Ja Trisha, isch schäme misch! Doch hier ist das neue Kapitel. Es tut mir so leid, ich weiß ihr habt´s nich leicht mit mir. Aber wenn so was wieder vorkommt, dass ich Monate nich update guckt bitte ab und zu mal in mein Profil, da schreib ich dann meisten ein paar Zeilen zur Erklärung.

Wenns mir net gut geht, kann ich nich schreiben und wenn ich nich schreiben kann, geht's mir erst recht nich gut, das ist ne Kettenreaktion!

Deshalb seid mir nich bös, sondern freut euch einfach übers neue Chapi (mal absgehn vom nich grad fröhlichen Inhalt :D )

Mich hat wohl eine Muse geküsst #grinst # Danke Muse und wie immer auch danke an euch! Anna&Coram: #stellt dem Elf schon mal nen Kakao hin#, Lucindana Sakurazukamori: Vielen Dank :), Maxine: #grinst und knuddelt mal heftig durch#, Kasseopeia: ach wirklich? Da bin ich aber mal gespannt, ehrlich, musst mir mal im Messi sagen :D, VinetaalphafrauIch denke Antworten auf deine Fragen wird's in dem Chap geben, und danke :), Ashibabi: danke, thanks a lot! I was so happy about your review, Mina Harker Wilhelmina Murray: muahahaa, Trisha´s Desire: hihi danke, Cygna: gegen Katakombensex hätt ich auch nix gehabt. Mist, ich bin die Autorin …, Arwen: ja, wenigstens ein was schönes ;), Avallyn Black: da hast Recht, kaum noch Blacks, Knabberhasi (-lol- toller name spatz), Roses of Darkness: #verbeugt sich#

Meine Kommentare sind heut sehr geistreich #lol# Und nach so langer Zeit sollte ich das letzte Chap vielleicht noch mal zusammen fassen: Lucius und Snape liegen in den Katakomben Askabans rum, führen wieder Grundsatzgespräche und fummeln #grinst# Und Cissa und Lupin befreien die beiden und Snapi kippt fast um, weil er schwer verletzt ist und dann kommen sie alle in die große Halle Askabans wo sie den toten Sirius an Ron festgebunden finden. Und, wie sollte es auch anders sein, Harry sieht es ebenso, obwohl Lupin das vermeiden wollte. Ums mal kurz zu fassen …

Und hier geht unsere Geschichte weiter …

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-14-

Harry stand im gleichen Abstand zu dem toten Animagus wie Lupin. Er bewegte sich nicht. Starrte nur ausdruckslos auf seinen Paten, der, nachdem ihn das Seil zu einer sitzenden Haltung gezwungen hatte, wieder auf dem Boden lag, und so aussah, als würde er schlafen.

Sie hielten den Atem an. Allesamt. Man brauchte nicht in Harry zu stecken um sich vorstellen zu können, dass sich seine Wut ins Unermessliche steigern musste. So lange schon fragten sie sich wann diese Wut, dieser Hass zum Ausbruch kommen würde, und nun, so dachten sie, war dieser Augenblick gekommen. Es lag eine gefährliche Spannung in der Luft, das Schweigen schlimmer als Lärm. Alle sahen sie ihn an, innerlich bereit auf eine Rachsucht die Harry womöglich in den Tod stürzen würde.

Aber womit keiner gerechnet hatte: Harry brach zusammen. Er ließ den Zauberstab fallen und sank auf die Knie. Er fiel mit dem Oberkörper nach vorn, die Hände auf dem Boden aufgestützt – und begann jämmerlich zu weinen.

