloss und damit begann langsam auf und ab zu fahren. So wie er es zuvor bei ihr mit seinen gemächlichen Zungenschlägen getan hatte, trieb sie nun ihn beinahe in den köstlichen Wahnsinn.

Sie war bis gestern noch gänzlich unberührt gewesen, das stimmte. Nichtsdestotrotz wusste sie, wie sie einen Mann anzupacken hatte. Mit einer geschwätzigen Freundin wie Ino und ihrer Ausbildung zur Iryounin wusste Sakura natürlich über die männliche Anatomie Bescheid. Sie wusste, wie man einen Mann stimulierte, hatte sich bisher jedoch gänzlich auf Itachi verlassen. Wenn er wollte, dass sie etwas tat, hätte er es ihr verständlich gemacht. Doch nun war es an der Zeit, dass auch die Rosahaarige die Initiative ergriff und eigenmächtig handelte. Immerhin wollte sie ihm etwas von dem zurückgeben, was er ihr jedes Mal aufs Neue bescherte: unbändige Lust.

Der feste Griff ihrer Hand schwächelte, als der Dunkelhaarige ihre vollen Brüste erreichte, dessen Spitzen bereits hart wie kleine Kieselsteine waren. Er ließ seine warme, feuchte Zunge über die eine gleiten, während die andere in den Genuss seiner rauen Handfläche kam. Abwechselnd zwickte und besänftigte er, was Sakura beinahe in den Wahnsinn trieb. Ihr ganzer Körper bebte. Erneut. Und dabei wollte sie ihrem Liebhaber ebenfalls einen Teil dieser alles-verschlingenden Lust zukommen lassen, die er ihr immerwährend bereitete.

Mit dem letzten klaren Gedanken, den sie in diesem Moment fassen konnte, führte sie Itachis harte Erregung in die richtige Position, um ihn gebührend empfangen zu können, spreizte ihre zitternden Beine noch ein Stückchen weiter. Und mit einem einzigen Stoß seinerseits vergrub er sich bis zum Anschlag in ihrer warmen, engen Weiblichkeit.

Das heisere Stöhnen, welches ihrer Kehle entfuhr, zeugte von solch einem ungezügelten Verlangen, dass es ihr beinahe vor Verzweiflung die Tränen in die Augen trieb. Er trieb sie wahrhaftig in die Verzweiflung, wenn er nicht bald damit begann, sich zu bewegen. Es war eine Qual, ihn so natürlich in sich ruhen zu spüren.

Sein heißer Atem glitt über ihre Brüste, als er sich ein wenig aufrichtete, ihr anderes Bein noch ein bisschen weiter abspreizte und sich gleichzeitig zurückzog, nur um kurze Zeit später mit Kraft zurückzukehren. Da war keine Zurückhaltung mehr, es gab keine Grenzen, die sie beide einhalten mussten. Nur ihre Lust trieb sie voran, ließ sie alles um sich herum vergessen. Sie waren zusammen. Sie konnten tun und lassen, was sie wollten. Nichts hielt sie beide davon ab, sich einander auszuliefern und hinzugeben, wie sie es bei noch niemandem zuvor getan hatten. Dies war ihr persönliches, kleines Paradies. Auch wenn es nicht ideal erschien, für sie beide war es das.

Immer wieder versenkte sich der Dunkelhaarige in einem harten und schnellen Rhythmus in Sakura, und trieb sie somit beide in ungeahnte Höhen. Jeder Laut, der ihrer beider Lippen entfloh, ließ erahnen, wie viel Lust sie empfinden mussten, sich so nahe sein zu können.

Sakuras Körper wölbte sich dem seinen lüstern entgegen, immer wenn er besonders tief in sie vordrang. Es ließ sie um Atem ringen, wenn er sich, während er seinen leidenschaftlichen Rhythmus konsequent beibehielt, ihren Brüsten oder ihrer Klitoris widmete. Und als sie dann kurz vor dem Abgrund stand, er seine Geschwindigkeit noch einmal erhöhte, konnte sie nicht anders, als sich an seinen festen Oberschenkeln festzuhalten, ihre kurzen Fingernägel in seiner Haut zu vergraben, während sie ihren Kopf in den Nacken warf und ein erlöstes Stöhnen ausstieß.

