Bloody Nights
14. Intense
Warnung: Zitrone : )
Graue Nebelschwaden lagen dicht über dem Erdboden, ein modriger Duft lag in der Luft und entfernt sang eine Eule ihr Skurriles Lied.
Bulma hob eine Augenbraue und inspizierte die Umgebung kritisch. Sie befand sich in einem Horrorfilm, definitiv. Es war geradezu... kitschig. Neugierig betrachtete sie ein altes Steinkreuz, im fahlen Licht des Mondes war die Schrift darauf nicht zu lesen, jedoch schien es schon so verfallen zu sein, dass es auch bei hellstem Tageslicht nicht möglich war.
Mit einem Aufschrei fuhr sie herum, als sie eine Präsenz hinter sich spürte. Mit tiefem und schnellem Atem griff sie mit ihrer rechten Hand auf ihre linke Brust, wo sie ihr plötzlich sehr schnell hämmerndes Herz spüren konnte. "Woah, mach das nicht noch mal."
Vegeta musterte sie mit emotionslosen Zügen, bis sich ein kurzes Grinsen darauf platzierte. "Ein bisschen Schreckhaft in der Dunkelheit. Angst, huh?"
Bulma schob ihre Unterlippe schmollend vor und stemmte ihre Hände in die Hüften. "Natürlich nicht." Sie sah sich noch ein Mal prüfend und ablenkend um. "Und, was soll das Ganze jetzt? Wofür hast du mich hier her geschleppt? Ich hoffe doch nicht, dass du mich damit beeindrucken willst. Ein Friedhof ist nicht unbedingt.."
Grollend griff Vegeta nach ihrem Handgelenk und zog sie mit sich. "Du redest zu viel."
Bulma stolperte hinter ihm her und ignorierte das Gefühl, das von ihrem Handgelenk nun ausging. Obwohl sein Griff stark war, war er doch überraschend... sie wagte es kaum so zu bezeichnen.. sanft. Sogleich ließ das Gefühl nach, als Vegeta ihre Hand los ließ, so als hätte er sich daran verbrannt. Knurrend blitzte er sie an, während dieses Mal sie es war, die ihn angrinste.
Vegeta drehte sich von ihr ab und ging weiter gezielt den steinernen Weg entlang. Bulma folgte ihm, dicht an seinen Fersen. Gänsehaut prickelte über ihren Körper, als sie an einem Mausoleum vorbei liefen und dabei einen Raben aufscheuchten, der sogleich aufflatterte und krächzend in der Dunkelheit der Nacht verschwand. Warum war sie mitgekommen? Wie konnte sie nur so dumm sein?
Es war ihr fast so, als könnte sie die flockigen Nebelschwaden fühlen, konnte fühlen, wie sie sie wie eine unsichtbare Decke umhüllten und sie mit einer schauernden Kälte erfüllten. Sie platzierte ihre Arme um ihren Bauch, fröstelnd. Wie oft war sie alleine durch leere, dunkle Gassen gelaufen in der Großstadt, die sie ihr zu Hause nannte. Nie war sie dabei ängstlich gewesen, nie hatte sie gefürchtet, dass in der nächsten Ecke ein Monster auf sie warten würde. Und hier, irgendwo in der Einöde, lief sie nun einem lebensechten Monster hinterher, in einer Horrorfilmkulisse.
War sie nun die Grenze überschritten? Die Grenze, von der sie sich nie eingestehen wollte, dass sie wirklich existierte? War ihr Stolz nun ihrer Angst unterlegen?
Tief in Gedanken versunken prallte sie ein Mal mehr gegen eine harte Mauer aus rau definierten Muskeln. Vegeta beachtete den zierlichen Körper nicht, der unsanft gegen den seinen gerempelt war und deutete mit eiserner Mine mittels eines Kopfnickens auf eine Stelle vor seinen Füßen.
Bulma registrierte die Geste, brauchte jedoch einige Momente, um sie zu verstehen. Unsicher trat sie hinter ihm hervor und konzentrierte ihre Augen auf die Stelle, auf die er gedeutet hatte. Mit zusammengekniffenen Augen versuchte sie unter dem fahlen Nebel etwas zu erkennen. Ihre menschliche Sehkraft gewöhnte sich nur langsam an das magere, silberne Licht des Mondes. Sie konnte schließlich ein Viereck feuchter Erde erkennen, die von ein paar alten, schäbigen Pflastersteinen umrandet war. Eindeutig die Andeutung eines Grabes. Bulma hob eine Augenbraue und sah zu Vegeta, der mit unverändertem Gesichtsausdruck hinter ihr stand.
Verwundert musterte sie die Stelle abermals, ging dieses Mal in die Hocke, um sich das Grab aus der Nähe anzusehen. Das Grab war von grauen Steinen umrandet und.. ah, sie konnte endlich einen kleinen Grabstein erkennen. Sie beugte sich noch ein wenig vor, um diesen genauer inspizieren zu können.
Der brüchige Stein war alt, verwittert, wirkte geradezu lieblos. Nun neugierig wischte Bulma ein wenig zartes Moos weg, das die Inschrift des Steines verdeckte. Ihre schlanken Finger fegten das Grün bei Seite und wieder hatten ihre Augen Probleme, die Schrift in der Dunkelheit zu erkennen, bis, ja, bis sie die Schrift klar und deutlich erkennen konnte. Ihr Körper stockte, ihr Blut gefrohr, während sich die Buchstaben in ihr Herz einbrannten.
oOoOoOo
Kühle Nachtluft fegte durch die Stadt, erfrischte die hitzigen Gemüter der feiernden Menschen, die den Abend genossen hatten und nun zufrieden nach und nach zurück nach Hause torkelten.