Seit dem Vorfall im Ministerium hatte er um Sirius keine Träne vergossen. Keine einzige. Aber jetzt war es zuviel. Harrys Körper wurde von einem heftigen Weinkrampf geschüttelt. „Nicht fair", presste er hervor, „es ist nicht fair ... NICHT FAIR!" Er stockte kurz, dann lehnte er sich zurück und breitete seine Arme aus. „WO SEID IHR?", brüllte er und blickte nach oben, verzweifelt auf der Suche nach einem der Todesser. „ICH BIN HIER! ICH BIN ES, DEN IHR HABEN WOLLT! IHR HABT DEN FALSCHEN UMGEBRACHT! ICH BIN HIER! HOLT MICH! KOMMT HER! ICH BIN HIER! IHR FEIGLINGE! ICH BIN HIER!" Seine Stimme wurde heiser. „Ihr habt den Falschen umgebracht", sagte er leise, ließ den Kopf hängen und brach erneut in einen Weinkrampf aus, viel zu erschöpft, als dass er die Kraft hatte seine Tränen zu verbergen, wie er es sonst immer tat. „Den Falschen…"

Keiner wagte sich ihm zu nähern. Sie alle waren selber viel zu geschockt, als dass sie den Mut hatten auf Harry zuzugehen.

Unter denjenigen, die den Anblick nicht ertragen konnten, war ausgerechnet Snape. Zwar zog er sich nicht leise zurück, wie die meisten es taten, um weder Harry zu quälen noch sich selbst, doch er wandte den Blick ab und starrte ins Nirgendwo.

Tonks hatte die Hände gegen ihren Mund gepresst, aus ihren Augen strömten stumme heiße Tränen. Sie hatte große Schwierigkeiten ihr Schluchzen zu unterdrücken und die violetten langen Harre hingen ihr schmutzig und feucht ins Gesicht. Sie warf einen fast flehenden Blick zu Lupin, in der Hoffnung er würde zu ihm gehen.

Doch der Werwolf war wie gelähmt. Er konnte nicht. Wäre sein Herz nicht schon gebrochen gewesen, dann hätte es jetzt Harrys Anblick getan. Dies war der Sohn seines besten Freundes. Auch er hatte Sirius verloren und auch für ihn war der Verlust mehr als er ertragen konnte. Er wollte auf ihn zugehen, aber seine Beine waren wie Blei, er kam nicht vorwärts. Ein erneuter Schluchzer von Harry ließ ihn zusammenfahren und weckte seine Glieder. Unendlich langsam, so kam es ihm vor, ging er ein paar Schritte und ließ sich vor ihm auf die Knie nieder.

Er zitterte leicht, hatte fast Angst Harry zu berühren, der Junge schien eine unsichtbare Mauer um sich zu haben.

Doch Lupin war nicht der einzige, der sich in Bewegung gesetzt hatte.

„Was machen sie denn?", fragte McGonagall, als Snape ächzend an ihr vorbei humpelte.

„Ich hole Black", entgegnete er knapp.

„Severus!" McGonagall stellte sich ihm mit ermahnender Stimme in den Weg. „Sie können sich doch selbst kaum noch auf den Beinen halten!"

„Ich habe es Lupin versprochen", erklärte der Zaubertränkemeister schlicht. „Die paar Schritte mehr werden mich schon nicht umbringen." Und so ging er an McGonagall, die soviel Ehrgefühl von ihm nicht gewöhnt war, vorbei.

Er blickte weder Harry noch Lupin an, als er Sirius hochhob und unter dessen Gewicht und seinem eigenen Blutverlust taumelte.

Im gleichen Moment hob Lupin Harrys Brille auf, die vor ihm auf den Boden lag, und rieb sie gedankenverloren an seinem Hemd trocken, bis er merkte, dass er sie mit Blut beschmierte. „Harry", begann er mit brechender Stimme. Doch wie sollte er tröstende Worte für ihn finden, wenn es keine gab? Im Grunde war er froh darüber, dass Harry wenigstens weinte. Die Tränen würden den Kummer nicht hinwegspülen, aber sie zeigten ihm, dass Harry innerlich nicht zu Stein geworden war. Väterlich legte er ihm eine Hand auf den Hinterkopf. „Harry! Harry hör mir zu."

„Die haben gewonnen, Remus", erwiderte Harry erstickt.

„Harry! Für mich hatte Sirius eine andere Bedeutung als für dich! Aber glaub mir, es tut mir so sehr weh, dass ich … sieh mich an Harry … wenn du jetzt aufgibst, dann haben sie gewonnen. Ich weiß, dass dir das gerade im Moment egal ist! Und das ist okay! Dir wird ein wichtiger Mensch nach dem anderen genommen, was kümmert dich dann was mit dem Rest passiert, nicht wahr?"