Dies tat Itachis kräftigen Stößen jedoch keinen Abbruch, behielt er seinen bisherigen Takt doch bei. Nur die Kontraktionen Sakuras enger Wände veranlassten ihn dazu, kurz die Luft anzuhalten. Seinem eigenen Orgasmus wollte er sich allerdings noch nicht hingeben, weswegen er sie beide immer weiter trieb. Sie immer weiter forderte.

Nach kurzer Zeit veränderte der Ältere ihre Position, legte sich das Bein, welches er bereits seit Anbeginn ohne Unterlass fest gepackt hielt, über die Schulter. Für einen Moment widmete er sich der Innenseite ihrer Wade, indem er leicht hineinbiss. Nur so fest, dass es der Haruno ein überraschtes Keuchen entlockte und einen leichten Schauer über den Rücken jagte. Mit einem kurzen Lecken und Kuss besänftigte er die sensible Stelle, während er die Intensität seiner vorherigen Stöße wieder aufnahm.

Entgegen Sakuras Vermutungen, nicht mehr die nötige Energie aufbringen zu können, dieses Liebesspiel mit solch einem Eifer weiterzuführen, belehrte sie der Uchiha eines Besseren, indem er sich zu ihr hinabbeugte und ihre vollen, rosigen Lippen in einem atemberaubenden Kuss einfing.

Erst nachdem er sich diesen ausgiebig gewidmet hatte, und ihre entzückten Laute schluckte, begann er damit ihren Körper entlang zu küssen. Ihren Hals hinab zu ihrem Schlüsselbein, bis hin zu ihren vollen Brüsten, die sich im Takt seiner Stöße mitbewegten. Er saugte an sorgfältig ausgewählten Stellen, liebkoste sie anschließend mit Zunge und Lippen, während er mit der Schönheit unter ihm auf einen neuen Höhepunkt zusteuerte.

Durch den neuen Winkel, aufgrund der Positionsveränderung, konnte Itachi nun noch tiefer in Sakura vordringen – konnte sie noch nachdrücklicher stimulieren –, was er gründlich auszunutzen gedachte. Ihr zustimmendes, lautes Stöhnen galt als Bestätigung seiner Bemühungen. Es war überaus befriedigend zu erfahren, dass es ihr gefiel, wie er mit ihr umging. Es steigerte seine eigene Lust ins Unermessliche.

So sehr, dass es sie beide nicht viel Anstrengung kostete, einen weiteren markerschütternden Orgasmus innerhalb kürzester Zeit zu erleben. Während die rosahaarige, junge Frau kaum an sich halten konnte und lautstark ihren Höhepunkt hinausstöhnte, musste auch Itachi ein befriedigtes Grunzen ausstoßen, welches er allerdings an der zarten Haut ihres Halses dämpfte, indem er sich an einer besonders sensiblen Stelle unterhalb ihres Ohres festsaugte.

Alle Kraft wich aus ihren sich entspannenden Muskeln, als sie sich beide von ihrem leidenschaftlichen Treiben erholten und ihre beschleunigte Atmung zu regulieren versuchten. Gleichzeitig glitt Sakuras noch immer zitterndes Bein von Itachis Schulter, während dieser sich aus ihrer feuchten Enge zurückzog und neben ihr zum Liegen kam.


»Er wird immer misstrauischer, Baa-chan«, erklärte der junge Mann warnend, »Wenn das so weitergeht, müssen wir befürchten, dass er Sakura-chan nachstellen wird.«

Müde seufzend sagte die Blondine: »Ich wusste, dass der Hyuuga Ärger machen wird. Das ist überaus lästig.«

Fragend blickte Naruto zu der Godaime. »Was gedenkst du dagegen zu tun? Eine extralange Mission? Soll er die Grenzen entlangpatroullieren, damit er endlich Ruhe gibt?«

»Iie«, erwiderte der Hokage missmutig, »Das würde sein Misstrauen nur noch mehr schüren. Wenn ich ihn jetzt wegschicke, wird er noch beharrlicher. Und das können wir nicht riskieren.«

Frustriert schnaubend warf Naruto ein: »Wenn das so weitergeht, wird der Junge mich noch umbringen. Ich musste erst zu dir kommen, damit meine Chakra-Punkte wieder frei werden. Das geriet langsam außer Kontrolle.«