In Mitten der Heimkehrer und derer, die sich noch nicht geschlagen geben wollten und noch weiterhin feierten, tranken und grölten, in Mitten aller war es zwei Gestalten ganz und gar egal, was um sie herum geschah.
Der blonde Vampir wusste nicht, wie es dazu gekommen war. Sie wusste nicht welcher Faden ihrer Vernunft gerissen war, sie wusste nicht welche niederen Instinkte sie dazu getrieben hatten. Sie wusste nicht was sie da tat. Was sie wusste war, dass all das nicht zählte. Sie ließ sich fallen in all die Gefühle, die in Wellen über ihren Körper glitten, ihren Geist benebelten, ihre Sinne verwirrten.
Das hier war nicht ihre Art. Es war nicht das was alle von ihr erwarten würden, es war nichts was sie von sich selbst erwarten würde. Würden ihre Gehirnzellen in diesem Moment korrekt funktionieren, wäre sie wohl zutiefst von sich selbst geschockt. Doch es zählte nicht. Nichts zählte, in diesem Moment purster Freiheit, in diesem Moment, in dem ihre Lippen wild mit den Lippen des Mannes tanzten, der es gewagt hatte, sich ihrem Zorn entgegen zu stellen.
Lediglich das menschliche Verlangen nach Sauerstoff konnte sie aus diesem Glück barsch herausreißen. Und so geschah es, dass er seine Lippen von den ihren schälte und in tiefen Atemzügen das lebenswichtige Gas in seine Lungen pumpte.
Juu musterte ihn dabei. Sein Körper, der an einer kühlen Betonwand lehnte, sein verknittertes Hemd, dessen oberste Knöpfe geöffnet waren und seine flachen, aber stark definierten Muskeln preisgaben.
Er lächelte verlegen: "Alles deins." Waren selbstsichere Worte, die unsicher über seine Lippen kamen.
Für Augenblicke konnte sie nicht anders und antwortete ebenso mit einem verzauberten Lächeln. Trotz ihrer zutiefst abwehrenden Haltung und ihren teils sehr beleidigenden Worte, er war ihr den ganzen Abend.. nein, die ganze Nacht nicht von der Seite gewichen. Er hatte unzählige Witze gerissen, hatte versucht seinen Charme unbeholfen spielen zu lassen, hatte sogar versucht, sie vor ein paar pöbelnden Besoffenen zu verteidigen, was so geendet hatte, dass sie die jenige gewesen war die das nervende Pack vertrieben hatte, da es für ihn sonst sehr schmerzhaft geendet wäre.
Leise grummelnd fuhr sie sich durch ihr schulterlanges Haar. Das war nicht gut, überhaupt nicht. Sie durfte die Realität nicht außer Acht lassen, die Fakten, Tatsachen. Sie durfte sich nicht diesen erbärmlichen Emotionen hingeben. Sie war nicht so schwach, nein, nicht sie.
Einen Schritt zurück tretend stemmte sie die linke Hand in ihre Hüfte, während ihr rechter Arm locker in seiner natürlichen Haltung ruhte, lediglich die Finger der rechten Hand waren unruhig, geradezu nervös in Bewegung, ließen ihre Nägel dabei ein wenig schnippen.
"Du gehörst doch zu den Ginyus, oder?"
Krillin überhörte den abschätzigen Unterton nicht und hob eine Augenbraue. "Na ja... äh, ja. Schon irgendwie. Aber.."
Seine Kinnlade klappte hinunter, als Juu sich wortlos umdrehte und sich von ihm entfernte.
oOoOoOo
Starr kniete die blonde Frau vor dem schäbigen Grabstein, ihr Blick haftete auf dessen verwitterter Schrift. Hohnhaft schienen die Buchstaben vor ihren Augen zu tanzen. Sie spürte die Wärme ihrer Tränen, die über ihre Wangen rannen, spürte, wie sie sich in sanften, glitzernden Tropfen an ihrem Kinn sammelten und dort ihren Körper in kleinen, runden Perlen verließen.
"Warum? Warum tust du mir das immer wieder an?" Hasserfüllt drehte sie sich um zu dem Mann, der ihr all diesen Schmerz bereitete, der ihre geschlossenen Wunden wieder aufriss und sich daran zu ergötzen schien, wie frisches Blut daraus tropfte.
"Ist es das, was du wolltest? Mich noch mehr verletzen, mir noch mehr daran erinnern, was ich so sehr vergessen will?" Ihre Stimme war hart und kalt, ohne zu verraten, dass sich weitere frische Tränen in ihren Augenwinkeln sammelten.
"Vor Tatsachen weglaufen ist feige. Du bist ein Feigling, wenn du nicht zu deiner Vergangenheit stehst. Solange du sie nicht akzeptierst, wirst du darin leben, bis dein Körper verwelkt ist und nie deine Zukunft bewusst erlebt haben."
Sie richtete ihre Augen wieder auf das Grab, auf die braune, kühle Erde. Sie richtete sich aus ihrer Hocke auf und fummelte in ihrer Jackentasche herum. Mit bebender Hand führte sie eine Zigarette an ihren Mund, während die andere noch immer in ihrer Jackentasche nach einem Feuerzeug suchte. Sie nahm das "Zip" Geräusch hinter sich nicht wahr und zuckte ein wenig zusammen, als plötzlich eine kleine warme Flamme vor ihrem Gesicht auftauchte.
Grummelnd lehnte sie sich ein wenig vor und zündete sich ihre Zigarette an.
Vegeta betrachtete die zitternde Frau vor sich, wie sie nervös an ihrer Zigarette zog. Und wieder fragte er sich wie Menschen einen solch übel riechenden Rauch als beruhigend empfinden konnten, während er sein Feuerzeug wieder einsteckte.
