Der Fluch der Ewigen Jungfrau 14

Kapitel 14

Kaum hatten Tom und Severus das Zimmer verlassen, wurden sie plötzlich von Draco und Blaise umzingelt.

„Sag mal Tom... war das da vorhin wirklich Harry?" Draco der zufällig mitbekommen hatte, dass Severus den Goldjungen durch die Gänge lotste, war ihnen sofort hinterher geschlichen und hatte Blaise mit gezogen.

„Ach was, sind mir die Herren etwa gefolgt?" Augenblicklich wurden beide leicht rosa, jedoch überspielte Draco seine Verlegenheit in dem er seine Arme vor der Brust verschränkte und nickte.

Severus sah seinen Patensohn daraufhin mit hochgezogenen Augenbrauen an und verlangte eine Antwort.

„Hey ihr beiden, jetzt hört auf euch wie kleine Kinder zu benehmen. Ich kann das jetzt wirklich nicht ertragen. Los, kommt mit, wir gehen ins Wohnzimmer. Dort kann man sich wesentlich besser unterhalten.", meinte Tom ehe die ersichtliche Diskussion in einen Streit ausarten konnte und ging einfach weiter, gefolgt von Blaise, der nicht verstehen konnte, wie Draco sich in Gegenwart seines Lords verhielt.

Zurück blieben ein beleidigter Draco und ein genervter Snape.

„Sag Tom, ich komme gleich nach, ich muss noch mal in mein Labor." Damit wandte er sich ab und verließ den Flur in die andere Richtung.

Letztendendes blieb Draco allein auf dem Gang stehen und sah von der einen Richtung zur anderen.

„Das ist ja wirklich das Allerletzte! Da lassen die mich so einfach auf dem Gang stehen! Die können mich mal."

„Nanana! Draco! Schäm dich solche Wörter hat dir dein Vater allerdings nicht beigebracht." Ertönte hinter ihm eine sanfte, aber bestimmte Frauenstimme.

Erwischt drehte er sich um und entdeckte seine Mutter.

„Mum! Da sehe ich dich zum ersten mal wieder, seit Beginn des Schuljahres und alles was du mir zur Begrüßung sagst, ist eine Ermahnung!". Schmollend schob Draco seine Unterlippe vor und ließ seinen Kopf hängen.

„Ach mein Schatz, letzte Ferien hast du dich noch beschwert, dass ich dich nicht mehr so Begrüßen soll wie ein kleines Kind!"

„Ja, das war auch richtig so, immerhin will ich mit 18 Jahren nicht mehr mit Luftballons und Luftschlangen bombardiert werden, wenn ich nach Malfoy Manor zurückkomme!"

„Ihr Jugendlichen von heute seit mir zu kompliziert!" Theatralisch warf sie die Hände in die Luft und schüttelte ihren Kopf.

Draco dagegen rollte nur mit den Augen und ging auf seine Mutter zu.

„Ach Mum, ich freue mich dich auch wieder zu sehen."

Wieder lächelnd zog Narcissa ihren heißgeliebten Sohn in eine Umarmung und streichelte ihm durch sein Haar.

„Mum...Mum...lass mich wieder los.." Kam es genuschelt von Draco, der an ihren Körper gedrückt wurde und fast keine Luft mehr bekam.

„Bitte? Schatz, ich versteh nicht ganz? Hast du mich gerade gefragt: Wo sind hier die Klos?"

„Nein! Lass mich los!"

Sanft, aber mit bestimmtem Druck löste Draco sich aus der mütterlichen Umarmung und sah ihr in die Augen.

„Mum, kauf dir ein Stofftier, mit dem du kuscheln kannst."

Empört sah Cissa ihren Sohn an, dieser übersah das jedoch gekonnt und hielt seiner Mutter einen Arm hin.

„Komm Mutter, lass uns ins Wohnzimmer gehen, ich denke dort wird Vater auch gleich sein."

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„Remus? Hey Remus? Los rede mit mir!" Nachdem Remus sein Erlebnis zuende geschildert hatte, starrte er plötzlich mit verwirrten Augen auf seine Hände.

„Remus? Hallo?" Wild fuchtelte Harry vor seinen Augen hin und her, bevor diese wieder Leben wiederspiegelten und sich auf Harry richteten.

„Harry, ich... ich .. ich habe mich in einen Werwolf verwandelt!" plötzlich total aufgeschreckt, zog Remus seine Beine an seinen Körper und verkroch sich in dem Sessel.

Harry der die Szene überrascht verfolgte, stand vorsichtig auf und ging auf Remus zu.

/ In was für einen labilen Zustand muss er sich befinden, wenn er alle 2min. abdriftet/

Harry hockte sich vor seinen Paten hin und legte ihm sanft eine Hand auf seine Schulter, dass er damit aber Ablehnung erreichte, hatte er nicht erwartet.