»Glaub mir, mir wäre es auch lieber, wenn Sakura jetzt hier wäre. Neji sorgt sich um sie, und da ist er nicht der Einzige. Er ist sehr protektiv, wenn es um sie geht. Das kann Probleme schaffen, kann aber auch für Sakuras Sicherheit sorgen. Was von beidem zutrifft, ist mir allerdings noch schleierhaft. Ich überlege schon eine ganze Weile Sakura in ein anderes Team zu versetzen. Aber das hat sich ja nun erledigt.« Mit nachdenklicher Miene lehnte Tsunade sich in ihrem großen Sessel zurück und verschränkte die Hände ineinander. »Wie steht es mit Shikamaru? Hat er sich schon zu Wort gemeldet?«

Kopfschüttelnd verneinte der junge Mann ihre Frage: »Iie, soweit ich weiß nicht. Aber es würde mich nicht wundern, wenn er trotzdem die Geschehnisse im Auge behält. Auch er möchte Sakura-chan nur beschützen.«

Die Stille, die daraufhin folgte, war so ohrenbetäubend, dass es den Blonden beinahe in den Wahnsinn trieb. Er konnte mit dieser Angespanntheit nur schwerlich umgehen, die gerade in dem großen Büro des Hokage herrschte.

Zaghaft erhob er erneut das Wort: »Meinst du, wir können Itachi wirklich vertrauen?«

Mit zusammengezogenen Augenbrauen saß die Godaime vor ihm und dachte ehrlich über diese äußerst einfache Frage nach. »Ich denke, wir können ihm, was Sakura angeht, vertrauen. Wir müssen abwarten, ob er nützliche Informationen über Akatsuki und dessen zukünftige Pläne beisteuern wird. Es ist eine Möglichkeit, dich besser schützen zu können. Wir müssen das Risiko eingehen.«

»Mir gefällt das alles nicht«, erklärte der hitzköpfige Shinobi daraufhin und ließ sich auf einen der Besucherstühle fallen, die er normalerweise noch nicht einmal eines Blickes würdigte.

»Mir genauso wenig«, stimmte die Braunäugige ihm zu, »Aber im Moment können wir nur abwarten und das weitere Geschehen beobachten. Wenn es in irgendeiner Art und Weise zu Schwierigkeiten kommen sollte, werden wir einschreiten.«

Was niemand außer Shizune und Tsunade wusste, war, dass die Godaime bereits die Schwarzhaarige dazu veranlasst hatte, alles über Uchiha Itachi herauszufinden. Sie wollte jeden Bericht lesen, den er jemals im Dienste Konohas verfasst hatte. Sie wollte wissen, wer in seinem Team gewesen war. Jeden noch so unscheinbaren Punkt seines bisher turbulenten Lebens wollte sie in Erfahrung bringen. Es war wichtig, dass sie auf das Schlimmste vorbereitet waren. Sollte es erforderlich sein, würde selbst der Hokage in Aktion treten müssen. Selbst wenn es nur aus dem Hintergrund geschehen würde.


Nachdem sie sich soweit erholt hatte, dass es sich nicht mehr so anfühlte, als würde jederzeit ihr Herz aus ihrer Brust springen wollen, verspürte die junge Frau einen Anflug von Hunger. Dies war jedoch keinesfalls verwunderlich, hatte sie doch seit gestern Mittag nichts mehr zu sich genommen. Fast einen Tag hatte sie ohne Essen ausgeharrt. Sie fragte sich klammheimlich, ob Itachi oft solch ein Risiko einging, geschwächt aufzubrechen. Aber diesen Gedanken verwarf sie so schnell, wie er gekommen war. Sie hatte seine körperliche Verfassung nie als erkrankt wahrgenommen. Außer seinen Augen schien alles in bester Ordnung. Bedachte man, dass er ein gefährliches Leben führte, schien er einen äußerst gesunden, robusten Körper zu haben. Er hatte – für einen Shinobi – einen gesunden Körperbau, war nicht abgemagert oder wies Anzeichen von Unterernährung oder unausgewogener Ernährung auf. Es erschien ihr, als wäre er noch immer ein Shinobi ihres Dorfes. Sie mussten sich ein Mal im Jahr untersuchen lassen, ob alles in Ordnung war und sie noch einsatzfähig waren. Itachi achtete anscheinend sehr auf seinen Körper; es würde ihn schwach erscheinen lassen, würde er nicht solch ein Verhalten an den Tag legen. Und Anzeichen von Schwäche zeigte Uchiha Itachi niemals. Nicht einmal seine Augen stellten ein Hindernis dar, hatte er sich doch nicht nur an die Möglichkeit gewöhnt, blind zu werden, sondern sich darum bemüht trotz dieser Tatsache noch immer genauso tödlich zu sein wie zuvor.