"Ein Feigling, ja?"
"Ein Feigling." wiederholte er mit tiefer, fester Stimme.
"Was geht dich das an? Es kann dir doch egal sein. Ich war zufrieden, so wie es war. Mein Leben war gut, friedlich, erfüllt." Sie blies eine blaue Rauchwolke aus und lachte bitter. "Bis du aufgetaucht bist. Ungebeten mischt du dich in mein Leben ein und konfrontierst mich mit Dingen, die dich einen Scheißdreck angehen."
Eisern stand sie vor ihm und stemmte ihren linken Arm gegen ihre Brust, während sich ihr rechter Ellbogen auf dessen Hand stützte. In ihrer anderen Hand hielt sie ihre Zigarette, die sie in kurzen Abständen an ihre Lippen führte.
Ihr Körper gefror abermals, als sie ein dunkles, raues Lachen vernahm. Oh, wie sehr sie ihn in diesem Augenblick hasste. Doch sie hielt sich von ihm abgewandt, wollte ihn nicht sehen, wollte nicht sehen, wie er sich über sie lustig machte.
„Ich mache mich nicht über dich lustig. Ich finde es nur faszinierend, wie ihr Menschen die Wirklichkeit verdrängen könnt."
Ohne es zu wollen drehte sie sich schließlich doch um. In ihren Augen spiegelte sich Wut, Trauer, Hass und auch, wenn auch sehr versteckt, ein Funke der Kränkung.
Vegeta ging einige Schritte auf sie zu, überwand die Lücke zwischen ihrer beider Körper und sah von oben herab in ihre tiefen, blauen Ozeane, in welchen die hohen Wellen der Emotionen tobten. Seine Hände umfassten ihr Gesicht als seine Daumen die feuchten Spuren ihrer Tränen wegwischten. Er spürte, dass ein starker Schauer über ihren Körper glitt, konnte die sanften Vibrationen ihrer Haut fühlen.
Für einige Augenblicke bewunderte er dieses Wesen, das mit großen Augen in die seinen blickte. Ein wilder Geist, gefangen in einem zierlichen Körper, voller Stolz und doch voller Angst.
Leise knurrend löste er sich von ihr und griff nach ihrer Zigarette, die schon fast bis zum Filter hinunter gebrannt war. Abschätzig schnippte er den kleinen dünnen Stängel zu Boden, traf dabei gezielt die Erde des Grabes, das das Gefühlschaos im Geist der blauhaarigen Frau ausgelöst hatte. Grinsend schob er sie bei Seite und trat mit festem Tritt die Zigarette darauf aus. Sein schwerer Stiefel zerquetschte den fragilen Filter.
„Qualvoll…"
Mit diesem geraunten Wort riss er Bulma aus ihrer Trance. Sie umgriff nun mit beiden Armen ihre Brust, fröstelnd. „Huh?"
„Sie starben qualvoll, beide. Sehr langsam, voller Schmerzen. Sie vegetierten dahin, bis sie ihr belangloses Leben aushauchten."
„Woher willst du das wissen?" Bulma entfernte sich einige Schritte vom Grab, ihre Stimme klanglos.
„Ich bin ein Wesen das zwischen Leben und Tod existiert. Ich weiß so einiges."
Bewegungslos stand sie mit dem Rücken zu ihm. Ihre Form, deren Silhouette vom Mondlicht erhellt wurde, wirkte wie die Figur eines wahren, jedoch gefallenen Engels. Bis sich ihre Schultern schließlich von ihrer hängenden Form erhoben, was ihr wieder die Statur einer selbstsicheren Frau schenkte.
„Unter Schmerzen, ja?"
„Ich kann selbst jetzt noch ihre Schreie hören."
„Gut."
Ohne weiteres Wort lief sie den Weg zurück, den sie gekommen waren. Dieses Mal jedoch schreckte sie der Nebel, die Nacht, die düstere Stimmung nicht mehr.
Verkrampft saß die blauhaarige Frau auf dem Motorrad, das sich rasch durch die Nacht bewegte, in fließenden Bewegungen von einem dunkel gekleideten Mann mit flammendem Haar gesteuert wurde.
Bulma wusste nicht, wie lange sie gefahren waren, hatte die Bewegungen des Motorrades, der an ihr vorbei rasenden Landschaft nicht wahrgenommen. Alles was sie in diesem Moment wollte war, zu Hause zu sein, sich die Decke über den Kopf zu ziehen und zu schlafen. All diese merkwürdigen Ereignisse ausblenden, all diese schmerzlichen Erinnerungen im Schlaf vergessen, einfach an nichts denken zu müssen.
Sie bemerkte es nicht ein Mal, als sich das Gefährt verlangsamte und schließlich zum Stillstand kam. Erst die Bewegungen ihres Begleiters erweckten wieder ihre Aufmerksamkeit, holten sie zurück in die Gegenwart, zurück in diese kühle Nacht, die jegliche magische Fiktionen verloren hatte.
Bulma sah ihm zu, wie er von seinem Motorrad abstiegt und sie mit seinem emotionslosen Gesicht anblickte. Dieser Gefühlskälte ausweichend sah sie sich um und bemerkte mit einem leisen seufzen, dass sie nicht in den Straßen der Stadt, nicht bei ihr zu Hause, nicht mal in der Nähe davon waren.
Womit hatte sie das alles verdient?
Abermals frustriert seufzend stieg auch sie von der Maschine ab und warf dem Vampir einen wütenden Blick zu. Er erwiderte diesen mit völliger Ignoranz und verschränkten Armen. Ohne weiteres zögern drehte er ihr den Rücken zu und entfernte sich, schon wieder, gezielt von ihr. Was nun? Was konnte er ihr an einer, an dieser verdammten Nacht noch antun?