Denn Remus zuckte plötzlich zusammen und schlug die Hand weg.

„Fass mich nicht an! Geh Weg von mir!"

Wie ein Eiskalter Stich, verursachten diese Worte bei Harry die gleichen Schmerzen, die er schon nach Sirius' Tod empfunden hatte.

Sprachlos und unschlüssig stand er da und wusste nicht, was er tun sollte. Sein Patenonkel war augenscheinlich zum nervlichen Wrack geworden und wusste selbst nicht was er tun sollte.

Deswegen startete Harry einen erneuten Versuch und wollte seinem Onkel erneut die Hand auf seine Schulter legen, als dieser blitzschnell seine Hand hervorzog und damit Harrys Arm umfasste.

„Wenn ich sage, fass mich nicht an, dann mein ich das auch so!" Damit warf er Harrys Arm zur Seite und flüchtete vom Sessel zum Fenster.

Harry, der total verzweifelt vor dem Sessel hockte, fiel auf seinen Hintern und starrte Remus ungläubig an.

Warum tat er ihm das an? Was hatte Harry ihm denn getan, dass sein Patenonkel ihn bestrafte? Hatte Harry Remus unwissentlich verletzt? Irgendeinen Grund musste es doch geben. Aber Harry fiel keiner ein.

„Remus, bitte! Sag doch was auf einmal mit dir los ist! So kenne ich dich ja gar nicht". Mittlerweile stand ihm die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben.

„Was hab ich dir denn getan?"

Remus der die verzweifelten Worte und ein leises Schluchzen hörte, wurde schwer ums Herz, eigentlich wollte er seinem Patenkind nicht so zusetzten. Aber er konnte das Bild vor seinen Augen von sich als Werwolf einfach nicht loswerden. Wenn Remus sich auf einmal mitten am Tage in Moony verwandeln konnte, wer würde denn dann noch sicher vor ihm sein?

Zu groß war seine Angst, Harry etwas anzutun.

Als er sich jedoch kurz umdrehte, war es um Remus geschehen, seine Mauer bröckelte und er ging auf Harry zu, der weder ein noch aus wusste.

Er hockte sich zu ihm runter und umarmte ihn einfach.

„Es tut mir leid Harry. Ich wollte dich nicht verletzen, aber ich kann dich nicht mehr allzu oft in meiner Nähe haben! Ich bin eine Gefahr für dich und meine Mitmenschen."

Er schluckte noch einmal ehe er aufsah.

„Gefahr? Du? Ich glaub, du spinnst! Für wen willst du denn eine Gefahr sein? Remus, du musst doch mittlerweile wissen, dass ich mich nicht darum schere, was andere Menschen über Werwölfe denken! Und du bist keinesfalls eine Gefahr!"

„Aber Harry, versteh doch. Ich habe mich heute in einen Werwolf verwandelt, obwohl kein Vollmond war! Es war ja noch nicht einmal Nacht!"

Für einen Augenblick erschien Harry diese Ansicht logisch, ehe er sich jedoch besann und sich daran erinnerte, was er für Remus gelernt hatte.

„Mag sein, dass du dich am Tage verwandelt hast. Jedoch bist du für mich keinerlei Gefahr! Und ich werde es dir auch beweisen"

Damit stand Harry auf und stellte sich an einen etwas geräumigeren Platz im Zimmer.

„So, Remus, und nun pass genau auf, denn das hier hab ich extra für dich gelernt!"

Gespannt und Neugierig zugleich, sah Remus auf seinen Patensohn und riss seine Augen erschrocken auf, als dieser sich in einen Wolf verwandelte!

/ Ist er ein Werwolf? Oh Gott Harry, aber warum verwandelst du dich am Tage und nicht… Moment! Er meinte doch „extra für dich gelernt"…, dachte er, sagte aber stattdessen:

„Aber...ich... du ...du bist ein Animagus!... Wow...".

Freudig mit dem Schwanz wedelnd kam ein großer schwarzer Wolf auf Remus zu und schnüffelte an seiner Hand, kurz darauf sprang er auf seine Hinterbeine und hatte Remus mit seinen Vorderpfoten umgeschubst.

Doch kaum lag dieser auf dem Boden, wurde der Werwolf in seinem Unterbewusstsein wach und roch den fremden Wolf.

Ahnungslos ging Harry auf diesen zu und freute sich riesig, dass seine Überraschung wohl gelungen war. Er tapste auf Remus zu und stupste ihn gerade an, als dieser leicht knurrend aufsprang und den Wolf umschmiss und sich darüber legte.