Sakura wurde jäh aus ihren abschweifenden Gedanken gerissen, als der Dunkelhaarige sie zu sich heranzog und ihren Kopf auf seiner harten Brust bettete. Mit zarten Strichen fuhr er durch ihr seidenes Haar, welches nun um sie beide herum verteilt lag. Sie genoss es richtiggehend mit solch einer Fürsorglichkeit behandelt zu werden. Auch wenn seine Handlungen meist steif oder gar ungehobelt erschienen, wusste die Haruno, dass es lediglich daran lag, dass er sich sonst solch ein Verhalten verbot. Man konnte es beinahe als Ehre auffassen, so liebevoll von Uchiha Itachi umsorgt zu werden. Und erneut breitete sich ein wohliges Gefühl in Sakuras Bauchgegend aus, wenn sie daran dachte, dass sie ihm mittlerweile genauso viel bedeutete wie er ihr.

War es anmaßend von ihr solch Gedanken zu hegen? Hatte sie etwas Falsches in seine Berührungen und Worte hineininterpretiert? Oder war es schlichtweg wahr? So viele Gedanken schwirrten in ihrem Kopf herum, dass sie kaum bemerkte, wie der Dunkelhaarige seine Bewegungen einstellte und sie konzentriert beäugte.


Auch wenn er nicht mehr viel sehen konnte, nahm er doch wahr, dass die exotische Schönheit in seinen Armen tief in Gedanken schwelgte. Warum sie allerdings immer öfter in andere Sphären abdriftete blieb ihm ein Rätsel. Er wusste auch nicht, worüber sie sich den Kopf zerbrach, fragte allerdings auch nicht nach. Wenn sie es ihm offenbaren wollen würde, hätte sie ihre Überlegungen schon längst in wohlüberlegte Worte gefasst. Trotzdem dämmte ihre nachdenkliche Stimmung das abklingende Hochgefühl ein wenig, das sie eben zusammen erlebt hatten. Doch ebenso wenig, wie er sich ihr aufdrängen würde, wenn er nachfragte, was sie bedrückte, riss er sie aus ihren Gedanken. Immerhin wollte er ihr die Zeit geben, alles verarbeiten zu können, was sie beide betraf. Hier stand nicht nur sein Leben auf dem Spiel, wenn sie erwischt wurden. Er musste auch Rücksicht auf ihre Gefühle und Handlungen nehmen, obwohl ihm wohl bewusst war, dass sie alles Mögliche dafür tat, ihre Zeit mit ihm verbringen zu dürfen, ohne von ihrem Dorf dafür verurteilt zu werden. Sie war mit ihren Anliegen sogar so weit gegangen, dass sie den Hokage dazu bewegen konnte, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Allerdings nahm Itachi ebenfalls an, dass die Godaime etwas ahnen musste. Sonst hätte sie ihre geliebte und behütete Schülerin niemals darauf angesetzt, sich mit ihm auseinanderzusetzen oder gar ihre intimen Treffen erlaubt. Vielleicht hatte sie auch bereits die Wahrheit hinter dem Massaker erfahren und vertraute dem Uchiha soweit, dass er ihr das Leben der Rosahaarigen anvertraute. Darauf vertraute, dass ihr in seiner Gegenwart nichts geschah. Er bezweifelte es. Es gab keine nennenswerten Dokumente, die seinen Auftrag bezeugen könnten. Die Ältesten und Danzou hatten bereits dafür gesorgt, dass diese vernichtet wurden. Es sollte ein Geheimnis bleiben. Und Itachi war sich bereits vor so vielen Jahren der Konsequenzen bewusst, die diese Entscheidung mit sich bringen würde. Er hatte alles genau geplant. Wie sein restliches, kurzes Leben aussehen sollte. Wer es beenden sollte. Was danach geschah. Und nicht einmal Haruno Sakura würde ihn von diesem Plan abbringen können. Nichts und niemand konnte nun noch seine Vorhaben durchkreuzen.