Von ihr ungesehen verdrehte Vegeta genervt die Augen und knurrte düster. "Sieh dich um" bellte er wütend vor sich hin.
Stutzend hob sie eine Augenbraue und riss ihre Aufmerksamkeit von seinem Rücken, richtete sie auf die Umgebung.
Kalte Schauer rannen über ihren Körper, als kleine, düstere Erinnerungen sie ergriffen. Sie sah einen schäbigen alten Zaun oder die Überreste davon. Er war durchlöchert und kaum noch als Zaun zu erkennen. Doch das war nichts neues. Er war schon früher kein schöner Anblick mehr gewesen. Der große Baum, der im Licht des Mondes silbern schimmerte, auch er hatte seine besten Jahre vorüber und hatte viele dürre Äste, die in der Dunkelheit wie knochige Arme wirkten. Das Haus, dessen Fensterläden entweder ganz abgefallen waren oder vereinzelt schief in den Angeln hingen. Seine Fenster waren eingeschlagen, das Dach voller Löcher.
Bulma schrie leise in der schwärze der Nacht auf. Es war das Haus, das sie nie mehr sehen wollte, das Haus, das ihr Gefängnis gewesen war, in dem ihre Kindheit ein jähes Ende genommen hatte.
Geschockt strichen ihre Finger über den Türrahmen, den einstigen Eingang in ihre persönliche Hölle. Er war verwittert, Teile waren abgebröckelt und die Tür wirkte, als wäre Jahrelang niemand mehr durch sie hindurch geschritten. Ein verrücktes Lächeln flog über Bulma's Lippen. Durch diese Tür hatte sie das Haus verlassen, hatte sie leise geöffnet, als ihre Tanten geschlafen hatte, als noch immer junges Mädchen. Sie erinnerte sich noch, wie sie geknarrt hatte, wie sie zusammengezuckt war, voller Angst. Es war das letzte Mal gewesen, dass sie diese furchterregende Emotion in der tiefe ihres Herzens gespürt hatte, das letzte Mal, dass sie den alten Baum, den Zaun und das Haus gesehen hatte. Sie erinnerte sich, wie sie dann gerannt war, gerannt und gerannt ohne zu wissen, was sie da eigentlich tat ohne sich umzudrehen.
Und nun stand sie hier, vor diesem verfluchten Haus und strich fast schon zärtlich über das verwitterte Holz.
All dies wirkte wie ein flüchtiger, trüber Traum und als der Traum vorüber gewesen war, waren lediglich nur noch ein paar fahle Bruchstücke davon übrig geblieben. Doch diese Bruchstücke waren wie kleine, ewige Plagegeister, die an Schmerz und Leid erinnerten, immer und immer wieder.
Es war wie ein déjà vu, als sie neben sich ein "Zip" vernahm, ein metallisches Geräusch, das sich wie ein scharfes Messer durch die Stille schnitt. Nur dieses Mal nahm sie es deutlich wahr, es erschreckte sie geradezu. Wieder tauchte eine kleine Flamme vor ihrer Nase auf und völlig entgeistert zog sie ihre Hand zurück, drückte sie an ihre Brust.
War es das, was er wollte, von ihr erwartete? Die Erkenntnis traf sie wie ein Schlag, schockierte sie.
Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie ihn fassungslos an. "Warum? Warum tust du das?"
Seine Züge blieben starr, keine Emotion erkennbar. Er gab keinen Ton von sich und stand einfach nur da, kein Muskel bewegte sich, lediglich die kleine Flamme tanzte schwebend auf dem Feuerzeug, das er ihr entgegen hielt.
Und auch wenn er ihr eine Antwort geben hätte wollen, es wäre ihm nicht möglich gewesen. Er wusste es nicht. Er selbst hatte sich diese Frage gestellt und konnte sich seine Beweggründe doch nicht einmal selbst erklären. Vielleicht war es einfach nur ein Zeitvertreib. Unsterbliches Leben dauerte schließlich... ziemlich lange.
Sie erwartete auch keine Antwort. Zu sehr war sie von der Flamme hypnotisiert, die ihre beiden Gesichter in ein Oranges Licht tauchte. Wärme erfüllte Bulma plötzlich, all ihre Gefühle schienen sich in ihr zu sammeln, in einem schweren schwarzen Ball. Und so griff sie nach dem Feuerzeug, hielt es für einige Augenblicke lächelnd in ihren Händen, die Hitze, die inzwischen auf das Metall des Feuerzeuges übergegangen war spürte sie nicht.
In einer fließenden Bewegung warf sie es schließlich durch eine zerbrochene Scheibe. Es traf dumpf holpernd auf dem hölzernen Fußboden auf, warf protestierend Funken um sich und blieb schließlich mitten im Raum liegen. Es brauchte nicht lange, bis die kleine Flamme das trockene Holz ansengte, aus einer unscheinbaren Glut stieg leichter Rauch auf, bis sich schließlich eine eigene Flamme bildete, die sich schnell verbreitete, das Holz langsam zerfressend.
In Ehrfurcht beobachtete Bulma das Schauspiel, das Lächeln auf ihren Lippen verblieb. Sie standen beide nebeneinander, schweigend. Lediglich das knistern des Feuers war zu hören, das immer lauter wurde. Bald krächzen und knarrten die Balken des Hauses, Rauch stieg gen Himmel, ein Farbenspiel aus grau, gelb, orange und rot entstand.