/Remus/

Nicht ganz Herr seiner Sinne roch Remus an dem Wolf, welcher untergeben seine Pfoten gehoben hatte und Remus nicht ansah.

Nach einiger Zeit jedoch hatte der Werwolf in Remus seinen Gegenüber als Harry identifiziert und zog sich zurück. Da erst sprang Remus abrupt auf und sah den Animagus an.

„Es tut mir leid Harry, aber meine Instinkte sind umgeschlagen und ich.."

„Ja, ich weiß schon, Moony musste mich erst akzeptieren." Antwortete Harry, der sich wieder zurückverwandelt hatte.

„Nun, hab ich deine Sorgen diesbezüglich beseitigt?"

Erleichtert nickte Remus Harry zu, er freute sich wirklich, dass dieser ein Animagus geworden war, denn erst jetzt wurde ihm klar, wie einsam er in letzter Zeit gewesen war.

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„Aber, Dad! Das kannst du nicht machen!" verzweifelt war Draco aus seinem Sessel aufgesprungen und raufte sich die Haare,

„Was ich tun oder lassen kann, entscheide immer noch ich selbst Draco. Und in diesem Fall habe ich mich bereits entschieden. Außerdem wird es dich nicht umbringen, du bist ein Malfoy und wir sind erhaben über solche Dinge."

Lucius kleine Predigt folgte aufgrund der Eröffnung, dass die Parkinsons Lucius in einer Angelegenheit aufgesucht hatten, die Draco überhaupt nicht gefiel.

Sie wollten ihre Tochter mit Draco verloben lassen.

Mit den düstersten Gedanken, die ein Jugendlicher in Dracos Alter haben konnte, sank dieser zurück in seinen Sessel und verfluchte den Tag, an dem er geboren war.

Tom, der diesen Gedanken zufällig mitbekommen hatte, schmunzelte.

„Pass auf was, du dir wünscht, Draco, in unserer Welt kann so einiges davon wahr werden."

Ertappt sah Draco auf, in das grinsende Gesicht des Lords.

/Na super, jetzt kann man nicht mal seine Gedanken für sich behalten. Ich werde in einer Ehe stecken, die mir meinen letzten Nerv rauben wird. Wenn nicht sogar meine letzte Galleone./

„Ach was Draco, jetzt sei mal nicht so pessimistisch. Pansy scheint doch ein Recht nettes Mädchen zu sein, auch wenn ich sagen, muss das ihre Eltern mir ziemlich zurück geblieben erscheinen."

Die anderen Anwesenden sahen erwartungsvoll zwischen den beiden hin und her, nun hatte jeder begriffen, dass Tom in Dracos Gedanken geschnüffelt hatte und jener nicht unbedingt erfreut darüber war.

„Draco, mein Schatz, jetzt beruhig dich erst einmal. Ich bin mir sicher dein Vater handelt nur nach bestem ermessen."

Empört auf diese Erwiderung rauschte Draco zur Tür.

„Schön Mutter. Wenn du willst... kannst du ja Pansy ehelichen! Ich werde mich eher vom Nordturm stürzen, bevor ich dieses Weibsbild auch nur als meine Verlobte bezeichnen muss!" Damit verschwand er.

„Nun, wie mir scheint, habt ihr da einen wirklich wunden Punkt bei Draco getroffen."

„Aber Severus! Wir sind seine Eltern, wir wollen doch nur das Beste für ihn." Narcissa schien sehr besorgt um ihren einzigen Sohn.

„Außerdem" setzte Lucius hinzu „ hätte mich mein ungeduldiger Sohn aussprechen lassen, hätte er erfahren, dass ich solch einer Bindung niemals zustimmen würde. Allein schon wie selbstsicher die Parkinsons mich aufgesucht hatten, erbärmlich. Was macht sie so sicher, dass ich ihnen zustimmen würde? Sie sind Gesellschaftlich so weit unter uns, dass ich so einer Hochzeit nur zusagen würde, wenn sie von Draco und Pansy herführen würde." Tom nickte bestätigend, die Parkinsons wären wirklich keine gute Partie für sie.

„Und wer weiß, vielleicht hat Draco auch so reagiert, weil er schon jemand anderen im Auge hatte."

„Was ? Mein Draco, verliebt? Aber dann wüsste ich als seine Mutter doch was davon!" Lucius der neben ihr saß, nahm ihre Hand und streichelte diese sanft.

„Ach Cissa, du weißt doch wie dickköpfig und stur Draco ist. Ich denke, wenn er verliebt ist wird er es solange Geheimhalten, bis er sicher ist, dass es was Ernstes ist."

„Aber warum? Er kann doch mit mir über alles reden! Bin ich etwa eine so schlechte Mutter und gebe ihm nicht das Gefühl, dass er mit seinen Problemen und Angelegenheiten ruhig zu mir kommen kann?"