»Er verheimlicht etwas.« Das war ihm schon von vornherein klar gewesen. Doch nach ihrem kleinen Trainingskampf war er so schnell verschwunden, dass es noch auffälliger wurde. Dieser blonde Baka konnte einfach nichts geheim halten. Das müsste Sakura mittlerweile auch bemerkt haben. Also wieso weiß er davon, wenn nicht ihr Team? Waren sie ihr nicht wichtig genug? Waren sie nicht vertrauenswürdig? Es kränkte ihn, dass sie ihm nicht zu vertrauen schien.

»Du hast recht«, stimmte der Schwarzhaarige seinem Teamleiter zu, während er über seinen nächsten Zug nachdachte, »Langsam wird es offensichtlich.«


Asumas nachdenklicher Gesichtsausdruck rührte jedoch nicht von dem Spiel her, sondern war ganz und gar der Unterhaltung der beiden jungen Männer geschuldet, die sich nicht einmal die Mühe machten ihr Missfallen zu überspielen.

Mit einem wütenden Schnauben erklärte der Hyuuga-Sprössling: »Mir gefällt das alles ganz und gar nicht.« Er hatte den sonst so ruhig und besonnenen Mann nie so aufgebracht erlebt. Nicht einmal in einem Kampf verlor der Jüngere seine so gefasste Haltung. Es musste sich also bei der Ursache um ein tiefsitzendes Problem handeln, sonst würde er sich nicht so eingehend damit befassen und anschließend mit Shikamaru diskutieren, was nun ihr nächster Schritt sein würde.

»Das hat man gesehen. Naruto sah aus, als hättest du ihn durch sämtliche Bäume geschleudert und anschließend eine Klippe hinunterstürzen lassen«, erwiderte der Nara daraufhin und machte seinen nächsten Zug.

Mit einem abfälligen Schnauben gab Neji ebenfalls zu bedenken: »Ich denke, der Hokage steckt auch mit drin.«

»Wenn sie es abgesegnet hat, könnt ihr wenig dagegen tun«, warf nun auch Asuma seine Meinung ein.

Und sie wussten alle, dass er recht hatte. Wenn es tatsächlich von der Godaime befürwortet wurde, hatten sie kein Recht, ihre Entscheidung anzufechten. So sehr sie sich auch gegen diese sträubten. Aber zuerst einmal galt es, das Geheimnis aufzudecken, welches ihre schöne Teamkollegin umgab.

»Shikamaru, hefte dich ein wenig an Inos Fersen. Vielleicht weiß sie etwas«, orderte der Hyuuga in seiner besten Teamleiter-Stimme, die keine Widerrede zuließ.

Das genervte Seufzen, das daraufhin dem jungen Nara entfuhr, erregte Asumas Aufmerksamkeit. »Mendokuse.«

»Worum geht es hier eigentlich genau?«, fragte der Ältere skeptisch nach. Wenn zwei seiner Schützlinge in die Sache verwickelt waren, kam es fast schon einer Pflicht bei, sich darüber zu informieren, was vor sich ging.

»Um Sakura«, antwortete der Schwarzhaarige ihm gegenüber kurz-angebunden.

»Sakura?« Es erstaunte ihn, dass die beiden jüngeren Männer sich Sorgen zu machen schienen. Oder zumindest verwunderte es ihn, dass der Hyuuga es tat, hatte er doch nie das Gefühl gehabt, dass er übermäßig rücksichtsvoll war, zumindest was die Gefühle anderer anging.

Bei Shikamaru war das eine ganz andere Sache. Team 10 und Team 7 waren schon immer eng miteinander verflochten gewesen, bedachte man die anfängliche Rivalität, die Sakura und Ino zu hegen pflegten. Und Asuma machte sich keine Illusionen darüber, dass diese Rivalität sich nicht um einen gewissen Uchiha Sasuke gedreht hatte. Als dieser das Dorf verlassen hatte, waren beide Mädchen am Boden zerstört gewesen, doch der Sarutobi hatte immer die Ahnung gehabt, dass es die Rosahaarige viel schwerer getroffen hatte als Ino. Was nicht verwunderlich war, denn immerhin war er ihr Teamkollege gewesen.