Tief einatmend schloss Bulma die Augen, sog das Ereignis in sich auf. Sie spürte, dass der schwarze Gefühlsball in ihrem Bauch sich auflöste und mit einem wohltuenden Ausatmen glaubte sie, all die Schwärze aus ihrem Körper zu verbannen.
Als wäre sie leicht wie eine Feder drehte sie sich schließlich vom brennenden Haus ab. „Danke" hauchte sie, während sie sich in Richtung Motorrad aufmachte.
oOoOoOoOo
Die dunkle Nacht umgab sie wieder, als sie durch die leeren Straßen rasten. Gedankenverloren lehnte Bulma's Haupt an seinem Rücken, während sein Blick starr nach vorne gerichtet war. Tausende Fragen fluteten durch ihren Kopf, blieben jedoch ungefragt und unbeantwortet.
Noch nie hatte jemand so etwas für sie getan. Nie hatte sich jemand wirklich dafür interessiert, was in ihrer Vergangenheit passiert war. Keiner hatte sie gefragt, warum sie bereits mit 14 alleine in einer Stadt gewohnt hatte. Nun, es hatte auch keiner gewusst. Jeder hatte wohl lediglich vermutet, dass sie der typisch rebellische Teenager war, der seinen Eltern das Leben zu Hause zur Hölle machte. Aber nicht, dass das jemanden interessiert hätte. Die Anonymität der Stadt war beeindruckend. Tausende lebten dort, doch keiner kannte sich, keiner interessierte sich für den Anderen.
Und da lief sie nun einem waschechten Vampir über den Weg, der das geschlossene Buch ihrer Vergangenheit aufklappte, einfach so... und die abgebrochene Geschichte darin zu einem wahren Ende brachte.
Ohne es selbst zu bemerken drückte sie sich noch ein wenig fester an ihn, presste ihre Wange gegen seinen Nacken. Sein Geruch umspielte ihre Nase, ein rauer, erdiger Duft, der ihre Sicht kurz unklar werden ließ.
Und all die Fragen verschwanden, ließen lediglich eine Frage zurück, die so oft gestellt wurde und so viele Antworten ermöglichte. Warum?
Bulma schloss die Augen und spürte den Wind, der an ihr vorbei pfiff. Sie beschloss, dass sie keine Antwort wollte, keine brauchte. Was vor einigen Augenblicken passiert war, war passiert. Und sie hatte sich lange, womöglich nie so frei gefühlt wie in diesem Moment. Alles Dunkle, Schwere schien von ihr genommen zu sein, ihr Körper war erfüllt von Wärme, ihre Glider prickelten wohltuend und... sie fühlte sich einfach nur gut.
Sie merkte nicht, dass das Motorrad schließlich zum Stillstand kam, erst eine Bewegung Vegeta's riss sie aus ihrer benebelten Haltung. Blinzelnd sah sie ihm in die dunklen Augen, die sie musterten und sie glaubte, ein kurzes Lächeln auf seinen ernsten Zügen zu erkennen. Vielleicht war das aber auch nur ihre Einbildung, die ihr einen Streich spielte.
So stieg sie schwungvoll ab und erkannte erst jetzt die bekannte Umgebung. Sie stand vor dem Eingang ihres Blocks. Überrascht schritt sie in Richtung Tür, die Rückfahrt war ihr deutlich schneller vorgekommen. Sie drehte sich um, als sie keine Schritte hinter sich hörte und fand Vegeta noch immer auf dem Motorrad sitzend vor. Eine Augenbraue hebend stutzte sie, sich fragend worauf er wartete. "Ein Gentleman würde die Dame jetzt noch vor ihre Wohnungstür begleiten." Eine spielerische Arroganz umschmeichelte ihre Worte.
Düster glucksend sah er sich um. "Zu dumm, dass keiner in der Nähe ist."
Bulma stemmte die Hände in die Hüften. "Dieses 'Date' war abnormal genug. Du könntest es wenigstens normal beenden."
"Das war kein 'Date'." Grummelnd stieg er von seiner Maschine und trottete hinter ihr her.
oOoOoOoOo
Nervöse Wellen erfassten ihren Körper, durchdrangen sie unangenehm und ließen ihre Finger leicht zittern. Bulma starrte vor sich auf die Tür des Liftes, die sich so eben geschlossen hatte. Seit sie das Gebäude betreten hatte, fühlte sie sich unwohl, angespannt. Wie konnte es sein, dass es nun noch schlimmer war neben dieser dunklen Gestalt zu stehen. Er flößte ihr längst keine Angst mehr ein, sie brachte ihm lediglich ein hohes Maß an Respekt entgegen. Nach diesem Abend war es nicht mehr schwer, sich das selbst zuzugeben. Und doch stimmte etwas nicht. War der Lift kleiner geworden?
Unruhig zupfte sie an ihrer Jacke, während sich der Lift in ungewohnt langsamer Geschwindigkeit zu seinem Ziel bewegte. Sie atmete tief durch, als sie ihn schließlich verließ, hatte nicht gemerkt, dass sie die Luft angehalten hatten. Er folgte ihr weiterhin wie ein Schatten, der in jedem Augenblick bereit war sei zu verschlingen, so schien es.
'Dummkopf' fluchte sie über sich selbst. Sie hatte sich diesen Schlammassel selbst eingebrockt, hatte ihn selbst gebeten, sie zu ihrer Wohnung zu begleiten. Wie konnte ein so intelligenter Mensch wie sie manchmal nur so dumm sein?
Vor ihrer Wohnungstür angekommen hielt sie inne, das edle Material ihrer Türe nur wenige Millimeter von ihrer Nasenspitze entfernt.
"Danke." Der leise Windhauch einer Stimme verließ ihre Lippen und für das menschliche Ohr wäre es nicht mehr geblieben als der leichte Hauch eines Atems.