Harry nickte zornig. Doch im nächsten Moment vergrub er das Gesicht in seiner Hand.

„Nein, es gibt keinen Grund sich dafür zu schämen Harry! Weißt du warum? Es ist menschlich! Du bist nur ein Mensch! Aber noch hast du genug Freunde für die es sich zu leben lohnt! Also bitte, Harry, bitte lass mich für dich da sein."

Harry sah ihn überrascht an.

„Sirius ist nicht ersetzbar, so wie kein Mensch ersetzbar ist, aber gib mir die Chance für dich nur ein Teil dessen zu sein was dir deine Eltern und Sirius nicht mehr sein können! Wenn nicht, dann…" Er schüttelte den Kopf und reichte Harry seine Brille. „Dann habe ich niemanden mehr."

Harry setzte seine Brille auf. Und zu Lupins Überraschung umarmte er ihn dann und begann an seiner Schulter erneut zu weinen. Allerdings klang es weniger verbittert, sondern, soweit er es in seinem eigenen Kummer beurteilen konnte, befreiender.

Vom Schmerz überwältigt, merkte Harry kaum, wie Lupin nach einer Weile seinen Arm um seine Schulter legte und ihn aus diesem düsteren Ort führte.

Hinter ihnen liefen Tonks und ein aufgewühlter Ron Weasley, McGonagall und andere Mitglieder des Ordens. Die Nachhut bildeten Kingsley Shacklebolt und Snape, der in dem Augenblick ohnmächtig wurde, als man ihm Sirius aus den Armen nahm.

-#-

Seufzend stützte sich Lucius auf seinen Spazierstock und blickte zu Boden. Narzissa knallte die Tür lautstark hinter sich zu und lief unruhig hin und her. „Verdammt", fluchte sie.

Die meisten Todesser verschwanden sofort und die wenigen die sich noch in der riesigen Wohnstube befanden taten es spätestens dann, als Macnair ihnen einen vielsagenden Blick zuwarf.

„So etwas darf nicht passieren", fuhr Narzissa aufgebracht fort. „Wenn sich Bellatrix nur etwas unter Kontrolle hätte!" Sie seufzte. „Wo ist sie überhaupt?"

Lucius hob den Kopf als wäre er gerade aus einem Traum erwacht, doch bevor er etwas sagen oder reagieren konnte, hörte er draußen Schritte. Er stöhnte und schloss die Augen.

„Was ist denn?", fragte seine Frau mit gerunzelter Stirn und warf einen Blick aus dem Fenster.

Mehrere Personen kamen aufs Haus zu. Die Tür wurde aufgestoßen. Macnair versuchte sich zwischen Narzissa und Rabastan Lestrange zu stellen, der mit düsterer Mine eintrat. Aber zu spät.

Narzissa blickte erst Rabastan an, dessen Kleidung blutverschmiert war, und dann die leblose Person, die in ihrem schwarzen Mantel eingehüllt in seinen Armen lag. Nur ihre schwarzen Stiefel, blasse Hände – und die Strähnen dunklen Haares waren zu sehen. Es herrschte eine erdrückende Stille. Bis sich Narzissa nicht mehr gegen ihren Verstand wehren konnte, der schon längst begriffen hatte …

Mit einem Schmerzensschrei wirbelte sie herum und presste sich an Lucius Schulter.

Macnair blickte ihn betreten an. „Kann ich irgendwie…", flüsterte er, wandte sich dann aber auf Lucius Kopfschütteln hin seufzend ab und verschwand aus dem Haus.

Die beiden Malfoys waren nun allein. Lucius hielt Narzissa fest in seinen Armen geschlossen, nachdem ihre Beine ihr keinen Halt mehr gegeben hatten. So gern er auch für sie da war – das Unbehagen das er verspürte, konnte man ihm nicht übel nehmen und war eine Eigenschaft die auch bei weitem gefühlvollere Gemüter mit ihm teilten, die einen Menschen zu trösten hatten, der gerade einen anderen geliebten Menschen verloren hatte. Er strich ihr behutsam über den Rücken und blickte ins Kaminfeuer, dessen Knistern plötzlich den ganzen Raum ausfüllte.

