„Nun, zum einen muss es offensichtlich jemand gewesen sein, der entweder Zugang zu Vielsafttrank hat oder die Fähigkeit, ihn in größeren Mengen zu produzieren. Die Alternative ist jemand, der einen genügend starken Imperiuszauber ausführen kann, um Minerva McGonagall unter Kontrolle zu halten", erklärte Hermione.

„Der magische Rechtsvollzug hat jetzt Methoden, Unverzeihliche Flüche nachzuverfolgen", stellte Lucius klar. „Ich bin sicher, ein Imperius aus Hogwarts würde hinterfragt."

„Aber es gibt Zaubertränke", sagte Severus. „Manche von ihnen können eine Art Verstandeskontrolle auslösen, wenn sie mit bestimmten Dunklen Flüchen kombiniert werden, ähnlich wie bei einem Imperius. Jemand mit dem Wissen und Zugang zu gewissem Referenzmaterial könnte sie relativ einfach herstellen."

„Damit meinst du Bücher wie ‚Dunkle Flüche: Fakt und Fiktion' von Jedidiah Q. Bingley?" fragte Hermione und schaute ihn mit einem kleinen Lächeln an.

„Genau", antwortete Severus und erwiderte ihr Lächeln, als ob sie eine Art Insiderwitz miteinander teilten.

„Und wenn es außerdem erforderlich war, Madam Longbottom ihrer Einmischung wegen aus dem Verkehr zu ziehen, dann wäre zudem jemand nötig, der ein Gift, das einen natürlichen Tod nachahmt, zu brauen in der Lage ist. Noch einmal: die Fähigkeiten eines Tränkemeisters sind der Schlüssel. All das – zusammen mit ihrem Glauben, dass er ein Motiv hatte, falls er von Dumbledores Nachlass erfahren hatte – macht es ziemlich einfach zu sehen, warum sie Severus verdächtigte, nicht wahr?" fragte Lucius.

„In der Tat, Lucius. Jedoch hätte ich keine Vergeltung gegen Minerva geübt, selbst wenn ich von Albus' Testament gewusst hätte. Das Geld ging dorthin, wo es zu der Zeit am dringendsten benötigt wurde, und der endgültige Fall des Dunklen Lords war jeden Preis wert."

„Also ist derjenige, den jeder von uns für den offensichtlich Verdächtigen hält, dieselbe Person, auf die ich tippe?" fragte Draco und sah in der Gruppe in die Runde.

„Horace Slughorn", antworteten fünf andere Stimmen unisono.

„Aber warum?" fragte Nevillemit gerunzelter Stirn, als er versuchte, dies zu durchdenken. „Ich verstehe nicht, was eventuell sein Motiv gewesen sein könnte."

„Ich glaube, ich habe das schon herausgefunden. Das ist es, warum ich hierhergekommen bin, um Augusta zur Rede zu stellen", erklärte Hermione. „Ich fragte mich, warum sie sich nur auf Severus konzentriert und Professor Slughorn gar nicht in Erwägung gezogen hatte. Ich wusste, dass Minerva gemäß einem anderen Eintrag, den ich gelesen hatte, etwas Katastrophales getan hatte, und ich kam dahinter, dass es irgendwie etwas mit Severus zu tun hatte. Alles schien zu passen, nur das Motiv nicht. Dann fiel mir etwas ein, das ich in einem der ersten Einträge, die ich gelesen hatte, nur überflogen hatte."

„Bei Salazars hängenden Eiern, Granger, belasse es nicht dabei. Erzähle es uns. Was war es?" forderte Draco und lehnte sich begierig nach vorn.

„Oh, tut mir leid. Nun, denke einfach über Slughorn nach. Was ist das Einzige, das er immer mehr als alles andere wollte?"

„Einfluss", antwortete Harry sofort. „Er hat immer versucht, sich bei Leuten anzubiedern, von denen er glaubte, sie hätten Einfluss und damit eine Art Macht, nehme ich an."