"Hn." war die barsche Antwort, die raunend Schauer über ihren Körper gleiten ließ.
Bulma steckte ihren Schlüssel in die Tür und drehte das Schloss, bis es knackte, bevor sie abermals in ihrer Bewegung stockte.
Sie spürte die übermächtige Präsenz hinter sich und drehte sich schließlich um. Ihr Arme schlangen sich um den starken Nacken und ihre Lippen pressten sich sanft auf die Vegeta's. Obwohl ihn dieser plötzliche Umschwung überraschte, legten sich seine Arme um ihren schmalen Rücken und pressten die zarte weibliche Figur an ihn. Ein Grinsen hauchte über seine Lippen und er vertiefte den Kuss, presste Bulma gegen das kühle Material der Tür. Bulma keuchte dabei leicht und er nutzte die Gelegenheit und ließ seine Zunge durch die schmale Öffnung ihres Mundes gleiten.
Sie wimmerte leise, doch ließ es zu. Verlangend strich seine Zunge über die ihre, verwickelte sie in ein leidenschaftliches Spiel.
Bulma vergrub ihre Hände in seinen Haaren. Wäre sie nicht völlig überwältigt gewesen, hätte es sie überrascht, dass sich diese weich anfühlten. Und es wäre ihr auch aufgefallen, dass ihr ursprünglicher Plan, ihn flüchtig zu küssen und dann schnell in ihrer Wohnung zu verschwinden, fehlgeschlagen war.
Doch wie hätte sie es schaffen können, diese Lippen nur für einen kurzen Moment zu berühren. Das erste Mal wurde ihr bewusst, dass er ein fabelhafter Küsser war und, dass sie einen solchen Kuss noch nie erlebt hatte. In ihrem Kopf schien sich alles zu drehen, ihr Körper kribbelte, eine wohlige Wärme wuchs in ihrem Bauch.
Ihr ganzer Körper, ihr Geist, ihre eigene kleine Welt, selbst ihre Seele schien von der Berührung dieses Lippenpaares erfasst zu werden. Von diesem neuen Gefühl überwältigt ließ sie die Barrieren fallen, ergab sich und versank darin.
Sie merkte nicht, wie sie das Gefühl dieser Lippen nur für kurze Augenblicke verließ, registrierte nicht, dass ihre Wohnungstüre geöffnet wurde, dass sie durch ihre Schwelle gezogen wurde, merkte nicht, wie ihr Rücken gegen die nächstgelegene Wand gepresst wurde. Erst der tiefe Blick eines dunklen Augenpaares brachte sie wieder zurück aus ihrer Trance.
Sie erschauerte, als sie Wolken tiefster Gier darin entdeckte. Sein Blick schien der eines Raubtieres zu sein, das seine Beute unmittelbar vor sich hatte und fixierte.
Seine Zunge leckte über seine Lippen, bevor er diese wieder auf die ihren presste. Ein raues Knurren gurrte in seiner Kehle, als er ihren erregten Geruch lockend wahrnahm. Seine Hände fuhren über ihren Rücken und erfassten schließlich mit starkem Griff die festen Rundungen ihres Pos. Sie stöhnte leise auf, während ihre Knie immer weicher wurden. In einem kurzen klaren Moment krallte sie sich an seine starken Schultern und schaffte es so mit einer gekonnten Bewegung sich vom Boden abzustoßen und ihre Beine um seine Hüften zu schlingen.
In dieser erhöhten Position war ihr Hals direkt vor seiner Nase, er atmete ihren zarten, weiblichen Duft ein und ließ seine Zunge schließlich von ihrem Brustbein aus über ihren schmalen Hals bis zu ihrem Kinn gleiten, wo er an ihrer blassen Haut nippte. Fast vorsichtig saugte er an ihrer Carotis, spürte, wie das Blut dort stetig und rasch zirkulierte.
Sie spürte seine spitzen Fangzähne, doch sie hatte keine Angst mehr davor. Es wäre ihr sogar egal gewesen, hätte er sie in diesem Moment einfach verschlugen. Was zählte das schnelle Schlagen ihres Herzens, das pulsieren ihres Blutes, wenn ihr Geist dabei war, wahres Glück zu empfinden?
Doch seine Zähne durchdrangen nicht ihre Haut, kosteten nicht von ihrer Lebensader. Es waren seine großen, kräftigen Hände, seine talentierte Zunge, seine kühlen Lippen, die ihre Magie auf sie auswirkten.
Aus halb geöffneten Lidern blickte sie in seine dunklen Augen, ein Schauern fuhr über ihren Körper beim Anblick dessen, darin zu lesen war. Ein hungriges Grinsen huschte über seine Lippen.
Bulma jauchzte auf, als es plötzlich winzige burgunderrote Fetzen schneite. Und sah sie da etwa auch einen Schnipsel schwarze Spitze, der schwarzen Spitze ihres sündteuren BHs? "Sag mal bist du jetzt völlig..." ein tiefes Aufstöhnen unterbrach ihren wütenden Ausbruch. Schockiert stellte sie fest, dass sie selbst es war, die schnurrend in schweren Stößen ausatmete.
Doch wie hätte sie auch anders reagieren können. Zu gut fühlte es sich an, wie sein kühler Mund an ihrem rechten Nippel saugte und knabberte. Die Kälte seines Körpers war der Kontrast zu der Hitze von dem ihren. Hätte sie es nicht besser gewusst, hätte sie geglaubt, jedes Mal ein zwischen zu hören, wenn ihre Haut die seine traf.