„So beginnt es."

Lucius lehnte sich ein Stück zurück und blickte seine Frau an. Ihre Lippen waren ebenso weiß wie ihre Haut.

„So beginnt es", wiederholte Narzissa. „Das Sterben … der Familie Black."

„Narzissa", sagte Lucius behutsam. „was redest du denn da?"

„Einer auf jeder Seite. Verstehst du nicht? Wir nahmen ihnen Sirius. Und sie uns Bellatrix. Wir sind quitt. Wir haben es verdient. Sie hat es verdient." Sie schloss die Augen. „Ich … habe es verdient."

Lucius schwieg. Auf der einen Seite, weil er nicht wusste welchen Trost er ihr geben konnte und auf der anderen, weil ihre Worte nicht nur schmerzerfüllt waren, sondern auch wahr.

„Was ist passiert?", fragte sie leise.

„Der Werwolf … hat Rache genommen", antwortete Lucius. Er wusste, dass es bei Narzissa keinen Zweck hatte um den heißen Brei herumzureden. Dann gab er ihr einen Kuss auf die Stirn.

„Wie?" Sie sah ihm ins Gesicht und fand darin einen Ausdruck der besagte, dass er gehofft hatte diese Frage würde sie ihm nicht stellen. Sie atmete heftig aus und setzte erneut zum Reden an. Doch dann erblickte sie Snapes Blut, das noch immer an Lucius Mantel klebte und wich angeekelt vor ihm zurück. „Ich halt das nicht aus", keuchte sie und hielt sich den Bauch.

„Liebling", begann Lucius aufrichtig.

Doch seine Frau schüttelte den Kopf. „Ich will nicht wissen was mit ihr passiert ist oder?"

„Nein, willst du nicht."

„Ich will sie also auch nicht sehen …?"

„Noch nicht!"

„Oh Gott …" Narzissa verzog schmerzerfüllt das Gesicht. Lucius seufzte und trat rasch hinter sie, als ihre Beine erneut nachzugeben drohten.

„Ich gehe nach oben", sagte sie knapp, „mir ist nicht gut." Ihr Mann, der diese Aussage für überflüssig hielt, nickte, doch bevor er die Gelegenheit hatte ihr die Hand entgegenzustrecken, schüttelte Narzissa den Kopf. „Allein", sagte sie und stieg dann kraftlos und langsam die Treppe hinauf.

Lucius stand leicht zusammengesunken mitten im Raum. Er blickte an sich herab, verzog das Gesicht, riss seinen blutigen Mantel von den Schultern und warf ihn samt seinem Spazierstock auf den Boden. In dem Moment, als er sich an einem Tisch nieder ließ, betrat Rabastan Lestrange den Salon, dieselbe bittere Mine im Gesicht und noch immer dieselbe blutige Kleidung am Leib.

„Wirklich hervorragend hast du das hingekriegt", sagte Lucius müde, den Kopf in eine Hand gestützt.

„Sie hätte es doch so oder so erfahren." Der Lestrange ließ sich Lucius gegenüber nieder.

„Ja, aber auf eine völlig andere Art und Weise! Und was fällt dir ein dich so an meinem Tisch zu setzen?"

„Meinst du das hier?" Rabastan wischte sich Blut von seinem Hemd und rieb es zwischen den Fingern. „Keine Sorge, ich kümmere mich darum. In meinem Zimmer. Bevor man vor lauter blutdurchtränkten Kleidungsstücken auf dem Salonboden hier nicht mehr treten kann."

Lucius schnaubte durch die Nase. „Ihr Lestranges hattet schon immer einen unpassenden, makabren Sinn für Humor."

„Nur deshalb verstehst du ihn. Und nun tu nicht so, als ob du um sie trauerst. Du hast sie nie gemocht, also komm."