Dann hatte Sakura den Entschluss gefasst, dass sie stärker werden wollte, was sowohl Sasuke, als auch Naruto zuzuschulden war. Sie hatte das Gefühl gehabt zurückzubleiben, und das konnte Asuma gut nachvollziehen, immerhin waren die beiden Jungen aus Team 7 sehr ehrgeizig und strebten nach sehr viel Höherem. Sie hatten sich in kürzester Zeit so gut entwickelt. Jedoch entwickelten sie sich in beinahe entgegengesetzte Richtungen, weshalb das sonst so starke Team 7 langsam auseinanderbrach. Jeder im Dorf konnte langsam mitansehen, wie die Kluft zwischen Naruto und Sasuke immer größer wurde und an Intensität zunahm. Und Sakura hatte mittendrin gesteckt, versucht ihr Team – und ihre Freundschaft – zusammenzuhalten, doch letztendlich hatte es nichts genützt. Der junge Uchiha war trotzdem gegangen und hatte jegliche Bindungen und Bündnisse abgebrochen, die er je in Konoha besessen hatte.

Unter Tsunade zu lernen, war wohl das Beste, was der jungen Kunoichi damals passieren konnte. Sicher, das Training war hart gewesen, aber es hatte sie tatsächlich stärker gemacht. In vielerlei Hinsicht. Und Ino hatte sich gefühlt, als hätte Sakura sie abgeschüttelt.

Er wusste um die anfänglich sehr starke Freundschaft zwischen den beiden Mädchen. Und immer schien es, als wäre Ino diejenige, die stärker war. Nicht körperlich, sondern geistig. Sie hatte immer schon eine gute Portion Selbstbewusstsein besessen, und je älter sie wurde, desto ausgeprägter wurde es. Doch nun stand die Haruno dessen in nichts nach. Sie waren sich so ähnlich wie Schwestern, und doch so verschieden. Deswegen hatte es die Yamanaka auch so mitgenommen, als sie mitansehen musste, wie Sakura immer mehr an Kraft gewann und sich allmählich von dem Verlust ihres Teammitgliedes erholte. Auch Ino hatte sich dazu entschlossen unter Tsunade medizinische Ninjutsu zu studieren, doch sie besaß nicht solch überragende Chakra-Kontrolle wie Sakura, weswegen sie als Kunoichi nie solch beeindruckende Fähigkeiten entwickelte wie ihre Freundin. Aber diese Tatsache hatte sie mittlerweile akzeptiert und war vorangeschritten. Mit Sakura an ihrer Seite. Trotz ihrer Unterschiede hatten sie erneut solch ein starkes und mächtiges Band formen können, dass sie bis heute beste Freundinnen waren. Und das war es, was Asuma beeindruckte.

Was den jungen Nara anging: Er wusste, dass ihm Sakura wichtig war. Genauso wie Naruto. Sie waren über die Jahre noch enger zusammengewachsen. So wie Shikamaru Ino beschützen würde, würde er auch Sakura schützen. Aus seinen ganz eigenen Gründen. Wahrscheinlich weil sie einer der Anker war, die der blonde Chaot in seinem Leben benötigte, um glücklich sein zu können. Aber auch weil sie intelligent war und ab und zu mit dem Schwarzhaarigen Shogi spielte. Außerdem schien Sakura seine Einstellung zu gefallen. Asuma erwischte die beiden immer öfter, wie sie zusammen auf einer Wiese lagen und zusammen in den Himmel schauten. Es war nichts Intimes, aber es zeugte von unerbittlicher Hingabe für ihre Freundschaft.

Generell hatte sich das einzige weibliche Mitglied von Kakashis Genin-Team sehr verändert. Sie war zu einer eigenartigen Mischung aus den verschiedensten Charaktereigenschaften ihrer Freunde und Vertrauten geworden so schien es. Inos Selbstbewusstsein, Shikamarus Faulheit, Narutos Verspieltheit, Nejis Ruhe, Tsunades Temperament, Kakashis Distanziertheit, Hinatas Herzlichkeit. Und doch war sie noch immer das Mädchen von damals, das mit solch einer Entschlossenheit agierte, dass sie manchmal gar nicht bemerkte, wen sie damit verletzte.