Der Zeigefinger seiner rechten Hand zog kleine Kreise über ihre linke Brust, was sich ähnlich einem frischen Windhauch anfühlte, sein kräftiger Körper drückte sich gegen sie, hielt sie damit fest in ihrer, gegen die Wand gepresste Position. Sie war purstes Wachs in seinen Händen, das wusste er genauso gut wie sie. Frustriert knurrend versuchte sie ihre Gedanken endlich wieder in halbwegs gerade Linien zu dirigieren. Noch nie war es ihr passiert, dass ein Mann vollkommen die Kontrolle übernommen hatte und sie bereit war, ihn mit sich machen zu lassen, was er wollte. Ihr Stolz verbot es ihr, sich diesem Drang hinzugeben. Sie würde nicht so einfach aufgeben.
Sie ließ ihre zierlichen Hände durch seine Haare gleiten, hinab zu seinem Nacken und unter sein schwarzes Muskelshirt zu seinen nackten Schultern, wo sie sie ruhen ließ. Ihre perfekt Manikürten Fingernägel gruben sich fest in seine Haut und sie spürte, wie sich seine Rückenmuskulatur versteifte. Triumphierend beugte sie ihren Kopf aus dessen erhöhten Position zu seinem Hals, wo sie, fast wie eine Hommage ihre weiche, warme Zunge über seine Venenbahnen gleiten ließ. Sie knabberte ein wenig daran. Als sie begann, an einem sich abhebenden Venenstrang zu saugen, erfüllte es sie mit einer seltsamen Zufriedenheit als Vegeta erstarrte und zischend einatmete.
Diese Gelegenheit nutzend löste sie den eisernen Scherengriff ihrer Beine und ließ ihre nackten Füße zu Boden gleiten. Nackte Füße? Wann hatte sie ihre Stiefel ausgezogen? Diese Merkwürdigkeit ignorierend griff sie mit beiden Händen seine Linke und zog ihn rückwärts laufend hinter sich her. Noch immer schienen ihre Beine aus einer wackligen Masse zu bestehen. Im Schlafzimmer angekommen blieb sie stehen. Fast ein wenig beschämt griff sie das Ende seines Shirts und zog es in qualvoller Langsamkeit nach oben. Ihr Blick verharrte auf dem schwarzen Stoff, der nun in ihren Händen lag und nach kurzem Zögern warf sie das Kleidungsstück von sich. "Siehst du, es geht auch ohne zerf...". Die Worte blieben ihr im Hals stecken, als sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihn richtete. Scharf definierte Muskeln, breite Schultern, ein perfekter Sixpack.
Fasziniert fuhren ihre Hände über das harte Fleisch. Die Berührung fühlte sich wie die Leichtigkeit eines Schmetterlings an, das kleine "o" das ihre Lippen bildeten, die rosa Farbe, die in ihre Wangen stieg. Nach all dieser Zeit, die er auf dieser Erde wandelte. Er war sich sicher, nie etwas schöneres gesehen zu haben.
Knurrend warf er sie schwungvoll auf ihr großes Bett. Nach Sekunden kauerte ihre Lederhose irgendwo leblos in einer Ecke, war jedoch nicht einsam, da eine Männerhose direkt auf ihr lag. Vegeta's schwerer Körper thronte nun über ihr, seine Lippen waren schier überall. Wanderten von ihrem Hals über ihre Brust, ihren Bauch, ihre Oberschenkel bis zu ihrem Zentrum. Lediglich ein schmaler Streifen dünnen schwarzen Stoffes trennten ihn noch von ihrem weiblichen Fleisch.
Bulma hielt sich an ihrem weißen Laken fest, versuchte mit aller Kraft, sich daran festzukrallen. Sie kannte all diese neuen Gefühle und Sensationen nicht. Kein Mann, mit dem sie zusammen gewesen war, hatte sie je so berührt, je so geküsst, hatte sie je durch einen einzigen tiefen Blick so sehr erregt.
Sein kühler Atem strich über den dünnen Stoff ihres Höschens, löste eine Gänsehaut auf ihrem gesamten Körper aus. Sie biss auf ihre Unterlippe mit fast schmerzhafter Stärke, versuchte so einen wohligen Aufschrei zu unterdrücken.
Ihr angespannter Körper bäumte sich auf, als Vegeta den überflüssigen Stoff, der ihn von ihr trennte mit einer Hand zerfetzte und seine Zunge ohne weitere Umschweife in ihre warme Feuchtigkeit eindringen ließ. Kälte traf Hitze und ein stöhnender Aufschrei Vegeta's Ohren.
In ihrem Kopf drehte sich alles, jede einzelne Pore ihres Körpers schien wohlig zu kribbeln, als er seine Magie an ihr wirkte. Wieder vergruben sich ihre Hände in seinen Haaren, verkrampften sich, ebenso wie der Rest ihrer Glieder, als sie völlig unvorbereitet ihr erster Höhepunkt wie eine Welle traf. Schwer atmend bewegte sich ihre Brust rasch auf und ab, vor ihren Augen tanzten kleine Punkte.
Vegeta betrachtete sich das Schauspiel, blickte von den sich unaufhörlich kontrahierenden Muskeln ihrer weiblichen Lippen hoch. Ihr gesamter Körper schien zu erröten, kleine Schweißperlen glänzten auf ihrem Bauch, ihre Brüste tanzten im Takt ihrer schnellen Atmung. Sie blickte ihm aus halb geöffneten, von Leidenschaft schimmernden Augen entgegen, eine Hand streckte sich schwach nach ihm aus. Er folgte ihrer Aufforderung und bedeckte ihre schmale Form mit seiner breiten. Er strich eine feuchte Haarsträhne von ihrer Stirn, musterte ihr völlig entspanntes Gesicht. Ja, definitiv! Nichts konnte diese Schönheit übertreffen.