Beunruhigt sah Narcissa von einem Gesicht zum anderen, um Bestätigung für ihre Theorie zu entdecken. Jedoch sprach Blaise dazwischen, der die ganze Zeit still gewesen war.

„Mrs. Malfoy, wenn sie erlauben, beantworte ich ihnen diese Frage. Sie sind keine schlechte Mutter, Draco liebt seine Familie über alles und sollte er wirklich in einer Beziehung stecken, so würde er ihnen nur davon erzählen, wenn er absolut sicher ist, dass sie ernst ist. Er legt nämlich sehr großen Wert auf ihre Meinung und möchte sie um keinen Preis enttäuschen. Egal in welcher Hinsicht."

Dankbar lächelte Narcissa den besten Freund ihres Sohnes an. „Danke Blaise, aber so wie du sprichst, ist Draco entweder wirklich nicht verliebt oder selbst du weißt nichts davon."

Blaise zuckte Ahnungslos mit den Schultern.

Voldemort sah zufällig auf seine Uhr und bemerkte, dass die Abendessenszeit schon längst rum war. Mittlerweile hatten sie halb zehn und ein guter Gastgeber gab sein Abendessen normalerweise zwischen 18 bis 19 Uhr.

„Tipsi!"

Ein „Plopp" ertönte und eine kleine Hauselfe erschien, die sich ehrfürchtig vor Tom verbeugte.

„Master Riddle haben gerufen!"

„Ich wünsche, dass du für uns ein leichtes Abendessen anrichtest."

„Wie ihr wünscht, Master:" Die kleine Hauselfe verbeugte sich so tief, dass ihre spitze Nase nur wenige Millimeter über dem Boden schwebte, ehe Tipsi sich wieder aufrichtete und ihren Master erwartungsvoll anschaute. „Soll Tipsi noch etwas für Master Riddle machen? Oder war das alles?"

„Nein, danke du kannst gehen!"

Erneut verbeugte sie sich und verschwand mit einem „Plopp" in der Küche.

„So, ich denke, dass wir dann langsam in den Speisesaal gehen können." Tom richtete sich auf, so wie die anderen Anwesenden und schaute sich kurz nach Blaise um.

„Blaise? Könntest du deinen Freund holen?" Angesprochener nickte kurz und verschwand dann in Richtung Privatgemächer der Inneren.

„Und du Severus holst bitte Lupin und Potter."

Severus nickte ebenfalls und verschwand in dieselbe Richtung in die schon Blaise verschwunden war.

******

Harry und Remus saßen nun wieder gegenüber in ihren Sesseln und sprachen über die vergangenen Geschehnisse und darüber was die Zukunft eventuell noch bringen würde.

Da war nämlich die große Frage was mit Hogwarts geschehen würde. Immerhin brauchte man trotz der gewaltigen Umstrukturierungen eine Schule, in der die Jugendlichen weiterhin lernen konnten.

Außerdem war da noch ein Thema, dass Harry sehr interessierte, was er sich aber nicht traute anzusprechen, da er nicht wusste was Remus davon hielt. Es ging um das Buch, dass er in Dumbledores Büro gefunden hatte. Da er seit dem Fund nicht mehr die Möglichkeit dazu hatte, darin zu lesen, musste er sich erst einmal weiter durcharbeiten und dann sehen, was zu tun war.

Und wenn er Remus davon erzählen würde, bestünde immerhin die Möglichkeit, dass er es doch nicht schaffen könnte und hätte ihm umsonst Hoffnungen gemacht.

Das brachte Harry nicht übers Herz, erst recht nicht nachdem Remus vorhin zusammengebrochen war und sich nun langsam wieder gefasst hatte.

„Sag mal, hab ich das nur so im Gefühl oder kriegen wir gleich Besuch?"

„Wie?" Verwundert sah Remus sein Gegenüber an, als sich auch schon die Tür öffnete und Severus um die Ecke lugte.

„Was haltet ihr beiden von der Idee, etwas zu Essen?"

Sofort fing Harrys Magen an zu knurren und ließ ihn peinlich berührt erröten. Die beiden älteren brachte dies zum Lachen.

„Ich denke, wir halten viel davon, oder Harry?" neckte Remus sein Patenkind und stand auf um Severus zu folgen. Der Gryffindor saß noch im Sessel, ehe er realisierte, dass die beiden vorgegangen waren und beeilte sich Anschluss zu bekommen.

Sooooo... im nächsten Kapitel kommt dann halt das große Zusammentreffen im Speisesaal.

Wie Harry wohl reagieren wird? ja ja.. um das zu erfahren müsst ihr schon abwarten muhahaha

Wäre trotzdem lieb wenn ihr mir Kommies da lasst

Baba *wink*