„Genau!" bestätigte Hermione. „Und was ist eine der mächtigsten Positionen in der Magischen Welt, einmal abgesehen vom Zaubereiminister oder vielleicht dem Vorsitzenden des Wizengamots?" Ohne eine Antwort abzuwarten, hastete sie weiter. „Schulleiter von Hogwarts natürlich, und anscheinend ist er der Stelle nach dem Krieg schonungslos nachgejagt."

„Ja, das stimmt", sagte Augusta nachdenklich. „Du hast recht, das hat er getan, und er war ziemlich entrüstet, als ihm die Stelle verweigert wurde. Wütend sogar, würde ich sagen. Als eine Art Trostpreis erlaubten wir ihm, stellvertretender Schulleiter zu werden, aber es war nur für ein Semester, bis Filius sich von seinen Verletzungen erholt hatte. Sobald es ihm wieder gutging, bestand Minerva jedoch darauf, dass er wieder eingesetzt wurde, und Horace wurde degradiert."

„Wovon ich sicher annehme, dass er es als Schlag ins Gesicht gewertet hat", kommentierte Lucius grimmig.

„Ich wette, er war deswegen erbittert", pflichtete Draco bei.

„Ja", sagte Hermione. „Und er hat in dieser Erbitterung einige Jahre geschmort. Dann, schätze ich, fand er irgendwie die Wahrheit über Dumbledores Testament heraus und was Minerva getan hatte. Vielleicht nutzte er es, um sie zu erpressen. Wir alle kennen Minerva. Sie mag vielleicht zuerst eingeknickt sein, aber auf lange Sicht würde sie das nicht dulden. Ich nehme an, nach einer Weile hätte sie eher ihre Schuld bekannt als sich weiter von ihm benutzen lassen."

„Und als ihm klar wurde, was sie vorhatte, wäre ihm etwas anderes eingefallen, um sie unter seiner Kontrolle zu halten", schloss Harry.

„Daher eine nachgeahmte Version der Moody/Crouch-Austauschs", fügte Neville hinzu.

„Oh, guter Godric!" rief Hermione aus, die plötzlich blass wurde und sich auf den Stuhl an Augustas Schreibtisch fallen ließ.

Alle Augen wandten sich ihr zu.

„Hermione, was ist los?" fragte Severus, deutlich besorgt.

„Ich hatte gerade einen schrecklichen Gedanken", sagte sie. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich auf unbestimmte Zeit als Minerva ausgeben will. Irgendwann wird er die Position als Schulleiter für sich selbst sichern wollen. Was wäre besser, als dies zu tun, indem er sich selbst zum Helden macht? Er könnte den Skandal um Albus' Testament und Minervas Taten sowie den Mord an Augusta enthüllen. Er hat sogar einen perfekten Sündenbock, dem er die ganze Schuld in die Schuhe schieben kann." Hermione umklammerte die Vorderseite ihres Shirts, als ob ihr Herz allein bei dem Gedanken schmerzte. „Dich, Severus. Er könnte dich all dessen beschuldigen und selbst frei wie ein Vogel davonkommen, während du nach Azkaban verbannt würdest oder schlimmer."

„Wir wissen nicht, ob das sein Plan ist, meine Liebe. Jetzt gerate nicht in Panik", beschwichtigte Severus sie. Dann hielt er inne, um nachzudenken. „Wenn dies jedoch Teil seines Plans ist, dann ist Eile geboten, weil ..."

„Weil er, um das zu tun, Minerva permanent eliminieren müsste", sagte Lucius, indem er Severus' Gedanken vollendete.

„Wir müssen gehen. Sofort!" rief Hermione und sprang auf die Füße.

„Hermione, Stopp", warnte Severus. „Wir können nicht einfach nach Hogwarts rasen und Slughorn zur Rede stellen."

Harry trat nach vorn und fragte offen, „Warum nicht?"

„Warum? Weil ..." begann Severus.

Ehe er seine Gründe anführen konnte, unterbrach Neville, „Harry hat recht. Warum können wir das nicht? Wir sind zu sechst, und er ist nur einer alleine."

„Ja", stimmte Draco zu und sah die anderen an. „Ich würde sagen, mit sechs von uns gegen Horace Slughorn hat der alte Sluggy keine Chance."