„Es spielt absolut keine Rolle ob ich sie gemocht habe oder nicht", erwiderte Lucius aufgebracht, „aber sie war Narzissas Schwester und auch wenn das nicht in jedem Fall etwas heißen muss, so hat sie ihr sehr viel bedeutet! Natürlich ist es nicht Bellatrix´ Tod der mir zu schaffen macht, sondern Narzissas Schmerz darüber. Und ja, du, wie auch jeder andere, weißt, dass ich sie nicht gemocht habe; wenn du es genau wissen willst: für mich war Bellatrix nichts weiter als eine geisteskranke, wahnsinnige und nervtötende Hexe, die die Gnade und Zuneigung des dunklen Lords nie verdient und sich stets als etwas besonderes gesehen hat, aber das kannst du mir glauben: selbst ihr hätte ich einen angenehmeren Tod gewünscht als von einem hasserfüllten und liebeskranken Werwolf zerfleischt zu werden!"

Er atmete tief aus und lehnte sich zurück. „Warum erzähl ich dir das", fuhr er wieder ruhiger fort, „du beerdigst deine Schwägerin, nachdem du deinen Bruder zu Grabe getragen hast. Du kannst ansatzweise verstehen was Narzissa jetzt durchmacht."

Rabastan nickte und fuhr sich mit der Hand durch sein dunkles, strähniges Haar. „Aber wir sind Männer, Gefühle zeigen ist nicht unser Gebiet, das weißt du doch", sagte er ironisch und nickte Lucius, während er aufstand, mit einem angedeuteten Lächeln zu.

Es war wohl das längste und vertrauteste Gespräch das die beiden Todesser je miteinander geführt hatten, trotz ihrer Verwandtschaft.

Rabastans langsame Schritte, wurden von schnellen, lauten übertönt. Jemand rannte die Treppe hinab

Es war Draco, der leichenblass ins Zimmer stürmte und abrupt stehen blieb als er seinen Vater erblickte.

Lucius stand auf und blickte ihn genauso erschrocken an wie er ihn. „Was ist los?", fragte er.

Draco atmete tief aus, wie als ob er erleichtert wäre, und ging mit zitternden Beinen ein paar Schritte zurück. „Das sollte ich wohl eher dich fragen."

„Du bist ganz blass, was hast du?"

„Mutter weint sich die Seele aus dem Leib!", antworte er. „So hab ich sie noch nie weinen hören, es hat mir Angst gemacht. Da dachte ich…" Er biss zornig die Zähne zusammen.

„Oh", sagte Lucius nach einer Weile. „Nein, nein ich bin in Ordnung Draco."

Draco nickte und beide schwiegen sich peinlich berührt an.

„Willst du mir nicht sagen, warum sie weint?", platzte es dann aus Draco heraus.

Lucius schien etwas aufgewühlt. „Ja … es … Bellatrix … sie ist es die …. Deine Tante ist tot."

Draco gab ein bedauerndes Fluchen von sich. Dann erblickte er Mantel und Stab auf dem Boden und bückte sich um beides aufzuheben.

„Lass ihn liegen!", rief Lucius, und blitzschnell ließ Draco den Mantel wieder fallen. Den Stab jedoch hob er auf und reichte ihm seinen Vater. Allerdings ließ er ihn nicht los, als Lucius danach griff und so lag er in beider Hände, als ob er sie verband, eine Verbindung, die sie sich ohne das kalte Stück Holz, anstatt warmer Haut, nie gewagt hätten.

„Wessen Blut ist das?", fragte Draco bebend. „An deinem Mantel. Ist das Bellatrix´?"

„Nein … nein das", Lucius fuhr sich nervös über die Lippen, „das ist das Blut deines … es ist Snapes!"

Sein Sohn keuchte ungläubig. „Oh, na toll! Ist er auch … Ich meine ist er auch tot?"

„Nein", sagte Lucius durchdringend.

Draco nickte. Aber man konnte ihm ansehen, dass es hinter seiner Stirn heftig arbeitete und sein Kiefer mahlte hin und her, als lägen ihm tausend Sachen auf der Zunge. „Ich dachte du seiest tot!", rief er dann laut, wütend und vor allem vorwurfsvoll.

„Tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen", erwiderte Lucius mit einem leichten Lachen, was allerdings sofort wieder erstarb als er von Dracos energischer Stimme unterbrochen wurde. „Das ist nicht witzig Vater!" Draco funkelte ihn wütend an und nutzte die Chance, von ihm nicht zu einem angemessenen Ton ermahnt zu werden, um Fortzufahren. „Ich kenne dich lange genug um zu wissen, dass das nur eine Masche ist deine Gefühle zu verbergen. Selbst du hast welche und es ist nichts Schlimmes daran Vater! Und es ist auch nicht schlimm mir sie irgendwann mal zu zeigen!" Er atmete aufgebracht aus und schüttelte den Kopf. „Was soll´s, ich glaube es hat überhaupt keinen Zweck mit dir über so etwas zu reden, du verstehst mich ja doch nicht. Immerhin bist du sprachlos, wow, eigentlich wäre es jetzt deine Aufgabe mich in meine Schranken zu verweisen, Dad, das kannst du doch immer so gut."

Lucius blickte ihn weder zornig an noch empört, sondern einfach nur verwundert. „Du machst dich lächerlich. Ich frage mich, weshalb um alles in der Welt du jetzt mit diesen Vorwürfen kommst, ich frage mich was bitte hat das, was du sagst, mit Bellatrix´ Tod zu t-"

„Wer hat behauptet, dass es mit ihrem Tod zu tun hat? Das hat es nicht! Es geht um dich und mich! Darum worum es immer geht, worüber ich immer nachdenke, wenn es mal wieder brenzlig wird und ich nicht weiß ob du überhaupt wieder nach Hause kommst!"

„Sag so etwas nicht."

„Wieso nicht, ich fange langsam an mich daran zu gewöhnen, dass immer weniger Menschen in dieses Haus zurückkehren als es verlassen!"

Lucius schwieg.

„Sag etwas!", drängte Draco. „Los, sag etwas!" Erst jetzt ließ er den Spazierstock los, stieß ihn regelrecht von sich. „Weißt du ich glaube du bist einfach nur verwirrt, weil du es nicht gewohnt bist, dass du mit mir ein Gespräch führen kannst! Ich glaube du bemerkst gerade erst, dass ich kein Kind mehr bin, was dir schon längst aufgefallen wäre, wenn du mich ab und zu mal beachten würdest!"

„Bitte … Draco … ich habe jetzt wirklich keine Geduld für diesen Unfug, nicht nach allem was-"

„Und nicht Monate in Askaban verschwendet hättest!"

An diesem Punkt stand Lucius auf. Draco ging automatisch einen Schritt zurück. „Jetzt bin ich zu weite gegangen, oder? Was ist, willst du mich ohrfeigen? Dann tu´s doch!"

„Es reicht jetzt", sagte Lucius heiser.

„Das packst du nicht, oder! Nicht mal das bringst du fertig!"

„Was ist nur aus dir geworden?"

„Das zu dem ihr mich macht! Aber ich fange langsam an zu verstehen, dass ihr selber nicht wisst, was ihr wollt. Was willst du Vater? Was? Wenn du es nicht weißt, woher soll ich es dann wissen? Ich weiß überhaupt nichts mehr! Ich weiß nicht mehr was ich denken soll! Ich habe ja auch noch nie dazu gehört! Ihr erzählt mir ja nichts!"

„Und das aus gutem Grund."

„Du landest in Askaban, Rodolphus stirbt, Bellatrix stirbt – ich sehe nie was ihr tut, sondern immer nur die Resultate, und die können doch unmöglich euer Ziel sein!" Er hob den Mantel nun doch auf. „Das hier zum Beispiel", sagte er und streckte ihn Lucius entgegen. „Wie ist das passiert? Hast du Snape das angetan? Oder jemand anders? Auf welcher Seite steht er eigentlich? Und was ist mit Bellatrix passiert? Hilf mir, Vater, bitte! Ich weiß nämlich nicht mehr was richtig und was falsch ist! Wir sind doch auf der richtigen Seite oder? Was du tust ist doch das Richtige, nicht wahr?"

„Richtig und Falsch … Gut und Böse, so etwas gibt es nicht", entgegnete Lucius stur. „Es ist nicht alles so einfach wie du es dir in deinem Dickschädel gern zusammenreimen würdest!"