Tief sog er ihren Duft ein, schmeckte sie noch immer auf seinen Lippen und seiner Zunge. Süß betörte ihr Geschmack seine Sinne und ihre leise wimmernden Laute baten ihn um einen weiteren Kuss. Er führte seine Lippen zu den ihren, schenkte ihr den Geschmack ihrer eigenen Erregung.
Bulma's Hände umschlangen seinen breiten Rücken, fuhren sanft über die festen Furchen, die seine Muskeln definierten. Intensiv, alles an diesem Mann war einfach nur intensiv. Sein Körper, sein Blick, seine Berührungen. Alles an ihm war verführerisch.
Ihre Hände forschten weiter, während ihre Lippen noch immer gemeinsam tanzten, fanden seinen festen Hintern. Neckisch gruben sich ihre Nägel in dessen Haut, bewirkten ein tiefes Grollen, das seine gesamte Form vibrieren ließ. Ungern ließ sie von ihm ab, doch ihre Neugierde war schlichtweg zu stark. Ihre Finger schwebten weiter, fanden seinen Steiß, wo sie leichte Kreise zogen. Ein Schauer erfasste ihn, sein Körper versteifte sich. Hatte sie da etwa eine sensible Stelle entdeckt? Die Enden ihres Mundes formten sich zu einem zufriedenen Lächeln, die sanften Berührungen an seinem Steiß wurden stärker. Sie massierte den Punkt nun mit kräftigem Druck. Vegeta löste sich von ihren Lippen, versuchte erfolglos ein raues Stöhnen zu vermeiden.
Leises Lachen unterbrach die provokante Verführung, die er sich ergeben hatte. Mit zusammengekniffenen Augen blitzte er sie an. "Miststück." Sein zischendes Fluchen löste lediglich ein weiteres arrogantes Lachen aus.
Mit festem Griff umfasste er ihre Hüfte, drückte sie an sich, was sie sogleich verstummen ließ. Was sich nun gegen ihre Schenkel presste, war ein Teil seines Körpers, den sie noch nicht genauer inspiziert hatte. Ein überraschend.. großer Teil. Ihre großen Augen verfingen sich in seinem genüsslich selbstzufriedenen Blick. Ihre Lippen öffneten sich ein wenig, doch es verließen sie keine Worte.
Er drückte ihre Schenkel grob auseinander, wollte sie dafür bestrafen, ihn so "gereizt" zu haben. Er platzierte sich zwischen ihre Beine, drückte seinen steifen Muskel gegen ihren feuchten Eingang und verharrte in dieser Position. Er konnte ihren schnellen Herzschlag spüren, konnte geradezu sehen, wie das Blut durch ihren Körper schoss und ihn erstrahlen ließ.
"Bitte." So leise, dass selbst er Mühe hatte es zu hören, murmelte sie flehend. Sie warf ihren Stolz von sich, hätte früher nie zugelassen, einen Mann darum zu betteln. Doch alles in ihr schrie danach, wollte ihn in sich spüren, wollte endlich eine Erlösung von dieser entsetzlichen Anspannung.
Sie ignorierte sein selbstgefälliges Grinsen. "Bitte," wiederholte sie nun lauter.
"Bitte, was?"
Ein Knurren gurrte durch ihre Kehle. Dieser verdammte Bastard! Frustriert versuchte sie ihre Hüften ihm entgegen zu stemmen, das Begehrte selbst zu erlangen, ohne seiner Gnade ausgeliefert zu sein. Doch er gönnte ihr diesen Erfolg nicht, hielt sie mit eisernem Griff in ihrer Position. Sie spürte die runde, weiche Spitze seines Ständers, der erbarmungslos in seiner Position verharrte, neckisch ihre weiblichen Lippen küsste.
Wie sehr sie diesen Kerl hasste.
"Lügnerin."
"Arroganter Mistkerl."
Er gluckste düster über ihre Frustration. "Gib mir was ich will und ich gebe dir, wonach du dich sehnst... vielleicht, wenn du ein braves Mädchen bist."
"Arschloch!"
Sein reiches tiefes Lachen erfüllte den Raum. "Nein danke, ich bevorzuge die vordere Region."
Unfeiwillig errötete Bulma zutiefst und ebenso unfreiwillig brachen ihre Mauern Stück für Stück, ohne es aufhalten zu können. Ihr Stolz schien schlichtweg nicht mehr vorhanden zu sein und in geschlagener Manier entspannte sich ihr Körper.
Ihr Kopf ruhte auf ihrem Kissen, ihre Haare umringten ihn dabei in blauen Wellen.
"Bitte, ich will dich in mir spüren."
Vegeta grinste über ihre leise, fast beschämte Aussprache. Doch er erkannte seinen Sieg, würde ihn später in vollsten Zügen genießen. Doch nun war sein eigenes Verlangen zu groß. Er hätte es selbst nicht mehr lange ausgehalten, hatte er doch die ganze Zeit ihr heißes Fleisch gespürt, das ihn fast schon angesaugt hatte.
Mit einem kräftigen Stoß drang er schließlich in sie ein, entlockte ihr einen schrillen Schrei und sich selbst ein tiefes Grollen. Sie war eng, feucht und heiß und machte ihn schlichtweg vollkommen wild. Er füllte sie aus und sie passte wie eine zweite Haut. Ihre Beine schlangen sich wieder um seine Hüften, ihr Becken traf jeden seiner starken Stöße. Beide Körper tanzten in harmonischer Zweisamkeit.
Bulma war im Paradies, nichts war je schöner, nichts vollkommener, nichts intensiver in ihrem Leben gewesen.