„Wir haben Neville. Er kann uns ganz leicht durch die Tore bringen", sagte Hermione, die schon vorausplante. „Und sobald wir drinnen sind, können wir die alte Garde rekrutieren, falls wir Verstärkung brauchen: Hagrid, Filius, Poppy. Sobald wir die Lage erklären, werden sie uns unterstützen. Ich weiß, dass sie das tun."

Lucius stand grinsend auf und salutierte mit der Spitze seines Zauberstabs fröhlich zu Severus. „Alter Junge, ich würde sagen, die Sache ist entschieden. Es sieht mir aus, als ob wir das Schloss stürmen."


Auf Severus' Vorschlag hin apparierten sie nicht zum üblichen Ankunftsort genau vor den Toren sondern zum Waldrand, außer Sicht vom Schloss. Severus, Hermione und Lucius kamen gemeinsam an und verbargen sich im Schatten, während sie warteten. Harry hatte angekündigt, dass er zuerst etwas holen wollte, und Draco und Neville hatten ihn begleitet.

Hermione zitterte. Der Abend brach herein, und die Luft war kühl und feucht. Hermione zog ihren Zauberstab hervor, um einen Wärmezauber zu sprechen, aber Severus hielt ihre Hand still. „Lass uns noch keine Magie verwenden. Sie ist wahrscheinlich nicht wahrnehmbar, aber für alle Fälle ... Ich will unseren Aufenthaltsort nicht preisgeben. Warte zumindest, bis wir zu den Toren hinein und auf Hogwartsgelände sind, bis du deinen Zauberstab benutzt."

Sie nickte zustimmend und steckte ihren Zauberstab weg, als sie wieder zitterte. Ehe sie sich versah, legte Lucius seinen Umhang um ihre Schultern. „Mr. Malfoy, ich kann nicht …", widersprach sie und bewegte sich, um den Umhang abzunehmen und ihn zurückzugeben.

„Nennen Sie mich Lucius, Miss Granger, und natürlich können Sie. Sie frieren. Behalten sie ihn einstweilen."

Severus legte seine Arme um sie und zog sie wieder an sich. „Du frierst. Lucius hat es angeboten. Behalte ihn. Ich würde dir meinen Mantel anbieten, aber ich scheine ihn irgendwohin verlegt zu haben."

Lucius schnaubte. Als sie sich beide zu ihm umdrehten, um ihn fragend anzusehen, erklärte er, „Du hast ihn auf einem Stuhl in der Bibliothek im Manor hängen lassen, als du zum Longbottom-Anwesen losgestürzt bist auf der Suche nach – was immer es war, wie du sie wieder beschrieben hast, Severus — ah, ja, ich erinnere mich: ‚DIE nervigste, unerträglichste, lästigste, irritierendste, besorgniserregendste Hexe', die du je gekannt hast, diejenige, die ansonsten als Miss Granger bekannt ist, glaube ich. Als ich jedoch deinen Mantel fürsorglich in dem Wissen mitgebracht habe, dass du dich ohne ihn quasi nackt fühlst, und ihn dir im Keep gegeben habe, hast du ihn in einem Wutanfall prompt auf den Boden geworden. Ich glaube, du bist sogar darauf herumgetrampelt." Zu Hermione gewandt bekannte er, „Dann erklärte er ziemlich nachdrücklich, er schere sich einen Dreck um den Scheißmantel, wenn er dabei sei auszutüfteln, wie er zu Ihnen gelangen könne. Er war ganz klar ziemlich außer sich, meine Liebe." Lucius tätschelte ihren Arm und sagte lächelnd, „Behalten Sie den Umhang."

„Oh, sehr gut. Dann vielen Dank, Lucius, und ich bin Hermione. Ich denke, wenn wir das Schloss zusammen stürmen, sollten wir uns beim Vornamen nennen."

Sie lehnte sich zurück gegen Severus und kuschelte sich an ihn, während sie flüsterte, „Ich mag es, wenn du mich so hältst. Ich könnte mich leicht daran gewöhnen."