„Du lügst!", rief Draco verzweifelt. „Du bist ein Feigling", brachte er mit letzter Kraft hervor und konnte nun die Tränen nicht mehr verhindern, die umso stärker flossen, als Lucius ihn mit einem getroffenen Blick bedachte, den er noch nie zuvor an ihm gesehen hatte. Doch dieser Blick verwandelte sich rasch in Zorn und so riss Lucius ihm den Mantel aus der Hand und packte seinen Sohn am Kragen. „Snape hatte eine Verletzung von der ich nichts wusste, von der ich noch immer nicht weiß, woher sie stammt, er wäre beinahe unter mit weggestorben! Und du willst wissen, was mit Bellatrix passiert ist, ja? Dein Lehrer Remus Lupin hat sie getötet, es war seine Rache, seine Rache dafür, dass sie Sirius Black, der von den Toten zurückgekehrt ist, ein zweites mal umgebracht hat! Er hat sich in einen Werwolf verwandelt und deiner Tante die Kehle durchgebissen! Er hat ihr die Luftröhre zerfetzt, sie ist an ihrem eigenen Blut erstick – such dir was aus! Und, bist du nun zufrieden?", fragte er Draco, der inzwischen bitter weinte, „geht es dir jetzt besser, fühlst du dich jetzt erwachsener, nun, da du die Einzelheiten kennst, hm? Hast du den Mut zu deiner Mutter zu gehen und ihr zu erzählen, dass ihre Schwester bestialisch zerfleischt wurde?" Er verzog das Gesicht abschätzend. „Sei ein Mann und hör auf zu heulen, sieh mir in die Augen und nenn mich noch einmal einen Feigling, Draco!"

„ … ein Feigling", schluchzte Draco verkrampft.

Lucius stieß ihn von sich und ließ ihn wortlos stehen.

„Vater!", schrie der junge Malfoy halb wütend, halb verzweifelt. „Wo willst du hin?"

Auch Macnair, der in dem Augenblick das Haus betrat, stellte seinem Gefährten diese Frage. Doch Lucius stürzte aus dem Haus ohne zu antworten.

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Macnair klopfte. Als niemand antwortete, öffnete er die Tür und betrat das Schlafzimmer, das bis auf schwaches Kerzenlicht dunkel war. Narzissa saß auf dem Boden, mit dem Rücken gegen das Fußende des Bettes gelehnt.

„Narzissa?", fragte er vorsichtig und kniete sich neben sie. Ihre Augen und Lippen waren rot unterlaufen und feuchte Haarsträhnen klebten ihr im Gesicht. Sie reagierte nicht.

„Narzissa", wiederholte Macnair, „der dunkle Lord … würde dich gern sehen." Er nahm zögernd ihre Hand.

„Sag ihm", entgegnete Narzissa heiser, „ich brauche sein Mitleid gerade nicht."

Macnair räusperte sich. „Das … das kann ich gut verstehen, aber … . Er meinte sofort!"

„Ich fühle mich wirklich nicht-"

„Es war keine Bitte, Narzissa, sondern eine Anweisung."

Narzissa blickte ihn jetzt zum ersten Mal verwundert an. Dann drehte sie den Kopf wieder zur Seite und schloss die Augen wobei eine neue Welle Tränen über ihr Gesicht strömte. „Was meinst du Walden? Klingt nicht sehr gut, oder?"

Macnair biss sich nervös auf die Lippen. „Komm. Wir bringen dich."

„Wir? Bin ich gefährlich? Bin ich jetzt eine Gefangene?"

„Natürlich nicht!" Er seufzte. „Du hast doch nichts getan, du sollst einfach nur zu ihm!"

„Wo ist Lucius?", fragte sie stattdessen leise.

„Ich weiß es nicht. Er hat ganz plötzlich das Haus verlassen. Ich glaube er hat sich mit Draco gestritten, beide waren völlig aufgebracht."

Narzissa schnaufte bitter. „Hervorragend. Meine Familie zerbricht."

„Komm jetzt", sagte Macnair und streckte ihr die Hand entgegen.

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… to be continued …

Ein sehr tränenreiches Chap, aber die sind ja auch nur Menschen :( Das näxte Chap folgt bald. Nicht erst in ein paar Monaten, sondern in ein paar Wochen. #legt ihre Hände ins Feuer# Ups… die brauch ich zum Schreiben …