»Ist sie nicht letztens Uchiha Itachi begegnet?«, fragte der Sarutobi nachdenklich nach.

Mit einem ermüdeten Seufzen erwiderte Shikamaru: »Asuma, wir sind ihm alle begegnet. Deswegen lag ich doch überhaupt erst im Krankenhaus.«

Der Ältere stieß langsam den Atem aus und blickte dem jungen Nara geradewegs in die dunklen Augen. »Das weiß ich, Shikamaru. Ich meine ja auch dessen Zusammentreffen danach.«

Nun wurde auch Neji hellhörig. »Danach?«

»Hai, Kakashi erwähnte, dass es Uchiha Itachi war, der uns die Informationen bezüglich Sasuke und Orochimaru überlassen hatte. Er hat Sakura aufgesucht, soweit ich weiß«, erklärte Asuma, der nun die Schachtel Zigaretten zückte, die er immer bei sich trug, und sich einen der Glimmstängel ansteckte.

»Kuso!«, knurrte Neji daraufhin bedrohlich, »Warum wissen wir davon nichts?«

»Nun ja, es ist kein Geheimnis. Dennoch wissen nicht viele davon«, entgegnete der Sarutobi ruhig und stieß den Rauch aus, der sich in seinem Körper angesammelt hatte. »Es hat mich auch verwundert. Vor allem dass er sich erneut so nah ans Dorf herangewagt hat.«

»Was meinst du?«, fragte nun Shikamaru nach, der ermüdet seine Augen geschlossen hatte, trotz dessen jedoch genau zuhörte und alles Wichtige abspeicherte.

»Es war kurz nach den Chunin-Auswahlprüfungen, wenn ich mich recht erinnere, als Uchiha Itachi und sein Partner, Hoshigaki Kisame, im Dorf auftauchten«, antwortete der Ältere und stieß nachdenklich den Rauch aus, »Erst vermuteten wir, dass er wegen Sasuke hier war. Es stellte sich jedoch heraus, dass Naruto ihr eigentliches Ziel war. Kakashi hatte bereits die Informationen von Jiraiya erhalten, dass sie der Organisation Akatsuki angehörten und die Bijuus sammelten. Zu welchem Zweck wussten wir damals noch nicht. Diesem Kampf hat Kakashi es zu verdanken, dass er dem Mangekyou Sharingan Itachis begegnete; er lag danach mindestens eine Woche flach.« Und Shikamaru verstand, warum.

»Er konnte unbemerkt ins Dorf gelangen?«, brauste nun Neji auf, der vor Wut beinahe zu schäumen schien. Er verabscheute den Gedanken, dass auch nur einer der beiden Uchiha-Brüder das Dorf – sein Dorf – erneut betrat. Verräter. Kriminelle.

Seufzend entgegnete Asuma: »Weißt du, das Sharingan an sich ist schon ein gefährliches Werkzeug, aber wenn du es auf solch einem hohen Niveau wie Itachi gemeistert hast und dem Uchiha-Clan angehörst, bist du dazu in der Lage die schwierigsten Techniken zu meistern. Zudem galt Uchiha Itachi schon immer als Aushängeschild des Clans und wurde besonders gefördert. Er wurde schon von Kinderbeinen auf als Genie betrachtet, das den Uchiha-Clan eines Tages als Patriarch anführen sollte.«

»Ja gut, das hat sich ja nun erledigt«, schnaubte der Hyuuga verächtlich.

»Mach nicht den Fehler, ihn zu unterschätzen«, riet Asuma ihm, »Keinen von ihnen. Ich bin mir sicher, das nichts Gutes dabei herauskommen kann, wenn Orochimaru Sasuke trainiert hat.«

Shikamaru zweifelte nicht daran, dass sein Sensei diese Erkenntnisse von einem kurzen Zusammentreffen mit dem älteren Uchiha gewonnen hatte, erkundigte sich jedoch trotzdem danach, ob es so gewesen war.