„Es würde mir gut gefallen, wenn du das tätest", flüsterte er und schmiegte sich an ihr Ohr, womit er sie erneut zum Erschauern brachte, aber nicht von der Kälte.

Nach einigen Minuten beschwerte sich Severus. „Wo zum Teufel bleibt dieser Lümmel, und wieso braucht er so lange?

„Wenn er das holen gegangen ist, was ich glaube, wirst du ihm dankbar sein", antwortete Hermione. Dann erklärte sie, dass sie annahm, er sei zum Grimauld zurückgekehrt, um seinen Unsichtsbarkeitsmantel und – noch wichtiger – die Karte der Rumtreiber zu holen.

Die anderen drei kamen bald danach an, und Neville geleitete sie ohne jedes Problem durch die Tore. Harry zog die Karte hervor, und sie alle standen im Kreis zusammengedrängt, um die Lage innerhalb des Schlosses zu prüfen. Die meisten Studenten waren in ihren Schlaf- oder Gemeinschaftsräumen. Ein paar hielten sich in der Bibliothek auf, und einige waren auf Klassenräume verstreut, wo sie wahrscheinlich Nachsitzen hatten. Madam Pince war in der Bibliothek und Poppy im Krankenflügel. Einige Lehrer waren im Lehrerzimmer, einige in ihren Wohnräumen, und siehe da, im Büro der Schulleiterin war Horace Slughorn.

„Bedeutet das, er ist als er selbst dort?" fragte Draco. „Wenn er mit Vielsafttrank wie McG aussieht, würde die Karte ihren Namen zeigen oder immer noch Slughorn?"

„Als Pettigrew in seiner Animagusgestalt im Schloss war, nannte ihn die Karte immer noch Pettigrew. Mit Vielsafttrank funktioniert es genauso", antwortete Harry und schaute seitwärts auf Hermione, die einen kleinen, klagenden Laut von sich gab.

„Sie ist nicht da", flüsterte sie bekümmert. „Ich sehe Professor McGonagall nirgendwo im Schloss."

Harry lehnte sich zu ihr und zog sie in eine Umarmung. „Das bedeutet nicht, dass sie nicht da ist, Liebes. Die Karte ist hilfreich, aber sie ist nicht unfehlbar. Wir wissen beide, dass es Orte gibt, die die Karte uns nicht zeigt. Sie könnte irgendwo versteckt sein. Gib die Hoffnung nicht auf."

Hermione nickte, aber sie sah ganz und gar nicht überzeugt aus.

Sie diskutierten, wie sie am besten vorgehen sollten und entschieden sich schließlich für einen Plan. Neville, der als Einziger tatsächlich das Recht hatte, sich im Schloss aufzuhalten, würde die Führung übernehmen. Er würde Harry unter dem Vorwand mitnehmen, ihn in Hogsmeade zufällig getroffen zu haben, und dass Harry die Schulleiterin sprechen wollte. Falls er bedrängt würde, würden sie sagen, sie hätten Informationen betreffend Dumbledores Testament. Das würde ihnen sicher Slughorns Aufmerksamkeit verschaffen.

Zuletzt wurde entschieden, dass Draco sie unter dem Unsichtbarkeitsmantel begleiten würde. Hermione hielt dagegen und sagte, Draco sei viel zu groß, um vom Mantel verdeckt zu werden, während er sie mit Leichtigkeit bedeckte. Sie wurde jedoch überstimmt, da Draco darauf bestand, nahe bei Harry zu bleiben, und Severus sträubte sich sehr dagegen, Hermione aus den Augen zu lassen. Sobald Neville, Harry und Draco das Büro abgesichert hatten, würden Severus, Hermione und Lucius dann zu ihnen stoßen.

Danach wäre es nur noch die Frage, Slughorn festzuhalten, bis die Wirkung des Vielsafttranks nachließ. Sie würden dann die Wahrheit aus ihm herausbringen, mit welchen Mitteln auch immer, sei es Veritaserum, Legilimentik oder was auch immer. Sobald sie sein Geständnis hatten, und er Minervas Aufenthaltsort preisgegeben hatte, würden sie die Behörden benachrichtigen. Ehe dieser Schritt stattfand – so war es auf Severus' Vorschlag hin bereits entschieden – würden der Einfachheit halber alle Erinnerungen Horaces, die Albus' Testament oder Minervas Beteiligung betrafen, ausgelöscht.