Der Sarutobi nahm einen Zug von seiner Zigarette und erklärte geduldig: »Ihr habt den Uchiha-Clan nie kennengelernt, ihr habt immer nur Sasuke, und nun auch Itachi, vor Augen, wenn ihr an ihn denkt. Und es ist wahr, dass sie die beiden Erben des Clanführers sind. Sie wären die nächsten in der Rangfolge gewesen, hätte das Massaker nicht stattgefunden. Viele aus dem Clan waren hochnäsig, hielten sich für etwas Besseres, weil sie über solch ein mächtiges Doujutsu verfügten. Dieses Problem ist auch im Hyuuga-Clan verbreitet, doch es gibt einen triftigen Unterschied: Während der Hyuuga-Clan gefördert wurde, wurden die Uchiha – die Zweitbegründer des Dorfes Konohagakure – immer weiter unterdrückt.«

»Demo haben sie früher nicht die Polizei geleitet?«, fragte nun der junge Nara nach.

Das Nicken, das darauf folgte, war zögernd. »Eine Maßnahme des zweiten Hokage. Er hat diesem Clan nie vollends vertraut, trotzdem musste er sie versöhnlich stimmen, da sie ein wichtiger Bestandteil des Dorfes waren. Doch es gab auch Ausnahmen, denn einer seiner Berater war ein Uchiha. Allerdings kamen mit der Macht auch Folgen. Eine davon war ausschlaggebend, denn durch diese wurde der Uchiha-Clan immer weiter aus dem Dorf gedrängt. Bis sie am Rande Konohas residierten. Die Dorfbewohner hatten Respekt, wenn nicht sogar Angst vor der Rechtsprechung durch die Uchiha, weswegen sie größtenteils gemieden wurden und unter sich blieben. Auch das ist für einen Clan nicht sonderlich, denn jeder Clan hat seine Geheimnisse und versucht diese zu wahren, auch wenn sie zu einem Dorf gehören. Doch der Uchiha-Clan war schon immer mächtig, hatte eine stattliche Anzahl von Shinobi, die deren so geschätztes Kekkei-Genkei besaßen. Sie waren Konohas stärkste Waffe, gleichzeitig aber auch eine Gefahr.«

»Woher weißt du so viel darüber, Asuma?«

»Nach dem Aufeinandertreffen hab ich ein wenig Recherche betrieben. Es wäre natürlich einfacher gewesen, hätte der Dritte noch gelebt«, beantwortete der Ältere die Frage schulterzuckend.


Die Blondine überblickte die Gesamtsumme der Unterlagen, die ihr ins Archiv gebracht wurden. Einiges hatte bereits hier gelagert, doch andere – wichtige – Akten waren in den ANBU-Unterkünften eingelagert und es dauerte dementsprechend, alles herauszusuchen und in den Hokage-Turm zu bringen. Es war ein mühseliges Unterfangen und kostete nur unnötig Zeit, doch es war notwendig, wenn sie erfahren wollte, was damals geschehen war. Also hatte sie sich eine Flasche warmen Sake geschnappt und war im Archiv verschwunden, in dem sie nun schon seit einer Stunde hockte und Akten über Akten durchsah, grübelte, ob sie irgendetwas Spannendes finden würde oder ob es sich tatsächlich so zugetragen hatte, wie es immer behauptet wurde.

»Shizune!« Ihre bellende Stimme hallte durch die Flure des Hokage-Turms, als sie nach ihrer Vertrauten und Schülerin rief.

Keine zwei Minuten später, erschien diese in dem breiten Türrahmen und fragte: »Hai, Hokage-sama?«

»Bring mir bitte auch alle Unterlagen zu Sarutobi Hiruzen!« Tsunade wusste, dass ihr Sensei dazu neigte wichtige Ereignisse für die Nachwelt selbst zu dokumentieren. Er sah es als seine Pflicht als Hokage an, die zukünftigen Generationen davon selbst zu unterrichten, damit sie daraus lernen konnten. Und dies könnte der Godaime nun zum Durchbruch verhelfen, sollte sie Dokumente zum Uchiha-Massaker finden.

»Hai, Tsunade-sama, wird gleich erledigt«, erwiderte die Schwarzhaarige in striktem Tonfall und verbeugte sich leicht, ehe sie das Archiv wieder verließ.