Während die Jungs sich Richtung Eingang des Schulleiterbüros aufmachten, folgten die anderen drei dichtauf unter einem Disillusionierungszauber und wichen in einen Alkoven aus, um sich zu verstecken, bis sie gerufen wurden. Kaum eine Minute war verronnen, seit die Jungs die Wendeltreppe hinauf verschwunden waren, als Hermione etwas hörte und den Kopf um die Ecke streckte, um herauszusehen.

„Scheiße!" Sie wirbelte wieder zurück.

„Was ist los?" fragte Severus.

„Professor Flitwick kommt den Gang entlang, direkt in Richtung Büro der Schulleiterin."

„Verdammt!" rief Lucius. „Was jetzt? Sollen wir ihn außer Gefecht setzen? Wir können ihn nicht gut dort hinaufgehen lassen."

„Ich glaube, die Idee gefällt mir nicht. Er ist einer von den Guten", widersprach Hermione.

„Nun, wir können nicht gut zulassen, dass er mitten in alles hineinplatzt, nicht wahr?" sagte Lucius.

„Der Meinung bin ich auch", sagte Severus. „Aber ich glaube auch nicht, dass es eine gute Idee ist, Filius außer Gefecht zu setzen."

„Ich bin so glücklich, dich das sagen zu hören, Severus." Die Stimme kam vom Eingang her in den Alkoven. „Was bringt dich nach Hogwarts? Und nebenbei, wer ist da bei dir ... Miss Granger? Oh großartig, und wer noch?" Mit einem Schnicken seines Zauberstabs verschwanden die Disillusionierungszauber. „Ah, ... Mr. Malfoy. Bitte klären Sie mich auf, was ist der Zweck dieser kleinen Soirée?"

„Guten Abend, Filius. Ich nehme nicht an, wenn ich sage, wir können es dir nicht erzählen, dass du das einfach akzeptierst und weggehst?" fragte Severus vernünftig.

„Nein, wahrscheinlich nicht, Severus. Tut mir leid", antwortete der kleine Zauberkunstmeister. Auch wenn er mit ihnen locker zu plaudern schien, war es für einen fähigen Beobachter offensichtlich, dass er auf alles vorbereitet war. Sein Zauberstab war einsatzbereit und lag fest in seiner Hand, seine Stand ein wenig verbreitert, das Gewicht nach vorn auf den Fußballen, bereit, um sich innerhalb eines Augenblicks in jede Richtung zu bewegen. Trotz seiner Körpergröße war Filius Flitwick einer der ranghöchsten Duellanten in Westeuropa.

„Warte", sagte Hermione und trat nach vorn zwischen Professor Flitwick und ihre Begleiter. „Ich denke, wir sollten ihn ins Vertrauen ziehen. Wenn alles vorbei ist, könnte es eine gute Sache sein, einen neutralen Zeugen zu haben."

„Hm ... das hört sich faszinierend an. Ich sage, Severus, planst du einen Coup d'État?"

„Nicht ganz, Filius. Wir haben Grund zur Annahme, dass es hier in Hogwarts eine ähnliche Situation gibt wie die im Jahr des Trimagischen Turniers. Ich nehme an, du erinnerst dich, dass in diesem Fall Alastor Moody nicht er selbst war."

Filius runzelte die Stirn, aber nach einem Moment des Nachdenkens weiteten sich seine Augen, und er nickte. „Das würde sicher eine Menge erklären, muss ich sagen. Das würde es in der Tat."

In dem Moment erschien Harrys Hirsch Patronus. „Alles ist sicher. Kommt nach oben."

„Mr. Potter ist auch hier? Dies muss ihnen wie die ‚guten alten Zeiten' vorkommen, Miss Granger," sagte Professor Flitwick mit einem Grinsen, während er Severus zu den Treppen folgte.